Problembereiche
in unserer Umwelt
Die wichtigsten verursachenden Einflüsse
Bei den hier aufgeführten Informationen
ist aus den möglichen Expositionen und den darauf beruhenden Gesundheitsstörungen
nur ein Bruchteil der vorhandenen Möglichkeiten, die ich Ihrer kritischen
Betrachtung vorstellen möchte, dargestellt. Sie erheben nicht den
Anspruch auf Vollständigkeit.
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Wasser
Luftverschmutzung und
UV- Strahlung
Boden
Lärm
Elektrosmog und
Geobiologie
Schadstoffe
im Haus
Belastungen
am Arbeitsplatz
Schadstoffe
in unserer Nahrung
Schadstoffe
auf unserer Haut
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Wasser
Wasser ist das wichtigste Lebensmittel.
Schadstoffbelastungen wirken sich unmittelbar aus.
Grundwasser
Durch die Landwirtschaft werden verstärkt
aus überdüngten Flächen Nitrate in das Grundwasser eingebracht.
Auch Schwermetalle und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln konnten
schon im Grundwasser nachgewiesen werden.
Durch Unfälle beim Transport von
Umweltgiften oder durch schadhafte Lagerung und undichte Sondermülldeponien
gelangen diese Gifte in tiefere Bodenschichten und können auch so
in das Grundwasser gelangen. In den letzten Jahrzehnten ist es in vielen
Gebieten zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels gekommen. Aus diesem
Grund wird immer öfter zur Erstellung von Trinkwasser Grundwasser
mit Oberflächenwasser vermischt.
Trinkwasser
Obwohl in den Industrieländern die
Trinkwasserqualität in der Regel sehr hoch ist, kommt es auch in diesen
Bereichen durch Schadstoffe zu Gesundheitsbeeinträchtigungen.
Schadstoffbelastungen im Trinkwasser entstehen
häufig durch die Vermischung von Grundwasser mit Oberflächenwasser.
Das Oberflächenwasser aus Seen und Talsperren ist zwar nur gering
belastet, muss aber vorher gereinigt und entkeimt werden. Flusswasser ist
oft sehr stark mit Schadstoffen verunreinigt und der Aufwand, mit dem es
gereinigt werden muss, ist sehr hoch. Zu den am häufigsten nachgewiesenen
Schadstoffen gehören Pestizidrückstände, Nitrat und Schwermetallionen.
Viele Verunreinigungen des Trinkwassers
entstehen durch das Material der Rohrleitungen. Das Material der Rohrleitungen
und das Wasser reagieren miteinander: weiches Wasser oder auch saures Wasser
kann Metallionen aus den Leitungen lösen. Hartes Wasser bildet auf
der Rohroberfläche eine Schutzschicht. Hauptbelastungen dieser Quelle
bestehen aus Blei, Kupfer und Asbest. Das im Wasser gelöste Asbest
ist, im Vergleich zum eingeatmeten Asbest, nur gering gesundheitsschädlich.
Bleirohre, die noch in Altbauten vorzufinden sind, werden heute nicht mehr
verwendet. Bleivergiftungen können auch aus bestimmten Keramikglasuren
entstehen. Insbesondere Fruchtsäfte lösen das Blei schnell aus
den Glasuren. Bei den meisten Glasuren werden deshalb heute, besonders
bei Essgeschirr, keine bleihaltigen Glasuren mehr verwendet.
Badewasser
Bei natürlichen Gewässer sind
die natürlichen Selbstreinigungskräfte des Wassers sind in der
Lage, viele Abwasserschadstoffe abzubauen. Bedenklich ist es, wenn in der
Nähe von Badestellen Abwassereinleitungen stattfinden.
Das Wasser in Freibädern und Hallenbädern
unterliegt einer strengen Kontrolle. Hier sind die Badenden selbst meistens
die Ursache für Verunreinigungen. Insbesondere Mikroorganismen und
Viren können so eine Infektionsquelle sein. Häufig werden übertragen:
-
Fußpilz
-
Warzen
-
Durch bestimmte Bakterien hervorgerufene Infektionen
der Haut und des Gehörgangs.
-
Augenbindehautentzündungen
In seltenen Fällen kommt es zu einer
Verunreinigung durch Mykobakterien oder Legionellen
Abwasser
Je nach Herkunft, sind es unterschiedliche
Schadstoffe:
-
Im Haushaltabwasser sind Belastungen mit Fäkalien,
Reinigungsmitteln und Speiseresten vorherrschend.
-
Industrielles Abwasser enthält, je nach
Industiebereich, unterschiedliche Schadstoffe.
-
Kommunale Abwässer sind häufig durch
Streusalz und Mineralöl verunreinigt.
Durch den Kontakt mit Abwasser können
verschiedene infektiöse Erkrankungen übertragen werden. Häufig
sind Typhus, Paratyphus, Bakterienruhr und Cholera. In den Industrieländern
kommen diese Erkrankungen so gut wie überhaupt nicht vor. Durch Abwasserklärung
und Reinigung werden die Schadstoffe beseitigt, bevor das Wasser erneut
genutzt wird.
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Luft
Smog, Chemikalien, Radioaktivität,
die Atemluft kann vielfältig belastet sein.
Zu den wichtigsten gasförmigen Schadstoffen
in der Luft gehören: Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NO), NO2), Schwefeloxid
(SO2), Benzol, Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), Fluorkohlenwasserstoffe
(FKW), Kohlendioxid (CO2), Ozon. Außerdem können in der Luft
feste Teilchen wie Asche und Ruß, Stäube mit metallischen, organischen
oder mineralischen Bestandteilen und radioaktive Stäube und Gase enthalten
sein. Die Stäube können so fein sein, das sie in der Lunge in
die Blutbahn aufgenommen werden können.
Eine spezielle Gefährdung geht vom
Smog
aus der im Sommer durch Autoabgase und Sonneneinstrahlung entsteht und
den Wintersmog der durch die Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe entstehen
kann. Smog kann erhebliche Gesundheitsgefährdungen mit sich bringen
und sogar für viele, besonders ältere Menschen den Tod bedeuten.
Gesundheitsgefährdungen durch Luftverschmutzung
können sehr vielfältig sein.
Durch Luftverschmutzung, Ozonbelastung
und Smog kommt es zu einem vermehrten Auftreten von:
-
Erkrankungen der Atemwege wie Reizhusten,
Asthmaanfällen, schmerzhafte Atmung bei Belastungen, eingeschränkte
Belastbarkeit.
-
Augenbrennen und Augenjucken, vermehrter Tränenfluss
-
Verstärkung der Symptomatik von allergischen
Erkrankungen der Atemwege wie Heuschnupfen und Asthma.
-
Herz-Kreislaufkomplikationen bei vorherigen
Erkrankungen wie koronarer Herzkrankheit, Hypertonie, Herzinsuffizienz.
Es kann möglicherweise ein erhöhtes
Krebsrisiko entstehen und inhalierte Moleküle können über
die Nasenschleimhaut ins Gehirn gelangen und entsprechende Gesundheitsgefährdungen
bewirken (Immuno- und Neurotoxität von Xenobiotika).
Klima
Ozonloch, Waldsterben und Treibhauseffekt.
Luftverschmutzung und Klimaveränderung haben nicht nur Auswirkung
auf Flora und Fauna sondern auch auf dem Menschen.
UV-Strahlung
UV-Strahlen dringen unterschiedlich tief
in die Haut ein und bewirken verschiedene Veränderungen.
Bei einer chronischen UV-Belastung der
Haut werden eine Menge Fehler in den Genen der Haut produziert. Ein Sonnenbad
am Nachmittag erzeugt z. B. soviel Energie, dass davon fünf 100-Watt
Glühbirnen leuchten könnten. Das Reparatursystem arbeitet auf
Hochtouren, kann aber nicht alle Fehler reparieren. So kann es zur Entwicklung
von Hauttumoren kommen.
Andererseits darf die Haut nicht vollständig
vor der Sonne geschützt werden. Ein lebenswichtiger Stoff, das Vitamin
D, wird zum Teil in der Haut hergestellt. Dazu wird aber die UV-Strahlung
gebraucht. Wird der menschliche Körper nie der Sonnenstrahlung ausgesetzt,
kann es zum Vitamin-D-Mangel kommen. Die Folge kann eine Rachitis sein,
das ist eine schwere Erkrankung des Skelettsystems.
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Boden
Je nach Verunreinigung können vom
Boden unterschiedliche Gefährdungen ausgehen.
Stadtböden und Spielplätze
sind besonders häufig durch Hundekot verunreinigt. Daraus entstehen
besonders für Kinder gefährliche Infektionsquellen. Auswaschungen
bleihaltiger Farben von Häuserdächern und Fensterrahmen können
zu erhöhten Bleiwerten in Böden führen. Auch Belastungen
durch Metalle und Kraftfahrzeugemissionen sind möglich.
Landwirtschaftlicher Boden
kann unterschiedlich belastet sein und Schadstoffe können sich in
landwirtschaftlichen Erzeugnissen anreichern. Die Anreicherungen in Nahrungsmittel
entstehen aber häufiger durch Luftverschmutzung, als durch Bodenbelastungen.
Nitratbelastungen entstehen vielfach durch das Düngen mit Gülle.
Das Aufbringen von Klärschlamm auf landwirtschaftliche oder gärtnerisch
genutzte Böden, der vielfach mit Schwermetallen und organischen Chlorverbindungen
belastet sein kann, ist verboten. Erhöhte Radioaktivität, wie
sie z. B. nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl aufgetreten ist, kann zu
einer erheblichen Belastung des Bodens führen.
Der Boden alter Fabrikgelände
oder Deponien kann mit den unterschiedlichsten Giften belastet
sein. Dazu gehören u. a. Mineralöle, Cyanide und Kohlenwasserstoffgemische.
Eine unmittelbare Gefährdung ist meistens nicht vorhanden, solange
sich niemand auf diesen Geländen aufhält und die Gifte nicht
in das Grundwasser gelangen. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass
sich Menschen unerlaubt auf solchen Geländen aufhalten. Diese sind
dann akut gefährdet. Wird auf diesen Böden gebaut, ohne das sie
vorher entgiftet werden, so können die Ausdünstungen zu Belastungen
und Gefährdungen unterschiedlichen Ausmaßes führen.
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Lärm
Lärm ist eines der größten
umweltmedizinischen Probleme mit oft irreparablen Schädigungen.
Gesundheitsschäden durch Lärm
können vielfältig sein. Neben vorübergehenden Beschwerden
kann es auch zu dauerhaften Erkrankungen kommen. Insbesondere langanhaltende
Lärmbelastungen können zu einer Lärmschwerhörigkeit
führen. Sie ist die in Deutschland häufigste Berufskrankheit.
Bei einem akuten Lärmtrauma können
innerhalb von Sekunden dauerhafte Hörstörungen auftreten. Bei
einem hohen Schallpegel von über 120 dB kann die Schalldruckwelle
Schädigungen im Innenohr verursachen. Eine anfangs leichte Schädigung
kann sich deshalb später weiterentwickeln.
Bei erhöhten Lärmpegeln von
über 85 dB reagiert der Körper mit einer vermehrten Ausschüttung
von Adrenalin. Dadurch wird der Herzschlag beschleunigt und der Blutdruck
steigt. Das Risiko, eine Herz- Kreislauf- Erkrankung zu entwickeln, ist
in lärmexponierten Gebieten, z. B. in der Umgebung von Flughäfen,
erhöht. Neben dem Rauchen, ist der Lärm der zweitwichtigste Risikofaktor
für einen Herzinfarkt am Arbeitsplatz.
Nachgewiesen sind auch durch Lärm
induzierte Schlafstörungen. Die REM- Schlafphasen sind geringen. Der
Schlaf ist nicht mehr so erholsam.
Eine wichtige Beeinträchtigung durch
Lärm ist die Störung der Kommunikation. Das betrifft sehr häufig
ältere Menschen, die Probleme haben, in einer lauten Umgebung gesprochene
Sprache zu verstehen. So kann Lärm zu einer verstärkten Isolation
führen.
Lärm hat auch psychische Auswirkungen.
Die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab. Ebenso kann das Kurzzeitgedächtnis
beeinträchtigt sein. Die psychischen Wirkungen sind individuell sehr
unterschiedlich, weil jeder Mensch unterschiedlich belastbar ist.
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Elektrosmog
und Geobiologie
1. Elektrosmog
Der Begriff Elektrosmog beschreibt das
Phänomen, dass wir infolge fortschreitender Elektrifizierung in immer
größerem Umfang niederenergetischer elektromagnetischer Strahlung
ausgesetzt sind, die wir mit unseren Sinnesorganen nicht wahrnehmen können.
Die verschiedenen "Elektrosmog"-Arten:
Elektrische Wechselfelder
Diese entstehen durch eine zwischen zwei
Polen anliegende Spannung. Je näher diese Pole sich gegenüberliegen
und je höher die Spannung zwischen ihnen ist, desto höher ist
auch die sich zwischen ihnen bildende elektrische Strahlung. Somit muss
für elektrische Strahlung kein Strom fließen, d.h. auch
wenn Sie z.B. Ihre Lampe/Fernseher etc. ausgeschaltet haben ist die elektrische
Strahlung dennoch in voller Stärke vorhanden! Jedes Kabel (besonders
die versteckten Kabel im Mauerwerk) ist eine potentielle Strahlungsquelle.
Ausschlaggebend ist hierbei sowohl die
elektrischen Feldstärke in (V/m) als auch die Frequenz in (Hz) des
elektrischen Feldes.
Magnetische Wechselfelder
Diese entsteht, wenn durch einen Leiter
Strom fließt. Je höher dieser Strom ist und je näher die
Leiter zueinander angeordnet sind desto höher ist die elektromagnetische
Strahlung die entsteht. Ausschlaggebend ist hierbei die sog. magnetischen
Flussdichte (nT) und die Frequenz (Hz).
Quellen von Elektrosmog sind
v.a. das 230-V-Stromnetz und elektrische Geräte (s.u.).
Welche Folgen Elektrosmog auf die Gesundheit
des Menschen hat, ist noch ungenügend erforscht. Einige Wirkmechanismen
sind bekannt, so führt elektromagnetische Strahlung im Radio- und
Mikrowellenbereich zur Erwärmung des Gewebes. Im niederfrequenten
Bereich erzeugen elektrische und magnetische Felder Ströme im Körper,
deren Auswirkungen nur ungenügend geklärt sind. Seit etwa 15
Jahren werden vermehrt subtile biologische Effekte, wie z.B. Einflüsse
auf die Proteinsynthese, stressähnliche Wirkungen auf Hormonsystem
und auf Zellmembran diskutiert.
Wie sich Elektrosmog aber konkret auf
die Gesundheit auswirkt, kann mit heutigem Wissensstand nicht klar beantwortet
werden. Erste Anhaltspunkte bieten die sog. elektrosensiblen Menschen.
Untersuchungen nach reagieren etwa 4% der Bevölkerung besonders empfindlich
auf Elektrosmog. Bei solchen Menschen genügt oftmals eine Stromleitung
oder ein Radiowecker im Schlafbereich, um Störungen wie Schlafprobleme,
Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit oder chronische Erkrankungen, für
die Ärzte keine Erklärung finden, auszulösen.
Epidemiologische Studien weisen u.a. auf
ein erhöhtes Leukämierisiko für nahe bei Hochspannungsleitungen
lebende Kinder, ein erhöhtes Krebsrisiko (Leukämie, Hirntumore,
Lymphome) für Arbeiter aus Elektroberufen und erhöhte Fehlgeburtenrate
bei Bildschirm-Arbeiterinnen hin. Die meisten Studien zeigen zwar erhöhte
Gesundheitsrisiken durch Elektrosmog, doch sind die gefundenen Effekte
in der Regel klein und die Studien methodisch nicht immer unumstritten.
Problematisch sind auch die fehlenden Langzeituntersuchungen.
Schließlich wurden die Folgen von
Elektrosmog auch im Tierversuch untersucht. Bei Hühnereiern, die niederfrequenten
Magnetfeldern ausgesetzt wurden, zeigte sich eine signifikante Erhöhung
von Todesraten und Missbildungen.
Auch bevor die vielschichtigen Wirkmechanismen
des Elektrosmog vollständig verstanden sind, sollte aus Vorsorgegesichtspunkten
die Belastung durch Elektrosmog Ernst genommen und, wo möglich, reduziert
werden. Besonders wichtig ist dabei der Schlafbereich, der z.B. durch netzgetriebene
Radiowecker, Stromleitungen (Netzfreischalter, abgeschirmte Kabel), elektrische
Heizdecken oder magnetisierte Federkernmatratzen belastet sein kann.
Die 1991 und 1992 neu aufgelegten deutschen
VDE-Grenzwerte für Elektrosmog-Belastungen liegen im internationalen
Vergleich hoch und nehmen das Elektrosmog-Problem im privaten Sektor in
keiner Weise ernst. Basis scheint eher der rechtlich problemlose Betrieb
von z.B. Hochspannungsleitungen in Wohnbereichen zu sein.
Weitere potentielle Belastungen sind Fernseher,
Computer-Bildschirme, Mobiltelefone, Halogenlampen und Sendeeinrichtungen
(Mobiltelefon).
2. Geobiologie
Die durch geobiologische Faktoren entstehenden
Störungen aus dem Erdreich nennt man im allgemeinen auch geobiologische
Störfelder, Störzonen Wasseradern oder auch Erdstrahlen.
Erdstrahlen entziehen sich bisher allen
Messungen mit herkömmlichen Methoden. Unbestritten ist, dass sie in
keiner uns bisher bekannten Art "strahlen". Messungen aus jüngster
Zeit ergeben eindeutig, dass es sich weder um regelmäßig auftretende
Erdmagnetfeldanomalien noch um den regelmäßigen Austritt radioaktiver
Strahlung oder Strahlen aus dem elektromagnetischen Bereich handelt.
Wie wirken Erdstrahlen?
Erdstrahlen wirken auf biologische Systeme
und teilweise direkt oder indirekt auf technische Anlagen. Dabei ist zu
beobachten, daß der Körper schon bei kurzer Einwirkung mit einer
Art Panikreaktion reagiert. Das heißt, daß sich bei der Messung
der Hautwiderstände diese ständig in großen Sprüngen
ändern (Diese Tatsache machen sich Rutengänger bei der Objektivierung
ihrer Mutungsergebnisse zunutze). Auch gibt es unstreitig Plätze die
dem Körper seine Energie entziehen. An diesen Plätzen ermüden
Menschen schneller, werden schneller betrunken, erkranken schneller an
Krankheiten und was der Dinge mehr sein mögen. In der Natur kann man
des öfteren beobachten, daß Bäume, flach am Boden wachsend,
in einer ungewöhnlichen Drehbewegung nach einer Seite ausweichen.
Hier hat sich im Lauf ihres Wachstums der Untergrund - beispielsweise eine
Wasserader - verändert. Auch technische Geräte reagieren gelegentlich
auf Störungen aus dem Untergrund. Haben Sie es vielleicht auch schon
erlebt, daß Ihr Kofferradio an einer bestimmten Stelle einen schlechten
Empfang hatte? Wurde dieser besser, nachdem Sie es - bei gleichbleibender
Sendereinstellung - um einen halben Meter verstellt hatten? Dies kann an
der, speziell an der an den Rändern von Wasseradern abfallenden, Ukw-Feldstärke
liegen. Aus der letzten Zeit liegen außerdem Messungen des Photonenaustritts
behandelter Proben und (besonders prägnant und wichtig) Messungen
der Senkgeschwindigkeit des Blutes vor.
Bei beiden Methoden ist ganz deutlich zu
sehen, daß diese durch Veränderungen der Standorte völlig
andere Werte aufweisen.
Ich kann an dieser Stelle nicht alle Auswirkungen
und Reaktionen aufzählen, denke aber, dass ich Ihnen einige interessante
Beispiele aus der Natur und Technik aufzeigen konnte.
Machen Erdstrahlen krank?
Zum Glück ist jeder Mensch anders,
das heißt, nicht jeder Mensch bekommt die gleiche Krankheit nach
der gleichen Einwirkungszeit und dem gleichen Strahlentyp. Dennoch ist
festzustellen, daß die Erkrankungen, an denen Strahlungen beteiligt
sind, in unserer Zeit immer mehr zunehmen. Zwischenzeitlich kommen zu diesen
natürlichen Strahlen (auch der Radioaktivität) immer mehr künstliche,
von Menschen erdachte, dazu. Ob es sich hierbei um Funkwellen, radioaktive
Elemente, Mikrowellen, elektrostatische Aufladungen oder diverse andere
Ladungen und Ladungsträger handelt, die täglich auf uns einwirken.
Sie alle wirken auf unseren Körper als Stressfaktoren.
Nicht das einzelne Strählchen macht
uns krank, es ist die Summe der Elemente, die dieses bewirkt. Daher ist
es auch schwer, Prognosen über eventuell auftretende Krankheiten,
deren Verlauf und den Zeitpunkt Ihres Auftretens abzugeben. Zu guter Letzt
spielen hier auch noch Dinge wie persönlicher Stress und die Fähigkeit
mit diesem umzugehen oder ihn abzuleiten, eine wichtige Rolle.
Welche Erdstrahlenarten gibt es?
Auch wenn jeder Rutengänger alles
mögliche - und unmögliche - findet, anerkannt von allen Strahlungsquellen
sind bisher:
-
Wasseradern
-
Verwerfungen (Spalten, Klüfte, etc.)
-
Globalnetzgitter (= Hartmanngitter)
-
Curry- oder Wittmannnetz
Hierbei ist zu beachten, daß sich bisher
nur die drei erstgenannten wissenschaftlich nachweisen lassen.
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Schadstoffe
im Haus
Aus Wänden und Böden gasen Giftstoffe
aus.
Tabakrauch enthält unter anderem
Fomaldehyd, ein farbloses, stechend riechendes Gas, und Nitrosamine, die
sich aus dem Nitratgehalt des Tabaks bilden. Zigarettenrauch fördert
Atemwegs- und Gefäßerkrankungen (Raucherbein),
Lungenkrebs, Kreislaufprobleme und Tumoren im Mundbereich.
Asbest gast vor allem aus Fußböden
aus, z. B. aus Vinyl-Belägen. Der Feinstaub von Asbest kann Atemwegserkrankungen
und Krebs auslösen.
Formaldehyd gast aus Spanplatten,
Fertigparkett, Desinfektionsmitteln und pflegeleichten Textilien.
Symptome: Reizungen der Atemwege, Kopfschmerzen, Erkältungen und Schlafstörungen,
eventuell sogar Krebs.
Das giftige Formaldehyd kann sich überall
verstecken: im Klebemittel, im Sperrholzregal, im Parkettboden oder im
Schaumstoffpolster. Allein die deutsche Industrie produzierte 1998 über
eine Million Tonnen des vielseitigen Reizgases.
Radon, ein in manchen Baustoffen
und im Erdreich natürlich vorkommendes Edelgas, ist ein Auslöser
von Lungenkrebs.
Mittel zum Holz- und Pflanzenschutz
enthalten Chemikalien wie Dichlorvos, Tributylzinnverbindungen (TBT), Chlornaphthalin,
Pyrethrine und Pyrethroide wie Permethrin, Cyfulthrin, Deltamethrin; ebenso
evtl. immer noch das seit 1989 verbotene Pentachlorphenol (PCP). Symptome:
Allergien, Schäden an Leber, Nieren und Immunsystem,
Kopfschmerzen,
Schlafstörungen; PCP greift die Leber an.
Giftige Lösemittel, wie Benzol,
Toluol, Xylol, Dichlormethan, Dichlorethan, stecken in Klebstoffen, Lacken,
Farben, Abbeizmitteln, Bodenbelägen, Putzmitteln, Fleckentfernern.
Symptome: Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Übelkeit,
Schleimhautreizungen.
Weichmacher, meist Phthalate (DEHP,
DBP, BBP), werden Kunststoffen wie PVC zugesetzt und verbergen sich z.
B. in Wandfarben, Lacken, Kosmetika, Fußbodenbelägen, Vinyltapeten
und Kunstleder. Sie strömen über lange Zeit aus und gelangen
über das Blut in Leber, Niere und Fettgewebe, wo sie sich ablagern.
Sie greifen das Immunsystem an und stehen im Verdacht, Krebs zu erzeugen.
Schimmelpilze siedeln sich an, wenn
die Räume zu feucht und warm sind und wenn man nicht genügend
lüftet. Sie geben Sporen und Giftstoffe an die Luft ab, die zu Atembeschwerden,
Schnupfen, Husten (unter Umständen sogar Lungenentzündung) und
zu Kopf- und Gliederschmerzen führen.
Hausstaubmilben und Schimmelpilze gehören
zu den bedeutendsten Allergieauslösern in Innenräumen.
Haushaltsschadstoffe
Abflussreiniger, Inhaltsstoffe:
Natronlauge
Mögliche Gesundheitsschäden:
Verätzungen der Augen und der Haut
Backofenspray, Inhaltsstoffe: u.
a. Natronlauge, Tenside, Lösungsmittel
Mögliche Gesundheitsschäden:
Reizungen von Haut und Schleimhaut an
Händen und Auge, in Speisen Lösungsmittelrückstände
Entkalker, Inhaltsstoffe: u.a. Ameisensäure
Mögliche Gesundheitsschäden:
Erbrechen, Husten, Verätzungen, Kreislaufzusammenbruch
bei oraler Aufnahme, Schäden von Knochenmark und Nieren
Fleckenentferner, Inhaltsstoffe:
chlorierte Lösungsmittel
Mögliche Gesundheitsschäden:
bei längerer Exposition über
die Lunge Leberschäden möglich, evt. Krebsauslösend
Fußbodenreiniger, Inhaltsstoffe:
Lösungsmittel, u. a. CKW
Mögliche Gesundheitsschäden:
bei längerer Exposition über
die Lunge Leber-, Nieren- und Nervenschäden
Insektenspray, Inhaltsstoffe: Lindan,
Pyrethroide
Mögliche Gesundheitsschäden:
Bei Exposition: Übelkeit, Unwohlsein,
Atembeschwerden, Kopfschmerzen
Insektenstecker, Inhaltsstoffe:
Pyrethroide, Bioallethrin
Mögliche Gesundheitsschäden:
Bronchialasthma
Lederspray, Inhaltsstoffe: Lösungsmittel
Mögliche Gesundheitsschäden:
Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen,
Atembeschwerden, Schädigung der Lungenbläschen, Kollaps
Luftverbesserer, Inhaltsstoffe:
Azetaldehyd, Paraldehyd
Mögliche Gesundheitsschäden:
Bei längerer Exposition über
die Lunge Leberschäden möglich.
Maschinenspülmittel, Inhaltsstoffe:
Phosphate
Mögliche Gesundheitsschäden:
Stark ätzend, Vergiftung möglich
Teppichreiniger, Inhaltsstoffe:
Lösungsmittel, Tenside
Mögliche Gesundheitsschäden:
Verdacht auf Zusammenhang mit Kawasaki-Fieber
bei Kindern.
WC-Reiniger, Inhaltsstoffe: Chlor
Mögliche Gesundheitsschäden:
Lungenschäden. Bei gleichzeitigem
Gebrauch von Reinigern auf Säurebasis bildet sich in einer chemischen
Reaktion Chlorgas. Das kann lebensgefährlich sein.
Waschmittel, Inhaltsstoffe: Tenside,
Bleichmittel, Phosphase, Füllstoffe
Mögliche Gesundheitsschäden:
Hautreizungen,
zurück
Belastungen
am Arbeitsplatz
BAT-Wert
BAT-Wert bedeutet
Biologischer Arbeitsstoff-Toleranz-Wert. Er wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
für verschiedene Stoffe festgelegt.
Der BAT-Wert beschreibt die beim Menschen
im Blut, Plasma, Harn oder Ausatemluft maximal zulässige Konzentration
eines Arbeitsstoffes, die nach dem gegenwärtigen Stand des Wissens
die Gesundheit der Beschäftigten auch dann nicht beeinträchtigt,
wenn sie während 40 Wochenstunden regelmäßig erzielt wird.
Bat-Werte sind für gesunde Arbeitnehmer konzipiert und berücksichtigen
nicht diejenigen, die körperlich geschwächt sind. Die im Rahmen
ärztlicher Vorsorgemaßnahmen ermittelten Analysen-Werte unterliegen
der ärztlichen Schweigepflicht. Die Beurteilung der im biologischen
Material eines Beschäftigten gemessenen Werte ist dem Arzt vorbehalten,
der hierfür auch die Verantwortung trägt.
Mit den BAT-Werten werden bis zu einem
gewissen Grade Vergiftungen zugelassen, wobei die Methode geeignet ist,
für bestimmte schmutzige Arbeitsplätze die Arbeitnehmer auszuwählen,
die mit den Schadstoffen am schnellsten fertig werden. Dadurch ist der
Arbeitgeber nicht gezwungen, Arbeitsplatzsanierungen vorzunehmen.
MAK-Werte ( Maximale Arbeitsplatz
Konzentration )
Die Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft
für gefährliche Arbeitsstoffe gibt jährlich eine Liste von
ca. 500 Stoffen mit deren Grenzwerten in der Raumluft am Arbeitsplatz heraus,
die MAK-Liste.
In der Regel wird der MAK-Wert als Durchschnittswert
über Zeiträume bis zu einem Arbeitstag oder einer Arbeitsschicht
integriert. Durch Umweltgifte sind viele Menschen zusätzlich dauernden
Belastungen ausgesetzt. Bei der Festlegung der M. berücksichtigt man
zu wenig, daß sich der Beschäftigte außerhalb der 8-Stunden-Arbeitszeit
nicht in schadstoffreier Umgebung erholen kann. Auch gilt der Grenzwert
praktisch nur für den gesunden Menschen im mittleren Alter.
Empfindliche Personen wie Schwangere, junge
Menschen oder gesundheitlich Schwächere können auch bei Einhaltung
des MAK-Wertes in ihrer Gesundheit stark geschädigt werden. Die Grenzwerte
gelten darüber hinaus jeweils nur für einen Stoff. Nur in Ausnahmefällen
jedoch geht der Arbeitnehmer mit einer einzigen Substanz um. Meist werden
mehrere Substanzen zusammen oder Stoffgemische wie Kühl-Schmierstoffe
und Benzine verwendet, oder es entstehen beim Umgang Gemische, wie beim
Schweißen oder anderen Verbrennungsvorgängen.
Zu der Beurteilung eines Arbeitsplatzes
mit Stoffgemischen konnten bisher nur Richtwerte aus anderen Ländern
herangezogen werden. Erst seit 1985 wird in einer technischen Regel für
Gefahrstoffe (TRGS 403) jene pragmatische Regelung übernommen, wie
sie in den USA beispielsweise schon seit langem existiert: die Summenregel.
Unter bestimmten Voraussetzungen geht man
davon aus, dass sich die Wirkungen von mehreren Stoffen, die gleichzeitig
am Arbeitsplatz vorkommen, addieren. Diese einfache Regelung wurde in Deutschland
jahrelang abgelehnt, weil sie wissenschaftlich sehr ungenau sein kann.
Es steht zu befürchten, dass durch das Fehlen jeglicher Regelung die
Arbeiter besonders hohen Konzentrationen von Gemischen ausgesetzt waren
und immer noch sind. Es darf also nicht nur eine Empfehlung bleiben, die
o.g. technische Regel anzuwenden, sondern bis zum Vorliegen besserer Grenzwerte
für Gemische ist die Beachtung der Summenregel verbindlich vorzuschreiben.
Der MAK-Wert ist als Durchschnittswert
definiert. Ob kurzfristig höhere Konzentrationen während einer
Schicht für die MAK-Kommission als annehmbar erscheinen, hängt
von der Dauer, Höhe und Häufigkeit der Überschreitung und
vom Stoff selbst ab. Mittlerweile sind für die meisten Stoffe der
MAK-Liste solche kurzfristigen Spitzenwerte aufgestellt worden, die zu
keiner Zeit überschritten werden sollen, was aber prinzipiell nicht
ausgeschlossen werden kann.
Das Auftreten allergischer
Reaktionen wird durch die Einhaltung des MAK-Wertes nicht ausgeschlossen.
Stoffe, die durch häufige Sensibilisierung auffallen (Sensibilisierung
ist eine notwendige, erste Stufe bei der Entwicklung einer Allergie), werden
in der MAK-Liste durch ein S gekennzeichnet. Der Anwender mag dadurch den
Eindruck bekommen, daß die allergisierende Wirkung im Grenzwert berücksichtigt
sei.
Dies ist jedoch nicht der Fall. Erstens
wird in der MAK-Liste nur eine geringe Anzahl von Stoffen mit S gekennzeichnet,
und zweitens ist ein MAK-Wert bei allergisierenden Stoffen nicht zu begründen,
weil auch bei kleinsten Mengen mit Gesundheitsschäden zu rechnen ist.
Auch bei erbgutschädigenden, fruchtschädigenden und nervensystemschädigenden
Stoffen liegen bisher keine eindeutigen Erkenntnisse über untere,
nichtschädigende Schwellenkonzentrationen vor, so dass hier dem MAK-Wert
mit besonderer Skepsis begegnet werden muss.
Grenzwerte
Rechtliche zulässige Höchstwerte
für Emission und Immission von Schadstoffen, Lärm, Strahlung
usw., die oft recht willkürlich festgelegt werden und dem Anspruch
nach Bevölkerung und Umwelt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen
schützen sollen.
Dabei stellen Grenzwerte allerdings keine
Trennungslinie zwischen Unbedenklichkeit und Gesundheitsrisiko dar, sondern
i.d.R. einen politischen Kompromiß zwischen zugemutetem Gesundheitsrisiko
und wirtschaftlichen Kosten. Die eigentliche Grenzwert-Festsetzung bewegt
sich im gerichts- und damit haftungsfreien Raum (Umwelthaftungsgesetz).
Grenzwerte gelten als wichtige Instrumente
der Umweltpolitik, da mit ihrer Hilfe komplexe Sachverhalte quantifizierbar
werden, d.h. auf Zahlenwerte reduziert werden. Grenzwerten kommt beim Vollzug
des Umweltrechts eine Schlüsselfunktion zu. Grenzwerte besitzen ein
hohes Maß an Verbindlichkeit, d.h. es können sich Rechtsfolgen
aus diesen Werten ergeben. So ist z.B. die Einhaltung der Emissions- und
Immissionsgrenzwerte der TA Luft Voraussetzung für die Genehmigung
einer Anlage. Andererseits ist das Recht der Arbeitnehmer, auf Einhaltung
der MAK-Werte zu klagen, sehr beschränkt.
Computerarbeitsplatz
Computerarbeitsplätze (bzw. allgemein
Mikroelektronik) sind in Sachen Umwelt Helfer und Sünder zugleich.
Umweltschäden treten auf bei Entwicklung
und Herstellung (Elektronikindustrie), Anwendung/Betrieb und Entsorgung
(Elektronikschrott).
Bei der eigentlichen Computer-Anwendung
im Büro oder zu Hause können für den Benutzer Schäden
auftreten durch falsche Arbeitsplatzergonomie, einseitige Bewegungen (RSI-Syndrom),
Schadstoffausdünstungen aus Computer und Bildschirmen (Gehäuse:
Weichmacher, Flammschutzmittel, Monomere, Laserdrucker: Ozon) und Strahlung,
die von den Monitoren ausgeht (Bildschirm).
Arbeit am Computer führt häufig
zu körperlichen (und psychischen) Beschwerden. Etwa zwei Drittel der
am Computer Tätigen klagen über auftretende Steifigkeit und/oder
Schmerzen am Bewegungs- und Stützapparat und regelmäßige
Kopfschmerzen. Folgende Körperteile werden am häufigsten genannt
(in % für Frauen/Männer):
Nacken (64%/40%), Schultern (51%/26%),
Rücken (40%/31%) und Kopf/Stirn (40%/20%); besonders betroffen sind
auch Hände, Ellbogen und allgemein Gelenke (RSI-Syndrom). Des weiteren
werden die Augen in Mitleidenschaft gezogen (Augenbrennen, verschwommene
Sicht, Verschlechterung der Sehfähigkeit; Bildschirm) und das Allgemeinbefinden
(Erschöpfung, Gereiztheit).
Ein großer Teil der Schäden
könnte vermieden werden, wenn die Arbeitgeber ihrer Verpflichtung
nachkämen, die Belegschaft vor Gefahren für Leib und Gesundheit
zu schützen (Gewerbeordnung 120a) und die Computer-Arbeitsplätze
ergonomischer gestalten würden. Viele Computer-Arbeitsplätze
entsprechen auch heute nicht einmal den Mindestanforderungen.
Zu diesen zählen: Optische Qualität
des Bildschirms, ergonomische Qualität der Möbel, Beleuchtungsqualität
(blend- und spiegelungsfrei angebrachte Lampen, ausreichende Helligkeit
und Lichtgüte (Licht)), Abschirmung von Strahlungsquellen (Bildschirm),
Lärmminderung, Innenraumluft (geringe Schadstoffausdünstungen:
z.B. PCB, Ozon aus Laserdrucker)).
Arbeitsplatzlärm
Lärm gehört zu den wesentlichen
Faktoren, die die Belastungen und Beanspruchungen am Arbeitsplatz ausmachen.
Die Lärmschwerhörigkeit ist eine
anerkannte Berufskrankheit und liegt seit Jahren mit an der Spitze der
Berufskrankheiten. Nach Schätzungen waren 1984 7-9 Mio. Arbeitnehmer
während der Arbeit gesundheitsschädlichen, insbesondere gehörgefährdenem
Lärm von über 80 dB ausgesetzt.
Aufgrund des Ausmaßes der Gesundheitsgefährdungen
durch Lärm wurden verschiedene Richtlinien und Vorschriften zum Schutze
des Arbeitnehmers geschaffen. Die UVV (Unfallverhütungsvorschrift)
Lärm von 1990 verpflichtet den Unternehmer, eine Lärmgefährdung
durch technische Maßnahmen zu verhindern, zu vermeiden und zu verringern.
Dafür müssen Arbeitsmittel, Arbeitsverfahren und Arbeitsräume
entsprechend dem Stand der Technik hinsichtlich der Lärmminderung
gestaltet sein. Das bedeutet, dass, selbst wenn bestimmte Beurteilungspegel
nicht überschritten würden, der Unternehmer dennoch verpflichtet
ist, beispielsweise eine lärmärmere Maschine zu kaufen. Mit fortschreitender
technischer Entwicklung ist ein niedrigeres Lärmniveau verpflichtend.
Andererseits sollte es ohnehin im Interesse eines Unternehmers sein, für
einen leiseren Arbeitsplatz zu sorgen, da sich herausgestellt hat, dass
sich dies positiv auf die Arbeitsqualität, Unfallhäufigkeit etc.
auswirkt.
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Schadstoffe
in unserer Nahrung
Was wir so alles schlucken
Lebensmittelzusatzstoffe
Sammelbezeichnung für weit mehr als
480 Substanzen, die Lebensmitteln aus technologischen (z.B. Konservierungsstoffe)
oder aus kosmetischen Gründen (Farbstoffe) zugesetzt werden.
Die meisten Lebensmittelzusatzstoffe werden
einer europaweit einheitlichen Kennzeichnung, den sogenannten E-Nummern,
zugeordnet.
Damit ein Lebensmittelzusatzstoff zugelassen
wird, muss er folgende Kriterien erfüllen:
a) Es muss der Nachweis der gesundheitlichen
Unbedenklichkeit erbracht werden.
b) Es muss nachgewiesen werden, dass der
Lebensmittelzusatzstoff technologisch notwendig ist.
Bei dieser Betrachtung ist der Nutzen eines
Lebensmittelzusatzstoffes gegenüber dem potenziellen Risiko abzuwägen.
Wegen einigen Unsicherheiten in Bezug auf die Übertragung von Ergebnissen
von Tierversuchen auf den Menschen und der ausbleibenden Beurteilung von
Kombinationswirkungen verschiedener Substanzen mit Lebensmittelzusatzstoffe
können keine endgültigen Aussagen über die gesundheitliche
Unbedenklichkeit von Lebensmittezusatzstoffe getroffen werden.
So ist es bereits mehrfach vorgekommen,
dass Lebensmittelzusatzstoffe (wie z.B. der Konservierungsstoff Propionsäure)
die als gesundheitlich unbedenklich galten im Zuge eines vorsorgenden Gesundheitsschutzes
wieder vom Markt genommen und verboten wurden.
Einige Lebensmittelzusatzstoffe sind gesundheitlich
nicht unbedenklich und auch nicht immer notwendig. Problematisch sind beispielsweise
einige Konservierungsstoffe wie Benzoesäure und Benzoate (E210-E213),
welche zu Allergien
führen können. Schwefeldioxid, das in Wein, Trockenfrüchten
und Kartoffelpulver eingesetzt wird, kann zu Übelkeit, Kopfschmerzen
u.a. führen. Bedenklich sind bei den Farbstoffen die synthetischen
Azofarbstoffe wie Tartarzin (E 102). Geringe Mengen, die in einigen Lebensmitteln
enthalten sind, reichen aus, um bei empfindlichen Personen Nesselsucht
(Allergie) oder Asthma auszulösen.
Durch die EU-weite Harmonisierung der Zusatzstoff-Regelungen
hat sich die Liste der zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe stark erweitert,
v.a. Lebensmittelzusatzstoffe, die von Verbraucherschützern und Umweltmedizinern
als gesundheitlich problematisch angesehen werden.
Während bei verpackten Lebensmitteln
mit wenigen Ausnahmen alle Lebensmittelzusatzstoffe zu kennzeichnen sind,
entfällt dies weitgehend beim Verkauf von losen, unverpackten Lebensmitteln.
Aufgrund der Kritik an den Zusatzstoffen
werden diese zunehmend durch sogenannte funktionale Additive ersetzt. Das
sind Spezialprodukte, die beispielsweise aus Milch-, Soja- oder Weizeneiweiß
hergestellt werden. Auch wenn ihre Wirkung denen eines Zusatzstoffs entspricht,
sind sie für den Kunden nicht mehr als solche erkennbar. Machen sie
weniger als ein Viertel in der jeweiligen Zutat aus, kann eine Deklaration
unterbleiben. Ansonsten erscheinen sie auf den Etiketten als gewöhnliches
"Milcheiweiß" oder "Sojaprodukt".
Die wichtigsten Lebensmittelzusatzstoff-
Gruppen sind Antioxidantien (E 300 – E 312), Emulgatoren und Stabilisatoren,
Farbstoffe (E 100 – E 175), Konservierungsstoffe (E 200 – E 283)
sowie Süßungsmittel und Aromastoffe
Aromastoffe (Geschmacksverstärker)
Bei industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln
treten meist starke Geschmacks- und Geruchsverluste auf. Diese Verluste
werden häufig durch den Einsatz von Aromastoffen ausgeglichen.
In der Vergangenheit geschah dies durch
den Einsatz von alkoholischen Auszügen oder Destillaten (Essenzen).
Man unterscheidet Aromastoffe in 3 Kategorien:
-
Natürliche Aromastoffe werden
aus natürlichen Ausgangsstoffen (z.B: Vanilleextrakt oder Orangenessenz)
gewonnen.
-
Naturidentische Aromastoffe sind den
natürlichen Ausgangsstoffen chemisch gleich, werden aber künstlich
hergestellt wie z.B. Menthol, Eukalyptol oder Zitral.
-
Künstliche Aromastoffe werden künstlich
hergestellt wie z.B. Ethylvanillin.
"Natürlich" bedeutet nicht, daß
ein natürliches Aroma, das nach Himbeeren schmeckt tatsächlich
aus Himbeeren gewonnen wurde. In aller Regel handelt es sich um einen Zederholzölextrakt.
"Natürliches" Aroma, das typisch nach "Apfel" schmeckt wird
beispielsweise aus Tagetesöl, Weinfuselöl, Hefeöl-Destillat,
abgerundet mit etwas biotechnologisch hergestelltem Äthylacetat gemixt.
Andere "natürliche" Aromen mit Geschmacksrichtungen wie Pfirsich,
Kokos, Nuß oder Bratkartoffel werden biotechnologisch aus Schimmelpilzkulturen
gewonnen. "Natürliche" Aromen mit Fisch oder Käsenote
aus enzymatisch abgebauten Fischabfällen und Käseresten.
Zur Zeit gibt es etwa 600 natürliche
und ca. 4.200 naturidentische Aromastoffe.
Konservierungsstoffe
Echten Kaviar z. B. sollten Sie nur in
Maßen genießen. Denn hochgiftige Borsäure (E 284)
konserviert diese Delikatesse. Bei Vergiftungserscheinungen durch Borsäure
und ihre Salze, Borate (E 285), ist kein Gegenmittel bekannt. Die
Substanzen reizen Augen, Haut und Atemwege. Bei wiederholtem Hautkontakt
können sie sogar Dermatitis hervorrufen. Borsäure reichert sich
im Körper an und kann zu Organschäden an Leber, Nieren oder dem
Magendarmtrakt führen. Im Tierversuch wurde auch eine Beeinträchtigung
der Fortpflanzungsfähigkeit beobachtet.
Benzoesäure (E 210) und ihre
Salze
(E 211 bis 213) haben bedenkliche Nebenwirkungen. Sie belasten den
Leberstoffwechsel. Bei Menschen, die an Asthma, Heuschnupfen oder Hautallergien
leiden, kann Benzoesäure allergische Reaktionen auslösen. Vorsicht
auch bei Haustieren: Für Katzen können bereits geringste Mengen
tödlich sein. Deshalb sollten Sie die Reste Ihres Fischsalates nicht
an Ihre Haustiere verfüttern. In Hunde- und Katzenfutter ist Benzoesäure
verboten. Weitere Verbindungen der Benzoesäure sind die so genannten
PHB-Ester
(E 214 bis 219), die auch gefäßerweiternd wirken.
Schwefeldioxid (E220) und seine Verbindungen
(E 221 bis E 228) finden Sie vor allem in Weißwein, Trockenfrüchten
und Kartoffelerzeugnissen. Schwefeldioxide behindern die Aufnahme von Vitamin
B1 aus der Nahrung und lösen bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen
und Übelkeit aus. Auch Gesunde sollten nicht mehr als zirka 50 Milligramm
Schwefeldioxide pro Tag zu sich nehmen. In süßen Weißweinen
sind oft bis zu 400 Milligramm pro Liter enthalten, mit einem guten Achtel
Wein kommen Sie also unter Umständen schon an die Höchstmenge.
Besser: trockener Rotwein!
Asthmatiker sollten besonders vorsichtig
sein: Schwefeldioxide können das so genannte "Sulfit-Asthma" auslösen.
Todesfälle durch allergische Reaktionen sind bekannt.
Biphenyl (E 230), Orthophenylphenol
(E 231) und Natrium-
Orthophenylphenolat (E 232) sind
eigentlich Pestizide, sie werden aber auch verwendet, um Zitrusfrüchte
am Schimmeln und Faulen zu hindern. Nur ein Teil der Stoffe wird von der
Fruchtschale aufgenommen, beim Anfassen behandelter Früchte kommt
der Stoff an die Haut. Waschen Sie sich deshalb nach dem Apfelsinen schälen
gründlich die Hände! Geringe Mengen können durch die Fruchtschale
auch ins Fruchtfleisch gelangen.
Zu den Konservierungsstoffen für
Zitrusfrüchte und Bananen gehört auch Thiabendazol (E 233),
wobei Bananen nicht gekennzeichnet werden müssen! Thiabendazol wird
auch als Pestizid (z. B. bei Kartoffeln und Kernobst) und als Arzneimittel
(z. B. gegen Würmer im Darm) eingesetzt. Über die Wirkungen von
Thiabendazol sind wenig Untersuchungen veröffentlicht, eine abschließende
Bewertung der Giftigkeit des Stoffes ist nach dem derzeitigen Kenntnisstand
deshalb zur Zeit nicht möglich.
Biphenyl (E 230), Orthophenylphenol
(E 231), Natrium-Orthophenylphenolat (E 232) und Thiabendazol (E 233)
erwiesen sich im Tierversuch als Krebs erregend. Beim Menschen können
hohe Dosen Wachstumsstörungen, verminderte Fruchtbarkeit und Nierenschädigungen
verursachen.
Nitrite (E 249 und E 250) und Nitrate
(E 251 und E 252) verwendet man zusammen mit Salz zum Pökeln von
Fleisch, Nitrate können auch in Käse enthalten sein. Nitrite
und Nitrate sind, wenn sie erhitzt wurden, Krebs erregend. Achten Sie deshalb
bei Ihrem Pizzabelag oder der Grillwurst darauf, dass kein "Nitritpökelsalz"
enthalten ist. Doch auch unerhitzt sind Nitrate und Nitrite mit Vorsicht
zu genießen: Bei der Verdauung entstehen aus ihnen Krebs erregende
Nitrosamine. Akut schädlich sind Nitrate für Kinder. Sie vermindern
die Sauerstoffaufnahme im Blut, so dass Blausucht entstehen kann.
Brot und Backwaren enthalten häufig
Fettsäuren mit schimmelhemmender Wirkung, die möglicherweise
Krebs erregend sind: Bei Propionsäure (E 280), Natriumpropionat
(E 281), Calciumpropionat (E 282) und Kaliumpropionat (E 283) traten
im Tierversuch krebsähnliche Veränderungen des Vormagens auf.
In Babynahrung dürfen Propylgallat
(E 310), Octylgallat (E 311), Dodecylgallat (E 312), Butylhydroxyanisol
(E 320) und Butylhydroxytoluol (E 321) nicht enthalten sein, sie finden
sich aber in typischen Kinderartikeln, wie Knabberzeug, Marzipan, Nougat
oder Fertigsuppen. Diese Stoffe verhindern den Verderb von Lebensmitteln,
indem sie die Oxidation hemmen. Insbesondere Propylgallat kann bei Säuglingen
zur lebensbedrohlichen Blausucht führen. Im Tierversuch beeinträchtigten
Gallate auch die Infektabwehr.
Lebensmittelimitate
sind Nahrungsmittel, die durch eine untypische
Zusammensetzung geeignet sind, ein herkömmliches Produkt zu imitieren.
Wegen ihrer äußerlichen und
geschmacklichen Ähnlichkeit zu den Originalen sind Lebensmittelimitate
für den Verbraucher oft schwer zu erkennen. Eine ordnungsgemäße
Kennzeichnung aller Lebensmittelinhaltsstoffe ist deshalb von besonderer
Bedeutung
Lebensmittelverunreinigungen
Vergiftungserscheinungen infolge Aufnahme
verunreinigter, giftiger, zersetzter oder bakteriell infizierter Nahrungsmittel.
Am häufigsten kommen bakterielle Verunreinigungen
vor. Die Bakterien (Salmonellen (Salmonellosen), Staphylokokken) infizieren
z.B. Fleisch, Milch und Milchprodukte, Salate, Eier, Speiseeis, Meeresfrüchte.
Die Krankheitssymptome werden teils durch die Bakterien selber, teils durch
deren freigesetzte Gifte hervorgerufen.
Chemische Gifte können z.B. Metalle
aus Kochgeräten oder Umweltgifte sein.
Natürliche Gifte sind z.B. enthalten
in Pilzen und in mutterkornhaltigem Getreide. In Hülsenfrüchten
muss das natürlich enthaltene Gift erst durch ausreichend langes Kochen
zerstört werden. Kartoffeln enthalten ein natürliches Gift nur,
falls sie grün aussehen. Dieses Gift lässt sich auch durch Kochen
nicht zerstören. Die grünen Teile müssen entfernt werden.
Designer Food
Diätetische Nahrungsmittelzusätze
zur Steigerung der körperlichen und geistigen Aktivität, Verlängerung
des Lebens und Verzögerung des Alterungsprozesses.
Fast Food
Kurzbezeichnung für alle gastronomischen
Produkte, bei denen zwischen Bestellung und Erhalt der verzehrfähigen
Mahlzeit nicht mehr als 10 Minuten vergehen.
Typische Fast Food- Menüs wie Hamburger,
Pommes frites, Tiefkühl-Pizza und andere Fertiggerichte sind kalorienreich,
gleichzeitig jedoch arm an Vitaminen, Mineralstoffen und anderen essentiellen
Nährstoffen. Diese Mangelernährung kann Erkrankungen fördern
und durch die Unterversorgung mit essentiellen Nährstoffen somatische
und psychische Störungen auslösen.
Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel
Die Landwirte haben keine Verpflichtung
den Acker mit gentechnisch manipuliertem Saatgut zu kennzeichnen. Die Ernte
darf sogar mit herkömmlichem Mais vermischt und für Nahrungs-
und Futtermittel verwendet werden.
Die freigegebenen Gen-Pflanzen können
Spritzmitteln widerstehen oder tragen ein Gift gegen Insekten in sich.
Besonders umstritten ist eine Mais-Sorte mit einem Gen für die Resistenz
gegen Antibiotika. Wenn Tiere mit dieser Sorte gefüttert werden, könnten
Antibiotika bei ihnen unwirksam werden. Ein anderer Gen-Mais ist gegen
das Pestizid "Basta" resistent. Entgegen der eigentlichen Absicht benötigt
er mehr Spritzmittel als herkömmliche Sorten.
Bereits in den letzten Jahren erteilte
das Sortenamt ähnliche Genehmigungen. Greenpeace konnte einige der
Felder mit genmanipulierten Saaten entdecken, eine flächendeckende
Übersicht fehlt jedoch. Die EU sieht zwar die Möglichkeit eines
öffentlich zugänglichen Registers aller Gen-Felder vor. Deutschland
hat ein solches Gesetz bislang jedoch nicht umgesetzt. Nun erwartet Greenpeace
vom Verbraucherschutzministerium mindestens Maßnahmen, um die Landwirte
zu warnen, die auf angrenzenden Feldern wirtschaften.
"Die Konzerne wissen, dass die Verbraucher
Gentechnik im Essen ablehnen", kommentiert Christoph Then, Gentechnik-Experte
bei Greenpeace, den Vorfall. "Jetzt soll sie uns auf diese Weise untergeschoben
werden. Gentechnik gehört nicht auf den Acker, nicht in den Futtertrog
und nicht auf den Teller. Für die Sicherheit der Saaten kann niemand
garantieren.
Seit Wochen führt Verbraucherministerin
Künast Gespräche mit der Industrie, Verbrauchern und Umweltschützern
über die Zukunft der Gentechnik auf dem Acker. Gleichzeitig will die
Industrie einfach Fakten schaffen und die Öffentlichkeit hintergehen,
indem sie heimlich Gen-Mais anbaut."
Heimlich, still und leise wachsen in Italien
gentechnisch veränderte Kirschen, Kiwis, Oliven, Auberginen, Reis,
Mais und Soja. Die genmanipulierte Aussaat ist in Italien bisher kein öffentliches
Thema. Italien hat sich bis beinahe unbemerkt von der Öffentlichkeit
hinter Frankreich Platz zwei in der EU bei Freilandexperimenten mit gentechnisch
veränderten Obst und Gemüse erobert.
Gene sollen auch als „natürliche
Abwehrsubstanzen“ von Bakterien, Insekten oder anderen Organismen in
Kulturpflanzen eingebaut werden, um ihre Resistenz gegen Schädlinge
zu stärken. So wurde Tomaten z.B. das Gen des Bacillus thuringensis,
für ein Endotoxin eingepflanzt, welches bei Schmetterlingsraupen die
Darmschleimhaut zersetzt. Um die Resistenz gegen krankheitserregende Viren
zu stärken, wurden Tomaten und Kartoffeln mit dem Gen für das
Hüllprotein des Tabak-Mosaik-Virus ausgestattet, wodurch die Vermehrung
des Virus gestört wird. In Deutschland wurden derartig veränderte
Pflanzen bislang nicht zugelassen, in anderen EG-Ländern und den USA
wurden sie jedoch schon zu Versuchszwecken freigesetzt. Die Gefahren
ihrer Anwendung sind bislang allerdings noch weitgehend ungeklärt.
Meldung
Der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung
hält es für möglich, dass BSE-Erreger auch über
Böden und Weiden übertragen werden können.
Es gebe einen "wissenschaftlich begründbaren
Verdacht, dass infektiöse Biomoleküle längere Zeit im Boden
überleben" können. Das Risiko einer BSE-Übertragung aus
Böden könne folglich nicht völlig ausgeschlossen werden.
Die BSE-Forschung habe sich bisher nur
auf Tiere, Fleisch und Tiermehl konzentriert. "Wir haben den Boden völlig
vergessen", sagt Professor Dietrich Henschler.
Meldung
"Gesunde Nahrungsmittel brauchen saubere
Böden", sagte er zum Auftakt einer gemeinsamen Anhörung von
Bundesumweltministerium und Bundesverbraucherministerium (BMVEL) über
Düngemittel
und deren Verwendung, die im Oktober 2001 in Bonn stattfand. Der Staatssekretär
im Bundesverbraucher- ministerium, Alexander Müller, wies auf die
Notwendigkeit einer sorgfältigen Prüfung der Düngemittel,
vor allem von Klärschlamm, im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes
hin. Mit Blick auf die Massentierhaltung und das Verbrennen von Wirtschaftsdünger
als Abfall sagte er: "Unsere Nutztiere müssen so gehalten und ernährt
werden, dass der anfallende Wirtschaftsdünger im Rahmen der natürlichen
Kreislaufwirtschaft ausgebracht werden kann. Diese Jahrhunderte alte Praxis
muss wieder ein zentrales Leitbild unserer Tierproduktion werden", so Müller.
Die Anhörung geht zurück auf
einen Beschluss der gemeinsamen Konferenz der Agrar- und Umweltminister
von Bund und Ländern vom 13. Juni 2001. Der Beschluss unterstreicht
die Notwendigkeit einer nachhaltigen Produktion sicherer und hochwertiger
Lebensmittel im Sinne einer zukunftsfähigen Agrar- und Verbraucherpolitik.
Es dürfe, so der Beschluss, durch Bewirtschaftungsmaßnahmen,
wie Aufbringung von Klärschlamm, Gülle, mineralischem Dünger
oder Bioabfällen zu keiner Anreicherung von Schadstoffen im
Boden kommen. Ziel der Anhörung, an der zahlreiche Experten aus
dem In- und Ausland teilnehmen, ist es, Wege zur Begrenzung der Einträge
von Schwermetallen und organischen Schadstoffen auf landwirtschaftlich
genutzte Flächen zu finden. Daneben sollen auch die Risiken durch
Belastungen des Bodens mit hormonell wirkenden Stoffen bewertet
werden. Das Umweltbundesamt hat während der Anhörung eine Publikation
zu Grundsätzen und Maßstäben für eine Schadstoffminderung
vorgestellt. Dabei wurde die Verwendung von Klärschlamm, Gülle,
mineralischem Dünger und Kompost unter dem Aspekt des vorsorgenden
Bodenschutzes betrachtet.
BMU und BMVEL beabsichtigen, nach
der Anhörung gemeinsam mit den Ländern zu entscheiden,
ob und in welchem Umfang Einschränkungen oder ein Verbot
des Aufbringens von Klärschlämmen auf Ackerflächen
- wie von einigen Bundesländern gefordert - aus Sicht des Umwelt-
und Verbraucherschutzes geboten erscheinen. Auch für andere Arten
von Wirtschaftsdünger, darunter Gülle, soll die Notwendigkeit
von Beschränkungen erörtert werden. Die Bundesregierung beabsichtigt,
nach der Anhörung Änderungen an der Klärschlammverordnung
und im Düngemittelrecht vorzunehmen. Für nicht verwertbare
Klärschlämme müssten alternative Entsorgungswege beschritten
werden.
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Schadstoffe
auf unserer Haut
Wer weiß heute schon noch, was eine
Naturfaser ist, und was reine Chemie. Immer neue Textilien werden hergestellt
und mit immer mehr Chemikalien versetzt, um die gewünschten Trageeigenschaften
zu erreichen. Natur ist schon lange nicht mehr pur und was vom Anbau bis
zur Produktion von Kleidungsstoffen so alles dazukommt, außer dem
natürlichen Rohstoff, ist nicht einmal dem Hersteller Ihrer Bekleidung
bekannt. Was z.B. noch beim Anbau oder Lagerung Bakterien und Schimmelpilze
tötet, wird über die Haut aufgenommen und kann sich negativ auf
die Gesundheit auswirken.
Es gibt knitterfreie Seide, Stoffe, die
wie getragen aussehen, obwohl sie neu sind und vieles mehr.
Farbe: Hersteller verwenden Dispersionsfarbstoffe
(Dispersion = Verteilung), um Chemiefasern, manchmal auch Baumwolle, gleichmäßig
zu tönen. Die Farben lösen sich aus glatten synthetischen Fasern
schneller als aus natürlichen.
Optische Aufheller verleihen dem
Stoff strahlendes Weiß. Die Gewässerbelastung ist groß.
Außerdem kommt es immer wieder zu Hautallergien.
Weichmacher sorgen für geschmeidigen
Griff. Sie können aber Ekzeme auslösen.
Anti-mikrobielle Ausrüstung
hemmt Fußpilz, Schimmel und Körpergeruch, enthält dafür
auch allergene Stoffe, u. a. organisch Zinnverbindungen:
TBT (Tributylzinn): Das kürzlich
in Sportler-Trikots entdeckte TBT steht im Verdacht, bei der Berührung
mit der Haut schon in sehr geringen Mengen das Immun-
und Hormonsystem zu beeinträchtigen. TBT wird als Desinfektionsmittel
und Fungizid in Textilien eingesetzt.
DBT (Dibutylzinn): Die äußerst
giftige Substanz, die in der Landwirtschaft auch als Pestizid eingesetzt
wird, entdeckte man Anfang 2000 bei Untersuchungen im Auftrag der Zeitschrift
"Öko-Test" in T-Shirts. DBT wird neben seiner desinfizierenden Wirkung
auch als Hitzestabilisator in Textilien eingesetzt. DBT kann das Immun-
und Hormonsystem schädigen.
Hochveredelung und Pflegeleicht-Ausrüstung:
Die organischen Verbindungen Formaldehyd und Glyoxal machen Textilien pflegeleicht.
Meist behandelt man damit Chemiefasern auf Zellulose-Basis. Formaldehyd
und Glyoxal sind in Kunstharzen enthalten, in die der Stoff getränkt
wird, um Knittern und Einlaufen zu verhindern. Das Formaldehyd aus Harz
kann zum Beispiel der Körperschweiß freisetzen.
Konservierung der Textilien: Die
Verwendung des Fungizids Pentachlorphenol (PCP) ist bei uns verboten. In
machen Ländern wird PCP jedoch weiterhin verwendet. Daher wurden bei
Import-Textilien immer wieder hohe PCP-Werte festgestellt. Weiteres Problem:
Häufig wird PCP durch ebenfalls giftige Chemikalien ersetzt.
Ebenfalls problematisch sind die in
vielen Lederwaren nachgewiesenen Chromsalze. Das wichtigste Mittel für
80% des Bekleidungsleders. Ledertests haben in Deutschland überschüssige
Chromsalze nachgewiesen, die in direkten Kontakt mit der Haut geraten können.
Man setzt zum Gerbungsprozess Chrom-III-Salze
ein, die Allergien verursachen können. Chrom-VI ist höchst allergen
und gilt als krebserregend.
Über 2.000 verschiedene Azo-Verbindungen
(Farbstoffe)sind bekannt und werden zur Lederherstellung eingesetzt. Einige
dieser gesundheitsgefährdenden Stoffe kann der Körperschweiß
aus Leder und Textilien lösen, bestimmte Bakterien der Haut bauen
sie zu krebserzeugenden Aminen ab. Die Amine wiederum können durch
die Haut in den Körper gelangen.
Weitere Materialien: Reißverschlüsse
und Knöpfe bestehen meist aus Nickel. Nickel verursacht Allergien.
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Behandlung
und Prävention in der
Naturheilpraxis
für Ganzheitsmedizin
Naturheilverfahren
- Umweltmedizin - Psychotherapie
Klaus J. Benner
Heilpraktiker
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