Snowboard
Vorgeschichte (1900–1963)
1900
erfand der Österreicher Toni Lenhardt mit dem Monogleiter den
ersten Vorläufer des Snowboards. Er war damit derart erfolgreich,
dass ab 1914 in Bruck an der Mur sogar offizielle
Monogleiterwettbewerbe veranstaltet wurden. Es heißt, dass sich
der US-Amerikaner Jack Burchett 1929 als erster Gedanken darüber
machte, wie man aus Spanplatten, Pferdezügeln und
Wäscheleinen eine fahrbare Unterlage bastelt, die Tauglichkeit
für Schnee besaß. Seine Idee war aber rein privat und
erreichte nie den Markt. Die gedanklichen Wurzeln des Snowboardens
liegen im Surfen. Die beiden Wellenreiter Tom Sims und Sherman Poppen
(beide USA) experimentierten 1963 mit alten Türen und großen
Holzbrettern, auf denen sie Laschen montierten, um so das Surf-Feeling
auf Schnee zu rekonstruieren.
Entwicklung des Snowboards (1970–1985)
Dimitrije
Milovich, ein begeisterter Surfer, brachte 1970 erstmals Stahlkanten
als zusätzliche Stabilisatoren an den Seiten des Bretts an. Die
Technik war jedoch im Gebrauchsalltag zu jener Zeit nicht hilfreich und
wurde daher bald wieder verworfen. Zwei Jahre später entwickelte
Jake Burton das Prinzip der Bindung entscheidend weiter, indem er
verstellbare Gummiriemen als Fußschlaufen und
Antirutschflächen auf das Board montierte, um so die
Standsicherheit zu erhöhen.
Milovich
nahm 1975 in Utah die Produktion von Snowboards mit dem Namen
Winterstick auf. Die Modelle waren den heutigen zwar noch fern, doch
entwickelte er Boards mit patentiertem Swallowtail (Schwalbenschwanz),
um eine bessere Drehfreudigkeit zu erreichen. Die Stahlkanten seiner
früheren Boards verschwanden wieder. Auch Mike Olsen, der
später die Firmen Gnu und Lib Tech gründen sollte, begann
damit, Boards in seiner Garage herzustellen.
1977
produzierte Burton als erster eine Kleinserie seiner eigenen
Board-Kreation, nachdem er im Vorjahr die Firma Burton Snowboards
gegründet hatte. Mit 88 US$ setzte er den Preis jedoch zu hoch an,
so dass sein Produkt zu diesem Zeitpunkt kein kommerzieller Erfolg
wurde.
Im
selben Jahr mieteten Jake Burton und Dimitrije Milovich einen kleinen
Stand auf der „Snow Sports Industry Show“ (SIA Show), die als wichtige
Messe für Sportgeschäfte gilt. Ihr einziger Erfolg war es,
verschiedene Vertriebe auf ihre Produkte aufmerksam zu machen,
verkaufen konnten sie kein einziges ihrer Boards. Im selben Jahr
entwickelte Tom Sims ein Board mit verleimten Holzschichten. Dieses
Brett verkaufte sich viel besser, da es mit weniger Arbeitsaufwand
gebaut werden konnte. Dadurch sank der Verkaufspreis etwa um die
Hälfte, also etwa auf 40 $. Das Problem im Verkauf war vor allem,
dass damals die Snowboarder in den Skigebieten und an den Liften noch
nicht gern gesehene Gäste waren. So waren sie gezwungen, die
Hänge hinauf zu steigen oder nachts auf den präparierten
Pisten zu fahren. So waren die Snurfer bis 1985 in nur sieben Prozent
aller US-amerikanischen Skigebiete willkommen.
Burton,
Sims und Winterstick benutzten 1980 so genannte P-Tex-Beläge
für ihre Snowboards und integrierten somit erstmals Technologien
aus der Skiindustrie. Diese Entwicklung war den bisherigen „Snurfern“
weit voraus und ermöglichte bessere Kontrolle und neue
Fahrmanöver. Auch in Europa wurden erstmals Boards produziert,
doch waren jene aus den USA weiter entwickelt und wurden teuer nach
Europa importiert. Dennoch bekam Winterstick noch im selben Jahr
große finanzielle Probleme und musste sich aus dem Geschäft
zurückziehen. Gregory Stump und Warren Miller produzieren die
ersten Snowboardfilme und besorgen dem Sport öffentliche
Aufmerksamkeit.
Chuck
Barfoot, der seit 1978 für Tom Sims verschiedene Bretter designt
hatte (Skateboards, Surfboards und Snowboards), machte sich 1981
selbstständig, gründete Barfoot und experimentierte mit
verschiedenen Konstruktionstechnologien. In Deutschland entwickeln zwei
Studenten den Swingbo. Er bestand aus zwei Skiern, die mit einer
Standplatte verbunden waren. Das ganze funktionierte wie ein
Skateboard. Durch seine Stahlkanten ließ er sich besser steuern
als ein Snowboard. Nicht viel später waren aber dann die meisten
Snowboards auch wieder mit Stahlkanten ausgerüstet. Der Swingbo
verschwand so schnell aus den Bergen wie er gekommen war. Auch fand in
diesem Jahr in kleinem Rahmen der erste Wettbewerb Leadville, Colorado
statt.
Paul
Graves organisierte 1982 die erste nationale Snowsurfing-Meisterschaft
in Vermont, die aus Slalom und Abfahrt bestand. Erstmals traten
Snowboarder aus ganz Amerika gegeneinander an, unter anderem die
Rivalen Jake Burton und Tom Sims. Dieses Ereignis weckte das Interesse
der Medien und Snowboarden war erstmals ein Thema landesweiter
Berichterstattung. Die Konkurrenten Sims und Burton organisierten 1983
in ihren Heimatorten offizielle Meisterschaften, was aber die
Snowboardergemeinschaft spaltete: Sims integrierte erstmals die
Halfpipe in seinen Wettbewerb und wurde von manchen Fahrern
boykottiert, da sie Freestyle nicht als Snowboarddisziplin akzeptierten.
Die
erste Europäische Snowboardfirma Hooger Booger entwickelte 1984
Race Boards mit asymmetrischer Taillierung, ein richtungsweisender
Schritt für die Zukunft. In Stratton Mountain (USA) entwickelte
man etwa zur selben Zeit die ersten speziellen Snowboard-Schuhe. Zuvor
fuhr man in Moonboots oder in Wanderschuhen.
Burton
und Sims produzierten ihre Boards ab 1985 serienmäßig mit
P-Tex-Belag und Stahlkanten, womit der konstruktive Einfluss des
Surfboards zu Ende ging. Sims stellte das erste Promodell vor, das den
Namen von Terry Kidwell trug und im Freestyle-Bereich erstaunliche
Akzente setzte. Das Brett war auf beiden Seiten gleich abgerundet und
hatte zwei gleich stark aufgebogene Enden. Im selben Jahr wurde im
Schnalstal (Südtirol) erstmals ein Wettbewerb auf
europäischem Boden durchgeführt. 1985 war auch das
Geburtsjahr der Softboots - spezieller Schuhe, der den
Bedürfnissen und Belastungen eines Snowboarders angepasst waren.
In Soda Springs fand der erste Halfpipe-Wettbewerb statt. Freestyle
wurde zum großen Thema des Snowboardens, insbesondere für
Skateboarder. Die ersten, die in diesem Sport Geld verdienten, waren
José Fernandez, Peter Bauer, Petra Müssig, Jean Nerva,
Craig Kelly und Burt Lamar.
Der
Film Apocalypse Snowvon Régis Roland erschien 1986 und
dokumentierte das rasante Wachstum des Snowboardsports. Zu dieser Zeit
schafften es auch europäische Hersteller wie Fuzzy Garhammer und
Hooger Booger, den bis dahin bestehenden Rückstand in Technik und
Entwicklung aufzuholen.
Aufstieg (seit 1987)
einen
wichtigen Beitrag vor allem bei der weiteren Promotion des neuen Sports
waren vor allem Fuzzy Garhammer, Martin Gremmelspacher(askTV) und
Hörby Buchhofer der im Jahre 1991 bei einem Gleitschirmunfall in
Südafrika verstarb.
backside boardslide
backside boardslide
1988
fanden drei Weltmeisterschaften statt, eine in ENNSDORF (Schweiz), eine
in Livigno (Italien) und die dritte in Breckenridge (USA). Da das
Snowboarden immer mehr Leute faszinierte und die Anzahl der Boarder
sich laufend steigerte, waren die Liftbetreiber gezwungen, ihre Pisten
auch für Snowboarder zu öffnen. Bei verschiedenen
Wettkämpfen erhielten die Amerikaner ernsthafte Konkurrenz aus
Europa. Sie hatten die Gummischlaufen, die damals als Bindungen
dienten, gegen Tourenski-Bindungen getauscht und so einen Titel nach
dem anderen eingefahren.
Urs
Meier (Schweiz) und Earl Miller (USA) entwickelten 1989
Sicherheitsbindungen, welche die Verletzungsgefahr senken sollte, da
der Sport nach wie vor eher unsicher war. Um die Disziplin
wettkampftechnisch zu ordnen, wurde im selben Jahr die International
Snowboard Association (ISA) gegründet. Bereits im darauf folgenden
Jahr wurde die ISA durch die International Snowboarding Federation
(ISF) ersetzt, deren Aufgabe es war, die subkulturelle Mentalität
des Sports aufrechtzuerhalten, Wettkampfkriterien zu entwickeln und
auch ein internationales Ranking zu führen. Vor allem deshalb kam
es 1994 nicht zu einer Angliederung an die Fédération
Internationale de Ski (FIS), die reges Interesse an diesem
Zusammenschluss zeigte, wahrscheinlich weil Snowboarden zu diesem
Zeitpunkt die einzige alpine Disziplin war, die im Reglement nicht an
die FIS gebunden war und sich gleichzeitig großer Beliebtheit
erfreute.
Die
Wintersportgebiete passten sich langsam den Snowboardern an und
akzeptierten den neuen Einfluss in die Nutzung der Pisten. So wurden
auch vermehrt Pistenfahrzeuge mit speziellen Vorrichtungen für den
Bau von Halfpipes versehen. In den Sportgeschäften wurden erstmals
extra Service-Maschinen für Snowboards geschaffen. Die Zulassung
von Snowboarden an Olympischen Spielen wurde 1994 zum
Gesprächsthema und Diskussionsgrundlage für die
bevorstehenden Austragungen, jedoch auf Basis der FIS-Regeln. In
Innsbruck fand im Bergisel-Stadion der erste Air-&-Style-Contest
statt, an dem den Straight Jump als Freestyle-Disziplin eingeführt
wurde. Der Wettbewerb sollte später zu einem der wichtigsten
Ereignisse im Snowboard-Freestyle-Bereich werden.
Nick Francke bei einem „Tow-In“ Straight Jump
Nick Francke bei einem „Tow-In“ Straight Jump
Das
Internationale Olympische Komitee (IOC) beschloss 1995, Snowboarden
erstmals in Nagano 1998 in das Wettkampfprogramm aufzunehmen. Halfpipe
und Slalom waren für Snowboarder nun olympische Disziplinen. 1996
entstand neben den Disziplinen Freestyle (Halfpipe, Quarterpipe,
Straight Jump, etc), Slalom und Giant-Slalom eine neue Wettkampfform,
der Boardercross. Hierbei starten mehrere Boarder gleichzeitig in einen
Parcours mit Sprüngen, Buckeln und Steilwandkurven.
1997
entbrannte zwischen der ISF und der FIS ein Streit. Es ging darum, dass
gemäß einem Entscheid des IOC die Fahrer, die an Olympia
teilnehmen wollten, sich bei FIS-Rennen qualifizieren mussten. Die
meisten Fahrer der ISF bestritten nur die Mindestzahl an FIS-Rennen, um
die nötigen Punkte für Olympia zu sammeln. Bei den Spielen
kam es auch gleich zum ersten Skandal, als dem Kanadier Ross Rebagliati
Marihuana in seinem Urin nachgewiesen wurde und ihm daher seine
Goldmedaille vorerst entzogen wurde. Nachdem das Rauschmittel jedoch
nicht auf der Liste der verbannten Doping-Substanzen war, wurde sie ihm
später wieder zurückerstattet. Getrübt wurden die
Austragungen auch von der Tatsache, dass der zu diesem Zeitpunkt als
Favorit gewertete Athlet Terje Håkonsen sich weigerte, an den
Spielen teilzunehmen, weil er sich nicht mit den Regeln des IOC
einverstanden erklären konnte. In der Szene gilt er unter anderem
auch wegen dieser Entscheidung als eine prägende Leitfigur. Den
Halfpipe-Wettbewerb, der daher auf einem eher niederen Niveau
stattfand, gewann der Schweizer Gian Simmen.
Der
Hype um Snowboarden erreichte 1999 seinen tragischen Höhepunkt,
als nach dem Air-&-Style-Contest im Innsbrucker Bergiselstadion
fünf Menschen nach einer Massendrängelei ihr Leben verloren.
Der Austragungsort wurde daraufhin verlegt und die Veranstaltung in
wesentlich kleinerem Rahmen durchgeführt. In den 1990ern war der
Snowboardmarkt der am schnellsten wachsende Markt im Sportbereich, mit
bis zu 68 Prozent Wachstum pro Saison. Man konnte daher in dieser Zeit
eine massive Fluktuation an Herstellern beobachten, von denen sich
allerdings nur wenige etablieren konnten.
Im
Jahr 2002 musste die ISF Konkurs anmelden, Grund dafür war unter
anderem sicherlich auch die FIS, die dem Verband die Arbeit auf
finanzieller, wie auch politischer Basis erschwerte. Sämtliche
Aufgaben, Bewerbe und Reglements werden daher von der FIS
übernommen. 2004 wurde Snowskating (auch als Winterskating
bekannt) entwickelt, ein Fun-Sport mit sehr kleinen Snowboards ohne
Bindung. Derartige Snowboards werden auch als Snowdeck bezeichnet.
Heute
ist Snowboarden ein Breitensport, der von einer kleinen
„Glaubensgemeinschaft“ auf Millionen Anhänger angewachsen ist.
Skigebiete haben diesen Trend schon seit einiger Zeit erkannt und
investierten große Summen in die Anpassung ihrer Pisten (oder
zumindest Teile davon) an die Bedürfnisse der Snowboarder. So
genannte „Fun Parks“ sind mittlerweile in jedem größerem
Skigebiet zu finden; sie enthalten meist Rails, Halfpipes,
Quarterpipes, Ramps, Cornerjumps, Straight Jumps und ähnliches.
Dadurch hat sich der Sport in seiner Professionalität entwickelt
und ließ die Konkurrenz in allen seinen Disziplinen
kontinuierlich wachsen.
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Snowboarder
Shaun
White
Seine
Karriere begann im Jahre 1993 im Windell's Snowboard Camp in
Mount Hood, Oregon, in dem er sich die Grundlagen für seine
späteren
Erfolge antrainierte.
Seine Mutter erlaubte ihm vor seinem 11. Lebensjahr nicht einen
McTwist auszuprobieren, denn normalerweise probiere man ihrer Meinung
nach diesen Trick das erste mal im Alter von etwa 20 Jahren.
Shaun White erreichte bereits mit 13 Jahren den 3. Platz bei den
Japan Open und wurde Zehnter beim Wettbewerb Vans Triple Crown of
Snowboarding. Im Jahre 2006, mittlerweile zwanzig Jahre alt, hatte
Shaun White einige Sponsorenverträge von namhaften Marken. So kam
er zu
seinem Spitznamen "FutureBoy". Er ist ebenfalls der jüngste
Fahrer, der
je die US Open Snowboarding Championships gewonnen hat.
Nach einer Knieverletzung im Jahre 2004/2005 leitete er seine
Rückkehr mit Erfolgen beim Air & Style Contest in
Österreich und bei der Honda Session in Vail, Colorado, ein. Die
Siegesserie setzte sich fort: als nächstes gewann er bei den
X-Games im Slopestyle und in der Superpipe, im Rahmen der Nippon Open in Japan. Er ist der Erste, der sowohl
die Slopestyles der US Open, die Arctic Challenge
gewann und dazu noch Nippon Open
Halfpipe-Sieger wurde. Dazu wurde er bereits im Alter von 16 Jahren
Weltranglistenerster im Slopestyle.
Unter seinem Namen erscheint alljährlich ein neues Snowboard- und
Boot-Modell. Als Weiterführung dessen erschien eine Produktlinie
unter
dem Namen „The White Collection“. Im November 2004
erschien der Film „The White Album“, der sich hauptsächlich mit
seiner
Person und seinem Werdegang befasst. Shaun hat einen 5 Jahre
älteren
Bruder namens Jesse, der für das Burton-Werksteam fuhr. Er hat
zudem
eine Schwester, die im Jahr 2000 die US-Junior-Open gewann.
Er gilt als das größte Snowboard-Talent
aller Zeiten. So gelang es ihm z.B. als erster überhaupt alle vier
verschiedenen Variationen des 1080° innerhalb eines Laufs zu
stehen.
Kritische Stimmen hingegen werfen ihm vor, nur das Produkt eines
starken Drills zu sein und sind enttäuscht, dass er sich fast
komplett
auf Funparks und Contests beschränkt, anstatt im Backcountry
(freies
Gelände abseits der gesichterten Pisten) Videos zu drehen. Doch
auch
dieses holte er nach, als er zusammen mit einem professionellen
Filmteam und einigen anderen ebenfalls auf weltklasseniveau Fahrenden
Persönlichkeiten der Szene nach Alaska reiste, um dort die
größten
Berge der Welt zu befahren. Herausgekommen ist die
Hollywood-Filmproduktion mit dem Titel First Descent.
Im Februar 2006 erfüllte er sich seinen größten
Karrieretraum, als er bei den Olympischen Winterspielen im
italienischen Turin antrat. Vier Jahre zuvor, im Alter von gerade
einmal 15 Jahren, verpasste er die Qualifikation zu den Olympischen
Winterspielen 2002 in Salt Lake City
um lediglich 0,1 Punkte. Doch selbst wenn er sich rein rechnerisch
qualifiziert hätte, wäre es aufgrund seines Alters nicht
sicher
gewesen, ob er auch hätte antreten dürfen. Doch 2006 war es
dann
soweit. Er ging in der Disziplin Snowboard Halfpipe
an den Start und erreichte nach einem ersten, verpatzten
Qualifikationslauf schließlich doch noch die Finalrunde. Hier
hatte
jeder der Fahrer erneut zwei Läufe, wobei abermals nur der bessere
der
beiden gewertet wurde. Bereits in seinem ersten Lauf ging Shaun White,
der in seiner noch jungen Karriere bis dahin fast alles gewonnen hatte,
was es zu gewinnen gab, volles Risiko und beeindruckte nach seinem
obligatorischen Standard-Air mit einen Back-To-Back 1080° und
anschließendem Back-To-Back 900°. Diese zwei
Trickkombinationen bzw.
vier separaten Tricks wurden - wie man es von ihm gewöhnt ist - so
sauber ausgeführt, dass er in Verbindung mit einem
vorhergegangenen MC
Twist mit einer Wertung von 46,8 von 50,0 möglichen Punkten im
Klassement fast schon uneinholbar weit vorne lag und einen Podiumsplatz
eigentlich sicher hatte. Da Shaun White in der Qualifikationsphase den
besten Lauf geliefert hatte, durfte er in den beiden
Finaldurchgängen
als jeweils letzter Fahrer an den Start gehen. Im zweiten
Finaldurchgang musste er demzufolge lediglich abwarten, ob einer der
vor ihm startenden Fahrer seine Bestmarke hätte knacken
können. Doch
das sollte für das restliche Fahrerfeld unmöglich werden.
Zwar zeigte
Shaun Whites Landsmann Danny Kass
mit 44.0 Punkten einen ebenfalls anspruchsvollen Lauf, doch gelang es
letzten Endes niemandem, die bestehende Bestmarke zu eliminieren. So
konnte Shaun White bereits vor Antritt seines zweiten Laufs eine
olympische Goldmedaille feiern, da niemand mehr übrig war, der ihm
hätte Paroli bieten können. Als letzter noch ausbleibender
Fahrer im
Zweiten Finaldurchgang zeigte er einen technisch nicht sonderlich
anspruchsvollen, dafür aber um so schöneren Lauf, in dem er
dem
Publikum massiv gestylte mellow-Tricks („einfache Tricks”) darbot.
Shaun White kann auf eine Saison 2005/2006 zurückblicken, in der
er
jeden Contest gewinnen konnte, an dem er teilnahm. Dies gelang zuvor
nur einem einzigen Fahrer: Terje Håkonsen.
Die Snowboardsaison 2006/2007 verlief für seine Verhältnisse
bis dato ein wenig durchwachsen. Nachdem er im Vorjahr nicht am Air
& Style teilnahm, da er sich in Ruhe auf die Olympischen
Winterspiele
vorbereiten wollte, war er dieses mal wieder mit von der Partie. Das
Ziel: die neue Saison mit Platz 1 gebührend einleiten. Als er
allerdings in der Qualifikations-Phase, die im K-O-Modus ausgetragen
wird, auf Antti Autti traf, war bereits Schluss für ihn. Trotz
eines
Cab 1260°, den er erstmalig in einem Kontest zeigte, und eines
Backside
720° musste er sich letzten Endes knapp geschlagen geben und schied
somit frühzeitig aus. Ein paar Wochen später ging es bereits
weiter zu
den Winter X Games.
Er würde alles daran setzen zum fünften mal hintereinander
die
Goldmedaille im Slopestyle dieser Disziplin zu gewinnen. Doch auch hier
lief erneut nicht alles nach Plan. Nachdem er die Qualifikations-Phase
als Bester (92.33 Punkte) abschließen konnte, schaffte er es im
Finale
mit einem 83.33-Punkte-Lauf nicht, sich gegen die Kontrahenten Jussi
Oksanen (84.66 Punkte) und Andreas Wiig (89.66 Punkte) durchzusetzen.
so blieb am Ende die Bronze-Medaille. In der Halfpipe hingegen schaffte
er den ersten Platz und sicherte sich so doch noch eine Goldmedaille.
Er ist folglich der bis dato zweiterfolgreichste Teilnehmer in der
Geschichte dieses Events. Lediglich Shaun Palmer ist mit einer weiteren
Goldmedaille erfolgreicher.
Durch seine konstanten Leistung bei allen Events der TTR World
Snowboard Tour an denen er teilnahm, konnte er sich am Ende den
Gesamtsieg sichern und sich, beim letzten Event der Saison, den US
Open, zum TTR World Snowboard Tour Champion 2006/2007
krönen lassen.
Eero
Ettala

Eero Ettala (* 17. Oktober 1984 in Espoo) ist
ein finnischer Snowboarder. Er ist Gewinner des freesytle.ch 2006 und
des Big Air Championships in Tokio. Er ist seit dem Jahre 2000
Team-Rider von Nitro.
Eero Ettala fährt neben Nitro auch für Oakley, Level, Bakoda,
TSG, DVS,
Airblaster, Ogio, Villawool, Clastzoo, Ponke´s und Northstar. Er
ist
der erste Rider, der den Double Backside Rodeo 1080 gestanden hat.
Seinen wohl besten Part zeigt er im MD-Film "Follow Me Around". Er ist
mit Shaun White wohl einer der besten Snowboarder der Welt. Er hat
zahlreiche Auszeichunungen erhalten, z. B.: European Rider of the Year
(snowboarder MBM), 2nd Best Trick Ranking (snowboarder MBM), Best Video
Part in Follow Me Around (Transworld and snowboarder MBM), 2nd Best
Rider of the year (Transworld) und Best Jibber of the year
(Transworld). Eine große Stütze seiner Bekanntheit ist das
deutsche
Snowboardmagazin "Pleasure", das sein erstes großes Interview und
das
erste gedruckte Poster von ihm machte.
Mathieu Crepel

Mathieu Crépel ist
zurück bei seinem ersten Sponsor, Rossignol Snowboards!
Mathieu ist 21 Jahre alt und
gehört zu den populärsten und besten Freestylern der Welt.
Der Franzose hat einen drei
Jahres Vertrag bei Rossignol unterschrieben
und wird ab sofort mit Board, Boots und Bindung unterstützt.
Rossignol ist stolz, Mathieu
als Teamfahrer verpflichtet zu haben. Auch
bei der Entwicklung neuer Produkte wird Mathieu aktiv mitwirken.
Doriane Vidal, Hana Beaman, JF
Pelchat, Benji Ritchie, Jeremy Jones und Jonas Emery
sind bereits im
internationalen Rossignol Team und bekommen nun tatkräftige und
professionelle Unterstützung von Mathieu.
26. Oktober 1984 in Tarbes)
ist ein französischer Snowboarder.Bei der WM 2007 in Arosa gewann
er im Big Air und in der Halfpipe jeweils die Goldmedaille. Im Jahr
2005 wurde Halfpipe-Weltcupsieger der FIS-Tour, im Jahr 2006
Gesamtsieger der Ticket to Ride World Snowboard Tour.