Part 8


Vorbereitungen

Einige Zeit sp�ter sa� Ewian angezogen in ihrem Zimmer und legte ihre Kleidung zusammen. Sie hatte sie gereinigt und trocknen lassen und war nun dabei, sie wieder in den Schrank zu r�umen. Sie sah auf als es klopfte.
�Ja?�, fragte sie.
Aragorn trat, gefolgt von Elrond, in den Raum. Die beiden K�nige sahen sie kurz, aber genau an und traten dann n�her. �Geht es Euch gut?�, fragte Elrond und nahm in einem Stuhl Platz. Aragorn gesellte sich zu ihr, um einen Dolch zu betrachten, der neben ihr auf dem Bett lag.
�Ihr seid schon der Vierte, der mich das fragt. Ist etwas passiert in der letzten Nacht?�, wollte sie alarmiert wissen und Elrond wusste sofort dass sie auf Arian anspielte.
�Wir haben nichts von Arian geh�rt!�, beruhigte er sie und sah wie sie sich, erleichtert nickend, wieder ihrer Kleidung widmete. �Wir wollten eigentlich wissen ob mit Euch etwas passiert ist?�
Ewian sah auf. Elrond sah sie fragend an und auch Aragorn hatte diesen Blick. Hatte Legolas nicht erw�hnt das sie die Nacht im Wald verbracht hatten? Oder spielten sie auf ihr Aussehen an, als sie hier eingetroffen war?
�Worauf wollt Ihr hinaus?�, fragte sie schlie�lich.
�Wo wart Ihr? Hat man Euch angegriffen?�
�Ach so, Ihr meint wegen meines Aussehens heute morgen!�, sagte sie verstehend und die beiden M�nner nickten. �Nein, wir haben in der letzten Nacht am Waldrand gelagert und �bernachtet. Und auf dem R�ckweg heute morgen haben wir kurz halt gemacht um etwas zu trainieren. Nach einem Training sehen wir oft so aus. Das ist alles!�
�Ihr k�nnt doch auch hier im Hof trainieren! Das w�re weitaus sicherer.�, bot Aragorn an.
�Nein!�
�Warum nicht?�, fragte Aragorn verwundert und bekam einen eisigen Blick, der ihm die Nackenhaare aufstellte. Diesen Blick setzte sie nur auf, wenn sie wieder etwas mit allen Mitteln verheimlichen wollte.
�Darum nicht!�, brummte sie nur und stand auf, um ihre Kleidung zu Ende einzur�umen. Sie sahen ihr eine Weile lang zu, aber Ewian sagte nichts mehr. Als sie fertig war ging sie einfach hinaus, ohne sich noch einmal umzudrehen. Die beiden M�nner beschlossen, Mani danach zu fragen.

***

�Hm, das ist ganz einfach!�, sagte der und sah Aragorn und Elrond an. �Unsere Art von Training ist ein wenig anders als Eures.�
�Wie meint Ihr das?�, fragte Thranduil, der dazugetreten war. Mani zuckte die Schultern.
�Vielleicht werdet Ihr eines Tages verstehen!�, sagte er nur und ging davon.
�Was hat das denn zu bedeuten?� Elladan und Elrohir traten neben ihren Vater und sahen Mani hinterher. Keiner, nicht einmal Lili wollte dieses Thema vertiefen, also lie�en sie erst mal davon ab.
Wichtigere Dinge standen auf dem Plan. Die Schneider waren mit den Kleidern und einigen letzten Entw�rfen eingetroffen. Nach mehreren Stunden waren alle ziemlich genervt, als Sileen pl�tzlich von ihrem Stuhl sprang. �Was ist denn das hier?�, fragte sie, deutete auf die Liste der G�ste und deren Kleidungsw�nschen. Sie sah zu Lili hin�ber und die sah fragend auf.
�Was?�
�Hier steht, dass Ewian kein Kleid will!�
�Und?� Lili schien ziemlich unbeeindruckt, w�hrend Arwen und Galadriel eher entsetzt wirkten. Auch einige der M�nner hatten den gleichen Ausdruck im Gesicht.
�Und? .... Na, sie kann doch kaum in Hosen zu der Hochzeit gehen, oder?�, fragte Sileen verwundert.
�Klar kann sie und sie wird es auch!�, sagte Lili und wandte sich wieder einer der Schneiderinnen zu.
�Das geht nicht!�, bestimmte Eldarion und die meisten nickten zustimmend. Lili sah lachend in den gesamten Raum. Die Herren hatten anscheinend vor Ewian in ein Kleid zu stecken. Das w�rde �rger geben.
�Noch mal f�r alle zum Verst�ndnis! Ewian hat noch nie und wird auch nie ein Kleid tragen. Das werdet Ihr nicht �ndern k�nnen, Prinz.�
�Es ist eine Hochzeit!�, hielt Celeborn dagegen, bekam aber nur einen am�sierten Blick.
�Die Ewian, die ich kenne, wird eher der Hochzeit fernbleiben, als ein Kleid zu tragen!�, sagte Lili nur.
�Das ist nicht Euer Ernst!�, sagte Lady Galadriel, doch Lilis Blick daraufhin sagte allen, dass sie es genauso meinte, wie sie es auch gesagt hatte.
�Das werden wir ja sehen!�, meinte Aragorn nur.

***

�Denkt Ihr wirklich, dass Ihr Ewian dazu bekommt, ein Kleid anzuziehen?� Mani und die Drillinge sahen Legolas, Gimli und Aragorn zweifelnd an. Zu keiner Gelegenheit hatten er oder die Br�der Ewian dazu �berreden k�nnen, ein Kleid zu tragen. Die sieben standen in den St�llen und versorgten ihre Pferde. Nun ja, zumindest sechs von ihnen. Gimli sa� rauchend auf einem Heuballen, immer wieder misstrauisch von den Elben be�ugt, die sich um die anderen Pferde k�mmerten. Sie hatten aus ihrer Sorge, dass er den Stall anz�nden k�nnte, keinen Hehl gemacht.
�Es ist eine Hochzeit! Was sollte sie dagegen haben?�, fragte Aragorn und erntete sp�ttische Blicke. Mani und Etienne sahen sich an und fingen laut an zu lachen.
�Was ist so komisch?�, wollte Gimli wissen, doch er musste einige Minuten auf Antwort warten. Dann hatten sich die M�nner so weit beruhigt das sie wieder reden konnten.
�Denkt Ihr vielleicht, die Hochzeit Eures Sohnes ist die erste f�r uns?�, fragte Pray sp�ttisch. �Wir waren schon auf einigen. Aber sie hat nicht einmal ein Kleid getragen. Nicht mal bei der Hochzeit von Manis Eltern. Aber wenn ihr es versuchen wollt, viel Gl�ck!�
Mani winkte lachend ab und sein Gesichtsausdruck deutete an, dass er die Chancen der drei, dieses Vorhaben durchzusetzen, auf etwa Null Komma Null Prozent einsch�tzte.

***

Als Ewian am Abend in ihrem Zimmer badete, kam auf einmal Lili mit Sileen im Schlepptau herein gest�rmt. Beide sahen sich kurz um und warfen sich dann auf das Bett.
�Was ist los?�, wollte Ewian misstrauisch wissen.
�Wieso, was soll denn sein?�
�Ihr beiden hackt doch was aus. Sonst w�rdet ihr nicht mit diesem unschuldigen Grinsen auf dem Bett sitzen. Also was ist es?�
�Wir brauchen Eure Hilfe, Lady Ewian.�, sagte Sileen und erntete daf�r einen missmutigen Blick.
�Nenn mich einfach Ewian, Prinzessin. Ich war noch nie eine Lady. Jedenfalls nicht das ich w�sste!�
Die beiden auf dem Bett begannen zu grinsen und Sileen nickte zustimmend. �Aber dann sagst du auch nur Sileen, nicht Prinzessin!�, forderte Sileen und reichte Ewian ein Handtuch, als diese sich anschickte, aus dem Wasser zu steigen. Ewian wickelte sich in das Handtuch und rubbelte mit einem kleineren ihre Haare trocken. Nebenbei erz�hlten ihr die beiden was sie wollten. Ewian musste sich ein Grinsen verkneifen. Das w�rde �rger geben. Aragorn w�rde toben und an Navarre mochte sie gar nicht erst denken.
�Ihr wollt also, dass ich euch dieses, nennen wir es mal �interessantes Pulver�, besorge? Und dann wollt ihr beiden es verteilen, w�hrend die Jungs Navarre und seine M�nner ablenken. Hab ich irgendwas vergessen?�, wandte sich Ewian lachend an die zwei. Die sch�ttelten nur den Kopf.
�Hast du eine Ahnung, was dein Vater mit mir anstellt, wenn er rausbekommt, wer das Pulver besorgt hat?�
Sileen winkte nur ab. �Ach so schlimm wird es nicht. Legolas wird ihn schon daran hindern dir den Kopf abzurei�en, hoffe ich!�
�Wer wei� noch davon?�, wollte Ewian noch wissen.
�Deine Br�der, mein Bruder, Thranduils und Elronds Zwillinge!�, kl�rte Sileen sie auf und grinste frech.
�Also die ganze Bande, ja?� Ewian sah ihre Freundinnen nur an und sch�ttelte immer noch lachend den Kopf. �Ihr seid unm�glich!�
�Hei�t das du machst es?�, wollte Sileen wissen.
�Bis wann braucht ihr das Zeug?�, fragte Ewian nur und die beiden Frauen warfen sich jubelnd auf sie.

***

Als Aragorn am n�chsten Morgen auf den Hof kam, blieb er erstaunt stehen. Kein Mann seiner Garde war zu sehen. Hatte Navarre das Training absagen lassen? Er sah sich verwundert um und erblickte nur Haldir und einige andere Elben, die sich um ihre Pferde k�mmerten. Er rief eine der Wachen zu sich.
�Habt Ihr Navarre oder einen seiner M�nner gesehen?�
�Nein, mein K�nig. Heute morgen noch nicht!�
�Was ist mit unseren G�sten?�
�Eure Tochter traf sich vor wenigen Minuten mit den Drillingen und ihrem Bruder bei den Pferden. Aber als Herr Haldir mit seinen Elben dort auftauchte, haben sie sich getrennt und sind verschwunden!�
�Danke, Soldat!�, entlie� ihn Aragorn. Der Mann salutierte und ging zur�ck auf seinen Posten. Aragorn wollte sich gerade Haldir zuwenden, als Eldarion auf ihn zugerannt kam. Legolas war direkt hinter ihm.
�Vater, du musst kommen. Irgendwas stimmt mit Navarre und seinen M�nnern nicht!�, rief Eldarion und zog seinen Vater am Arm hinter sich her zu den H�usern, in denen die M�nner wohnten. Als sie dort eintrafen erwartete sie das blanke Chaos. Navarre und die anderen M�nner niesten am laufenden Band und juckten sich �berall. Navarre hielt sie schon an der T�r auf.
�Kommt blo� nicht rein!� Ein Niesanfall unterbrach ihn.
�Was ist denn hier los?�, fragte Aragorn.
�Keine Ahnung, mein K�nig. Aber wir m�ssen st�ndig niesen, und unsere Haut brennt wie Feuer!�, erkl�rte Navarre, st�ndig von Niesern unterbrochen. Aragorn drehte sich zu Legolas um.
�Kannst du irgendwas riechen? Irgendein Kraut oder sonst was vielleicht?�, fragte er den Elb und sah sich verwirrt nach seinen M�nnern um. Legolas trat einen Schritt in den Raum und sog pr�fend die Luft ein. Sofort hielt er sich die Hand vor den Mund und st�rmte nach drau�en.
�Legolas?� Aragorn griff nach ihm und zog ihn zu sich. Der Elbenprinz keuchte ein paar Mal und holte dann tief Luft.
�Pfefferpulver!�, rief er w�tend und rieb sich die Augen. Sein Gl�ck, dass er nicht weiter in die R�ume gegangen war. �Jemand hat Pfefferpulver auf den Boden gestreut!�
�Samuel und Sileen!�, brummte Aragorn leise und bevor Legolas noch etwas sagen konnte, st�rmte der K�nig von Gondor davon.
�Was sollen wir tun?�, fragte Eldarion, an Legolas gewandt.
�Bleib hier, keiner darf rein oder raus. Ich werde meinen Vater oder Elrond suchen. Hoffentlich wissen sie Rat!� Mit diesen Worten rannte auch Legolas davon und lies einen verwirrten Thronfolger zur�ck.

***

�Oh, oh!�, war alles was Etienne herausbrachte, als er Aragorn auf das Schloss zust�rmen sah. Er hatte mit seinen Br�dern verfolgt, was auf dem Hof vor sich ging und Aragorns w�tende Rufe nach seinen Kindern waren nicht zu �berh�ren. Das w�rde ein ziemlich aufschlussreicher Tag werden. Er beschloss, einen langen Ausritt zu machen und Riddick und Pray folgten ihm ohne Widerworte.

Als Lili und Sileen eine Stunde sp�ter in Legolas Zimmer st�rmten, war Ewian klar, dass der Plan funktioniert hatte. Dem Geschrei im Schloss nach zu urteilen und den Ger�uschen vom Hof her, wirkte das Pulver tadellos. Allerdings hatte Aragorn fr�her als erwartet herausgefunden, was es gewesen war, dass seine M�nner in Panik versetzt hatte. Sie drehte sich im Bett herum und zog Legolas Hemd gerade. Es war ihr gerade noch gelungen eines seiner Hemden zu greifen. Denn es h�tte wohl f�r unangenehme Fragen gesorgt, wenn die beiden sie hier nur in Unterw�sche gekleidet erwischt h�tten. Lili warf einen kritischen Blick auf das Hemd und grinste Ewian dann frech an. Aber sie sagte nichts dazu, und das war Ewian auch lieber.

Legolas st�rte es nicht wie sie schlief. Er war Gentlemen durch und durch. Deshalb hatte sie auch eine eigene Decke. Aber im Allgemeinen verschwand sie in ihr eigenes Zimmer bevor die Sonne aufging. Und eigentlich redeten sie auch nicht die halbe Nacht, so das sie dann zu faul und zu m�de war um noch ihr Nachhemd zu holen.

�Wollt ihr euch hier verstecken, oder was?�, fragte sie l�chelnd und griff nach Legolas� Kissen, um sich hinein zu kuscheln.
�Na klar, was denkst du denn?�, grinste Sileen sie an.
�Und die anderen?�, fragte Ewian, bekam aber von Sileen nur ein Schulterzucken. Dann deutete die Prinzessin auf Lili.
�Deine Br�der haben beschlossen einen langen, sehr langen Ausritt zu machen.�, kl�rte diese sie auf. �Elladan und Elrohir wollen so tun, als w�ssten sie von gar nichts, genau wie Nyon und Daymon. Und Samuel habe ich das letzte Mal gesehen, da rannte er gerade Richtung Stallungen. Eldarion war hinter ihm her, gefolgt von drei von Navarres M�nnern.�
�Wie geht�s den M�nnern?�
�Ziemlich gut. Sie haben gebadet, l�ften ihre Klamotten im Hof und putzen, mit T�chern vorm Gesicht, ihre Unterk�nfte.�, erkl�rte Sileen lachend, verstummte aber, als ihr Blick auf die T�r fiel. Ewian folgte ihren Augen und entdeckte Legolas. Und der Elb sah nicht sehr erfreut aus. Er betrat den Raum und warf die T�r hinter sich zu um sich dann dagegen zu lehnen.
�Wer?�
Dieses eine Wort, leise in den Raum geworfen, bewirkte, dass sich bei Ewian s�mtliche Haare aufstellten und sie eine G�nsehaut bekam. Sie sah unauff�llig zu Sileen und Lili, aber Legolas n�chste Worte brachten sie wieder dazu ihn anzusehen.
�Ich will nicht wissen, wer es war. Die Antwort kann ich mir selbst geben! Ich will wissen wer das Pfefferpulver besorgt hat? Du oder Lili?�, wandte er sich direkt an Ewian und wartete auf ihre Antwort.
��hm, ........�, begann sie, unterbrach sich aber selbst. Seine Augen verrieten ihn. Er kannte die Antwort bereits und wollte nur wissen ob sie es zugeben w�rde. Also sah sie ihn an und nickte nur.
�Wusste ich �s doch!�, brummte Legolas nur und trat von der T�r weg. Er warf einen strengen Blick auf Sileen. �Ich nehme mal an, es war dieses Mal deine Idee?�
�Na ja, wenn man es genau betrachtet .......�
�Schon gut!�, winkte Legolas ab. �Aragorn wartet vor der T�r auf dich. Er hat ein W�rtchen mit dir zu reden. Und auf dich�, er deutete mit dem Finger auf Lili, �wartet Arwen. Und ich denke sie hat nicht vor dich zum Tee zu bitten!�
Mit diesen Worten entlie� er die beiden Frauen und setzte sich zu Ewian auf das Bett. Sie sah ihn eine Weile fragend an. �Und die anderen?�
�Eldarion und Navarre k�mmern sich um Samuel, mein Vater um meine Br�der und Elrond um seine S�hne. Und sobald deine Br�der wieder auftauchen, wird sich Mani mit ihnen besch�ftigen!�
�Was hast du vor?�, fragte sie, als er sich �ber sie beugte und sie ausgiebig musterte.
�Ich hatte eigentlich vor, dich deine eigene Medizin schmecken zu lassen. Aber leider l�sst sich Korn dieses Pulvers mehr finden. Und daher ......� Er sprach nicht zu Ende, sondern hob Ewian mitsamt Decke hoch. Bevor sie es verhindern konnte war er schon im Badezimmer und hatte sie in die Wanne fallen lassen, die noch mit dem Wasser von seinem letzten Bad gef�llt war. Und es war eiskalt.

***

Gimli sah Gandalf grinsend an. Den Schreien nach, hatte Legolas ihren Vorschlag angenommen und Ewian in die Wanne geworfen. Es war die einfachste und effektivste Strafe, die ihnen so kurzfristig eingefallen war.

�Ich hoffe, sie erf�hrt nie, wessen Idee das war.� Gandalf lachte in seinen Bart und beiden zogen sich rauchend in die Bibliothek zur�ck. Von dort aus konnte man das Treiben auf dem Hof gut beobachten. Und man konnte auch gut sehen, wer durch die Tore der Stadt kam. Deshalb hatte auch Mani diesen Ort gew�hlt und sa� jetzt am Fenster, um hinaus zu sp�hen.
�Kaltes Wasser?�, fragte er nur, drehte sich aber nicht um.
�Ganz genau!�, lachte Gimli und setzte sich zu ihm.

***

Mani erwischte die Drillinge, als sie sp�t abends durch das Tor in die Stadt schlichen. Alle Versuche zu entkommen wurden von Navarre und seinen M�nnern vereitelt. Als die drei am n�chsten Morgen zum Fr�hst�ck erschienen, kamen die Anwesenden aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Die drei trugen elbische Kleidung, hatten gebadet und sich sogar ordentlich frisiert. Warum sie das getan hatten, kam aber erst einige Stunden sp�ter heraus.

Navarre hatte sich, zusammen mit Mani, der Kleidung von den Dreien bem�chtigt. Kurz gesagt, die beiden hatten die gesamten Klamotten der Jungs neu eingef�rbt. Und diese Farben waren, laut Lili, nicht tragbar. Die Hemden schillerten in allen Regenbogenfarben, w�hrend die Hosen an vielen Stellen ungew�hnlich hell waren. Die Sachen konnten sie nie wieder anziehen. Also hatten Elronds und Tranduils S�hne mit elbischer Kleidung ausgeholfen, allerdings zogen und zerrten die Drillinge an den ungewohnten Sachen herum, das es einem die Lachtr�nen in die Augen trieb.

***

Sp�ter sa�en Lili und Ewian bei den Jungs, die w�tend ihre Kleidung studierten. Mani hatte sich noch nicht blicken lassen. Er war lieber bei Haldir und Gimli. Seiner Meinung nach war er da am sichersten.

�Sieh dir das an!� Etienne hielt ein Hemd hoch das einmal wei� gewesen war. Jetzt allerdings leuchtete es gelb, mit einigen gr�nen Flecken.
�Unsere ganzen Sachen sind versaut! Und jetzt m�ssen wir in diesen Klamotten rumlaufen! Eine Frechheit ist das!� Riddick zog zum f�nften Mal sein Hemd vom Hals hinunter. Ewian konnte sich das Lachen kaum noch verkneifen. Sie stand auf und �ffnete den obersten Verschluss mit gekonntem Griff.
�So besser?�, fragte sie grinsend und warf sich zur�ck auf das Bett.
Riddick sah sie verbl�fft an. �Du kennst dich damit wohl gut aus, hm?�, fragte er dann am�siert und alle lachten, als sie ein Kissen nach ihm warf.
�Was war eigentlich deine Strafe?�, wollte Pray wissen und setzte sich auf den Fu�boden.
�Das willst du nicht wissen!�, wich Ewian aus, aber Lili konnte nat�rlich nicht schweigen.
�Legolas hat sie in die Wanne geworfen. Wohl gemerkt war das Wasser vom letzten Bad und arschkalt!�, lachte sie und die Br�der sahen schadenfroh zu ihrer Schwester hin�ber. Am n�chsten Morgen erschienen sie nicht zum Fr�hst�ck. Aragorn und Legolas erkl�rte den anderen dass sie, aufgrund eines Tipps hin, in der Stadt Nachforschungen anstellen w�rden.

***

Mani erwischte den Kerl, als er versuchte, �ber eine Mauer zu fl�chten. Zwei gekonnte Tritte und der kleine Gauner lag st�hnend auf dem Boden. Lili bog, mit Ewian im Schlepptau, rennend um die Ecke. Mani zog den Kerl gerade am Kragen hoch und lehnte ihn gegen die Wand.

�Was wei�t du, Mistkerl?�, knurrte Mani ihn an.
�Gar nichts!�, stotterte der Mann und wich vor den dreien weiter an die Wand zur�ck. Er war dreckig, zerlumpt und roch wie ein ganzer Schweinestall.
�L�g mich nicht an, Kleiner!� Manis Stimme hatte Eisesk�lte angenommen und er bedr�ngte den Mann immer heftiger.
�Wirklich, ich wei� nichts. Ehrlich!�, stotterte der Kerl wieder. Seine Augen huschten �ngstlich hin und her und seine Gesichtsfarbe wechselte zwischen rot und kalkwei�.
�H�r zu, mein Freund!�, wandte sich Ewian an den Mann. �Sag uns einfach, was du wei�t. Dann sorgen wir daf�r, dass du sicher aus der Stadt kommst!�
�Seid Ihr irre? Der bringt mich um!�, rief der Mann �ngstlich und sah sich nach allen Seiten um, als w�rde er jede Sekunde einen Angriff erwarten. Der kam auch, allerdings von vorn. Ewian sprang auf ihn zu und legte ihren Arm an seinen Hals um ihm die Luftr�hre abzudr�cken. Der Mann begann sofort nach Luft zu schnappen und riss seine Augen noch weiter auf.
�Was glaubst du was ich mache, wenn du nicht redest?�, fauchte sie ihn an und legte ein diabolisches Grinsen auf.

***

Als sie zur�ck ins Schloss kamen, hatten sie interessante Neuigkeiten zu berichten. Arian war dabei sich ein paar Informanten anzuheuern, die f�r ihn alles �ber Legolas Gr�nblatt in Erfahrung bringen sollten. Er hatte sich einige neue Dolche und Schwerter besorgt und hatte am Morgen die Stadt in unbekannter Richtung verlassen. Wo er gehaust hatte, hatte der kleine Gauner nicht gewusst, aber trotzdem hatten Ewian ihr Versprechen gehalten. Der Mann und seine Familie waren bereits aus Minas Tirith gebracht worden. Zu ihrem Schutz hatte Aragorn extra ein paar M�nner mitgeschickt. Die w�rden daf�r sorgen, dass er auch heil an seinem neuen Wohnort ankam.

Am Abend traf dann auch die Braut ein. Sie kam mit etwa drei�ig G�sten und wurde von Eldarion �berschw�nglich in Empfang genommen. Ewian besah sich mit Lili einige Minuten deren Ankunft und machte sich dann auf den Weg in die Bibliothek. Gandalf hatte sie vor einiger Zeit gebeten, ihm etwas mehr �ber ihre Heimat zu berichten. Bisher hatte sie keine Zeit gefunden, aber heute wollte sie das nachholen.

Um kurz nach Mitternacht kam sie endlich aus der Bibliothek. Der Zauberer hatte Fragen �ber Fragen gehabt und zeitweilig hatte sie das Gef�hl, er habe vor, ihr L�cher in den Bauch zu fragen. Erl�st wurde sie schlie�lich von Mani. Der hatte nicht schlafen k�nnen und war auf der Suche nach einem sch�nen Buch in den Raum geplatzt. Nach einem kurzen hochziehen seiner Augenbrauen hatte er Ewian, die schon halb schlief, aus dem Stuhl gehoben und Richtung T�r geschoben.

�Bist du etwa m�de?�, fragte Legolas, dem sie auf dem Flur begegnete. Sie g�hnte ihn demonstrativ an und er lachte, w�hrend er seinen Arm um sie legte und sie zu seinen R�umen f�hrte. Er zog sie, mehr als dass sie ging, und als es ihm zu bunt wurde, hob er sie einfach hoch.
�Soll das deine Entschuldigung sein, f�r die Wannenattacke?�, fragte sie ihn. Legolas sah sie schmunzelnd an, lief jedoch unger�hrt weiter.
�Bist du etwa nachtragend, Schatz?�, fragte er dann, w�hrend Ewian die Arme um seinen Hals legte, damit sie einen besseren Halt hatte.
�Schatz?� Sie sah ihn ungl�ubig an, woraufhin ein L�cheln das gesamte Gesicht �berzog.
�Na sicher, Schatz!�, neckte er sie weiter und Ewian zog einen Schmollmond, den er lachend mit seinen Lippen bedeckte.

***

Morgen war also der gro�e Tag. Seit dem fr�hen Morgengrauen liefen die Bediensteten auf den G�ngen im Schloss umher und bereiteten alles vor. Der Hof war bereits fertig geschm�ckt, die Festzelte standen und auch der Tanzsaal im Schloss war bereit, f�r den Fall, dass es schlechtes Wetter geben sollte.

Als Ewian sich im Bett umdrehte stie� sie mit Legolas zusammen, der leise murrte und ein St�ck zur Seite r�ckte. �Tut mir leid!�, murmelte sie total verschlafen und ohne ihn anzusehen. Sie drehte sich wieder in die andere Richtung, �bersah dabei aber leider dass hier das Bett zuende war.

Legolas fuhr im Bett hoch, als Ewian mit einem lauten Rums auf den Boden schlug. Er sah sich einen Moment verwirrt um und h�rte dann ein leises St�hnen. Er rutschte zur anderen Seite des Bettes. Ewian lag auf der Seite und hielt sich, w�hrend sie sich mit einer Hand am Boden abst�tzte, den Kopf. Sie war mit dem Gesicht voran aufgeschlagen und jetzt brummte ihr der ganze Kopf.

�Ewian, ist alles in Ordnung?�, fragte Legolas besorgt.
�Oh, mein Kopf!�, st�hnte die und stand langsam auf. Allerdings schwankte sie bedenklich und Legolas griff nach ihr, um sie zur�ck ins Bett zu ziehen.
�Hey, nicht so schnell. Bei mir dreht sich alles!�, grummelte sie ihn an und er konnte sich ein Lachen nicht verkneifen.
�Lass mal sehen.�, meinte er nur und schob ihre Hand beiseite. Eine kleine Platzwunde war auf der Stirn, die schon bedenklich anschwoll. Er lie� seine H�nde sehr behutsam dar�ber streichen, trotzdem sog sie zischend den Atem ein und schlug seine Hand weg.
�Verdammt, das tut weh!�, beschwerte sie sich und tastete an der Stelle herum. Er schlug ihr leicht auf die Finger und sie funkelte ihn w�tend an. Legolas lie� sich jedoch nicht �rgern.
�Warte ich hole ein wenig kaltes Wasser. Das m�sste die Schwellung abklingen lassen. Obwohl eine schillernde Beule bestimmt gut zu deinem gr�nen Kleid passt!�, erkl�rte er trocken und brach in schallendes Gel�chter aus, als sie ver�rgert die Augen zusammen zog.
�Von wegen Beule�, brummte sie vor sich hin und versuchte ihm zu entkommen und aus dem Bett zu steigen. Doch pl�tzlich hielt sie, mit einem Fu� schon am Boden, inne. Sie drehte sich um und starrte ihm genau in die Augen. Und dann wurde ihr die Bedeutung seiner letzten Worte klar.
�Oh nein, Legolas Gr�nblatt. Das kannst du vergessen!�, fauchte sie ihn dann an und versuchte gleichzeitig aus seiner Reichweite zu kommen. Allerdings hatte er damit schon gerechnet und bevor sie es verhindern konnte, lag sie schon wieder auf dem Bett und Legolas hielt ihre Arme fest.
�Ewian, du siehst garantiert wundersch�n aus in einem Kleid.�, versuchte er es auf die schmeichelnde Tour, aber ihr Gesichtsausdruck verfinsterte sich noch weiter und sie hob ihren Oberk�rper ein St�ck in seine Richtung.
�Nicht mal, wenn mein Leben davon abhinge!�, keifte sie, Nase an Nase mit ihm, und trat ihm danach mit voller Absicht gegen das Schienbein. Legolas lie� sie sofort los und hielt sich das schmerzende Bein. Das w�rde wohl doch nicht so schnell zu schaffen sein, wie er gehofft hatte.
�Warum nicht?�, wollte er wissen und massierte sich das Bein, w�hrend er beobachtete, wie sie hinter der Trennwand verschwand um sich anzuziehen. Ihr Nachthemd landete unsanft auf dem Boden, und er h�rte sie leise in ihrer eigenen Sprache fluchen.
�Warum nicht?�, wiederholte er seine Frage. Sie kam hinter der Wand hervor und schloss gerade ihr Hemd. Trotzdem schaffte sie es nebenbei, ihn weiter w�tend anzufunkeln.
�Ich hasse Kleider, ganz einfach. Und deshalb ziehe ich keine an. Punkt aus. Und �berhaupt, woher willst du wissen, dass Gr�n meine bevorzugte Farbe ist, hm?�
�Weil der Grossteil deiner normalen Kleidung gr�n ist. Oder wie w�rdest du sonst die Farbe deines Hemdes bezeichnen?�, fragte er und grinste sie respektlos an. Das trieb sie noch weiter auf die Palme.
�Du ....... du, ..........�
�....bl�der Elb, ja ich wei�!�, kicherte er in sich hinein, als er ihr entr�stetes Gesicht sah.
�Da kannst du dich auf den Kopf stellen. Die Antwort ist nein und bleibt nein. Aber wenn du glaubst dass du .....�, zeterte sie weiter und fuchtelte mit ihren Fingern vor seiner Nase herum.
�Wetten wir doch darum!�, unterbrach er ihren Redeschwall.
�Was meinst du?�, fragte Ewian verwirrt.
�Eine Wette. Wenn ich gewinne tr�gst du ein Kleid, und wenn du gewinnst, kannst du anziehen was du m�chtest!�, schlug er ihr vor und sah sie abwartend an.
�Und wie stellst du dir das vor?� Sie war neugierig geworden.
�Ein Kartenspiel!�
�Ein Kartenspiel? Was f�r ......�
�Ein ganz normales Spiel. Drei Runden. Wer zwei gewinnt, ist der Sieger!� Legolas sah sie an, darauf wartend dass sie irgendeinen Grund finden w�rde, abzulehnen. Aber sie zog nur die Stirn in Falten, setzte sich neben ihn und zog die Knie an. Ewian sah ihn an, sie studierte genau seine Mimik und seinen Gesichtausdruck. Ihre innere Stimme schrie sie an die Finger davon zu lassen. Das w�rde nicht gut gehen. Nun musste sie nur eine gute Ausrede finden um ablehnen zu k�nnen. Das Grinsen in Legolas Gesicht sagte ihr, dass er genau darauf wartete. War sie denn wirklich so berechenbar geworden?
�Ich spiele nicht mit dir!�, brummte sie und sprang auf.
�Warum nicht?�, wollte Legolas wissen, sich im Stillen schon eine Taktik ausdenkend, wie er Ewian eines besseren belehren konnte.
�Darum nicht!� Sie konnte sein Grinsen direkt in ihrem R�cken sp�ren als sie aus dem Zimmer ging. Irgend etwas hatte er vor.

***

Gegen Mittag stand Ewian kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Legolas hatte ganze Arbeit geleistet. Jeder hatte ihr mittlerweile irgendwo aufgelauert oder sie abgepasst und wegen des Kleides angesprochen. Die ersten drei Personen, Elrond, Celeborn und Gandalf hatte sie noch f�r Zuf�lle gehalten, aber als Daymon und Nyon dann mit Elladan und Elrohir auf sie zutraten, da wusste Ewian, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugehen konnte.

Sie hatte versucht Legolas zu finden und gleichzeitig den anderen aus dem Weg zu gehen. Ein hoffnungsloses Unterfangen, wie sie innerhalb einer halben Stunde bemerkte. Der Kragen platzte ihr aber erst als sie Legolas schlie�lich entdeckte. Er stand zusammen mit Gimli und Aragorn bei den Pferden. Sie konnte die drei reden h�ren, und was sie da h�rte gab ihr den Rest. Aragorn hatte s�mtliche Anwesenden auf eine Liste geschrieben und Gimli nannte ihm gerade die Namen, zum durchstreichen, die ihr schon aufgelauert hatten.

Ehe einer der drei reagieren konnte, war Ewian schon auf sie zugest�rmt und hatte Aragorn die Liste aus der Hand gerissen, um sie ganz genau zu studieren. Dann stierte sie Legolas wutentbrannt an.

�So so, Herr Gr�nblatt. Sogar meine eigenen Geschwister hast du gegen mich aufgestachelt!�, stellte sie mit t�dlicher Stimme fest und warf Aragorn und Gimli kalte Blicke zu. Die beiden sahen aus, als w�rden sie am liebsten unsichtbar werden. Legolas hingegen lie� sich nicht einsch�chtern. Stattdessen verschr�nkte er die Arme vor der Brust und sah Ewian abwartend an.
�Was ist Kopfgeldj�ger? Traust du dich, gegen mich anzutreten?�, fragte er dann, hinterh�ltig grinsend.
�Du willst spielen, Elb? Das kannst du haben!�, erwiderte Ewian nur und warf Aragorn die Liste zu. Der fing sie auf und sah fragend zwischen den beiden Kontrahenten hin und her.
�Drei Spiele, Elb?�
�Einverstanden!�

***

Gimli und Aragorn bekamen sich gar nicht mehr ein. Auch die Drillinge lagen vor Lachen beinahe am Boden. �Das gibt es nicht, v�llig unm�glich!` dachte Ewian nur und starrte auf Legolas� Blatt vor sich. Er hatte gewonnen. Er hatte tats�chlich diese bl�de Wette gewonnen. Sie starrte ihn an und verzog vor Wut ihr Gesicht. Dann lehnte sie sich in ihrem Stuhl zur�ck und funkelte ihn b�se an. Doch Legolas besa� auch noch die Frechheit sie anzul�chelnd. Grrr, dieser Elb!, fluchte sie im Sillen.

Fast alle hatten sich vor einer Stunde hier eingefunden um bei diesem Spiel dabei zu sein. Elladan und Elrohir hatten ihr einige Ratschl�ge erteilt, was den beiden verwunderte Blicke seitens ihres Vaters eingebracht hatte. Thranduils Zwillinge waren genau wie der Rest der Meinung, dass sie schummeln sollte. Das w�rde doch sowieso jeder machen. Dar�ber war nat�rlich unter den anwesenden K�nigen ein heftiger Streit entbrannt, der mit der Forderung Aragorns endete, die Jugend solle gef�lligst ruhig sein und es werde fair gespielt.

Das Frage dar�ber wer denn hier zur Jugend geh�rte, sorgte daraufhin f�r lautes Gel�chter und Aragorn gab sich schlie�lich geschlagen. Aber es blieb dabei, es sollte fair gespielt werden. Und diese Fairness hatte ihr gerade einen Abend in einem Kleid eingebracht. Na toll, konnte es schlimmer werden? Als sie Aragorns Blick bemerkte kam sie zu dem Schluss, es konnte noch schlimmer kommen.

�Darf ich dann morgen Abend um den zweiten Tanz bitten? Den ersten wird wohl Legolas beanspruchen.�, grinste er charmant und lehnte sich gegen Legolas Stuhl. Als sie st�hnte und den Kopf auf den Tisch knallen lie� ging das Gel�chter wieder von vorn los.
�Das will ich sehen!�, prustete Etienne, �Meine Schwester und tanzen. Ich fass es nicht!� Ewian warf die Karten nach Etienne und rannte fluchend hinter ihm her, als er aus dem Raum fl�chtete.

Als Legolas sie schlie�lich wieder fand, putzte Ewian gerade Chessan und brummelte leise vor sich hin. Er lehnte sich gegen die Boxent�r und wartete grinsend ab. Allerdings hatte sie ihn schon bemerkt.

�H�r auf zu lachen, oder ich ertr�nke dich in der Pferdetr�nke drau�en im Hof!�, giftete sie ihn an, doch Legolas lies sich nicht �rgern. Morgen w�rde sie auf einer Hochzeit mit ihm tanzen, in einem Kleid. Das war ihre schlechte Laune allemal wert.

Und die verschlechterte sich noch, weil die meisten G�ste den ganzen restlichen Nachmittag �ber nichts anderes zu tun hatten als sie damit aufzuziehen. Das brachte sie dann dazu sich in ihrem Zimmer einzuschlie�en um die, wie sie es ausdr�ckte, �verr�ckte Meute` von sich fernzuhalten. Sie erschien nicht mal zu Abendessen und Legolas brauchte fast eine Stunde um sie dazu zu �berreden ihm die T�r zu �ffnen.

Und so schlichen sich die beiden, nach mehreren Stunden die sie mit Gimli verbracht hatten, mitten in der Nacht zu einem kleinen Imbiss in die K�che, da Ewian nach einiger Zeit der Magen heftig knurrte. Der Zwerg hatte sich vorher verabschiedet. Er wollte nicht von dem Koch erwischt werden. Mit Kantrell war in dieser Sache nicht zu spa�en. Die K�che war sein Heiligtum und wehe dem, den er darin erwischte. Aber die beiden hatten Gl�ck und kamen heil und unbemerkt wieder in Legolas Zimmer zur�ck.

Ewian schlief schon, als Legolas sich ins Bett legte. Er drehte sich in ihre Richtung, strich ihr leicht �bers Gesicht und sie lehnte sich murmelnd in seine Hand. Sein Blick wanderte zu dem Kleid, das �ber einer Stuhllehne lag. Er erinnerte sich l�chelnd an ihren verdutzten Blick, als Sileen am Abend mit dem Kleid �ber dem Arm ins Zimmer gelaufen kam. Aber trotzdem hatte sie, als er im Bad war, das Kleid einer genauen Betrachtung unterworfen. Er hatte die T�r nicht geschlossen und sie durch den Spiegel beobachtet. Sie war mit den Fingern and�chtig �ber den Stoff gefahren und hatte dabei gel�chelt.

Als er sie sp�ter darauf ansprach, hatte sie brummelnd abgewinkt. �Ganz h�bsch!�, war ihr einziger Kommentar, dann war sie abgezogen. Sein L�cheln hatte sie nicht mehr wahrgenommen. Aber Legolas war ganz sicher, dass ihr das Kleid gefallen hatte. Und er war auch sicher, das sie ihre Wette einl�sen und es tragen w�rde.

Gimli hatte ihm nur einen fragenden Blick zugeworfen als er, �bers ganze Gesicht grinsend, bei ihm und Haldir aufgetaucht war. Der Prinz aus D�sterwald wollte allerdings nicht dar�ber reden, sondern behielt den ganzen restlichen Abend �ber dieses Grinsen bei.

Ende Teil 8 1
Hosted by www.Geocities.ws