Umwelterkrankungen
Wie der menschliche Organismus reagiert
Bei den hier aufgeführten Informationen
ist aus den möglichen Expositionen und den darauf beruhenden Gesundheitsstörungen
nur ein Bruchteil der vorhandenen Möglichkeiten, die ich Ihrer kritischen
Betrachtung vorstellen möchte, dargestellt. Sie erheben nicht den
Anspruch auf Vollständigkeit.
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Amalgan
Korrodierende Zahnfüllungen aus Amalgam
geben Quecksilber ab.
Holzschutzmittelsyndrom
Ausgasungen verschiedener Toxine machen
krank.
Chronic-fatique-Syndrom
Chronische Müdigkeit kommt auch oft
als Begleiterkrankung vor.
Sick-Building-Syndrom
Umweltbelastungen in Gebäuden können
krank machen.
Multiple
chemical sensitivity
Die Auslöser können außerordentlich
vielseitig sein.
Chronische
subklinische Intoxikation
Umweltbelastungen und iatrogene Einwirkung
als Ursache für somatische- und psychische Funktionsstörungen.
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Zahnamalgam
Amalgam ist eine Legierung aus Quecksilber
und anderen Metallen, z. B. Kupfer, Zinn und Silber. Legierung ist der
chemische Begriff für ein Gemenge aus zwei oder mehr Metallen. Die
Zahnfüllungen aus Amalgam enthalten ungefähr 50 Prozent Quecksilber.
Dieses Quecksilber kann aus der Legierung freigesetzt werden. Meistens
erfolgt die Freisetzung in Form von Quecksilbergas, das hauptsächlich
über die Lunge in den Körper aufgenommen wird.
Meistens kommt es durch Amalgamfüllungen
nicht direkt zu einer Vergiftung. Die Beschwerden sind häufig unspezifisch.
Wissenschaftlich anerkannt sind bis heute lediglich die Amalgamallergie
und örtliche Veränderungen der Mundschleimhaut.
Die Betroffenen klagen oft über
unspezifische Beschwerden, z. B.:
Trotz dieser vielfältigen subjektiv empfundenen
Symptome sind wissenschaftlich anerkannt nur folgende Erscheinungen:
-
Zungenbrennen
-
Metallgeschmack
-
Geschmacksverlust oder andere Missempfindungen
in der Mundhöhle
-
Nach Zahnarztbesuch verstärkte Symptomatik
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Holzschutzmittelsyndrom
Ursachen:
Ausdünstungen folgender Toxine: Dichlor-
Diphenyl- Trichloretan DDT, Formaldehyd, Lindan, Pentachlorphenol PCP,
Pyrethroide
Symptome und Verlauf:
Langsames Auftreten erst nach jahrelangem
Kontakt: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Depression,
Vergeßlichkeit, Empfindungsstörungen an Händen, Füßen,
Armen und Beinen, unklare Schmerzen, Reizerscheinungen an Augen, Atemwegen
und Haut. Die Symptome klingen im Freien ab und treten in geschlossenen
Räumen erneut auf.
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Chronic-fatique-Syndrom,
CFS, Chronisches Müdigkeitssyndrom
Ursachen :
Einzelne Ursache ist bisher nicht belegt.
Diskutiert wird: chronische Vireninfektion, Langzeiteinwirkung toxischer
Umweltsubstanzen, Immunologische Grunderkrankung, psychiatrische Erkrankung
Symptome und Verlauf:
Hauptmerkmal: anhaltende Müdigkeit
oder leichte Ermüdbarkeit, die nicht durch Schlaf verschwindet. Weiter:
Halsschmerzen, Muskelschwäche, Myalgien, Kopfschmerzen, Gelenkschwellungen,
Vergesslichkeit, Konfusion, Konzentrationsstörungen, Depression. CFS
kann auch als Begleiterkrankung auftreten.
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Sick-Building-Syndrom
Ursachen:
überheizte Räume, niedrige Luftwechselraten
in geschlossenen Räumen, Schimmelpilzsporen, chemische Ausdünstungen,
oft auch Klimaanlagen, die die Luft nur recyceln und nicht erneuern.
Symptome und Verlauf:
Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche,
Depression, Vergesslichkeit, Empfindungsstörungen an Händen,
Füßen, Armen und Beinen, unklare Schmerzen, Reizerscheinungen
an Augen, Atemwegen und Haut. Die Symptome klingen im Freien ab und treten
in geschlossenen Räumen erneut auf.
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Multiple
chemical sensitivity (MCS)
"Überempfindlich" gegen die
Umwelt
Im Schuhgeschäft fühlen sie sich
schwindelig, an Straßenkreuzungen bleibt ihnen die Luft weg, wenn
sie Parfüm riechen, wird ihnen übel: So ergeht es Menschen, die
an der Multiplen Chemikaliensensibilität (MCS) leiden.
Es gibt bisher kein wissenschaftlich belegtes
pathophysiologisches Konzept. Eine Disposition zur Überempfindlichkeit
scheint Voraussetzung zu sein. Betroffene nennen als Auslöser u.a.:
Motorabgase, Passivrauch, Formaldehyd, Ausgasungen von Kleber, Fotokopierern,
Laserdruckern, Druckerschwärze, Motorabgase, auch normale Umgebungsluft.
Die Klinische Ökologie nennt die
MCS auch Neuroallergie, weil der Körper ähnliche Wirkungen zeigt
wie bei einer Allergie. Im Unterschied zur Allergie, so vermutet man, spricht
jedoch nicht das Immunsystem auf die Umweltstoffe an, sondern das Nervensystem.
Die Allergie
ist eine eindeutig festgelegte Antwort des Körpers, seine Reaktionen
auf Chemikalien sind jedoch undefiniert und vielfältig. Die Krankheitssymptome
können sich auf verschiedene Organsysteme erstrecken: Hals-Rachenraum,
Herzkreislaufsystem, Lunge, Gelenke und Magen-Darm-Trakt - fast immer ist
auch das Zentralnervensystem betroffen. Schwere Nervenerkrankungen, Entzündungen
des Gehirns und anderer Organe können die Folge der MCS sein und die
Lebensqualität gravierend mindern.
Da man die genaue Ursache der Krankheit
bisher nicht klären konnte, kann man sie immer nur von den Symptomen
ausgehend bestimmen. Mehrere chemisch nicht verwandte Chemikalien lösen
sie aus. Sie entfalten ihre Wirkung in Mengen, die einem gesunden Menschen
nichts ausmachen oder die bisher als unschädlich galten. Charakteristisch
ist auch, dass die Zahl der unverträglichen Stoffe im Laufe der Krankheitsgeschichte
zunimmt. Bei Menschen die beruflich mit Chemikalien zu tun haben findet
man ein erhöhtes MCS- Risiko.
Die Anzeichen einer Multiplen Chemikaliensensibilität
sind von Fall zu Fall verschieden. Charakteristisch ist, dass die Reaktionen
auf die Umweltstoffe meist sofort erfolgen, also nach wenigen Sekunden
oder Minuten. Alle Organsysteme können betroffen sein. Die häufigsten
Symptome, die durch eine MCS einzeln oder aber in Kombination auftreten
können, sind:
-
extreme Geruchsempfindlichkeit
-
Kopfschmerzen
-
Atemprobleme
-
Schwindelanfälle
-
plötzliche Übelkeit
-
Schleimhautreizungen
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Muskelschmerzen
-
Müdigkeit
-
Wahrnehmungsschwierigkeiten
-
Vergesslichkeit
-
Konzentrationsschwäche
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Chronische
subklinische Intoxikation (Vergiftung)
Umweltbelastungen und iatrogene Einwirkung
als Ursache für somatische- und psychische Funktionsstörungen.
Chronische Intoxikationen durch Schwermetalle
und Chemikalien, die einzeln oder durch synergetische Effekte zu körperlichen
und psychischen Störungen führen.
Chemische Medikamente die neben ihren multiplen
Nebenwirkungen auch zu einer Intoxikation bestimmter Organe (Leber, Niere,
Nerven) führen.
Patienten mit/oder nach Krebserkrankung
haben in der Regel schwere toxische Belastungen aus der tumorhemmenden
Therapie durch Zytostatika und Strahlenwirkung und aus dem toxischem Stoffwechsel
mit den Zerfallsprodukten des Tumorgeschehens. Infolge der aggressiven
chemischen Therapie kommt es auch zu Substanzdefiziten von Vitaminen und
Spurenelemente, Als Folge können körperliche und/oder psychische
Symptome auftreten.
Durch anhaltene Exposition mit Schwermetallen
und Chemikalien, auch bei niedrigster Aufnahme/Resorption, werden durch
Interaktionen essentielle Elemente und andere lebenswichtige Stoffe im
Organismus verdrängt was zu einer unspezifischen Symptomatik führt.
Unfruchtbar durch Umweltgifte?
Hormonell wirksame Chemikalien rufen Veränderungen
im endokrinen (hormonellen) System von Mensch und Tier hervor. Beispiel
Tributylzinn (TBT): Es besteht der Verdacht, dass TBT, das für Schiffsanstriche
verwendet wird, dafür verantwortlich ist, dass bei über 150 Meeresschneckenarten
die weiblichen Tiere vermännlichen und sogar männliche Geschlechtsorgane
ausbilden.
Zu den Chemikalien mit hormonähnlicher
Wirkung zählen Weichmacher, Flammschutzmittel und Organozinnverbindungen.
Sie sind in Lacken, Klebstoffen, Textilien sowie Kosmetikartikeln zu finden.
Weil sie im Verdacht stehen, nicht mehr umkehrbaren Vermännlichungs-
bzw. Verweiblichungseffekten auszulösen, sind sie jedoch in Verruf
gekommen. Täglich nehmen wir hormonähnliche Chemikalien in winzigen
Mengen über die Nahrung, Atemluft und den Körper auf.
Problematisch ist unter anderem auch der
Weichmacher DEHP (Diethylhexylphthalat), den die Industrie Kunststoffen
zusetzt, um sie elastisch zu machen.
Wo sich viele Kunststoffe türmen,
wie beispielsweise im Krankenhaus, sind hohe DEHP-Konzentrationen, aber
an der Tagesordnung, auch für Kinder. Hier kommt man mit Infusionsschläuchen,
Beatmungsmasken und Spritzen in direkten Körperkontakt, DEHP gelangt
in hochkonzentrierten Mengen in den Körper. Bei Operationen etwa legen
Ärzte die Kunststoffe direkt in die Blutbahnen.
Forscher um Steffan Loff von der Uniklinik
Mannheim haben jetzt herausgefunden, dass besonders Früh- und Neugeborene
in Krankenhäusern mit hormonverdächtigem Weichmachern aus Kunstoffen
belastet sind. (Journal of Pediatric Surgery, Bd.35, S.1775, 2000).
Die Struktur der Chemikalien ähnelt
der der körpereigenen Hormone, die die Entwicklung der Fortpflanzungsorgane,
des Gehirns und Immunsystems steuern. Über die Nahrung, die Haut oder
den Atem gelangen diese Stoffe in den tierischen und menschlichen Organismus.
Wegen ihrer meist guten Fettlöslichkeit erreichen sie alle Bereiche
des Körpers gut. Gelangen sie zu den entsprechenden Organen, docken
sie dort direkt an die gleichen Bindungsstellen an, die auch die körpereigenen
Hormone benutzen. Dadurch kommen dann die hormonähnlichen Effekte
zu Stande. Sie können auch die Wirkung der körpereigenen Hormone
blockieren, indem sie sie an bestimmten Bindungsstellen verdrängen.
Auch Schwermetalle, wie z.B. Blei, können
hormonähnliche Wirkungen hervorrufen.
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Behandlung
und Prävention in der
Naturheilpraxis
für Ganzheitsmedizin
Naturheilverfahren
- Umweltmedizin - Psychotherapie
Klaus J. Benner
Heilpraktiker
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