Part 12


Gewittersturm




Als Legolas ihr Zimmer betrat, reagierte Ewian ihre Wut gerade an einer Wand ab. Ihre Hand hatte bereits blutige Stellen und bevor Legolas �berhaupt realisierte was er tat, lief er schon auf sie zu um sie davon abzuhalten sich weiter zu verletzen. Allerdings hatte er Ewians Reaktionsverm�gen v�llig falsch eingesch�tzt. Die war so in ihre Schl�ge versunken das sie aus den Augenwinkeln nur eine Bewegung vernahm und instinktiv reagierte. Sie wirbelte herum, verlagerte ihr Gewicht auf einen Fu� und riss den anderen hoch um ihrem Gegner einen gezielten Tritt ins Gesicht zu verpassen. Als Ewian erkannte wen sie da gerade angriff, schaffte sie es im letzten Moment ihren Fu� etwas runter zuziehen, so das ihr Tritt nur den Brustkorb traf.

Der Prinz aus D�sterwald ging zu Boden wie ein Stein. Er sah noch das Erschrecken in Ewians Gesicht, dann schlug er schon mit der Schulter auf. Ewian schaffte es noch ihn zu greifen um zu vermeiden das er mit dem Kopf auftraf, aber es n�tzte nichts mehr. Er verlor das Bewusstsein, bevor er ein Wort sagen konnte.

Als er wieder zu sich kam vernahm er laute Stimmen. Ein Streit, erkannte er nach einigen Sekunden. Legolas schlug die Augen auf und sah sich kurz um. Er war in seinem Zimmer. Aragorn und Elrond standen neben ihm, genau wie Haldir und Gimli. Allerdings hatten sie ihre Aufmerksamkeit dem Streit zugewandt der gerade in die zweite Runde zu gehen schien.

�Meine G�te, Ewi. Wolltest du ihn umbringen oder es ihm nur heimzahlen?�, schrie Lili aufgebracht.
�Ich hab ihn gar nicht gesehen, verdammt. Er kam so schnell, ich hab nur noch reagiert. Ich hab ihn erst erkannt als es zu sp�t war!�, schrie Ewian in der selben Lautst�rke zur�ck.
�Kannst du nicht besser aufpassen? Du wei�t doch wie gef�hrlich das ist?�, fauchte Lili.
�Das musst du mir nicht st�ndig vor die Nase halten, klar?�
�Einer muss es ja tun. Das n�chste mal bringst du noch jemanden um!�
�So schnell bring ich keinen um. Ich kenne gen�gend M�glichkeiten jemanden au�er Gefecht zu setzten ohne ihn kaltzumachen. Deswegen besiegt mich ja nie einer von euch!�, funkelte Ewian Lili an und verschr�nkte w�tend die Arme vor der Brust.
�Was soll denn das schon wieder bedeuten? Bist du jetzt wieder falsch gepolt, oder was?�
�Was ist? Lili spinnst du jetzt total oder wie?�
�Ich spinne? Er hat drei gebrochene Rippen!�
Lili deutete mit dem Finger Richtung Bett und hielt ihn dann Ewian unter die Nase. Die schlug ihn w�tend zur Seite. Stattdessen deutete sie mit der eigenen Hand zum Bett.
�Das wird ihn nicht umbringen. Bei reinen Elben heilt das doch viel schneller als bei uns. Verflixt, wieso hat er sich auch so rangeschlichen?�
�Gibst du jetzt Legolas die Schuld oder was?�
�Das hab ich doch gar nicht gesagt!� Ewian wurde langsam fuchsteufelswild. Dieser Streit war der Gipfel dieses verfluchten Tages. Und es war noch nicht mal Mittag. Das konnte ja nur noch besser werden.

***

�Haltet die Klappe!� Mani war ins Zimmer getreten und sah die beiden Frauen an. Die verstummten, blitzten ihn aber weiterhin mit ihren Augen an. Doch Mani lie� sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Ohne die beiden eines weiteren Blickes zu w�rdigen ging er zum Bett und sah Legolas an.
�Geht es Euch einigerma�en?�, fragte er und alle wandten sich zum Bett als sie begriffen das Legolas schon eine Weile wach zu sein schien.
�Ja, ich lebe noch!�
�Wollt Ihr lieber eure Ruhe oder sollen die Damen hier weiter eine Show liefern?�, fragte Mani in gespieltem Ernst was ihm von Gimli ein Kichern und von Lili und Ewian w�tende Blicke einbrachte.
�Ruhe w�re mir lieber!�
�O.K.�, wandte sich Mani dann an die Personen im Raum. �Ihr habt es geh�rt. Also gehen wir!�
Mit diesen Worten schob er langsam aber energisch alle Richtung T�r. Und nach wenigen Augenblicken war Legolas mit Ewian allein. Sie musterte ihn besorgt und er erwiderte ihren Blick. Sie schien hin und hergerissen ob sie es sich erlauben konnte zu ihm zu gehen oder nicht. Er schien zu ahnen was sie dachte und kam ihr entgegen.
�Komm her, Ewian!�, forderte er leise. Sie sah ihn verunsichert an, ging dann aber zum Bett.
�Geht�s dir wirklich gut?�, wollte sie wissen und er nickte. �Tut mir leid. Ich hab dich wirklich erst zu sp�t erkannt! Das war keine Absicht, wirklich nicht!�, stotterte sie und begann vor dem Bett auf und ab zu laufen.
�Deshalb wolltest du damals nicht in der Stadt trainieren, oder?�, fragte er und spielte damit auf ihr Gespr�ch mit Aragorn und Elrond an. Die beiden hatten es Legolas anscheinend erz�hlt.
�Ja, ich wusste das ihr nicht gerade begeistert reagieren w�rdet!�, stimmte sie ihm zu.
�Wie gut bist du eigentlich in dieser Kampfart?�, wollte Legolas wissen und sie blieb stehen um ihm einen ungl�ubigen Blick zuzuwerfen. Anscheinend schien sie zu �berlegen was sie antworten sollte, denn sie runzelte die Stirn und legte den Kopf schief.
�Sagen wir es mal so. Ich habe noch nie einen Kampf verloren. Reicht dir das als Antwort?�, brachte sie schlie�lich hervor.
�Hast du schon mal jemanden ernsthaft verletzt?�
�Die Frage meinst du nicht Ernst? Du wei�t welchen Job ich habe!� Sie f�hlte sich auf einmal in die Ecke getrieben und festgenagelt. Und das behagte ihr gar nicht.
�Doch ich meine die Frage ernst! Ich will schlie�lich wissen worauf ich mich einlasse.�, konterte er ruhig und das trieb sie noch mehr auf die Palme.
�Einlasse?? Einlasse??�, ging sie auf einmal in die Luft. �Wer sagt denn das Ich mich auf irgend etwas einlasse, hm? Oder entscheidet das seine Hoheit auf einmal allein?� Sie stapfte w�tend im Zimmer umher. �Wie machst du das eigentlich, Legolas Gr�nblatt? Ein Satz von dir reicht aus und ich gehe in die Luft. Ist das eine Gabe bei dir, oder was?�
Sie konnte nicht weitersprechen als sie pl�tzlich herumgerissen und gegen die n�chste Wand gepresst wurde. Dann wurde sie ein St�ck angehoben und befand sich pl�tzlich in Augenh�he mit Legolas. Er zog ihren Arm nach oben und besah sich die Hand, mit der sie vorhin ihre Wut abreagiert hatte. Sie trug einen leichten Verband. Die Wunden waren also schon versorgt worden.
�Meiner Hand geht es gut!�, versuchte sie ihn zu beruhigen. Er nickte und lie� die Hand wieder los. Dann dr�ckte er sich fester an sie und zuckte leicht zusammen. Er hatte seine Rippen beinahe vergessen.
�Gott Legolas, deine Rippen. Lass mich bitte wieder runter!�, forderte sie leise und sah besorgt an ihm herunter. Als er keine Anstalten machte ihrer Forderung nachzukommen, sah sie wieder auf. Ihre Blicke trafen sich und sie erkannte auf einmal warum er diese Frage gestellt hatte.
�Ich bin noch nie ausgeflippt und ich habe auch noch nie jemanden ohne Grund fertig gemacht, bis vor einer Stunde, jedenfalls. Ist es das was du wissen wolltest?�, fragte sie und sah ihn abwartend an
�Ja auch!�, nickte er, war aber noch nicht fertig. �Aber eines muss ich wissen: Hast du schon mal jemanden ernsthaft mit dieser Art Verteidigung verletzt?�
�Ja!�, sagte sie schlie�lich und drehte den Kopf zur Seite, weil sie seinen Blick nicht mehr ertrug.
�Hatte er es verdient?�
�Nein, hatte er nicht! Er wollte mir nur das Leben retten�, schrie sie ihn an und er sah wie ihr die Tr�nen herunterliefen. Pl�tzlich kam er sich vor wie ein Idiot. Er hatte gar nicht auf den Vorfall mit Arian anspielen wollen. Nach ein paar Sekunden lie� er sie wieder runter und setzte sich zur�ck aufs Bett.
�Es tut mir leid!�, murmelte er leise und Ewian sah auf.
�Was, wieso tut es dir leid? Ich habe dich doch niedergeschlagen!�, murmelte sie und wischte sich mit der Hand �ber ihr Gesicht.
�Es tut mir leid, das ich dich mit Worten angegriffen habe. Ich vergesse zu schnell welchen gef�hrlichen Job du hast. Und es gef�llt mir nicht, das du diesen Job hast. Das gebe ich offen zu. Aber ich denke ich werde lernen m�ssen damit klar zu kommen, wenn wir eine Zukunft haben wollen!�, beendete er seine Ausf�hrungen.
�Ich werde nicht immer Kopfgeldj�ger sein, Legolas.�
Er sah zu ihr auf und erkannte die Wahrheit hinter dieser Aussage. Sie meinte es ernst. Aber wann? War sie wirklich bereit dieses Leben aufzugeben? �Ich m�chte dich am liebsten fragen, WANN, aber ich glaube das w�rde nichts bringen, oder?�
Sie sch�ttelte nur den Kopf. �Verlang nicht von mir mich jetzt zwischen dir und meiner Heimat zu entscheiden. Bitte, tue mir das nicht an!�
�Kannst du es wirklich? Dieses Leben aufgeben, irgendwann?�
�F�r dich w�rde ich es tun!�, erkl�rte sie leise und rannte aus dem Zimmer. Durch seine Rippen war er nicht schnell genug um sie aufhalten zu k�nnen. Und so sah er ihr nur nach. Ewians Worte hallten noch lange Zeit in seinen Ohren. �F�r dich w�rde ich es tun!` Gab es eine sch�nere Liebeserkl�rung als diese wenigen Worte, fragte sich Legolas im Stillen.

***

Kurz nach dem Abendessen machte er sich auf die Suche nach ihr. Ewian hatte sich den restlichen Tag nirgendwo blicken lassen. Er schaute kurz bei ihren Br�dern vorbei. Den drei ging es ganz gut, aber Ewian hatten sie auch nicht gesehen.

Das Wetter hatte in den letzten Stunden umgeschlagen. Es blitzte und donnerte seit einiger Zeit aber bis jetzt regnete es nicht. Legolas sah zum Himmel auf. Die Wolken zogen in schneller Geschwindigkeit vor�ber und verdeckten den Mond immer wieder. Es war nur eine Frage der Zeit bis der Himmel seine Schleusen �ffnen w�rde. Er zog seinen Mantel ein St�ck h�her. Es war unangenehm abgek�hlt. Die ersten Tropfen fielen schon vom Himmel als er sie schlie�lich in den Stallungen entdeckte. Sie schlief, an die Wand der Box gelehnt, bei ihrem schwarzen Hengst. Der sah auf als Legolas sich n�herte aber nach ein paar leise gemurmelten Worten des Prinzen kam er auf ihn zu und lie� sich hinter den Ohren kraulen.

Ein lautes Donnern holte Ewian aus ihren Tr�umen und sie sah Legolas an der Box stehen. Er sprach leise mit ihrem Hengst und streichelte ihn. Sie streckte sich leicht und erhob sich dann elegant vom Boden. Legolas beobachtete sie dabei. Dann ging sie zu ihm und beide sahen sich an, nebenbei den Hengst streichelnd.

�Egal wie lange, ich werde warten!�, fl�sterte er nur und sah sie an. Sie konnte an seinen Augen erkennen das dieser Satz mehrdeutig zu verstehen war und sie wusste auch um welche Bedeutung es Legolas im besonderen gegangen war. Es kam Ewian vor wie eine kleine Ewigkeit bis er sich schlie�lich zu ihr beugte und ihre Lippen mit seinen ber�hrte. Sie k�ssten sich als g�be es kein Morgen und dann zog Legolas sie aus der Box in seine Arme. Er streichelte ihr �ber den R�cken, die Arme und hielt ihren Kopf mit seinen H�nden gefangen um den Kuss zu intensivieren. V�llig au�er Atem lie�en sie schlie�lich voneinander ab und Ewian nutzte die M�glichkeit und rannte, bevor er reagieren konnte, aus dem Stall.

***

Sie bemerkte die gl�henden Augen, die ihr nachstarrten, nicht. Arian sah ihr hinterher bis sie im Haus verschwand. Dann schlich er auf die Stallungen zu. Die Nacht war noch jung. Er hatte noch jede Menge Zeit. Er verharrte kurz an einer Wand und blieb im Schatten, als zwei Elben in einiger Entfernung an ihm vorbei rannten. Der Regen prasselte jetzt immer heftiger vom Himmel und trotzdem liefen in regelm��igen Abst�nden Wachposten �ber den Hof. Das musste man dem Waldl�ufer lassen. Er hatte sich abgesichert. Es war ihm nicht noch mal gelungen ins Haus einzudringen, nachdem die Entf�hrung der kleinen Prinzessin schiefgelaufen war.

Er hatte sich dar�ber ge�rgert. Sein Plan war gut gewesen. Und dann tauchte dieser Elb auf. Elronds Bengel. Tja, unvorhergesehene Ereignisse gab es immer wieder. Er hatte gelernt damit zu leben. Aber diese Idee war ebenfalls gut. Ein kleines Feuer im Stall in den n�chsten Tagen w�rde sie schon besch�ftigen. Und dann w�rde er sich diese kleine Kopfgeldj�gerin greifen. Da er an den Prinzen nicht herankam musste er sich eben an andere halten. Ewian w�rde schon sehr bald merken, das ihm niemand ungestraft in die Quere kam.

Pl�tzlich hielt er inne. Da war noch jemand im Stall. Er riskierte einen kurzen Blick und erkannte Legolas. So viel Gl�ck konnte doch gar nicht wahr sein. Er griff nach seinem Dolch. Diese Chance musste er nutzen. Dann ging auf einmal eine T�r auf und Arian wich wieder zur�ck als er den Neuank�mmling erkannte. Haldir aus L�rien war als Gegner nicht zu untersch�tzen und gegen zwei Elben auf einmal hatte er kaum eine Chance zu bestehen. Also dr�ngte er sich tiefer in den Schatten und wartete.
br> ***

Legolas erwachte aus seiner Erstarrung als er Haldir bemerkte. Der lothl�rische Elb sah ihn eine zeitlang nur an, dann legte er den Kopf schief und Legolas wusste genau was er andeuten wollte.

�Ich habe sie nicht bedr�ngt.�, murmelte er und lehnte sich an Chessans Box. Der Hengst begann daraufhin leicht an seinen Haaren zu knabbern.
�Nicht mit Absicht, nein.�, erwiderte Haldir unger�hrt und kam einige Schritte n�her.
�Bin ich zu weit gegangen?�, fragte Legolas und sah seinen Freund offen an. Haldir l�chelte sanft und lehnte sich dann neben Legolas an die Box.
�Lass sie zu dir kommen. Ewian wird dir zeigen wann sie bereit ist.�, antwortete der Galadhrim geheimnisvoll und schloss seine Augen.
�Woher wei�t du soviel �ber solche Dinge?�
Haldir lachte leise bevor seine Augen sich auf Legolas richteten. �Ich bin einige Jahre �lter als du, mein Freund. Und ich habe in der Zeit mehr gesehen, mehr Leute kennen gelernt. Darunter waren auch Kopfgeldj�ger und glaub mir so verschieden sie auch sein m�gen, eines haben alle Kopfgeldj�ger gemeinsam.�, endete Haldir.
�Was?�, fragte Legolas als er das Schweigen nicht mehr ertrug.
�Sie allein entscheiden �ber den Zeitpunkt ihres n�chsten Schrittes!�

***

Legolas wurde mitten in der Nacht wach. Irgendein Ger�usch hatte ihn wohl aus seinen Tr�umen geholt. Tr�ume, die er lieber mit niemandem teilen sollte. Er fuhr herum als er ein Flattern h�rte. An der Fensterbank blieb sein Blick schlie�lich h�ngen. Eine Taube sa� dort und schien ihn zu beobachten. Er l�chelte. �Hallo, meine Sch�ne.�, fl�sterte er leise. �Ist es nicht ein wenig sp�t f�r einen Ausflug?� Und, als h�tte die Taube ihn verstanden wippte sie ein paar Mal mit dem Kopf und flog dann davon. Legolas folgte ihrem Flug noch einige Sekunden mit den Augen, dann drehte er sich g�hnend um und erstarrte mitten in der Bewegung.

Sie sa� im Sessel und starrte ihn an, ohne sich zu bewegen. Sie schien nicht mal zu atmen. Dennoch leuchteten ihre Augen und hielten den seinen stand. Pl�tzlich sprang sie auf und lief zur T�r. Legolas war schneller. Er wirbelte Ewian zu sich herum und presste sie mit dem R�cken gegen das kalte Holz. Sie stie� die Luft aus als er sich gegen sie dr�ngte um sie mit seinem K�rper festzunageln.

�Legolas! Du bist nackt!�, sagte Ewian und versuchte krampfhaft ruhig zu bleiben und ihn nicht anzustarren. Ihn so zu sehen machte sie mehr als nur verlegen. Die Decke die seinen K�rper eben noch verh�llt hatte, lie� genug Platz f�r Fantasien doch jetzt stand er direkt vor ihr. Noch wenige Zentimeter mehr und ihre K�rper w�rden verschmelzen, in vielerlei Hinsicht. �Oh, du hast wirklich eine schmutzige Fantasie!`, schalt sich Ewian.

�Ich wei�!�, sagte er nur und holte sie aus ihren Tr�umereien.
�Lass mich los!�
�Nein!�

Ihr Atem ging im gleichen Takt wie ihr Herzschlag. Zu schnell und zu unregelm��ig, und Ewian sp�rte das er genau wusste was er in der Sekunde ihr anrichtete. Das er nur auf eine Gelegenheit wie diese gewartet hatte um genau das zu tun was er gerade tat. Und sie hatte die Bef�rchtung er hatte noch nicht mal angefangen.

Das war weder die Zeit noch der Ort f�r sie beide. Ewian wusste das und doch war sie nicht in der Lage sich von ihm fernzuhalten. Und das wurde ihr heute Nacht zum Verh�ngnis. Sie h�tte niemals hierher kommen sollen. Es sollte das letzte Mal sein, hatte sie sich geschworen als sie die T�r hinter ihren R�umen geschlossen, und sich zu ihm aufgemacht hatte. Diese Entscheidung erwies sich jetzt als fataler Fehler. Und Legolas w�rde diesen Fehler ausnutzen bis zur letzten Sekunde. Und sie wusste genau das sie sich nicht gegen ihn wehren konnte. Er wusste um ihre Gef�hle, er erwiderte sie und jetzt geh�rte sie ihm.

�Du darfst das nicht tun.�

�Ich h�tte es schon viel fr�her tun sollen.�, entgegnete er leise und begann mit seinen H�nden an ihren Seiten entlang zufahren. Auf ihrem K�rper bildete sich eine G�nsehaut und Ewian begann zu zittern. Ihr Kopf bog sich nach oben und er sah den Kondensstreifen ihres Atems durch die Luft schweben. Sie gl�hte und brachte ihn ebenfalls dazu. Bei jeder Ber�hrung seinerseits stie� sie kleine Seufzer aus, dennoch ballte sie die H�nde zu F�usten. Sie k�mpfte immer noch, erkannte Legolas.

�Gib auf!�, fl�sterte er leise und wanderte mit seiner Zunge ihren Hals hinauf zu ihrem Kinn. Seine H�nde griffen in ihr Haar und zogen ihren Kopf zu seinem heran. Nur Zentimeter trennten ihre Lippen voneinander als sie sich ansahen. In ihren Augen stand die Begierde nach ihm, der Wunsch ihn zu ber�hren, der Wunsch nach viel mehr als das man es in Worte fassen k�nnte. Und sie sah das gleiche in seinen Augen. Doch dort stand noch etwas anderes, Liebe. Liebe und Vertrauen, Hingabe und Lust, seine ganze Seele �ffnete er f�r sie damit sie verstand das sie mehr f�r ihn war als nur ein Abenteuer, nur ein Spiel f�r eine Nacht. Er wollte sie f�r immer und ewig. Und das war lang f�r ihrer beider Begriffe. Die Ewigkeit war lang f�r Elben.

Legolas dr�ngte sich noch mehr an Ewians K�rper, sp�rte wie die Lungen zischend die angehaltene Luft freigaben, bevor sich ihre Gedanken endg�ltig auf ihn fixierten. Sie entspannte ihre Muskeln, ihr gesamter K�rper wurde weich in seiner Umarmung, dann sah sie ihn an. Und sch�ttelte den Kopf. Doch er w�rde nicht aufgeben, nicht dieses mal. Ihren K�rper besa� er bereits, jetzt wollte er das was wichtig war. Ihr Herz und ihre Seele. Beides schlug schon seit langem f�r ihn, doch Legolas wollte das sie es zugab.

�Sag mir, was du willst!�, forderte er und sah sie an. Ihr Mund �ffnete und schloss sich wieder ohne das sie einen Ton herausgebracht hatte. �Wenn du gehen willst, dann sag es. Sag es sofort!�, fl�sterte er. Er �berlie� ihr diese letzte M�glichkeit f�r eine Flucht, obwohl es ihm verdammt schwer fiel. Es dauerte nur wenige Sekunden bis sie mit einem Ruck die Arme um ihn legte und ihre Lippen fordernd auf seine presste. Sie hatte entschieden.

Legolas vertiefte seine K�sse, w�hrend er sie zum Bett schob. Ihre Lippen �ffneten sich f�r ihn, dann k�mpften ihre Zungen um die Vorherrschaft. Es war hoffnungslos. Dort wo er sie ber�hrte hatte Ewian das Gef�hl verbrennen zu m�ssen. Seine H�nde waren so warm und sanft, als sie auf Erkundungstour gingen. Legolas schob sie mit den H�nden sanft auf den R�cken und beugte sich f�r einen langen Kuss �ber sie. Gleichzeitig streichelten seine H�nde �ber ihren K�rper, ber�hrten ihre Br�ste. Obwohl sie noch ihre Kleidung trug war ihr als w�rden seine Finger �ber nackte Haut fahren. Sie krallte sich in seine Schultern und Legolas hielt inne. Er sah zu Ewian auf. Sie hatte die Augen geschlossen, ihr Atem kam sto�weise und wurde immer schwerer. Er beobachtete genau ihre Z�ge als er mit einer Hand �ber die Innenseite ihrer Oberschenkel strich. Sie sog zischend den Atem ein und zuckte zusammen.

Ewian sah sein L�cheln nicht, sie sp�rte nur die Hand auf ihrem Bein qu�lend langsam auf und ab fahren. Gott, wollte er sie in den Wahnsinn treiben? Und als h�tte er ihren Gedanken gelesen glitten seine H�nde weiter, schoben sich unter ihr Hemd, streichelten �ber ihren Bauch, ihre Br�ste und schoben dann schlie�lich ihr Hemd �ber ihre Schultern hinab. Wann hatte er blo� die Kn�pfe ge�ffnet? Seine Lippen rissen sie aus diesen �berlegungen als er sich ihrem Bauchnabel zuwandte.

Ihr Atem wurde schneller und sie st�hnte auf als er mit der Zunge in ihren Nabel tauchte und gleichzeitig den G�rtel ihrer Hose �ffnete. Das Hemd lag mittlerweile unbeachtet auf dem Boden, der G�rtel folgte soeben und wenige Sekunden sp�ter hob mit einer Hand ihre H�ften an, w�hrend die zweite ihr die Hose auszog. Er sp�rte wie sie auf einmal unruhig wurde und lenkte sie mit einem fordernden Kuss von ihren Gedanken ab. Doch er blieb nicht lange dort, schon bald glitten seine Lippen wieder �ber ihren Hals hinab, widmeten sich ihren Br�sten und umspielten schlie�lich langsam und ausf�hrlich ihren Bauchnabel.

Ewian hatte das Denken mittlerweile aufgegeben und beschlossen sich nur noch aufs f�hlen zu verlassen. Doch das war die H�lle. Nicht was er tat, sondern wie und vor allem wie langsam, brachte sie um den Verstand. Ihre H�nde zogen an seinen Haaren, doch davon lie� er sich nicht st�ren. Ganz im Gegenteil, er griff nach ihren Handgelenken und schob sie �ber ihren Kopf w�hrend sich sein K�rper auf den ihren legte. Sie sp�rte das schnelle Schlagen seines Herzens, den hastigen Atem und wusste das er genauso erregt war wie sie und das diese Qu�lerei nicht nur sie verr�ckt machte. Seine Augen waren vernebelt vor Lust und sein Blick sagte nur eines: �Ich werde dich nie mehr gehen lassen.` Sie hob ihren Kopf etwas vom Kissen und kam ihm so entgegen als er wieder seine Lippen auf die ihren presste und ihren Mund mit seiner hei�en Zunge erkundete. Sie st�hnte in seinen Mund und versuchte sich von seinem Griff zu befreien um ihn ebenfalls zu ber�hren, doch es war sinnlos. Er l�chelte an ihrem Mund, dann l�ste er ihre Lippen voneinander. Fragend sah Ewian ihn als, doch Legolas sch�ttelte nur den Kopf.

�Heute geh�rst du mir. Nur mir. Heute Nacht werde ich daf�r sorgen das du mich nie wieder vergisst!�, gab er ihr heiser fl�sternd ein Versprechen das eine G�nsehaut �ber ihren K�rper jagen lie�. Dann deutete er mit dem Kopf auf ihre H�nde, die er noch immer �ber dem Kopf gefangen hielt. �Lass sie dort! Und schlie� die Augen.�, bat er sie leise. Ewian sah ihn verwundert an, nickte aber als sie sein bittendes L�cheln sah. �Und nicht schummeln.�, h�rte sie ihn noch fl�stern, darauf lachte sie leise.

Das Lachen blieb ihr in der Kehle stecken als seine Lippen die Erforschung ihres K�rpers wieder aufnahmen. Doch diesmal waren sie zielstrebiger, auf der Suche nach etwas besonderem. Seine H�nde wanderten tiefer, kreisten �ber ihre bebenden Schenkel, wanderten zwischen ihre Beine und schoben sie ein wenig auseinander. W�hrend seine Lippen sich wieder ihren Br�sten widmeten schob sich eine Hand immer tiefer zwischen ihre Beine. Ewian b�umte sich auf, als er sie dort ber�hrte mit den Fingern sanft durch die weichen Haare strich und sich dann in ihren K�rper vorwagte. Ihre H�ften hoben sich ihm entgegen, wollten mehr von diesem Gef�hl, dem Streicheln seiner H�nde. Er bewegte sich langsam und vorsichtig in ihr um ihr ein kleinen Vorgeschmack von dem zu geben was noch kommen w�rde. Aber dann war er auf einmal fort. Bevor sie jedoch eine Frage formulieren konnte sp�rte sie den leichten Luftzug, und richtete sich abrupt auf, als sie erkannte was er vorhatte. Aber es war schon zu sp�t.

�Legolas, nein, nicht ......... was tust du, .......... Gro�er Gott.�, rief sie keuchend als sein Mund das fortf�hrte was seine Finger begonnen hatten. Ihr K�rper fiel zur�ck und ihre H�nde gruben sich verzweifelt in die Kissen. Unf�hig sich weiter zur�ckzuhalten, st�hnte sie laut auf und Legolas musste ihren K�rper mit sanfter Gewalt zur�ck pressen. Er wollte nicht das es so schnell vorbei war, denn es hatte doch noch nicht mal angefangen. Seine Lippen ber�hrten sie wie noch nie jemand zuvor, trieben sie immer weiter an den Rand der Verzweiflung und dann wurde sie �ber die Klippen getrieben. Er hielt sie fest w�hrend ihr ganzer K�rper zuckte und bebte. Sie keuchte und es dauerte eine Weile bis sie wieder zu Atem gekommen war. Legolas hatte sich die ganze Zeit nicht ger�hrt. Er wollte das sie ganz genau erlebte was jetzt noch kam, nichts sollte sie verpassen.

Ihre Blicke trafen sich als er sich �ber sie schob. Auf seine Arme gest�tzt drang er vorsichtig in sie ein und verschlang sie gleichzeitig mit heftigen K�ssen. Ewian spannte sich unter ihm an als sie ihn sich f�hlte. Das war mit nichts zu vergleichen. Er bewegte sich in ihr, zog sich zur�ck nur um kurz darauf mit diesem Spiel von vorn zu beginnen. Sie verga� seine Bitte und schlang die Arme um seine H�ften um ihn dichter zu ziehen und ihm zu zeigen das er nicht gehen sollte. Doch immer wieder verlie� er sie um dann nochmals wiederzukommen. Es war frustrierend und gleichzeitig so erregend.

�Legolas.�, st�hnte sie verzweifelt und schlang die Beine um seine H�ften um ihn fest zu halten. Er w�rde sie umbringen, wenn er so weitermachte.

�Im si. [1]�, antwortete er leise und gab ihrem Dr�ngen nach. Sie war so weich, so eng und gleichzeitig verbrannte sie ihn. Er konnte sich kaum noch beherrschen und ihren verzweifelten Bitten und kleinen Seufzern konnte er dann nicht mehr wiederstehen. Er schob seine H�nde unter sie und hob ihren K�rper ein wenig an um tiefer in sie einzudringen. Seine Selbstbeherrschung war fast am Ende und als sie ihm frustriert in den Hals biss war es vorbei. Er gab seine Zur�ckhaltung auf und drang heftiger und so tief es ging in sie ein. Ihre K�rper verschmolzen miteinander, w�hrend sie sich heftig liebten. Ihrer beider St�hnen hallte durch den Raum und Ewian krallte sich an seinem R�cken fest, hinterlie� Spuren in seiner hellen Haut. Legolas saugte sich an ihrem Hals fest um einen Schrei zu verhindern, als beide gleichzeitig den Orgasmus erreichten.

Sie hatte die Arme fest um ihn geschlungen, hielt ihn so auf sich fest w�hrend beide nach Atem rangen. So etwas hatte sie noch nicht erlebt. Sie war zwar nicht unerfahren aber sich so endg�ltig jemandem hinzugeben und diese Hingabe auch zur�ck zubekommen war neu und ........ perfekt. Ja, das war das Wort daf�r. Nach ein paar Minuten zog er sich aus ihr zur�ck und legte sich neben sie. Gleichzeitig zog er sich in seine Arme und hauchte leichte K�sse auf ihre Schulter. Ewian sah zu ihm auf. Legolas hatte die Augen geschlossen und l�chelte. Sein Atem ging immer noch stockend, dennoch hatte er beide Arme um sie gelegt und hielt sie so gefangen. Aber Ewian hatte in dem Fall nichts dagegen, denn von ihm gefangen zu werden empfand sie als angenehm und aufregend zugleich.

Legolas beobachtete sie unter fast geschlossenen Wimpern. Sie beobachtete ihn eine Weile und kuschelte sich dann n�her an seinen erhitzten K�rper heran. Sie schien gl�cklich, dennoch wollte er ihr noch etwas sehr wichtiges sagen, bevor sie einschlief. Er konnte nicht warten, unruhig war er trotzdem. Er wusste nicht wie sie reagieren w�rde. Ewian sp�rte seine aufkommende Nervosit�t und drehte fragend den Kopf zu ihm.

"Milin cen! [2]�, murmelte er leise und wartete gespannt auf ihre Reaktion.

Ewian runzelte die Stirn und sah ihn fragend an. Sie hatte das Gef�hl das diese beiden Silben etwas sehr bedeutendes waren. Aber sie verstand kein Sindarin. �Was hast du gerade gesagt?�, fragte sie leise.

�Das ich dich liebe!�

Ein strahlendes L�cheln �berzog danach ihr Gesicht. Sie streichelte sanft �ber sein Gesicht und nickte. �Und ich liebe Dich, Legolas Gr�nblatt!�, erkl�rte sie.

***

Als er aufwachte war es noch dunkel. Das Feuer im Kamin glimmte noch und warf einen leichten r�tlichen Lichtschimmer durch den Raum. Er sah sich um. Die Seite neben ihm war leer aber noch warm. Lange konnte sie noch nicht fort sein. Er sp�rte eine Bewegung auf dem Balkon und stand auf.

�Ewian? Was machst du? Es ist viel zu kalt hier drau�en!�, fl�sterte er ihr ins Ohr und zog sie gleichzeitig in seine Arme. Sie lehnte sich gegen seine nackte Brust und seufzte leise. Schwacher Regen prasselte auf sie nieder. Ewian sah nach oben und lie� den Regen auf ihr Gesicht fallen. Nach einer Weile sch�ttelte sie ihre nassen Haare und suchte seinen Blick. Er sah ihr fasziniert zu. Sie begann zu l�cheln und strich sich einige feuchte Str�hnen aus dem Gesicht. Dann dr�ngte sie ihn zur�ck ins Zimmer.

�Ich wollte mich nur ein wenig abk�hlen. Du bist ganz sch�n warm, Elb!�, kicherte sie leise und legte die Arme um seine H�ften. Das sie nackt waren, st�rte beide nicht. Ewians Haut war nass und kalt, so das sein K�rper von einer leichten G�nsehaut �berzogen wurde.

�Es ist noch fr�h. Wir sollten noch ein wenig schlafen, oder auch nicht!�, grinste er anz�glich und sie schlug ihm, leise lachend, gegen die Schulter.

***

Sie wurde durch ein leichtes Kitzeln in ihrem Gesicht wieder wach. Zu faul die Augen zu �ffnen, murrte sie nur und schlug den St�renfried weg. Aber, was immer es war, es war hartn�ckig. Wenige Augenblicke sp�ter kitzelte es an ihrer Schulter.

�Legolas, lass das!�, murmelte sie noch halb schlafend und �ffnete dann doch die Augen. Sie sah direkt in die blauen Augen von dem Elb, der sie anlachte. Er wedelte mit einer Feder vor ihrer Nase herum und sprang elegant au�er Reichweite, als sie nach ihm griff. Die Sonne ging gerade auf.
�Haben wir heute morgen etwa schlechte Laune?�, fragte er gespielt entt�uscht, brach aber in schallendes Gel�chter aus als sie beleidigt ihr Gesicht verzog.
�Sehr witzig! Was willst du �berhaupt um diese Tageszeit?�
�Dich wecken, dich k�ssen, mit dir schlafen. Such dir was aus!�, sagte er nur und wartete dann auf ihre Reaktion. Und er wurde nicht entt�uscht. Er konnte direkt aus ihrem Gesicht lesen, das sie die letzte Nacht noch einmal in Gedanken durchging. Er legte sich neben sie und murmelte leise in ihr Ohr.
�Soll ich die letzte Nacht wiederholen? In allen Einzelheiten?�
Sie st�hnte nur und versuchte, so gut es ging, den Kopf zu sch�tteln. �Wirklich nicht?�, fragte er nach und musste sich mit aller Macht das Lachen verkneifen als er ihr genuscheltes �Verdammter Elb` h�rte. Nach einer Weile drehte sie sich dann doch zu ihm und legte ihren Kopf auf seine Brust. Er streichelte �ber ihr Haar.
�Bereust du es?�, wollte er wissen.
�Nein!�, kam sofort als Antwort und sie sah auf. �Warum sollte ich?�

Er rollte sich mit ihr herum so dass sie letztendlich unter ihm lag. Er l�chelte sie an und senkte dann seine Lippen auf ihre, die sich seinen Liebkosungen bereitwillig �ffneten. Die n�chste Stunde war erf�llt von leisem St�hnen und feuchten erregenden K�ssen als sie erst ihre K�rper und dann ihre Seele vereinigten. Die Verbindung zwischen beiden wuchs von Sekunde zu Sekunde, wurde immer st�rker. Die Liebe hatte die zwei unwiderruflich aneinander gefesselt. Ob sie wollten, oder nicht.

***

Gegen Mittag traf sie sich mit Mani und Ewian in der Stadt. Sie war in Gedanken allerdings st�ndig bei Legolas. Bei der Erinnerung an die fr�hen Morgenstunden zog sich ein Grinsen �ber ihr ganzes Gesicht. Er hatte sie gar nicht aus dem Bett lassen wollen. Sie musste ihm schlie�lich drohen ihn ans Bett zu fesseln. Erst nachdem sie hoch und heilig versprochen hatte auch wieder zu kommen, hatte er sie losziehen lassen. Sie grinste immer noch als sie mit den Geschwistern zusammen traf.

�Was ist los? Wieso grinst du so?� Mani sah sie fragend an. Aber Lili fing an zu lachen.
�Das gibt es doch nicht! Du hast wirklich, also nein ich fass es nicht!�, lachte Lili laut und s�mtliche Leute auf den Stra�en drehten sich neugierig in ihre Richtung. Schlie�lich verzogen sie sich in ein Gasthaus und suchten sich einen kleinen Tisch in einer dunklen Ecke.
�Also, was habt ihr rausgefunden?�, wollte Ewian wissen.
�Nicht viel. Es wurden angeblich ein paar S�ldner angeheuert. Und so wie es aussieht sind die auch f�r den Angriff auf Mani verantwortlich. Es gibt keine Namen oder sonst etwas. Ein Gauner Namens Colicos hat wohl den Vermittler gespielt. Aber das ist noch nicht sicher. Wir arbeiten dran.�, erz�hlte Mani und kaute nebenbei auf einem St�ck Brot herum.
�Was sonst?�, fragte Ewian und nickte zum Zeichen das sie verstanden hatte.
�Nichts! Keine auff�lligen Bewegungen. Nichts worauf man aufbauen k�nnte. Als w�re er vom Erdboden verschluckt!�, gab Lili niedergeschlagen zu.
�Wieso habe ich das dumme Gef�hl wir �bersehen etwas?�, fragte Ewian stirnrunzelnd.
�Geht mir genauso. Und das gef�llt mir ganz und gar nicht!�, meinte Mani besorgt. �Was machen die Jungs?�, schweifte er dann vom eigentlichen Thema ab.
�Sind bei Haldir und seiner Garde. Ist mir auch ganz lieb so. Die M�nner passen auf die drei auf.�, gab Ewian unumwunden zu.
�Was machen wir jetzt?�, wollten die beiden Geschwister wissen.
�Die �bliche Vorgehensweise. Quetscht die restlichen Informanten aus. Geht ihnen immer wieder auf die Nerven. Irgendwas muss man doch rausbekommen k�nnen.�
�Alles klar! Und was machst du?�
Ewian sah sich kurz um und lehnte sich dann in ihrem Stuhl zur�ck. �Ich werde Aragorn dasselbe erz�hlen wie ihr mir, und dann ......... warten wir �s ab.�, zuckte sie die Schultern.
�O.k. Wir werden wieder los. Bis heute Abend.�, meinte Lili und stand auf. Als Mani au�er Reichweite war beugte sie sich noch mal zu Ewian hinunter. �Ich w�nsche Dir viel Gl�ck mit ihm. Aber ich w�re beleidigt wenn du uns nicht zur Hochzeit einl�dst! Und au�erdem solltest du in den n�chsten Tagen nicht ohne Halstuch auf die Stra�e gehen!� Mit diesen Worten rauschte sie hinaus und lie� eine verdutzte Halbelbin zur�ck.

***

Auf dem Weg zur�ck war Ewian v�llig in Gedanken versunken. Hochzeit!!! Dar�ber hatte sich noch nie nachgedacht. Nat�rlich war ihr klar das nach letzter Nacht sich einiges ge�ndert hatte. Aber heiraten. Sie war sich nicht sicher, ob ihr der Gedanke gefiel. Sie war selbst in den G�ngen des Schlosses nicht beieinander und so prallte sie auch prompt an der Ecke zum Thronsaal mit Legolas zusammen. Der konnte nicht schnell genug reagieren und so landete Ewian ziemlich unfein auf ihrem Hinterteil.

�Ewian!� Legolas half ihr auf und sah sie fragend an. �Was ist denn?�
�Ach nichts, ich muss los.�, wich sie ihm aus und wollte an ihm vorbei schl�pfen. Aber Legolas war nicht umsonst f�r seine Feinf�hligkeit bekannt. Irgendwie wirkte sie ungl�cklich und auch ver�ndert, wenn er sich da an heute Morgen erinnerte. Sie hatte ihn nicht angesehen und versuchte jetzt sich zu verdr�cken. Etwas stimmte nicht, das sagte ihm sein angeborener Instinkt, also griff er nach ihrem Arm und zog sie in eine dunkle Nische an der n�chsten Ecke.
�Was ist los, Ewian?�, fragte er leise und hob ihren Kopf dass sie ihn ansehen musste. Nach wenigen Sekunden senkte sie nerv�s den Blick und das machte ihn erst recht unruhig. Dann sch�ttelte sie den Kopf.
�Ist nicht so wichtig. Ich muss nur �ber einiges nachdenken. Aber das muss warten, weil ich zu Aragorn muss!� stotterte sie und versuchte mit leichtem Druck ihn wegzuschieben.
�Hat es mit mir zu tun, mit uns?�, wollte er leise wissen.
�Nein, ........... ja, ......... �hm, das ist ein wenig kompliziert. Ich muss erst dar�ber nachdenken.�

Sie schl�pfte an ihm vorbei als Gimli und Gandalf um die Ecke kamen. Sie rannte beinah an den beiden vorbei und die sahen ihr verdutzt hinterher. Legolas versuchte unauff�llig zu verschwinden, wurde aber von Gimli entdeckt.

�Halt, Herr Elb!�, rief der Zwerg und baute sich vor ihm auf. �Was hast du denn nun schon wieder angestellt?�
�Gar nichts. Sie wollte mir nicht sagen was los ist!�, verteidigte sich Legolas und sah immer noch auf den Gang als k�nne er sie so wieder herzaubern.
�Irgendwas muss ja gewesen sein, so wie sie gefl�chtet ist?� Gimli lie� nicht locker und Gandalf sah am�siert zwischen den beiden ungleichen Freunden hin und her.
�Zum Kuckuck mit den Zwergen und ihren Dicksch�deln. Ich wei� nicht was los ist, weil ihr mich ja gest�rt habt, bevor ich sie fragen konnte. Und jetzt entschuldige mich bitte, ich bin mit Haldir verabredet!� Damit schob er sich an dem Zwerg vorbei und verschwand um die n�chste Ecke.

Gimli sah ihm kopfsch�ttelnd nach und wandte sich dann an Gandalf. �Was denkt Ihr, Gandalf?�
�Nun, ich nehme mal an das die beiden gerade dabei sind �ber den Gedanken einer gemeinsamen Zukunft nachzugr�beln. Und wie ich die junge Frau kenne, wird sie daran eine zeitlang zu knabbern haben. F�r jemanden der immer frei und ungebunden war, ist es sicher nicht leicht auf einmal eine zweite Person so weit in sein Leben, und in sein Innerstes zu lassen.�, gab Gandalf zur�ck.
�Ja ja, die Liebe!�, kommentierte Gimli das Ganze und Gandalf konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Dieser Zwerg war einfach unglaublich.

***

Aragorn sah diesem Schauspiel schon eine ganze Weile zu. Seit Ewian ihm ihre neuesten Ergebnisse mitgeteilt hatte, lief sie im Schloss herum, wie ein aufgescheuchtes Huhn. Er hatte den Bluterguss auf ihrem Hals nat�rlich entdeckt, aber nichts weiter dazu gesagt. Das ging ihn nun wirklich nichts an. Allerdings war ihr Verhalten sehr sonderbar. Sie schien nicht gerade gl�cklich �ber die neuen Umst�nde was ihre Beziehung mit Legolas anging. Aber das merkw�rdigste an der Sache war, das sie Legolas mit allen M�glichkeiten fernzuhalten versuchte. Seit dem Abendessen hatte sein Freund schon f�nfmal versucht Ewian allein zu erwischen aber sie hatte sich jedes Mal rechtzeitig abseilen k�nnen. Er konnte die Sorge im Gesicht des Thronfolgers genau sehen. Selbst jetzt, wo sie im selben Raum waren. Ewian sa� mit Lili am Fenster. Die beiden diskutierten schon eine ganze Weile, wobei Ewian mehrmals energisch den Kopf sch�ttelte. Und die Blicke die Lili in Legolas Richtung warf beruhigten den schon gar nicht.

Arwen stie� ihren Mann leicht in die Seite. �Aragorn was ist denn mit den beiden?�
�Ich w�nschte ich w�sste es. Ewian ist seit Stunden so merkw�rdig. Und Legolas wird immer nerv�ser!�, erwiderte Aragorn und sah zu Elrond hin�ber. Dessen Blick traf Aragorns und er nickte unmerklich. So wie es aussah hatte jeder die seltsame Stimmung Ewians bemerkt. Nur Gimli schien v�llig unbeeindruckt und zog an seiner Pfeife. Aragorn beugte sich in seine Richtung.
�Gimli, was wei�t du was wir nicht wissen?�, fragte der K�nig von Gondor leise genug das die beiden Frauen es nicht mitbekamen.
�Zukunftssorgen!�, kicherte Gimli in seinen Bart. Gandalf verschluckte sich an seinem Tee und beide ernteten verwunderte Blicke von allen Seiten.
�Was meint Ihr?�, fragte Elrond.
�Keine Sorge, Legolas wird das schon hinkriegen!�, sagte Gimli zuversichtlich und warf einen kritischen Blick zum Fenster, in Richtung der beiden Frauen.

***

�Meine G�te, Ewian du machst mich fertig! Was ist denn los, verflixt? Heute Mittag hast du noch bis �ber beide Ohren gegrinst und jetzt, sitzt du hier und spielst Trauerweide! Hat er irgendwas gesagt?� Lili sah Ewian an. Ihre anf�ngliche Neugier wich mittlerweile der Sorge.
�Nicht er hat was gesagt, sondern du!�, brachte Ewian schlie�lich hervor. Lili sah sie geschockt an.
�Ich??? Was hab ich denn getan?�
�Du hast gesagt du w�rst beleidigt, wenn du nicht .........�
� .......... zur Hochzeit eingeladen wirst!�, beendete Lili f�r sie und nickte verstehend mit dem Kopf. Darum ging es also. Die Frage nach der Zukunft. Ewian hatte sie sich bis jetzt noch nie stellen m�ssen, aber ihre Beziehung zu Legolas ver�nderte nun alles.
�Wirst du dich f�r ihn entscheiden? F�r eine Beziehung, Heirat, Kinder?�, fragte Lili geradeheraus und Ewian fuhr mit dem Kopf hoch.
�Das geht nicht! Ich meine noch nicht. Ich habe den Job und ........... euch ............ und mein Leben in Orbania, und ........�, doch Lili lie� sie nicht aussprechen.
�Ewian, was ist dir wichtiger? Legolas oder die Kopfgeldjagd?�
�Das ist nicht so einfach!�, schrie Ewian pl�tzlich und sprang auf. Erst nach einigen Sekunden registrierte sie das jeder hier diesen Ausbruch verfolgt hatte und sie ansah. Und auch jeder h�rte die Antwort die Lili darauf gab.
�Doch, das ist es! Du musst dich nur entscheiden!�

***

Sie st�rmte aus dem Raum, doch diesmal war Legolas darauf vorbereitet. Bevor sie nach drau�en, in den Hof, verschwinden konnte hatte er sie bereits erreicht, hochgehoben und trug sie in ihr gemeinsames Zimmer. Sie wehrte sich mit allen Kr�ften und nach einem schmerzhaften Schlag gegen seine Rippen lie� er sie beinahe fallen. Also setzte er sie ziemlich unsanft auf das Bett und funkelte sie w�tend an.

�Was soll das, Hoheit?�, fauchte sie ihn an, doch als seine Blicke sanfter und direkter wurden sah sie zur Seite. Wie schon den ganzen Tag.
�Sag es mir!�, forderte er leise, doch sie sch�ttelte nur stumm den Kopf. Er nahm ihr Gesicht in beide H�nde und dr�ckte sie ganz auf das Bett so dass er halb auf ihr zu liegen kam.
�Ewian?� Seine sanfte Stimme lies ihren Widerstand und ihre Angst auf ein Minimum zusammenschrumpfen und so erz�hlte sie ihm stockend, wor�ber sie sich schon den ganzen Tag den Kopf zerbrochen hatte und weswegen sie so abweisend zu ihm gewesen war. Er h�rte schweigend zu, w�hrend sie in seinen Armen lag und redete.
�Und?�, fragte sie und sah verunsichert in sein Gesicht. Er schob ihr Haar hinter ihre Ohren und zuckte dann leicht mit den Schultern.
�Ich werde dich nicht zu irgend etwas zwingen. Weder heute noch sonst irgendwann. Das wei�t du. Ich gebe zu, ich habe Angst um dich, wenn du allein in der Stadt herumschleichst, das wei�t du auch aber ich akzeptiere es. Aber bitte versprich mir etwas, o.k.?� Er sah ihr in die Augen und sie nickte. �Was immer du tust, sei vorsichtig. Und rede mit mir, wenn irgendetwas ist. Aber eines musst du schw�ren. Auch wenn du dann vielleicht w�tend auf mich bist aber es ist mir sehr wichtig .......�
�Was?�, fragte sie dazwischen.
�Egal wie es mit uns weitergeht, oder wie die Zukunft aussieht. Schw�r mir das du den Job aufgeben wirst .......�
�Wie bitte?� Sie unterbrach ihn mitten im Satz und sah ihn verdattert an
� ........ wenn du ein Kind erwarten solltest!�, fuhr er unger�hrt von ihrem Einwurf fort. Es dauerte eine Weile bis ihr die Tragweite seiner Worte ins Ged�chtnis drangen. Dar�ber hatte sie sich ja noch gar keinen Kopf gemacht. Aber nach letzter Nacht war es nicht mal so unwahrscheinlich.
�Legolas, das ist nicht fair. Ich meine, ich k�nnte ja schon schwanger sein, nach dem was wir letzte Nacht getan haben!�
�Und heute morgen.�, erinnerte er sie leicht grinsend und sie schlug ihm daf�r mit der Faust in den Magen. Lachend japste er nach Luft und fing ihren Arm ein. Sie rollten sich spielerisch k�mpfend auf dem Bett herum und am Ende sa� sie auf seinen H�ften und dr�ckte ihm die Arme �ber den Kopf.
�Aha, wollen My Lady heute oben Stellung beziehen?�, fragte er mit gespieltem Ernst und brach bei ihrem Gesicht in lautes Gel�chter aus.
�Du bl�der Elb!�, fluchte sie und versuchte ihn zu schlagen. Allerdings musste sie daf�r seine Arme loslassen und das nutzte er sofort und riss sie herum so das er wieder auf ihr lag. Es dauerte eine Weile bis er ihre Arme unter Kontrolle hatte, und ihre w�tenden Proteste mit seinen Lippen erstickte. Doch nach und nach erwiderte sie seine K�sse.

Ende Teil 12

[1] Im si - Ich bin hier [2] Millin cen - Ich liebe Dich 1
Hosted by www.Geocities.ws