::part 3::
Die Schatten der Vergangenheit



Der Morgen kam, grau, kalt, neblig und es sah nach Regen aus.

T�ra streckte sich und sah sich nach ihrer Schwester um, diese schlief immer noch den Schlaf der Gerechten. Es musste noch sehr fr�h sein, denn die Morgend�mmerung hatte gerade erst eingesetzt. T�ra stand auf und war �berrascht, den Zwergen schon so fr�h auf den Beinen zu sehen, von Legolas hatte sie nichts anderes erwartet, schlie�lich hatte er die letzte Nachtwache gehalten. Aber Gimli, wieso war er schon so fr�h auf? Sie zog ihre Schuhe an und ging zu den beiden hin�ber.

�Guten Morgen!�, begr��te sie die beiden. �Guten Morgen!�, gaben Legolas und Gimli wie aus einem Mund zur�ck. T�ra war sich nicht ganz sicher, aber irgendwie wirkten beide bek�mmert und machten einen abwesenden Eindruck. �Stimmt irgendetwas nicht?�, fragt sie vorsichtig. �Nein, es ist alles in Ordnung.�, antwortete Legolas, um sie nicht zu beunruhigen. T�ra beschloss nicht weiter nachzufragen und begann damit ein kleines Fr�hst�ck herzurichten.

�Wir sollten nachsehen, ob unsere Vermutung richtig war.�, fl�sterte Legolas zu Gimli, so dass T�ra es nicht h�ren konnte. Gimli nickt, die beiden standen auf und gingen auf das Geb�sch zu, aus dem gestern Nacht diese seltsamen Augen geblickt hatten. �Ich hatte also doch Recht.�, sagte Legolas und deutete auf die kleinen Fu�spuren, die in dem feuchten Boden gut zu erkennen waren. Gimli konnte seinem Freund keine Antwort geben. Er stand da, wie vom Blitz getroffen und starrte auf die Fu�spuren. �Bei Durins Bart, das kann nicht sein!�, stammelte er kopfsch�ttelnd. �Wie kann das sein... ich meine, er ist doch... Nein, das kann einfach nicht wahr sein.� �Es sieht aber ganz danach aus mein Freund.�, meinte Legolas �Wie auch immer er dem Feuer entkommen ist, und wer auch immer ihm dabei geholfen haben mag, er war gestern Nacht hier, das steht fest. Wir sollten aufbrechen, dieser Platz ist nicht sicher!� Die beiden gingen zur�ck zum Feuer.

Als T�ra in die Gesichter der beiden sah, wusste sie, dass etwas nicht stimmt. �Wir m�ssen aufbrechen. Wenn die Damen also bitte Ihr Fr�hst�ck beenden m�chten.�, sagte Legolas mit einem leicht besorgten Unterton. �Aber wieso? Was ist passiert, dass wir so schnell das Lager abbrechen m�ssen?�, wollte Lily genauer wissen. �Fragt nicht, sonder ...!�, schnauzte Gimli die beiden an, doch er wurde von Legolas unterbrochen �Wir erkl�ren es Euch unterwegs, doch jetzt m�ssen wir uns beeilen!� die beiden erhoben keine weiteren Einw�nde und so packten die vier schnell ihre Sachen zusammen, l�schten das Feuer, stiegen auf ihre Pferde und machten sich weiter auf den Weg nach D�sterwald.

*~*

Er hatte das Haus seiner Herrin erreicht, jetzt z�gerte er es zu betreten. Was w�rde sie mit ihm machen? Sie war bestimmt w�tend, dass er nicht zum vereinbarten Zeitpunkt zur�ck gewesen war. Aber es half nichts. Er betrat das Haus und ging in das Kellergew�lbe, in dem Globluk ihre Zeremonien durchzuf�hren pflegte. Er fand seine Herrin im Dunklen hinter dem Palantir sitzend und angestrengt in die Kugel starrend. Vielleicht hatte sie ihn ja nicht bemerkt und er konnte unbehelligt wieder hinausschl�pfen. �Wo bist du gewesen du Nichtsnutz?�, fauchte ihn Globluk an. Somit waren seine Hoffnungen auf ein unbemerktes Entkommen zu Nichte gemacht worden. �Hatte ich dir nicht befohlen, mir unverz�glich Bericht zu erstatten, falls etwas passieren w�rde dass den Plan gef�hrden k�nnte?�, schrie Globluk ihren Spion an w�hrend sie sich von ihrem Stuhl erhob und auf ihn zukam. �Ich wei������ wasssssss ihr wollt Herrin. Ich habe es gefunden...�, zischte er. �Nichts wei�t du du T�lpel, mach dass du mir aus den Augen kommst oder ich vergesse mich.�, herrschte sie ihn an und kam dabei gef�hrlich nah an ihn heran. Glucksend und vor sich hinmurmelnd lief er auf allen Vieren aus dem Raum.

War sie denn nur von Idioten umgeben? Diese Orks waren ja schon d�mlich, aber der, der setzte allem die Krone auf. Warum blo� hatte sie ihn damals gerettet? Naja, vielleicht k�nnte er ihr sp�ter ja doch noch von Nutzen sein. Im Moment konnte sie sich �ber diesen Taugenichts keine weiteren Gedanken machen. Sie musste zusehen, dass ihr Plan nicht fehlschlug. Er durfte nicht fehlschlagen, sonst war die jahrelange Arbeit umsonst und das konnte sie sich nicht leisten.

Globluk dachte an die alten Zeiten zur�ck, damals als ihr Name noch Celenauriel lautete, und noch heute drehte sich ihr Magen rum, wenn sie daran dachte, wie ihre Liebe verschm�ht, sie zur Schande ihres Volkes und zu guter letzt ausgesto�en und verbannt wurde. Aber den gr��ten Schmerz bereitete ihr der Gedanke daran, dass sie ihren Liebsten an eine andere verloren hatte. Sie konnte den Gedanken nicht ertragen! Warum nur hatte Thranduil ausgerechnet Alcfalasien heiraten m�ssen?! Und dann hatten sie auch noch dieses Balg bekommen und somit einen Thronfolger! Das ganze Volk war vor Freude aus dem H�uschen. Als dann noch ein paar Jahre sp�ter der zweite und dritte Balg kamen, war das Gl�ck ganz perfekt!

Damals, aus Wut und Entt�uschung, entschloss sich Globluk dazu, sich dem Dunklen Herrscher anzuschlie�en und sich an Thranduil zu r�chen! Als der K�nig von D�sterwald dies erfuhr, verbannte er sie. Von da an fristete sie ein trostloses Leben. Doch der Dunkle Herrscher verlieh ihr Macht. Macht die ausreichen w�rde, Thranduil und die seinen zu vernichten. Doch dann, als sie zum entscheidenden Schlag gegen ihn ausholen wollte, fiel der Dunkle Herrscher und somit verlor auch sie einen Teil ihrer Macht. Und wer war daran Schuld? Dieser Hobbit! Und wer half ihm dabei? Thranduil�s Sohn! Globluk feuerte vor Wut ein paar gl�serne Karaffen vom Tisch. Oh ja, auch Thranduil sollte erfahren, was Schmerz und Leid bedeutet! Er sollte daf�r b��en! Daf�r, dass sie jahrelang in Verbannung hatte leben m�ssen! Daf�r, dass er ihre Liebe verschm�ht und sie verachtet hatte! Sie krallte sich vor Wut an der Tischplatte fest, bis die Kn�chel ihres Handgelenks und ihrer Finger wei� hervortraten. �Du darfst jetzt den Kopf nicht verlieren!�, dachte sie. �Es wird alles so laufen wie geplant.� Bei dem Gedanken an ihren Plan flog ein diabolisches L�cheln �ber ihre Lippen und sie lachte still in sich hinein.

Lautes Fl�gelschlagen riss Globluk aus ihren Erinnerungen. Abraxas kehrte von seinem Erkundungsflug zur�ck bereit ihr Bericht zu erstatten. Er lie� sich auf seinem Ast neben dem Zeremonientisch nieder und blickte sie aus seinen gro�en dunklen Augen erwartungsvoll an. Globluk ging an das Sideboard das an der schimmligen Wand hing, griff in eines der unz�hligen T�pfchen und holte einen Wurm heraus. Sie ging zu ihrem Raben zur�ck, und hielt ihm den Wurm hin, nach dem er begierig schnappte und ihn dann gen�sslich verspeiste. �Schmeckt es dir mein Liebling?! Ja sicher schmeckt es dir. Iss auf und dann berichte mir, was du gesehen hast.�, sagte Globluk zu ihm. Als Abraxas sein Mahl beendet hatte, fing er an laut zu kr�chzen. Die Zauberin h�rte ihm genau zu und nickte nur hin und wieder leicht mit dem Kopf oder runzelte die Stirn. �Soso,� sagte sie als der Rabe geendet hatte �dann haben dieser Elb und der Zwerg den T�lpel also doch bemerkt. Na warte, dem werde ich Beine machen. Wo sind sie?� Wieder kr�chzte der Rabe. �Ah, ich werde die Orks losschicken, sie sollen sich um diese Mi�geburten k�mmern. T�ra kann man nicht trauen, nachher ist sie schuld, wenn der Plan fehlschl�gt oder zu sp�t ausgef�hrt wird.� Globluk schrie einen Befehl und kurze Zeit sp�ter stand ein Ork im Raum. �Ihr habt nach uns gerufen Eure Grausamkeit!�, grunzte der Ork, ein besonders gro�es und h��liches Exemplar seiner Rasse. �Ja Ghazk�r, ich habe einen Auftrag f�r dich und deine M�nner!� Globluk begann dem Hauptmann ihres Orktrupps ihren teuflischen Plan zu erl�utern. �Wir sollen niemanden t�ten?�, fragte der Ork verwundert, als sie geendet hatte. �Nein, ich brauche sie alle lebend! Und jetzt geh, nimm deine besten M�nner mit und erledige diese l�stige Angelegenheit!�, befahl Globluk und wies mit dem Finger auf die T�r. Sowie der Ork den Raum verlassen hatte, lie� sich Globluk in ihren Sessel in der Ecke fallen, schloss ihre Augen und begann �ber die Berichte ihrer Spione nachzudenken.

Ghazk�r rief seine besten M�nner zusammen und gemeinsam nahmen die Orks die Verfolgung der Gruppe auf. Dank Globluk�s Zauberkraft, liefen sie schnell, schneller als man es von Orks gewohnt ist und wenn sie dieses Tempo beibehalten w�rden, w�rden sie die Reisenden in kurzer Zeit eingeholt haben. Nicht einmal drei Stunden w�rden sie brauchen.

*~*

�Was ist jetzt eigentlich vorhin in dem W�ldchen passiert, dass wir so schnell das Lager abbrechen mussten?�, erkundigte sich Lily. �W�hrend der Wache ist uns aufgefallen, das wir beobachtet werden. Ich hatte zwar schon vorher das Gef�hl, dass wir verfolgt w�rden, habe aber bis dahin niemanden gesehen.�, begann Legolas zu erkl�ren �Aber letzte Nacht, w�hrend der Wache fielen Gimli ein Paar Augen auf, die aus dem Geb�sch zu uns her�ber starrten. Auch ich habe sie w�hrend meiner Wache mehrmals gesehen und uns beiden kam ein schrecklicher Verdacht auf, wer uns da verfolgt. Bei Tagesanbruch schauten wir uns das Geb�sch und den Boden dahinter genauer an und stellten fest, dass sich unser Verdacht als bittere Wahrheit entpuppte.� �Aber wer verfolgt uns und warum?�, fragte T�ra. �Es ist das Gesch�pf Gollum.�, sagte Gimli finster �Eigentlich dachten wir er sei tot, als er damals in das Feuer des Schicksalsberges st�rzte. Aber wir haben uns geirrt.� T�ra und Lily sahen sich erstaunt an. Konnte das wirklich sein? Hatte ihre Mutter ihnen ihren lampen�ugigen, plattf��igen Spion auf den Hals gehetzt? Und wenn ja warum? �Wieso seit ihr Euch da so sicher, dass er es ist?�, wollte Lily wissen. �Nun, wir kennen diese Fu�spuren nur all zu gut. Hoffen wir, dass er kein Unheil anrichtet so wie beim letzten Mal.�, gab Legolas zur�ck. �Hey, Herr Elb. K�nnen wir nicht mal eine Rast machen, mir tut langsam mein Hinterteil weh.�, fl�sterte Gimli seinem Freund zu, in der Hoffnung die beiden Elbinnen m�gen es nicht h�ren, doch ihr Kichern verriet ihm dass sie es geh�rt hatten. �Wir werden in einer Stunde Rast machen Herr Zwerg!�, sagte Legolas grinsend.
Schweigend ritten die vier nebeneinander her, bis Legolas, an einem kleinen W�ldchen durch das ein Bach floss, das Zeichen zur Rast gab. Erleichtert aufatmend rutschte Gimli von seinem Pferd und begann sich die Beine zu vertreten. Lily setzte sich ins Gras und streckte die Nase in die Sonne. Es war ein so sch�ner, warmer Tag. �Ich schau mich ein wenig um.�, sagte T�ra und ging in Richtung des Baches. Legolas folgte ihr.

Er war sich sicher, dass sie ihn nicht bemerkt hatte. �Warum verfolgt Ihr mich eure Hoheit?!�, sagte T�ra und drehte sich zu ihm um. Erschrocken blieb er stehen. Was hatte sie da gesagt? Eure Hoheit? Das hatte sie doch die ganze Zeit nicht getan, wieso jetzt? �Ich... ich wollte nur.�, stammelte er. �Ihr wolltet was?�, fragte T�ra, die inzwischen verd�chtig nah vor ihm stand. Erst jetzt vielen ihm ihre wundersch�nen kornblumenblauen Augen auf. Doch sie sahen traurig aus, eine gro�e Last lage in ihrem Blick. �Legolas, mein Name ist Legolas und nicht Eure Hoheit. Ich wollte Euch nicht nachspionieren T�ra.�, sagte Legolas freundlich �Wenn Ihr es gestattet, w�rde ich Euch gerne ein St�ck...� Er hielt inne und lauschte. War da nicht Fu�getrampel zu h�ren? Auch T�ra horchte auf. Entsetzen lag in ihrem Blick, auch Legolas wusste von welchen F��en das Getrampel kam. �Orks! Schnell auf einen Baum!� Die beiden Elben liefen zum n�chsten Baum, kletterten hinauf und verhielten sich still.

Eine gro�e Truppe Orks kam auf den Baum zugelaufen. Ein paar Schritte weiter weg blieben sie stehen und begannen sich in ihrer grausamen Sprache zu unterhalten. T�ra erkannte Ghazk�r. Was hatte das zu bedeuten? Erst Gollum nun einer der besten Orktrupps, den ihre Mutter zu bieten hatte? Was f�hrte ihre Mutter im Schilde? Die Orks bemerkten die beiden nicht und setzten kurze Zeit sp�ter ihren Weg in Richtung Waldende fort.

�Puh!�, stie� T�ra einen Seufzer der Erleichterung aus und sah Legolas aus gro�en Augen an. �Wie gesagt, ich wollte Euch nicht nachspionieren.�, begann Legolas das Gespr�ch von neuem. �Schon in Ordnung.�, antwortete die Elbin ihm tief in die Augen blickend. �Seine Augen, sie sind so blau wie das Meer. So tief, dass man darin versinken k�nnte.�, dachte T�ra. �Habt Ihr nun etwas dagegen?�, riss Legolas sie aus ihren Tr�umen. �Nein nein.�, stammelte sie, nicht wissend was er sie eigentlich gefragt hatte. �Vielleicht m�chtet Ihr einen kleinen Spaziergang zum Bach machen?� �Ja, das ist eine gute Idee.� Die beiden kletterten vom Baum und machten sich auf den Weg zum Bach.



- Ende Kapitel 3 -



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W�RTERBUCH

Alcfalasien � Grazia Patricia Celenauriel � Gewitterziege (elbische Form von Globluk) Ghazk�r � Nasengulli

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O. k., ich gebe zu, es ist nicht wirklich besser geworden * versch�mt zu Boden guck und mit Fu� kratz * Aber bitte erschlagt mich nicht gleich!

Zur Namensvergabe bzw. Erfindung nur so viel. Da ich ein ziemlicher Fernsehjunkie bin, bin ich beim Zappen durch die Kan�le bei einem Bericht �ber das F�rstentum Monaco h�ngen geblieben und dort war dann auch die Rede von F�rstin Grazia Patricia (oder auch Grace Kelly). So bin ich auf den Namen von Lai�s Mutter gekommen. Hat er �berhaupt eine * gr�bel gr�bel und studier* Egal ich hab ihm mal eine gegeben.

Tja, da ich mir, als ich das hier geschrieben habe, �Bill und Ted� angesehen habe und ich mich �ber den Satz �Na, kommen wir vom Kakerlakenscheuchen k�niglichen Nasengulli?!� so am�siert habe, dass ich vor lachen auf dem Boden lag und da mir der Name so gut gefiel, hab� ich �Nasengulli� einfach �bernommen. Nicht sehr einfallsreich, ich wei�. Aber ich fand�s witzig ;oP Der Morgen kam, grau, kalt, neblig und es sah nach Regen aus.

T�ra streckte sich und sah sich nach ihrer Schwester um, diese schlief immer noch den Schlaf der Gerechten. Es musste noch sehr fr�h sein, denn die Morgend�mmerung hatte gerade erst eingesetzt. T�ra stand auf und war �berrascht, den Zwergen schon so fr�h auf den Beinen zu sehen, von Legolas hatte sie nichts anderes erwartet, schlie�lich hatte er die letzte Nachtwache gehalten. Aber Gimli, wieso war er schon so fr�h auf? Sie zog ihre Schuhe an und ging zu den beiden hin�ber.

�Guten Morgen!�, begr��te sie die beiden. �Guten Morgen!�, gaben Legolas und Gimli wie aus einem Mund zur�ck. T�ra war sich nicht ganz sicher, aber irgendwie wirkten beide bek�mmert und machten einen abwesenden Eindruck. �Stimmt irgendetwas nicht?�, fragt sie vorsichtig. �Nein, es ist alles in Ordnung.�, antwortete Legolas, um sie nicht zu beunruhigen. T�ra beschloss nicht weiter nachzufragen und begann damit ein kleines Fr�hst�ck herzurichten.

�Wir sollten nachsehen, ob unsere Vermutung richtig war.�, fl�sterte Legolas zu Gimli, so das T�ra es nicht h�ren konnte. Die beiden standen auf und gingen auf das Geb�sch zu, aus dem gestern Nacht diese seltsamen Augen geblickt hatten. �Ich hatte also doch Recht.�, sagte Legolas und deutete auf die kleinen Fu�spuren, die in dem feuchten Boden gut zu erkennen waren. Gimli konnte seinem Freund keine Antwort geben. Er stand da, wie vom Blitz getroffen und starrte auf die Fu�spuren. �Bei Durins Bart, das kann nicht sein!�, stammelte er kopfsch�ttelnd. �Wie kann das sein... ich meine, er ist doch... Nein, das kann einfach nicht wahr sein.� �Es sieht aber ganz danach aus mein Freund.�, meinte Legolas �Wie auch immer er dem Feuer entkommen ist, und wer auch immer ihm dabei geholfen haben mag, er war gestern Nacht hier, das steht fest. Wir sollten aufbrechen, dieser Platz ist nicht mehr sicher!� Die beiden gingen zur�ck zum Feuer.

Als T�ra in die Gesichter der beiden sah, wusste sie, dass etwas nicht stimmt. �Wir m�ssen aufbrechen. Wenn die Damen also bitte Ihr Fr�hst�ck beenden m�chten.�, sagte Legolas mit einem leicht besorgten Unterton. �Aber wieso? Was ist passiert, dass wir so schnell das Lager abbrechen m�ssen?�, wollte Lily genauer wissen. �Fragt nicht, sonder ...!�, schnauzte Gimli die beiden an, doch er wurde von Legolas unterbrochen �Wir erkl�ren es Euch unterwegs, doch jetzt m�ssen wir uns beeilen!� die beiden erhoben keine weiteren Einw�nde und so packten die vier schnell ihre Sachen zusammen, l�schten das Feuer, stiegen auf ihre Pferde und machten sich weiter auf den Weg nach D�sterwald.
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Er hatte das Haus seiner Herrin erreicht, jetzt z�gerte er es zu betreten. Was w�rde sie mit ihm machen? Sie war bestimmt w�tend, dass er nicht zum vereinbarten Zeitpunkt zur�ck gewesen war. Aber es half nichts. Er betrat das Haus und ging in das Kellergew�lbe, in dem Globluk es pflegte ihre Zeremonien zu f�hren. Er fand seine Herrin im Dunklen hinter dem Palantir sitzend und angestrengt in die Kugel starrend. Vielleicht hatte sie ihn ja nicht bemerkt und er konnte unbehelligt wieder hinausschl�pfen. �Wo bist du gewesen du Nichtsnutz?�, fauchte ihn Globluk an. Somit waren seine Hoffnungen auf ein unbemerktes Entkommen zu Nichte gemacht worden. �Hatte ich dir nicht befohlen, mir unverz�glich Bericht zu erstatten, falls etwas passieren w�rde dass den Plan gef�hrden k�nnte?�, schrie Globluk ihren Spion an w�hrend sie sich von ihrem Stuhl erhob und auf ihn zukam. �Ich wei������ wasssssss ihr wollt Herrin. Ich haben gefunden�, zischte er. �Nichts wei�t du du T�lpel, mach dass du mir aus den Augen kommst oder ich vergesse mich.�, herrschte sie ihn an und kam dabei gef�hrlich nah an ihn heran. Glucksend und vor sich hinmurmelnd lief er aus dem Raum.

War sie denn nur von Idioten umgeben? Diese Orks waren ja schon d�mlich, aber der, der setze allem die Krone auf. Warum blo� hatte sie ihn damals gerettet? Naja, vielleicht k�nnte er ihr sp�ter ja doch noch von Nutzen sein. Im Moment konnte sie sich �ber diesen Taugenichts keine weiteren Gedanken machen. Sie musste zusehen, dass ihr Plan nicht fehlschlug. Er durfte nicht fehlschlagen, sonst war die jahrelange Arbeit umsonst und das konnte sie sich nicht leisten.

Globluk dachte an die alten Zeiten zur�ck, damals als ihr Name noch Celenauriel lautete, und noch heute drehte sich ihr Magen rum, wenn sie daran dachte, wie ihre Liebe verschm�ht, sie zur Schande ihres Volkes und zu guter letzt ausgesto�en und verbannt wurde. Aber den gr��ten Schmerz bereitete ihr der Gedanke daran, dass sie ihren Liebsten an eine andere verloren hatte. Sie konnte den Gedanken nicht ertragen! Warum nur hatte Thranduil ausgerechnet Alcfalasien heiraten m�ssen?! Und dann hatten sie auch noch dieses Balg bekommen und somit einen Thronfolger! Das ganze Volk war vor Freude aus dem H�uschen. Als dann noch ein paar Jahre sp�ter der zweite und dritte Balg kamen, war das Gl�ck ganz perfekt!

Damals, aus Wut und Entt�uschung, entschloss sich Globluk dazu, sich dem Dunklen Herrscher anzuschlie�en und sich an Thranduil zu r�chen! Als der K�nig von D�sterwald dies erfuhr, verbannte er sie. Von da an fristete sie ein trostloses Leben. Doch der Dunkle Herrscher verlieh ihr Macht. Macht die ausreichen w�rde, Thranduil und die seinen zu vernichten. Doch dann, als sie zum entscheidenden Schlag gegen ihn ausholen wollte, fiel der Dunkle Herrscher und somit verlor auch sie einen Teil ihrer Macht. Und wer war daran Schuld? Dieser Hobbit! Und wer half ihm dabei? Thranduil�s Sohn! Globluk feuerte vor Wut ein paar gl�serne Karaffen vom Tisch. Oh ja, auch Thranduil sollte erfahren, was Schmerz und Leid bedeutet! Er sollte daf�r b��en! Daf�r, dass sie jahrelang in Verbannung hatte leben m�ssen! Daf�r, dass er ihre Liebe verschm�ht und sie verachtet hatte! Sie krallte sich vor Wut an der Tischplatte fest, bis die Kn�chel ihres Handgelenks und ihrer Finger wei� hervortraten. �Du darfst jetzt den Kopf nicht verlieren!�, dachte sie. �Es wird alles so laufen wie geplant.� Bei dem Gedanken an ihren Plan flog ein diabolisches �ber ihre Lippen und sie lachte still in sich hinein.

Lautes Fl�gelschlagen riss Globluk aus ihren Erinnerungen. Abraxas kehrte von seinem Erkundungsflug zur�ck bereit ihr Bericht zu erstatten. Er lie� sich auf dem seinem Ast neben dem Zeremonientisch nieder und blickte sie aus seinen gro�en dunklen Augen erwartungsvoll an. Globluk ging an das Sideboard das an der schimmligen Wand hing, griff in eines der unz�hligen T�pfchen und holte einen Wurm heraus. Sie ging zu ihrem Raben zur�ck, und hielt ihm den Wurm hin, nach dem er begierig schnappte und ihn dann gen�sslich verspeiste. �Schmeckt es dir mein Liebling?! Ja sicher schmeckt es dir. Iss auf und dann berichte mir, was du gesehen hast.�, sagte Globluk zu ihm. Als Abraxas sein Mahl beendet hatte, fing er an laut zu kr�chzen. Die Zauberin h�rte ihm genau zu und nickte nur hin und wieder leicht mit dem Kopf oder runzelte die Stirn. �Soso,� sagte sie als der Rabe geendet hatte �dann haben dieser Elb und der Zwerg den T�lpel also doch bemerkt. Na warte, dem werde ich Beine machen. Wo sind sie?� Wieder kr�chzte der Rabe. �Ah, ich werde die Orks losschicken, sie sollen sich um diese Mi�geburten k�mmern. T�ra kann man nicht trauen, nachher ist sie schuld, wenn der Plan fehlschl�gt oder zu sp�t ausgef�hrt wird.� Globluk schrie einen Befehl und kurze Zeit sp�ter stand eine Truppe von Orks im Raum. �Hier habt nach uns gerufen Eure Grausamkeit!�, grunzte einer der Orks. Ein besonders gro�es und h��liches Exemplar. �Ja Ghazk�r, ich habe einen Auftrag f�r dich und deine M�nner!� Globluk begann dem Hauptmann ihrer Orkbrigade ihren teuflischen Plan zu erl�utern. �Wir sollen niemanden t�ten?�, fragte der Ork verwundert, als sie geendet hatte. �Nein, ich brauche sie alle lebend! Und jetzt geh, nimm deine besten M�nner mit und erledige diese l�stige Angelegenheit!�, befahl Globluk und wies mit dem Finger auf die T�r. Sowie die Orks den Raum verlassen hatten, lie� sich Globluk in ihren sch�bigen Sessel in der Ecke fallen, schloss ihre Augen und begann �ber die Berichte ihrer Spione nachzudenken.

Ghazk�r rief seine besten M�nner zusammen und gemeinsam nahmen die Orks die Verfolgung der Gruppe auf. Dank Globluk�s Zauberkraft, liefen sie schnell, schneller als man es von Orks gewohnt ist und wenn sie dieses Tempo beibehalten w�rden, w�rden sie die Reisenden in kurzer Zeit eingeholt haben. Nicht einmal drei Stunden w�rden sie brauchen.
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�Was ist jetzt eigentlich vorhin in dem W�ldchen passiert, dass wir so schnell das Lager abbrechen mussten?�, erkundigte sich Lily. �W�hrend der Wache ist uns aufgefallen, das wir beobachtet werden. Ich hatte zwar schon vorher das Gef�hl, dass wir verfolgt w�rden, habe aber bis dahin niemanden gesehen.�, begann Legolas zu erkl�ren �Aber letzte Nacht, w�hrend der Wache vielen Gimli ein Paar Augen auf, die aus dem Geb�sch zu uns her�ber starrten. Auch ich habe sie w�hrend meiner Wache mehrmals gesehen und uns beiden kam ein schrecklicher Verdacht auf, wer uns da verfolgt. Bei Tagesanbruch schauten wir uns das Geb�sch und den Boden dahinter genauer an und stellten fest, dass sich unser Verdacht als bittere Wahrheit entpuppte.� �Aber wer verfolgt uns und warum?�, fragte T�ra. �Es ist das Gesch�pf Gollum.�, sagte Gimli finster �Eigentlich dachten wir er sei tot, als er damals in das Feuer des Schicksalsberges st�rzte. Aber wir haben uns geirrt.� T�ra und Lily sahen sich erstaunt an. Konnte das wirklich sein? Hatte ihre Mutter ihnen ihren lampen�ugigen, entenf��igen Spion auf den Hals gehetzt? Und wenn ja warum? �Wieso seit ihr Euch da so sicher, dass er es ist?�, wollte Lily wissen. �Nun, wir kennen diese Fu�spuren nur all zu gut. Hoffen wir, dass er kein Unheil anrichtet so wie beim letzten Mal.�, gab Legolas zur�ck. �Hey, Herr Elb. K�nnen wir nicht mal eine Rast machen, mir tut langsam mein Hinterteil weh.�, fl�sterte Gimli seinem Freund zu, in der Hoffnung die beiden Elbinnen m�gen es nicht h�ren, doch ihr Kichern verriet ihm dass sie es geh�rt hatten. �Wir werden in einer Stunde Rast machen Herr Zwerg!�, sagte Legolas grinsend.

Schweigend ritten die vier nebeneinander her, bis Legolas, an einem kleinen W�ldchen durch das ein Bach floss, das Zeichen zur Rast gab. Erleichtert aufatmend rutschte Gimli von seinem Pferd und begann sich die Beine zu vertreten. Lily setzte sich ins Gras und streckte die Nase in die Sonne. Es war ein so sch�ner, warmer Tag. �Ich schau mich ein wenig um.�, sagte T�ra und ging in Richtung des Baches. Legolas folgte ihr.

Er war sich sicher, dass sie ihn nicht bemerkt hatte. �Warum verfolgt Ihr mich eure Hoheit?!�, sagte T�ra und drehte sich zu ihm um. Erschrocken blieb er stehen. Was hatte sie da gesagt? Eure Hoheit? Das hatte sie doch die ganze Zeit nicht getan, wieso jetzt? �Ich... ich wollte nur.�, stammelte er. �Ihr wolltet was?�, fragte T�ra, die inzwischen verd�chtig nah vor ihm stand. Erst jetzt vielen ihm ihre wundersch�nen hellblauen Augen auf. Doch sie sahen traurig aus, eine gro�e Last lage in ihrem Blick. �Legolas, mein Name ist Legolas und nicht Eurer Hoheit. Ich wollte Euch nicht nachspionieren T�ra.�, sagte Legolas freundlich �Wenn Ihr es gestattet, w�rde ich Euch gerne ein St�ck...� Er hielt inne und lauschte. War da nicht Fu�getrampel zu h�ren? Auch T�ra horchte auf. Entsetzen lag in ihrem Blick, auch Legolas wusste von welchen F��en das Getrampel kam. �Orks! Schnell auf einen Baum!� Die beiden Elben liefen zum n�chsten Baum, kletterten hinauf und verhielten sich still.

Eine gro�e Truppe Orks kam auf den Baum zugelaufen. Ein paar Schritte weiter weg blieben sie stehen und begannen sich in ihrer grausamen Sprache zu unterhalten. T�ra erkannte Ghazk�r. Was hatte das zu bedeuten? Erst Gollum nun die Orkbrigade? Was f�hrte ihre Mutter im Schilde? Die Orks bemerkten die beiden nicht und setzten kurze Zeit sp�ter ihren Weg in Richtung Waldende fort.

�Puh!�, stie� T�ra einen Seufzer der Erleichterung aus und sah Legolas aus gro�en Augen an. �Wie gesagt, ich wollte Euch nicht nachspionieren.�, begann Legolas das Gespr�ch von neuem. �Schon in Ordnung.�, antwortete die Elbin ihm tief in die Augen blickend. �Seine Augen, sie sind so blau wie das Meer. So tief, dass man darin versinken k�nnte.�, dachte T�ra. �Habt Ihr nun etwas dagegen?�, riss Legolas sie aus ihren Tr�umen. �Nein stammelte sie.�, nicht wissend was er sie eigentlich gefragt hatte. �Vielleicht m�chtet Ihr einen kleinen Spaziergang zum Bach machen?� �Ja, das ist eine gute Idee.� Die beiden kletterten vom Baum und machten sich auf den Weg zum Bach.

- Ende Kapitel 3 -

W�RTERBUCH

Alcfalasien � Grazia Patricia
Celenauriel � Gewitterziege (elbische Form von Globluk)
Ghazk�r � Nasengulli
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