Part 13


Ende eines Lebens


Die n�chsten Tage vergingen wie im Flug. Ewian spannte Legolas jetzt st�rker in ihre Bem�hungen mit ein, Arian aufzusp�ren. Sie waren fast ununterbrochen zusammen. Tags�ber in der Stadt und nachts im Bett. Selbst am helllichten Tage schien es ihm �berhaupt nichts auszumachen sie mitten auf der Stra�e zu k�ssen oder einfach ihre Hand zu nehmen. Allerdings war Ewian dar�ber weniger begeistert, denn die Drillinge taten, seit er sie das erste Mal gek�sst hatte, nichts anderes mehr au�er dumm zu grinsen und sie damit aufzuziehen. �Dieser unm�gliche Elb` Und Gimli war auch nicht besser. Wenn die Drillinge keine Zeit hatten �bernahm der Zwerg die Aufgabe sie zu veralbern oder ihr allgemein gute Ratschl�ge zu erteilen, wie man sich das Zusammenleben mit Legolas sehr erleichtern konnte. Dar�ber war dieser allerdings weniger erbaut, und genau deshalb tat Gimli es mit �berschw�nglicher Freude.

Doch dann �nderte Arian von einem Tag auf den anderen seine Taktik. An einem fr�hen Morgen kurz nach Sonnenaufgang fanden Soldaten der Garde von Haldir den Gauner Colicos. Er war erst gefoltert worden, danach hatte man ihm die Kehle durchgeschnitten und ihn auf die Hauptstra�e geworfen. Und so ging es weiter. Es verging kein Tag an dem nicht irgendwo in der Stadt eine Leiche mit durchschnittener Kehle auftauchte. Und nach einigen Nachforschungen fanden Mani und Lili heraus, das diese Toten den �berfall auf Mani durchgef�hrt hatten.

Arian begann also damit seine Spuren zu verwischen. Allerdings wurde Ewian daraus nicht ganz schlau. Das hatte er sonst nur getan, wenn er plante die Stadt zu verlassen in der er sich befand. Und das er Minas Tirith verlassen w�rde, glaubte niemand. Sie besprach sich an dem Tag stundenlang mit Aragorn, Elrond und Gandalf. Allerdings ohne gro�e Ergebnisse. Sie konnten nicht viel tun. Die Wachen waren verst�rkt, ihre Familien au�er Reichweite. Alles was sie machen konnten, war die Augen offen zu halten und vorsichtig zu sein.

***

Um kurz nach Mitternacht schlich Ewian auf leisen Sohlen ins Schlafzimmer. Legolas schlief anscheinend schon, denn er reagierte nicht als sie sich zu ihm legte. Schlafen konnte sie jedoch nicht. Dazu war sie zu aufgedreht. Warum wusste Ewian nicht, aber nach etwa einer Stunde stand sie wieder auf und begann im Zimmer auf und ab zu gehen. Vielleicht half das ja und sie wurde dadurch m�de. Sie studierte jede Ecke des Raumes und ging schlie�lich auch noch auf den Balkon. Der Himmel war wolkenverhangen und es war kaum etwas zu sehen.

Nach einer weiteren Stunde hatte sie jeden einzelnen Stein des Balkons mehrmals gez�hlt und ging entnervt ins Zimmer zur�ck. Sie war versucht Legolas zu wecken, entschied sich aber dagegen. Was konnte er schlie�lich daf�r das sie nicht schlafen konnte? Aus lauter Langeweile begann sie mit seinen beiden Kurzschwertern ein paar �bungen zu machen. Sie versuchte leise zu sein um ihn nicht zu wecken. Auch das half nicht ihre innere Unruhe zu lindern. Frustriert warf sie sich schlie�lich auf einen Stuhl beim Kamin und begann auf dessen Lehne herum zu trommeln.

Legolas beobachtete sie dabei. Er war schon eine Weile wach und hatte sich mehr als einmal beherrschen m�ssen um nicht zu lachen und sich somit zu verraten. Ewian war v�llig aufgedreht und konnte in dem Zustand einfach nicht schlafen. Er sah ihr weiter zu als sie damit begann die Steine des Kamins zu z�hlen. Er wartete bis sie sich entnervt vom Kamin wegdrehte.

�Wie viele sind es denn?�, wollte er wissen und Ewian fiel fast vom Stuhl als sie herumfuhr, um ihn anzustarren. Sie brauchte einige Sekunden bis sie wieder gerade im Stuhl sa� und er grinste.
�Legolas .........., musst du mich so erschrecken?�, fauchte sie ihn an.
�Es war mir nicht m�glich, mich zu beherrschen!�, grinste er schelmisch und Ewian funkelte ihn an, um sich dann demonstrativ wieder zum Kamin zu drehen. Einfach ignorieren, dachte sie und begann mit den Fu�sohlen auf und ab zu wippen. Allerdings hatte die vorherige Drehung ihr Nachthemd hoch rutschen lassen, so dass Legolas ihre Beine bis zu den Oberschenkeln sehen konnte. Ewian war sich �berhaupt nicht im klaren wie sehr ihre leichten Bewegungen ihn nun nerv�s machten.
Kaum f�nf Minuten sp�ter war er aus dem Bett und trat hinter ihren Stuhl. Sie hatte die Augen geschlossen und ihn nicht bemerkt. Sie reagierte erst als seine H�nde ihre Schultern ber�hrten und sie leicht massierten.
�Was soll denn das werden, Herr Gr�nblatt?�, fragte sie und hob ihren Kopf zu ihm hoch. Legolas nutzte das sofort und k�sste sie sanft.

***

Arian schlich sich an der Mauer entlang in Richtung Stallungen. Er hatte zwei Wachen ausgeschaltet und somit nicht viel Zeit. Man w�rde deren Verschwinden sehr bald bemerken. Er griff sich eine Fackel und trat in den Stall. Sein Pulver sollte ein zu schnelles lodern der Flammen verhindern. Bis man das Feuer bemerkte w�rde Zeit vergehen. Zeit die er nutzen konnte um ins Schloss zu gelangen.

Diesmal hatte er sich besser vorbereitet. Niemand wusste von dem Raum den er sich eingerichtet hatte. Wasser und Lebensmittel waren f�r einige Tage vorhanden und auch die Werkzeuge die er brauchen w�rde waren bereit, seit er sie vor einigen Stunden dorthin gebracht und sorgf�ltig nebeneinander gelegt hatte. Er l�chelte teuflisch und sah sich noch einmal um. Es war niemand zu sehen, au�er den Pferden die ihn be�ugten. Da er sich aber nicht n�herte verschwanden nach und nach ihre K�pfe wieder in den Boxen und Arian bewegte sich lautlos in den R�umen umher. An einer Ecke mit mehreren gro�en Heuballen blieb er, in der Mitte des Ganges, schlie�lich stehen. Er holte einen Beutel unter seinem Mantel hervor und begann den Inhalt auf dem Boden zu verteilen.

***

Beide waren v�llig in ihren K�ssen versunken. Legolas hielt sie fest, w�hrend sie sich auf ihm wand. Sie sa�en vor dem Kamin auf dem Boden. Legolas hatte den R�cken an der Wand abgest�tzt und Ewian sa� auf ihm. Sie streichelte �ber seinen R�cken und half ihm gleichzeitig dabei ihr das Nachthemd auszuziehen. Die Erinnerung an ihren K�rper brachte ihn zum gl�hen. Er wollte sie mit Haut und Haaren.

�Du bist so sch�n!", fl�sterte er mit heiserer Stimme und lie� seine Fingerspitzen �ber ihren nackten Bauch gleiten. Seine Hand bewegte sich dann auf ihre Oberschenkel zu und strich �ber die warme Haut, ehe er ihre H�ften umfasste und sie noch weiter an sich presste.

Sie antwortete nicht, sondern schlang ihre Beine um seinen K�rper. Sich k�ssend und streichelnd griff er wieder um ihren Oberk�rper herum um sie auf den Boden zu legen. Der Teppich vor dem Kamin war weich und kitzelte leicht in ihrem R�cken. Sie wand sich einige Male um den Teppichfransen zu entkommen und zog ihn dabei unbewusst auf sich.

Legolas sah ihr schmunzelnd zu. Seine H�nde streichelte an ihrer Seite auf und ab, was sie nur noch mehr kitzelte und dann schlug sie ihn leicht auf den R�cken. �Lass das, das kitzelt!�, forderte sie. Als er den Kopf sch�ttelte holte sie Luft um zu protestieren aber seine Lippen auf ihrem Hals sorgten daf�r, das sie kein Wort hervorbrachte. Beide waren unendlich erregt und Ewian sp�rte das sie es nicht mehr lange aushalten konnte. Seine H�nde waren �berall und sie rollten sich spielerisch auf dem Boden herum, bis sie schlie�lich wieder unter ihm lag. Ihre Beine hielten seine H�ften gefangen und seine K�sse wurden fester und wilder. Doch auf einmal verkrampfte sie sich und schob ihn fort. Legolas sah sie fragend an.

�Riechst du das?�, fragte Ewian und atmete einige Male tief ein. Es roch verd�chtig nach Rauch, nach einem dieser verfluchten Pulver die Arian immer mixte. Legolas machte es ihr nach und sah sie dann an.
�Feuer!�, riefen beide gleichzeitig und sprangen auf.

***

Das L�uten der Alarmglocke riss Aragorn und Arwen aus ihrem Schlaf. Kurz darauf waren beide auf dem Weg nach unten und trafen in den G�ngen viele andere, die ebenfalls nach unten wollten. Als sie aus der T�r traten, stand der Stall schon in Flammen. Aragorn sah Legolas und Ewian die mit Hilfe von Haldir versuchten die T�r zu �ffnen. Er konnte die Schreie der Pferde h�ren. Alles rannte los um zu helfen.

Mani st�rmte ohne Vorwarnung in Lilis Zimmer. Die warf sich gerade ein Hemd �ber und sah sich nach ihren Stiefeln um. �Geh schon, ich komme sofort nach!�, schrie sie ihren Bruder an. Mani nickte nur und rannte hinaus. Es herrschte �berall ein H�llenl�rm. Auf den G�ngen und drau�en waren so viele Leute unterwegs das man sofort den �berblick verlor.

Als Lili ihm wenige Sekunden sp�ter folgte, kam sie nicht mal zur T�r hinaus. Der Schlag auf ihren Hinterkopf war schnell und pr�zise durchgef�hrt und Lili schlug auf den Boden, ohne die Chance ihren Angreifer sehen zu k�nnen.

***

Es dauerte fast die ganze restliche Nacht, dann erst hatten sie das Feuer unter Kontrolle. Mehrere Verletzte und zwei tote Pferde waren das Ergebnis dieses Brandes. Aragorn hatte seinen Soldaten aufgetragen das Schloss zu sichern, die Elben k�mmerten sich um die Verletzten und er selbst stand mit seinen Freunden und seiner Familie noch bei den �berresten der Stallungen. Er beobachtete Mani und Ewian die in den Tr�mmern herum wanderten, auf der Suche nach Spuren oder Hinweisen auf den T�ter. Es dauerte einige Zeit doch dann b�ckte sich Ewian und stocherte mit den Fingern in der Asche herum. Anscheinend hatte sie irgend etwas entdecken k�nnen.

�Mani?�, rief sie und er kam zu ihr hin�ber. Er besah sich die Stelle und hob etwas Asche hoch um sie zwischen seinen Fingern zu reiben und dann daran zu riechen.
�Was denkst du?�, wollte Ewian wissen.
�Ich glaube, das selbe wie du!�
�Habt ihr etwas gefunden?�, fragte Aragorn und die beiden nickten ihm zu.
�Arian!�, sagte Ewian nur und stand auf, sich den Dreck abklopfend. �Er hat das Feuer gelegt.�
�Seid ihr sicher?�, wollte sich Elrond versichern. Ewian und Mani nickten einstimmig. Das reichte Aragorn und den anderen aus und der Waldl�ufer ging davon um weitere Befehle zu erteilen. Mani und Ewian traten aus den �berresten hervor und sahen sich um. Es wurde hell, die Sonne w�rde bald aufgehen.
�Ich denke wir sollten ........�, begann Etienne, aber Ewian unterbrach ihn.
�Mani, wo ist Lili?�

Der Angesprochene sah sich um und suchte die Blicke der Anwesenden durch. Alle sch�ttelten mit dem Kopf. Keiner hatte sie gesehen. Auf einmal bekam er ein ungutes Gef�hl. Da stimmte etwas ganz und gar nicht. Er rannte los und Ewian folgte ihm. Er trat die T�r zu ihrem Zimmer auf und st�rmte hinein. Ein kurzer Blick gen�gte. Sie war nicht hier. Er untersuchte das Zimmer, w�hrend Ewian und die anderen langsam eintraten. Dann sah er Ewian an und sch�ttelte den Kopf.

�Wann hast du sie zuletzt gesehen?�, fragte Gimli und sah sich ebenfalls um.
�Als Alarm geschlagen wurde. Ich bin ins Zimmer, da zog sie sich gerade an. Sie meinte ich solle schon los, sie w�rde gleich nachkommen.�, berichtete Mani monoton und sank aufs Bett.
�Vielleicht haben wir sie drau�en nicht gesehen, bei den ganzen Leuten. Wir k�nnen .......�, versuchte Legolas zu beruhigen, aber Gimlis Stimme lie� ihn inne halten.
�Was ist das denn?�, fragte der Zwerg und deutete auf die R�ckseite der T�r. Ein Umschlag hing an der T�r mit einem Dolch befestigt. Doch das sonderbare daran, von der Unterseite des Umschlages tropfte Blut auf den Boden. Ewian sah sich den Umschlag genauer an und zog dann den Dolch aus der T�r. Der Brief fiel ihr in die Hand. Sie �ffnete ihn und sah hinein.
�Gott!�, fl�sterte sie entsetzt und verzog angewidert das Gesicht.
�Was? .......... Was ist?�, fragte Mani.
Ewian sah zu Legolas und der kam zu ihr und nahm den Umschlag aus ihrer Hand. Ein kurzer Blick und er sah entsetzt zur Seite. Er hatte so etwas schon vermutet, aber es dann mit eigenen Augen zu sehen war doch etwas anderes.
�Arian hat sie!�, sagte Ewian in die Stille, die sich im Raum breit gemacht hatte.
�Woher willst du .........?�
�Weil in dem Umschlag ein abgeschnittener Finger liegt!�, sagte Legolas an ihrer Stelle und alle in den Raum sahen entsetzt auf.

***

Um kurz nach Sonnenaufgang war Aragorn in Kenntnis gesetzt und hatte die restlichen seiner M�nner losgeschickt. Jeder der nicht im Palast gebraucht wurde, suchte die Stadt ab.

Aragorn hatte eine Krisensitzung einberufen und so sa�en jetzt er zusammen mit Arwen und den anderen im Thronsaal. Die Blicke aller waren auf den Brief gerichtet, den Legolas noch in dem Umschlag entdeckt hatte. Arian hatte ihnen eine Nachricht hinterlassen.

Hast du wirklich geglaubt ich w�rde so schnell aufgeben? Du m�sstest mich besser kennen, Kleines! Da die Prinzessin weg ist habe ich eben meine Pl�ne ge�ndert. Deine kleine Freundin wird ihren Zweck ebenso erf�llen wie jeder andere. Keine Sorge, wenn ich genug von ihr habe, bekommst du sie wieder. Allerdings nicht in einem St�ck, aber das hast du ja schon bemerkt
Ewian war klar, das diese Worte Lilis Todesurteil waren. Wenn sie sie nicht fanden, w�rde Arian sie umbringen. Auch den anderen war klar was dieser Brief bedeutete.

�Wir m�ssen sie finden!�, sagte Aragorn nach einiger Zeit und kurz darauf waren alle unterwegs. Sie hatten beschlossen zuerst das Schloss umzukrempeln und dann in die Stadt zu gehen. Aragorn und Elrond hatten darauf bestanden das niemand allein ging. Das war zu gef�hrlich. Und so streiften jetzt Gruppen von drei oder vier Personen durch die G�nge.

***

Als Lili wieder zu sich kam war das erste was sie wahrnahm, das sie gefesselt war. Ihre Hand- und Fu�gelenke waren mit Metallfesseln am Boden angekettet, ein weiteres Metallband um ihren Hals verhinderte, dass sie den Kopf bewegen konnte. Der Raum war, bis auf zwei Fackeln in v�llige Dunkelheit geh�llt. Wer immer sie hier her gebracht hatte, war vorsichtig. Es gab kein Fenster, und sie konnte auch keine W�nde sehen. Sie versuchte sich zu bewegen und schrie auf. Ein stechender Schmerz ging von ihrer Hand aus. Sie drehte die Augen in die Richtung und erstarrte.

Ein Verband war fest um ihre Hand geschlungen, aber das schlimmste war, ihr fehlte ein Finger. Lili konnte es kaum glauben. Der Schock �bermannte sie und sie begann unkontrolliert zu zittern. Arian, schoss es durch ihre Gedanken. Sie wusste pl�tzlich warum sie hier war. Er hatte Sileen nicht bekommen k�nnen und jetzt war sie dran. Obwohl sie wusste, dass es sinnlos war, versuchte sie, sich von den Fesseln zu befreien, mit dem einzigen Ergebnis, dass sie sich die Gelenke aufsch�rfte und die Luftr�hre abdr�ckte. Der Schmerz in ihrer Hand war h�llisch. Keuchend und gegen die Bewusstlosigkeit ank�mpfend gab Lili schlie�lich auf und blieb still liegen.

�Na, aufgewacht?�, fragte eine samtene Stimme aus der Dunkelheit.

Lili sparte sich eine Antwort und starrte in die Richtung aus der die Worte gekommen waren. Es musste Arian sein. Jetzt lernte sie diesen Perversen, der Ewian beinahe zerst�rt hatte endlich kennen. Allerdings h�tte sie auf diese Erfahrung gern verzichtet, gestand sie sich ein. Sie schloss die Augen und schwieg.

�Du willst also nicht mit mir reden?�, fuhr die Stimme fort. �Auch gut.� Warme Finger geisterten �ber ihr Gesicht, und Lili riss die Augen wieder auf. Er stand �ber sie gebeugt und betrachtete Lili eingehend. �So sch�ne Augen�, h�rte Lili ihn leise murmeln. �Es w�re doch eine Schande sie nicht anzusehen, oder was meinst du?" Ein hinterh�ltiges Lachen folgte den Worten, l�ste eine erneute Panikattacke in Lili aus. �Aber es gibt ja noch so viele andere Stellen an deinem K�rper, die es wert sind, dass man ihnen erh�hte Aufmerksamkeit schenkt, findest du nicht auch?�

Er sah genauso aus, wie Ewian ihn beschrieben hatte. Seine kalten Augen wanderten �ber ihren K�rper und sein Blick jagte eine G�nsehaut �ber sie hinweg. Die Augen verrieten seine Absichten genau. Sie war so gut wie tot, erkannte Lili in dem Moment. Er w�rde sie t�ten, um Ewian und die anderen zu qu�len. Der Schock �ber diese Tatsache lie� sie leise aufst�hnen und ein Grinsen �berzog daraufhin sein Gesicht.

�Ja Lili, du hast es richtig erkannt. Ich werde dich t�ten! Und jetzt beweg dich nicht, sonst wird es nur schlimmer und schmerzhafter f�r dich!�, befahl Arian leise und beugte sich n�her an Lilis Gesicht heran. Er griff nach ihrer verletzten Hand. Durch den pl�tzlichen Schmerz b�umte sie sich unwillk�rlich auf.

�Was habe ich gerade gesagt? Kannst du nicht einmal einen einzigen Befehl befolgen? Oder hat Ewian dir das nicht beigebracht?� Er griff fester nach Lilis Hand, zwang die Finger mit brutalster Gewalt auseinander. Lili sp�rte, wie zwei Finger brachen, und zwang sich selbst dazu, ruhig zu bleiben und keinen Laut von sich zu geben. Lediglich ihre, ohnehin schon schnelle, Atmung wurde noch heftiger.

�Siehst du? Es geht doch.�, fl�sterte Arian in ihr Ohr, w�hrend er die Hand der Kopfgeldj�gerin noch immer schmerzhaft zu Boden dr�ckte. Auf einmal durchschoss ein mit dem Vorherigen nicht im entferntesten vergleichbarer Schmerz durch ihre Hand , ein schneller Blick zeigte ihr, dass der Mann ein Messer genau durch die Handfl�che getrieben hatte. Blut quoll aus der Wunde, die Waffe hatte die Hand spielend durchdrungen und steckte nun im harten Untergrund fest. Lili sp�rte, wie das letzte Blut aus ihrem Gesicht wich, als der Schock schlie�lich nachlie� und die Schmerzen noch schlimmer wurden.

Er w�rde sie durch die H�lle jagen, bevor er sie t�tete. Und er hatte noch nicht mal begonnen. Das Messer wurde nicht mehr entfernt. Auch nicht, als Arian schlie�lich wieder verschwand und Lili blutend zur�cklie�. Sie hatte sich heiser geschrieen, die Brandwunden �berzogen ihren K�rper wie ein Netz. Das Messer lag noch neben ihr. Seine Spitze gl�hte noch und eine leichte W�rme ging davon aus.

Das ihr Leben einmal so enden w�rde, hatte sie nie in Betracht gezogen. Sie erinnerte sich langsam an all die Pl�ne und W�nsche f�r ihr Leben und wusste gleichzeitig das sie keinen einzigen mehr durchf�hren konnte. Es dauerte eine Weile, doch langsam aber sicher begann sie sich damit abzufinden das sie hier sterben w�rde. Sie driftete langsam wieder weg und hoffte das der Tod sie erl�sen w�rde, bevor Arian wieder kam. Aber tief in ihrem Inneren erkannte sie, das ihr das schlimmste noch bevor stand.

Es schienen Minuten oder auch Stunden vergangen zu sein, Lili konnte es nicht mit Bestimmtheit sagen. Aber das Gef�hl das man sie beobachtete holte sie aus einer Mischung von Schlaf und Bewusstlosigkeit in die sie gefallen war. Alarmiert riss sie die Augen auf und sah sich, so gut es ging, um.

�Du wei�t was jetzt passiert, nicht wahr?�, h�rte sie seine leise Stimme auf einmal dicht an ihrem Ohr. �Du hast oft genug erlebt, was mit weiblichen Gefangenen passiert. Allerdings nehme ich an, das du dir nicht in deinen schlimmsten Alptr�umen vorgestellt hast einmal selbst in dieser Position zu sein!�

Lili sp�rte wie das Messer, das neben ihr gelegen hatte, die Reste ihre Kleidung durchschnitt und sie konnte nicht verhindern, das Tr�nen ihre Wange hinab liefen. Ja sie wusste ganz genau was er tun w�rde. �Schlie� die Augen!� Weinend gehorchte sie und insgeheim w�nschte sie das es ihr so m�glich sein w�rde sich von dem bevorstehenden zu distanzieren. Sie hatte genug Frauen gesehen die von M�nnern vergewaltigt worden waren. Und sie hatte auch gesehen wie diese Frauen daran zerbrochen waren.

Arians H�nde legten sich sanft auf ihren, mittlerweile nackten K�rper. Er erforschte ihren K�rper, lernte kennen wo sie am empfindlichsten war. �belkeit und Ekel �berrannten Lili und sie versuchte instinktiv von ihm wegzur�cken. Arian lie� sich davon nicht st�ren. Im Gegenteil. Er wiederholte einige seiner Bewegungen, allerdings wesentlich r�cksichtsloser als vorher.

Ein gequ�lter Schrei zerriss eine halbe Stunde sp�ter die gespenstische Stille des Raumes und Lili verlor Sekunden sp�ter das Bewusstsein. Selbst einige harte Schl�ge ins Gesicht holten sie nicht zur�ck und so lie� Arian von ihr ab. Der M�rder beugte sich langsam vor, holte den Schl�ssel f�r die Ketten aus seiner Tasche und �ffnete sie langsam. Er zog das Messer mit einem Ruck aus Lilis Hand und sie st�hnte, wachte aber nicht auf.

�Sterben sollst du nicht.�, murmelte er mehr zu sich selbst, als zu der halb bewusstlosen Frau. �Noch nicht !� Mit diesem Worten riss er das Metallband von ihrem Hals und beobachtete zufrieden wie sie Luft holte. Die Schmerzen, die Blutungen und die mangelnde Sauerstoffzufuhr hatten daf�r gesorgt, dass sie immer tiefer in die Bewusstlosigkeit sank. Arian betrachtet sie eine zeitlang. Es w�rde dauern bis sie wieder zu sich kam. Er begann damit die Verletzungen notd�rftig zu verbinden. Sonst w�rde sie vielleicht verbluten und das war noch zu fr�h.

***

�Sie kann doch nicht vom Erdboden verschluckt sein?� Manis Stimme �berschlug sich fast, w�hrend er panisch im Thronsaal auf und ab lief. Es waren bereits zwei Tage vergangen und noch immer hatten sie keine Spur.
�Rei� dich zusammen!�
Ewians leise gesprochene Worte lie�en ihn w�tend herum fahren. �Ich soll was? Was erwartest du denn? Ich bin nicht aus Stein, verdammt Lili ist meine Schwester .......�, br�llte er sie an.
�Das wei� ich, aber mit deinem Verhalten finden wir sie auch nicht schneller!�, br�llte Ewian zur�ck.

Elrond trat zwischen die beiden und zwang sie somit einige Schritte zur�ck zugehen. Es war nur eine Frage der Zeit gewesen bis es Streit geben w�rde, das hatte Legolas ihm schon angedeutet. Ewian und ihre Br�der waren nerv�s und angespannt. Und Mani war sehr empfindlich geworden. Die Situation war gef�hrlich.

�Ich denke es w�re das beste, wenn wir eine Pause einlegen!�, sagte der Lord von Bruchtal und beide sahen ihn an, als h�tte er soeben den Verstand verloren.
�Habt ihr den Verstand verloren?�, sprach Pray dann den Gedanken laut aus.
�Elrond hat Recht!�, antworte Gandalf und alles wandte sich ihm zu. �Wir brauchen einen klaren Kopf in dieser Sache und wenn wir streiten, helfen wir Arian nur. Aber wir m�ssen Lili helfen und daf�r m�ssen wir ausgeruht sein.�, sprach Gandalf weiter und eine unheimliche Ruhe machte sich breit. Alle verstanden was der Zauberer ihnen sagen wollte aber es war sehr schwer sich einzugestehen, das Gandalf Recht hatte.
�Und was wollt Ihr nun?�, fragte Ewian nach einigen Minuten.
�Ich will das ihr euch ausruht. Jeder von euch ist seit zwei Tagen auf den Beinen. Es wird Zeit f�r eine Pause. Geht schlafen!�, befahl der Zauberer.
�Aber ........� Aragorn lie� Mani nicht aussprechen.
�Ihr wisst das unser weiser Freund Recht hat!�, sagte der K�nig von Gondor und lie� sich m�de in einen Stuhl sinken. �Wir haben alles abgesucht und m�ssen jetzt neu planen. Aber das k�nnen wir kaum, wenn die meisten schon fast im stehen schlafen!�
Gandalf blieb mit Elrond zur�ck als die anderen nach und nach den Raum verlie�en. Der Elb ging zum Kamin hin�ber und Gandalf folgte ihm.
�Sie werden kaum ein Auge zutun!�, sagte der Lord von Bruchtal.
�Das war mir klar und deshalb habe ich ein wenig nachgeholfen!�, sagte Gandalf nur und Elrond wandte ihm den Blick zu.
�Was habt Ihr getan?�
�Ein leichtes Schlafmittel in den Wein getan. Es wird ihnen einige Stunden Ruhe bescheren. Das haben alle n�tig, sogar wir!� Die beiden verlie�en ebenfalls den Raum und zogen sich in ihre Zimmer zur�ck.

***

Als Lili wieder zu sich kam lag sie auf einer Decke auf dem Boden. Die Ketten waren weg, stattdessen war sie mit einem Lederband an einen Ring an der Wand gefesselt. Sie hatte einen Freiraum von etwa einem Meter. Ihr ganzer K�rper schmerzte und sie hatte Magenkr�mpfe. Sie zwang die �belkeit zur�ck und versuchte dann ihre verkrampfen Arme und Beine auszustrecken. Sie schnitt eine Grimasse, als die Blutzirkulation wieder in die Glieder zur�ck kehrte. Sie brachte sich langsam in eine sitzende Position, es war schwer sich aufrecht zu halten. Sie lehnte sich schwer gegen die Wand. Erst da fiel ihr auf, das sie sogar wieder Kleidung trug und ihre Verletzungen versorgt waren.

�Hallo, mein Engel!�

Die Nackenhaare stellten sich bei Lili auf, als sie die Stimme vernahm. Sie drehte sich um, nur um von seinem Faustschlag an die Wand geworfen zu werden. Doch diesmal erl�ste sie die Bewusstlosigkeit nicht. Niemand h�rte ihre Schreie, die stundenlang in den Mauern hallten. Erst am n�chsten Morgen verstummten sie und machten einer unschuldigen Ruhe Platz, die den Eindruck vermittelte es w�re nie etwas geschehen. Lili war wach als Arian schlie�lich den Raum verlie�. Mehrere Pfeile steckten in ihrem K�rper. Sie bewegten sich bei jedem Atemzug und machten Bewegungen zur H�lle.

Als Arian wieder auftauchte, war Lili noch immer bei vollem Bewusstein, allerdings wesentlich schw�cher. Sie schaffte es gerade noch, die Augen offen zu halten und zu atmen, alles andere war zuviel. Selbst Denken war zu anstrengend. Sprechen? Daran war im Augenblick nicht einmal zu denken.

Die Schmerzen waren unglaublich und Lili fragte sich, warum sie noch nicht gestorben war. Hilflos lag sie da, versuchte, so ruhig wie nur irgend m�glich zu bleiben. Die Pfeile in ihrem Oberk�rper verursachten h�llische Probleme vor allem beim Atmen. Sie vermutete das sie auch innere Verletzungen hatte. Doch das alles war nichts gegen die Schmerzen im Unterleib. Es f�hlte sich an, als ob ihre Eingeweide in Flammen stehen w�rden.

�Wie ......?�, brachte sie schlie�lich hervor.
�Wieso willst du wissen?�, fragte er und Lili sch�ttelte mit einiger Anstrengung den Kopf. �OH, du meinst wie lange du schon hier bist?�
Sie nickte langsam und vorsichtig. Sein L�cheln machte ihr Angst und die Panik kehrte zur�ck als er auf sie zutrat, einen Dolch in der einen, eine Peitsche in der anderen Hand.
�Keine Sorge, du wirst noch eine Weile bleiben!�, verk�ndete er h�misch grinsend und zog sie mit einem Ruck auf die Beine. Ihre Schreie unterband er, indem er ein St�ck Stoff in ihren Mund stopfte.

***

Am n�chsten Tag hatten sich die Gem�ter zwar weder beruhigt noch abgek�hlt, aber alle waren sich im klaren dar�ber das sie ihre Gef�hle hinten anstellen mussten. Den ganzen Tag verbrachten sie wieder in der Stadt und k�mmten die dunkelsten Ecken durch. Ohne Erfolg. Der dritte Tag ging ergebnislos vor�ber.

Am Abend des vierten Tages musste Aragorn mehrmals Streitereien unter seinen M�nnern schlichten und auch die Ruhe der anwesenden Elben ging zur Neige. Es gab mehrere Wortgefechte die von Elrond geschlichtet wurden, aber die K�nige wussten das es immer brenzlicher wurde. Viele der Soldaten hielten Lili schon lange f�r tot obwohl niemand diese Gedanken laut aussprach. Aber viele vor allem von den j�ngeren Elben hofften noch immer das sie Lili lebend finden w�rden. Und allein diese unterschiedlichen Gedanken sorgten immer wieder f�r Meinungsverschiedenheiten, wie man verfahren sollte.

Elrond stand mit einer Tasse Tee auf dem Balkon. Aragorn hatte schweren Herzens, vor wenigen Minuten, alle M�nner zur�ck gerufen. Es gab keine Hinweise und so gut wie keine Hoffnung mehr. Aragorn trat neben ihn. Verzweiflung stand in seinen Z�gen und er lehnte sich m�de auf die Mauer.

�Mach dir keine Vorw�rfe, Estel! Du hast getan, was m�glich war!�
�Das ist nicht genug!�, erwiderte Aragorn schlicht und fuhr sich der Hand durchs Haar. Er war m�de und das konnte der Elb sehen. Au�erdem kannte er seinen Ziehsohn lange genug um zu erkennen wann es ihm schlecht ging.
�Wir d�rfen einfach die Hoffnung nicht aufgeben!�, sagte Elrond leise und beide sahen sich an. �Was bedr�ckt dich, Aragorn?�, fragte der Elb dann.
�Sie hat es von Anfang an gesagt!�
�Wovon sprichst du?�, fragte Elrond verwundert.
�Ewian, sie wusste es. Sie wusste das es gef�hrlich ist und doch hat sie uns geholfen und unterst�tzt. Und jetzt bezahlt ihre beste Freundin den Preis daf�r!�, sagte Aragorn leise.
�Es ist nicht deine Schuld, mein Sohn!�, versuchte Elrond ihn von seinen Schuldgef�hlen abzubringen.
�Ich h�tte .....!�, begann Aragorn, doch Elrond ergriff seinen Arm und brachte ihn so zum Schweigen. Er sch�ttelte bestimmend den Kopf. Und Aragorn verstand, was sein Ziehvater ihm zu sagen versuchte. Es gab einfach nichts, was sie h�tten anders machen k�nnen.

***

Unglaubliche K�lte. Die K�lte ging nicht von der Umgebung aus, sondern stammte wohl eher vom Blutmangel in ihrem K�rper. Alle Glieder schmerzten, Lilis Haut war �berempfindlich, reagierte sogar auf den leichtesten Lufthauch mit Schmerzen. Sie war drau�en und konnte den Himmel sehen. Aber die Kraft zu schreien oder um Hilfe zu rufen hatte sie schon lange nicht mehr. Alles was sie konnte war beten. Und das tat sie. Sie betete der Tod m�ge sie endlich erl�sen. Lili hatte jedes Gef�hl f�r Raum und Zeit verloren. Sie sah hinauf zu den Sternen und brachte ein L�cheln zustande. Sie h�rte wie er auf sie zutrat und sie an ihren Haaren ergriff.

�Jetzt hast du es hinter dir!�, h�rte sie ihn leise fl�stern.
Lili sp�rte schon nicht mehr wie er den Dolch hob und an ihren Hals setzte. Es tat nicht weh als er ihr die Kehle durchschnitt, nein es war die Erf�llung ihrer Gebete. Ihre letzten Gedanken galten Mani und Ewian. Sie war ein wenig traurig als ihr einfiel das sie nun nicht mehr bei Ewians Hochzeit dabei sein konnte. Sie sp�rte wie eine warme Fl�ssigkeit an ihrem K�rper hinablief, dann wurde langsam alles schwarz.

***

Ewian fuhr aus ihrem unruhigen Schlaf hoch. Ihre Gedanken �berschlugen sich. Lili, formten ihren Lippen lautlos. Sie sp�rte ein r�tteln an ihrer Schulter aber sie reagierte nicht darauf. Erst ein leichter Schlag auf ihre Wange brachte sie wieder zu sich. Ewian sah zur Seite und erblickte Legolas. Das Gesicht des Elben war besorgt und in seinen Augen spiegelte sich Angst.

�Ewian, was ist denn los? Du hast geschrieen und dann minutenlang nicht reagiert!�

Sie sah ihn an und sank dann zur�ck in die Kissen. Ohne ihm zu antworten drehte sie sich auf die Seite und vergrub ihr Gesicht in den Kissen. Es war vorbei!
***

Ewian stand an der Ecke der Stra�e. Sie starrte in die Gasse als w�re sie zu Stein geworden. LILI!!! Immer wieder schrie ihr Verstand diesen Namen. Sie ging auf den K�rper zu, der einmal ihre beste Freundin gewesen war. Sie war aufgeh�ngt worden. Kopf�ber. Von ihren Armen, die schlaff herunter hingen, tropfte Blut auf die Stra�e in eine immer gr��er werdende Lache. Ein Schnitt verlief �ber den Hals, von einem Ohr zum anderen. In ihrem Oberk�rper steckten acht Pfeile und er war �ber und �ber mit kleineren Schnitt- und Brandwunden �bers�t. Der Mund zum letzten Atemzug ge�ffnet zeugte noch von den Schmerzen die sie gehabt haben musste. Vier Tage hatten sie alles nach Lili abgesucht, nichts. Und jetzt hing sie hier. Aufgeh�ngt wie Schlachtvieh.

Ewian musste sich an die Mauer neben sich st�tzen. Die �belkeit �berrannte sie f�rmlich und schlie�lich knickten ihr die Beine weg und sie ging in die Knie. Sie versuchte zu atmen aber der Geruch des toten K�rpers schien s�mtliche K�rperfunktionen au�er Kraft zu setzen. Ein Schwert fiel neben ihr zu Boden und als sie den Blick hob sah sie Mani dort stehen. Wahnsinn leuchtete in diesem Augenblick aus seinen Augen bevor er den Mund �ffnete und schrie.

***

Aragorn und Legolas fuhren herum. Das war ein Schrei, eindeutig. Aber von wo? Die Drillinge kamen auf sie zu gerannt, gefolgt von Elrond und Haldir mit seiner Garde. Alle hatten den Schrei vernommen.

�Von wo kam das?�, fragte Etienne und Legolas deutete hinter sich. So schnell sie konnten liefen sie in die Richtung aber mit dem Anblick, der sich ihnen allen dann bot, hatte keiner gerechnet. Ewian kauerte auf Knien an einer Mauer, w�hrend Mani nur dastand und in die Gasse starrte. Als sie seinem Blick folgten, breitete sich der Schock auf allen Gesichtern mit unglaublicher Geschwindigkeit aus.

�Mein Gott!� Aragorn hielt sich die Hand vor den Mund und wendete dann den Blick ab. Er konnte nicht ertragen was er dort sah. Selbst die Elben senkten den Blick, niemand bewegte sich. Minutenlang h�rte man nur das leise Atmen der einzelnen Personen.

Als Ewian aufsah begegnete ihr Blick dem von Mani. Es war als w�re er tot. Nur das leichte Zittern seines K�rpers zeugte davon das er noch am Leben war. Sie zwang die �belkeit und alle anderen Gef�hle tief ins Innere ihrer Seele zur�ck und stand langsam auf. Das Zittern von Manis K�rper verst�rkte sich immer mehr und dann, ohne Vorwarnung, brach er auf der Stra�e zusammen. Doch das holte die umstehenden Personen wieder aus ihrer Starre. Elrond und Aragorn rannten zu Mani hin�ber.

Ewian versuchte ihre Beine zu bewegen, es funktionierte. Sie machte einen Schritt nach dem anderen auf Lilis Leiche zu. Der Gestank des Blutes war kaum zu ertragen. Nachdem sie Lili erreicht hatte, streckte sie die Arme nach ihr aus um das Seil durchzutrennen, das sie hielt. Sie musste sich zwingen nach dem K�rper zu greifen, als er in ihre Arme fiel. Sie atmete durch den Mund, denn der Gestank war unertr�glich. Sie lie� ihre Freundin auf den Boden gleiten und deckte sie mit ihrem Mantel zu. Danach wich sie zur�ck bis sie gegen einen K�rper hinter sich prallte. Legolas. Er sah ihr direkt in die Augen, doch Ewian wendete den Blick ab. Sie atmete heftig ein und aus und bek�mpfte die �belkeit mit aller Kraft, hatte aber keine Chance. Sie bekam nicht mehr mit wie einige Elben die Leiche hochhoben und forttrugen. Das einzige was sie registrierte war Legolas und seine Arme, die sie hielten, w�hrend sie in der Gasse zusammenbrach.

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Wenige Stunden nach dem man die Leiche in den H�usern der Heilung aufgebahrt hatte, war Ewian schon wieder in der Stadt unterwegs. Sie hatte kaum ein Wort gesprochen, seit Legolas sie aus der Gasse gebracht hatte aber an ihrem Gesicht konnten ihre Gef�hle gut abgelesen werden. �Wir sterben alle irgendwann, entweder man lernt damit zu leben oder man l�sst es!` Dieser Satz kam Aragorn wieder in den Sinn als er die Drillinge und Mani ansah.

Letzterer sa� auf einem Stuhl neben der Leiche seiner Schwester und starrte L�cher in die Luft. Er hatte sich keinen Millimeter bewegt, seit �ber einer Stunde. Die Drillinge standen an der Wand und starrten Lili an. Der Schock in den Gesichtern war gut zu erkennen. Er h�rte leise Schritte und kurz darauf stellten sich Elrond und Legolas zu ihm.

�Wie geht es ihnen?�, fragte Elrond fl�sternd.
�Unver�ndert! Ewian tut so als w�re es das normalste der Welt seine beste Freundin zu verlieren. Die Drillinge starren seit Stunden die Leiche an und Mani, ........ ich habe das Gef�hl als w�re er in seinem Inneren erstarrt. Er ist wie tot.�, berichtete Aragorn.

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Es hatte bis tief in die Nacht gedauert, aber dann hatte es Elrond geschafft Mani so weit zu bringen das er etwas zu sich nahm und sich in seinem Zimmer hinlegte. Er war auch jetzt noch bei ihm, mit Arwen an seiner Seite. Mani w�rde bald jede Unterst�tzung brauchen um damit fertig zu werden. Die �berwachung der Drillinge hatten Haldir, Gandalf und Gimli �bernommen. Jetzt fehlte nur noch Ewian, doch die war noch nicht wieder aufgetaucht.

Um kurz vor Sonnenaufgang schreckte Legolas hoch als es an der T�r klopfte. Aragorn war schneller. �Was ist?�, rief er durch die geschlossene T�r und richtete sich neben Legolas auf. Die beiden hatten den Gro�teil der Nacht in Aragorns Zimmer damit verbracht zu bereden wie sie jetzt vorgehen sollten und als Legolas dann, vor lauter Sorge, todm�de eingenickt war, hatte sich Aragorn einfach auf die andere Betth�lfte gelegt und war kurz darauf ebenfalls eingeschlafen.

�Mein K�nig. Lady Ewian ist zur�ck. Und es sieht aus, als h�tte sie sich gepr�gelt!�
Mit einem Schlag waren beide hellwach. Als sie in Ewians und Legolas Zimmer ankamen, sa� Elrond schon bei ihr und versorgte ihre Verletzungen. Ein Schnitt im linken Unterarm war zu sehen, eine Platzwunde am Kinn und ein schillerndes Auge. �berall Prellungen und blaue Flecken. Sie sah nicht einmal auf als Legolas sich zu ihr setzte. Sie starrte stur gerade aus. Elrond sah sie missbilligend an.
�Ich musste ihr drohen, sie ans Bett zu fesseln. Sie wollte sich nicht behandeln lassen.�, erkl�rte der Lord von Bruchtal und an seiner Stimmlage lie� sich sehr gut erkennen, was er davon hielt. Auch wenn er es nicht laut aussprach.
�Was ist geschehen?�, fragte Legolas.
�Nichts!�, erwiderte Ewian unger�hrt und zuckte zusammen als Elrond einen Verband auf die Schnittwunde presste.
�Von wegen nichts!� Elrond war w�tend und seine Stimme nahm bei jedem Wort an Sch�rfe zu. �F�r nichts seht Ihr ziemlich w�st aus, oder etwa nicht?�

Sie zuckte nur mit der Schulter und starrte weiter geradeaus. Legolas nahm ihr Kinn in die Hand und zwang sie so ihn anzusehen. Er beobachtete jede Regung in ihrem Gesicht. Er erwartete das sie seine Hand wegschlagen w�rde aber sie tat nichts dergleichen. Sie starrte ihn nur an. Nein, erkannte er nach einigen Augenblicken. Sie starrte durch ihn hindurch, als w�re er gar nicht da. Sie kam ihm auf einmal vor wie eine leere H�lle aus der s�mtliche Gef�hle verbannt worden waren. Das hatte sie also vor. Keine Ablenkung von ihrem Job egal um welchen Preis.

Als Legolas ihr Kinn loslie� und sich ans Fenster stellte war Ewian klar das er sie durchschaut hatte. Er kannte sie einfach viel zu gut. Sie musste schnellstens verschwinden, bevor er die Gelegenheit bekam die Mauer aus Eis zu durchbrechen, die sie gerade errichtet hattet. Es war die einzige M�glichkeit gewesen nicht an Lilis Tod kaputt zugehen. Nur so, indem sie nicht mal andeutete was wirklich in ihr vorging, hatte sie �berhaupt den Funken einer Chance gegen Arian zu bestehen.

Wenn alles vorbei war, w�rde sie wahrscheinlich zusammenbrechen, aber dann konnte sie es sich leisten. Jetzt nicht. Wenn sie jetzt anfing �ber Lili nachzudenken, dann ....... Sie hatte erlebt wie ihr Vater am Tod von ihrer Stiefmutter zerbrochen war, nachdem die Drillinge geboren worden waren. Das wollte sie nicht durchmachen. Sie glaubte auch nicht das sie es �berleben w�rde.

***

�Was ist los?�, fragte Aragorn, der neben Legolas getreten war.
�Ignoranz!�, erkl�rte Legolas leise in Sindarin, so das sie nichts verstehen konnte. Aragorn sah ihn verst�ndnislos an, ebenso Elrond der inne gehalten hatte, und Legolas fuhr erkl�rend fort. �Sie hat vor Lilis Tod v�llig zu ignorieren, nur um Arian zu erwischen.�
�Das wird sie nicht durchhalten. Ich habe schon viele Leute in �hnlichen Situationen gesehen. Sie wird daran zerbrechen.�, sagte Aragorn bestimmt.
�Was soll ich machen?�, wollte Legolas wissen.
�Ich denke du kennst die Antwort darauf, oder?�, erwiderte Aragorn nur und nickte Elrond zu. Leise verlie�en die beiden den Raum.
Ewian sah ihnen verwundert nach, aber dann ging ihr ein Licht auf. Sie musste hier raus, sofort. Sie sah zu Legolas. Obwohl er aus dem Fenster sah, beobachtete er sie. Er wusste genau was sie dachte und wartete nur auf ihren Versuch abzuhauen. Doch so leicht wollte Ewian es ihm nicht machen.

Sie bewegte ihren Arm leicht und stand dann auf um sich vor den Spiegel zu stellen. Sie begutachtete emotionslos ihr Veilchen und die anderen Verletzungen, behielt Legolas jedoch immer im Auge. Dann ging sie zum Schrank und suchte sich saubere Kleidung heraus. Sie verschwand damit im Badezimmer, lie� jedoch die T�r leicht offen. Der Raum hatte leider nur eine T�r, an Flucht war nicht zu denken, es sei denn!! Sie warf einen kurzen Blick zum Fenster.

�Denk nicht mal dran.�
Ewian fuhr herum. Legolas stand in der T�r und sah sie an.
�Ich wei� nicht, was du meinst!�, erkl�rte sie stur und kn�pfte sich das Hemd zuende zu. Dann rauschte sie an ihm vorbei ins Schlafzimmer zur�ck und zog ihre Tasche unter dem Bett hervor. Sie kramte eine Weile darin herum und f�rderte dann einen Dolch und zwei Kurzschwerter zu Tage. Legolas sah ihr dabei zu. Er war wachsam. Sie versuchte ihn zu t�uschen und er wusste das sie jeden Moment versuchen konnte zu fl�chten.
Beim Zucken ihrer Mundwinkel stie� Legolas sich vom T�rrahmen ab. Er erwischte sie gerade noch rechtzeitig und zog sie mit Schwung ins Zimmer zur�ck. Dann knallte er die T�r wieder zu und verriegelte sie. Er drehte sich zu ihr um, da war sie auch schon auf ihn losgesprungen und hatte sie beide zu Boden gerissen.
�H�r auf!�, schrie Legolas sie an.
�Dann lass mich in hier raus!� schrie sie zur�ck und verdrehte ihm den Arm, so das er gezwungen war sie loszulassen. Sie war schneller auf den Beinen als er und sprintete Richtung Balkon. Er ergriff ihren Fu� und brachte sie ins Stolpern. Sie fiel wieder auf die Knie und drehte sich in seine Richtung. Sie griff hinter sich und bekam ihren Dolch zu fassen. In der Sekunde wusste Legolas, wenn er jetzt einen Fehler machte, w�rde es ihn vermutlich sein Leben kosten.

�Du verdammter Mistkerl!�, br�llte sie und ging auf ihn los. Er h�rte Schritte und Rufe vor der T�r und betete im Stillen das Aragorn es nicht schaffte die T�r zu �ffnen, bevor er Ewian unter Kontrolle hatte. Er sprang auf und stie� ihren Arm, der das Messer hielt, weg. Die Wucht ihres Aufpralls brachte Legolas jedoch wieder zu Fall und erst nach einigen erfolglosen Versuchen schaffte er es ihr den Dolch aus der Hand zu schlagen.

Sie war so w�tend, das sie kleine Fehler machte. Wenn er da an den Trainingskampf dachte. Er w�rde keine Chance haben, sollte sie mit Verstand gegen ihn antreten, so wie Lili es gezeigt hatte. Nach einigen Minuten, in denen er versuchte die Oberhand zu gewinnen, hatte er verloren und Ewian sa� auf ihm. Sie hatte einen seiner Arme mit ihrem Fu� am Boden festgenagelt, ihr anderer Fu� hielt seine Beine. Sie �bte solchen Druck aus, er w�rde sich die Beine brechen, wenn er versuchte etwas zu tun. Sie hielt seinen anderen Arm mit ihrem verletzten am Boden und �ber seiner Kehle schwebte der Dolch.

�Willst du mich jetzt t�ten?�, fragte er ruhig, obwohl er innerlich zitterte. So hatte er Ewian noch nie gesehen. Galadriel hatte Recht behalten. Diese Frau war gef�hrlich, sehr sogar. Sie atmete ein paar Mal tief ein und holte dann mit dem Messer aus.
In dem Moment flog krachend die T�r auf. Aragorn und Elrond st�rmten, gefolgt von Gimli und Haldir in den Raum. Sie �bersahen mit einem Blick die Situation und blieben in einiger Entfernung stehen. Die Lage in diesem Zimmer war hochexplosiv.
�Ewian .....?�, begann Elrond vorsichtig.
�Raus hier!�, befahl die nur aber ihre Stimmlage lie� keinen Zweifel daran was passierte, wenn sie dem Befehl nicht folgten.
�Ewian, bitte.�, versuchte es Gimli, ohne Erfolg.
�Raus hier, oder D�sterwald braucht einen neuen Thronfolger!�, schrie Ewian die vier auf einmal an und ihre Hand begann zu zittern. Elrond sah zu Aragorn und den anderen. Er nickte nur und alle wichen langsam zur�ck. Aragorn zog die T�r zu und sah sich um.
�Mein Gott, was tun wir?�, wollte er wissen.
�Beten!�, war alles was Elrond erwiderte.

***

Ewian sah Legolas schweigend an. Und sie wusste, das sie gerade im Begriff war ihn zu verlieren. Genau wie sie erst ihren Vater und jetzt Lili verloren hatte. Lili!! Der Gedanke an ihre beste Freundin brachte sie wieder mit einem Mal wieder zu sich, als sie begriff was sie vor Sekunden hatte tun wollen. Sie versuchte die Flut von Tr�nen aufzuhalten, die sich beharrlich ihren Weg bahnten, aber es ging nicht. Sie weinte bereits als der Dolch ihren Fingern entglitt und sie Legolas los lie�. Sie sprang auf und wich von ihm zur�ck als er sich aufrichtete und auf sie zukam. Dann riss sie die T�ren zum Balkon auf und ging hinaus. Der Versuch, ihre Gef�hle wieder unter Kontrolle zu bringen scheiterte kl�glich und so brach sie an der Balkonmauer zusammen. Sie zog die Knie an und weinte hemmungslos. Sie sp�rte seine H�nde an ihren und zuckte von ihm zur�ck. Aber das hatte Legolas noch nie aufgehalten. Trotz ihrer Gegenwehr zog er sie in seine Arme und streichelte ihr beruhigend �ber den R�cken.

�Du musst mich doch hassen, mich verlassen!�, brachte sie weinend hervor und schlang die Arme um seinen K�rper in der Hoffnung das er nicht ging.
Diese verzweifelte Geste brachte Legolas fast um den Verstand. Er hatte solche Panik versp�rt, als er glaubte, sie verloren zu haben. Aber jetzt sa� sie hier, weinend, und klammerte sich an ihm fest. Sie war in diesem Moment wie ein kleines Kind das sich f�rchtete wieder verlassen zu werden. Wieder allein zu sein. Er zog sie noch fester an sich und sch�ttelte den Kopf.
�Nein, niemals kann ich dich hassen. Und ich werde dich auch nicht verlassen. Niemals, h�rst du?�, fl�sterte er in ihr Ohr. Er sp�rte wie ihre Tr�nen seine Kleidung durchn�ssten. Dann sah er auf als er leise Schritte h�rte. Elrond stand wenige Meter neben ihm und sah fragend auf ihn hinunter. Doch Legolas sch�ttelte nur den Kopf und bat ihn mit einem Blick zu gehen.

***

Als Aragorn das Zimmer von Legolas wieder betrat lagen die beiden auf dem Bett. Es waren einige Stunden vergangen seit Elrond aus dem Raum gekommen war und Entwarnung gegeben hatte. Und nun lag sie fest in Legolas Armen und schlief. Der Elbenprinz sah ihn an.

�Ist alles o.k.?�, fragte der K�nig von Gondor leise und Legolas nickte. �Braucht ihr irgendwas?�
�Kannst du was zu essen und zu trinken bringen lassen. Sie wird es brauchen!�
Aragorn nickte und verlie� leise das Zimmer. Gimli wartete drau�en und sah fragend zu ihm hoch. Aragorn nickte nur und beide gingen in Richtung K�che davon.

***

�Tut mir leid!� Legolas schrak hoch als er die gefl�sterten Worte h�rte. Ewian sah ihn kurz an und wandte dann den Blick ab. Sie zog sich wieder von ihm zur�ck, das erkannte er an der Art wie sie sich benahm. Er hatte die Hoffnung gehabt, das sie nach dem Gespr�ch auf dem Balkon endlich seine Hilfe annehmen w�rde. So wie es aussah wollte sie das aber nicht. Aber Legolas hatte nicht vor sie alleine losziehen zu lassen. Sie brauchte Hilfe, gerade jetzt. Er ergriff ihren Arm und hielt sie fest. Ewian drehte den Kopf in seine Richtung und runzelte fragend die Stirn.

�Tu das nicht. Schlie� uns, schlie� mich nicht aus! Wir k�nnen dir helfen, du musst es nur zulassen.�, sprach er leise zu ihr und zog sie mit leichtem Druck an ihrem Arm zur�ck an seine Seite. Nach wenigen Augenblicken ergab sie sich und lehnte sich n�her an ihn.
�Ich wollte dir nicht wehtun! Ich wollte nicht so ausflippen. Eigentlich dachte ich, das ich aus meinen fr�heren Fehlern was gelernt habe. Das war wohl ein Irrtum!�, schloss sie und legte ihre Stirn an seinen Hals.
�Hat es geholfen?�, fragte Legolas und sie sah verwirrt auf. �Ich meine ob es geholfen hat, einfach mal alles rauszulassen?�, erkl�rte er auf ihren Blick hin. Ewian runzelte die Stirn und dachte nach. Nach einer Weile sah sie ihn wieder an und nickte.
�Dann ist es o.k.!�, bestimmte er.
�Nein, ist es nicht, Herr Elb.�, fuhr sie ihn an und richtete sich auf. �Ich h�tte dich beinahe get�tet und du sagst es ist o.k.?�
�Ja!�
Das verschlug ihr die Sprache. Sie sah ihn an, suchte in seinem Gesicht nach einer Erkl�rung, fand aber keine. Schlie�lich sch�ttelte sie den Kopf und sprang aus dem Bett.
�Du ...........du, ......... wei�t du eigentlich was du da sagst?�, fragte sie und verschr�nkte die Arme vor der Brust um ihn w�tend anzufunkeln.
�Ja, wei� ich!�
�Und?�
�Hast du dir schon mal �berlegt, was passiert w�re, wenn du statt auf mich auf Aragorn oder im schlimmsten Fall auf Arian losgegangen w�rst?�
�Ich verstehe nicht ........�, stotterte Ewian, hatte allerdings eine dunkle Ahnung worauf er hinauswollte.
�Oh doch ich denke schon das du wei�t was ich meine.�, erkl�rte er und stieg aus dem Bett um sich vor sie zu stellen. Sie sah zu ihm auf als er ihre Arme ergriff.
�Liebst du mich?�, wollte er dann wissen.
�Ja, sicher, was meinst .......�, fragte sie verwundert von seinem schnellen Themenwechsel.
�Deswegen lebe ich noch!�
�Was?�, fragte sie schockiert.
�Aragorn h�tte kaum eine Chance gegen dich gehabt. Und Arian h�tte vermutlich deinen seelischen Zustand ausgenutzt. Vielleicht h�ttest du ihn erwischt aber es h�tte genauso gut umgekehrt sein k�nnen. Hast du vergessen was er Lili angetan hat? Dir w�re das gleiche passiert, wenn er dich besiegt h�tte!�
Sie sch�ttelte den Kopf, obwohl sie in ihrem Inneren wusste das er Recht hatte. Ja, sie h�tte Aragorn leicht t�ten k�nnen und Arian??? Sie wollte gar nicht dar�ber nachdenken, was passiert w�re, wenn er es geschafft h�tte sie wieder auf seine Seite zu ziehen oder sie einfach ermordet h�tte, wie Lili.
�Du wei�t das ich Recht habe.�, fl�sterte Legolas an ihrem Ohr und zog sie in seine Arme als er sp�rte wie sie zu zittern begann. �Wir kriegen ihn. Zusammen! Schw�r mir, das du nicht mehr alleine losziehst! Schw�re es!!�, forderte er unerbittlich und dr�ckte sie fest an sich. Er wartete nicht auf eine Antwort sondern hob ihren Kopf und presste seine Lippen auf ihre. Sie erwiderte seinen Kuss mit aller Kraft und legte die Arme um seine Schultern. Als sie sich trennten, waren beide atemlos.
�Ich dachte, ich h�tte dich verloren. Tu mir das nie wieder an, h�rst du?�, fl�sterte er stockend. �Ich liebe dich, mehr als alles andere auf der Welt. Ich w�rde es nicht ertragen, ohne dich zu sein.�
�Ich auch nicht, Legolas!�
Beide sahen auf als er an der T�r klopfte. Kurz darauf trat Arwen ein und balancierte ein Tablett in ihren H�nden. Bei dem Geruch von Essen, krampfte sich Ewians Magen vor Hunger zusammen und knurrte laut und eindringlich. Legolas und Arwen sahen sie an und begannen zu lachen.

Ende Teil 13 1
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