Am �bern�chsten Abend stand sie mit Gimli und den Hobbits drau�en bei den Pferden und beobachtete einige von Aragorns M�nner, die versuchten, zwei wilde Pferde einzureiten. Sie schienen es nicht leicht zu haben. Es war schon beinahe dunkel und seit dem Mittagessen waren die M�nner keinen Schritt weiter gekommen. Aragorn stand weiter hinten bei den Stallungen und sah ebenfalls zu. Ewians Ohren summten bei zu lauten Ger�uschen noch ein wenig, aber sonst ging es ihr wieder gut.
�So wird das nie was! Da lob ich mir doch meine F��e!�, kicherte Gimli in sich hinein.
�Ach Gimli, man kann doch nicht immer zu Fu� gehen!�, grinste Frodo ihn an.
�Genau! Lutz war mir immer ein guter Freund.�, stimmte auch Sam zu.
�So kriegen die das nie hin!�, sagte Ewian und besah sich die Pferde etwas genauer. Wenn sie sich nicht irrte, hatten die beiden Stuten elbische Vorfahren.
�Jetzt sag blo�, damit kennst du dich auch aus!� Gimli sah sie teils erstaunt, teils am�siert an.
�Na ja, schon. Ich habe mich mit meinem schwarzen Teufel immerhin auch angefreundet. Und das hat mich einige Wochen Zeit gekostet. Und die beiden da,�, sie deutete auf die Pferde, �haben, wenn mich nicht alles t�uscht, elbische Vorfahren. Und solche Pferde kann man nicht einfach einreiten. Da braucht man Geduld und ein Talent f�r Tiere. Die merken ganz genau, wer gut f�r sie ist und wer nicht.�
�Versuch du es doch.�, schlug Merry vor und Pippin nickte. Aber Ewian sch�ttelte den Kopf.
�Die zwei sollen nicht mir vertrauen, sondern den Soldaten die sie zuk�nftig reiten. Au�erdem reagiert Chessan ziemlich allergisch auf Konkurrenz.�
�Wer ist Chessan?�, wollte Legolas wissen und Gimli und die Hobbits zuckten zusammen und fuhren herum.
�Verdammt!�, fluchte Gimli. �Musst du dich st�ndig so anschleichen?�
Legolas lachte nur und legte einen Arm auf Ewians Schulter, als er sich neben sie stellte. Die Hobbits grinsten und stie�en sich gegenseitig an. Gimli zog nur eine Augenbraue etwas in die H�he.
�Wer ist Chessan?� wiederholte der Elb seine Frage und sah auf den Platz. Ewian lehnte sich gegen ihn und er legte seinen Arm dann um ihre Taille um sie noch n�her an sich zu ziehen.
�Mein Hengst.�, sagte Ewian schlicht, w�hrend sie weiter die Bem�hungen der Soldaten begutachtete.
�Ein ungew�hnlicher Name!�, sagte Thranduil, als er sich mit Nyon und Daymon im Schlepptau, zu der Gruppe stellte. Ewian sah ihn kurz an und zuckte dann die Schulter.
�Er passt zu ihm.�, sagte sie nur.
�Hat er eine Bedeutung?�, wollte Sileen wissen die sich zu Nyon stellte und ebenfalls auf den Platz sah. Ihre beiden Br�der gingen zu Aragorn hin�ber.
�Nein, er fiel mir einfach ein. Und ihm gef�llt er.�
�Ist Euer Hengst ein elbisches Pferd?�, wandte sich Thranduil wieder an sie.
Der K�nig hatte nach einigen Gespr�chen mit Aragorn, Legolas und auch Elrond beschlossen, aus seiner selbstauferlegten Isolation zu kommen. Er wollte versuchen die m�gliche Basis einer Freundschaft mit der jungen Frau zu schaffen. Ihre drei Br�der l�cherten ihn schon seit ihrer Ankunft mit Fragen �ber D�sterwald und seinen Vater. Die drei waren erfrischend, neugierig und beharrlich. Seine eigenen S�hne waren aus diesem Alter heraus und es war sch�n, wieder so, wie hatte Gandalf es genannt, �umschw�rmt� zu sein.
Aber diese Frau war Thennas so �hnlich. Und er wollte auch erfahren, wie es seinem damaligen Freund ergangen war. Und diese Fragen konnte er nur Ewian stellen. Sie hatte ihm gegen�ber keine Feindseligkeiten mehr gezeigt aber er war ihr auch keinen Schritt n�her gekommen. Mit seinem �ltesten Sohn verbrachte sie viel Zeit und k�mmerte sich sonst um ihren derzeitigen Fall. �Waren eigentlich Mani und Lili eben schon aus der Stadt zur�ck?`, fragte er sich im Stillen.
Er betrachtete die beiden aus den Augenwinkeln. Legolas hatte sie an sich gezogen, sein Arm lag um ihre Taille und ihre beiden H�nde hielten seinen Arm fest. Ja, zwischen den beiden entwickelte sich etwas, ganz eindeutig. Wenn er so dar�ber nachdachte... Vielleicht bekam er seinen Sohn ja doch noch dazu vor dem n�chsten Zeitalter zu heiraten.
***
Ewian sah den K�nig aus den Augenwinkeln an. Ihr Verstand riet ihr, ihn einfach stehen zulassen oder zu ignorieren. Aber ihr Herz wusste wie viel es Legolas bedeuten w�rde, wenn sie sich mit seinem Vater verstehen w�rde. Ihr kamen Manis Worte in den Sinn: �Sei nicht so stur, es ist so lange her!� Es war einen Versuch wert. Schon allein f�r Legolas wollte sie es wenigstens probieren.
�Ich w�rde sagen ja. Ich wei� es nicht genau, ist nur so ein Gef�hl. Genau wie bei den beiden da!�, sagte sie endlich und sah wieder zu den M�nnern. Wenige Minuten sp�ter war sie mit dem K�nig von D�sterwald in eine Diskussion �ber Pferdezucht vertieft.
***
Legolas sah grinsend zu seinen beiden Br�dern hin�ber. Die nickten nur und grinsten ebenfalls. Manis Tipp, es �ber Pferde zu versuchen hatte anscheinend funktioniert. Jedenfalls sprachen die beiden miteinander, ohne sich Beleidigungen an den Kopf zu werfen, und darauf konnte man aufbauen.
Nach dem Abendessen tauchten auch die beiden Geschwister wieder im Schloss auf. Manis und Lilis Suche hatte nichts gebracht. Es gab keinen Hinweis auf Arian, auch keine weiteren Nachrichten. Aber das beruhigte Aragorn keineswegs. Es kam ihm vor wie die Ruhe vor dem Sturm. Er zog sich mit Elrond und Gandalf in die Bibliothek zur�ck, um �ber das weitere Vorgehen zu beraten. Und jedem war klar, dass die drei vermutlich die ganze Nacht dort verbringen w�rden.
***
Thrandruil stand auf dem Balkon des Thronsaales, als Ewian sich zu ihm gesellte. Beide sahen eine Weile schweigend auf den Mond, dann drehte sie sich zu Thranduil um und sah ihn direkt an.
�Er hat euch verg�ttert, wusstet Ihr das eigentlich?�
Thranduil sah sie ebenfalls an und nickte. �Wir waren die besten Freunde, beinahe wie Br�der. Ich habe ihn geliebt!�
�Das hat man gemerkt!�, sagte sie sp�ttisch und st�tzte sich mit den Armen auf die Mauer. Es war ihm klar worauf sie anspielte. Der Moment nachdem er sich gleichzeitig gesehnt und gef�rchtet hatte, war da. Sie wollte Erkl�rungen und er hoffte nur, das sie es verstehen w�rde.
�Legolas Mutter war eine wundersch�ne Frau. Ich war sehr verliebt in sie. Und so habe ich auch erst nach einigen Monaten gemerkt, was mit Thennas los war. Er hat versucht es zu verbergen und mir auch versichert, dass er nie etwas tun w�rde um sich zwischen uns zu dr�ngen. Aber ich war so eifers�chtig, dass ich kaum klar denken konnte. Dieses Gef�hl hatte ich vorher nicht gekannt und ich gebe auch zu, dass ich nicht wusste, wie ich damit umgehen sollte. Wir stritten uns, immer �fter und heftiger. Und beim letzten Mal schlugen wir uns sogar. Ich kann heute nicht mal mehr sagen, worum es bei dem damaligen Streit eigentlich ging, aber ich habe �berreagiert. Und ihn fortgejagt. Das war der gr��te Fehler meines Lebens!�
Ewian hatte schweigend zugeh�rt und ab und zu nur genickt. Sie hatte sich �hnliches schon gedacht aber sie war so stur und uneinsichtig gewesen, das f�r sie die M�glichkeit das ganze mit n�chternen Augen zu sehen, v�llig unm�glich gewesen war. Aber jetzt. Sie dachte einige Minuten �ber Legolas nach. Wenn Lili sich in ihn verlieben w�rde, ob sie dann genauso eifers�chtig reagieren w�rde, wie Thranduil? Sie konnte es nicht sagen, aber v�llig ausschlie�en konnte sie es auch nicht.
�Wieso habt Ihr nicht versucht, Vater zu finden?�, wollte sie schlie�lich wissen.
�Das habe ich. Monate, Jahre, bis zur Geburt von Legolas. Aber es gab keine Spur. Es schien, als w�re er vom Erdboden verschluckt. Na ja, ich gebe zu, ich hatte nicht erwartet, dass er Mittelerde verlassen w�rde.�, schmunzelte er leicht und sah Ewian an.
�Ich war so w�tend als ich Euren Namen das erste Mal h�rte. Und Euch dann hier zu sehen, ...... es h�tte nicht viel gefehlt und ich h�tte Euch in der ersten Nacht auf dem Balkon angefallen. Ich habe Euch gehasst, wie nie jemanden sonst. Nicht mal Arian habe ich so verachtet wie Euch. Aber jetzt, jetzt wei� ich nicht was ich davon halten soll. Wie ich mit Euch umgehen soll!� Sie fuhr sich mit den H�nden durch ihr braunes Haar und sah ihn dann wieder an.
�Ihr meint, wegen meines Sohnes?�, fragte Thranduil nach.
�Ja, auch. Versteht Ihr das?�
�Ich denke schon. Allerdings kann ich Euch leider keinen Rat geben. Verhaltet Euch einfach wie ihr es f�r richtig erachtet.�, erkl�rte er dann. Als sie sich umdrehte um zu gehen hielt er sie auf.
�Ewian?�
�Ja?�, fragte sie ohne sich umzudrehen.
�Ich wei� es kommt zu sp�t. Aber ich will, dass Ihr wisst dass es mir leid tut. Und wenn es eine M�glichkeit g�be es wieder r�ckg�ngig zu machen, ich w�rde sie finden!�, sprach er mit fester Stimme.
�Ihr k�nnt es nicht mehr �ndern!�, sagte sie und drehte sich dann in seine Richtung. �Aber Ihr k�nntet etwas f�r mich tun!�
�Was?�
�Wenn mir etwas passiert, versprecht mir, die Drillinge mit nach D�sterwald zu nehmen?�
�Ich schw�re, aber auch Ihr m�sst mir etwas versprechen? Ich wei�, dass ich kein Recht habe etwas zu verlangen, aber trotzdem bitte ich Euch um diesen Gefallen!�
�Sagt es mir!�, forderte sie leise.
�Ihr m�sst versprechen, auf Euch zu achten. Seid so vorsichtig wie noch nie zuvor. Um Legolas Willen und um meinen!�
Sie sah ihn eine Weile nachdenklich an. In seinem Gesicht spiegelte sich echte Sorge um sie und um seinen Sohn wieder. Er wusste nat�rlich wie sie zu Legolas stand, so wie fast jeder mittlerweile.
�Seid ehrlich! Ihr w�rdet es gerne sehen, wenn ich Legolas nach D�sterwald begleite?�, fragte sie ruhig und sah ihn abwartend an.
�Ich wei�, dass mein Sohn Euch liebt. Und ja, ich w�rde es sehr gerne sehen wenn Ihr nach D�sterwald, in Eure Heimat, zur�ckkehren w�rdet. Vielleicht sogar als Mann und Frau. Aber das ist nat�rlich Eure Entscheidung.
... Darf ich noch etwas wissen?�, endete er und sah sie an. Ewian nickte.
�Darf ich fragen, wer Eure Mutter war?�
Ihr Gesicht verd�sterte sich und sie lehnte sich an die Wand hinter sich. Mit verschr�nkten Armen stand sie eine Weile dort und �berlegte, was sie ihm sagen sollte. Dann sp�rte sie einen Luftzug hinter sich und entdeckte Legolas an der T�r, der schuldbewusst den Blick senkte und sich umdrehte um wieder zu gehen. Doch sie hielt ihn zur�ck.
�Ist schon gut, Legolas. Komm ruhig her!�, forderte sie ihn auf und er trat neben sie auf den Balkon und nickte seinem Vater kurz zu.
�Mutter war ......� sie zuckte mit den Schultern. �Sie war eine ganz normale Frau. Sie hatte eine Schneiderei in einer Hafenstadt an der Grenze von Gondor. Aber das Leben machte ihr keinen Spa�. Sie wollte die Welt kennen lernen. Und Vater bot ihr an, ihn zu begleiten. Sie fertigte seine Kleidung in der Zeit und so erz�hlte er ihr einiges �ber D�sterwald und die Orte an denen er gelebt hatte. Und als er dann weiterzog, ging sie mit ihm. Nach einigen Monaten verliebten sie sich und kurz nach ihrer Ankunft in Orbania kam ich auf die Welt. Aber Mutter hat die Geburt nicht gut verkraftet. Orbania ist eine ganz andere Welt als Mittelerde. Sie hat ein anderes Klima, anderes Essen, es ist ein sehr hartes Leben dort.�
Sie seufzte leise und sah hoch zu den Sternen, die am Himmel leuchteten. Nach einer kleinen Ewigkeit fuhr sie fort. �Sie wurde krank, und schwach. Vater hat alles versucht um zu helfen, aber es hat nichts gebracht. Er suchte noch andere Heiler auf, aber sie starb ein Jahr nach meiner Geburt. Ich kann mich kaum noch daran erinnern, wie sie aussah. Aber ich wei� noch das sie braune Augen hatte, die in der Sonne funkelten und manchmal, je nachdem wie das Licht auf sie fiel, die Farbe wechselten, so �hnlich wie deine.�
Sie sah sanft l�chelnd zu Legolas der ihren Blick suchte und dann seine Arme um sie legte. Thranduil sah den beiden l�chelnd zu und verlie� dann, als Legolas den Kopf senkte um Ewian zu k�ssen, leise den Balkon.
***
Der Rest der Woche verging wie im Flug. Ewian hatte vorr�bergehend Mani die Suche nach Arian �berlassen, um mehr Zeit mit Thranduil und Elrond verbringen zu k�nnen.
�Ihr seid eigensinnig, stur, verbohrt und so was von ����!�
�Ewian, bitte!�, mahnte Elrond geduldig und die junge Frau sah zu ihm hin�ber. Der Lord von Bruchtal war ein guter Schlichter, wenn sie sich mit dem K�nig von D�sterwald �ber ein Thema in die Haare bekam. Thranduil war in vielen Dingen wie ihr Vater. Sie konnte sich mit ihm genauso gut streiten, wie sie es immer mit ihrem Vater getan hatte. Die beiden K�nige grinsten sie an, so dass Ewian sich st�hnend durch die Haare fuhr.
�Ihr findet das wohl lustig?�, wollte sie von Elrond wissen, der nur mit dem Kopf nickte. �Und was ist bitte sch�n so komisch?�, fragte sie dann und funkelte die beiden sauer an.
Der K�nig von D�sterwald tauschte mit Elrond einen langen Blick, dann brachen beide in lautes Gel�chter aus. Diese junge Frau war wirklich erfrischend. Sie ging mit einer Energie an jede Thematik heran, wie beide es selten erlebt hatten. Sie war hartn�ckig bei allem was sie tat. Und �beraus stur, wie ihr Vater.
Die drei hatten sich heute eigentlich nur getroffen, weil Ewian mehr �ber Halbelben hatte erfahren wollen. Und in dieser Beziehung war Elrond der bessere Ansprechpartner, da er selbst einer war. Sie hatten eine Weile �ber die Vor- und Nachteile debattiert und waren dann in eine tiefere Diskussion hinein geschlittert, bei der es um die Frage ging, ob es denn wirklich von Vorteil w�re, wenn ein Halbelb nur die F�higkeiten aber nicht das Aussehen der Elben, z.B. die Ohren, erbte.
Ewian war der Meinung, dass es ganz sicher von Vorteil war. Sie spielte damit nat�rlich auf ihre Arbeit an und als Elrond und Thranduil dagegen stimmten, begann sie, mit Inbrunst ihren Standpunkt zu verteidigen. Die beiden K�nige hatten nur anders gestimmt, um Ewian zu �rgern, und die war voll darauf angesprungen. Jedenfalls verteidigte sie ihre Meinung seit fast einer Stunde und sie tat es mit wachsender Begeisterung.
�Es ist immer wieder ein Vergn�gen, Euch zuzuh�ren und zuzusehen, My Lady.�, grinste Thranduil und konnte sich ein weiteres Lachen nicht verkneifen als er sah, wie sie ver�rgert die Stirn runzelte. Dann winkte sie pl�tzlich ab und drehte sie um, um den Raum zu verlassen. Die beiden h�rten noch ein gemurrtes: �Diese Elben! Der Vater noch schlimmer als der Sohn!` und dann schlug bereits die T�r zu. Beide sahen ihr l�chelnd nach.
�Sie geben ein sch�nes Paar ab!�, bemerkte Elrond immer noch l�chelnd und wandte sich zu Thranduil. Der nickte ihm zu und grinste.
�Ich hatte schon gef�rchtet, ich w�rde Legolas nie dazu bekommen noch vor dem n�chsten Zeitalter zu heiraten. Aber so wie es aussieht, steht D�sterwald in n�chster Zeit eine Hochzeit ins Haus.�, sprach Thranduil.
�Ihr macht Euch Sorgen?�, hakte Elrond weiter nach und bekam erneut ein Nicken als Antwort.
�Ich will nicht, dass Ewian verletzt wird. Aber ich habe ein ungutes Gef�hl wegen dieses Mannes, den sie und ihre Freunde jagen. Ich kann und will ihr keine Vorschriften machen, das w�rde sie sowieso nicht zulassen, aber ich habe Angst um sie und um Legolas. Ich habe die beiden in den letzten Tagen beobachtet. Und ich habe die Liebe in Legolas Augen gesehen. Wenn ihr etwas passieren sollte, dann ���.�
Thranduil sprach nicht weiter, aber Elrond wusste auch so, was er meinte und f�hlte. Es war ihm �hnlich ergangen, als Arwen ihm berichtete, sie w�rde mit Aragorn eine Bindung eingehen.
�Ich verstehe Eure Gef�hle, aber Ihr habt recht. Sie w�rde es nicht zulassen, wenn wir versuchen w�rden, ihre Arbeit zu behindern. Wir k�nnen nur hoffen, dass alle sechs vorsichtig sind und wir k�nnen da sein, wenn man uns braucht.�
***
Am n�chsten Tag trafen sich die sechs Kopfgeldj�ger etwas au�erhalb von Minas Tirith. Ihre Spione hatten sich nach und nach abgeseilt und das war merkw�rdig.
�Sie haben Angst!�, machte Mani klar, w�hrend er neues Holz auf das Feuer legte, das Lili entfacht hatte. Sie hatten beschlossen, heute hier zu �bernachten. Sie hatten seit Mittag debattiert, leider ohne Erfolg. Und jetzt war es zu sp�t und die Tore der Stadt waren schon geschlossen worden.
�Die h�tte ich auch, wenn ich jemanden wie Arian ausspionieren sollte.�, stimmte Etienne ihm zu und lie� sich auf seiner Decke nieder, den Kopf am Sattel seines Pferdes gelehnt. Er g�hnte mehrmals und steckte seine Br�der damit an.
�Wir k�nnen sie nicht zwingen. Einige haben Angst um ihre Familien, genau wie wir!�, sagte Lili dann.
�Seid wann haben wir Familie hier?� wollte Pray verbl�fft wissen. Er sah r�ber zu Lili die grinsend auf Ewian deutete. Die bemerkte den Blickwechsel der beiden und st�hnte laut auf. Alles lachte daraufhin.
�Hast du ihm �berhaupt gesagt, wo wir sind?�, fragte Mani nachdem sie sich wieder beruhigt hatten.
�Hatte ich eine Wahl?�, erwiderte Ewian m�rrisch, was die anderen wieder zu lachen brachte. �Er h�tte das ganze Schloss auf den Kopf stellen lassen!�
�Gut so!�, brummte Riddick m�de und zerbrach eine Mohrr�be um seinem bettelnden Pferd einen Teil abzugeben.
�Bitte?�, wollte Ewian verwundert wissen.
�Na ja, was gibt er denn sonst f�r einen m�glichen Schwager ab, der er sich keine Sorgen macht, wenn seine Geliebte die ganze Nacht unterwegs ist. Noch dazu mit vier verdammt gutaussehenden Kerlen!�
Alles lachte schallend und Ewian warf, selbst lachend, ihren Lembas nach Riddick. Der fing es geschickt ab und unterzog das elbische Wegbrot einer genauen Betrachtung.
�Und so was essen die Elben?�, fragte er nach einer Weile und warf es zur�ck.
�Hm!�, machte Ewian nur und biss ein St�ck ab. Legolas hatte Recht. So merkw�rdig diese Dinger auch aussahen, sie schmeckten wirklich gut.
�Ist ja widerlich!�, brummte Etienne und verzog das Gesicht, w�hrend er ihr zu sah.
�Dachte ich auch, aber als er mir einen anbot, habe ich es versucht. Und es schmeckt gut.�, sagte Ewian nachdem sie das Lembas verputzt hatte.
�Na meinetwegen. Jeder wie es ihm gef�llt.�, sagte Mani dann und die Drillinge nickten zustimmend. Nach und nach legten sich die Jungs nieder und schliefen ein. Ewian hatte die erste Wache und betrachtete die f�nf eine Weile, bevor sie sich dem Mond zuwendete. Kurz vor Mitternacht weckte sie Lili, die die zweite Wache �bernehmen wollte. Sie brachte das Feuer wieder ein wenig mehr zum Brennen und ging dann noch mal zu Chessan hin�ber. Der Hengst begr��te sie erfreut und knabberte an ihren Haaren. Sie erschrak f�rchterlich, als jemand pl�tzlich den Arm um sie legte.
�So sp�t noch auf?�, fragte eine leise Stimme am�siert und Ewian entspannte sich wieder und lehnte sich in den Arm, der sie festhielt.
�Ich h�tte es wissen sollen!�, grinste sie und drehte leicht den Kopf um den St�renfried zu betrachten. Seine blauen Augen leuchteten im Mondlicht und sein Haar wehte leicht im Wind. Sie strich es nach hinten.
�Hat Lili dich bemerkt?�
�Was glaubst du denn, wer die Idee hatte?�, fragte er zur�ck und fing sich einen Sto� an der Schulter ein. Dann drehte sie sich ganz in seinen Armen und zog ihn n�her an sich heran.
�Du bist unm�glich, Legolas Gr�nblatt!�, stellte sie fest und h�rte sein leises Lachen an ihrem Ohr.
�Ich wei�, das sagt ein gewisser Zwerg auch immer!�, erwiderte er am�siert.
�Wie lange bist du schon hier?�, wollte sie wissen und kuschelte sich in seine immer fester werdende Umarmung. �Du bist so sch�n warm, Elb!�, fl�sterte sie an seiner Schulter bevor er etwas sagen konnte.
�Schon die ganze Zeit!�, fl�sterte er zur�ck und zog seinen Umhang um sie beide. So standen sie dann eine ganze Weile bei Chessan, der neugierig begann, Legolas Duft aufzusaugen und ihn ausgiebig zu beschnuppern. Ewian l�ste sich von Legolas und trat ein paar Schritte zur Seite. Chessan sah ihr nach, aber der Geruch des Mannes verst�rkte seine Neugier. So blieb er bei ihm stehen und lie� sich streicheln. Er stie� den Mann neben sich leicht an, um zu fragen, warum er seiner Herrin nicht folgte.
Der Elb liess sich jedoch nicht st�ren, sondern hielt dem Hengst nach einiger Zeit seine Hand hin. Er murmelte eine zeitlang in Sindarin auf Chessan ein und dann bog der Hengst seinen Kopf zu der Hand hinab. Auch an dieser schnupperte das Pferd ausgiebig und lange.
Dann hoben und senkten sich seine N�stern und er bewegte seinen Kopf in Richtung Ewian, als w�rde er austesten wollen, warum sie so roch wie der Mann bei ihm. Nach einer Weile lie� er sich von Legolas hinter den Ohren kraulen. Ewian sah den beiden l�chelnd zu. Chessan hatte anscheinend Vertrauen zu dem Prinzen gefasst.
�Er mag dich!�, stellte sie fest und Legolas sah zu ihr hin�ber.
�Wie du gesagt hast, Pferde wissen immer, wer gut f�r sie ist und wer nicht.�, gab er ihren Satz zur�ck und sie erinnerte sich schmunzelnd an den Nachmittag im Hof. Ihr Blick richtete sich auf den Mond und sie betrachtete ihn eingehend. Sterne funkelten am Himmel und gaben dem ganzen etwas mysteri�ses. Legolas stellte sich zu ihr und betrachtete sie eingehend von der Seite.
�Woran denkst du?�, fragte sie nach einiger Zeit, sah aber weiterhin den Himmel an.
�An uns!�, erwiderte er schlicht und studierte ihre Silhouette. Ihr Gesichtsausdruck wurde weich und dann erschien ein L�cheln auf ihren Lippen.
�Schade das wir nicht allein sind.�, sagte sie zu ihm und ihre Augen spiegelten genau wieder was sie dachte. Er zog sie an sich und k�sste sie leidenschaftlich. Sie wurde weich in seinen Armen. Weich und anschmiegsam.
�Ein anderes Mal, ich kann warten!�, brachte er atemlos hervor als sie sich wegen Luftmangels voneinander trennten.
�Wer sagt das ich warten kann?�, zog sie ihn auf und er grinste sie an. Dann murmelte er kopfsch�ttelnd einige Worte in Sindarin und sah sie verschmitzt an.
�Was hei�t das?�, wollte sie neugierig wissen.
�Das erz�hle ich dir ein anderes Mal!�, l�chelte er Ewian an und k�sste sie wild auf die Lippen als sie den Mund verzog und schmollte.
***
Als Etienne sie am n�chsten Morgen weckte, lag sie allein auf der Decke. Er war fort, aber sein Umhang lag warm um ihre Schultern gewickelt. Ihre Br�der warfen ihr schr�ge Blicke zu als sie ihre Sachen packte aber den Umhang anbehielt. Mani und Lili grinsten nur in sich hinein.
�Der geh�rt dir nicht!�, stellte Riddick schlie�lich fest und sah strafend zu ihr hin�ber.
�Na und?�, kam von seiner Schwester und die Drillinge warfen sich einige lange Blicke zu.
�Ist der Umhang von dem, von dem ich denke, dass er es ist?�, fragte Etienne nach einer Weile.
�Jepp!�, kam zur�ck.
�Legolas war hier?�
Ewian drehte sich zu ihren Br�dern um, w�hrend sie Chessan sattelte und musste �ber die verdatterten Gesichtsausdr�cke lachen. Dann nickte sie und sa� auf. Chessan t�nzelte unruhig und sie klopfte ihm leicht auf den Hals.
�Reiten wir?�, fragte sie unschuldig und Lili und Mani lachten los, w�hrend sie ebenfalls aufsa�en.
***
Aragorn sah verwundert auf, als Legolas allein in den Saal kam. Wo war Ewian? Er sah sich suchend im Raum um, auch der Rest der Truppe war nicht da. Er wechselte kurze Blicke mit den K�nigen und dann mit Gimli. Jeder sch�ttelte ratlos den Kopf. Anscheinend wusste niemand etwas �ber den Verbleib der sechs.
�Legolas?� Der Angesprochene sah von seinem Platz auf. �Wei�t du wo Ewian und die anderen sind?�
�Unterwegs!�, lautete die knappe Auskunft und machte Aragorn klar, das er von dem Prinzen nichts weiter in Erfahrung bringen w�rde. Na, dann halt nicht. Aber da Legolas ruhig und ausgeglichen war, erkannte Aragorn auch, dass keine Gefahr bestand. Der Thronfolger schien Bescheid zu wissen und w�rde sich schon melden, wenn es Probleme geben sollte. Er nickte ihm kurz zu und dann widmeten sich alle dem Fr�hst�ck.
***
Arian sah sich um. Wo hatte er nur seinen Kopf? Dieser vermaledeite Mensch von einem Gauner hatte versucht, ihn �bers Ohr zu hauen. Ausgerechnet ihn! Er schmiedete bereits Rachepl�ne als er aus der Gasse st�rmte und in den dunklen Stra�en der Stadt verschwand. Der Typ w�rde ihn jedenfalls nicht mehr verpfeifen k�nnen und bis man seine Leiche fand, konnten Wochen vergehen. Genug Zeit, sich um wichtigeres zu k�mmern.
Aber immerhin hatte er Neuigkeiten �ber Ewian in Erfahrung gebracht. Die Kleine hatte sich also wirklich mit diesem Elben eingelassen. Bei ihrem Treffen im Wald hatte er noch geglaubt, dass sie es sich doch noch anders �berlegen w�rde. Aber seine Vorhersehung hatte Recht behalten, wieder einmal. Er beschloss, genaueres �ber Legolas Gr�nblatt in Erfahrung zu bringen. Das h�tte er schon vor Wochen tun sollen. Aber lieber zu sp�t als nie, war immer noch ein gutes Motto. Und wer wei�, vielleicht lie� sich das ja gegen sie verwenden.
***
Legolas sah auf, als Ewian ins Zimmer kam. Sie war au�er Atem und v�llig verschwitzt. Sie warf ihre Tasche mit einem Knall auf den Boden und rauschte an ihm vorbei ins Bad. Er h�rte sie poltern und leise fluchen und runzelte verwundert die Stirn. War etwas passiert? Aber sie schien gesund und munter, also konnten sie ja wohl kaum angegriffen worden sein, oder?
�Das Wasser ist noch warm! Willst du baden oder kann ich?�, h�rte er sie rufen und erhob sich vom Bett. Er ging zur T�r, blieb aber davor stehen. Man st�rte eine Dame nicht beim Baden, erinnerte er sich an die Worte seines Kinderm�dchens die sie ihm vor langer Zeit eingebl�ut hatte.
�Ja sicher, ich habe schon gebadet!�, sagte er nur und lehnte sich gegen die Mauer. �Ist etwas passiert?�
�Nein, wieso?�, kam ihre Stimme leise aus dem Raum.
�Na ja, du bist v�llig au�er Atem, was war denn?�
�Ach frag nicht!�, h�rte er sie entnervt, dann schlug etwas auf den Boden und er h�rte sie leise aufseufzen. Sofort war er alarmiert.
�Ewian, alles in Ordnung?�
�Komm endlich rein und h�r auf durch die T�r zu br�llen!�, bekam er als Antwort.
�Das geht nicht!�, erkl�rte er.
�Warum?�, fragte sie unger�hrt und brachte Legolas in Erkl�rungsn�te. Es hatte in den letzten dreitausend Jahren seines Lebens nicht viele Momente gegeben, an denen er nicht wusste was er sagen sollte, aber das hier war einer. Er �berlegte eine Weile verschiedene M�glichkeiten, das schien Ewian wohl zu lange zu dauern.
�Legolas?�
�Man st�rt eine Dame nicht beim Baden!�, sagte er dann nur und sah verbl�fft auf. Lachte sie etwa? Eine zeitlang h�rte er nur leise Seufzer und das Pl�tschern von Wasser. Dann h�rte er etwas ins Wasser fallen und leichte Schritte tapsten kurz darauf �ber den Boden.
�Meine G�te; Legolas. Ich ziehe mit vier Kerlen durch die Gegend. Wir haben oft genug schon zusammen gebadet. Das st�rt mich nicht!�
�Mich aber!�, sagte er m�rrisch.
�Es ist mehr Schaum als alles andere im Wasser. Du wirst mich also nicht in Verlegenheit bringen. Aber keine Sorge, ich bin schon raus und z�chtig in ein Handtuch gewickelt. Du kannst also beruhigt eintreten.�
Als er sich dazu durchgerungen hatte die T�r zu �ffnen stand sie bereits vor dem Spiegel und frisierte sich die Haare. Sie sah am�siert zu ihm und sch�ttelte den Kopf.
�Was war denn?�, fragte er schlie�lich.
�Nichts was interessant w�re!�, wiegelte sie ab. Ihm war klar, dass sie jetzt nichts weiter dazu sagen w�rde und so beschloss er, erst mal abzuwarten und es sp�ter noch mal zu probieren. Er wollte gerade etwas erwidern als er eine Stimme h�rte.
�Herr Elb, badest du immer noch, oder was?�
Gimli st�rmte ohne Vorwarnung ins Bad und blieb wie angewurzelt stehen. Er wurde abwechselnd rot und wei� im Gesicht dann drehte er sich um und brummte eine Entschuldigung in Ewians Richtung. Die grinste Legolas an, der die Augen verdrehte und Gimli aus dem Bad schob. Sie konnte die Freunde reden h�ren und sch�ttelte lachend den Kopf.
***
�Konntest du mich nicht warnen?�, plusterte sich Gimli auf und stemmte die H�nde in die H�ften.
�Wie denn? So schnell wie du im Zimmer gestanden hast?�
�Was hast du eigentlich mit ihr zusammen im Bad zu suchen, hm?�, wollte der Zwerg dann wissen und grinste Legolas anz�glich an.
�Jedenfalls nicht das was du gerade denkst!� erwiderte Legolas nur und verlie� den Raum. Gimli folgte ihm lachend.