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12. Klass-Jahresarbeit von Lukas Weidauer: Nachhaltige Energieversorgung

1. 3 Stromerzeugung

Etwa ein Drittel der Primärenergie wird zur Erzeugung von Strom verwand. Rechnet man dabei die Steinkohle mit 26 Prozent und die Braunkohle mit 25 Prozent zusammen, so haben diese den größten Anteil. Die Kernenergie trug im Jahr 2000 mit 32 Prozent zu der Stromerzeugung bei. Die Braunkohle- und die Kernkraftwerke zählt man zu den Grundlastkraftwerken. Das sind Kraftwerke, die rund um die Uhr laufen, mindestens 6000 Stunden im Jahr. Man unterscheidet weiterhin noch zwischen Mittellastkraftwerken, die 2000 bis 6000 Stunden im Jahr laufen und je nach Jahreszeiten- und Tages bedarf geregelt werden und Spitzenlast- oder Höchstlastkraftwerke, die nur zu bestimmten Spitzenzeiten des Energieverbrauchs hoch gefahren werden. Dazu können zum Beispiel Gaskraftwerke zählen. Das Gas trug 2000 mit acht Prozent zur Stromerzeugung bei. Sechs Prozent wurden durch die Erneuerbaren Energien erzeugt. Insgesamt verkauften die deutschen Stromversorger 2001 knapp 477 (2000: 474) Milliarden Kilowattstunden.


Quelle: Umweltbundesamt
Abbildung 2.5: Braun- und Steinkohle zusammen ge-nommen haben mit 50 Prozent den größten Anteil an der Stromerzeugung. Die Kernenergie liefert 32 Prozent, Gas 8 Prozent, die erneuerbaren Energien sechs Pro-zent. Insgesamt: 474 Mrd. kWh.

Seit April 1998 ist der Strommarkt liberalisiert. Das heißt, der Kunde kann seinen Strom von dem Anbieter seiner Wahl beziehen. Die Monopolstellung von wenigen großen Energiekonzernen ist gebrochen worden. Das hatte zunächst einen gewaltigen Preisverfall bedingt durch den nun einsetzenden Wettbewerb zur Folge. Andererseits konnten sich Anbieter gründen, die Strom aus erneuerbaren Energien produzieren und verkaufen. Etwa zwei Millionen Menschen haben seit 1998 zu Ökostromanbietern gewechselt. Zunächst galt das allerdings nicht in den neuen Bundeslän-dern. Hier verhinderte die sogenannte "Braunkohlenschutzklausel" einen freien Wechsel. Doch inzwischen kann auch hier der Kunde den Anbieter frei wählen. Allerdings wird immer noch durch eine "Quotenregelung" der Absatz der Braunkohle garantiert.


1. 4 Verluste bei der Stromerzeugung

Nur rund zwei Drittel der im Kraftwerk eingesetzten Primärenergie kommen bei den Verbrauchern an. Sieben Prozent gehen in den nichtenergetischen Verbrauch (z.B. Chemierohstoffe). Vier Prozent beansprucht die Energiewirtschaft für sich zum Beispiel für das Betreiben von Pumpen und Lüftungen in Kraftwerken. Ein großer Teil, 24 Prozent, geht durch Umwandlung und Verteilung der Energie verloren. Die größten Verluste liegen allerdings bei den Verbrauchern: In privaten Haushalten, im Verkehr und in der Wirtschaft gehen 34 Prozent zum Fenster, zum Auspuff bzw. zum Schornstein hinaus. In den privaten Haushalten zum Beispiel gehen etwa elf Prozent des Stromverbrauchs für den Stand-by Betrieb von elektrischen Geräten verloren.


Quelle: Umweltbundesamt
Abbildung 2. 6: Nur ein Drittel der eingesetzten Primärenergie kommt beim Verbraucher an.

© Lukas Weidauer | www.lukasweidauer.de.vu | [email protected]
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