::part 6::

Ein aufschlussreicher Abend


Ghazk�r rollte einen seiner Gefolgsleute von sich runter, unter dem er begraben lag. �Wieviel haben wohl �berlebt?�, fragte er sich, w�hrend er versuchte sich unter dem Berg Toter heraus zu arbeiten. Als er sich ihrer entledigt hatte, schaute er sich um. Keiner au�er ihm hatte �berlebt, die Elben hatten gr�ndliche Arbeit geleistet. Aber was hatten seine Leute erreicht? Kein Elb war tot!

Verstimmt hob Ghazk�r sein Schwert auf, es war geborsten. W�tend warf er es auf den blutdurchtr�nkten Boden und sucht sich unter den leblosen K�rpern seiner Artgenossen ein anders heraus. �Ich muss der Herrin Bericht erstatten und ihr mitteilen, das der Plan fehlgeschlagen ist.�, bei diesem Gedanken drehte sich selbst dem Ork der Magen herum. Allein machte er sich auf den R�ckweg zu seiner Herrin.

*~*

�Wo bleibst du so lange?�, fragte Gimli seinen Freund, als dieser endlich aus dem Thronsaal kam. �Zeigst du mir jetzt etwas von D�sterwald?� �Ja.�, antwortet Legolas. �Lass uns ...�, doch er kam gar nicht dazu den Satz zu beenden. �Ich bin so froh, dass du wieder da bist!�, sagte Ergl�niel und viel ihrem Bruder um den Hals. �Ich kann es noch gar nicht fassen. Du hast dich kein bisschen ver�ndert.� Als k�nne sie nicht glauben, dass Legolas wieder da ist, strich sie ihm z�rtlich �ber die Wange und musterte ihn sehr genau. �Hey Bruderherz. Nun erz�hl� mal, wie war das im Ringkrieg und wo bist du solange gewesen?�, brach Vedurion das Schweigen. �Sp�ter Rion, zuerst werde ich Gimli D�sterwald zeigen.�, vertr�stet ihn Legolas. �Ach ja, der Herr Zwerg. Seit willkommen.�, begr��te Vedurion den Gast und verbeugte sich leicht. Auch Ergl�niel verbeugte sich vor Gimli, der die beiden, verbl�fft vor solcher Freundlichkeit, mit gro�en Augen ansah. �Da k�nntest du dir mal eine Scheibe von abschneiden. Deine Geschwister sind wesentlich besser erzogen als du!�, sagte er, mit einem stichelnden Unterton, an Legolas gewandt. Legolas verzog das Gesicht. �Wieviele Orks hast du eigentlich erschlagen Herr Zwerg?�, fragte Legolas seinen Freund. ��hm ... 25 Herr Elb.�, gab dieser in einem siegessicheren Ton zur�ck. �Nun, Herr Gimli, da war ich wohl doch besser ... 26.�, grinste ihn Legolas an. �Wolltest du unserm Gast nicht D�sterwald zeigen?�, unterbrach Ergl�niel die kleine Stichelei. �Allerdings. Lasst uns in den Garten gehen.�, antwortet Legolas, drehte sich und wollte vorangehen, doch er hielt inne und wandt sich wieder an seine Schwester. �Wo sind eigentlich die beiden Elbinnen, die uns begleitet haben?� �Vater hat ihnen Zimmer gegeben und eine Kammerzofe von Mutter hat sie dorthin gebracht. Sie sollten sich ein wenig ausruhen.�, erwiderte seine Schwester. Ein Ausdruck legte sich auf das Gesicht des Prinzen, den Ergl�niel nicht zu deuten wusste, hatte sie diesen Ausdruck doch nie zuvor bei ihrem Bruder gesehen. �Nun gut, lasst uns nun endlich Gimli die Sch�nheit D�sterwald�s zeigen.�, sagte Legolas und ging voran.

*~*

�Wie sch�n es hier ist.�, dachte T�ra und ihre Augen leuchteten auf, als sie ihr Zimmer betrat. Es war sehr ger�umig, hatte einen Kamin, in dem trotz der noch sommerlichen Temperaturen, ein Feuer brannte. Ein gro�es Bett mit vielen seidenen Kissen stand an der rechten Wand und sah wirklich �u�erst bequem aus. Aber was das sch�nste war, es hatte viele Fenster, von denen einige bis auf den Boden reichten. Auf der linken Seite war eine grazil gearbeitete T�r aus wei�em Holz, von welchem Baum es stammt, konnte sie sich nicht erkl�ren. Hinter dieser T�r befand sich das gr��te Badezimmer, das T�ra je gesehen hatte. Eine riesige Wanne lud zum Baden ein und schien f�rmlich nach ihr zu rufen. �Ja, das ist jetzt genau das richtige.�, dachte sie und lie� hei�es Badewasser in die Wanne laufen. W�hrenddessen setzte sie sich auf den Rand und roch an den vielen Fl�schchen, die auf einem Board standen und die Baded�fte enthielten. Sie entschied sich f�r einen Duft, der sie an Fr�hling erinnerte. Als die Wanne voll war, lies sie ihre Kleider zu Boden gleiten und stieg in die dampfenden Wassermassen. Tat das gut. Entspannt lehnte sie sich zur�ck und betrachtet durch die offene T�r das Farbenspiel, welches die B�ume und die Sonne, auf den Boden des angrenzenden Zimmers warfen. Langsam wurde sie schl�frig und so schlo� sie die Augen. Bilder blitzen vor ihrem geistigen Auge auf. Schreckliche Bilder. Sie sah ihren Vater in seinem Blut liegen. Sah ihre Stiefmutter, wie sie heimt�ckisch grinste und sie sah Legolas, doch er sah sehr traurig aus. Bei diesem letzten Bild schrak sie hoch. Das Wasser war nur noch lauwarm. Sie stieg aus der Wanne, trocknete sich ab und ging in ihr Gemach. Dort war frische Kleidung f�r sie bereitgelegt worden.

T�ra kleidete sich an und �ffnete eines der gro�en Fenster. Zu ihrer gro�en �berraschung und Freude stellte sie fest, dass es kein Fenster sondern eine T�r war, die auf einen Balkon hinausf�hrte. Sie ging auf den Balkon. Er war einfach wundersch�n, mit Blumen und Ranken bewachsen und man hatte einen traumhaften Blick in einen Garten. T�ra lie� sich auf die kleine Bank sinken und holte tief Luft, ein s��er schwerer Duft stieg ihr in die Nase. �berall zwitscherten V�gel, Schmetterlinge flatterten herum und Bienen flogen von Blume zu Blume. �Wie sch�n es hier ist.�, dachte sie und schaute vertr�umt in den Himmel. Durch fr�hliches Lachen wurde sie aus ihren Tr�umen gerissen. T�ra blickte nach unten und da sah sie ihn. �Wie sch�n er ist.�, dachte sie. �Und wie fr�hlich er aussieht. Das dort muss wohl seine Schwester sein, wie unglaublich �hnlich sie ihm sieht. Aber wer ist der andere Elb?!� Wie gebannt starrte sie den Prinzen an.

*~*

�Es ist wirklich sehr sch�n hier Legolas. Nie h�tte ich mir tr�umen lassen, dass es so sch�n ist. Es ist ganz anders als in L�rien, aber mindestens genauso sch�n.�, stellte Gimli verz�ckt fest. �Ihr wart in L�rien?�, fragte Vedurion erstaunt. �Ja, aber dazu kommen wir sp�ter Rion.�, bog Legolas das Gespr�ch ab. �Es f�ngt schon an zu d�mmern. Wir sollten langsam hineingehen und uns f�rs Abendessen fertig machen.� Die drei stimmten Legolas� Vorschlag zu. Die vier standen auf und gingen langsam zum Palast zur�ck. In einer kleinen Halle zu deren beiden Seiten sich gro�e Treppen aus Eichenholz erhoben trennten sie sich. Ergl�niel und Vedurion stiegen die rechte empor und die beiden anderen die linke.

Legolas begleitete Gimli bis zu seinem Zimmer. �Ich werde dich in einer Stunde hier abholen, nicht dass du dich noch verl�ufst.�, sagte der Elb grinsend, wandt sich ab und machte sich auf den Weg zu seinen Gem�chern. Gimli �ffnete die T�r und trat in den Raum. �Ich und mich verlaufen. Pah... ein Zwerg verl�uft sich nie. Was denkt der sich?! Dieser Elb wird von Tag zu Tag seltsamer.�, dachte Gimli und sah sich um. Auch sein Zimmer war gro�z�gig und ger�umig. Aber im Gegensatz zu T�ra�s war es mit schweren Eichenm�beln ausgestattet. Gimli ging in das kleine Badezimmer wusch sich und stutzte den Bart ein wenig. �Was diese Elben immer nur mit dem Baden haben? Was ist daran so besonderes?�, fragte er sich. Schl�frig rieb er sich die Augen und g�hnte. �Ich sollte mich noch etwas hinlegen!�, dachte er und lie� sich auf das breite Bett fallen. Es dauerte nicht lange und er war eingeschlafen. Leise begann er zu schnarchen.

*~*

Als der Prinz und die anderen den Garten verlie�en, ging auch T�ra wieder in ihre Gemach. �F�r das Abendessen sollte ich mich wohl umkleiden.�, dachte sie und betrachtete nachdenklich die Kleider die f�r sie bereitgelegt worden waren. Sie entschied sich f�r ein schlichtes golddurchwirktes gr�nes Kleid, das, je nachdem wie das Licht darauf fiel, in den verschiedensten Gr�nt�nen schimmerte und wunderbar zu ihren schwarzen Haaren passte. Sie zog das Kleid an und setzte sich anschlie�end an den Tisch vor dem gro�en Spiegel. Sie begann ihre Haare in den verschiedensten Varianten hochzustecken, doch letztendlich entschied sie sich daf�r es einfach offen zu lassen. Es klopfte kurz und Lily trat ein. T�ra stand auf und begr��te ihre Schwester herzlich. Diese sah sie verbl�fft an. �T�ra, man erkennt dich ja kaum noch. Du siehst aus wie eine Elbenprinzessin. Bist du dann soweit?�, sagte Lily l�chelnd. �Ja, wir k�nnen gehen. Kennst du den Weg noch?�, fragte T�ra ein wenig besorgt, denn sie selbst hatte sich den Weg nicht gemerkt. �Sicher, ich habe mich heute etwas im Schlo� herumf�hren lassen und mir den Weg in den gro�en Saal gemerkt. Aber nun lass uns gehen, es w�re unh�flich die anderen warten zu lassen.� Gemeinsam machten sich die beiden Elbinnen auf den Weg zum gro�en Saal.

*~*

Gimli schrak hoch als es laut an der T�r klopfte. �Herein!�, rief er. Die T�r �ffnete sich und Legolas trat ein. Er war frisch gebadet und hatte sich bereits umgekleidet. Der Prinz trug nun ein zart blaues, silberdurchwirktes, hochgeschlossenes Hemd mit Stehkragen und dunkle Hosen. Das Haar wie immer wohl frisiert. �Du bist ja noch nicht fertig.�, stellte Legolas erstaunt fest. �Was hast du sie ganze Zeit getan?� �Geschlafen!�, sagte Gimli und stand murrend auf, ging ins Badezimmer und zog sich um. Legolas nahm in der Zwischenzeit in einem Sessel nahe dem Kamin Platz. Einige Zeit sp�ter war der Zwerg fertig und die beiden gingen gemeinsam zum gro�en Saal. In der Vorhalle trafen sie Ergl�niel und Vedurion die dort bereits auf sie gewartet hatten. �Wir sollten noch auf T�ra und Lily warten.�, sagte Legolas, als die anderen schon in den gro�en Saal gehen wollten. Es dauerte auch nicht lange und die beiden Elbinnen kamen die Treppe herunter. Als Legolas T�ra sah verschlug es ihm fast den Atem, und wieder breitete sich diese wohlig warme Gef�hl in ihm aus und ein Kribbeln durchlief ihn. �Sie ist wundersch�n. Selbst L�thien kann nicht sch�ner gewesen sein als sie.�, dachte er und sah sie wie gebannt an. �Entschuldigt, dass wir euch haben warten lassen.�, sagte Lily. �Dann w�ren wir ja vollst�ndig und k�nnen endlich etwas essen.�, sagte Vedurion und ging allen voran in den gro�en Saal.

Dort sa�en bereits an einer gro�en Tafel K�nig Thranduil und seine Gemahlin Alcfalasien. Daneben waren mehrere Pl�tze frei gelassen worden, auf den anderen sa�en Celebthond und andere Gefolgsleute von Thranduil�s Hof. Legolas nahm neben seiner Mutter Platz, neben ihm Gimli und neben diesem Lily. Ergl�niel setzte sich ihren Vater, Vedurion neben seine Schwester und T�ra setzte sich neben ihn. Als alle Platz genommen hatten, klatschte der K�nig in die H�nde, die gro�en Fl�gelt�ren gingen auf und Diener brachten gro�e Tabletts mit k�stlich aussehenden Speisen herein. Wieder andere kamen mit silbernen Karaffen hinterher, in denen Wein war. Die Diener stellten die Tabletts auf dem Tisch ab und zogen sich zur�ck, w�hrend die anderen damit begannen den Wein auszuschenken. Als alle Gl�ser gef�llt waren, stand der K�nig auf und erhob sein Glas. �Nun denn meine Freund, lasst uns die R�ckkehr unseres Prinzen und von Herrn Gimli bereits jetzt schon im Kleinen feiern. In einer Woche werden wir ein gro�es und pr�chtiges Fest zu Ehren der beiden Helden geben�, dann fuhr er an die G�ste gewandt fort �Seit herzlich willkommen im D�sterwald. M�ge Euch der Aufenthalt hier gefallen. Und nun lasst das Fest beginnen!� Alle klatschen und begannen mit dem Festessen. Von allen Seiten her drang munteres Gerede und Lachen.

Lily schaute die ganze Zeit verstohlen zu Vedurion hin�ber und wenn er sie ansah l�chelte sie verlegen. Auch er konnte seinen Blick nicht von ihr abwenden. Ihre langen kastanienbraunen Haare und ihre gr�nen Augen faszinierten ihn. Er musste sie n�her kennenlernen.

�Woher kommt Ihr eigentlich?�, erkundigte sich K�nigin Alcfalasien bei T�ra. �Wir kommen von weit her. Aus dem s�dlichsten Ende von Gondor.�, antwortete T�ra. �Das ist wirklich weit. Aber Gondor ist gro�, wie lautet der Name der Stadt oder des Dorfes aus dem Ihr stammt?� �Ich glaube nicht, dass Ihr es kennt Majest�t. Es ist ein sehr kleines Dorf, sein Name ist Ereskil.� Der Name dieses Dorfes lie� Thranduil aufhorchen. �Das Dorf der Verbannten? Wie kommt Ihr dorthin? Lebt Ihr allein dort?�, erkundigte er sich. �Ja, das Dorf der Verbannten. Ich lebe schon lange dort. Mein Vater, Telrosion, wurde von Herrn Elrond dorthin geschickt um nach dem Rechten zu sehen. Leider ist er ... verstorben. Jetzt lebe ich allein mit meiner Stiefschwester Entiliel und meiner Stiefmutter Celenauriel dort.� Thranduil�s Augen weiteten sich vor Schreck, als er den Namen von T�ra�s Stiefmutter h�rte. �Kann das wirklich sein? Was bezweckt sie damit? Ich wusste gar nicht, dass sie geheiratet hat.�, dachte der K�nig und versucht sich nichts weiter anmerken zu lassen. Aber ein Blick in das Gesicht seiner Gemahlin verriet ihm, dass auch sie sich Gedanken machte und genau wusste was ihm jetzt durch den Kopf ging. �Das mit Eurem Vater tut mir sehr leid. Ich kannte ihn, ein sehr ehrenwerter Mann. Er stammte aus D�sterwald�, sagte der K�nig �Wollt Ihr euch jetzt seine Heimat anschauen?�, fragte Alcfalasien und musterte T�ra ganz genau. �Ja genau.�, antwortete T�ra schnell und wandt sich wieder ihrem Essen zu. Das K�nigspaar stellte keine weiteren Fragen und wandt sich den andern Anwesenden zu. Besonders interessierten sie sich f�r Gimli und lauschten gespannt seinen Reden �ber Mithril, Berge und Zwergensch�tze. Als alle fertig waren mit Essen, l�ste Thranduil die Gesellschaft auf und alle gingen ihrer Weg.

Ergl�niel, Vedurion, T�ra, Lily, Gimli und Legolas gingen in die Bibliothek. Dort entfachte Ergl�niel ein Feuer in dem riesigen Kamin und alle lie�en sich in die gro�en Ohrensessel fallen. Legolas holte eine Karaffe mit Wein hinter seinem R�cken hervor, die er aus dem gro�en Saal mitgenommen hatte, holte Gl�ser aus einer Vitrine und schenkte jedem ein. �Puh, bin ich satt.�, st�hnt Vedurion �Ich glaube ich habe zuviel gegessen. Aber nun erz�hlt endlich von euren Abenteuern!�, sagte er zu Legolas und Gimli gewandt. Die beiden begannen von ihrer Reise zu berichten und verbesserten sich gegenseitig, wenn etwas nicht stimmte. Die anderen lauschten gespannt den Erz�hlungen und stellten nur gelegentlich kurze Fragen. Besonders Vedurion h�rte aufmerksam zu. Als die beiden geendete hatten seufzte er. �Ich w�nschte ich w�re auch dabei gewesen! Aber nein, ich muss ja zu Hause bleiben.� �Es reicht doch wenn einer in den Krieg zieht und sein Leben aufs Spiel setzt Rion.�, r�ffelte ihn seine Schwester. �Jaja, ich wei�, ich bin ja nur Vedurion. Der j�ngste der Familie.�, gab er ihr trotzig zur Antwort. �Ich geh� zu Bett. Gute Nacht.�, g�hnte er, stand auf und verlie� ohne weiter Worte den Raum. �Er ist immer noch der gleiche Dicksch�del wie fr�her, daran hat sich jedenfalls nichts ge�ndert.�, stellte Legolas mit einem belustigten L�cheln fest. �Da ist er aber nicht der Einzige.�, neckte Gimli seinen Freund und stand auf. �Ich f�r meinen Teil werde es deinem Bruder gleichtun und ebenfalls ins Bett gehen. Ich w�nsche eine angenehme Nachtruhe.� Der Zwerg verlie� das Zimmer und auch die anderen erhoben sich. �Ich glaube die beiden haben Recht. Wir sollten alle schlafen gehen.�, schlug Ergl�niel vor. T�ra und Lily willigten ein, nur Legolas blieb in seinem Sessel sitzen. �Geht nur, ich bleibe noch ein wenig hier.�, er stand auf und k�sste seine Schwester auf die Stirn. �Gute Nacht euch allen.� Lini sah ihren Bruder an und sch�ttelte leicht den Kopf. �Gute Nacht Lai.�, sagte sie und k�sste ihn ebenfalls auf die Stirn, danach verlie�en die drei Elbinnen die Bibliothek und Legolas lie� sich wieder in den Sessel sinken.

Er go� sich ein Glas Wein ein und begann zu gr�beln. Tief in Gedanken versunken blickte er, ohne den Blick abzuwenden, ins Feuer. Auf einmal fuhr ein Ruck durch seinen K�rper. Er stand auf und ging zu dem Sekret�r, der in einer Ecke stand, setzte sich hin, nahm Papier und Stift zur Hand und begann zu schreiben. Als er geendete hatte, steckte er das Papier in einen Umschlag und versiegelte ihn. Er rief nach einem Diener gab ihm den Brief und sagte ihm, was damit zu tun sei. Als der Diener gegangen war, stand er auf, l�schte das Feuer im Kamin und machte sich auf den Weg in seine Gem�cher.

*~*

An der Treppe verabschiedeten sich Gimli, T�ra und Lily von Ergl�niel, die die andere Treppe nehmen mussten, um in ihre Gem�cher zu kommen.

T�ra, Lily und Gimli stiegen die Treppe empor und in der ersten Etage verabschiedete sich auch Gimli von den Elbinnen, w�hrend diese in den zweiten Stock gingen. �Sag mal, gef�llt dir Vedurion?�, fragte T�ra ihre Schwester, die bei dieser Frage rot anlief. �Wie kommst du denn darauf?� �Ich meine nur, weil ihr euch dauernd so ... angeschaut habt.� �Ja, ich finde ihn ganz nett und jetzt gute Nacht.�, antwortete Lily, froh dar�ber endlich an ihrem Zimmer angelangt zu sein und keine neugierigen Fragen mehr beantworten zu m�ssen. Schnell ging sie hinein und schlug die T�r hinter sich zu. T�ra ging allein weiter und gelangte nach ein paar 100 Metern zu ihrem eigenen Zimmer. Sie ging hinein und schlo� die T�r hinter sich. Sie zog ihre Schuhe und das Kleid aus und schl�pfte in ein weniger aufwendiges hinein. Danach ging sie zu den T�ren, �ffnete sie und trat auf den Balkon hinaus. Auf dem kleinen Tisch vor der Bank stand eine Karaffe mit Wein auf einem silbernen Tablett und ebenfalls darauf lag ein Brief. T�ra nahm den Brief, �ffnete ihn. Erstaunt �ber die fein s�uberliche Handschrift begann sie zu lesen.

Ein M�dchen das so l�cheln kann, hab' ich nie geseh'n.
Ich kann nicht schlafen.
Doch ich bin auch nicht wach.
Denn ich tr�um.
Seit wir uns trafen macht erst Sinn was ich mach.
Auch wenn ich einfach nur die Zeit vers�um' und vertr�um'.


Ein M�dchen das so l�cheln kann, so nat�rlich, habe ich noch nie geseh'n
Seit ich in diese Augen sah, komm' ich nicht zur Ruh.
Ich wei� nicht was mit mir geschah, ich wei� nur der Grund bist du.


Wenn ich mich je verliebe, dann sicherlich in eine Frau wie dich.
Und vielleicht denkst auch du so wie ich!


Ich f�hl� mein Seelen, bin verwirrt und ich will wenn ich tr�um, mich an dich lehnen.
Sicher wird mein Herz stehen, w�hrend ich neben dir die Zeit vers�um' und vertr�um'.


Anstatt zu schlafen frag� ich mich ob du ahnst, was ich tr�um'?!
Seit wir uns trafen f�hle ich nur dich!


Wenn ich mich je verliebe, dann liebe ich sicherlich jemanden ganz genau wie dich oder ich komm' nie mehr wieder zur Ruh.


Denn es war noch nie jemand so wie du!


Als sie mit lesen fertig war, ging sie zur Br�stung des Balkons, lehnte sich dagegen und sah vertr�umt in den sternenklaren Nachthimmel. Nach einer Weile ging sie zur�ck zum Tisch, nahm den Brief in die Hand und �berflog ihn noch einmal. Nach kurzer �berlegung, entschlo� sie sich, dem Verfasser zu antworten. Sie ging hinein und holte aus einer Schublade des Sekret�rs, der in ihrem Zimmer stand, Papier und Stift, ging wieder hinaus auf den Balkon und begann zu schreiben. Als sie geendet hatte, l�utete sie nach einem Pagen und gab ihm Anweisung wohin er den Brief bringen sollte. Der Junge verlie� die Gem�cher und T�ra kehrte auf den Balkon zur�ck.



- Ende Kapitel 6 -



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W�RTERBUCH

Telrosion � Gro�es Herz

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Nun gut, ich gebe zu, ich habe D�sterwald etwas (sehr) anders beschrieben als Tolkien, aber mir gef�llt�s so besser und es passt auch ein bisschen besser in die Geschichte *g* 1
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