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12. Klass-Jahresarbeit von Lukas Weidauer: Nachhaltige Energieversorgung

2. 2. 2 Sich nicht regenerierende Quellen

Fossile Brennstoffe

Die Vorkommen von fossilen Brennstoffen, wie Kohle, Erdöl und Erdgas, sind begrenzt. Was wir verbrennen steht als Rohstoff nicht mehr zur Verfügung. Daher werden sie auch als endliche Ressourcen bezeichnet. Beim Verbrennen werden sie in Kohlendioxid, Wasserdampf, Schwefeldioxid und eine Reihe weiterer Stoffe zerlegt.

Es gibt verschiedene Angaben über die Reichweite von Kohle, Öl und Gas. Einige bestreiten jedoch auch ganz, dass eine Verknappung dieser Rohstoffe in absehbarer Zeit erfolgen wird. Das sind jedoch meist die großen Energiekonzerne, die mit der Förderung von Kohle und Öl Geld verdienen. Sie behaupten: Es werden doch stän-dig neue Reserven erschlossen. Das ist richtig. So lange die Verbrauchsrate die Rate der Neuentdeckungen nicht übersteigt, wachsen die Vorkommen sogar - ökonomisch gesehen. Aber jede neuentdeckte Lagerstätte ist letztendlich nur ein Teil der gesamten Grundbestandes. Und der mag noch so groß sein, unendlich ist er nicht. Er nimmt auch nicht zu und regeneriert sich schon gar nicht. Daher ist eine Diskussion, ob es sich nun um eine Zeitspanne von 40, 50 oder 200 Jahren handelt hinfällig.

Bei den Reserven handelt es sich um jene Lagerstätten, die heute sicher nachgewiesen sind und mit heutigen technischen Mitteln und dem bestehenden Preisgefüge abgebaut werden können. Diese betragen heute 32 400 Exajoule, was etwa dem Hundertfachen des heutigen Weltenergieverbrauchs entspricht.(26)


Quelle: Bundesumweltministerium (BMU)
Abbildung 2.6: Die Weltweiten Reserven an Energierohstoffen belaufen sich auf 32400 EJ (Exajoule). Das entspricht mehr als 1 000 Milliarden Tonnen Steinkohle.

Wie in Abbildung 5.5 zu sehen ist, liegen die konventionellen Reserven am Erdöl nur bei einem Sechstel der gesamten Reserven. Vergleicht man dies mit der gegenwärtigen Bedeutung des Erdöls, mit einem Anteil von 35 Prozent an der globalen Energieversorgung, so ist deutlich zu erkennen, wie übermäßig Erdöl im Gegensatz zu anderen Energieträgern ausgebeutet wird. Dies spiegelt auch die statistische Reichweite dieser Energien wider (siehe Abbildung 2.7).


Quelle: Bundesumweltministerium
Abbildung 2.7: Statistische Reichweite der weltweit nachgewiesenen Energiereserven bei gleichbleibendem Verbrauch.

Doch wird es nicht die Verknappung der fossilen Brennstoffe sein, die uns zu einer Veränderung mit unserem Umgang mit Energie zwingt. Vielmehr ist es die begrenzte Aufnahmefähigkeit unserer Umwelt, die uns zu einem raschen Umsteuern veranlas-sen muss. Vielfach ist diese Aufnahmefähigkeit von Abfallprodukten aus der Energieerzeugung schon heute erschöpft. Vor allem das Klimaproblem zwingt uns zum Handeln.

(26) Bundesumweltministerium (Hrsg.), Erneuerbare Energien und Nachhaltige Entwicklung, Berlin 2000.

© Lukas Weidauer | www.lukasweidauer.de.vu | [email protected]
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