Prolog


A l t e S c h u l d e n

Der Wind pfiff ihnen um die Ohren, w�hrend sie versuchten den Pass �ber den Berg so schnell wie m�glich hinter sich zu lassen. Seit die sechs Kopfgeldj�ger vor acht Wochen aufgebrochen waren hatte sich das Wetter zwar leicht gebessert, aber wenn man das Leben in der W�ste von Orbania gewohnt war, kam man sich hier in Mittelerde vor wie in der Arktis.

Es war kalt, nass und windig. Die K�lte st�rte sie nicht so sehr aber der Wind und die N�sse machten Ewian und ihren f�nf Begleitern schwer zu schaffen. Sie hatten den Schnee vor wenigen Tagen hinter sich gelassen aber jetzt zog sich die N�sse unter ihre Kleidung und kroch bis die kleinsten Poren ihrer K�rper. Es war die H�lle. Mani schloss zu ihr auf und zog den Hut noch tiefer ins Gesicht.

�Verflucht noch mal, was ist das hier blo� f�r ein Schei�wetter?�, br�llte er gegen den Wind an.
�Wenn wir tiefer kommen, m�sste es eigentlich w�rmer werden! Wenn mich nicht alles t�uscht herrscht in den Ebenen jetzt der Sp�tsommer. Und das bedeutet w�rmeres und vor allem trockeneres Wetter!�, schrie Ewian zur�ck.
�Bist du sicher?� kam von ihrer linken Seite, als Etienne, einer ihrer drei Br�der, an ihre Seite ritt.
�Zu 99 Prozent!�, gab die Halbelbin zur�ck.
�Du immer mit deinen Schei� 99 Prozent. Bist du sicher, oder nicht?�, keifte Lili pl�tzlich von hinten, woraufhin alle lachten. Sie war die j�ngste und auch die wetterempfindlichste in der Truppe.
�JA!�
�Na hoffentlich!� brummte Lili mit klappernden Z�hnen und zog sich den Mantel noch ein St�ck h�her.
�Wo zum Kuckuck sind wir jetzt eigentlich?� wollte Mani an ihrer Seite wissen.
�Wir m�ssten morgen die Grenzen zu Gondor erreichen!� meinte Ewian und studierte, so gut es bei dem Wind m�glich war, die Umgebung.
�Ich finde wir sollten uns einen Unterschlupf suchen, bevor wir irgendwo anfrieren!� rief Lili von hinten und die M�nner nickten zustimmend.
�O.K. halten wir nach einem Lagerplatz Ausschau!� bestimmte Ewian und sie ritten schweigend weiter.
�Was denkst du?� wollte Mani nach einer Weile wissen. Ewian sah ihn ein paar Minuten nur an, schlie�lich zuckte sie mit den Schultern.
�Gondor! Was will er in Gondor? Da ist doch nichts zu holen! Au�erdem wird alles besch�tzt seit der Waldl�ufer K�nig ist.� Sagte Ewian nach einiger Zeit.
�Eben deswegen wird er dahinwollen! Du wei�t was Aragorn und seine Gef�hrten ihm angetan haben. Und jetzt da in Minas Tirith eine Hochzeit ansteht, w�re das die beste Gelegenheit f�r ihn alle auf einmal zu erwischen!�
�Ich hoffe du irrst dich, Mani!� erwiderte Ewian nur.

Am n�chsten Tag erreichte die Gruppe die Grenzen Gondors und Ewian sollte recht behalten. Das Wetter besserte sich, der Himmel wurde klar und es h�rte auf zu regnen. Wenige Tage sp�ter fanden sie zwei Leichen an einer Flussbiegung. Und leider sollte dieses Mal Mani recht behalten. Die beiden Wanderer waren gewaltsam gestorben und der Fluss f�hrte direkt zur Hauptstadt von Gondor. Ihr Zielobjekt war also auf dem Weg in die Hauptstadt und Ewian betete das sie ihn vorher erwischten.
***
Arian gab seinem Pferd die Sporen. Er musste sich beeilen. Ewian und ihre Kopfgeldj�gerfreunde waren ihm auf den Fersen. Er hatte die beiden Menschen am Fluss kaltstellen m�ssen. Sie hatten zu viele Fragen gestellt. Minas Tirith kam in sein Blickfeld. Noch wenige Stunden und er w�rde die Stadtmauern erreichen. Endlich geschafft. Die Stadt war gro� genug um unerkannt zu bleiben und unterzutauchen.
***
Eldarion gab seiner Verlobten einen letzten Kuss, dann wendete die junge Frau ihr Pferd und schloss zu ihren Begleitern auf. Eldarion stellte sich zu seinem Vater, der mit Legolas einige Meter weiter hinten gewartet hatte, und sah seiner zuk�nftigen Frau sehns�chtig nach. Er sah einen Fremden in schwarzer Kleidung und tief in die Stirn gezogener Kapuze an ihr vorbeireiten, doch Eldarion war zu sehr in Gedanken um darauf besonders zu achten. Die Trennung w�rde ihm nicht leicht fallen. Aber sie hatte sich entschlossen, noch einmal alle Verwandten zu besuchen und dann, so hoffte sie, mit einigen von ihnen im Schlepptau in knapp zwei Monaten wieder hier zu sein. Um den zuk�nftigen K�nig von Gondor zu heiraten.

Legolas und Aragorn sahen Eldarion von der Seite an, und warfen sich dann hinter dessen R�cken kurze Blicke zu. Eldarion liebte diese Frau �ber alles, das war deutlich in seinem Gesicht geschrieben.

�Knapp acht Wochen!� seufzte dieser in dem Moment und Aragorn lachte leise auf.
�Ja genau, acht Wochen. Und danach wird sie immer bei dir sein. Genie� die freie Zeit, ohne Verpflichtungen.�
�Richtig!� stimmte Legolas zu, konnte aber ein Lachen kaum verbergen. Aragorn nahm seinen Sohn auf den Arm. Und er konnte nicht anders als mitzumachen. Als er dann in Eldarions verdutztes Gesicht sah, lachte er laut auf.
�Legolas Gr�nblatt! Es reicht aus, wenn mein Vater mich st�ndig aufzieht, da musst du nicht auch noch mithelfen!� brummte der Thronfolger Gondors, und sah seiner zuk�nftigen Frau hinterher.
�Ganz genau, Herr Elb!� Gimli war an die drei heran getreten und grinste Eldarion jetzt verschw�rerisch an. Legolas kannte diesen Blick. Da musste doch noch etwas folgen. Und, wie immer hatte er recht.

�Warts nur ab Eldarion. Wenn wir Gl�ck haben, erleben wir noch, wenn der Herr Elb mal in der selben Situation stecken wird. Und dann werden wir diejenigen sein, die ihn veralbern!�

Gimli schnappte sich Eldarion am Arm und zog ihn fl�sternd und kichernd hinter sich her. An der Ecke vom Trainingsplatz warteten schon Sam und Frodo, und zu viert verschwanden sie im Schloss. Aragorn und Legolas sahen sich an und seufzten gemeinsam auf. Die n�chsten acht Wochen w�rden lang werden das wussten beide.

Ende Prolog

So, was denkt ihr??? Meinungen, Lob, Kritik u.s.w. immer her damit!! Ich gebe zu, ich habe die B�cher noch nicht durch und bitte daher um Verst�ndnis. *zieht leicht den Kopf ein* 1
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