Heuersdorf - ein Ort kämpft um seine Existenz


Ein kurzer Rückblick in die Geschichte des Ortes

Das heutige Heuersdorf waren ursprünglich zwei Ortschaften: Heuersdorf und Großhermsdorf. Beide waren eines der ersten sogenannten "Rodungsdörfer" in der Region und wurden etwa um 1100 gegründet. Erstmals urkundlich erwähnt werden sie jedoch erst einige Zeit später. Nämlich: 1378 Großhermsdorf und 1487 Heuersdorf. Allerdings wurde bereits 1297 erstmals auf dem Flurstück von Heuersdorf eine Kirche erwähnt. 1935 wurden beide Ortschaften zusammengelegt, der Ortsname Heu-ersdorf setzte sich durch.

Die Namen beider Ortschaften änderten sich eine Zeitlang, bevor sie zu dem heutigen Namen gelangten. So findet man für Großhermsdorf erst Hermanstorff magnum, Hermannsdorff major, Gros-Hermannsdorff, (Unterscheidung zu Klein Hermsdorff) 1422 Hermannsdorff major, 1485 Groß Hermstorff, 1551 Hermsdorff uff der Heide.

Bis zum 19. Jahrhundert war Heuersdorf ein typisches Bauerndorf. Mit der Zeit siedelten sich die verschiedenen Handwerker an, ohne die Landwirtschaft nicht funktio-nieren würde. Aber auch auf dem Rittergut in Großhermsdorf gab es Arbeit für die Bevölkerung. 1842 wurde die Bahnstadion in Kieritzsch fertig gestellt. Durch diese Verkehrsanbindung entwickelte sich die Region und erlangte einen wirtschaftlichen Aufschwung. Der Boden, und damit auch das Korn, im Leipziger Südraum galten als sehr gut. Leipzig wurde ausschließlich aus dieser Region versorgt.

© Lukas Weidauer | www.lukasweidauer.de.vu | [email protected]
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