Part 3


Achtung, Gefahr!

Zwei Tage sp�ter waren Ewian und ihre Gruppe mit den Nachforschungen keinen Schritt weiter gekommen. Arian hielt sich bedeckt. Er hatte bisher nichts angestellt, jedenfalls nichts was Spuren hinterlassen hatte. Sie las sich jetzt zum dritten Mal die Nachrichten durch, die ihre verschiedenen Informanten ihr hatten zukommen lassen. Doch ihre Konzentration schweifte immer wieder ab. Ihr Blick wanderte immer wieder auf den Balkon des Schlosses. Legolas Gr�nblatt stand dort und starrte in die Ferne. Neben ihm stand Aragorn zusammen mit Gandalf, dem Zauberer.

Ewian seufzte laut auf und warf die Zettel auf den Tisch. Es war hoffnungslos. Heute w�rde sowieso nichts mehr passieren. Es war kurz vor Sonnenuntergang und langsam knurrte ihr der Magen. Lili schlief schon und ihre drei Br�der waren nebenan. Dem Gel�chter nach zu urteilen, versuchten sie sich wieder gegenseitig beim Kartenspiel �ber den Tisch zu ziehen. Die drei hatten au�er ihrem Aussehen �berhaupt nichts elbisches an sich. Sie waren, obwohl schon lange erwachsen, noch oft wie kleine Kinder.

Tja, daran war wohl ihre lockere Erziehung schuld. Wenn Ewian so nachdachte, kam sie zu dem Schluss das eine strengere Hand von ihrer Seite ab und zu vielleicht besser gewesen w�re. Aber damals war sie noch zu jung gewesen. Die Erziehung von einem Kind war schon schwierig genug, das hatte ihr Vater ihr oft genug gesagt, aber die Jungs waren zu dritt, und ziemlich lebhaft au�erdem. Ihre Streiche hatten Ewian oft genug an den Rand der Verzweiflung getrieben, so dass sie sich als die Jungs acht Jahre alt geworden waren, nach Hilfe umgesehen hatte. Und dabei war sie auf Manis Vorfahren gesto�en.

Fast 400 Jahre war das jetzt her und seit dieser Zeit war immer jemand von dieser Familie in ihrer Begleitung. Und jetzt waren seit knapp 10 Jahren Mani und seine Schwester Lili bei ihr. Sie beschloss ganz spontan nach Beendigung dieses Jobs mal wieder bei deren Eltern vorbei zuschauen.
Sie grinste, bei dem Gedanken an die F�rsorge von Manis Mutter und der regen Neugier seines Vaters an allem was so in der Welt geschah, und fuhr sich mit der Hand durchs Haar. Mani drehte sich auf dem anderen Bett zu ihr um und sah sie fragend an. Ewian nickte ihm zu und kurz darauf wanderten beide die Hauptstra�e entlang.

�Was ist los, Ewi?�
�Hm, ...... keine Ahnung. Irgendwie ist es mir zu ruhig!�
�Ich rede nicht von Arian!�
Ewian sah ihn an und wusste genau worauf er anspielte. �Ich hab dir doch gesagt was los war!�
�Nein, du hast nur das gesagt, was der Rest der Bande auch h�ren durfte, ohne sich Gedanken zu machen. Also was hast du verschwiegen?�
�Ich mag Ihn!�
�Thranduil?????�

Den Blick, den Mani ihr zuwarf, brachte sie zum lachen. So einen Gesichtsausdruck hatte er das letzte Mal gemacht, als Lili ihm den Saft einer ganzen Zitrone unter sein Essen gemischt hatte.

�Nein, ich meine Legolas!�
�Ich wei�!�
Ewian blieb wie angewurzelt stehen und sah Mani fragend an. Sein wissender Blick lie� ihre Geduld auf ein Minimum zusammen schrumpfen. Sie verschr�nkte die Arme vor der Brust und eine steile Falte erschien auf ihrer Stirn. Das war ja wieder mal typisch.

�Was glaubst du zu wissen?�
Mani grinste nur und sch�ttelte dann den Kopf. �Du wirst es schon noch rausfinden, Prinzessin!�
�Was soll denn der Unsinn nun wieder. Immer wenn du mir mit diesem Prinzessin kommst, planst du wieder irgendwas. Was ist es diesmal?�
�Wart �s ab, Ewian. Geduld ist eine Tugend.�
�Geduld ist ein Begriff, der in meinem Wortschatz nicht vorkommt, Mani. Das solltest du langsam wissen!�

Ewian wurde immer w�tender. Er trieb sie auf die Palme, nur um sie zu �rgern, und es war nur eine Frage der Zeit bis das wieder im Streit enden w�rde. Und das konnten sie sich zur Zeit wirklich nicht leisten. Ihr Auftrag war wichtig, das wusste Ewian und daher versuchte sie auch ihre Wut zu unterdr�cken. Dieser Versuch wurde allerdings im Keim erstickt als Mani seinen n�chsten Gedanken laut aussprach.

�Dein Vater hatte recht. Du bist Thranduil �hnlicher als du glaubst!�

***

Legolas beugte sich �ber die Br�stung des Balkons. Hatten ihm seine Augen einen Streich gespielt, oder hatte diese junge Frau ihrem Begleiter gerade einen Kinnhaken verpasst. Ein kurzer Blick zu Aragorn und Gandalf sagte ihm jedoch das er sich nicht get�uscht hatte.
Er konnte sich keinen Reim darauf machen. Diese Frau war ihm ein absolutes R�tsel. Erst der Hass gegen�ber seinem Vater, dann die Besorgnis in ihrer Stimme als sie sich nach seinem Befinden erkundigt hatte und jetzt schlug sie sich mit einem ihrer Freunde.

�Hab ich eben richtig gesehen?� fragte Gandalf.
�Ja sieht so aus!� meinte Aragorn und besah sich weiterhin das Geschehen auf der Stra�e. Die beiden dort unten stritten sich inzwischen so laut das Legolas einige der Worte verstehen konnte. Diese Frau hatte ein erstaunliches Arsenal an Schimpfw�rtern auf Lager, aber ihr Begleiter schien dem in nichts nachzustehen. Die Sprache in der sich jetzt weiterstritten, kannte er allerdings nicht. Es schien auch keine der �blichen Sprachen in Mittelerde zu sein, denn die Schaulustigen, die sich um die beiden scharrten, warfen sich verwunderte Blicke zu. Keiner schien auch nur ein Wort zu verstehen.

�Kennt Ihr diese Sprache, Gandalf?� fragte Aragorn leise, wendete seine Augen aber nicht von dem Geschehen ab. Er wollte auf keinen Fall etwas verpassen, und so h�rte er auch nur mit halbem Ohr zu als Gandalf antwortete

�Nein, so etwas habe ich noch nie geh�rt! Das scheinen keine richtigen W�rter zu sein, oder?�

Diese Laute klangen, obwohl sie beinahe geschrieen wurden, wie lose aneinander gereihte Silben. Einige der Worte klangen �hnlich denen, wie man in Sindarin sprach. Aber sie schienen eine andere Bedeutung zu haben. Die beiden Kontrahenten bewegten sich, immer noch streitend, auf das Gasthaus zu.

Pl�tzlich stoppte die Frau so abrupt das ihr Begleiter in sie hinein rannte. Sie sah sich um. Legolas kannte diesen Blick. Er hatte ihn oft genug gesehen. Ein J�ger auf der Pirsch, der soeben seine Beute ersp�ht hatte. Sie atmete tief ein, ihr Blick war auf eine Seitengasse gerichtet. Legolas konnte nichts erkennen, sein Standpunkt war zu ung�nstig. Die meisten der Schaulustigen hatten mittlerweile verstanden das hier Gefahr im Anmarsch war und alle wichen langsam aber sicher zur�ck.

***

�Was hast du?� fragte Mani leise, drehte sich aber nicht um. Er behielt die Leute im Auge, falls es �rger geben sollte
�Die Seitengasse etwa 500 Meter vor uns. Neben der Schneiderei! Da steht jemand. Und dieser jemand starrt uns an.�
�Arian?� fragte Mani.
�Ja!�
�Sicher?�
�Zu 99 Prozent!�

�Welche Taktik?� wollte Mani wissen, aber da st�rmte Ewian bereits los. Sie sprang �ber einen Karren, der mitten auf der Stra�e stand, mit einem Satz hinweg und rannte schnurstracks in die Gasse. Legolas und die anderen auf dem Balkon konnten nur noch einen Schatten sehen, der sich von der Wand abstie� und in der Seitenstra�e verschwand. Ewian war nur wenige Sekunden sp�ter dort und nahm die Verfolgung auf. Sie konnte einen wehenden Mantel erkennen und sie roch den typischen Geruch von Tod, der Arian immer anhaftete. Sie war ihm dicht auf den Fersen. Das er so unvorsichtig sein w�rde ........

Sie f�hrte den Gedanken nicht zu Ende, sondern blieb auf einmal stehen. Arian war niemals unvorsichtig. Sie sah sich um, pl�tzlich schwer auf der Hut. Das Gef�hl das sie diesem Kerl in eine Falle gegangen war wurde immer gr��er in ihr. Sie sp�hte in jede Ecke, sah aber nichts. Gleichzeitig wich sie weiter zur�ck, Richtung Stra�e. Pl�tzlich h�rte sie ein Sirren von einem Pfeil und dann einen Aufschrei.

MANI!! Sie st�rmte zur�ck um ihren Freund zur Seite zu stehen. Als sie um die n�chste Ecke bog befand sie sich auch schon mitten im Geschehen. Sie sah den Pfeil in Manis Schulter und lief auf ihn und seine Angreifer zu. Dann wurde sie auf einmal von hinten angesprungen.

***

Legolas und Aragorn st�rmten die Treppe hinunter, ihre Garde immer dicht auf den Fersen. Am Tor schlossen Haldir und Elronds S�hne sich ihnen an. Sie trafen kurz darauf an der Gasse ein. Navarre und seine M�nner hielten die Gaffer fern, w�hrend Thranduil und Elrond mit einigen Fackeln zu ihnen aufschlossen. Sie wagten sich tiefer in die Gasse hinein und konnten in einiger Entfernung Kampfger�usche h�ren. Schwerter prallten aufeinander.

W�hrend dessen hatte Ewian eine Schneise durch die Angreifer geschlagen und stand wenige Meter vor ihrem Freund. Mani stand mit dem R�cken zur Wand und verteidigte sich so gut es ging. Seine rechte Schulter hing herab, und Ewian konnte die Verf�rbung erkennen. Blut. Und seinen Bewegungen nach zu urteilen war die Verletzung ziemlich schwer.
Aber trotzdem stand er aufrecht und k�mpfte mit dem linken Arm. Pl�tzlich kamen Stimmen von der Stra�e. Schwere Schritte polterten in ihre Richtung. Sie und Mani sahen sich kurz an. Noch mehr Angreifer. Das Gl�ck schien sie heute verlassen zu haben. Ewian verfluchte im Stillen ihren d�mlichen Streit. Er hatte beide unvorsichtig werden lassen, und das war jetzt der Preis daf�r.
Ewian trieb einen der Angreifer gegen die Mauer und rannte dann an die Seite ihres besten Freundes Sie stellte sich leicht vor seine rechte Seite um ihn im Notfall abzust�tzen, und erwiderte kurz seinen dankbaren Blick.

Pl�tzlich zogen sich die Angreifer zur�ck. Sie sahen in die andere Richtung, anscheinend hatten sie auch etwas geh�rt. Einige sahen sich an, unschl�ssig wie sie verfahren sollten. Aber als dann Fackeln sichtbar wurden und M�nner, mit dem Wappen des K�nigs auf ihren R�stungen, stoben die Angreifer auseinander und versuchten in alle Richtungen zu verschwinden. Die Garde des K�nigs rannte ihnen nach.

Und dann standen nur noch die k�niglichen Hoheiten in der Gasse, besch�tzt von einigen K�mpfern aus der Garde Haldirs.

***



Mani lehnte sich an die Wand hinter ihm. Dumpfer Schmerz pochte in seiner rechten Schulter und er sp�rte die abgebrochene Pfeilspitze in der Wunde bei jedem Atemzug. Ewian stand vor ihm. Zwei Kurzschwerter in der Hand. Sie war jetzt nicht mehr seine Freundin. In diesem Augenblick war sie eine K�mpferin und w�rde keinen Schritt zur�ckweichen.

Legolas und Aragorn sahen sich an. Der Blick mit dem die junge Frau sie ansah, war der einer Mutter die mit allen Mitteln ihr Kind besch�tzt. Auch wenn diese hier keine Mutter war. Elrond ergriff schlie�lich das Wort.

�Bitte, lasst mich Eurem Freund helfen!�

Ewians Schwert richtete sich in Elronds Richtung und bedeutete ihm und den anderen sich ja nicht zu bewegen. Ihre Aufmerksamkeit richtete sich auf die Person hinter ihr. Sie wartete.

Mani zog sich an ihrer Schulter hoch. Er brauchte einige Sekunden um gerade zu stehen und dann schob er sein Schwert zur�ck unter den Mantel und sah sich nach dem zweiten um. Er �berlegte einige Sekunden ob es ratsam war sich zu b�cken, entschied sich aber dagegen und ging langsam in die Knie um nach dem Schwert zu greifen. Doch dieses behielt er in der Hand. Dann stand er wieder auf. Langsam und m�hsam.

Sein Blick wanderte von Aragorn zu Elrond und dann zu Legolas. Er sah Ewian an und richtete dann den Blick auf Thranduil. Die Bitte um Vergebung lag in dessen Blick und so sehr es Mani sich auch w�nschte, er wusste Ewian konnte es nicht.

�Gehen wir, Ewian!� sagte er stattdessen und richtete sich gerade auf.

Legolas erkannte, das nur sein Stolz ihn noch auf den Beinen hielt. Aber er w�rde ihre Hilfe nicht annehmen, auch das erkannte er. Und so deutete er Aragorn und den anderen an, Platz zu machen. Mani ging voraus und Ewian folgte ihm mit festen Schritten.
Den Elben entging der Zustand des Mannes keineswegs. Der flache Atem, das Zucken im Mundwinkel bei jedem Schritt. Legolas sah zu Elrond und der erwiderte seinen kurzen Blick. Beide hatten erkannt, das noch ein St�ck des Pfeils in der Wunde stecken musste. Sie beschlossen in stummer �bereinkunft die Herberge in den n�chsten Tagen noch genauer unter die Lupe zu nehmen.

***

Mani schrie leise auf, als Ewian mit einem Ruck die Pfeilspitze aus seinem K�rper zog. Pray, Riddick und Etienne mussten ihn festhalten, so sehr b�umte er sich auf. Lili reichte Ewian den Verband und sie presste ihn auf die Wunde. Mani verzog gequ�lt das Gesicht. Sein ganzer K�rper brannte wie Feuer. Er konnte sp�ren wie ein Gift tiefer in seinen K�rper eindrang. Aber er war zu ersch�pft um etwas zu tun. Arian war ein Meister was Gifte betraf. �Besiegt von einem M�rder� war sein letzter Gedanke. Kurz darauf fiel er in eine tiefe Bewusstlosigkeit.

***

�Was machen wir?� fragte Riddick und sah Ewian an. Es waren drei Tage vergangen und Mani war immer noch nicht zu sich gekommen. Ganz im Gegenteil. Seit letzter Nacht hatte er Fieber und wurde selbst in seiner Bewusstlosigkeit immer unruhiger.

�Wenn mich nicht alles t�uscht war der Pfeil vergiftet und keiner von uns ist so ein guter Heiler. Und da er sich nicht selbst heilen kann .......!�
�Wir bitten diesen Gr�nblatt um Hilfe!�

Ewian und die M�nner fuhren herum und starrten Lili an, als h�tte sie den Verstand verloren. �Bist du verr�ckt?� Etienne warf einen kurzen Blick auf seine Schwester und zog Lili dann zur Seite.

�Was glaubst du was Ewian tun wird. Du wei�t wie sie zu Thranduil steht. Sie wird uns an den Hals springen!� fl�sterte Etienne ihr zu.

�Sollen wir meinen Bruder vielleicht sterben lassen, Etienne?� schrie Lili und schon befand sie sich mit den drei M�nnern im sch�nsten Streit.

�SCHLUSS damit!� br�llte Ewian nach einigen Minuten und alle vier fuhren zu ihr herum.

�Eure Schreierei hilft uns nicht. Also, was wollt ihr von mir?� wollte Ewian schlie�lich wissen.

�Ich bin daf�r das wir abstimmen!� meinte Lili, �die Mehrheit entscheidet, das geht am einfachsten.�

�OK, ich meine .........�

Das Klopfen an der T�r unterbrach Etienne mitten im Satz und automatisch griffen alle nach ihren Waffen. Ewian nickte Lili zu.

�Wer ist da?� rief diese.
�Navarre, Hauptmann der Garde des K�nigs von Gondor. Ich bringe eine Nachricht von Legolas Gr�nblatt!�

Alle f�nf sahen sich erstaunt an. Was sollte das denn? So langsam aber sicher wurde Ewians Verdacht best�tigt. Die letzten Tage, seit dem �berfall, hatte sie sich auf Schritt und Tritt beobachtet gef�hlt. Sie hatte das schlie�lich auf ihre Nervosit�t und den Schlafmangel geschoben, aber anscheinend hatte der K�nig von Gondor sie alle �berwachen lassen.

�Einen Moment!� rief Lili.

�Und was nun? Ich wette mein Pferd das man uns die letzten Tage �berwacht hat. Die wissen garantiert wie es um Mani steht!� fl�sterte Etienne und warf einen Blick aus dem Fenster.

Im selben Moment lief Ewian zur T�r und ging nach drau�en. Ein paar Sekunden sp�ter stand sie, mit einem versiegelten Umschlag in der Hand, wieder im Raum und knallte die T�r zu. Sie sah kurz in die Gesichter der anderen und als alle einstimmig nickten riss sie den Brief auf. Sie zog einen mehrfach geknickten Zettel aus dem Umschlag und faltete ihn ein St�ck auf.

�Er ist an uns vier gerichtet!� bemerkte sie in Richtung ihrer drei Br�der, nachdem sie die �berschrift �berflogen hatte.
�Lies vor!� befahl Etienne leise und die beiden anderen Br�der nickten zustimmend. Ewian legte ihr Schwert auf den Tisch und faltete den Zettel vollst�ndig auseinander.

An die Kinder Thennas

Ich denke ich brauche Ihnen nicht erkl�ren, das wir �ber den Zustand des jungen Mannes im Bilde sind. Wir bieten unsere Hilfe an.

Wir wissen das die junge Frau damit wahrscheinlich �berhaupt nicht einverstanden sein wird, hoffen aber trotzdem das Sie uns helfen lassen. Vielleicht ergibt sich so die M�glichkeit, die Vergangenheit zu kl�ren und eine Basis f�r eine Ann�herung zu schaffen.

Wann immer Sie bereit sind, kommen Sie in den Palast. Die Wachen werden Sie zu jeder Tageszeit einlassen. Ich bitte Sie jedoch nicht zu lange zu warten. Der Zustand Ihres Freundes ist besorgniserregend.

Legolas Gr�nblatt


***

Wie erwartet kehrte Navarre nach einer knappen halben Stunde zur�ck. Er eilte in den Thronsaal, und sah sich vielen Augenpaaren gegen�ber, die alle auf eine Antwort warteten. Er sah seinen K�nig an und sch�ttelte dann den Kopf. Aragorn entlie� ihn mit einem Nicken.

�Verdammt noch mal!� brauste Thranduil auf und knallte die Faust auf den Tisch, das die Weinkelche klirrten.

�Vater!� Legolas sah seinen Vater an, und dieser sank nach einem kurzen Blickwechsel mit seinem �ltesten Sohn wieder zur�ck in seinen Stuhl.

�Noch ist nicht alles verloren!� bemerkte Arwen, �vielleicht �ndern sie ihre Meinung noch.�

�Hoffentlich ist es dann nicht zu sp�t!� Die leise gesprochenen Worte Galadriels lie�en alle aufsehen. Die Sorge in den Augen der K�nigin von Lorien war klar zu erkennen.

�Glaubt Ihr, das sie ihn eher sterben lassen?� wollte Frodo wissen und sah fragend in den Raum.

�Ich hoffe nicht.� Sagte Thranduil leise.

�Und wenn wir einfach zum Gasthaus gehen? Vielleicht k�nnten wir sie �berreden!� bemerkte Rosie, die mit den anderen Hobbits und Gandalf am Kamin sa�.

�Wir k�nnen diesen Leuten ihre Entscheidung nicht abnehmen!� erkl�rte Aragorn, obwohl sein Gesicht genau das Gegenteil wiederspiegelte. Man konnte ihm beinahe ansehen, das er am liebsten aufspringen und losrennen w�rde. Aber er tat es nicht.

***

�Wir m�ssen uns entscheiden! Jetzt!� Lili stellte sich zu ihrem Bruder und sah ihn an.

Ewian stand am Fenster und sah nach drau�en. Wenige Stunden waren vergangen und die Sonne verschwand gerade hinter den Bergen. Sie wusste ihr blieb kaum eine Wahl. Sie hatte sich nie f�r die elbischen Heilk�nste interessiert und kannte sich daher auch nicht aus. Sie konnte ihre eigenen F�higkeiten nutzen aber das war auch alles. Sie musste wohl oder �bel ihre eigenen Gef�hle zur�ck stellen. Manis Leben war wichtiger als ihr verletzter Stolz und ihre Wut auf Thranduil.

Vielleicht hatte Legolas Gr�nblatt recht. Vielleicht gab es eine Chance auf Ann�herung. Eine Chance irgendwann ihre wirkliche Heimat kennen zulernen. Sie wusste wie sehr ihre drei Br�der von D�sterwald fasziniert waren. Und auch sie selbst war neugierig, das gestand sie sich ein. Es war einen Versuch wert.

�Ich sage, wir schnappen uns Mani und bringen ihn in den Palast. Und wenn du vorhast uns deswegen einen Kopf k�rzer zu machen, wird der K�nig von Gondor dich hoffentlich davon abhalten!� brachte Lili die Sache auf den Punkt und sah zu Ewian.

�Ewian?� fragte Pray leise.

Und pl�tzlich kam Bewegung in die junge Frau. Sie lief hin�ber zum Bett, schob Lili beiseite und hob Mani mitsamt den Decken hoch. Er st�hnte auf und wehrte sich gegen sie. Aber nach wenigen Sekunden gab er den Widerstand auf und sackte in ihren Armen zusammen. Sie drehte sich zu ihren Br�dern um und deutete auf die T�r. �Gehen wir?� fragte sie.

***

Das Abendessen verlief in eisernem Schweigen. Es war nach Sonnenuntergang und noch immer keine Reaktion von den Fremden. Elrond wusste das ihnen die Zeit davon lief, aber sie konnten nichts tun. Er sah zu Legolas und Aragorn. Die beiden tauschten Blicke aus, die ihm sagten das sie die gleichen Gedanken verfolgten wie er selbst. Jeder im Saal zuckte zusammen als pl�tzlich die T�r aufschlug und Navarre hereinst�rmte.

�Sie sind da!� keuchte der Hauptmann v�llig au�er Atem.

Ende Teil 3 1
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