| . | . | I | II | III | IV | höchste Führung |
| 78 | TV Freudenberg 2 | 24 | 22 | 17 | 15 | Freudenberg mit 0 |
| 123 | Uni Siegen | 33 | 30 | 32 | 28 | Uni mit 45 |
Beinahe mit Leichtigkeit hat die Universität Siegen die schwere Auswärtshürde beim TV Freudenberg 2 genommen und kann sich nun auf einen geruhsamen und punktereichen Vorrundenausklang gegen den TV Niederschelden am kommenden Sonntag freuen. Mit 123:78 wurden die nach Minuspunkten bis dato auf dem dritten Platz gelegenen Freudenberger förmlich deklassiert. Der Tabellenführer erzielte dabei zum vierten Mal in den vergangenen fünf Spielen mehr als 100 Punkte. Janni Tsiatsios spielte unauffällig, aber ungemein effektiv und war mit 29 Punkten erheblich an der Demontage der Gastgeber beteiligt. Alexander Vraja fügte 25 Punkte zu dem Sieg hinzu, mit dem die Studenten die derzeit längste Erfolgsserie der Kreisliga Südwestfalen auf elf Spiele ausbauten. Für die Mannschaft vom Haardter Berg war es gleichzeitig der fünfte Auswärtssieg in Folge. Ihre letzte Schlappe in fremder Halle hat die Uni Siegen beim knappen 57:67 im Playoff-Halbfinale der vergangenen Saison in Kirchhundem kassiert.
Anders als in den vorangegangenen Begegnungen begann das Spiel ausgeglichen: zwar funktionierte die Offense des Spitzenreiters tadellos, doch in der Verteidigung stand man häufig zu weit von seinen Gegenspielern entfernt, so dass die Freudenberger ein ums andere Mal verhinderten, dass sich die Uni deutlicher absetzen konnte. Erst zum Ende des Viertels gelang es den "Academics", sich etwas Luft zu verschaffen. Im zweiten Abschnitt schien das Match dann zunächst den für die Studenten gewohnten Verlauf zu nehmen: angeführt von Hannes Tonak und Alex Vraja, die die ersten 17 Punkte für die Gäste erzielten, hatte man sich schnell eine zweistellige Führung erspielt, die bald auf zwanzig Punkte angewachsen war. Doch aufgrund einiger Fehler in der defensiven Zuordnung der Universität, sowie einem bestens aufgelegten Niehüser auf Freudenberger Seite, spielten sich die Flecker zurück ins Spiel und konnten ihren Rückstand bis zur Pause auf 17 verkürzen. Neben Niehüser, der auf 22 Punkte kam, trat bei den Freudenbergern besonders Keylock hervor, der 15 seiner 19 Zähler aus der Distanz erzielte und von den Uni-Verteidigern während des gesamten Spiels nur selten am Korbwurf gehindert werden konnte.
In der zweiten Halbzeit machte sich dann der Kräfteverschließ bei den Freudenbergern bemerkbar. Nachdem die nur mit sieben Spielern angetretenen Hausherren bereits am frühen Mittag ein Spiel gegen BG Biggesee 2 absolvieren mussten, erwiesen sich die ausgeruhten Studenten dann als ein zu großes Kaliber und überrannten ihre Kontrahenten im dritten Viertel. Zwar stand die Verteidigung noch immer nicht sicher, doch ließ man als Folge des konditionellen Vorteils deutlich weniger Punkte zu als noch im ersten Spielabschnitt. Mit feinstem Run-and-Gun-Basketball im Schlussviertel besiegelte man schließlich den deutlichen Auswärtssieg, der trotz des Ausscheidens des wichtigen Spielmachers Oliver Wolf nicht mehr in Gefahr geriet. Der Aufbauspieler wurde nach seinem fünften Foul im Schlussabschnitt vorzeitig des Spiels verwiesen, kam aber trotzdem auf starke 20 Punkte.
Einziges Manko aus Sicht der Studenten war die phasenweise nachlässige Defensivleistung. So konnten die Freudenberger insbesondere in den Vierteln vor der Pause viele Punkte erzielen. Im vorletzten Spiel dieses Jahres will das inzwischen eingespielte Team der Academics mit einem weiteren deutlichen Sieg seine Siegesserie auf zwölf Spiele ausbauen, bevor eine Woche später das Top-Match beim Tabellenvierten Post SV Siegen die Rückrunde einläutet.
Universität: Oliver Wolf (Nummer 4/20 Punkte), Christian Hensel (5/6), Jan Kunze (6/4), Frank Stier (8/4), Alexander Vraja (11/25), Oliver Lange (12/14), Andreas Georgoglu (13/8), Hannes Tonak (14/13), Janni Tsiatsios (15/29)
