Mitten in der Nacht legte Ewian die erste Rast ein. Sie war die Nacht und den darauffolgenden Tag durchgeritten und jetzt war sie genauso m�de wie der schwarze Hengst auf dem sie ritt. Aber es hatte ihr geholfen den Kopf freizukriegen und nachzudenken.
Das dieser Job ihr Leben so durcheinander wirbeln w�rde, hatte sie nicht erwartet. Mit der Verwundung von Mani hatte sich alles ge�ndert. Ihre Nervosit�t, die seit der Begegnung mit dem Elb nicht hatte verschwinden wollen, verwandelte sich mehr und mehr in Aufregung. Sie hatte keine Ahnung wie das weitergehen w�rde, aber sie wollte ihn wiedersehen.
�Ich vermisse ihn!� wurde ihr auf einmal klar, w�hrend sie in die Flammen des kleinen Feuers starrte, das sie entfacht hatte. Wie lange kannte sie Legolas? Erst wenige Wochen, z�hlte sie im Stillen. Und in den wenigen Wochen hatte sie mit ihm gestritten, hatte ihn gek�sst, ihn umarmt und seit ein paar Tagen war sie ihm dann aus dem Weg gegangen um sich dar�ber klar zu werden, was sie eigentlich wollte. Was sie aus ihrem Leben machen wollte.
Ewian hatte in den letzten Tagen oft seine Blicke in ihrem R�cken gesp�rt, aber er war nicht n�her gekommen, als h�tte er geahnt das sie Zeit f�r sich brauchte. Sie horchte auf als sie Schritte im Wald vernahm. Leicht und schnell, sie kannte die Schritte. Sie wartete einige Minuten und dann setzte sich der Gast neben sie ans Feuer.
�So schnell hatte ich nicht mit dir gerechnet!� ergriff Ewian schlie�lich das Wort.
�Ich wei�!�
�Ich hatte eigentlich erwartet, das du Gesellschaft mitbringst!� sprach Ewian wieder.
�Ich wei�!�
�Aber?�
�Aber es wurde Zeit allein zu sprechen.�
�Und was willst du mir sagen?� fragte sie leise, obwohl sie die Antwort bereits kannte.
�H�r auf mich zu jagen. Du zerst�rst damit was zwischen uns ist!�
�Das ist 300 Jahre her, Arian. Es ist lange vorbei!�
�Es ist nicht ganz so lange her!� erinnerte er sie leise und Ewian sah w�tend zu ihm.
�Fang nicht davon an. Ich warne dich!� zischte sie drohend.
�Warum nicht?�
�Ich hasse dich. Du widerst mich an. Erst verf�hrst du mich vor dreihundert Jahren und dann ......� Ewian stockte und sah zu Boden.
�Ich habe dich nie gezwungen. Weder vor dreihundert Jahren, noch vor sechzig.�
�H�r auf, es ist vorbei.�
�Und warum sitzen wir dann hier? Warum sprechen wir am selben Feuer zusammen? Warum liege ich nicht gefesselt und geknebelt am Boden? Warum Ewian?�
�Wir haben noch keinen Schlussstrich gezogen. Aber das tun wir jetzt! Sobald die Sonne aufgeht, werden wir als Feinde dieses Feuer verlassen, und das wei�t du!�
�Es muss nicht so enden, Ewian. Bleib bei mir.�
�Nachdem was geschehen ist. Das kannst du nicht verlangen! Es steht zuviel zwischen uns!�
�Es gibt genauso viel was uns verbindet, hast du alles vergessen?�
Ewian antwortete nicht, sie sah ihn nur an. Seine violetten Augen leuchteten im Mondlicht, genau wie sein blondes Haar. Wie konnte jemand mit solch einer Macht und Ausstrahlung nur solch verschiedene Wesen in sich beherbergen? Die dunkle Seite, die des M�rders und dann die helle, die jetzt neben ihr sa� und die sie so sehr liebte, wie sie ihren Vater geliebt hatte.
Er begehrte sie das hatte er schon immer getan, aber er wusste auch das sie zu gut war f�r ihn. Arian hatte es nur einmal gewagt ihr in dem Sinne nahe zu treten, wie er sich eigentlich immer gew�nscht hatte. Aber seine Magie hatte ihm vor langer Zeit verraten das ihr Herz eines Tages dem Prinzen von D�sterwald geh�ren w�rde. Und das hatte sein Herz gebrochen.
Und doch war sie hier. Sie war gekommen. Nach allem was in den letzten Monaten geschehen war. Er brauchte sie so wie sie ihn. Das w�rde sich nie �ndern. Wieso gab es dieses Band zwischen ihnen, das sie zusammenhielt? Sie k�mpften gegeneinander, verletzten sich, mit Worten genau wie mit Waffen. Er war schuld an der Narbe an ihrem Hals, sie war Schuld an der Narbe an seinem Bein.
�Was k�nnen wir tun?� fragte er schlie�lich.
�Nichts!�
�Ich liebe Dich, Ewian. Schon immer habe ich das getan!�
�Ich wei�, ....... aber ich ......... � Arian legte ihr einen Finger auf den Mund und stoppte ihre Worte. Er l�chelte leicht und nickte ihr dann zu.
�Ist er es wert?� wollte er leise wissen.
�Er ist es wert, f�r ihn zu sterben!� erkl�rte sie fest und sah ihm direkt in die Augen. Er erwiderte ihren Blick lange und eindringlich.
�Es gibt keine M�glichkeit f�r uns, nicht wahr?� wollte sie dann wissen und Arian sch�ttelte den Kopf.
�Ich kann nicht mehr zur�ck. Daf�r ist es zu sp�t. Leb wohl, Kleines. Bei unserem n�chsten Zusammentreffen wird nur einer �berleben.�
Ewian ergriff seinen Arm und zog ihn fest an sich. Sie wusste diese Nacht war sie in Sicherheit. Aber ab morgen w�rde er jede Gelegenheit nutzen sie zu t�ten. Oder Legolas, oder ihre Familie und ihre Freunde.
Er erwiderte ihre Umarmung mit der gleichen Leidenschaft, wie er es immer getan hatte. Arian wusste es war das letzte Mal und er wollte sich immer an diesen Augenblick erinnern, er wollte ihren Duft einatmen, ihre W�rme sp�ren, noch ein letztes Mal. Er lie� sich schlie�lich nach hinten fallen und zog sie mit sich. So schliefen sie dann auch ein.
Als Ewian am n�chsten Morgen aufwachte war er fort. Sein Mantel bedeckte sie und er war noch warm. So lange konnte er noch nicht weg sein. Sie wickelte sich dichter in den Mantel und setzte sich dann auf. Ihr Hengst schnaubte leicht und beugte dann den Kopf zu ihr.
�Gib mir noch ein paar Minuten, Chessan. Dann reiten wir zur�ck.� Sie g�hnte und streckte sich dann ausgiebig. Nach ein paar Minuten hatte sie die Glut wieder entfacht und wickelte sich dann aus dem Mantel um ihn ins Feuer zu werfen. Die Vergangenheit war vorbei, endg�ltig.
***
Als sie wieder in Minas Tirith ankam, hatte sie das Gef�hl die Stadt w�re noch voller geworden. Es war noch fr�h am Morgen und sie ritt direkt auf die Burg zu. Die Wachen am Tor sahen sie �berrascht an, lie�en sie aber ohne zu fragen durch. Bei den St�llen traf sie auf Haldir. Er bedachte sie mit einem langen Blick, dann l�chelte er. Ein echtes L�cheln ohne Hintergedanken.
�Es geht Euch also gut!� Es war mehr eine Feststellung als eine Frage und Ewian nickte nur wortlos, w�hrend sie ihr Pferd absattelte und damit begann es zu versorgen.
�Es scheint, als h�ttet Ihr ein Kapitel eures Lebens abgeschlossen!�
Bei diesen Worten fuhr sie herum und sah ihn fragend an. Ihrem Gesichtsausdruck zu urteilen hatte er genau ins Schwarze getroffen.
�Es steht in Euren Augen, Ewian!�
�Und was steht noch in meinen Augen?� wollte sie leise wissen und wendete sich wider ihrem Hengst zu.
�Angst! Angst vor der Zukunft!�
�Ich wei�!� erkl�rte sie m�de. Sie zuckte zusammen als sie auf einmal seine Hand auf ihrer Schulter sp�rte. Er drehte sie zu sich herum und sah ihr direkt in die Augen.
�Er wird immer f�r Euch da sein! Ihr m�sst ihn nur lassen!�
�Wen meint Ihr, Haldir aus L�rien?�
Er strich ihr leicht �ber die Wange und l�chelte. Gimli hatte recht. Diese Halbelbin war so was von stur, man konnte sie geradewegs mit einem Zwerg vergleichen.
�Das wisst Ihr doch.�
Sie sah ihn fragend an und legte dann, nachdem er immer noch l�chelte, st�hnend den Kopf an seine Schulter. Gab es denn in diesen Mauern �berhaupt kein Geheimnis. �Wei� das etwa schon jeder?�
�Nein, nicht jeder, ........... aber die meisten!� erkl�rte er grinsend. Er lachte kurz auf als er ihr leise gemurmeltes �Gimli, diese alte Klatschtante� vernahm und zog sie dann in eine kurze Umarmung. Ja, Gimli hatte recht. Diese Frau war das richtige Gegenst�ck f�r den Thronfolger und das w�rde sie schon noch einsehen.
***
Sie schlich leise den Gang entlang, um niemanden aufzuwecken. Au�er ein paar Dienern schien noch niemand auf zu sein. Sie schloss die T�r zu ihrem Zimmer und begann sich zu waschen und dann frische Kleidung anzulegen. Sie g�hnte dabei mehrmals und �berlegte ob sie sich vielleicht ein paar Stunden hinlegen sollte. Aber sie entschied sich dagegen.
Ein paar mal auf dem Weg hatte sie das Gef�hl gehabt, beobachtet zu werden. Aber durch ihre Nervosit�t hatte sie nicht genau darauf achten k�nnen. Sie freute sich darauf ihn zu sehen. Vielleicht ein wenig mit ihm allein sein. Denn sobald die anderen aufwachten und feststellten das sie wieder hier war, w�rde es mit der Ruhe vorbei sein. Sie grinste bei dem Gedanken an Gimlis Gesicht und schloss die T�r hinter sich. Den Schatten am anderen Ende des Ganges bemerkte sie nicht.
***
Arian sah ihr kurz nach als sie sich auf den Weg zu Legolas machte. Sie hatte ihn nicht bemerkt, weder in ihrem Zimmer noch jetzt im Gang. Ihre Gedanken mussten wirklich v�llig woanders sein. So unaufmerksam hatte er sie noch niemals erlebt. Er wartete einige Minuten und schlich dann in entgegengesetzter Richtung davon. Es war nicht schwer gewesen diese Burg einigerma�en auszukundschaften. Tja, dann konnte das Spiel ja losgehen!
***
Sie schl�pfte leise ins Zimmer und sah auf das Bett. Legolas hatte anscheinend nichts bemerkt, jedenfalls hob und senkte sich sein Brustkorb langsam und gleichm��ig. Sie schlich zum Bett und betrachtete ihn einige Minuten.
Sie schrak zusammen als er sich umdrehte und nach dem zweiten Kissen griff. Das diese Elben auch immer mit offenen Augen schlafen mussten. Aber er schien nicht wach zu sein. Leider hatte die Bewegung von ihm die Decke wegrutschen lassen und so lag er jetzt halb nackt vor ihr. Sein langes Haar lag wirr um seinen Kopf verteilt. Er sah gut aus, wirklich gut. Es war ja nicht so das sie noch nie einen Mann nackt gesehen hatte, aber hier in diesem Zimmer zu sein war etwas anderes.
Sie err�tete bis unter die Haarwurzeln als sie sich bei dem Gedanken ertappte, wie es wohl w�re ihn zu ber�hren. Ob seine Haut genauso weich und warm war, wie seine Lippen? Sie wandte peinlich ber�hrt den Kopf ab und sah stattdessen der aufgehenden Sonne zu.
Als er leise etwas auf elbisch murmelte, sah sie ihn wieder an. Er sprach zu leise, sie verstand ihn nicht. Aber die Neugier trieb sie schlie�lich dazu n�her an ihn heran zu treten. Sie kam nicht dazu irgend etwas zu tun, als er pl�tzlich die Arme ausstreckte und nach ihr griff. Er war so schnell das sie erst wieder Luft holen konnte als sie unter ihm auf dem Bett lag, und Legolas sie mit seinen Armen festnagelte. Dann fauchte sie ihn aber auch schon an.
�Legolas Gr�nblatt, seid Ihr verr�ckt? Ich h�tte mich zu Tode erschrecken k�nnen!�
Er lachte leise und sah auf sie herunter. �So leicht erschreckt Ihr euch nicht, My Lady. Daf�r seid ihr viel zu stur.�
Er lie� ihre Arme los und als sie keine Anstalten machte aufzuspringen, machte er es sich auf der anderen H�lfte des Bettes bequem und st�tzte den Kopf in den Arm um sie betrachten zu k�nnen. Sie hatte die Augen geschlossen und atmete heftig ein und aus. Schlie�lich drehte sie sich auf die Seite und sah ihn an.
�Meine G�te, das nenne ich eine Begr��ung!� murrte sie dann und er lachte wieder leise. Sie hielt sich die Hand vor den Mund und g�hnte, bevor sie sich zur�ck auf den R�cken warf und die Augen wieder schloss.
�Hey, willst du hier einschlafen?� fragte er spielerisch emp�rt.
�Hm!�
�Das ist mein Zimmer! Hier schl�ft man nicht umsonst!� verk�ndete er ihr mit ernster Stimme, aber das Lachen in seiner Stimme war nicht zu �berh�ren.
�Und was willst du daf�r?� murmelte sie schon halb im Schlaf.
Als sie seine Lippen auf ihren sp�rte musste sie innerlich grinsen. Sie hatte genau diese Antwort erwartet. Sie legte ihren Arm um seinen Hals und zog ihn n�her an sich heran. Seine Lippen waren so warm und weich, wie sie es in Erinnerung hatte. Seine Zunge stupste leicht an ihren geschlossenen Mund bis sie ihre Lippen �ffnete und seiner Zunge Einlass gew�hrte.
Ewian war im ersten Moment so erschrocken das sie sich unwillk�rlich versteifte. Es war schon lange her das sie mit jemandem zusammen gewesen war und was er da mit seiner Zunge tat, es war sch�n, aufregend und vor allem erregend. Er hielt in seinen Bewegungen inne als er ihre Unsicherheit sp�rte und zog sich langsam zur�ck. Er st�tzte sich leicht auf beiden Armen ab und sah sie l�chelnd an. Sie hatte keine Angst, das h�tte er in ihren Augen gesehen. Aber alles was er sah war Neugier. Sie fuhr sich mit einem Finger �ber die Lippen als k�nnte sie so eine Erkl�rung finden, f�r das was er eben mit ihr getan hatte.
Schlie�lich runzelte sie die Stirn und sah ihn fragend an. Sie wollte mehr und wurde �ber und �ber rot als sich in ihren Gedanken eine Frage formulierte, die sie sich jedoch nicht zu fragen traute. Gott sie benahm sich wie jemand der noch nie mit einem Mann das Bett geteilt hatte.
�Ja, ich kann und ich werde es wieder tun!� beantwortete er stattdessen ihre stumme Frage.
�Jetzt?� fl�sterte sie so leise, das er sie kaum verstand.
�Wenn du willst .........�
Sie konnte nicht antworten, also nickte sie nur. Sie f�hlte sich so hilflos, in dieser Situation gab es nichts was man mit Worten oder Waffen l�sen konnte. Sie war ihm ausgeliefert. Sie wurde in ihren Gedanken unterbrochen als er wieder seine Lippen auf die ihren senkte, und das wiederholte was er eben getan hatte.
Langsam, beinahe tr�ge erkundete er mit seiner Zunge das Innere ihres Mundes, und nach wenigen Sekunden machte sie es ihm nach. Minutenlang lagen sie auf dem Bett, v�llig in ihren K�ssen versunken. Er presste sich n�her an Ewians K�rper und sie hielt ihn mit ihren Armen gefangen.
Lautes Klopfen riss sie schlie�lich eine Stunde sp�ter aus ihrem D�mmerschlaf, in den sie nach und nach gefallen waren. Ewian murrte an seiner Schulter, wachte aber nur m�hsam auf. Legolas sah zu ihr und befreite sich langsam und vorsichtig von ihren Armen. Dann ging er zur T�r. Ein zerzauster Zwerg stand vor ihm und sah ihn ernst an.
***
Alle sahen auf den versiegelten Brief der vor Aragorn auf dem Tisch lag. Die Freude das Ewian wieder in der Stadt war, wich einer aufkommenden Nervosit�t.
�Diesen Brief hat Sileen vor einigen Minuten neben sich auf dem Kopfkissen entdeckt. Wir wissen nicht wer ihn da hin gelegt hat und vor allem wissen wir nicht warum!�
Aragorn hatte klar und deutlich gesprochen aber die Sorgenfalten auf seiner Stirn waren nicht zu �bersehen. Sileen sa� an seiner Seite und sah ziemlich nerv�s aus. Genau wie fast alle in diesem Raum.
�Der Brief ist an Ewian gerichtet!� fuhr Aragorn fort und richtete seinen Blick auf die junge Frau die neben Legolas sa� und den Tisch anstarrte. Nach ein paar Minuten Stille stand sie auf und streckte ihren Arm aus. Nach wenigen Sekunden nickte Aragorn und schob den Brief in ihre Richtung. Sie warf einen kurzen Blick auf das Kuvert, Arians Handschrift, und riss es dann auf.
Die Vergangenheit ist begraben und vorbei.
H�r auf, oder deine Freunde werden den Preis daf�r bezahlen!
Und sie wird die erste sein!
Arian
�Der unterschreibt sogar. Wie kann man nur so arrogant sein?� wollte Gimli wissen.
�Nicht arrogant, sondern schlau. Sehr schlau!� erwiderte Ewian nur und warf den Brief auf den Tisch zur�ck.
�Wen meint er mit SIE?� wollte Arwen wissen und sah Ewian fragend an. Die senkte den Kopf und setzte sich wieder hin, ohne eine Antwort zu geben.
�Ewian, wen meint er?� wiederholte Aragorn die Frage. Ewian sah hoch und richtete ihren Blick auf Sileen. Aragorn und Arwen folgten ihren Augen und das Entsetzen stand den beiden ins Gesicht geschrieben.
�Was, Ich?� Sileen sah abwechselnd von ihren Eltern zu Ewian und wieder zur�ck. Nach einigen Minuten sprang sie von ihrem Stuhl auf und st�rmte aus dem Raum. Bevor Aragorn oder sonst jemand reagieren konnte, war Nyon ebenfalls aufgesprungen und lief zur T�r. Sie fiel mit einem Knall hinter ihm ins Schloss.
***
�Wir werden packen und sofort gehen!� sagte Mani auf einmal und alle wandten ihm ihre Aufmerksamkeit zu.
�Warum?� wollten Elladan und Elrohir wissen.
�Wenn wir verschwinden und aufh�ren ihn zu jagen, verliert er vielleicht sein Interesse und hoffentlich folgt er uns dann, statt Jagd auf Euch oder eure Kinder zu machen!�
�Daf�r ist es zu sp�t, oder?� Lili sah Ewian fragend an, diese nickte nur. �Hast du .........?�
�Ja!�
�Das war ein Fehler!� meinte Lili nur, woraufhin Ewian sie w�tend anfunkelte.
�Es war notwendig und du kennst auch den Grund daf�r. Au�erdem w�rde es so oder so keinen Unterschied machen. Er ist Saurons Sohn. Es w�re wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis er sich trotzdem an Aragorn oder jemand anderen halten w�rde.�
�Wir h�tten nie herkommen d�rfen!� rief Lili auf einmal und sprang auf. Sie warf Ewian w�tende Blicke zu die diese erwiderte und ebenfalls aufsprang.
�Das habe ich von Anfang an gesagt, aber da wart ihr ja anderer Meinung!� knurrte Ewian sichtlich sauer.
�Woher h�tten wir auch wissen k�nnen, das du ......... das du ......... du wei�t schon .......!� funkte jetzt Mani dazwischen.
�He, gebt nicht mir die Schuld. Ich wollte sie da nie mit reinziehen, das wisst ihr ganz genau!� schrie Ewian die beiden Geschwister an.
�Genug jetzt!� donnerte Aragorn und alle sahen ihn an. Keiner der Anwesenden verstand den Streit der Kopfgeldj�ger aber Aragorn hatte andere Sorgen als sich damit auseinander zu setzen. Seine Tochter, und vielleicht auch noch andere, waren in Gefahr und Streitereien wollte er um jeden Preis vermeiden. Sie mussten jetzt zusammen halten, das war wichtig.
�Ich wei� nicht was zwischen euch gerade vorgeht, aber ich glaube kaum das wir daf�r Zeit haben. Wir stecken da jetzt alle drin. Eines meiner Kinder ist in Gefahr und wom�glich auch noch andere. Es wird Zeit diesen Mann zu suchen und fest zusetzen!�
�Bei allem Respekt, Hoheit. Aber keiner von euren M�nnern kann das!� sagte Lili n�chtern und erntete daf�r w�tende Blicke von allen Seiten.
�Ach, aber ihr k�nnt es?�
�M�glich, auf jeden Fall kann Ewian es, wenn sie sich endlich mal dazu entscheiden w�rde die alten Geschichten .......� Lili kam nicht dazu den Satz zu beenden. Der Faustschlag war pr�zise und schnell und sie kam erst wieder zu einem klaren Gedanken als Mani nach ihr griff, damit sie nicht zu Boden ging.
�Was zum Teufel sollte das denn?� riefen die Drillinge wie aus einem Mund.
�Musste das sein?� wollte Galadriel wissen.
�Ja!� erkl�rte Ewian kalt und verlie� den Saal. Alle sahen ihr erstaunt nach und wendeten sich dann Lili zu, die immer noch die T�r anstarrte, die soeben ins Schloss gefallen war.
***
�K�nnte uns vielleicht mal jemand aufkl�ren?� knurrte Gimli sichtlich ver�rgert.
�Nein!� sagte Mani in seine Richtung und schob Lili wieder zu ihrem Stuhl. Die �ffnete gerade den Mund ein paar mal um zu testen, ob etwas gebrochen war.
�Verflucht seid ihr und eure Halsstarrigkeit!� donnerte Celeborn auf einmal und alle sahen ihn schockiert an. Das war das erste Mal, das der Elb in diesen Mauern so die Stimme erhob. �K�nnt Ihr denn nicht einsehen das die Sicherheit f�r uns und unsere Kinder jetzt wichtiger ist, als irgend welche Geheimnisse? Was kann denn bitte sch�n so schlimm sein, das ihr euch deswegen untereinander streiten und schlagen m�sst?�
�Das k�nnt Ihr nicht verstehen!� meinte Lili leise und die drei Br�der und Mani nickten zustimmend.
�Wie auch, wenn ihr nicht mal versucht es zu erkl�ren!� sprach Galadriel aus, was alle Anwesenden im Raum dachten.
�Das ist nicht so einfach! Wenn ich k�nnte h�tte ich schon l�ngst alles gesagt, aber das ist unm�glich!� sagte Etienne darauf.
�Warum?� wollte Legolas wissen.
�Weil wir versprochen haben zu schweigen! Und wir halten unsere Versprechen. Egal zu welchem Preis!� fl�sterte Lili nur und senkte dann den Kopf.
�Also h�ngt alles von Ewian ab?� wollte Gandalf wissen.
�JA! ........... Wie wir schon einmal gesagt haben. Es ist ihr Leben, ihre Vergangenheit, also ist es auch ihre Entscheidung!� brachte es Mani auf den Punkt.