Die beiden Elben erreichten den Bach und lie�en sich im Schatten einer gro�en Trauerweide nieder.
�Wie ruhig das Wasser hier flie�t.�, bemerkte Legolas beil�ufig. �Erz�hlt mir etwas von Euerer Heimat T�ra. Wie ist es dort? Ich dachte immer, dass in Ereskil keine Elben leben. Ist es nicht ein Dorf der Verbannten?� T�ra sah den Prinzen erschrocken an. Ahnte er etwa, dass sie die Stieftochter einer Verbannten war, die sich im Ringkrieg Sauron angeschlossen hatte?! Vielleicht war er aber auch einfach nur neugierig.
�Ja, das war einmal so, aber jetzt leben viele Elben in Ereskil. Es ist wundersch�n. Im Fr�hling bl�hen dort jede Menge Niphridil. Ein kleiner silberner Bach flie�t mitten durch den Ort, an seinen Ufern spielen die Kinder und vom Markt her klingt das muntere Gerede der Marktfrauen. Es ist ein ruhiges und friedliches Dorf.�, erz�hlte T�ra mit leuchtenden Augen. Legolas war erfreut dar�ber sie so gl�cklich zu sehen. Doch warum, er kannte sie erst kurz und war so gl�cklich dar�ber, dass sie gl�cklich war. Ein wohlig warmes Gef�hl breitete sich von seinem Magen her aus, das er nicht so recht einzuordnen wusste. �Wie seit Ihr eigentlich nach Ereskil gekommen? Seit Ihr dort geboren?� �Nein, meine Familie stammt aus Thargelion. Wir sind erst kurz vor Ende des Ringkriegs nach Mittelerde gekommen.�
Sie war so wundersch�n. Das Licht der Sonne brach sich in ihren langen schwarzen Haaren und lie� sie leicht r�tlich schimmern. Ihre Augen waren so strahlend, wie Millionen von Sternen, ihre Haut so glatt wie Seide. Er wusste nicht wieso, aber er konnte seine Augen einfach nicht von ihr abwenden.
�Eure Hoheit, ist alles in Ordnung?�, riss T�ra ihn aus seinen Tr�umen. ��h... ja.�, sagte Legolas etwas verwirrt, hatte er doch nichts von dem mitbekommen, was sie ihm erz�hlte. �Aber lassen wir das mit �Eure Hoheit� ich habe Euch doch gesagt, dass mein Name Legolas ist!� �Gut, aber dann sollten wir auch das Sie lassen oder meint Ihr nicht?� �Einverstanden! Legolas.�, sagte er und reichte ihr l�chelnd seine Hand. �T�ra.�, antwortete sie lachend. �Lachst du mich jetzt etwa aus?� �Nein ich lache dich an!� Legolas zog eine Braue hoch. Warum lachte sie nur? Hatte er irgendetwas falsch gemacht? Er sch�ttelte den Kopf und lie� sich r�cklings ins Gras fallen. �Aber jetzt erz�hl doch mal was �ber dich. Wie ist das Leben am Hof so? Es ist bestimmt toll als Prinz, da kann man tun und lassen was man will.�, seufzte T�ra. �Das Leben am Hof ist nicht grad berauschend und ehrlich gesagt m�chte ich auch nicht dar�ber reden. Jedenfalls jetzt nicht. Der Tag ist zu sch�n.�, brach Legolas das Gespr�ch ab. �Na gut, dann erz�hl mir etwas �ber dich. Wer ist Legolas, Prinz und Thronerbe von D�sterwald?�, fragte T�ra weiter. ��ber mich gibt es nicht viel zu erz�hlen. Das meiste wei�t du bereits.� Warum lenkte er dauernd ab? War es ihm so unangenehm? Sollte sie ihn einfach fragen? T�ra beschlo� es zu tun, was sollte auch passieren, au�er dass er aufstehen und gehen w�rde und sie f�r total verr�ckt halten w�rde?! �Sag mal, gibt es in D�sterwald eigentlich jemanden, der auf dich wartet, ich meine au�er deinen Eltern?� Puh jetzt war es raus. Legolas richtete sich auf und sah sie mit einem verwunderten Blick an. �Ob jemand auf mich wartet? Du meinst eine Freundin, Verlobte oder so? In diesem Fall muss ich dich entt�uschen, au�er meinen Eltern und Geschwistern wartet dort niemand auf mich.�, gab Legolas ihr mit einem verschmitzten Grinsen zur Antwort. �Warum fragst du das?� T�ra wurde rot und wandt verlegen den Kopf zur Seite. Aber irgendwie war sie auch erleichtert.
Legolas nahm ihr Kinn in seine Hand und drehte ihren Kopf zu sich. Er sah ihr tief in die Augen. Er sp�rte wie verunsichert sie war. Aber warum? Warum machte seine Gegenwart sie so nerv�s? Aber auch er versp�rte dieses wohlige Gef�hl, das er nie zuvor versp�rte hatte. Er wusste nicht, wie er es beschreiben sollte, aber es war ein sch�nes Gef�hl. Ihre Haut war sie zart und es prickelte in seinen Fingern, als er sie ber�hrte.
T�ra sah ihn aus gro�en Augen an. Es war ihr nicht unangenehm dass Legolas sie ber�hrte und doch f�hlte sie sich irgendwie unbehaglich.
Legolas beugte sich zu ihr hinunter, hob ihr Kinn an und k�sste sie sehr z�rtlich auf die Lippen. Es war nur ein Hauch, aber es war ein Kuss und dieser Kuss lie� T�ra bis �ber beide Ohren rot anlaufen. Sie wollte aufstehen und weglaufen, doch sie konnte nicht. Wie gel�hmt sa� sie da und starrte den Elben mit gro�en Augen der Verwunderung an. Was tat er da? Warum tat er das? Und vorallem warum machte er nicht weiter? �Du... du bist wirklich sehr nett. Entschuldige.�, stammelte Legolas etwas verlegen und verwundert �ber sich selbst was er da gerade getan hatte. �Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, es war... wundersch�n.�, sagte T�ra verlegen. Legolas l�chelte sie etwas verlegen an. Etwas z�gerlich n�herte sich T�ra ihm und gab ihm einen fl�chtigen Kuss auf die Nase, bevor sie ihn auf die Lippen k�sste. Legolas erwiderte den Kuss und zog sie dichter an sich. Er legte eine Hand um sie und strich ihr �ber den R�cken. Ihr Haar, es war so weich und zart. Z�rtlich ber�hrte er ihre Wangen. T�ra schlo� die Augen und geno� Legolas� Ber�hrungen, m�ge er doch nie damit aufh�ren. Es war so angenehm seine W�rme zu sp�ren und er war so z�rtlich, soetwas hatte sie noch nie f�r jemanden empfunden.
Sie konnte es nicht glauben. Sie T�ra, die von allen immer herumgesto�en worden war. Sie, die sie den liebsten Elben, ihren Vater, in ganz Mittelerde verloren hatte und von ihrer Stiefmutter wie eine Magd behandelt wurde. Und jetzt das, der Prinz von D�sterwald k�sste sie. Er, wegen dem sie eigentlich auf dem Weg nach D�sterwald waren und der eigentlich f�r ihre Schwester bestimmt war. Was w�rde Lily sagen, wenn sie es erfahren w�rden? Ob sie b�se sein w�rde? Aber all das interessierte T�ra im Augenblick nicht. Seit Jahren war sie nicht mehr so gl�cklich gewesen wie in diesem Moment. Aber meinte er es auch ernst? Was wenn er nur mit ihre spielte? Er hatte bestimmt schon viele M�dchen gekannte. �Legolas,� sagte sie und dr�ckte ihn ein St�ck von sich weg �meinst du das auch ernst?� �Was?�, fragte der Elb verwirrt und wieder seine Braue. �Ich meine, ...was ich sagen will... meinst du es ernst mit mir?� �Wieso sollte ich es nicht ernst meinen?�, fragte Legolas mit einem beruhigenden L�cheln zur�ck. �Ich wei� nicht. Ich war ... ich meine ... ich hatte noch nie einen Freund.�, gab T�ra verlegen zur�ck und senkte den Kopf. Legolas hob ihr Kinn an und gab ihr einen innigen Kuss. �Vertrau mir, ich w�rde dir nie weh tun! Das verspreche ich dir.� T�ra legte ihren Kopf an seine Schulter und seufzte tief. Er roch so gut, nach Wald. Sie griff nach einer Str�hne seines Haares und zwirbelte es um ihren Finger. Es war so weich und so hell, ganz anders als ihres. K�nnte dieser Moment der Gl�ckseligkeit doch nur ewig andauern. Sie dr�ckte sich fest an ihn und genoss es wie er sie fest und dennoch z�rtlich in seine Arme schloss. Sanft hauchte sie einen Kuss auf seinen Hals und strich ihm �ber das lange glatte Haar.
�Glaubst du nicht, dass deine Schwester und Gimli sich langsam Sorgen machen? Auf einmal denken sie noch die Orks h�tten uns gefasst. Wir sollten langsam zur�ckkehren.�, riss Legolas sie aus ihren Tr�umen. �Lass uns noch hierbleiben und den Sonnenuntergang anschauen, dann haben wir immer noch gen�gend Zeit um zur�ck zukehren.�, schlug T�ra vor. �Einverstanden.�, willigte Legolas ein und lehnte sich mit dem R�cken an den Stamm der Weide. T�ra kam zu ihm gerutscht, legte ihren Kopf auf seine Schulter und kuschelte sich an ihn. Legolas legte seinen rechten Arm um ihre Schulter und dr�ckte sie an sich.
Langsam begann T�ra einzunicken. Sie versuchte sich krampfhaft wachzuhalten, doch es gelang ihr nicht. Schlie�lich siegte die M�digkeit und sie viel in einen tiefen traumlosen Schlaf. Sie wachte erst auf, als Legolas sie mit einem sanften Kuss auf die Stirn weckte. �Es ist soweit, gleich geht die Sonne unter.� T�ra richtet sich auf und gemeinsam sahen die beiden Elben sich den Sonnenuntergang an. �Wundersch�n!�, meinte T�ra als es vorbei war. �Du bist wundersch�n.�, meinte Legolas als er langsam aufstand. �Danke, das ist nett von dir.�, sagte T�ra etwas verlegen �Aber jetzt sollten wir wirklich gehen.� Legolas pfiff und kurze Zeit stand Tirion, sein silberner Hengst, vor ihm. Der Hengst schnaubte aufgeregt und scharrte mit dem Vorderhuf. �Kommst du?�, fragte Legolas. �Wir nehmen dein Pferd?� �Ja, mit Tirion sind wir schneller.� �Na gut.� Sanft fasste Legolas T�ra an den H�ften und setzte sie auf Tirion, bevor er sich leicht hinter ihr aufs Pferd schwang. �Sitzt du bequem?�, erkundigte sich Legolas. �Ja� �Dann k�nnen wir ja los.�. Mit einem leichten Druck an die Flanken des Hengstes gab Legolas ihm das Zeichen zum Aufbruch und Tirion galoppierte davon.
Merkt man, dass ich einen wundersch�nen Tag hatte? Wohl kaum *g*
Ich wei� es ist super kurz, aber ich will euch ja nicht die Vorfreude nehmen und euch noch ein bisschen zappeln lassen.
Und ja, ich wei� es ist schnulzig. Dabei hatte ich einer Freundin versprochen, dass es bei mir nicht schnulzig wird, aber ich konnte nicht widerstehen!!! Sorry Sarah
*besch�mt zu boden guck*
So und jetzt entschuldigt mich, ich geh� mal ein Loch suchen, in dem ich versinken kann.