Mein Name ist Susanne Illich und ich male eigentlich seitdem ich denken kann. Neben dem Zeichnen mit Bleistift, Kohle und Rötel habe ich im Teenageralter hauptsächlich mit Wasserfarben gearbeitet. Nachdem die Resultate hier oft nicht befriedigend ausfielen, stieg ich zuerst auf Öl- und schließlich auf Aquarellfarben um. Die jeweiligen Techniken eignete ich mir durch Anlesen und Ausprobieren an. Neben der Malerei probierte ich aber auch andere Dinge wie die Gestaltung von Gegenständen aus Ton und Fimo aus. – Nach dem Abitur 1983 hätte ich sehr gerne einen Beruf im kreativen Bereich gelernt oder an einer Kunstakademie studiert, doch leider kam ich bei den Schulen nicht so recht an, so dass schließlich die Vernunft siegte und ich mich schweren Herzens doch für einen Bürojob entschied.
In den Jahren 1988 bis etwa 1990 kamen meine kreativen Tätigkeiten aufgrund der beruflichen Anspannung im Büro und meinem etwas turbulenten Privatlebens (verliebt, verlobt, verheiratet :-)) etwas zum Erliegen.
Im Frühjahr des Jahres 1990 sprach mich schließlich meine Schwägerin an, ob ich nicht mal die Seidenmalerei ausprobieren wollte. Ich hatte schon eine Zeitlang wie gesagt nichts mehr im kreativen Bereich gemacht und war in dieser Hinsicht sehr unzufrieden mit mir selber. Nach anfänglichem Zögern (immerhin malte fast jeder zu der Zeit auf Seide) entschied ich mich dann doch, die Seidenmalerei zumindest mal auszuprobieren und kaufte mir ein billiges Starter-Set mit einem Anleitungsbuch. Schon die ersten Versuche verliefen recht erfolgreich und mich nahm die Faszination der Farben auf dem geschmeidigen Gewebe Seide sofort gefangen. Bereits nach relativ kurzer Zeit stieg ich komplett von Bügelfarben auf dampffixierbare Farben um, weil ich doch sehr schnell merkte, dass gerade diese Farben eine unvergleichliche Intensität ausstrahlen und die Seide dabei ihren weichen seidigen Griff behält. In den nächsten 8 Jahren malte ich wie eine Besessene, hauptsächlich nach Vorlagen, probierte alle möglichen Techniken aus und versuchte mich an den unterschiedlichsten Seidenarten. Damals verschenkte ich meine Werke zum großen Teil an Freunde und Verwandte zu Geburtstagen oder Weihnachten, verkaufte aber auch schon gelegentlich das eine oder andere Stück. 1998 schließlich zogen wir aufgrund der beruflichen Veränderungen meines Mannes von der Vorderpfalz in die Vordere Eifel, wodurch meine kreativen Hobbys wiederum eine Zeit lang in den Hintergrund treten mussten. Seit dem Jahr 2000 bin ich jedoch wieder recht aktiv, wobei ich inzwischen hauptsächlich eigene Ideen und Entwürfe in Seide umsetze, und besonders gerne Motive mit Hunden – angeregt durch meine eigenen beiden Hundemädchen, ein Mix aus dem Tierheim Mayen und ein Greyhound von Windhunde in Not. Nachdem zum Jahresende 2001 meine Bürotätigkeit nach 15 Jahren endete, habe ich mich entschlossen, endgültig den Schritt zu wagen und mein heiß geliebtes Hobby nun endlich mehr in den Vordergrund treten zu lassen. Ich bin selbst gespannt, wie sich alles weiter entwickelt.
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www.seidenportal.de