Vorbemerkung
Dieses Buch wurde geschrieben, da bis auf wenige Ausnahmen jedes Traktat und jedes Papier, jedes >geheime< Grimoire, die ganzen >große Werke< zum Thema Magie nichts anderes als frömmelnde Fälschungen sind - von schlechtem Gewissen getriebenes Geschwafel und esoterisches Geschwätz von Chronisten, die von magischen Überlieferungen berichten und entweder keinen objektiven Standpunkt dazu einnehmen können oder wollen. Einer nach dem andern von diesen Schreibern hat es bei seinen Versuchen, die Grundsätze >Weißer und Schwarzer Magie< darzulegen, lediglich geschafft, das Thema dermaßen zu vernebeln, daß der am Hexentum interessierten Schüler letztlich stumpfsinnig eine Planchette über ein Ouija-Brett schiebt, in einem Pentagramm steht und auf das Erscheinen eines Dämonen wartet, ungeschickt I-Ching Stäbchen aus Scharfgarbe umherschiebt wie überalterte Brezeln, Karten mischt, um die Zukunft vorauszusagen, mit völlig sinnlosem Ergebnis, und Seminare besucht, die mit Sicherheit nur seinem Ego- und seiner Geldbörse - schaden. Und er macht sich ganz allgemein zum Narren in den Augen derjenigen, die wissen!
Der wahre Magus weiß, daß die okkulten Bücherregale überquellen mit verstaubten Relikten ängstlicher Gemüter und steriler Körper, mit metaphysischen Reisen der Selbstverachtung und Regelbüchern, vollgestopft mit Vorschriften aus dem östlichen Mystizismus. Viel zu lange schon wurde über das Thema Satanische Magie und Philosophie von sensationslüsternen Journalisten des Pfades zur Rechten geschrieben.
Die alte Literatur ist das Abfallprodukt aus Hirnen, die von Furcht und Niederlage zerfressen sind und die unwissentlich damit diejenigen unterstützen, die wirklich die Welt regieren, und die von ihrem Hllenthron vor Verachtung schallend herunterlachen.
Die Flammen der Hölle brennen heller durch das Zündmaterial, das diese Bände mit ihren vergilbten Fehlinformationen und falschen Prophezeihungen liefern.
Dieses Buch enthält Wahrheit- und Phantasie. Eines kann ohne das andere nicht existieren; jedoch muß beides als das erkannt werden was es ist. Was du erfährst, mag dir vielleicht nicht immer gefallen, aber du wirst es erfahren!
Dies ist satanisches Gedankengut aus wahrhaft satanischer Sicht.
The Church of Satan , San Francisco, Walpurgisnacht 1968
Prolog
Die Götter des Pfades zur Rechten haben sich ein ganzes Weltzeitalter lang gezankt und zerstritten. Alle diese Gottheiten und ihre Priester und Geistlichen haben versucht, Weisheit in ihren eigenen Lügen zu finden. Die Eiszeit religiöser Gedanken kann jedoch im großen Plan der menschlichen Exsistenz nur eine begrenzte Zeit andauern. Die von ihrer Weisheit besudelten Götter haben ihre Zeit gehabt und ihr Jahrtausend ist vorbei. Jeder von ihnen hatte seinen eigenen >göttlichen< Pfad zum Paradies und beschuldigte den anderen der Ketzerei und geistiger Indiskretionen. Auf dem Ring der Nibelungen lastet tatsächlich ein immerwährender Fluch, aber nur weil diejenigen, die ihn suchen, in Kategorien von >Gut< und >Böse< denken - wobei sie selbst natürlich die >Guten< sind. Um zu überleben, sind die Götter der Vergangenheit zu ihren eigenen Teufeln geworden. Ihre Geistlichen spielen kläglich das Teufelsspiel, um ihre Tabernakel zu füllen und die Miete für ihre Tempel bezahlen zu können. Aber sie haben sich viel zu lange schon in >Rechtschaffenheit< geübt und sind dabei zu armen und inkompetenten Teufeln geworden. Und so reichen sie sich alle die Hände in >brüderlicher< Einheit, und treffen sich in ihrer Verzweiflung in der Walhalla zu ihrem letzten großen ökumenischen Rat. >In der Düsternis zieht die Götterdämmerung auf.< Die Raben der Nacht sind davongeflogen, um Loki anzurufen, der die Walhalla in Flammen hat aufgehen lassen mit dem brennenden Dreizack des Infernos. Die Dämmerung ist vorbei. Ein Glanz neuen Lichtes wurde aus der Nacht geboren und Luzifer ist auferstanden, um erneut zu verkünden: >Dies ist das Zeitalter Satans! Satan regiert die Welt!< Die Götter der Ungerechten sind tot. Dies ist der Morgen der magischen, unverfälschten Weisheit. Das Fleisch herrscht, und eine großartige Kirche soll errichtet und in seinem Namen geweiht werden. Die Errettung der Menschen soll nicht länger von seiner Selbstverleugnung abhängig gemacht werden. Und es wird sich zeigen, daß die Welt des Fleisches und des Lebens die beste Vorbereitung auf jegliche Freuden der Ewigkeit ist!
REGIE SATANAS!
AVE SATANAS!
HEIL SATAN!

Die Neun Satanischen Grundsätze
1. Satan bedeutet Sinnesfreude anstatt Abstinenz!
2. Satan bedeutet Lebenskraft anstatt Hirngespinst!
3. Satan bedeutet unverfälschte Weisheit anstatt heuchlerischen Selbstbetrug!
4. Satan bedeutet Güte gegenüber denjenigen, die sie verdienen, anstatt Verschwendung von Liebe an Undankbare!
5. Satan bedeutet Rache anstatt Hinhalten der anderen Wange!
6. Satan bedeutet Verantwortung für die Verantwortungsbewußten anstatt Fürsorge für psychische Vampire!
7. Satan bedeutet, daß der Mensch lediglich ein Tier unter anderen Tieren ist, manchmal besser, häufig jedoch schlechter als die Vierbeiner, da er aufgrund seiner >göttlichen geistigen und intellektuellen Entwicklung< zum bösartigsten aller Tiere geworden ist!
8. Satan bedeutet alle sogenannten Sünden, denn sie alle führen zu physischer, geistiger oder emotionaler Erfüllung!
9. Satan ist der beste Freund, den die Kirche jemals gehabt hat, denn er hat sie die ganzen Jahre über am Leben erhalten!

(Feuer)
Das Buch Satan
Die Höllische Streitschrift
Das erste Buch der Satanischen Bibel ist nicht der Versuch einer Gotteslästerung sondern eine Meinungsäußerung, die man als >diabolische Empörung< bezeichnen könnte. Der Teufel wurde immer von den Gottesmännern gnadenlos und ohne Hemmungen angegriffen. Niemals hatte der Prinz der Dunkelheit wirklich Gelegenheit, auf die gleiche Weise wie die Redner des Herrn der Rechtschaffenen zu Wort zu kommen. Die Kanzelprediger der Vergangenheit konnten >Gut< und >Böse< nach ihrem Gutdünken festlegen und haben nur zu gern diejenigen, die ihren Lügen widersprachen, in der Versenkung verschwinden lassen - sowohl verbal als manchmal auch physisch. Ihr Gerede von >Barmherzigkeit< verkommt im Zusammenhang mit Seiner Höllischen Majestät zur leeren Worthülse und ist ausgesprochen unfair, wenn man bedenkt, daß ohne ihren satanischen Gegner ihre Religion ganz einfach zusammenbrechen würde. Wie bedauerlich, daß die allegorische Persönlichkeit, der die geistigen Religionen ihren Erfolg am meisten zu verdanken haben, am wenigsten Barmherzigkeit erfährt und ständig mißbraucht wird - und das ausgerechnet von denjenigen, die immer salbungsvoll die Regeln der Fairness verkünden! In all den Jahrhunderten, in denen der Teufel niedergebrüllt wurde, hat er sich nie gegen seine Verleumder zur Wehr gesetzt. Er ist immer ein Gentleman geblieben, während diejenigen, die er unterstützt, lärmen und toben. Er war ein Musterbeispiel guten Benehmens, aber jetzt ist seiner Meinung nach die Zeit zum Widerspruch gekommen. Er hat beschlossen, endlich zu seinem Recht zu kommen. Die dickbäuchigen Regelbücher mit heuchlerischem Vorschriften haben ausgedient. Um das Gesetz des Dschungels neu zu erlernen, reicht eine kleine, dünne Streitschrift aus. Jeder Vers ist ein Inferno. Jedes Wort ist eine Feuerzunge. Die Flammen der Hölle brennen gewaltig... und reinigen! Lies weiter und lerne das Gesetz.

Das Buch Satan
I
1. In dieser kargen Wildnis aus Stahl und Stein erhebe ich meine Stimme, auf daß ihr mich höret. Nach Osten und Westen rufe ich. Nach Norden und Süden gebe ich ein Zeichen, welches verkündet: Tod den Schwächlichen, Reichtum den Starken!
2. Öffnet eure Augen, auf daß ihr sehet, oh Menschen mit vermoderten Hirnen und hört mir zu, ihr verwirrten Millionen!
3. Denn ich bin angetreten, um die Weisheit der Welt herauszuforden und die >Gesetze< der Menschheit und >Gottes< infrage zu stellen!
4. Ich verlange Begründungen für eure Goldenen Regel und frage nach dem Warum und Weshalb eurer Zehn Gebote.
5. Ich verneige mich vor keinem eurer papierenen Idole in Anerkennung, und wer zu mir sagt, >Du sollst< ist mein Todfeind!
6. Ich tauche meinen Zeigefinger in das wässerige Blut eures impotenten, wahnsinngen Erlösers und schreibe auf seine von Dornen entstellte Stirn: Der wahre Prinz des Bösen - der König der Sklaven!
7. Ich akzeptiere keine abgedroschenen Unwahrheiten als Wahrheit; kein einengendes Dogma wird meine Feder am Schreiben hindern!
8. Ich breche mit allen Konventionen, die nicht zu meinem irdischen Erfolg und Glück beitragen!
9. Ich setze in einer unerbittlichen Invasion den Maßstab der Starken!
10. Ich starre in die glasigen Augen eures furchtsamen Jehovas und ziehe ihn am Bart; ich erhebe eine Streitaxt und spalte seinen von Würmern zerfressenen Schädel!
11. Ich zerstöre die abscheulichen Inhalte der philosophisch schöngefärbten Gräber und lache in sardonischem Zorn!

II
1. Sehet das Kreuz; was symbolisiert es? Bleiche Inkompetenz, die an einem Baum hängt.
2. Ich hinterfrage alle Dinge. Während ich vor den fauligen und gelackten Fassaden eurer überheblichen moralischen Dogmen stehe, schreibe ich darauf mit Buchstaben aus flammender Verachtung: Seht her, all dies ist Schwindel!
3. Komm her zu mit, du Todesverächter, und die Erde wird dir gehören!
4. Viel zu lange war es der toten Hand erlaubt, lebendiges Gedankengut abzutöten!
5. Viel zu lange haben falsche Propheten Richtig und Falsch, Gut und Böse verdreht!
6. Kein Glaubensbekenntnis muß aufgrund seiner >göttlichen< Beschaffenheit akzeptiert werden. Religionen sollen angezweifelt werden. Kein moralisches Dogma darf als selbstverständlich hingenommen, kein Maßstab als göttlich angesehen werden. Keine Moralvorstellungen sind von Natur aus heilig. Wie die hölzernen Idole vergangener Zeiten sind auch sie das Werk von Menschenhand, und was der Mensch erschaffen hat, das kann der Mensch auch vernichten!
7. Derjenige, der zögert, alles und jedem zu glauben, ist sehr weise, denn der Glaube an ein einziges falsches Prinzip ist der Beginn allen Unverstands!
8. Die wichtigste Aufgabe jedes neuen Zeitalters ist es, Menschen hervorzubringen, die seine Freiheiten neu definieren, es zu materiellem Reichtum zu führen und die verrosteten Schlösser und Ketten veralterter Traditionen zu sprengen, die einem gesunden Wachstum entgegenstehen. Theorien und Ideen, die einmal Leben, Hoffnung und Freiheit für unsere Ahnen bedeutet haben, können heute zu Zerstörung und Sklaverei führen und uns entwürdigen!
9. Mit der Veränderung der Umwelt verändern sich auch die menschichen Ideale!
10. Wann immer eine Lüge sich selbst auf den Thron erhoben hat, soll sie ohne Mitleid und Bedauern angezweifelt werden, denn unter dem Einfluß einer Unwahrheit kann niemand gedeihen!
11. Die überkommenen Scheinargumente sollen vom Thron gestoßen, ausgemerzt, verbrannt und zerstört werden, denn sie sind eine ständige Bedrohung der wahren Würde von Gedanken und Handlungen!
12. Jede angebliche >Wahrheit<, die sich als reine Erfindung herausstellt, soll ohne weitere Umstände in die äußerste Finsternis geschleudert werden, hin zu den toten Göttern, toten Weltreichen, toten Philosophien und all dem anderen bedeutungslosen Plunder!
13. Die gefährlichste aller herrschenden Lügen ist die heilige, abgesegnete, die privilegierte Lüge - die Lüge, von der jeder glaubt, daß sie ein Musterbeispiel an Wahrheit ist. Sie ist die fruchtbare Mutter aller anderen verbreiteten Irrtümer und Selbsttäuschungen. Sie ist ein hydraköpfiger Baum der Unvernunft mit tausend Wurzeln. Sie ist ein gesellschaftliches Krebsgeschwür!
14. Die Lüge, die als solche enttarnt wird, ist schon halb ausgerottet, aber die Lüge, die auch von intelligenten Menschen als Tatsache akzeptiert wird - die Lüge, die schon dem Kleinkind auf den Knien der Mutter eingetrichtert wird, ist gefährlicher zu bekämpfen als die schleichende Pest!
15. Eingängige Lügen waren schon immer die stärksten Feinde persönlicher Freiheit. Es gibt nur einen Weg, mit ihnen umzugehen: Radikal herausschneiden wie Krebsgeschwüre. Mit Stumpf und Stiel ausrotten. Vernichtet sie, sonst vernichten sie uns!

III
1. > Liebet einader<, so heißt es, soll das oberste Gesetz sein, aber welche Macht hat das bestimmt? Auf welcher geistigen Autorität beruht dieses Evangelium der Liebe? Warum soll ich meine Feinde nicht hassen - wenn ich sie >liebe<, liefere ich mich damit nicht ihrer Gnade aus?
2. Ist es natürlich, daß Feinde einander Gutes tun - UND WAS IST GUT?
3. Kann das zerfetzte und blutige Opfer das blutverschmierte Maul >lieben<, das ihm Stück für Stück seine Gliedmaßen abreißt?
4. Haben wir nicht alle den Instinkt räuberischer Tiere? Könnten die Menschen weiter existieren, wenn sie völlig damit aufhörten, einander zur Beute zu machen ?
5. Sind nicht >Lust und körperliches Begehren< die aufrichtigeren Begriffe, um >Liebe< in Zusammenhang mit der Arterhaltung zu beschreiben? Ist nicht die >Liebe< der kriecherischen Heiligen Schrift einfach nur eine beschönigenden Umschreibung sexueller Aktivitäten, oder war der >große Lehrer< ein Verehrer von Eunuchen?
6. Liebe deine Feinde und tue denen Gutes, die dich hassen und ausnutzen - ist das nicht die verachtenswerte Philosophie eines Spaniels, der sich auf den Rücken rollt, wenn man ihn tritt?
7. Hasse deine Feinde von ganzem Herzen, und wenn jemand dir auf die eine Wange schlägt, schlage ihn auf die andere! Schlage ihn, wo immer du ihn triffst, denn Selbsterhaltung ist das oberste Gebot!
8. Wer die andere Wange hinhält ist ein feiger Hund!
9. Vergelte Schläge mit Schläge, Verachtung mit Verachtung, Verurteilung mit Verurteilung - mit Zins und Zinseszins! Auge um Auge, Zahn um Zahn, nicht nur vierfach sondern hundertfach! Werde zum Alptraum für deinen Gegner, und wenn er von dir geht, wird er jede Menge zusätzlicher Weisheiten erworden haben, über die er nachgrübeln kann. So verschaffst du dir Respekt in allen Lebenslagen, und dein Geist - dein unsterblicher Geist - wird weiterleben, nicht in einem vagen Paradies sondern in den Gedanken und Körpern derjenigen, deren Respekt du erworben hast.

IV
1. Leben ist die große Sinnesfreude - Tod die große Abstinenz. Deshalb mache das Bestmögliche aus dem Leben - HIER UND JETZT!
2. Es gibt kein himmlisches Paradies und keine Hölle, in der Sünder geröstet werden. Hier und jetzt ist der Tag unserer Pein! Hier und jetzt ist der Tag unserer Freude! Hier und jetzt ist unsere Chance! Nutze diesen Tag, diese Stunde, denn es existiert kein Erlöser!
3. Sage deinem Herzen >Ich bin mein eigener Erlöser.<
4. Gebiete denjenigen Einhalt, die dich verfolgen. Schleudere diejenigen, die dein Verderben planen, zurück in ihre Verwirrtheit und Niederträchtigkeit. Lasse sie wie ein Blatt im Wirbelwind sein, und wenn sie gefallen sind, erfreue dich an deiner eigenen Errettung.
5. Dann werden alle deine Knochen voller Stolz sagen:>Wer gleicht mir? War ich nicht zu stark für meine Gegener? Habe ich mich nicht selbst errettet, durch meinen eigenen Geist und Körper?<

V
1. Gesegnet sind die Starken, denn sie werden die Erde besitzen - Verflucht sind die Schwachen, denn sie werden unter das Joch kommen!
2. Gesegnet sind die Mächtigen, denn sie werden von den Menschen verehrt werden - Verflucht sind die Schwachen, denn sie werden ausgelöscht werden!
3. Gesegnet sind die Mutigen, denn sie werden die Herren der Welt sein - Verflucht sind die selbstgerechten Demütigen, denn sie werden von gespaltenen Hufen zertrampelt!
4. Gesegnet sind die Siegreichen, denn der Sieg ist die Grundlage des Rechts - Verflucht sind die Besiegten, denn sie werden für immer Vasallen bleiben!
5. Gesegnet sind die mit den eisernen Fäusten, denn die Untauglichen werden vor ihnen fliehen - Verflucht sind die geistig Armen, denn man wird auf sie spucken!
6. Gesegnet sind diejenigen, die den Tod verachten, denn sie werden ein langes Leben auf Erden haben - Verflucht sind diejenigen, deren Blick auf ein besseres Leben nach dem Tode gerichtet ist, denn sie werden inmitten des Überflusses umkommen!
7. Gesegnet sind die Zerstörer falscher Hoffnung, denn sie sind der wahre Messias - Verflucht sind die Gottesanbeter, denn sie werden wie geschorene Schafe sein!
8. Gesegnet sind die Tapferen, denn sie werden große Reichtümer erwerben - Verflucht sind diejenigen, die an Gut und Böse glauben, denn sie ängstigen sich vor Schatten!
9. Gesegnet sind diejenigen, die an das glauben, was für sie am besten ist, denn niemals wird sich ihr Geist einschüttern lassen - Verflucht sind die >Lämmer Gottes&<, denn sie werden ausbluten, bis weißer sind als Schnee!
10. Gesegnet ist der Mann, der zahlreiche Feinde hat, denn sie werden ihn zum Helden machen - Verflucht ist derjenige, der anderen Gutes tut, die ihn dafür verspotten, denn man wird ihn verachten!
11. Gesegnet sind die geistigen Mächtigen, denn sie werden vom Wirbelwind getragen - Verflucht sind diejenigen, die Lügen zu Wahrheiten und Wahrheiten zu Lügen erklären, denn sie sind ein Greuel!
12. Dreimal veflucht sind die Schwachen, deren Unsicherheit sie niederträchtig macht, denn sie werden dienen und leiden!
13. Der Engel des Selbstbetrugs hat sich in den Seelen der >Rechtschaffenen< eingenistet - Die ewige Flamme der Kraft durch Freude lebt im Körper des Satanisten!

(Luft)
Das Buch Luzifer
Die Erleuchtung
Der röische Gott Luzifer war der Träger des Lichtes, der Geist der Luft, die Personifizierung der Erleuchtung. In der christlichen Mythologie wurde er zum Synonym für das Böse, was auch nicht anders zu erwarten war von einer Religion, deren Fortbestand auf verschwommenen Definitionen und Scheinwerten beruht. Es ist an der Zeit, dies einmal klarzustellen. Falsche Moralismen und verborgene Ungenauigkeiten müssen korrigiert werden. So unterhaltsam sie auch sein mögen , die meisten Geschichten und Stücke über Teufelsanbetung müssen als das angesehen werden, was sie sind, nämlich überflüssige Absurditäten. Es heißt >Die Wahrheit macht den Menschen frei<. Die Wahrheit allein hat noch nie jemanden befreit. Erst der Zweifel bringt geistige Emanzipation. Ohne das wunderbare Element des Zweifels wäre das Tor zur Wahrheit fest verschlossenund undurchdringlich selbst bei dem heftigsten Dagegenhämmern von tausend Luzifern. Wie verständlich ist es doch, daß die Heilige Schrift den Herrscher der Hölle als >Vater der Lügen< bezeichnet -ein ausgezeichnetes Beispiel für die Verdrehung eines Charakters. Wenn man der theologischen Anschuldigung glauben soll, daß der Teufel die Unwahrheit repräsentiert, so muß man auch einräumen, daß ER ES WAR, NICHT GOTT, DER ALLE GEISTIGEN RELIGIONEN GESCHAFFEN UND ALLE HEILIGEN BIBELN GESCHRIEBEN HAT! Wenn immer mehr Zweifel aufkommen, droht die große, aus lange angesammelten Irrtümern bestehenden Seifenblase zu zerplatzen. Für diejenigen, die jetzt schon die angeblichen Wahrheiten anzweifeln, ist dieses Buch eine Offenbarung. Dann ist Luzifer auferstanden. Jetzt ist die Zeit für Zweifel! Die Seifenblase der Unwahrheit zerplatzt, und ihr Klang ist der Aufschrei der Welt!

- Gesucht! -
Gott
Tot oder Lebendig
Es ist eine weitverbreitete falsche Annahme, daß der Satanist nicht an Gott glaubt. Die Vorstellung des Menschen von >Gott< hat sich im Laufe der Zeit so oft verändert, daß sich der Satanist einfach die Definition aussuch, die für ihn am geeignetsten ist. Der Mensch hat sich immer seine Götter geschaffen und nicht seine Götter ihn. Für manche ist Gott gütig, für andere furchteinflößend. Für den Satanisten ist >Gott< - mit welchem Namen, wenn überhaupt, er auch benannt werden mag - der ausgleichende Faktor in der Natur und kein Lebewesen, das für das Leid zuständig ist. Diese mächtige Kraft, die das Universum durchdringt und im Gleichgewicht hält, ist viel zu unpersönlich, um sich um das Glück oder Unglück von Lebewesen aus Fleisch und Blut zu sorgen, die auf diesem kleinen schmutzigen Erdball leben.
Wer glaubt, daß Satan böse ist, sollte einmal an all die Männer, Frauen, Kinder und Tiere denken, die gestorben sind, weil es >Gottes Wille< war. Jeder Mensch, der den plötzlichen Tod geliebter Angehöriger betrauert, würde diese wohl lieber bei sich als in Gottes Hand wissen! Statt dessen werden sie salbungsvoll von ihrem Geistlichen getröstet, der sagt >Es war Gottes Wille, meine Liebe<; oder >Er ist jetzt bei Gott, mein Sohn.< Derartige Phrasen waren schon immer ein bequemer Weg der Frommen, die Erbarmungslosigkeit Gottes zu dulden oder zu rechtfertigen. Wenn jedoch Gott alles so völlig unter Kontrolle hat und so gütig ist, wie behauptet wird, warum läßt er dann zu, daß derartige Dinge passieren? Viel zu lange schon haben sich religiöse Eiferer auf ihre Bibeln und Gesetzbücher zurückgezogen, um zu beweisen, zu widerlegen, zu rechtfertigen, zu verurteilen oder zu interpretieren.
Dem Satan ist bewußt, daß der Mensch sowie die Aktion und Reaktion des Universums für alles verantwortlich ist, und er gibt sich nicht der Illusion hin, daß jemand anderes für ihn sorgt. Wir werden uns nicht länger zurücklehnen und das >Schicksal< passiv hinnehmen, nur weil es in Kapitel soundso, Psalm soundso geschrieben steht - ein für allemal! Der Satanist weiß, daß Beten überhaupt nicht bewirkt - im Gegenteil, es verringert die Erfolgschancen, da sich die frommen Eiferer oft einfach nur andächtig zurücklehnen und eine Situation herbeibeten, die sie selbst viel schneller erreichen könnten, wenn sie sich nur selbst darum kümmern würden!
Der Satanist meidet Ausdrücke wie >Hoffen< und >Beten<, da sie ein Anzeichen für eine bestimmte Geisteshaltung sind. Wenn wir hoffen und beten, damit etwas eintritt, handeln wir nicht im positiven Sinne, damit es wirklich eintritt. Der Satanist weiß, daß er alles, was er erreicht, sich selbst zu verdanken hat, und er übernimmt das Kommando anstatt Gott darum zu bitten. Positives Denken und positives Handeln führen zusammen zu Ergebnissen.
Ebensowenig wie der Satanist Gott um Hilfe bittet, bittet er ihn auch um Vergebung für seine Vergehen. Wenn jemand Missetaten begeht, so bittet er in anderen Religionen Gott um Vergebung oder beichtet sie einem Zwischenträger, damit dieser für ihn Gott um Vergebung für seine Sünden bittet. Der Satanist weiß, wenn Beten schon nichts nützt, dann nützt es noch weniger, jemand anderem, der auch nur ein Mensch wie er ist, zu beichten - und außerdem ist es entwürdigend.
Wenn ein Satanist etwas Verkehrtes tut, weiß er, daß es ganz natürlich ist, Fehler zu machen - und wenn ihm sein Vergehen wirklich leid tut, wird er daraus lernen und dafür sorgen, daß es nicht noch einmal vorkommt. Wenn er seine Tat jedoch nicht aufrichtigt bedauerd und weiß, daß er das Gleiche immer wieder machen wird, ist es ebenso unnötig, zu beichten und um Vergebung zu bitten. Aber genau dies geschieht. Die Menschen beichten ihre Sünden, um ihr Gewissen zu erleichtern und unbelastet neue Sünden zu begehen, meistens dieselben.
Es gibt so viele unterschiedliche Interpretationen von Gott im üblichen Wortsinn wie es unterschiedliche Menschen gibt. Die Vorstellungen reichen vom Glauben an einen vagen >universellen kosmischen Geist< bis zu dem antropomorphen Gott mit langem weißen Bart und Sandalen, der die Handlungen jedes Einzelnen überwacht.
Sogar in den Grenzen einer vorgegebenen Religion gibt es sehr unterschiedliche Interpretationen von Gott. Einige Religionen gehen sogar so weit, jeden, der iener anderen religiösen Sekte als sie selbst angehört, als Ketzter zu bezeichnen, obwohl die allgemeinen Doktrinen und Vorstellungen von Göttlichkeit fast dieselben sind. Zum Bespiel: Die Katholiken glauben, daß die Protestanten in der Hölle enden werden, und zwar aus dem einfachen Grund, daß sie nicht der katholischen Kirche angehören. Außerdem sind viele Splittergruppen des christlichen Glaubens, wie die Kirche der Evangelisation oder der Erweckungsbewegung, der Überzeugung, daß die Katholiken Heiden sind, die Götzenbilder anbeten. (Das Bild von Christus ähnelt in der Vorstellung jeweils physiologisch stark demjenigen, der ihn anbetet, und trotzdem kritisieren Christen >Heiden< wegen Götzenanbetung.) Und die Juden wurden schon immer als Teufel bezeichnet.
Obwohl der Gott in all diesen Religionen grundsätzlich derselben ist, betrachtet jede den Weg der anderen als verwerflich, und obendrein beten diese religiösen Eiferer noch füreinander! Sie verachten ihre Brüder des Pfades zur Rechten, weil ihre Religionen einen anderen Namen tragen, und irgendwie muß diese Feindseligkeit herausgelassen werden. Wie ginge dies besser als durch ein >Gebet<! Was für eine gekünstelte höfliche Art zu sagen: >Ich hasse dich wie die Pest<, ist doch dieser schlecht getarnte Akt, den man als Beten für seinen Feind bezeichnet! Beten für den eigenen Feind ist nichts anderes als wie Zorn aus der Billigwarenabteilung eines Kaufhauses, schäbig und von minderer Qualität.
Wenn es so viele krasse Meinungsverschiedenheiten darüber gibt, welcher Weg der Gottesanbetung der richtige ist, wieviele verschiedene Interpretationen von Gott selbst mag es wohl geben - und wer hat recht?
All diese hingebungsvollen >Weißlichter< sind damit beschäftigt, Gott zu gefallen, damit sich die >Tore zum Paradies< für sie öffnen, wenn sie sterben. Und trotzdem, wenn ein Mensch sein Leben nicht in Übereinstimmung mit den Vorschriften seines Glaubens geführt hat, kann er immer noch in letzter Minute einen Geistlichen an sein Sterbebett rufen, um die endgültige Absolution zu erhalten. Der Priester oder Pfarrer kommt angerannt, um alles mit Gott >ins Lot zu bringen< und dafür zu sorgen, daß die Fahrkarte ins Himmelreich korrekt ausgestellt ist. (Die Yezidis, eine Sekte von Teufelsanbetern, haben hierzu eine ganz andere Ansicht. Sie glauben, daß Gott allmächtig, aber auch alles vergebend ist, und daß es deshalb der Teufel ist, den sie zufreidenstellen müssen, da er ihr Leben hier auf Erden bestimmt. Sie sind dermaßen fest davon überzeugt, daß Gott ihnen alle ihre Sünden vergibt, wenn sie ihre letzte Ölung erhalten haben, daß sie es nicht für nötig halten, sich um die Meinung Gottes zu ihrem Erdenleben zu kümmern).
Bei all den Widersprüchen in den christlichen Schriften gibt es heutzutage viele Menschen, die vom Verstand der das Christentum nicht mehr in der Form akzeptieren können, wie es in der Vergangenheit praktiziert wurde. Viele Menschen beginnen an der Existenz Gottes im herkömmlichen christlichen Wortsinn zu zweifeln. Deshalb nennen sie sich >christlichen Atheisten<. Zwar ist die christliche Bibel eine Ansammlung von Widersprüchen, aber was könnte widersprüchlicher sein als der Ausdruck >christlicher Atheisten<?
Wenn selbst prominente Oberhäupter des christlichen Glaubens ihre ursprünglichen Interpretationen von Gott verwerfen, wie können sie von ihren Anhängern erwarten, daß diese an den althergebrachten religiösen Traditionen festhalten?
Bei all diesen Debatten, ob Gott tot ist oder nicht - wenn nicht, sollte er wenigstens eine gute LEBENSVERSICHERUNG haben!

Der Gott, den du rettest, Kannst du selbst sein
Alle Religionen geistiger Natur sind Erfindungen des Menschen. Allein mit seinem menschlichen Hirn hat er ein ganzes System von Göttern geschaffen. Da er ein Selbstbewußtsein besitzt und dieses nicht akzeptieren kann, verlagert er es nach außen in irgendeine große geistige Einrichtung, die er >Gott< nennt.
Gott darf all die Dinge tun, die dem Menschen verboten sind - wie Menschen töten. Wunder vollbringen, um seinen Willen zu befriedigen, Herrschen ohne irgendwelche sichtbare Verantwortung usw. Wenn der Mensch einen solchen Gott braucht und ihn anerkennt, dann betet er ein Wesen an, das ein Mensch erfunden hat. Das bedeutet, ER BETET DEN MENSCHEN, DER DIESEN GOTT ERSCHAFFEN HAT, STELLVERTRETEND AN. Wäre es nicht viel vernünftiger, einen Gott anzubeten, den er selbst geschaffen hat in Übereinstimmung mit seinen eigenen emotionalen Bedürfnissen - einer, der am besten das fleischlichee und physische Wesen verkörpert, das genug Vorstellungskraft besitzt, einen Gott überhaupt zu erfinden?
Wenn der Mensch darauf besteht, sein wahres Ich in der Form eines >Gottes< nach außen zu verlagern, warum fürchtet er dann sein wahres Ich, indem er >Gott< fürchtet - warum betet er sein wahres Ich an, in dem er >Gott< anbetet - warum bleibt er von >Gott< getrennt, UM SICH IN RITUELLER UND RELIGIÖSER ZEREMONIE MIT IHM ZU VERBINDEN?
Der Mensch braucht Ritual und Dogma, aber kein Gesetz schreibt vor, daß ein externer Gott benötigt wird, um Rituale und Zeremonien im Namen eines Gottes durchzuführen! Könnte es sein, wenn er die Kluft zwischen sich und seinem >Gott< schließt, daß er den Dämon des Stolzes aufsteigen sieht - diese wahre Verkörperung Luzifers, die ihm dann erscheint? Er könnte sich nicht länger als zwei Teile ansehen, dem fleischlichen und dem geistigen, sondern würde merken, wie sie miteinader verschmelzen und dann zu seinem abgrundtiefen Entsetzen feststellen, daß beide nur fleischlich sind - UND ES IMMER WAREN! Dann wird er sich selbst entweder bis in den Tod hassen, Tag für Tag - oder sich daran erfreuen, daß er das ist, was er ist!
Wenn er sich selbst haßt, wird er neue und noch komplexere geistige Wege der >Erleuchtung< suchen, in der Hoffnung, sich wieder aufzuspalten bei seiner Suche nach noch stärkeren und entfernteren >Göttern<, die seine jämmerliche Hülle geißeln sollen. Wenn er sich jedoch akzeptiert und erkennt, daß Rituale und Zeremonie wichtig Hilfsmittel waren, die seine erfundenen Religionen eingesetzt haben, um sein Vertrauen in eine Lüge aufrecht zu erhalten, dann kann DIESELBE ART VON RITUAL auch angewandt werden, um sein Vertrauen in die Wahrheit aufrechtzuerhalten - es ist derselbe primitive Prunk, aber er gibt dem Bewußtsein seines eigenen majestätischen Daseins Nahrung.
Wenn das religiöse Vertrauen in die Lügen verschwunden ist, dann hat dies den Grund, daß der Mensch sich selbst näherkommt und sich von >Gott< entfernt; dem Teufel näher ist. Wenn es das ist, was der Teufel darstellt, und wenn ein Mensch sein Leben im Tempel des Teufels lebt, mit der Kraft Satans in seinem Körper, dann entrinnt er entweder dem Gegacker und Genörgel der Gerechten, oder er steht stolz an seinen geheimen Orten auf der Erde und manipuliert die törichten Massen durch die ihm eigene satanische Macht, bis zu dem Tag, an dem er in voller Pracht erscheint und verkündet: >ICH BIN EIN SATANIST! VERNEIGT EUCH, DENN ICH BIN DIE HÖCHSTE VERKÖRPERUNG MENSCHLICHEN LEBENS!<

Einige Anhaltspunkte für ein neues Satanisches Zeitalter
Die sieben Todsünden der christlichen Kirche sind: Gier, Eitelkeit, Neid, Zorn, Gefräßigkeit, Wollust und Faulheit. Der Satanismus befürwortet jede dieser >Sünden<, da sie alle zu körperlicher, geistiger oder emotionaler Befriedigung führen.
Ein Satanist weiß, daß nichts verkehrt daran ist, gierig zu sein, da es nur bedeutet, daß er mehr besitzen will, als er schon hat. Neid bedeutet, mit Wohlwollen auf den Besitz anderer zu blicken und den Wunsch zu haben, ähnliche Dinge auch zu bekommen. Neid und Gier stacheln den Ehrgeiz an - und ohne Ehrgeiz kann kaum etwas Bedeutendes erreicht werden.
Gefräßigkeit bedeutet einfach, mehr zu essen als man zum Leben braucht. Wenn du dich bis zur Fettleibigkeit überfressen hast, wird eine andere Sünde - die Eitelkeit - dich motivieren, wieder ein solches Aussehen anzustreben, daß deine Selbstachtung wiederhergestellt wird.
Jeder, der sich ein Kleidungsstück in anderer Absicht kauft, als seinen Körper damit zu bedecken und ihn vor den Naturgewalten zu schützen, macht sich der Eitelkeit schuldig, Satanisten treffen häufig auf Spötter, die behaupten, daß es nicht nötig sei, sich zu schmücken. Man muß diesen Verweigerern klarmachen, daß auch sie das eine oder andere Teil tragen, das nicht benötigt wird, um sich warmzuhalten. Es gibt keinen einzigen Menschen auf der Welt, der sich überhaupt nicht schmückt. Der Satanist kann anhand solcher Dekorationen beweisen, daß auch jeder Spötter eitel ist. So wortgewandt der Zyniker auch erklären mag, wie frei er ist, er wird doch immer die Elemente der Eitelkeit tragen.
Morgens ungern aufzustehen heißt, sich der Faulheit schuldig zu machen, und wenn du lange genug im Bett liegst, wirst du dich gleich bei der nächsten Sünde ertappen - der Wollust. Das kleinste Gefühl von Erregung zu empfinden bedeutet schon, sich der Wollust schuldig zu machen. Um den Fortbestand der Menschheit zu sichern, machte die Natur die Lust zum wichtigsten Instinkt nach der Selbsterhaltung. Als die christliche Kirche dies bemerkte, erklärte sie die Unzucht zur >Erbsünde< und stellte somit sicher, daß niemand dieser Sünde entgehen kann. Daß du am Leben bist, ist also das Ergebnis einer Sünde - der Erbsünde!
Der stärkste Instinkt jedes Lebewesens ist der Selbsterhaltungstrieb, welcher uns zu der letzten der sieben Todsünden bringt - dem Zorn! Ist es nicht unser Selbsterhaltungstrieb, der geweckt wird, wenn uns jemand ein Leid zufügt und wir so zornig werden, daß wir uns vor einem weiteren Angriff schützen? Ein Satanist handelt nach dem Motto: >Schlägt dir jemand auf die eine Wange, schlage ihn auf die andere!< Laß kein Unrecht ungerächt! Sei wie ein Löwe auf der Jagd - sei gefährlich, auch in der Niederlage!
Wenn die natürlichen Triebe den Menschen zur Sünde verleiten, dann sind alle Menschen Sünder; und alle Sünder kommen in die Hölle. Wenn jeder in die Hölle kommt, dann trifft er dort alle seine Freunde wieder. Der Himmel ist demnach nur mit wenige Wesen bevölkert, die ziemlich seltsam sein müssen, wenn sie nur dafür gelebt haben, einen Platz zu bekommen, an dem sie für immer auf Harfen klimpern dürfen.
Die Zeiten haben sich geändert. Religiöse Führer predigen nicht länger, daß alle unsere natürlichen Handlungen sündhaft sind. Wir glauben nicht mehr, daß Sex schmutzig ist - oder daß es eine Schande ist, stolz auf sich zu sein - oder daß es lasterhaft ist, etwas haben zu wollen, das ein anderer hat. Natürlich nicht, denn die Zeiten haben sich geändert! Wenn du einen Beweis dafür willst, dann schau dir nur an, wie liberal die Kirchen geworden sind. Warum? Sie praktizieren genau das, was du predigst!
Satanisten hören immer wieder solche und ähnliche Aussagen; und sie stimmen aus vollem Herzen zu. ABER wenn die Welt sich so sehr verändert hat, warum sollte man dann weiterhin nach dem Strohhalm eines aussterbenden Glaubens greifen? Wenn so viele Religionen ihre eigenen Schriften verneinen, weil sie nicht mehr aktuell sind und stattdessen die Philosophien des Satanismus predigen, warum nennen sie ihn dann nicht bei seinem richtigen Namen - Satanismus? Das wäre auf jeden Fall weniger geheuchelt.
In den letzten Jahren hat man versucht, das geistige Konzept des Christentums menschennäher zu gestalten. Das sieht man an ganz offensichtlich ungeistigen Mitteln. Messen, die früher in Latein gehalten wurden, werden jetzt in einheimischen Sprachen gelesen, was jedoch nur dazu führt, daß man den Unsinn leichter durchschaut, und es beraubt gleichzeitig die Zeremonie des esoterischen Charakters, der zu den Inhalten der Glaubenssätze gehört. Man kann viel leichter Emotionen mit unverständlichen Worten und Sätzen wecken als mit Aussagen in einer verständlichen Sprache, die selbst der Einfältigste versteht und hinterfragen wird.
Hätten die Priester und Pfarrer vor hundert Jahren versucht, ihre Kirchen durch Maßnahmen zu füllen, wie sie heute angewandt werden, so hätten sie sich der Ketzerei schuldig gemacht, man hätte sie als Teufel bezeichnet und sie wären vielfach verfolgt, auf jeden Fall aber ohne zu zögern exkommuniziert worden.
Die frommen Eiferer jammern >Wir müssen mit der Zeit mithalten<, und vergessen dabei, daß bedingt durch die Schranken und die tief verwurzelten Gesetze der Weißlicht-Religionen niemals ausreichend Änderungen vorgenommen werden können, um den Bedürfnissen der Menschen zu entsprechen.
Die alten Religionen haben immer nur die geistige Wesensart des Menschen berücksichtigt und sich kaum oder gar nicht um seine körperlichen oder irdischen Bedürfnisse gekümmert. Sie haben dieses Leben nur als Durchgangsstation und das Fleisch lediglich als Hülle angesehen: physische Freuden als unbedeutend und Schmerz als Vorbereitung auf das >Königreich Gottes<. Wie deutlich wird doch diese ganze Heuchelei, wenn die >Gerechten< Veränderungen an ihrer Religion vornehmen müssen, um mit der natürlichen Veränderung des Menschne mitzuhalten! Der einzige Weg, das Christentum den Bedürfnissen des Menschen vollkommen anzupassen ist, so zu werden, wie der Satanismus JETZT ist!
Eine neue Religion ist notwendig, eine, die auf den natürlichen Trieben des Menschen basiert. Diese Religion hat einen Namen. Sie heißt Satanismus. Und diese verpönte Kraft ist es, die die religiösen Kontroverse über die Geburtenkontrolle ausgelöst hat - ein mürrisches Zugeständnis, daß sexuelle Handlungen aus Lust ihre Existenzberechtigung haben.
Es ist der >Teufel<, der die Frauen dazu bringt, ihre Beine zu zeigen, um die Männer zu reizen - dieselben Beine, die man heutzutage sogar bei jungen Nonnen betrachten darf, die in ihren kürzer gewordenen Kleidern herumlaufen. Welch reizvoller Schritt in die rechte (oder linke) Richtung! Werden wir bald Nonnen >oben ohne< sehen können, die ihre Körper lustvoll zum >Missa Solemnis-Rock< schwingen? Satan lächelt und sagt, daß ihm das sehr gefallen würde - schließlich sind viele Nonnen sehr hübsch und haben schöne Beine.
Viele Kirchen, besonders die mit den größten Gemeinden, haben ausgesprochen sinnliche Musik, die zum Mitklatschen anregt, - sind also auch satanisch inspiriert. Der Teufel hat schon immer die besten Lieder gekannt.
Kirchliche Picknickveranstaltungen sind trotz Tante Emmas Gerede über die großzügige Ernte des Herrn nichts anderes als eine gute Ausrede für sonntägliche Freßorgien; und jeder weiß, daß in den Büschen weit mehr passiert als Bibellesungen!
Die Basare, auf denen Geld für die Kirche eingenommen werden soll, gleichen oft einem Volksfest (englisch earnival). Ein Karneval war eine Feier des Fleisches. Heutzutage wird eine solche Veranstaltung toleriert, weil das Geld der Kirche zufließt, die dann damit gegen die Versuchungen des Teufles predigen kann! Sie sagen, daß diese Dinge nur heidnische Bräuche und Zeremonien sind - die die Christen sich lediglich für ihre Zwecke ausgeliehen haben. Das stimmt, aber die Heiden genossen die Freuden des Fleisches in vollen Zügen, und wurden dafür von genau den Leuten verurteilt, die ihre Rituale zelebrieren, aber sie anders nennen.
Priester und Pfarrer marschieren an der Spitze von Friedensdemonstrationen und legen sich auf die Eisenbahnschienen vor Züge mit Kriegsmaterial mit der gleichen Hingabe, mit der ihre geistlichen Brüder aus den gleichen Seminaren die Kugeln, Bomben und Soldaten als Kaplane in den Streitkräften segnen. Irgend etwas muß hier falsch laufen. Könnte es sein, daß Satan dazu befähigt ist, als Ankläger aufzutreten? Sie haben ihn tatsächlich so genannt!
Wenn ein Welpe heranwächst, wird er zum Hund; wenn Eis schmilzt, nennt man es Wasser; wenn zwölf Monate vorüber sind, kaufen wir uns einen neuen Kalender mit der richtigen chronologischen Bezeichnung; wenn >Magie< zur wissenschaftlichen Tatsache wird, sprechen wir von Medizin, Astronomie usw. Wenn eine Bezeichnung nicht mehr zu einer bestimmten Sache paßt, ist es logisch, ihr einen Namen zu geben, der sie besser beschreibt. Warum bekennen wir dann nicht Farbe bei der Religion? Warum sollte man eine Religion beim alten Namen nennen, wenn die Inhalte dieser Religion nicht mehr mit den ursprünglichen übereinstimmen? Oder aber, wenn die Religion dieselben Dinge predigt wie gehabt, ihre Anhänger jedoch so gut wie keiner ihrer Lehren mehr praktizieren, warum nennen sie sich dann immer noch Anhänger dieser Religion?
Wenn du nicht daran glaubst, was Deine Religion lehrt, warum solltest du dann weiterhin einen Glauben unterstützen, der im Widerspruch zu Deinen Gefühlen steht? Du würdest nie jemanden wählen, an den du nicht glaubst, warum also gilt deine kirchliche Wahl einer Religion, die nicht im Einklang mit deiner Überzeugung steht? Du würdest niemals für eine Person oder ein Thema stimmen, wenn du nicht damit einverstanden bist, warum solltest du dein kirchliches Stimmrecht ausüben für eine Religion, die nicht deinen Vorstellungen entspricht? Du hast kein Recht, dich über eine politische Situation zu beschweren, wenn du sie selbst gewählt oder in irgendeiner Form unterstützt hast - das schließt auch ein, sich zurückzullehnen und selbstzufrieden den Nachbarn, die mit dieser Situation einverstanden sind, zuzustimmen, nur weil du zu faul oder zu feige bist, deine Meinung zu sagen. Genauso ist es mit der Wahl der Religion. Auch wenn du nicht völlig offen deine Meinung sagen kannst wegen negativer Folgen beim Arbeitgeber, bei Behörden etc., kannst du wenigstens ehrlich gegenüber dir selbst sein.Im Privatbereich deines eigenen Heimes und bei deinen besten Freunden mußt du die Religion unterstützen, der DEINE Interessen am meisten am Herzen liegen.
>Der Satanismus hat eine sehr vernünftige Grundlage<, sagen die Emanzipierten. >Aber warum nennt man ihn Satanismus? Warum nicht irgend etwa so wie `Humanismus´, oder etwas, das nach Hexentum klingt, mehr esoterisch - weniger kraß?< Dafür gibt es mehr als einen Grund. Humanismus ist keine Religion. Es ist nur eine Art zu leben, ohne Zeremonie oder Dogma. Satanismus aber hat beides, Zeremonie und Glaubenslehre. Und Dogma ist notwendig, wie später noch erläutert wird.
Der Satanismus unterscheidet sich von allen anderen sogenannten Weißlicht- oder magischen Gruppen, und >Weißen< - Hexenzirkeln, die es heute auf der Welt gibt. Diese selbstgerechten und hochmütigen Religionen beteuern, daß ihre Mitglieder die Kräfte der Magie nur aus Nächstenliebe einbsetzen. Satanisten blicken mit Verachtung auf weißmagische Gruppen, weil sie fühlen, daß Nächstenliebe eine Versündigung gegen den festgelegten Lebensplan ist. Es ist unnatürlich, nicht das Bedürfnis zu haben, Sachen für sich selbst zu erreichen.
Der Satanismus stellt eine Art kontrollierte Selbstsucht dar. Damit ist nicht gemeint, daß man nie etwas für einen anderen tut. Wenn du etwas tust, um jemanden, der dir viel bedeutet, glücklich zu machen, wird seine Freude dir ein Gefühl der Befriedigung geben.
Der Satanismus befürwortet eine abgewandelte Form der Goldenen Regel. Unsere Interpretation dieser Regel lautet: > Tue anderen, was sie dir tun; denn wenn du anderen tust, was du gern hättest, daß sie dir tun und sie dich daraufhin schlecht behandeln, so ist es wider die menschliche Natur, weiterhin rücksichtsvoll von ihnen zu sein. Du solltest anderen tun, wie du möchtest, daß sie dir tun, aber wenn deine Höflichkeit nicht erwidert wird, sollten sie mit dem Zorn, den sie verdienen, behandelt werden.
Weißmagische Gruppen sagen, wenn jemand einen Fluch aussendet, kommt dieser dreifach zu ihm zurück, nistet sich bei ihm ein oder fällt in irgendeiner Form als Boomerang auf den Absender zurück. Das ist ein nur weiterer Beweis für die schuldgeplagte Philosophie dieser neo-paganistischen, pseudo-christlichen Gruppen. Weiße Hexen wollen sich im Hexentum üben, können sich aber nicht von dem Stigma lösen, das an ihnen haftet. Darum nennen sie sich weiße Magier und stützen fünfundsiebzig Prozent ihrer Philosophie auf die abgenutzten, abgedroschenen Lehren des Christentums. Jeder, der behauptet, an Magie und Okkultismus aus einem anderen Grund als dem der persönlichen Machterlangung, interessiert zu sein, ist der schlimmste Heuchler. Der Satanist respektiert das Christentum wenigstens deshalb, weil es in seiner sculdbehafteten Philosophie konsequent ist, kann aber nur Verachtung empfinden für Menschen, die sich angeblich von dem Schuldgefühl befreit haben, indem sie sich einen Hexenzirkel anschließen und dann dieselben philosophischen Grundlagen praktizieren wie das Christentum.
Weiße Magie wird angeblich nur für gute oder uneigennützige Zwecke eingesetzt, und Schwarze Magie, so heißt es, nur aus selbstsüchtigen oder >bösen< Beweggründen. Der Satanismus kennt keine solche Trennung. Magie ist Magie, ob sie nun eingesetzt wird, um zu helfen oder zu schaden. Der Satanist als Magier sollte die Fähigkeit besitzen, zu entscheiden was richtig ist, und dann die Kräfte der Magie einsetzen, um seine Ziele zu erreichen.
Während weißmagischer Zeremonien stehen die Teilnehmer inmitten eines Pentagramms, um sich vor den >bösen< Kräften zu schützen, die sie um Hilfe anrufen. Dem Satanist erscheint es einigermaßen unaufrichtig, diese Kräfte zu rufen, wenn man sich gleichzeitig vor ihnen schützt. Er weiß, daß er die Kräfte der Dunkelheit nur dann wirksam und ehrlich zu seinem Vorteil einsetzen kann, wenn er sich mit ihnen verbündet.
Bei einer satanischen magischen Zeremonie tanzen die Teilnehmer nicht händchenhaltend >Ringelreihen< im Kreis; verbrennen keine Kerzen in verschiedenen Farben für unterschiedliche Wünsche; rufen nicht die Namen von >Vater,Sohn und heiligem Geist< an, während sie angeblich die Schwarzen Künste praktizieren; sie wählen sich keinen >Heiligen< als persönlichen Führer zur Lösung ihrer Probleme; sie tauchen sich nicht in Duftöle, in der Hoffnung, daß das Geld dann vom Himmel falle; sie meditieren nicht, um zu einem >großen geistigen Erwachen< zu kommen; sie rezitieren keine endlosen Zaubersprüche, in denen der Name >Jesus< der guten Ordnung halber alle paar Worte lang vorkommt, und so weiter und so fort.
DENN DAS IST NICHT die Art, wie satanische Magie praktiziert wird,. Wer sich nicht von heuchlerischer Selbsttäuschung befreien kann, wird niemals ein erfolgreicher Magier, geschweige denn ein Satanist werden.
Die satanische Religion hat die Münze nicht nur ein bißchen angehoben, sie hat sie komplett umgedreht. Warum sollte sie also Prinzipien unterstützen, die sie komplett ablehnt und sich anders bezeichnen als mit dem Namen, der im Gegensatz dazu stehenden Doktrinen der satanischen Philosophie am besten trifft? Der Satanismus ist keine Weißlicht-Religion; er ist eine Religion des Fleisches, des Irdischen, Körperlichen - und all dies wird von Satan regiert, der Verkörperung des Pfades zur Linken.
Unvermeidlich kommt als nächste Frage: >Zugegeben, man kann ihn nicht Humanismus nennen, weil Humanismus keine Religion ist, aber warum braucht man dann überhaupt eine Religion, wenn alles, was ihr macht. sowieso von Natur aus geschieht? Warum kann man es nicht einfach so tun?
Der moderne Mensch hat einen langen Weg hinter sich; er wurde von den unsinnigen Dogmen vergangener Religionen ernüchtert. Wir leben in einem Zeitalter der Aufklärung. Die Psychatrie hat große Anstrengungen unternommen, um den Menschen über seine wirkliche Persönlichkeit aufzuklären. Wir leben in einem Zeitalter eines intellektuellen Bewußtseins, wie es die Welt noch nie gesehen hat.
Das ist alles schön und gut, ABER - es gibt einen Haken bei diesem neuen Geisteszustand. Etwas vom Verstand her zu akzeptieren, ist das eine, aber es ist etwas völlig anderes, etwas auch vom Gefühl her zu akzeptieren. Ein Bedürfnis, das die Psychatrie nicht erfüllen kann, ist das dem Menschen angeborene Bedürfnis nach Gefühlsregungen durch Dogma. Der Mensch braucht Zeremonien und Rituale, Phantasie und Bezauberung. Die Psychatrie hat, trotz allem Positiven, das sie erreicht hat, den Menschen der Wunder und der Phantasie beraubt, die früher von der Religion bereitgehalten wurde.
Der Satanismus hat die heutigen Bedürfnisse der Menschen erkannt und füllt die große graue Leere zwischen Religion und Psychatrie. Die satanische Philosophie verbindet die Grundlagen der Psychologie mit guten, ehrlichen Gefühlsregungen bzw. Dogma. Sie versorgt den Menschen mit der Phnatasie, die er so nötig braucht. Es ist nichts falsch an Dogmen, vorausgesetzt sie basieren nicht auf Ideen oder Handlungen, die völlig gegen die menschlichen Natur verstoßen.
Der kürzeste Weg zwischen zwei Punkten ist die Gerade. Wird alle Schuld, die sich angesammelt hat, in Vorteile umgewandelt, so entfälltdie Notwendigkeit der intellektuellen Reinigung der Psyche von solchen Zwängen. Der Satanismus ist die einzige bekannte Religion, die den Menschen so akzeptiert wie er ist, und den Grundsatz unterstützt, das Schlechte in Gutes umzuwandeln, anstatt sich zu verbiegen, um das Schlechte auszulöschen.
Wenn du also deine Probleme mit dem gesunden Menschenverstand analysiert hast und berücksichtigst, was uns die Psychatrie lehrt, und du dich trotzdem nicht von ungerechtfertigter Schuld lösen und deine Theorien in die Tat umsetzen kannst, dann solltest du lernen, deine Schuld für dich arbeiten zu lassen. Du solltest dich nach deinen natürlichen Instinkten richten., und wenn du das nicht kannst, ohne dich schuldig zu fühlen, dann schwelge in deiner Schuld. Das hört sich vielleicht wie ein Widerspruch an, aber wenn du darüber nachdenkst, kann Schuld auch als Anregung für die Sinne dienen. Die Erwachsenen täten gut daran, sich von den Kindern eine Lektion erteilen lassen. Kinder haben oft große Freude daran, Dinge zu tun, die sie nicht tun sollen.
Ja, die Zeiten haben sich geändert, aber der Mensch nicht. Die Grundlagen des Satanismus haben schon immer existiert. Das einzig wirklich Neue daran ist die formelle Organisation einer Religion, die auf den grundlegenden Charaktereigenschaften der Menschen beruht. Über die Jahrhunderte hinweg wurden prachtvolle Bauten aus Stein, Beton, Mörtel und Stahl der menschlichen Abstinenz gewidmet. Es ist höchste Zeit, daß die Menschen aufhören, sich selbst zu bekämpfen und stattdessen ihre Zeit dem Bau von Tempeln der Sinnesfreude widmen.
Auch wenn die Zeiten sich geändert haben und immer ändern werden, bleibt der Mensch im Grunde derselbe. Zweitausend Jahre lang tat der Mensch Buße für etwas, für das er sich überhaupt nicht hätte schuldig fühlen müssen. Wir haben es satt, uns die Freuden des Lebens zu versagen, die uns zustehen. Wie früher braucht auch der Mensch von heute die Freude am Hier und Jetzt, anstatt auf seine Belohnung im Himmelreich zu warten. Warum sollte man also keine Religionen haben, die auf Sinnesfreuden beruht? Sie steht auf jeden Fall im Einklang mit dem Wesen des Tieres. Wir sind nicht länger demütige Schwächlinge, die vor einem ungnädigen Gott zittern, dem es egal ist, ob wir leben oder sterben. Wir sind selbstbewußte, starke Menschen - wir sind Satanisten!

Die Hölle, der Teufel und wie man seine Seele verkauft
Satan ist mit Sicherheit der beste Freund, den die Kirche jemals gehabt hat, denn er hat sie die ganzen Jahre über am Leben erhalten! Die falsche Lehre von Hölle und Teufel hat es den protestantischen und katholischen Kirchen schon viel zu lange möglich gemacht, Erfolg zu haben. Wenn die frommen Eiferer des Pfades zur Rechten nicht mit dem Finger auf den Teufel zeigen könnten, hätten sie nichts, womit sie ihre Anhänger einschüchtern könnten. >Satan führt Euch in Versuchung<; >Satan ist der Prinz des Bösen<, >Satan ist bösartig, grausam, brutal<, warnen sie. >Wenn ihr der Versuchung des Teufels nachgebt, werdet ihr garantiert in alle Ewigkeit verdammt sein und in der Hölle schmoren.<
Die Bedeutung des Wortes Satan ist >Gegner< oder >Widersacher< oder >Ankläger<. Das eigentliche Wort >Teufel< stammt vom indischen Wort >Devi< ab und heißt soviel wie >Gott<. Satan bedeutet Widerstand gegen alle Religionen, die den Menschen frustrieren und wegen seiner natürlichen Instinkte verurteilen. Ihm wurde immer nur deshalb die Rolle des Bösen zugeteilt, weil er die fleischlichen, weltlichen und profanen Aspekt des Lebens verkörpert.
Satan, der Oberteufel der westlichen Welt, war anfangs ein Engel, dessen Aufgabe es war, menschliche Straftaten Gott vorzutragen. Erst im 14. Jahrhundert wurde er als eine böse Gottheit dargestellt, die halb Mensch und halb Tier war, mit bocksartigen Hörnern und Hufen. Bevor das Christentum ihm den Namen Satan, Luzifer etc. gab, wurde die fleischliche Seite des Menschen von einem Gott beherrscht, der von den Griechen Dionysos oder Pan genannt wurde und als Satyr oder Faun dargestellt wurde. Pan war ursprünglich der >nette Kerl< und symbolisierte Fruchtbarkeit und Befruchtung.
Immer wenn ein Land eine neue Regierung bekommt, werden aus den Helden der Vergangenheit die Schurken der Gegenwart. Ebenso ist es mit der Religion. Die ersten Christen glaubten, daß die Götter der Heiden Taufel waren, und es war >Schwarze Magie<, sich ihrer zu bedienen. Wundersame himmlische Ereignisse nannten sie >Weiße Magie<, das war dar einzige Unterschied zwischen den beiden. Die alten Götter starben nicht, sondern sie kamen in die Hölle und wurden zu Teufeln. Der Kobold, Gnom oder Butzemann, der benutzt wurde, um Kinder einzuschüchtern, stammt vom slavischen >Bog< ab, was soviel wie >Gott< bedeutet, ebenso wie Bagha in Hindu.
Viele Vergnügungen, die man vor dem Aufkommen des Christentums schätzte, wurden von der neuen Religion verdammt. Es waren nur wenige Veränderungen notwendig, um die Hörner von Pan und seine gespaltenen Hufe in einen überzeugenden Teufel zu verwandeln! Pan´s Merkmale konnten geschickt gedeutet werden als > mit sträflichen Sünden beladen<, und schon war die Metamorphose komplett.
Der Vergleich des Teufels mit der Ziege stammt aus der christlichen Bibel, wo der heiligste Tag des Jahres, der Tag der Buße, begangen wurde, indem man zwei Ziegen >ohne Makel< aussuchte, von dene eine dem Herrn und die andere Azazel geopfert wurde. Die Ziege, die mit den Sünden der Menschen beladen war, wurde in die Wüste getrieben und zum >Sündenbock<. Das ist der Ursprung des Ziegenbocks, der immer noch in Logen eingesetzt wird wie seinerzeit in Ägypten, wo er einmal im Jahr einem Gott geopfert wurde.
Die Menschheit kennt viele Teufel mit unterschiedlichen Ursprüngen. Zur Durchführung eines satanischen Rituals gehört nicht das Herbeirufen von Dämonen; von dieser Praxis machen nur diejenigen Gebrauch, die Angst vor den wahren Kräften haben, die sie beschwören. Von Dämonen wird angenommen, daß sie bösartige Geister sind, mit Eigenschaften, die zur Verschlechterung der Menschen oder Situationen, auf die sie treffen, beitragen. Das griechische Wort >Dämon< bedeutet ursprünglich >Schutzgeist< oder Quelle der Inspiration, und um sicherzugehen, erfanden spätere Theologen ganze Legionen solcher Vorboten der Inspiration - und alle waren sie bösartig.
Ein Hinweis auf die Feigheit der >Magier< der Pfades zur Rechten ist die Praxis, einen bestimmten Dämonen (von dem vermutet wird, daß er ein Günstling des Teufels ist), anzurufen, um ihm seine Wünsche vorzutragen. Die Überlegung hierbei ist, daß ein Dämon, der nur ein Lakai des Teufels ist, leichter zu kontrollieren ist. In okkulten Überlieferungen wird gesagt, daß nur extrem gut >geschützte< oder völlig leichtsinnge, verwegene Zauberer versuchen würden, den Teufel persönlich anzurufen.
Der Satanist ruft nicht verstohlen nach diesen >minderen< Teufeln, sondern beschwört dreist diejenigen, die diesem höllischen Heer ständigen Skandals angehören - dei Teufel selbst!
Wie man sich vorstellen kann, haben die Theologen einige Namen von Teufeln in ihrer Dämonenliste katalogisiert. Die nachstehende Aufstellung dagegen enthällt die wirkungsvollsten Namen für ein satanisches Ritual. Dies sind die Namen und Ursprünge der angerufenen Götter und Göttinnen, die einen großen Teil der Bewohner des königlichen Palastes der Hölle ausmachen:
DIE VIER KRONPRINZEN DER HÖLLE
SATAN - (hebräisch) Widersacher, Gegner, Ankläger; Herr des Feuers, das Inferno, der Süden
LUZIFER - (römisch) Lichtbringer, Erleuchtung, die Luft, der Morgenstern, der Osten
BELIAL -(hebräisch) ohne Gebieter, Niedertracht der Erde, Unabhängigkeit, der Norden
LEVIATHAN - (hebräisch) die Schlange aus den Tiefen, das Meer, der Westen

DIE HÖLLISCHEN NAMEN
ABADDON - (Hebräisch) Der Zerstörer
ABRAMELSCH - Samarianischer Teufel
AHAPUCH - Teufel der Maya
AHRIMAN - Mazdaistischer Teufel
AMON - Ägyptischer, widderköpfiger Gott des Lebens und der Fortpflanzung
APOLLYON - Griechisches Synonym für Satan, der Erzteufel
ASMODEUS - Hebräischer Teufel der Sinnlichkeit und des Luxus, ursprünglich >Geschöpf der Gerichtsbarkeit<
ASTAROTH - Phönizische Göttin der Laszivität, entspricht der babylonschen Ishtar
AZAZEL - (Hebräisch) Lehrte die Menschen, Kriegsgerät herzustellen und führte die Kosmetik ein
BAALBERITH - Kanaanitischer Herr des Bundes, der später zum Teufel gemacht wurde
BALAAM - Hebräischer Teufel des Geizes und der Gier
BAPHOMET - Von den Tempelrittern als Symbol für Satan verehrt
BAST - Ägyptische Göttin der Freude, dargestellt als Katze
BEELZEBUB - (Hebräisch) Herr der Fliegen, vom Symbol des Skarabäus übernommen
BEHEMOTH - Hebräische Verkörperung Satans in Form eines Elefanten
BEHERIT - Syrischer Name für Satan
BILÈ - Keltischer Gott der Hölle
CHEMOSH - Nationaler Gott der Moabiter, später ein Teufel
CIMERIES - Reitet ein schwarzes Pferd und beherrscht Afrika
COYOTE - Indianischer Teufel
DAGON - Philistischer Racheteufel des Meeres
DAMBALLA - Voodoo Schlangengöttin
DEMOGORGON - griechischer Name des Teufels; von dem man sagt, daß Sterbliche ihn nicht kennen sollten
DIABOLUS - (Griechisch) >abwärts fließend<
DRACULA - Rumänischer Name für Teufel
EMM-O - Japanischer Herrscher der Hölle
EURONYMOUS - Griechischer Prinz des Todes
FENRIZ - Sohn des Loki, dargestellt als Wolf
GORGO - Verkleinerungsform von Demogorgon, griechischer Name des Teufels
HABORYM - Hebräisches Synonym für Satan
HEGATE - Griechische Göttin der Unterwelt und des Hexenwesens
ISHTAR - Babylonische Göttin der Fruchtbarkeit
KALI - (Hindi) Tochter von Shiva, Hohepriesterin der Thuggees
LILITH - Hebräischer weiblicher Teufel, Adams erste Frau, die ihm die Augen öffnete
LOKI - Teutonischer Teufel
MAMMON - Aramäischer Gott des Wohlstands und Profits
MANIA - Etruskische Göttin der Hölle
MANTUS - Etruskischer Gott der Hölle
MARDUK - Gott der Stadt Babylon
MASTEMA - Hebräisches Synonym für Satan
MELEK TAUS - Teufel der Yezidi
MEPHISTOPHELES - (Griechisch) Der, welcher das Licht meidet (Faust)
METZTLI - Aztekische Göttin der Nacht
MICTIAN - Aztekischer Gott der Nacht
MIDGARD - Sohn von Loki, dargestellt als Schlange
MILCOM - Ammonitischer Teufel
MOLOCH - Phönizischer und kanaanitischer Teufel
MORMO - (Griechisch) König der Ghude, Gemahl von Hecate
NAAMAH - Hebräischer weiblicher Teufel der Verführung
NERGAL - Babylonischer Gott des Hades
NIHASA - Indianischer Teufel
NIJA - Polnischer Gott der Unterwelt
O-YAMA - Japanischer Name für Satan
PAN - Griechischer Gott der Lust, später zum Teufel umgewandelt
PLUTO - Griechischer Gott der Unterwelt
PROSERPINE - Griechische Göttin der Unterwelt
PWCCA - Walisischer Name für Satan
RIMMON - Syrischer Teufel, der in Damaskus verehrt wird
SABAZIOS - Phrygischer Herkunft, identisch mit Dionysos, Schlangenverehrung
SAITAN - Henochisch für Satan
SAMMAEL - (Hebräisch) - >Gift Gottes<
SAMNU - Zentralasiatischer Teufel
SEDIT - Indianischer Teufel
SEKHMET - Ägyptische Rachegöttin
SET - Ägyptischer Teufel
SHAITAN - Arabischer Name für Satan
SHIVA - (Hindi) - Der Zerstörer
SUPAY - Inka-Gott der Unterwelt
T`AN-MO - Chinesisches Gegenstück zum Teufel, Begehrlichkeit, Verlangen
TCHORT - Russischer Name für Satan, >schwarzer Gott<
TEZCATLIPOCA - Aztekischer Gott der Hölle
THAMUS - Sumerischer Gott, der später zum Teufel umgewandelt wurde
THOTH - Ägyptischer Gott der Magie
TUNRIDA - Skandinavischer weiblicher Teufel
TYPHON - Griechische Verkörperung von Satan
YAOTZIN - Aztekischer Gott der Hölle
YEN-LO-WANG - Chinesischer Herrscher der Hölle
Die Teufel vergangener Religionen trugen immer, zumindest teilweise, tierische Wesenszüge, ein Beweis dafür, daß der Mensch ständig das Bedürfnis hat zu leugnen, daß auch er ein Tier ist. Denn wenn er es zugeben würde, wäre das einen schlimmen Schlag gegen sein armseliges Selbstbewußtsein.
Das Schwein wurde von den Juden und Ägyptern verachtet. Es symbolisierte die Götter Frey, Osiris, Adonis, Persephone, Attis und Demeter und wurde Osiris und dem Mond geopfert. Aber mit der Zeit wurde es zu einem Teufel degradiert. Die Phönizier verehrten einen Fliegen-Gott, Baal, von dem der Teufel Beelzebub stammt. Baal und Beelzebub sind identisch mit dem Mistkäfer oder Skarabäus der Ägypter, der sich offenbar selbst wiedererwecken konnte, wie Phoenix, der mystische Vogel, der aus seiner Asche aufstieg. Aufgrund ihrer Verbindungen zu den Persern glauben die alten Juden , daß die zwei großen Mächte der Welt Ahura-Mazda, der Gott des Feuers, des Lichtes, des Lebens und der Güte sowie Ahriman, die Schlange, der Gott der Finsternis, der Zerstörung, des Todes und des Bösen waren. Diese und zahllose andere Beispiele stellen nicht nur die Teufel der Menschen als Tiere dar, sondern zeigen auch sein Bedürfnis, die ursprünglichen Tiergötter zu opfern und zu seinen Teufeln zu degradieren.
In der Zeit der Reformation, dem 16.Jahrhundert, entdeckte der Alchimist Dr. Johann Faustus eine Methode, einen Dämon - Mephistophels - aus der Hölle zu rufen, und einen Pakt mit ihm zu schließen. Er unterzeichnete mit Blut einen Vertrag, in dem er seine Seele Mephistopheles für das Gefühl der Jugend verschrieb, und wurde daraufhin sofort wieder jung. Als für Faustus die Zeit zum Sterben kam, zog er sich in sein Zimmer zurück und zerbarst dort in Stücke, als ob sein Laboratorium explodiert sei. Diese Geschichte ist ein Protest der damaligen Zeit gegen die Wissenschaft, Chemie und Magie.
Um Satanist zu werden, braucht man nicht seine Seele dem Teufel zu verkaufen oder einen Pakt mit Satan zu schließen. Diese Drohung wurde vom Christentum erfunden, um die Menschen einzuschüchtern, damit sie sich nicht von der Herde entfernen. Mit drohendem Finger und zitternder Stimme lehrten sie ihre Anhänger, daß sie, wenn sie sich den Versuchungen Satans hingeben und ihr Leben entsprechend ihren natürlichen Neigungen leben würden, für ihre sündhaften Vergnügungen bezahlen müßten, indem sie ihre Seele an Satan verkaufen und für alle Ewigkeit in der Hölle schmoren würden. Die Menschen wurden dazu gebracht zu glauben, daß eine reine Seele eine Fahrkarte zum ewigen Leben sei.
Fromme Propheten haben den Menschen gelehrt, Satan zu fürchten. Aber was sollen Begriffe wie >gottesfürchtig<? Wenn Gott so barmherzig ist, warum müssen die Menschen ihn dann fürchten? Müssen wir glauben, daß es nichts gibt, wohin wir vor der Angst entfliehen können? Wenn man Gott fürchten muß, warum dann nicht auch >satansfürchtig< sein und dabei noch seinen Spaß haben, weil man sich die Gottesfürchtigkeit verkneift? Ohne eine solche generelle Furcht hätten die frommen Eiferer nichts in der Hand, um auf ihre Anhänger Druck auszuüben.
Die teutonische Göttin des Todes und Tochter des Loki hieß Hel, ein heidnischer Gott der Qual und Bestrafung. Ein weiteres >L< wurde hinzugefügt, als die Bücher des Alten Testaments geschrieben wurden. Die Propheten, die die Bibel schrieben, kannten das Wort >Hell< nicht; sie verwandten das hebräische Wort Sheol und das griechische Hades, was soviel hieß wie Grab; und auch das griechische Tartaros. Aufenthaltsort der gefallenen Engel, die Unterwelt (unter der Erde) und Gehenna, ein Tal in der Nähe von Jerusalem, wo Moloch herrschte und Abfall ausgekippt und verbrannt wurde.Von daher kommt die Idee der christlichen Kirche von >Feuer und Schwefel< in der Hölle.
Die protestantische und die katholische Hölle sind Plätze der ewigen Bestrafung; allerdings glauben die Katholiken auch, daß es ein >Fegefeuer< gibt, in dem alle Seele eine Zeit lang schmoren müssen und eine Art >Zwischenhölle<, wo die ungetauften Seelen hinkommen. Die buddhistische Hölle ist in acht Abschnitte unterteilt, wobei die ersten sieben zum Büßen da sind. Die kirchliche Beschreibung der Hölle ist die eines gräßlichen Ortes des Feuers und der Qual; in Dante´s Inferno. In nördlichen Klimazonen dachte man, die Hölle sei eine eiskalte Gegend, ein riesiger Kühlschrank.
(Trotz all ihren Drohungen mit ewiger Verdammnis und Seele-Rösten sind die christlichen Missionare auf einige Leute gestoßen, die ihr Gefasel nicht so leicht schluckten. Lust und Leid sind genau wie Schönheit eine Ansichtssache. Als sich die Missionare nach Alaska wagten und die Eskimos vor den Schrecken der Hölle und dem Flammenmeer, das auf Missetäter wartete, warnten, fragten diese begierig: >Wie können wir dort hinkommen?<!)
Die meisten Satanisten sehen Satan nicht als anthropomorphes Wesen mit gespaltenen Hufen. Schwanz mit Widerhaken und Hörnern. Er repräsentiert lediglich eine Naturkraft - die Kräfte der Finsternis, - die nur deshalb so heißen , weil keine Religion diese Kräfte je aus der Dunkelheit hervorgeholt hat. Auch die Wissenschaft hat keine technische Terminologie für diese Kraft gefunden. Es ist ein noch nicht angezapftes Reservoir, von dem nur wenige Menschen Gebrauch machen können, weil es den meisten an der Fähigkeit mangelt, ein Werkzeug zu benutzen, ohne vorher die zum Funktionieren notwendigen Teile zerlegt und beschriftet zu haben. Das unaufhörliche Bedürfnis, zu analysieren, macht es den meisten Menschen unmöglich, diesen facettenreichen Schlüssel zum Unbekannten - den der Satanist >Satan< nennt - zu nutzen.
Satan als Gott, Halbgott, persönlicher Heiland oder wie auch immer man ihn nennen will, wurde von den Gründern aller Religionen der Welt nur zu einem Zweck erfunden - um über die sogenannten bösen Handlungen und Situationen der Menschen hier auf Erden zu wachen. Daraus folgte, daß alles, was zu körperlicher oder geistiger Befriedigung führte, als >böse< bezeichnet wurde - und somit wurde jedem ein Leben in ungerechtfertigter Schuld garantiert! Wenn sie uns also >böse< nennen, dann sind wir eben böse - was soll´s! Das satanische Zeitalter ist mit uns! Warum nicht Vorteile daraus ziehen und LEBEN!LIVE!(evil rückwärts).
LIEBE UND HASS
Satanismus bedeutet Freundlichkeit gegenüber denen, die sie verdienen, anstatt Liebe an Undankbare zu verschwenden!
Man kann nicht jeden lieben; es ist lächerlich, das zu denken. Wenn man alles und jeden liebt, verliert man seine natürliche Kritikfähigkeit und hat nur noch eine geringe Urteilskraft, um über Charakter und Qualität zu entscheiden. Wenn etwas zu locker angewendet wird, verliert es seinen eigentlichen Sinn. Daher glaubt der Satanist, daß man diejenigen aufrichtig und vollkommen lieben soll, die diese Liebe verdienen, und daß man dem Feind niemals die andere Wange hinhalten soll!
Die Liebe ist eines der intensivsten Gefühle, das der Mensch empfinden kann; ein anderes ist der Haß. Es ist völlig unnatürlich, sich zu zwingen, vorbehaltlose Liebe zu empfinden. Wenn man versucht, jeden zu lieben, verringert man nur seinen Gefühle denjenigen gegenüber, die diese Liebe verdienen. Unterdrückter Haß kann zu vielen psychischen und emotionalen Leiden führen. Wenn man lernt, seine Wut gegenüber denjenigen freizusetzen, die sie verdienen, reinigt man sich von diesen bösartigen Emotionen und muß den angestauten Haß nicht an seinen Liebsten auslassen.
In der Weltgeschichte hat es noch nie eine große >Liebe< gegeben, die nicht unzählige Morde nach sich zog, vermutlich als Liebesbeweis! Alle Heuchler, die je auf dieser Welt wandelten, hatten ihre Taschen immer mit Liebe vollgestopft!
Alle scheinheiligen Frommen behaupten, ihre Feinde zu lieben, und wenn ihnen unrecht widerfährt, trösten sie sich damit, daß >Gott sie schon bestrafen wird<. Anstatt sich einzugestehen, daß sie fähig sind, ihre Feinde zu hassen und so zu behandeln, wie sie es verdient haben, sagen sie:> Um der Gnade Gottes willen gehe ich hin< und >bete< für sie. Warum sollten wir uns derart demütigen und erniedrigen, indem wir solche falschen Schlüsse ziehen?
Der Satanismus wurde immer als Synonym gesehen für Grausamkeit und Brutalität. Das ist nur deshalb so, weil die Menschen Angst vor der Wahrheit haben - und die Wahrheit ist, daß nicht alle Menschen gutartig und liebevoll sind. Nur weil der Satanist zugibt, daß er fähig ist zu lieben und zu hassen, wird er als Menschenhasser angesehen. Im Gegenteil, gerade weil er fähig ist, seinen Haß durch ritualisierte Ausdrucksformen freizusetzen, ist er weitaus fähiger zur Liebe - der tiefsten Art der Liebe. Indem er den Haß und die Liebe, die er empfindet, erkennt und akzeptiert, besteht keine Gefahr der Verwechslung. Wer eines dieser beiden Gefühle noch nie erlebt hat, kann auch das andere nicht vollkommen erleben.

SATANISCHER SEX
Die satanische Sichtweise von >freier Liebe< hat viele Streitfragen ausgelöst. Es wird oft angenommen, daß sexuelle Handlungen der wichtigste Faktor der satanischen Religion sind, und daß die Bereitschaft, bei Sexorgien mitzumachen, eine Voraussetzung ist, um Satanist zu werden. Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt! Im Gegenteil, Opportunisten, die kein weiteres Interesse am Satanismus haben als an die sexuellen Aspekte, werden nachdrücklich abgelehnt.
Der Satanismus befürwortet sexuelle Freiheit, aber nur im eigentlichen Wortsinn. Mit freier Liebe ist in der satanischen Vorstellungswelt genau das gemeint - die Freiheit, entweder einem Menschen treu zu sein oder seine sexuellen Bedürfnisse mit so vielen anderen auszuleben, wie man es für seine speziellen Ansprüche für nötig hält.
Der Satanismus fordert nicht diejenigen zu orgiastischen Handlungen oder außerehelichen Affairen auf, die es nicht von sich aus wollen. Für viele wäre es äußerst unnatürlich und schädlich, ihrem auserwählten Lebensgefährten untreu zu sein. Für andere wäre es frustrierend, sexuell an einen Menschen gebunden zu sein. Jeder muß für sich selbst entscheiden, welche Form des Sexualverhaltens am ehesten seinen individuellen Wünschen entspricht. Sich unter Selbstverleugnung dazu zu zwingen, außerehelichen oder vorehelichen Verkehr zu haben, nur um anderen (oder schlimmer noch, sich selbst) zu beweisen, daß man frei von sexuellen Schuldkomplexen ist, ist nach satanischen Maßstäben genau so schlimm wie das Unterdrücken sexueller Bedürfnisse aufgrund von tiefsitzenden Schuldgefühlen.
Viele, die sich ständig abmühen, ihre Befreiung von sexuellen Schuldgefühlen zu beweisen, sind in Wirklichkeit davon anhängiger als diejenigen, die sexuelle Handlungen einfach als einen natürlichen Teil des Lebens akzeptieren und kein großes Tamtam um ihre sexuelle Freiheit machen. Zum Beispiel ist erwiesen, daß die Nymphomanin (der Traum eines jeden Mannes und Heldin vieler aufreizenden Erzählungen) überhaupt nicht sexuell frei ist, sondern frigide und von Mann zu Mann wandert, weil sie zu verklemmt ist, um jemals völlige sexuelle Erfüllung zu finden.
Ein anderes Mißverständnis ist die Vorstellung, daß die Beteiligung an Gruppensex ein Anzeichen für sexuelle Freiheit ist. Alle zeitgenössischen Gruppen für freien Sex haben etwas gemeinsam - Ablehnung von fetischistischen oder abweichenden Betätigungen.
Diese Beispiele für gekünstelte nicht-fetischistische sexuelle Betätigung, die angeblich >Freiheit< bedeutet, haben alle den gleichen Ablauf: Jeder Teilnehmer einer Orgie zieht seine Kleider aus, wie es von jemandem vorgemacht wird und treibt mechanisch Sex - genau dem Beispiel des Anführers folgend. Keinem der Teilnehmer kommt es in den Sinn, daß ihre >emanzipierte< Form des Geschlechtsverkehrs von Außenstehenden, die Gleichmacherei nicht als Freiheit betrachtet, als reglementiert und kindisch angesehen werden könnte.
Der Satanist weiß, daß er als Kenner und Genießer dieser Materie ( und wirklich frei von sexuellen Schuldgefühlen) weder von den sogenannten Sex-Revolutionären noch von der Prüderie seiner schuldgeplagten Gesellschaft unterdrückt werden kann. Diese Clubs für Gruppensex mißverstehen vollkommen den Sinn sexueller Freiheit. Wenn keine individuellen sexuellen Handlungen stattfinden dürfen (einschließlich persönlicher Fetische), dann gibt es überhaupt keinen Grund, sich einem solchen Club anzuschließen.
Der Satanismus akzeptiert jede Art sexueller Betätigung zur Befriedigung persönlicher Bedürfnisse - sei sie heterosexuell, homosexuell, bisexuell oder sogar asexuell. Er befürwortet auch jeden Fetisch und jede Abweichung, die der Bereicherung des Geschlechtsverkehrs dient, solange niemand beteiligt ist, der nicht mitmachen möchte.
Der sexuell Unerfahrene wäre erstaunt, wenn er wüßte, wie weit Abweichungen und Fetischismus in unserer Gesellschaft verbreitet sind. Es gibt mehr Varianten, als das unaufgeklärte Individuum sich vorstellen kann: Transvestitentum, Sadismus, Masochismus, Natursekt-Praktiken, Exhibitionismus - um nur einige der gängigsten zu nennen. Alle haben ihren persönlichen Fetisch, aber weil sie nicht wissen, wie verbreitet fetischistische Aktivitäten in der Gesellschaft sind, fühlen sie sichverdorben, wenn sie ihre >unnatürlichen Sehnsüchte< preisgeben. (Fetischismus wird nicht nur von menschlichen Wesen sondern auch von Tieren praktiziert. Der Fetisch ist ein wesentlicher Teil im Sexualleben der Tiere. Die sexuelle Duftnote zum Beispiel ist für Tiere notwendig, damit sie von einem anderen Tier erregt werden. Laboruntersuchungen haben gezeigt, daß ein Tier seine sexuelle Attraktivität gegenüber anderen Tieren verliert, wenn es künstlich geruchlos gemacht wird. Die Erregung durch sexuelle Duftnoten gefällt übrigens auch dem Menschen, obwohl er es oft leugnet).
Sogar der Asexuelle weicht von der Norm ab durch seine Asexualität. Es ist viel unnatürlicher, kein sexuelles Verlangen zu haben ( es sei denn, Krankheit, Alter oder sonst ein stichhaltiger Grund haben das Nachlassen bewirkt) als häufig wechselnde Partnerschaften. Ob der Satanist seine Sexualität unterdrückt oder offen auslebt, ist jedoch allein seine Sache. In vielen Fällen von Unterdrückung des Geschlechtstriebes (oder Asexualität), hätte der Versuch, sich sexuell zu emanzipieren, verheerende Folgen.
Die Asexuellen werden immer von ihrem Beruf oder ihren Hobbis aufgesaugt. Die ganze Energie und Antriebskraft, die normalerweise in sexuelle Aktivitäten investiert wird, wird in andere Arten von Beschäftigung und Zeitvertreib gesteckt. Wenn jemand andere Interessen den sexuellen Handlungen vorzieht, ist das sein Recht, und niemand darf ihn deshalb verurteilen. Nur sollte er wenistens verstehen, daß es eine Ersatzhandlung ist.
Weil keine Möglichkeit besteht, über geheime sexuelle Wünsche zu sprechen, bleiben sie oft im Stadium der Phantasie stecken. Die fehlenden Erfüllung führt zu seelischer Belastung, und deshalb denken sich viele Menschen heimliche Methoden aus, um ihren Wünschen Luft zu machen. Nur weil die meisten fetischistischen Aktivitäten nicht offen gezeigt werden, sollte der sexuell Unbedarfte sich nicht dazu verleiten lassen, daraus zu schließen, daß sie nicht existieren. Ein paar Beispiele dieser raffinierten Techniken: Der männliche Transvestit trägt Frauenunterwäsche, um sich seinem Fetisch hinzugeben, während er seinen täglichen Beschäftigungen nachgeht, die masochistische Frau trägt zum Beispiel einen mehreren Größen zu kleinen Strumpfhalter aus Gummi, und hat so den ganzen Tag ihre Lust durch diese fetischistische Unbequemlichkeit, ohne daß es jemand erfährt. Diese Beispiele sind viel harmloser und weiter verbreitet als andere, die man noch hätte aufzählen können.
Der Satanismus unterstützt jede Form des Sexualverhaltens, das einem gefällt, so lange niemand anderes dadurch verletzt wird. Diese Feststellung muß getroffen werden, um Mißverständnissen vorzubeugen. Niemanden anderes zu verletzten bedeutete nicht, daß sich diejenigen unabsichtlich verletzt fühlen, die nicht mit dir in Sachen Sex übereinstimmen, da sie um die Moral fürchten. Natürlich sollte man es vermeiden, diejenigen zu beleidigen, die einem viel bedeuten, wie z. B. prüde Freunde oder Verwandte. Wenn du dich jedoch aufrichtig darum bemüht hast, sie nicht zu verletzen, und sie es trotzdem zufällig herausfinden, dann kannst du dafür nicht verantwortlich gemacht werden und sollst dich weder wegen deiner sexuellen Überzeugung, noch weil du sie damit verletzt hast, schuldig fühlen. Wer dauernd in Angst lebt, die Prüden mit seiner Einstellung zu verletzen, schafft es nicht, sich von sexuellen Schuldgefühlen zu befreien. Allerdings ist auch niemandem damit gedient, wenn man mit seinen Neigungen hausieren geht.
Die andere Ausnahme von der Regel ist der Umgang die Masochisten. Einem Masochisten bereitet es Lust, wenn ihm Schmerz zugefügt wird; verweigert man also dem Masochisten seine Freude am Schmerz, so verletzt man ihn damit wie man einen Nicht-Masochisten durch Schmerz verletzt. Das veranschaulicht die Geschichte vom wahrhaft grausamen Sadisten: Der Masochist sagt zum Sadisten: >Schlag mich<, und der unbarmherzige Sadist antwortet:>Nein!<. Wenn jemand verletzt werden will und es genießt zu leiden, dann gibt es keinen Grund, diesem Wunsch nicht nachzukommen.
Das Wort >Sadist< bedeutet üblicherweise, daß jemand Lust aus irgendeiner beliebigen Brutalität zieht. Ein wahrer Sadist ist dagegen wählerisch. Er wählt sorgfältig aus dem großen Reservoir geeigneter Opfer aus und erfüllt mit großer Lust denjenigen ihre Wünsche, die durch Schmerzen aufleben. Der >kontrollierte< Sadist wählt genießerisch diejenigen aus, die seine Anstrengungen wirklich verdienen! Wer offen zugibt, daß er ein Masochist ist und es genießt, versklavt und verprügelt zu werden, der wird vom wirklichen Sadisten gern bedient!
Abgesehen von den vorgenannten Ausnahmen würde ein Satanist niemals absichtlich andere und ihre sexuellen Rechte verletzen. Wer versucht, seine Wünsche jemandem aufzuzwingen, der diese Annäherungsversuche, nicht schätzt, verletzt dessen sexuelle Freiheit. Deshalb befürwortet der Satanismus keinesfalls Vergewaltigung, Kindesmißbrauch, sexuellen Mißbrauch von Tieren oder jegliche andere sexuellen Handlungen an Personen, die dies nicht wollen, oder die durch ihre Unwissenheit oder Naivität soweit eingeschüchtert oder fehlgeleitet sind, daß sie gegen ihren Willen handeln.
Sind alle Beteiligten erwachsen und haben die notwendige Reife, die volle Verantwortung für ihre Handlungen zu übernehmen und freiwillig an einer bestimmten Variante der sexuellen Ausdrucksmöglichkeiten teilnehmen - auch wenn dabei ein Tabu gebrochen wird - dann gibt es keinen Grund, diese Neigungen zu unterdrücken.
Wenn man sich über alle Auswirkungen, Vor- und Nachteile im Klaren ist und feststeht, daß niemand verletzt wird, der es nicht wünscht oder es nicht verdient hat, dann besteht kein Grund, seinen sexuellen Vorlieben nicht nachzugeben.
So wie es keine zwei Menschen gibt, die genau das Gleiche oder genau die gleiche Menge essen, so unterscheidet sich auch der sexuelle Geschmack und Appetit von Mensch zu Mensch. Kein Mensch und keine Gesellschaft hat das Recht, den Ansprüchen oder der Häufigkeit sexueller Handlungen anderer Grenzen zu setzen. Das richtige Sexualverhalten kann nur unter der Berücksichtigung der jeweiligen Situation beurteilt werden. Was der eine für in Ordnung und moralisch hält, mag den anderen frustrieren. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall; jemand verfügt über große sexuellen Fähigkeiten, und belächelt unfairerweise andere, deren Kräfte seinen nicht gleichen. Es ist rücksichtslos von ihm, sich jemand anderem aufzudrängen, z.B. wenn der Mann einen großen sexuellen Appetit hat und die Bedürfnisse seiner Frau dem nicht entsprechen. Es ist unfair von ihm, zu erwarten, daß sie begeistert auf seine Annäherungsversuche reagiert; aber sie muß ebenfalls eine gewisse Rücksichtnahme zeigen. Wenn sie keine Lust verspürt, sollte sie ihm entweder passiv, aber freundlich entgegekommen oder aber nicht klagen, wenn er seine Bedürfnisse anderweitig befriedigt - daß schließt auch Selbstbefriedigung mit ein.
Die ideale Beziehung ist eine, in der die Menschen sich innig lieben und sexuell zusammenpassen. Allerdings sind perfekte Beziehungen relativ selten. Es muß hierbei erwähnt werden, daß geistige und körperliche Liebe Hand in Hand gehen können, aber dies nicht immer tun. Ist eine gewisse sexuelle Anpassungsfähigkeit vorhanden, so ist diese oft begrenzt, und es können zwar einige, aber nicht alle Wünsche erfüllt werden.
Es gibt keine größere Lust als die Vereinigung mit jemandem, den man auch sehr liebt, vorausgesetzt man paßt sexuell zusammen. Es muß allerdings betont werden, daß ein Mangel an sexueller Ergänzung nicht auch fehlende geistige Liebe bedeuten muß. Eines kann ohne das andere existieren und tut dies oft auch. In vielen Fällen sucht ein Teil des Paares außerhalb Zuflucht für seine sexuellen Neigungen, gerade weil er seinen Partner liebt und der geliebten Person nicht weh tun oder Zwang antun möchte. Tiefe geistige Liebe wird durch körperliche Liebe bereichert und ist sicherlich ein notwendiger Bestandteil für jede befriedigende Beziehung; aber bei unterschiedlichen Vorlieben sind aushäusige sexuelle Aktivitäten oder Selbstbefriedigung manchmal eine notwendige Ergänzung.
Selbstbefriedigung wird von vielen Menschen als Tabu angesehen, und schafft ein Schuldproblem, mit dme man nicht leicht fertig wird. Dieses Thema muß ausgiebig behandelt werden, da Masturbation ein sehr wichtiger Bestandteil magischer Arbeit ist.
Seit die judäisch-christliche Bibel die Sünde von Onan beschrieb ( Ge.38:7-10), hat der Mensch sich mit der Schwere und den Konsequenzen dieses >einsamen Lasters< beschäftigt. Obwohl die modernen Sexualforscher erläutert haben, daß die Sünde von Onan einfach ein Coitus interruptus ist, wurde viel Schaden angerichtet durch die jahrhundertelange falsche theologische Auslegung.
Abgesehen von den eigentlichen Sexualverbrechen ist die Selbstbefriedigung eine der am wenigsten tolerierten sexuellen Handlungen. Während des letzten Jahrhunderts wurden unzählige Texte geschrieben, die die entsetzlichen Folgen der Selbstbefriedigung ausmalen. Praktisch jede körperliche oder geistige Krankheit wurde dem Übel der Masturbation zugeschrieben. Blasse Gesichtsfarbe, Kurzatmigkeit, verstohlenes Aussehen, eingefallene Wangen, Nervosität, Pickel und Appetitlosigkeit sind nur einige von vielen Merkmalen, von denen man annahm, daß sie von der Selbstbefriedigung kämen; ein völliger körperlicher und geistiger Verfall wurde denjenigen prophezeit, die nicht auf die Warnungen in den Handbüchern für junge Männer hörten.
Man könnte sich fast über die krassen Beschreibungen in solchen Texten amüsieren, wäre da nicht die traurige Tatsache, daß die tiefsitzenden Schuldgefühle, die durch den Unsinn in diesen Sex-Fibeln verursacht wurden, nur teilweise behoben werden konnten, obwohl zeitgenössische Sexualforscher, Ärzte, Autoren usw. viel getan haben, um das Stigma der Selbstbefriedigung auszuräumen. Ein großer Teil der Menschen, speziell diejenigen über 40, können es gefühlsmäßig nicht akzeptieren, daß Selbstbefriedigung natürlich und gesund ist, selbst wenn sie es vom Verstand her akzeptieren; und sie übertragen ihre Abneigung oft unbewußt auf ihre Kinder.
Man glaubt, daß jemand geisteskrank würde, wenn er sich trotz zahlreicher Mahnungen weiter selbstbefriedigte. Dieser absurde Mythos entstand durch Berichte über die weitverbreitete Selbstbefriedigung von Insassen psychiatrischer Anstalten. Da fast alle unheilbare Geisteskranken masturbieren, wurde angenommen, daß sie dadurch verückt geworden waren. Niemand dachte darüber nach, daß das Fehlen eines Geschlechtspartners und die Hemmungslosigkeit, die typisch für schwere Geisteskrankheiten ist, die wirklichen Gründe für die Selbstbefriedigung der Kranken sind.
Vielen Menschen ist es lieber, daß ihr Partner sich anderweitig sexuelle Befriedigung sucht, anstatt sich selbst zu befriedigen, da sie sich schuldig fühlen und die Verachtung ihres Partners fürchten, den sie zur Selbstbefriedigung getrieben haben. In vielen Fällen wird auch der Gedanke als erregend empfunden, daß der Partner mit jemande anderem Geschlechtsverkehr hat - auch wenn dies selten zugegeben wird.
Wer durch den Gedanken stimuliert wird, daß sein Partner sich anderweitig sexuell betätigt, sollte dies offen ansprechen, so daß dadurch beide profitieren können. Wenn die Selbstbefriedigung allerdings nur deshalb nicht erlaubt wird, weil einer von beiden Schuldgefühle hat, sollte alles versucht werden, diese Schuldgefühle auszuräumen - oder sie für sich zu nutzen. Viele Beziehungen hätten gerettet werden können, wenn die Beteiligten kein schlechtes Gewissen bei der Selbstbefriedigung die einfach natürlich ist, gehabt hätten.
Selbstbefriedigung wird als böse betrachtet, weil es Lust bereitet, sich mit der eigenen Hand an einer >verbotenen< Zone des Körpers zu streicheln. Die Schuldgefühle, die meistens den Geschlechtsakt begleiten, lassen sich durch die aus religiöser Sicht akzeptable Begründung mildern, daß die sinnlichen Freuden notwendig sind, um Nachkommen zu zeugen - selbst wenn man gleichzeitig sorgfältig auf die >sicheren< Tage im Kalender achtet. Beim Masturbieren kann man sich dagegen mit dieser Begründung nicht selbst beschwichtigen. Ganz gleich, was man dir über die >unbefleckte Empfängnis< erzählt hat - selbst wenn blindes Vertrauen dich dazu verleitet, diese Absurditäten zu schlucken - du weißt genau, wenn du ein Kind zeugen willst, muß ein körperlicher Kontakt mit einer Person des anderen Geschlechts erfolgen! Wer sich schon schuldig fühlt, diese >Erbsünde< zu begehen, wird sich bestimmt noch viel schuldiger fühlen, wenn er einen Geschlechtsakt nur zu seinem eigenen Vergnügen vollzieht und nicht in der Absicht, Kinder zu zeugen.
Der Satanist weiß genau, warum die frommen Eiferer die Selbstbefriedigung als Sünde bezeichnen. Wie bei allen anderen natürlichen Handlungen tun die Menschen es einfach, egal wie streng sie dafür getadelt werden. Schuldgefühle zu verursachen ist eine wichtige Facette ihres heimtückischen Plans, die Menschen zu zwingen, für ihre >Sünden< zu büßen, indem sie Geld für den Unterhalt der Tempel der Abstinenz spenden!
Auch wenn man sich nicht mehr mit der Last religiös begründeter Schuld herumplagt (oder glaubt, es nicht mehr zu tun) - der moderne Mensch hat trotzdem immer noch Schamgefühle, wenn er seinem Verlangen nach Selbstbefriedigung nachgibt. Oft fühlt ein Mann sich seiner Männlichkeit beraubt, wenn er sich selbst befriedigt anstatt sich am Wettkampf bei der Jagd auf Frauen zu beteiligen. Eine Frau befriedigt sich vielleicht selbst, sehnt sich aber gleichzeitig nach der Steigerung ihres Selbstvertrauens durch das Spiel der Verführung. Der Möchtegern-Casanova wie auch der falsche Vamp finden es unangemessen, sich auf Selbstbefriedigung zu >beschränken<; beide würden sogar einen weniger passenden Partner vorziehen. Satanisch gesehen ist es dagegen viel besser, sich einer perfekten Phantasievorstellung hinzugeben als sich auf ein unergiebiges Erlebnis mit einem anderen Menschen einzulassen. Bei der Selbstbefriedigung hat man die ganze Situation unter Kontrolle.
Hier ist ein weiterer Beleg für die unstrittige Tatsache, daß Selbstbefriedigung eine völlig normale und gesunde Handlung ist: Alle Mitglieder des Königreichs der Tiere tun es. Auch Menschenkinder folgen ihrem instinktiven Bedürfnis nach Selbstbefriedigung, wenn sie nicht von ihren empörten Eltern dafür ausgeschimpft werden, wie diese zweifellos auch von ihren Eltern dafür ausgeschimpft wurden, ebenso wie die Generationen davor.
Es ist traurig aber wahr, daß die Schuldgefühle der Eltern unverändert auf ihre Kinder übertragen werden. Um unsere Kinder vor dem unglückseligen sexuellen Schicksal unsere Eltern, Großeltern und vielleicht sogar vor uns selbst zu schützen, muß die pervertierte Moralvorstellung der Vergangenheit als das entlarvt werden, was sie ist: Eine pragmatische Ansammlung von Vorschriften, die uns zerstören werden, wenn wir sie strikt befolgen! Wenn wir uns von den lächerlichen sexuellen Maßstäben der heutigen Gesellschaft nicht befreien, einschließlich der sogenannten sexuellen Revolution, werden die Neurosen, die durch diese einengenden Regeln hervorgerufen werden, fortbestehen. Die Befolgung der vernünftigen und humanistischen neuen Moralvorstellungen des Satanismus kann - und wird - eine Gesellschaft erschaffen, in der unsere Kinder gesund und ohne die verheerenden moralischen Altlasten unserer kranken Gesellschaft aufwachsen können.
NICHT ALLE VAMPIRE SAUGEN BLUT!
Satanismus bedeutet Verantwortung gegenüber den Verantwortungsvollen anstatt Sorge um psychische Vampire!
Viele Menschen auf dieser Erde pflegen die Kunst, anderen grundlos das Gefühl zu geben, sie seien für sie verantwortlich oder ständen in ihrer Schuld. Der Satanismus kennt das wahre Gesicht der Blutsauger. Psychische Vampire sind Individuen, die anderen ihre Lebenskraft rauben. Dieser Menschentyp ist in allen Bereichen der Gesellschaft zu finden. Sie erfüllen keinen nützlichen Zweck in unserem Leben und werden weder von uns geliebt noch sind sie wahre Freunde. Und trotzdem fühlten wir uns bisher für diese psychischen Vampire verantwortlich, ohne zu wissen warum.
Wenn du glaubst, das Opfer eines solchen Zeitgenossen geworden zu sein, kannst du dies mit ein paar einfachen Regeln herausfinden. Gibt es jemanden, den du oft anrufst oder besuchst, obwohl du es eigentlich gar nicht willst, es aber trotzdem tust, weil du dich sonst schuldig fühlst? Oder ertappst du dich dabei, wie du ständig jemandem einen Gefallen tust, der dich gar nicht offen darum bittet, sondern es nur andeutet? Diese psychischen Vampire wenden oft die umgekehrte Taktik an, indem sie sagen:>Oh, ich kann dich wirklich nicht bitten, das für mich zu tun< - und du wirst folglich darauf bestehen, es zu tun. Diese psychischen Vampire würden dich niemalsum etwas bitten. Das wäre viel zu offensichtlich. Sie lassen ihre Wünsche einfach dezent durchblicken und werden somit nicht als Nervensägen empfunden. Es würde ihnen >niemals in den Sinn kommen, jemandem zur Last zu fallen< und sie sind immer bereit, ihr Los zu akzeptieren - nach außen hin!
Ihre Sünden bestehen nicht darin , etwas zu begehen, sondern etwas zu unterlassen. Es ist nicht das, was sie sagen, sondern das, was sie nicht sagen, das dir das Gefühl gibt, du seist ihnen etwas schuldig. Sie sind viel zu gerissen, um dich offen um etwas zu bitten, weil sie wissen, daß du dich darüber ärgern würdest und einen konkreten und berechtigten Grund hättest, sie abzuweisen.
Viele dieser Leute haben besondere >Merkmale<, die ihre Abhängigkeit von dir noch einleuchtender und zwingender machen. Viele psychische Vampire sind gebrechlich ( oder behaupten es zu sein), oder sie sind >geistig oder emotional gestört<. Andere heucheln Unwissenheit oder Unfähigkeit, damit du aus Mitleid - oder öfter noch vor lauter Verzweiflung - die Sachen selber zu erledigst.
Der traditionelle Weg, einen Dämon oder ein Elementalwesen zu bannen ist, sie als das zu erkennen, was sie sind, und auszutreiben. Diese modernen Dämonen und ihre Methoden zu erkennen, ist das einzige Mittel gegen ihren verheerenden Einfluß auf dich.
Die meisten Menschen nehmen das heuchlerische Wesen dieser auf passive Weise bösartigen Individuen nur deshalb für bare Münze, weil sie nie auf ihre heimtückischen Schachzüge aufmerksam gemacht wurden. Sie glauben einfach, daß diese >armen Seelen< weniger Glück gehabt haben als sie selbst und haben daher das Gefühl, ihnen helfen zu müssen, wo sie nur können. Es ist dieses fehlgeleitete Verantwortungsgefühl ( oder das grundlose Gefühl von Schuld), das die >Nächstenliebe<, von der diese Parasiten profitieren, steigert!
Der psychische Vampir kann nur deshalb existieren, weil er sich geschickt gewissenhafte, verantwortungsvolle Leute als Opfer aussucht - Menschen, die ihre >moralischen Verpflichtungen< sehr ernst nehmen.
Manchmal werden wir anstatt von Einzelpersonen von einer Gruppe von Menschen vampirisiert. Jede Organisation, die Spenden sammelt, sei es eine wohltätige Stiftung, ein Gemeinderat, ein religiöser oder bruderschaftlicher Verein, sucht sich sorgfältig einen Menschen als Vorsitzenden oder Geschäftsführer aus, der dazu geeignet ist, anderen das Gefühl der Schuld zu geben. Die Aufgabe dieses Vorsitzenden ist es, un einzuschüchtern, bis wir zuerst unsere Herzen und dann unsere Brieftaschen diesem >guten Menschen< öffnen, wobei nie erwähnt wird, daß sie ihre Zeit oftmals nicht kostenlos opfern, sondern einen fetten Lohn für ihren >noblen Taten< erhalten. Sie sind Meister im Spiel mit dem Mitleid und der Rücksichtnahme verantwortungsvoller Menschen. Wie oft sehen wir kleine Kinder, die von diesen selbstgerechten üblen Kerlen vorgeschickt werden, um dem Gutwilligen mühelos eine Spende zu entlocken. Wer kann schon dem unschuldigen Charme eines Kindes widerstehen?
Es gibt zwar Menschen, die nur glücklich sind, wenn sie geben können, aber es sind nicht viele, die zu dieser Kategorie gehören. Leider wird oft von uns verlangt, Dinge zu tun, von denen wir glauben, daß man sie nicht von uns verlangen sollte. Für einen pflichtbewußten Menschen ist es schwierig, zwischen freiwilliger und aufgedrängter Wohltätigkeit zu unterscheiden. Er will tun, was richtig und gerecht ist und findet es verwirrend, sich entscheiden zu müssen, wem er helfen soll, und in welchem Umfang Hilfe berechtigterweise von ihm erwartet werden darf.
Jeder muß für sich selbst entscheiden, welche Verpflichtungen er gegenüber seinen Freunden, seiner Familie und der Gesellschaft hat. Bevor man seine Zeit und sein Geld denjenigen opfert, die nicht zur Familie und zum engeren Freundeskreis gehören, muß man entscheiden, was man abgeben kann, ohne seine Nchsten zu benachteiligen. Hierzu gehören auch, bei denen, die einem viel bedeuten, an sich selbst zu denken. Man muß sorgfältig die Berechtigung einer Bitte und die Persönlichkeit oder Motivation des Bittenden prüfen.
Es ist extrem schwierig, >Nein sagen< zu lernen, wenn man sein ganzes Leben lang >Ja< gesagt hat. Aber wenn man nicht ständig ausgenutzt werden will, muß man lernen, unter bestimmten Umständen >Nein< zu sagen. Wer zuläßt, daß psychische Vampire sich allmählich in seinem Alltagsleben einnisten, aht blad kein Privatleben mehr - und das ständige Gefühl der Verantwortung ihnen gegenüber wird seinben Energien erschöpfen.
Ein psychischer Vampir sucht sich zum Aussaugen immer jemanden aus, der relativ zufrieden mit seinem Leben ist - jemand, der glücklich verheiratete ist, zufrieden mit seiner Arbeit ist und im Großen und Ganzen gut mit der Welt, in der er lebt, zurechtkommt. Die Tatsache, daß der psychische Vampir sich glückliche Menschen als Opfer aussucht, zeigt, daß ihm dies alles fehlt; und er wird alles tun, was er kann, um Ärger und Zwietracht zwischen seinem Opfer und den Menschen, die es gern hat, zu schüren.
Deshalb sei vorsichtig bei jedem, der keine richtigen Freunde und kein wirkliches Interesse am Leben hat (außer an Dir). Er wird dir wahrscheinlich sagen, daß er sehr wählerisch bei der Auswahl seiner Freunde ist, oder daß er nicht leicht Freundschaften schließt, da er besonders hohe Anforderungen an seine Gefährten stellt ( um Freunde zu gewinnen und zu behalten, muß man gewillt sein, einen Teil von sich zu geben - aber dazu ist der psychische Vampir nicht fähig). Und er wird eilig hinzufügen, daß du jede seiner Anforderungen erfüllst, und daß du eine wahrhaft große Ausnahme unter den Menschen bist - du bist einer der wenigen, die seiner Freundschaft würdig sind.
Um nicht verzweifelte Liebe ( die auch sehr selbstsüchtig ist) mit psychischem Vampirismus zu verwechseln, muß man den großen Unterschied zwischen beiden klarstellen. Der einzige Weg, festzustellen, ob man vampirisiert wird, ist, das was man jemandem gibt, dem gegenüberzustellen, was man von ihm bekommt.
Manchmal sind einem die Verpflichtungen lästig, die die Angehörigen, ein naher Freund oder gar der Arbeitgeber einem auferlegen, aber bevor man diesen Menschen als psychischen Vampir abstempelt, muß man sich fragen: >Was bekomme ich dafür als Gegenleistung?< Wenn deine Frau oder Geliebte darauf besteht, daß du sie oft anrufst, du aber auch von ihr verlangst, daß sie dir über die Zeit, die ihr nicht zusammen verbringt, Rechenschaft ablegt, mußt du einsehen, daß das eine Situation des Gebens und des Nehmens ist. Auch wenn ein Freund häufig zu unpassender Zeit anruft und um Hilfe bittet, von dem du aber auch manchmal dringend Hilfe benötigst, so ist das ein fairer Tausch. Wenn dich dein Arbeitgeber fragt, ob du ein wenig mehr tun könntest als normalerweise in deinem Arbeitsbereich von dir verlangt wird, aber andererseits darüber hinwegschaut, daß du gelegentlich zu spät kommst oder er dir bei Bedarf freigibt, dann hast du sicher keinen Grund, zu klagen und dich von ihm ausgenutzt zu fühlen.
Es ist jedoch Vampirismus, wenn du unaufhörlich zu etwas aufgefordert wirst oder ständig jemand etwas von dir erwartet, der selbst immer gerade dann andere >dringende Verpflichtungen< hat, wenn du ihn um einen Gefallen bittest.
Viele psychische Vampire schenken dir materielle Dinge in der Absicht, daß du das Gefühl hast, ihnen eine Gegenleistung zu schulden, und binden dich so an dich. Der Unterschied zwischen deinem und ihrem Geben besteht darin, daß deine Gegenleistung nicht von materieller Art sein muß. Sie wollen, daß du dich ihnen gegenüber verpflichtet fühlst und wären sehr enttäuscht und sogar verärgert, wenn du versuchen würdest, ihnen materielle Dinge zurückzuzahlen. Genaugenommen hast du >deine Seele< an sie verkauft, und sie erinnern dich ständig an die Schuld , die du ihnen gegenüber hast, indem sie sie nicht erwähnen.
Für einen wahren Satanisten ist der einzige Weg, mit psychischen Vampiren zu verkehren, sich dumm zu stellen und so zu tun, als wären sie tatsächlich uneigennützig und würden wirklich keine Gegenleistung erwarten. Erteile ihnen eine Lehre, indem du liebenswürdig annimmst, was sie dir geben. Du mußt ihnen so laut dafür danken, daß alle es hören und dann gehst du weg! So gehst du als Sieger aus der Angelegenheit hervor. Was können sie schon sagen? Aber wenn sie von dir unvermeidlich erwarten, daß du ihre Großzügigkeit honorierst (das ist der harte Teil!) dann sage >Nein< - aber, wie gesagt, liebenswürdig. Wenn sie merken, daß du ihnen aus den Krallen fällst, werden zwei Dinge geschehen. Zuerst werden sie den >Niedergeschlagenen< spielen, in der Hoffnung, daß dein altes Gefühl von Pflicht und Mitleid wiederkommt, und wenn (falls) dies nicht so ist, werden sie ihr wahres Gesicht zeigen und böse und rachesüchtig werden.
Wenn du sie erst einmal bis zu diesem Punkt getrieben hast, kannst du so tun, als wärst du gekränkt. Schließlich hast du ja nichts Falsches getan - du hattest nur zufällig >wichtige Vepflichtungen<, als sie dich brauchten, und das ja keine Gegenleistung für ihre Geschenke erwartet wurde, gibt es schließlich keinen Grund zur Verärgerung.
Normalerweise merkt der Vampir, wenn seine Methoden entdeckt worden sind und wird nicht länger auf der Sache herumreiten. Er wird seine Zeit nicht weiter mit dir vergeuden, sondern sich sein nächstes ahnungsloses Opfer suchen.
Es kommt jedoch vor, daß der Vampir nicht ohne weiteres locker läßt und alles nur mögliche versuchen wird, um dich zu quälen. Er kann viel Zeit darauf verwenden, denn wenn er erst einmal zurückgewiesen worden ist, wird er alles andere (das wenige andere, das er sonst noch hat) vernachlässigen, um ununterbrochen auf Rache zu sinnen, auf die er ein Recht zu haben glaubt.
Aus diesem Grund ist es das beste, einer Bekanntschaft mit Menschen dieser Art von Anfang an aus de Weg zu gehen. Du fühlst dich von ihrer >Schmeichelei< und ihrer Abhängigkeit von dir am Anfang vielleicht geehrt, und du findest ihre materiellen Geschenke reizvoll, aber später wirst du alles vielfach zurückzahlen müssen.
Verschwende deine Zeit nicht auf Menschen, die dich letztendlich zerstören, sondern konzentriere dich statt dessen auf diejenigen, die deine Verantwortung ihnen gegenüber zu schätzen wissen und sich dir gegenüber auch verantwortlich fühlen.
Und wenn du ein psychischer Vampir bist - dann höre zu! Nimm dich vor dem Satanisten in Acht - er ist bereit und gewillt, dir voller Schadenfreude den sprichwörtlichen Pfahl ins Herz zu rammen!

SINNESFREUDE DURCH HINGABE - OHNE ZWANG
Die höchste Ebene der menschlichen Entwicklung ist, sich seiner Körperlichkeit bewußt zu sein!
Der Satanismus bestärkt seine Anhänger darin, ihren natürlichen Trieben nachzugeben. Nur so kann man völlig zufrieden und ohne Frustrationen leben, die für einen selbst und andere schädlich sein können. Deshalb lautet die einfachste Beschreibung der satanischen Denkweise:
Sinnesfreude anstatt Enthaltsamkeit!
Die Menschen verwechseln oft Zwang mit Sinnesfreude, aber zwischen beiden besteht ein großer Unterschied. Zwang entsteht niemals aus Sinnesfreude, sondern dadurch, daß man nicht zur Sinnesfreude fähig ist. Wenn etwas tabuisiert wird, verstärkt sich nur das Verlangen danach, es zu tun. Jeder tut gern Dinge, die man ihm verboten hat. >Die verbotenen Früchte sind die süßesten<.
Websters enzyklopädisches Wörterbuch erklärt Sinnesfreude (indulgence) folgendermaßen: > Sich einer Sache hingeben; sich nicht zurückhalten oder widersetzen; freien Lauf lassen; Befriedigung durch Hingeben, gewähren lassen<. Die Definition des Begriffes Zwang im gleichen Lexikon lautet: >Der Vorgang des Bezwingens oder Antreibens mittels physischer oder psychischer Gewalt; Bezwingen des Willens; (zwingend, obligatorisch).< Mit anderen Worten, Sinnesfreude schließt die freie Wahl mit ein, während Zwang das Fehlen von Auswahlmöglichkeiten bedeutet.
Hat jemand keine Möglichkeit, seine Bedürfnisse auszuleben, so stauen sich diese schnell auf und werden zu Zwängen. Wenn alle die Möglichkeit hätten, ihre persönlichen Bedürfnisse in regelmäßigen Abständen an einen bestimmten Ort auszuleben, ohne Angst vor Peinlichkeit oder Vorwürfen, wären sie so ausgeglichen, daß sie ein Alltagsleben ohne Frustrationen führen könnte. Befreit könnten sie voller Schwung jede Verpflichtung auf sich zu nehmen, die zu übernehmen sie sich ausgesucht haben, anstatt halbherzig und ohne Kreativität an die Arbeit zu gehen, da sie ihre natürlichen Triebe verleugnen müssen. Das trifft jedenfalls in den meisten Fällen zu. Es gibt aber auch solche Menschen, die besser unter Druck arbeiten.
Allgemein gesehen, sind es meistens die künstlerischen Berufe, die einen gewissen Druck brauchen, um ihre Fähigkeiten voll zu entfalten. Das bedeutet aber nicht, daß alle Künstler so veranlagt sind. Im Gegenteil, viele Künstler können erst richtig kreativ arbeiten, wenn sie ihre grundlegenden animalischen Bedürfnisse befriedigt haben.
Meistens sind es jedoch nicht die Künstler oder Individualisten, denen es an der Möglichkeit zum Ausleben ihrer Bedürfnisse fehlt, sondern die durchschnittlichen Männern und Frauen der Mittelschicht. Es ist eine Ironie, daß ausgerechnet der verantwortungsbewußte, repektable Mensch - derjenige, der die Rechnungen der Gesellschaft begleicht - derjenige ist, der am wenigsten zurückbekommt. Er muß ständig auf seine >moralischen Verpflichtungen< achten und wird verurteilt, wenn er sich ganz normal seinen natürlichen Bedürfnissen hingibt.
Die satanische Religion hält dies für eine grobe Ungerechtigkeit. Derjenige, der seinen Verpflichtungen nachkommt, sollte vorrangig ein Recht auf Vergnügungen seiner Wahl haben, ohne Zensur durch die Gesellschaft, der er dient.
Endlich wurde eine Religion (Satanismus) geschaffen, die diejenigen, die die Gesellschaft, in der sie leben, unterstützen, lobt und belohnt, anstatt sie für ihre natürlichen Triebe zu verurteilen.
Aus jeder Sammlung von Grundsätzen (seien sie religiös, politisch oder philosophisch) kann etwas Gutes abgeleitet werden. Aus Hitlers wahnsinnigem Konzept ragt ein Punkt heraus als leuchtendes Beispiel dafür - >Kraft durch Freude!<. Hitler war nicht verrückt, als er den Deutschen Glück für ihr persönliches Leben versprach, um sich ihre Treue zu sichern und sie zu Höchstleistungen anzutreiben.
Es ist längst erwiesen, daß die meisten Krankheiten psychosomatisch bedingt sind und daß psychosomatische Krankheiten eine direkte Folge von Frustrationen sind. Man sagt >die Guten sterben jung.< Die Guten, nach christlichen Maßstäben, sterben wirklich jung. Es ist die Frustration unserer natürlichen Triebe, die zu einem vorzeitigen Verfall unserer geistigen und körperlichen Verfassung führt.
Es ist modern, sich auf die Vervollkommnung von Gemüt und Geist zu konzentrieren und zu glauben, daß es primitiv, ordinär und ungehobelt ist, seinem Körper (der doch die eigentliche Hülle ist, ohne die Gemüt und Geist gar nicht existieren könnten), Freude zu bereiten. Dabei haben in letzter Zeit die meisten Menschen, die sich für emanzipiert halten, die Normalität nur verlassen, um in die Idiotie zu >transzendieren<! Indem sie ihren Hintern krümmen, bis sie ihren Bauchnabel treffen und sich von wilden und exotischen Diäten wie braunem Reis und Tee ernähren, glauben sie, sie würden ein hohes Niveau geistiger Entwicklung erreichen.
>Unsinn!< sagt der Satanist. Er ißt lieber was Leckeres, übt seine Imaginationskraft und transzendiert mittels physischer und emotionaler Erfüllung. Nach Meinung des Satanisten müßte doch jeder froh sein, nach so vielen Jahrhunderten unsinniger religiöser Vorschriften endlich einmal Mensch sein zu dürfen!
Falls jemand glaubt, daß er die Mittelmäßigkeit vermeiden kann, indem er seine natürlichen Bedürfnisse unterdrückt, dann sollte er sich die östlichen, mystischen Religionen ansehen, die sich seit einigen Jahren einer großen Beliebtheit erfreuen. Das Christentum ist ein >alter Hut<, deshalb haben sich diejenigen, die diesen Fesseln entrinnen wollen, den sogenannten >erleuchtenden Religionen<, wie dem Buddhismus zugewandt. Obwohl das Christentum seine Kritik verdient hat, wird ihm vielleicht mehr Schuld als gerechtfertigt ist zugewiesen. Den Anhängern des mystischen Glaubens mangelt es genauso wie den >fehlgeleiteten< Christen an Menschlichkeit. Beide Religionen basieren auf abgedroschenen Philosophien, aber die mystisch Frommen beteuern, erleuchtet und befreit zu sein von dem schuldbelasteten Dogma, das typisch für das Christentum ist. Die östliche Mystik ist noch mehr darum besorgt als der Christ, alle animalischen Handlungen zu vermeiden, die ihn daran erinnern, daß er kein >Heiliger< ist, sondern lediglich ein Mensch - nur in anderer Form als ein Tier, manchmal besser, häufig jedoch schlechter als die Vierbeiner, da er aufgrund seiner >göttlichen geistigen und inellektuellen Entwicklung< zum bösartigsten aller Tiere geworden ist.
Der Satanist fragt: > Was ist falsch daran, sowohl menschliche Grenzen als auch Fähigkeiten zu haben?< Indem er seine Wünsche verleugnet hat, kommt der Mystiker der Überwindung von Zwängen genauso wenig näher wie seine gleichgesinnte Seele, der Christ. Die mystischen östlichen Religionen haben dem Menschen beigebracht, ihren Bauchnabel zu betrachten, auf dem Kopf zu stehen, nackte Wände anzustarren, sich nicht zu schmücken, und sich gegen jedes Verlangen nach materialistischen Freuden zu disziplinieren. Nichtsdestotrotz bin ich sicher, daß du schon genauso viele sogenannte Yogis gesehen hast, die wie jeder andere, nicht auf das Rauchen verzichten können; oder genauso viele angeblich emanzipierte Buddhisten, die ebenso erregt werden, wie >weniger bewußte< Menschen, wenn sie mit dem anderen - oder in manchen Fällen auch dem gleichen - Geschlecht konfrontiert werden. Wenn man sie allerdings nach dem Grund für ihre Heuchelei fragt, ziehen sie sich auf die Zweideutigkeit zurück, die für ihren Glauben kennzeichnend sind - niemand kann sie festnageln, wenn keine klaren Antworten gegeben werden!
Der einzige Grund, der diese Menschen dazu gebracht hat, eine Religion der Abstinenz zu predigen, ist die Sinnesfreude. Ihr zwanghafter Masochismus ist der Grund, warum sie sich eine Religion ausgesucht haben, die nicht nur die Selbstverleugnung befürwortet, sondern sie dafür lobt; auf diese Weise haben sie einen sakrosankten Weg für ihre mesochistischen Bedürfnisse gefunden. Je mehr sie ertragen können, um so heiliger werden sie.
Der Masochismus ist für die meisten Menschen eine Zurückweisung der Sinnesfreude. Der Satanismus deckt die tiefergehenden Gründe auf und hält den Masochismus dagegen dann für eine Art Sinnesfreude, wenn der Versuch, jemanden von seinen masochistischen Neigungen abzubringen, auf Unwillen und/oder Mißerfolg trifft. Der Satanist verurteilt diese Menschen nicht, weil sie ein Ventil für ihre masochistischen Bedürfnisse gefunden haben, aber er empfindet eine große Verachtung denjenigen gegenüber, die nicht ehrlich genug sein können (wenigstens sich selbst gegenüber), ihren Masochismus als einen natürlichen Teil ihrer Persönlichkeit zu erkennen und zu akzeptieren.
Eine Religion als Entschuldigung für Masochismus zu gebrauchen, ist schon schlimm genug, aber diese Menschen haben obendrein noch die Unverschämtheit, sich denjenigen gegenüber erhaben zu fühlen, die ihre Fetische verleugnen! Diese Menschen wären die ersten, die einen anderen verurteilen, der seine wöchentliche Befriedigung darin gefunden hat, sich von jemanden durchprügeln zu lassen, und der sich dadurch von dem Druck befreit , der ihn sonst zu einem zwanghaften Kirchgänger oder religiösen Fanatiker machen würde. Indem er ein Ventil für seine masochistische Veranlagung findet, braucht er sich nicht mehr zu erniedrigen und zu verleugnen, wie es diese zwanghaften Masochisten tun.
Die Satanisten werden ermutig, den sieben Todsünden frönen, womit sie niemandem wehtun; denn diese wurden von der christlichen Kirche nur erfunden, um ihren Anhängern Schuldgefühle zu verursachen. Die christliche Kirche weiß genau, daß niemand diesen Sünden entgehen kann, da es alles Dinge sind, die wir Menschen von Natur aus tun. Wenn diese Sünden dann unvermeidlich begangen worden sind, bietet die Kirche finazielle Möglichkeiten, sich bei Gott >freizukaufen< und somit das Gewissen des Gemeidemitglieds reinzuwaschen!
Satan hat noch nie ein Regelbuch benötigt, da die Lebenskraft von sich aus dafür sorgt, daß der Mensch >sündhaft< und fest entschlossen ist, sich und seine Gefühle zu erhalten. Nichtsdestotrotz wird versucht, seinen Körper und seine Existenz und seiner >Seele< willen zu demoralisieren, was nur beweißt, wie irreführend und mißbräuchlich die Begriffe >Sinnesfreude< und >Zwang< verwendet werden.
Sexuelle Handlungen werden vom Satanismus als selbstverständlich akzeptiert und befürwortet, aber die Tatsache, daß er die einzigeReligion ist, die diesen Standpunkt einnimmt, ist offensichtlich der Grund, warum immer so viel darüber geschrieben wird.
Da die meisten Menschen Religionen angehören, die sie sexuell unterdrückt, ist es normal, daß alles, was zu diesem provokativen Thema geschrieben wird, eine reizvolle Lektüre bietet.
Wenn alle Versuche, etwas zu verkaufen (sei es ein Produkt oder eine Idee) mißlungen sind - mit Sex klappt es immer. Der Grund dafür ist, daß, obwohl die Menschen Sex heutzutage bewußt als normale und notwendige Funktion akzeptieren, ihr Unterbewußtsein immer noch an das Tabu gebunden ist, das die Religion ihnen auferlegt hat. Und darum wird das, was ihnen verweigert wird, um so heftiger begehrt. Das Schreckgespenst Sex überschattet in der Literatur über die satanische Weltanschauung alles andere, was sonst noch über Satanismus geschrieben wurde.
Der wahre Satanist wird vom Sex nicht mehr beherrscht als von irgendwelchen anderen Bedürfnissen, die er hat. Wie bei allen anderen angenehmen Dingen beherrscht der Satanist den Sex, anstatt von ihm beherrscht zu werden. Weder ist er der perverse Teufel, der nur darauf wartet, jede Jungfrau zu schänden, noch ist er degeneriert und lungert verstohlen in >schmutzigen< Buchläden herum und sabbert dort über den >schlimmen< Bildern. Wenn Pornographie genau das ist, was er sich gerade wünscht, dann kauft er sich eben, ohne sich zu schämen, einige >Stücke seiner Wahl< und liest sie, wann es ihm paßt und ohne Schuldgefühle.
>Wir müssen akzeptieren, daß der Mensch wegenseiner dauernden Unterdrückung verärgert ist, aber wir müssen alles tun, um die sündhaften Bedürfnisse der Menschen wenigstens abzumildern, sonst rennen sie zügellos in dieses neue Zeitalter<, sagen die frommen Eiferer des Pfades zur Rechten dem fragenden Satanisten. >Warum glaubt ihr immer noch, daß diese Bedürfnisse sündhaft sind und unterdrückt werden müssen, wenn ihr jetzt doch zugebt, daß sie natürlich sind?< entgegnet der Satanist. Könnte es sein, daß die Weißlichter ein wenig >angesäuert< sind, weil sie nicht vor den Satanisten auf die Idee gekommen sind, eine Religion zu schaffen, der man gern folgt; und würden sie in Wahrheit nicht vielleicht auch lieber ein bißchen mehr Freude am Leben haben, können dies aber nicht zugeben, um ihr Gesicht nicht zu verlieren? Und befürchten sie vielleicht, daß die Leute, wenn sie vom Satanismus hören, sagen: >Das ist etwas für mich - warum soll ich weiter einer Religion folgen, die mich für alles, was ich tue, verurteilt, obwohl eigentlich gar nichts an mir verkehrt ist?< Der Satanist denkt, daß dies mehr als wahrscheinlich ist.
Zwar gibt es viele Beispiele dafür, daß die alten Religionen immer mehr von ihren lächerlichen Beschränkungen aufgeben, aber wenn die ganze Religion auf Abstinenz anstatt Sinnesfreude (wie es eigentlich sein sollte) basiert, dann bleibt nach der Modernisierung wenig übrig, was den heutigten Bedürfnissen des Menschen entspricht. Warum also Zeit vergeuden und >auf ein totes Pferd setzen<?
Die Parole des Satanismus lautet >SINNESFREUDE< anstatt >Enthaltsamkeit<. ABER sie bedeutet nicht >Zwang<.

ÜBER DAS MENSCHENOPFER
Der mutmaßliche Grund für ein Opferritual ist, die Energie aus dem Blut eines frisch geschlachteten Opfers in die Atmosphäre der magischen Arbeit einzubringen und dadurch die Erfolgschancen des Magiers zu vergrößern.
Da Blut Lebenskraft bedeutet, nehmen die >Weiß-Magier< an, daß es keinen besseren Weg gibt, die Götter oder Dämonen zu besänftigen, als ihnen eine ausreichende Menge davon anzubieten. Wenn man diese These mit der Tatsache verbindet, daß eine sterbende Kreatur reichlich Adrenalin und andere biochemische Energien ausschüttet, so hat man scheinbar eine unschlagbare Kombination.
Sa dem >Weiß-Magier< natürlich klas ist, welche Konsequenzen die Ermordung eines Menschen nach sich zieht, verwendet er für seine Zeremonien Vögel, Hühner oder andere >niedere< Lebewesen. Offensichtlich empfinden diese scheinheiligen Schurken keine Schuld, wenn sie anstatt eines Menschen ein anderes Leben vernichten.
Ein >Magier<, der seinen Namen verdient, ist dagegen fähig genug, die nötige Kraft aus seinem eigenen Körper zu gewinnen, anstatt aus einem unfreiwilligen und unschuldigen Opfer!
Entgegen allen herkömmlichen magischen Theorien wird die Freisetzung dieser Kraft nicht durch das Blutvergießen erreicht, sondern durch den Todeskampf der lebenden Kreatur! Diese Entladung bioelektrischer Energie ist dasselbe Phänomen, das bei einer heftigen Zunahme von Gefühlen auftritt, wie z.B. ein Orgasmus, blinder Zorn, tödlicher Schrecken, verzehrender Kummer etc. Von diesen Gefühlsregungen sind Orgasmus und Wut diejenigen, die man am einfachsten durch eigene Willenskraft erzeugen kann: Als drittes folgt der Kummer. Wenn man bedenkt, daß zwei der drei Regungen, die am leichtesten erzielt werden können (Orgasmus und Wut), den Menschen als >sündhaft< ins Unterbewußtsein eingebrannt wurden, so ist es kein Wunder, daß diese von den >Weiß-Magiern<, die riesige Mühlsteine an Schuld mit sich herumschleppen, gemieden werden!
Die hemmungslose und dumme Absurdität, auf dem Höhepunkt eines Rituals ein unschuldiges Lebewesen zu töten, wie es von einstigen >Hexern< praktiziert wurde, hielten sie offentsichtlich für das >geringere Übel<, um eine Energieentladungen zu erzeugen. Diese armen, schuldbewußten Irren, die sich selbst Hexen oder Hexer nannten, hackten lieber eines Ziege oder einem Huhn den Kopf ab, um ihren Todeskampf für sich zu nutzen, als die >gotteslästerliche< Tapferkeit zu besitzen, vor dem Jehova zu masturbieren, dessen Existenz sie angeblich verleugnen! Der einzige Weg, durch den diese mystischen Feiglinge sich rituell freisetzen können, ist die Qual des Todes eines anderen (eigentlich stellvertretend für ihren eigenen) anstatt sich mit den Kräften zu befassen, die Leben erzeugen! Diejenigen, die auf dem Pfad des weißen Lichtes wandeln, sind die eigetlichen Kalten und die Toten! Kein Wunder, daß diese Kichererbsen der >mystischen Weisheit< sich in schützende Kreise stellen und die >bösen< Kräfte bannen müssen, um sich vor Angriffen zu schützen - EIN EINZIGER GUTER ORGASMUS WÜRDE SIE WAHRSCHEINLICH TÖTEN!
Das Menschenopfer in einem satanischen Ritual bedeutet nicht, daß das Opfer geschlachtet wird, um >die Götter zu besänftigen<. Das Opfer wird symbolisch durch einen Spruch oder Fluch zerstört. Dies führt zu körperlichen, geistigen oder emotionalen Vernichtung des >Opfers<, auf eine Art und Weise, die nicht dem Magier zugeschrieben werden kann.
De einzige Grund für ein solches Menschenopfer wäre, wenn es einen doppelten Zweck erfüllt: Den Zorn des Magiers freizusetzen, indem er einen Fluch ausstößt, und, weitaus wichtiger, um ein völlig widerwärtiges Individuum, das es nicht anders verdient hat, loszuwerden.
Ein Satanist würde unter keinen Umständen ei Tier oder ein Baby opfern! Jahrhundertelang haben die Propagandisten des Pfades zur Rechten getratscht über die angeblichen Opferungen kleiner Kinder und übbiger Jungfrauen durch Teufelsanbeter. Man sollte meinen, daß bei derart vorurteilsbeladenen Quellen jeder, der solche abscheulichen Geschichten hört oder liest, sofort ihren Wahrheitsgehalt anzweifelt. Im Gegenteil, wie bei allen >heiligen< Lügen, die vorbehaltlos geglaubt werden, wird diese Unterstellung bis heute aufrechterhalten!
Es gibt vernünftige und logische Gründe, warum der Satanist keine solchen Opferungen vollzieht. Der Mensch, das Tier, ist eine Gottheit für den Satanisten. Die reinste Form fleischlicher Existenz lebt in den Körpern von Tieren und Menschenkindern, die noch nicht alt genug sind, sich ihren natürlichen Bedürfnissen zu verweigern. Sie können Dinge wahrnehmen, die der durchschnittliche Erwachsene niemals wahrnehmen würde. Deshalb sind dem Satanisten diese Lebewesen heilig, da er weiß, daß er viel von diesen natürlichen Zauberern lernen kann.
Der Satanist kennt den Brauch von denjenigen, die auf dem Pfad von Agarthi wandeln; die Vernichtung des Gottes. Da die Götter immer nach der Vorstellung des Menschen geschaffen wurden - und der Durchschnittsmensch haßt, was er in sich selbst sieht - muß das Unvermeidliche geschehen: die Opferung des Gottes, der ihn selbst darstellt. Der Satanist haßt weder sich noch die Götter, die er sich eventuell wählt und hat kein Verlangen danach, sich selbst zu zerstören oder etwas, das für ihn steht! Aus diesem Grund könnte er nie einem Tier oder einem Kind absichtlich Schaden zufügen.
Es stellt sich die Frage, >Wer kommt dann als geeignetes Menschenopfer infrage und wie muß jemand befähigt sein, um über eine solche Person zu urteilen?< Die Antwort ist brutal einfach. Jeder, der dir Unrecht getan hat - jemand, der >seinen Weg verlassen hat<, um dich zu verletzen und dir und denjenigen, die dir lieb sind, absichtlich Ärger und Kummer zu bereiten. Kurzgesagt, jemand der durch seine Taten geradewegs dazu aufruft, verflucht zu werden.
Wenn jemand durch sein verwerfliches Benehmen praktisch danach schreit, vernichtet zu werden, dann ist es wirklich deine moralische Pflicht, diesem Wunsch nachzukommen. Derjenige, der jede Gelegenheit nutzt, um auf anderen >herumzuhacken<, wird oft fälschlicherweise >Sadist< genannt. In Wirklichkeit ist er jedoch ein irregeleiterter Masochist, der auf seine eigene Zerstörung hinarbeitet. Der Grund, weshlab dich jemand bösartig angreift, ist entweder, weil er vor dir oder dem, was du verkörperst, Angst hat oder weil er dir dein Glück neidet. Er ist schwach, labil und bewegt sich auf schwankendem Boden, wenn du ihn mit deinem Fluch belegst, und er ist das ideale Menschenopfer!
Manchmal kann man leicht über die Missetaten des Opfers deines Fluches hinwegsehen, wenn man bedenkt, wie >unglückliche< diese Person in Wirklichkeit ist. Es ist aber längst nicht so einfach, die zerstörerischen Fußspuren deines Gegners zurückzuverfolgen und die Schäden wiedergutzumachen, die er verursacht hat.
Das >ideale Opfer< ist vielleicht emotional labil, kann aber trotzdem mit seinen Machenschaften deinem Ungestörtsein oder guten Ruf ernsthaften Schaden zufügen. >Geisteskrankheit<, >Nervenzusammenbrüche<, >Unausgeglichenheit<, >Angstzustände<, >zerrüttete Familien<, >Rivalitäten unter Geschwistern< usw. mußten schon immer als bequeme Ausreden für bösartige und unverantwortliche Handlungen herhalten. Jeder, der sagt, >wir müssen versuchen, diejenigen zu verstehen, die anderen unverdientermaßen das Leben schwer machen<, unterstützt und fördert ein gesellschaftliches Krebsgeschwür! Die Verteidiger dieser fanatischen Menschen verdienen, daß man ihnen gehörig auf die Finger klopft!
Verrückte Hunde werden erschlagen, und sie hätten eher Hilfe nötig als der Mensch, der das Thema irrationales Verhalten zu leicht nimmt! Es ist einfach zu sagen, >Na und! - diese Leute sind labil, die können mich nicht verletzen!< Aber es bleibt dabei - wenn sie die Möglichkeit haben, zerstören sie dich!
Deshalb hast du absolut das Recht, sie (symbolisch) zu vernichten, und wenn dein Fluch ihre Zerstörung bewirkt, dann freue dich darüber, daß du es warst, der die Welt von dieser Pest befreit hat! Wenn sich jemand an deinem Erfolg oder Glück stört, schuldest du ihm nichts! Er soll zertrampelt werden! Wenn die Menschen die Konsequenzen ihrer Taten ausbaden müßten, würden sie es sich zweimal überlegen!

LEBEN NACH DEM TOD DURCH SELBSTERFÜLLUNG
Der Mensch weiß, daß er eines Tages sterben muß. Auch andere Tiere wissen, wenn der Tod naht, daß sie sterben müssen; aber erst wenn der Tod sicher ist, fühlt das Tier seinen bevorstehenden Abschied von dieser Welt. Und selbst dann wissen sie nicht genau, was Sterben bedeutet. Es wird oft behauptet, daß Tiere den Tod dankbar annehmen, ohne Angst oder Widerstand. Das ist eine schöne Vorstellung, die aber nur in den Fällen stimmt, wenn der Tod für das Tier unvermeidlich ist.
Wenn ein Tier krank oder verletzt ist, wird es mit aller Kraft, die ihm noch bleibt, um sein Leben kämpfen. Dieser unerschütterliche Lebenswille würde auch dem Menschen, wenn er nicht so >hochentwickelt< wäre, den Kampfgeist geben, den er zum Überleben braucht.
Es ist eine bekannte Tatsache, daß viele Menschen einfach sterben, weil sie aufgegeben haben und ihnen alles egal ist. Das ist verständlich, wenn jemand sehr krank ist und keine Hoffnung auf Heilung sieht. Aber dies ist oft nicht der Fall. Der Mensch ist faul geworden. Er hat gelernt, den bequemsten Weg zu gehen. Sogar Selbstmord ist für viele Menschen inzwischen weniger abstoßend als manche andere Sünde. Die ist ganz allein die Schuld der Religion.
Der Tod wird in den meisten Religionen al s großes geistiges Erwachen gepriesen - eines, auf das man sich sein Leben lang vorbereitet. Diese Vorstellung ist sehr ansprechend für jemanden, der kein befriedigendes Leben gehabt hat; aber für diejenigen, die alle Freuden, die das Leben zu bieten hat, erfahren haben, ist mit dem Sterben eine große Furcht verbunden. Und so sollte es auch sein. Es ist diese Lust am Leben, die dem vitalen Menschen ermöglicht, nach dem unvermeidlichen Tod seiner fleischlichen Hülle weiterzuleben.
Die Geschichte zeigt, daß alle Menschen, die ihr Leben für ein Ideal gegeben haben, als Märtyrer vergöttert werden. Religiöse und politische Führer waren schon immer sehr raffiniert beim Aushecken ihrer Pläne. Indem sie ihren Zeitgenossen den Märtyrer als leuchtendes Beispiel hinstellen, verhindern sie die Reaktion des gesunden Menschenverstands, daß vorsätzliche Selbstzerstörung jeder tierischen Logik widerspricht. Für den Satanisten ist Märtyrertum und allgemeiner Heldenmut keine Integrität sondern Dummheit. Dies trifft natürlich nicht zu in Situationen, in denen die Sicherheit eines geliebten Menschen auf dem Spiel steht. Aber sein eigenes Leben für so etwas Unpersönliches wie religiöse oder politische Motive hinzugeben ist das allerletzte an Masochismus!
Das Leben ist die große Sinnesfreude; der Tod die große Enthaltsamkeit. Für jemanden, der mit seinem irdischen Dasein zufrieden ist, ist das Leben ein Fest; und niemand verläßt gern ein gutes Fest. Aus dem gleichen Grund wird derjenige, der das Leben auf Erden genießt, dieses nicht gern für das Versprechen eines Lebens nach demTod aufgeben, über das er nichts weiß.
Die östlichen mystischen Religionen bringen den Menschen bei, sich gegen jeden bewußten Erfolgswillen zu disziplinieren, damit sie mit dem >universellen kosmischen Bewußtsein< verschmelzen - also gegen alles, was zu einem gesunden Gefühl der Befriedigung oder des ehrlichen Stolzes auf irdische Erfolge führt!
Es ist interessant festzustellen, daß in Gegenden, in denen dieser Glaube gedeiht, materieller Reichtum nicht so einfach zu erzielen ist. Aus diesem Grund muß der vorherrschende religiöse Glaube seine Anhänger haben, wenn sie materielle Dinge ablehnen und eine Ausdrucksweise vermeiden, die auf eine gewisse materialistische Wertschätzung hindeutet. Auf diese Art können die Menschen soweit besänftigt werden, daß sie ihr Los akzeptieren, egal wie gering ihr Auskommen sein mag.
Der Satanismus verwendet viele Ausdrucksformen. Wenn es keine Beziehungen gäbe, würden nur wenige von uns etwas im Leben verstehen, geschweige denn eine Bedeutung damit verbinden - und Bedeutung führt zum Verstehen, etwas, das jeder will, speziell die östliche Mystik, die jedem beizubringen versucht, wie er noch länger meditieren oder noch größeren Mangel oder Schmerz ertragen kann als sein Mitmensch.
Die östlichen Philosophien predigen die Zerstörung des menschlichen Selbstvertrauens, damit es nicht sündigen kann. Es ist für den Satanisten unergründlich, wie man sich ein Selbstvertrauen vorstellen soll, das sich selbst verleugnet.
Es ist klar, daß in Ländern, wo diese Taktik als Beruhigungsmittel für die willig verarmten Menschen eingesetzt wird, eine Philosophie, die die Verneinung des Selbstbewußtseins lehrt, einer nützlichen Absicht dient - wenigstens für die Mächtigen, denn für sie wäre es zum Nachteil, wenn ihr Volk unzufrieden wäre. Aber wer jede Möglichkeit zu materiellem Gewinn hat, muß doch verrückt sein, sich diese religiöse Denkensweise auszusuchen!
Die östliche Mystik glaubt fest an die Wiedergeburt. Für einen Menschen, der praktisch nichts in diesem Leben hat, mag die Vorstellung, in einem früheren Leben eventuell ein König gewesen zu sein oder es im nächsten Leben zu werden, sehr attraktiv zu erscheinen und trägt dazu bei, sein Bedürfnis nach Selbstrespekt zu befriedigen. Wenn es nichts gibt, auf das er in diesem Leben stolz sein kann, dann tröstet er sich mit dem Gedanken: >Es gibt immer noch die zukünftigen Leben<. Es fällt dem Menschen, der an die Wiedergeburt glaubt, einfach nicht auf, daß sein Vater, Großvater und Urgroßvater etc. kein >gutes Karma< entwickeln konnte, obwohl sie doch alle den gleichen Glauben und die gleichen ethischen Vorstellungen hatten wie er - denn warum lebt er wohl jetzt in Entbehrung und nicht wie ein Maharadscha?
Der Glaube an die Wiedergeburt führt in eine wunderschöne Phantasiewelt, in der man den geeigneten Weg finden kann, sein Selbstvertrauen auszudrücken und gleichzeitig behaupten kann, es aufgelöst zu haben. Das spiegelt sich auch in den Rollen wider, die sich die Menschen für ihr vergangenes oder zukünftiges Leben vorstellen.
Wer an die Wiedergeburt glaubt, sucht sich nicht immer einen ehrenwerten Charakter aus. Wenn er eine respektable und konservative Persönlichkeit ist, wird er oft einen schillernden Schurken oder Gangster wählen und befriedigt damit die andere Seite seines Ichs. Und eine Frau, die einen hohen sozialen Status genießt, wählt z.B. eine Hure oder eine berühmte Kurtisane für die Beschreibung ihrer Rolle in einem früheren Leben.
Wenn die Menschen sich von dem Stigma, das mit ihrer persönlichen Selbsterfüllung verbunden ist, trennen könnten, müßten sie sich nicht mit solchen Spielen etwas vormachen, wie an die Wiedergeburt zu glauben als ein Mittel, ihr natürliches Bedürfnis nach Selbstbewußtsein zu befriedigen.
Der Satanist glaubt an seine vollkommene Selbstverwirklichung. Der Satanismus ist in der Tat die einzige Religion, die die Förderung oder Stärkung des Selbstvertrauens befürwortet. Nur wer ausreichend Selbstvertrauen besitzt, kann es sich leisten, gütig und höflich zu anderen zu sein, ohne seinen Selbstrespekt zu verlieren. Wir denken immer, ein Angeber habe ein starkes Selbstbewußtsein; aber in Wirklichkeit entsteht seine Angeberei aus dem Bedürfnis, sein unterentwickeltes Selbstbewußtsein zu befriedigen.
Die religiösen Führer haben ihre Anhänger immer durch die Unterdrückung des Selbstvertrauens bei der Stange gehalten. Indem sie ihren Anhängern das Gefühl der Unterlegenheit geben, wird die Ehrfurcht für ihren Gott gesichert. Der Satanismus ermutigt seine Mitglieder, ein ordentlich starkes Ego zu entwickeln, das ihnen den notwendigen Selbstrespekt für ein kraftvolles Leben auf dieser Erde gibt.
Wenn ein Mensch sein ganzes Leben lang vital war und bis zum Ende um seine irdische Existenz gekämpft hat, dann weigert sich sein Selbstbewußtsein zu sterben, selbst nach dem Tod des Körpers, in dem es untergebracht war. Kleine Kinder sind um ihre sprühende Begeisterung für das Leben zu beneiden. Dies wird deutlich an dem Kind, das nicht ins Bett will, weil etwas Aufregendes im Gange ist, und wenn es ins Bett gelegt wird, schleicht es sich die Treppe hinunter und guckt heimlich hinter dem Vorgang hervor. Diese kindliche Lebendigkeit ist es, die es dem Satanisten ermöglicht, durch den Schleier von Finsternis und Tod zu schauen und erdverbunden zu bleiben!
Selbstaufopferung wird von der satanischen Religion nicht befürwortet. Falls es sich nicht um eine extreme Situation handelt, in der der Tod eine Erlösung von einem unerträglichen Leben auf Erden bedeutet, wird Selbstmord vom Satanismus mißbilligt.
Die religiösen Märtyrer haben sich nicht das Leben genommen, weil es für sie unerträglich war, sondern um ihr höchstes Opfer als Werkzeug einzusetzen, den religiösen Glauben zu fördern. Wir müssen daraus schließen, daß Selbstmord, wenn er für die Kirche begangen wird, verziehen und sogar gefördert wird - obwohl ihre Schriften ihn als eine schwere Sünde bezeichnen - denn die alten religiösen Märtyrer wurden immer verehrt und vergöttert.
Es ist ziemlich merkwürdig, daß der Selbstmord von anderen Religionen nur dann für Sünde gehalten wird, wenn er freudig geschieht.

RELIGIÖSE FEIERTAGE
Der höchste aller Feiertage der satanischen Religion ist der eigene Geburtstag. Dies steht in direktem Widerspruch zum heiligsten der heiligen Tage anderer Religionen, die einen bestimmten Gott anbeten, den sie als ihr Ebenbild in anthropomorpher Form erschaffen haben, und dadurch zeigen, daß sie ihr Selbstbewußtsein gar nicht begraben haben.
Der Satanist denkt:>Warum sollte man nicht so ehrlich sein und den Gott, den man sich vorstellt, als sich selbst vorstellen.< Jeder Mensch ist ein Gott, wenn er sich selbst als Gott anerkennt. So feiert der Satanist seinen eigenen Geburtstag als wichtigsten Feiertag des Jahres. Bist du denn nicht glücklicher über deine Geburt als über die Geburt von jemandem, den du überhaupt nicht kennst? Oder, mal abgesehen von den religiösen Feiertagen, warum sollte man dem Geburtstag eines Präsidenten oder irgend einem Datum der Geschichte mehr Aufmerksamkeit schenken als dem Tag, an dem wir auf diese großartigste aller Welten gekommen sind?
Selbst wenn einige von uns nicht gewollt oder zumindest nicht geplant waren, sind wir doch froh, hier zu sein, auch wenn es sonst niemand ist! Du sollst dir auf die Schulter klopfen, dir kaufen, worauf du Lust hast, dich behandeln wie den König (oder der Gott), der du bist, und Deinen Geburtstag so aufwendig und prunkvoll wie nur möglich begehen.
Nach dem eigenen Geburtstag sind die Walpurgisnacht und Halloween oder All Hallow´s Eve (Vorabend vom Allerheiligen) die beiden wichtigsten Feiertage.
St. Walpurgis - auch Walpurga oder Walburga, je nach Epoche und Region, wurde in Sussex gegen Ende des siebten oder Anfang des achten Jahrhunderts geboren und in Winburn, Dorset, erzogen, wo sie, nachdem sie den Schleier nahm, 27 Jahre lang blieb. Sie zog dann, auf Drängen ihres Onkels, St. Bonifazius und ihres Bruders St. Willibald, mit einigen Nonnen nach Deutschland, wo sie religiöse Ansiedlungen gründete. Ihre erste Niederlassung war in Bischofsheim in der Diözese von Mainz, und zwei Jahre später wurde sie Äbtissin des Benediktinerinnenklosters in Heidenheim, in der Diözese von Eichstadt, Bayern, die ihrem Bruder Willibald unterstellt war. Dort wurde zur gleichen Zeit ein anderer ihrer Brüder, Winnebald, Vorsteher eines Mönchsklosters. Als er 760 starb, wurde sie seine Nachfolgerin und führte die Oberaufsicht über beide Häuser bis zu ihrem Tod am 25. Februar 779. Ihre Reliquien wurden nach Eichstadt gebracht und in einer Höhle begraben, aus der eine Art bituminöses Öl austrat, später bekannt als Walpurgisöl, dem man eine wundersame Wirkung gegen Krankheiten nachsagte. Die Höhle wurde zum Wallfahrtsort und eine große Kirche wurde an dieser Stelle gebaut. Man gedenkt ihrer zu verschiedenen Gelegenheiten, hauptsächlich aber am 1. Mai, der auf das Datum eines früheren heidnischen Festes fällt. All dieses langatmige Geschwafel wurde erstaunlicherweise für notwendig gehalten, um den Fortbestand des wichtigsten heidnischen Festes des Jahres zuzulassen -den großartigen Höhepunkt der Früjahrs-Tagundnachtgleiche!
Der Vorabend des 1. Mai ist dafür bekannt, daß alle Dämonen, Gespenster, Schreckgespenster und Weiße Frauen hervorkommen und ihre wilden Gelage abhalten, und damit die Verwirklichung der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche symbolisieren.
Halloween - All Hallows´ Eve oder All Saints´Day - fällt auf den 31. Oktober oder 1.November. Ursprünglich war All Hallows´ Eve eines der großartigen Feuerfeste in Britannien zur Zeit der Druiden. In Schottland bedeutete es den Zeitpunkt, wenn die Geister der Toten, die Dämonen, Hexen und Zauberer ungewöhnlich lebhaft und gnädig sind. Paradoxerweise war All Hallows´Eve auch die Nacht, in der junge Leute magische Rituale vollzogen, um ihre zukünftigten Lebenspartner zu bestimmen. Die Dorfjugend beging den Abend mit viel fröhlichem Getöse und lustvoller Feierei, aber die älteren Menschen trafen Vorkehrungen, ihre Häuser vor den bösen Geistern, Hexen und Dämonen zu schützen, die in dieser Nacht außergewöhnliche Kräfte hatten.
Die Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen werden auch gefeiert, weil sie den ersten Tag der Jahreszeiten ankündigen. Der Unterschied zwischen einer Sonnenwende und einer Tagundnachtgleich ist semantisch und definiert die Beziehunge zwischen Sonne, Mond und den Fixsternen. Die Sonnenwende bezieht sich auf Sommer und Winter; die Tagundnachtgleiche auf Frühling und Herbst. Die Sommersonnenwende ist im Juni und die Wintersonnenwende im Dezember. Die Herbst-Tagundnachtgleiche ist im September und das Frühlings-Äquinoktium im März. Sowohl die Tagundnachtgleichen als auch die Sonnenwenden variieren um ein oder zwei Tage von Jahr zu Jahr, abhängig vom jeweiligen Mondzyklus, aber normalerweise fallen sie auf den 21. oder 22. des Monats. Fünf oder sechs Wochen nach diesen Tagen werden die sagenhaften satanischen Feiern zelebriert.

DIE SCHWARZE MESSE
Kein anderer Begriff wird so oft mit dem Satanismus in Verbindung gebracht wie die Schwarze Messe. Die Feststellung, daß die gotteslästerlichste aller religiösen Zeremonien nicht mehr ist als eine literarische Erfindung, ist sicherlich eine Aussage, die näher erläutert werden muß - aber nichts könnte wahrer sein.
Im allgemeinen stellt man sich die Schwarze Messe so vor: Ein abtrünniger Priester steht vor einem Altar, der aus einer nackten Frau mit breit abgespreizten Beinen und hervorgereckter Vagina besteht, in jeder ihrer ausgestreckten Hände hält sie eine schwarze Kerze aus dem Fett von ungetauften Kindern, und ein Kelch mit Urin (oder Blut) einer Prostituierten steht auf ihrem Bauch. Ein umgedrehtes Kreuz hängt über dem Altar, und dreieckige Hostien aus Mutterkorn oder einer schwarzfleckigen Rübe werden gesegnet, indem der Priester sie pflichtschuldigst zwischen den Schamlippen der Altar-Frau hin und hergleiten läßt. Dann, so wird gesagt, folgt eine Anrufung Satans und diverser Dämonen, gefolgt von einer Reihe Gebeten und Psalmen, die rückwärts vorgetragen werden und voller Obszönitäten sind . . . und all das wird innerhalb der Grenzen eines >schützenden< Pentagramms vollzogen, das auf den Boden gezeichnetist. Falls der Teufel erscheint, so tritt er immer in Form eines ziemlich eifrigen Mannes auf, mit dem Kopf eines schwarzen Bocks auf den Schultern. Dann folgt ein Schwall von Geißelungen, Gebetsbuch-Verbrennungen, cunnilingus, fellatio und allgemeiner Hinterback.Küsserei - alles untremalt mit zotigen Zitaten aus der Heiligen Schrift und hörbarem Anspucken des Kreuzes! Wenn ein Baby während des Rituals geschlachtet werden kann, um so besser; denn jeder weiß, daß das des Satanisten Lieblingsbeschäftigung ist!
Es ist verständlich, daß diese Berichte über die Schwarze Messe, die so abstoßend klingen, ihr Ziel erreichen, nämlich, die Gläubigen an ihre Kirche zu binden. Jeder >anständige< Mensch würde sich auf die Seite des Inquisitors schlagen, wenn er von diesen Gotteslästerungen hört. Die Propagandisten der Kirche haben gute Arbeit geleistet, indem sie die Öffentlichkeit immer wieder über die Ketzereien und ruchlosen Taten der Heiden, Katharer, Bogumilen, Templer und anderer aufklärten, die wegen ihrer dualistischen Philosophien und manchmal satanischen Logik ausgerottet werden mußten.
Die Geschichten von ungetauften Kindern, die von Satanisten gestohlen wurden, um sie für die Messe zu benutzen, waren nicht nur eine wirkunksvolle Propagandamaßnahme, sondern auch eine zuverlässige Einkommensquelle für die Kirche. Jede christliche Mutter würde schnellstens ihr Kind anständig taufen lassen, wenn sie von diesen teuflischen Kindesentführungen hört.
Eine andere Facette der menschlichen Wesensart ist, daß der Schriftsteller oder der Künstler mit lüsternen Gedanken sich seine obszönsten Vorlieben ausmalen kann, indem er die Aktivitäten dieser Ketzer beschreibt. Der Zensor, der sich pornographisches Material ansieht, damit er weiß, wovor er die anderen warnen muß, ist das moderne Gegenstück zum mittelalterlichen Chronisten der obszönen Taten der Satanisten ( und natürlich auch die entsprechenden modernen Journalisten). Man vermutet, daß die umfassendste pornographische Bibliothek sich im Besitz des Vatikans befindet!
Es ist leicht ersichtlich, daß das Küssen des Hinterns des Teufels während der traditionellen Schwarzen Messe ein Vorläufer des Ausdrucks ist, mit dem man einen Menschen beschreibt, der jemandem schmeichelt, um einen materiellen Vorteil von ihm zu erhalten. Da alle satanischen Zeremonien einem sehr konkreten oder materiellen Ziel dienten, wurde der oscularum infame (oder Kuss der Schande) eher als symbolische Maßnahme für den irdischen als für den geistigen Erfolg angesehen.
Normalerweise wird angenommen, daß die satanischen Zeremonien immer als Schwarze Messe bezeichnet wird. Eine Schwarze Messe ist nicht die magische Zeremonie, die von Satanisten praktiziert wird. Der Satanist setzt die Schwarze Messe nur als ein Psychodrama ein. Außerdem bedeutet der Begriff Schwarze Messe nicht unbedingt, daß ihre Teilnehmer Satanisten sind. Eine Schwarze Messe ist in erster Linie eine Parodie auf den Gottesdienst der römisch-katholischen Kirche, kann aber auch als Satire auf jede andere religiöse Zeremonie eingesetzt werden.
Der Satanist hält die Schwarze Messe als Gotteslästerung der orthodoxen Riten für überflüssig. Die Gottesdienste der etablierten Religionen sind schon an sich Parodien auf alte Rituale, die von den Anbetern der Erde und des Fleisches durchgeführt wurden. In dem Bemühen, den heidnischen Glauben geschlechtslos und entmenschlicht zu machen, haben die späteren Gläubigen die ehrliche Bedeutung der Rituale verfälscht und zu den farblosen Inhalten gemacht, die heute als >wahre Messe< gelten. Selbst wenn der Satanist jede Nacht damit verbringen würde, eine Schwarze Messe zu feiern, so würde er nicht mehr eine Karikatur zelebrieren als der fromme Kirchgänger, der unwissentlich seine eigene >Schwarze Messe< besucht - seine Parodie auf die ehrlichen und gefühlvollen Riten der heidnischen Antike.
Jede Zeremonie, die man als Schwarze Messe betrachten kann, muß schockierend und empörend sein, denn das ist offensichtlich die Voraussetzung für ihren Erfolg. Im Mittelalter galt Gotteslästerung als schockierend. Heutzutage hat die Kirche nicht mehr das ehrfurchtgebietende Image wie zu Zeiten der Inquisition. Die traditionelle Schwarze Messe ist längst nicht mehr das ungeheuerliche Schauspiel für den dilettantiscehn oder abtrünnigen Priester, die sie einmal war. Wenn der Satanist ein Ritual erstellt, das als Psychodrama zur Bloßstellung einer etablierten Einrichtung dienen soll, so achtet er sorgfältig darauf, nicht ein Modethema auszuwählen, das bereits als Parodie verwendet wurde. Auf diese Weise schlachtet er dann wirklich die heilige Kuh.
Heutzutage würde eine Schwarze Messe solche >heiligen< Themen bloßstellen wie östlichen Mystizismus, Psychatrie, die psychodelische Bewegung, Ultra-Liberalismus, Patriotismus würde gefördert, Drogen und ihre Gurus schlechtgemacht, kulturlose Militante würden vergöttert, und der Verfall der kirchlichen Theologien könnte sogar einen satanischen Anschub erhalten.
Der satanische Magus war immer der Katalysator bei der Entwicklung gängiger Glaubensvorstellungen, und in diesem Fall kann eine Zeremonie nach Art der schwarzen Messe einem weitreichenden magischen Zweck dienen.
Im Jahr 1666 ereigneten sich in Frankreich einige sehr interessante Vorfälle. Nach dem Tod von Francois Mansart, dem Schöpfer des Trapezoids, dessen Geometrien zum Prototyp des Geisterhauses werden sollte, wurde der Palast von Versailles nach seinen Plänen errichtet. Die letzte glanzvolle Priesterin Satans, Jeanne-Marie Bouvier (Madame Guyon) wurde übertrumpft von einer scharfsinnigen Opportunistin und herzlosen Geschäftsfrau namens Catherine Deshayes, auch bekannt als >LaVoisin<. Sie war eine ehemalige Kosmetikerin, die, während sie sich in Abtreibungen versuchte und äußerst wirkunsvolle Gifte für Damen besorgte, die ihre Ehemänner oder Liebhaber zu beseitigen wünschten, in den reißerischen Berichten über >Schwarze Messen< ihre Inspiration fand.
Man kann mit Sicherheit sagen, daß 1666 das Jahr der ersten >kommerziellen< Schwarzen Messe war! In der Gegend südlich von St. Denis, heute La Garenne, erwarb die LaVoisin ein großes, von Mauern umgebenes Haus, ausgestattet mit Apotheken, Zellen, Laboratorien und . . . einer Kapelle. Bald wurde es ein Muß für das Königshaus und einfache Laien, an den in diesem Kapitel schon beschriebenen Zeremonien teilzunehmen. Der organisierte Betrug, der sich durch diese Zeremonien zog, ging unauslöschlich als >echte Schwarze Messe< in die Geschichte ein.
Als die LaVoisin am 13. Mai 1679 (übrigens in der Kirche unserer Lieben Frau der guten Botschaft) verhaftet wurde, waren die Würfel schon gefallen. Die erniedrigenden Aktivitäten der LaVoisin hatten die Würde des Satanismus für viele kommende Jahre zunichtegemacht.
Die Marotte, Satanismus als Spaß und Spiel zu betreiben, begann in England Mitte des 18.Jahrunderts, in Form von Sir Francis Dashwood´s Orden der Medmanham Franziskaner, im Volksmund Hell Fire Club genannt. Indem er Blut, Gemetzel und Baby-Fett Kerzen wegließ, leitete Sir Francis Rituale voller deftigem Spaß und schuf somit eine farbenprächtige und harmlose Form des Psychodramas für viele der führenden Köpfe seiner Zeit. Eine interessante Nebenbeschäftigung von Sir Francis, die einen Hinweis auf das Klima des Hell Fire Clubs gibt, war eine Gruppe, die Dilettanten Club genannt wurde, und deren Gründer er war.
Im 19.Jahrhundert wurde der Satanismus verfälscht durch die kläglichen Versuche von >Weißmagiern<, >Schwarze< Magie zu praktizieren. Das war ein sehr paradoxer Zeitabschnitt für den Satanismus, mit Schriftstellern wie Baudelair und Huysmans, die trotz ihrer offensichtlichen Bessenheit vom Bösen nette Kerle zu sein schienen. Der Teufel entwickelte seine luziferanische Persönlichkeit in aller Öffentlichkeit und wurde mit der Zeit zu einer Art Salonlöwe. Das war das Zeitalter der >Experten< der Schwarzen Kunst, wie Eliphas Levi und zahllosen Trance-Medien, die es mit ihren sorgsam in Grenzen gehaltenen Geistern und Dämonen bis heute erreicht haben, auch den Verstand vieler, die sich selbst als Parapsychologen bezeichnen, in Grenzen zu halten!
Was den Satanismus angeht, so waren die deutlichsten Anzeichen für diese Entwicklung die neo-paganistischen Riten von MacGregor Mathers´ Hermetischen Orden der Goldenen Dämmerung, von Aleister Crowley´s späterem Orden des Silbernen Sterns (A.´.A. ´. - Argentinum Astrum) sowie vom Orden der orientalischen Tempelherren (O.T.O. - Ordo Templi Orientis); die geradezu paranoisch jede Verbindung mit dem Satanismus leugneten, trotz des von Crowley auf sich selbst bezogenen Bildes des Biestes aus der Offenbarung. (Der O.T.O. ist Crowley´s Imitation der deutschen Sekte mit gleichen Namens, die ursprünglich 1902 gegründet wurde, und von der einige Prinzipien in diesem Buch dargestellt sind.) Wenn Crowley nicht gerade auf Berge stieg, verbrachte er, abgesehen von recht bezaubernder Poesie und einem Halbwissen an magischem Nippes, seine meiste Zeit als Blender par exellence und machte Überstunden im Bösesein. Wie sein Zeitgenosse, Montague Summers, lief Crowley offensichtlich den größten Teil seines Lebens mit einem Knoten in der Zunge herum, aber seine Anhänger sind heute irgendwie imstande, einen esoterischen Sinn aus jedem seiner Worte herauszulesen.
Mit diesen Gesellschaften in Übereinstimmung befanden sich die Sex-Clubs, die den Satanismus als ihre Grundlage benutzten - und zwar bis heute, sehr zur Freude der Boulevardpresse.
Wenn es also so aussieht, daß die Schwarze Messe sich aus einer literarischen Erfindung der Kirche zu einer lasterhaften kommerziellen Realität entwickelt hat, zu einem Psychodrama für Dilettanten und Bilderstürmer, zu einem Trumpf im Ärmel der Messenmedien . . . wo ist dann der Zusammenhang in den Jahren nach 1666?
Die Lösung dieses Rätsels findet sich in einem weiteren Rätsel. Praktiziert derjenig, der als Satanist angesehen wird, wirklich Satanismu in seinem wahrhaften Sinn oder eher aus der Sicht der Meinungsmacher himmlischer Glaubensrichtungen? Es wurde oft und richtigerweise gesagt, daß alle Bücher über den Teufel von Stellvertretern Gottes geschrieben wurden. Deshalb ist es einfach nachzuvollziehen, wie durch die Lügen von Theologen eine gewisse Brut von Teufelsanbetern erfunden wurde. Dieser einstige >böse< Mensch praktiziert nicht unbedingt den wahren Satanismus. Auch ist er nicht die Verkörperung des uneingeschränkten Stolzes auf sich selbst, die dazu führte, daß die neo-paganistische Welt von der Kirche als böse bezeichnet wird. Er ist statt dessen das Produkt späterer und ausgefeilterer Propaganda.
Der Pseudo-Satanist hat es immer wieder fertiggebracht, durch seine schwarzen Messen mit mehr oder weniger heftiger Gotteslästerung in der modernen Geschichte aufzutauchen; aber der wirkliche Satanist ist nicht ganz so einfach als solcher zu erkennen.
Es wäre vereinfacht zu sagen, daß alle erfolgreichen Männer oder Frauen auf Erden ohne es zu wissen, praktizierende Satanisten sind; aber das Streben nach irdischem Erfolg und seine Verwirklichung sind sicher ein guter Grund für den heiligen Petrus, ein vernichtendes Urteil zu sprechen. Wenn es für den reichen Menschen so schwierig zu sein scheint, in den Himmel zu kommen, wie für das Kamel, durch ein Nadelöhr zu gehen; wenn die Liebe zum Geld die Wurzel alles Bösen ist; dann müssen wir einfach daraus schließen, daß die mächtigsten Menschen auf dieser Welt die größten Satanisten sind. Dies trifft auf Finanziers, Industrielle, Päpste, Poeten, Diktatoren und alle mit ihnen verbundenen Meinungsmacher und Drahtzieher des Geschehens auf dieser Erde zu.
Gelegentlich wird durch eine >undichte Stelle< bekannt, daß einer dieser rätselhaften Männer oder eine dieser Frauen dabei ertappt wurde, sich in Schwarzer Magie zu versuchen. Diese gehen dann natürlich als >geheimnisvolle Persönlichkeiten< in die Geschichte ein. Namen wie Rasputin, Sacharow, Cagliostro, Rosenberg und ihresgleichen sind sozusagen Anhaltspunkte für das Vermächtnis-Satans . . . ein Vermächtnis, das über ethnische, rassische und wirtschaftlich Unterschiede sowie irdische Ideologien hinausgeht. Der Satanist hat immer die Welt regiert . . . und er wird es immer tun, egal, wie man ihn nennt.
Eines ist sicher: Die Maßstäbe, die Philosophie und die Praktiken, die auf diesen Seiten dargelegt werden, werden von den selbstbewußtesten und mächtigsten Menschen auf dieser Erde angewandt. In den geheimen Gedanken jeder Frau und jedes Mannes mit gesunden und klaren Menschenverstand ruht die Fähigkeit zum Satanisten. Das Zeichen der Hörner soll Vielen erscheinen und nicht nur einigen Wenigen; und der Magier wird sich zeigen, auf daß man ihn erkennt.

( ERDE )
DAS BUCH BELIAL
DIE HERRSCHAFT ÜBER DIE ERDE
Der Grund für die große Anziehungskraft der Magie ist nicht ihre Anwendung, sondern die Art und Weise, wie sie dargestellt wird. Das Element des Geheimnisvollen, das die Schwarzen Künste so sehr umhüllt, wurde stets entweder wohlüberlegt oder aus Unwissenheit von denen gepflegt, die sich oft als die größten Experten in diesen Dingen ausgeben. Wenn die kürzeste Entfernung zwischen zwei Punkten eine Gerade ist, dann haben die etablierten Okkultisten offensichtlich Labyrinthe geschaffen. Die Grundlagen der zeremoniellen Magie wurden lange als äußerst geheime Bestandteile des schulmäßigem Mystizismus betrachtet, und die Möchtegern-Zauberer wurden das Opfer der Kunst der Irreleitung, die sie eigentlich selbst einsetzen sollten! Das erinnert an den Studenten der angewandten Psychologie, der glaubt, alle Antworten zu kennen, aber nicht in der Lage ist, Freunde zu gewinnen.
Was nützt das Studium der Unwahrheiten, e sei denn, daß alle an Unwahrheiten glauben? Viele glauben zwar an Unwahrheiten, aber handeln nach den Naturgesetzen. Auf dieser Prämisse beruht die Satanische Magie. Dies ist eine Fibel - ein Grundlagentext der materialistischen Magie. Quasi ein satanischer Duden.
Belial bedeutet >ohne Meister< und symbolisiert wirklich Unabhängigkeit, geistige Selbstständigkeit und persönliche Erfüllung. Belial verkörpert das Element Erde, und darin enthalten ist Magie, die mit beiden Beinen auf dem Boden steht - greifbare, handfeste magische Arbeit - keine mystischen Plattheiten ohne objektive Begründung. Probiere nicht länger herum. Hier geht es um den Kern der Sache!

THEORIE UND PRAXIS DER SATANISCHEN MAGIE
( Definition und Zweck)
Die Definition der Magie, wie sie in diesem Buch beschrieben wird, lautet: >Veränderung von Situationen oder Ereignissen entsprechend dem eigenen Willen, die mit allgemein üblichen Methoden nicht verändert werden können.< Dies läßt zugegebenermaßen einen großen Spielraum für persönliche Auslegungen. Manche behaupten, daß diese Anweisungen und Verfahren nichts anderes sind als angewandte Psychologie, oder wissenschaftliche Tatsachen, die mit >magischen< Begriffen bezeichnet werden - bis sie auf eine Stelle im Text stoßen, die sich >wissenschaftlich nicht erklären läßt<. Aus diesem Grund wurde auch nie versucht, die Erklärungen für einen bestimmten festgelegten Begriff zu begrenzen. Magie ist niemals völlig wissenschaftlich erklärbar, aber Wissenschaft wurde immer mal für Magie gehalten.
Es gibt keinen Unterschied zwische >Schwarzer< und >Weißer< Magie, außer in der selbstgefälligen Heuchelei, der schuldgeplagten Selbstgerechtigkeit und dem Selbstbetrug des >weißen< Magiers persönlich. In der klassischen religiösen Tradition wird >Weiße< Magie für uneigennützige, wohlmeinende und >gute< Zwecke eingesetzt, während >Schwarze< Magie für persönliche Glorifizierung und Macht sowie für >böse< Zwecke ausgeübt wird. Niemand auf dieser Welt, der sich mit okkulten Studien, Metaphysik, PSI, Yoga oder irgendwelchen anderen >Weißlicht< - Inhalten beschäftigt, tut dies ohne das Ziel der persönlichen Genugtuung und Stärkung der eigenen Macht. Der eine geht lieber im Büßerhemd und der andere in Seide. Des einen Freud ist des anderen Leid, und das trifft auch auf >Gut< und >Böse< zu. Jeder praktizierende Magier ist überzeugt davon, daß seine Art der Magie die >richtige< ist.
Es gibt zwei Katagorien von Magie, rituell bzw. zeremoniell und nicht-rituell bzw. manipulativ. Ritualmagie beinhaltet die Durchführung einer formalen Zeremonie, die zumindest teilweise in einem für diese Zwecke und für eine bestimmte Zeit abgegrenzten Raum stattfindet. Ihre Hauptaufgabe ist es, ansonsten anderweitig vergeudetes Adrenalin und emotionell hervorgerufene Energie zu isolieren und in eine dynamische übertragbare Kraft umzuwandeln. Das Ritual ist eine rein emotionale und keine intellektuelle Angelegenheit. Jegliche intellektuelle Handlung muß vor und nicht während der Zeremonie stattfinden. Diese Art der Magie wird manchmal als >Höhere Magie< bezeichnet.
Nicht-rituelle oder manipulative Magie, auch >niedere Magie< genannt, besteht aus der List und Tücke, die man erreicht durch den Einsatz bestimmter Mittel und künstlich hervorgerufener Situationen, und deren Anwendung zu >einer Veränderung in Übereinstimmung mit dem eigenen Willen< führt. In früheren Zeiten wurde dies als >Faszination<, >Ausstrahlung< oder >böser Blick< bezeichnet.
Die meisten Opfer der Hexenprozesse waren gar keine Hexen. Oft waren die Opfer exzentrische alte Frauen, die entweder senil oder gesellschaftlich nicht angepaßt waren. Andere waren außergewöhnlich attraktive Frauen, die die Aufmerksamkeit mächtiger Männer auf sich lenkten und ihren Annäherungsversuchen nicht nachgaben. Die richtigen Hexen wurden selten hingerichtet oder vor Gericht gestellt, da sie die Kunst der Bezauberung beherrschten und mit ihrem Charme ihr Leben retten konnten. Die meisten wirklichen Hexen haben mit den Inquisitoren geschlafen. Das ist der Ursprung des Wortes >Ausstrahlung<. Die alte Bedeutung von Ausstrahlung war Hexerei. Das wichtigste Gut einer modernen Hexe ist ihre Fähigkeit, verlockend zu wirken bzw. ihre Ausstrahlung einzusetzen. Das Wort >Faszination< hat eine ähnliche okkulte Bedeutung. Mit Faszination wurde das böse Auge beschrieben. Den Blick eines Menschen auf sich zu ziehen, mit anderen Worten, ihn zu faszinieren, bedeutete, ihn mit dem bösen Blick zu verfluchen. Wenn es also eine Frau die Fähigkeit besaß, Männer zu faszinieren, wurde sie als Hexe angesehen.
Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung einer Hexe oder eines Hexers ist der wirkungsvoll eingesetzte Befehl >Hersehen<. Um jemanden zu manipulieren, muß man zuerst seine Aufmerksamkeit erregen und halten.
Die Methoden, mit denen der Befehl >hersehen< durchgesetzt werden kann, sind Sex, Gefühl oder Wunder bzw. eine Kombination der drei. Eine Hexe muß ehrlich entscheiden, in welche der Kategorien sie ihrem Wesen nach am besten paßt. Die erste Kategorie, Sex, ist offensichtlich. Wenn eine Frau attraktiv ist oder sexuelle Anziehungskraft besitzt, sollte sie alles unternehmen, um sich so verlockend wie möglich darzustellen und somit ihr Geschlecht als ihre mächtigste Waffe einzusetzen. Wenn sie erst einmal die Aufmerksamkeit eines Mannes durch ihre sexuelle Ausstrahlung erregt hat kann sie ihn nach ihrem Willen beeinflussen. Die zweite Kategorie ist das Gefühl. Üblicherweise fallen ältere Frauen in diese Kategorie. Hierzu gehört die >weise Frau<, die in einem kleinen Häuschen auf dem Lande wohnt, und von der die Leute denken, daß sie ein wenig exzentrisch ist. Kinder sind üblicherweise fasziniert von dieser Art Hexe, da sie ihre Phantasie anregt, und junge Erwachsene holen sich bei ihr weise Ratschläge. Durch ihre Unschuld können Kinder ihre magische Kraft wahrnehmen. Indem sie ihr Image als nette alte Dame von nebenan pflegt, kann sie die Kunst der Irreführung einsetzen, um ihre Ziele zu erreichen. Die dritte Kategorie ist das Wunder. Diese Kategorie paßt zu Frauen, an deren Aussehen etwas Seltsames oder Furchteinflößendes ist. Damit können sie die Menschen beeinflussen, weil diese ganz einfach Angst vor den Konsequenzen haben, wenn sie nicht gehorchen.
Manche Frauen passen gleichzeitig in mehrere Kategorien. Zum Beispiel kann das junge Mädchen, das sauber und unschuldig wirkt, aber göleichzeitig sehr sexy ist, Sex mit Gefühl kombinieren. Oder die Femme fatale, die ihren Sexappeal mit einem finsteren Unterton verbindet, kann Sex und Wunder einsetzen. Wenn dei Hexe ihre Fähigkeiten analysiert hat, muß sie entscheiden, in welche Kategorie, bzw. Kombination von Kategorie sie fällt und kann diese dann in der angemessenen Art einsetzen.
Auch ein Mann, der ein erfolgreicher Magier werden will, muß die für ihn geeignete Kategorie aussuchen. Der attraktive oder sexuell anziehende Mann fällt natürlich in die erste Kategorie - Sex. Die zweite Kategorie, Gefühl, paaßt zum älteren Mann,der z.b. elbenhaft oder als Waldbewohner auftritt. Der nette alte Opa ( oft ein alter Lustmolch!) fällt auch in die Kategorie Gefühl. Der dritte Typ Mann ist der mit dem finsteren oder teuflichen Aussehen. Genau wie die Frauen muß jeder dieser Männer seine spezielle Wesensart einsetzen, um den Blick auf sich zu ziehen.
Sein Aussehen einzusetzen, um emotionale Reaktionen zu erzielen, ist eines der wichtigsten Mittel in der Praxis der niederen Magie. Jeder, der so dumm ist, zu sagen >Die äußere Erscheinung ist unwichtig<, täuscht sich schwer. Gutes Aussehen ist nicht nötig, aber ein >Aussehen< ist unbedingt notwendig!
Geruch ist ebefalls ein wichtiger Faktor der Beeinflussung in der niederen Magie. Tiere fürchten sich und mißtrauen bekanntlich allem, das nicht riecht. Und auch wenn wir, als menschliche Tiere, das Urteil, das wir mit dem Geruchssinn fällen, vom Verstand her ablehnen, so werden wir von ihm doch genau so beeinflußt wie die Vierbeiner. Wenn du ein Mann bist und eine Frau bezaubern lassen willst, lasse die natürlichen Ausdünstungen deines Körpers ausströmen, als animalischen Kontrast zu deiner korrekten Erscheinung. Wenn du als Frau einen Mann verzaubern willst, sollst du nicht fürchten, daß du ihn >beleidigst<, nur weil du die Öle und Düfte deines Körpers nicht abgeschrubbt hast oder die Stelle zwischen deinen Schenkeln nicht trocken und steril ist. Diese natürlichen Gerüche sind die sexuellen Reizmittel, die die Natur in ihrer magischen Weisheit geschaffen hat.
Alle Gerüche, die angenehme Erinnerungen und Nostalgie hervorrufen, stimulieren das Gefühl. Den Magen eines Mannes zu bezaubern beginnt schon mit dem leckeren Duft des Essens! Für den >Gefühlstyp< unter den Hexen ist diese Art der Verzauberung am praktischsten. Man braucht sich auch gar nicht lustig zu machen über die Taktik des Mannes, der eine junge Frau bezaubern wollte, die ihren Kindheitserlebnissen in einem Fischerdorf nachtrauerte: Die Methoden der niederen Magie nutzend, steckt er sich eine Makrele in die Hosentasche und erntete die Früchte der großen Liebe.

DIE DREI ARTEN DES SATANISCHEN RITUALS
In der satanischen Magie gibt es drei Arten von Zeremonien. Jeder spricht ein bestimmtes menschliches Grundgefühl an. Die erste ist das sexualmagische Ritual.
Ein sexualmagisches Ritual ist das, was üblicherweise als Liebeszauber bezeichnet wird. Der Zweck eines solchen Rituals ist es, Verlangen nach dir in der Person zu wecken, die du begehrst oder einen Geschlechtspartner herbeizurufen, der deine Wünsche befriedigt. Wenn du keine bestimmte Person oder eine Art von Person im Sinn hast, deren Vorstellung dich so anregt, daß es zum Orgasmus kommt, wirst du keinen Erfolg bei deiner Arbeit haben. Und falls du zufällig trotzdem mit dem Ritual Erfolg hast, wäre es doch ziemlich umsonst, wenn du die Gelegenheit nicht nutzen kannst, weil es dir an Anregung oder Verlangen mangelt. Man kann leicht Beschwörung aus tiefergehenden Motiven mit Liebeszauber zur Erfüllung sexueller Bedürfnisse verwechseln.
Beschwörungen mittels Zeremonialmagie zur Stärkung der eigenen Macht sind Mitleids- oder Schadensrituale oder beides. Wenn du unbedingt etwas haben willst oder brauchst, weil du sonst unglücklich oder verärgert bist, und du es erhalten kannst durch die Anwendung von Bezauberung und Beschwörungen, ohne jemandem Schaden zuzufügen, dann ist das Mitleidsritual das richtige, um deine Macht zu vergrößern. Wenn du ein Opfer, das es verdient hat, für deine Ziele verzaubern oder zu etwas verleiten willst, wendest du ein Schadensritual an. An diese Formeln sollte man sich strikt halten, weil die Anwendung eines falschen Rituals zu Problemen komplizierter Art führen kann.
Ein gutes Beispiel ist die junge Frau, die sich belästigt fühlt von einem unbarmherzigen Verehrer. Wenn sie ihm nicht falsche Hoffnungen gemacht hat, dann sollte sie ihn als das betrachten, was er ist, nämlich ein psychischer Vampir und ihn seine masochistische Rolle spielen lassen. Wenn sie ihn aber frivol bezaubert und ermutigt hat, dann ist es ihre eigene Schuld, wenn sie zum Objekt seiner ständigen Begierde wird, und er ihr lästig ist. Solche Übungen dienen lediglich der Selbstbestätigung für Charaktere, die aus mangelndem Selbstvertrauen solche kleinen Hexereien nötig haben. Der Satanist hat dagegen genügend Selbstbewußtsein, um Beschwörungen für die eigene sexuelle Erfüllung einzusetzen oder zur Erlangung von Macht oder eines bestimmtes Erfolges.
Die zweite Art eines Rituals ist mitleidiger Natur. Das Mitleids- oder Symphatieritual wird durchgeführt, um anderen oder sich selbst zu helfen. Gesundheit, häusliches Glück, wirtschaftliche Aktivitäten, materieller oder schulischer Erfolg sind nur einige der Gründe, aus denen man ein Mitleidsritual anwenden kann. Man kann durchaus sagen, daß diese Art der Zeremonie die wirkliche Wohltätigkeit ist, denn, so heißt es, >Wohltätigkeit beginnt zu Hause.<
Die dritte motivierende Kraft für ein Ritual ist die der Zerstörung. Diese Zeremonie wird angewendet aus Zorn, Verärgerung, Geringschätzung, Verachtung oder aus purem Haß. Dieses Ritual ist bekannt als Verhexen, als Fluch oder als Mittel der Zerstörung.
Einer der größten Irrtümer der rituellen Magie ist die Annahme, daß das Opfer eines Fluches, an die Kräfte der Magie glauben muß, um geschädigt oder vernichtet zu werden. Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt, denn die größten Spötter waren schon immer die leichtesten Opfer. Der Grund ist erschreckend einfach. Der unzivilisierte Stammesangehörige ist der erste, der zu einem Hexendoktor oder Schamanen rennt, wenn er glaubt, daß ein Fluch gegen ihn von einem Feind ausgestoßen wurde. Die Drohung und das Vorhandensein von Schmerz und Pein sind ihm ständig im Bewußtsein, und der Glaube an die Macht des Fluches ist so stark, daß er jede Vorsichtsmaßnahme dagegen ergreift. Durch Anwendung von Sympathiemagie wirkt er jedem Mißgeschick, das ihm begegnen könnte, entgegen. Dieser Mensch paßt auf sich auf und geht kein Risiko ein.
Der >Aufgeklärte< dagegen, der keinen Pfifferling für solchen >Aberglauben< gibt, verbannt seine instinktive Furcht vor dem Fluch in s Unbewußte, wo sie zu einer enormen zerstörerischen Macht anwächst, die mit jedem Unglück größer wird. Selbstverständlich leugnet der Ungläubige nach jedem neuen Rückschlag automatisch einen Zusammenhang mit dem Fluch., besonders sich selbst gegenüber. Dieses bewußte Verleugnen der Macht eines Fluches führt letztendlich zu seinem Erfolg, weil des Opfer ständig vom Pech verfolgt wird. In vielen Fällen wird das Opfer jeglichen magischen Einfluß auf sein Schicksal abstreiten, sogar bis zum letzten Atemzug - obgleich der Magier hoch zufrieden ist, daß seine gewünschten Resultate eingetroffen sind. Es muß noch einmal daran erinnert werden, daß es unerheblich ist, ob jemand deiner Arbeit Bedeutung beimißt, so lange die Ergebnisse der Arbeit mit deinem Willen übereinstimmen. Der Super-Logiker wird das Ergebnis eines Rituals immer als >Zufall< bezeichnen.
Ob Magie nun für konstruktive oder destruktive Zwecke praktiziert wird, der Erfolg der Operation ist abhängig von der Empfänglichkeit der Person, die die Segnungen oder den Fluch empfängt. Im Falle eines sexuakmagischen oder Mitleidsrituals hilft es, wenn der Empfänger an die Kräfte der Magie glaubt, aber das Opfer eines Fluchs ist viel anfälliger für Zerstörung, wenn es nicht daran glaubt! So lange der Mensch Furcht empfindet, braucht er Mittel und Wege, um gegen seine Angst anzukämpfen. Niemand weiß alles, und so lange es Wunder gibt, wird es immer eine Vorstellung vom Unbekannten geben, wo potentiell gefährliche Kräfte herrschen. Es ist diese natürliche Furcht vor dem Unbekannten, ein naher Verwandter der Faszination für das Unbekannte, die den Logiker zu weiteren Erklärungen treibt. Natürlich ist auch der Wissenschaftler motiviert, selbst Wunder zu entdecken. Und dann ist bedauerlicherweise er, der sich selbst logisch denkend bezeichnet, oft der Letzte, der die Bedeutung der Ritualmagie erkennt.
Wenn religiöser Glaube und Inbrunst blutende Wunden hervorbringen können, ähnlich denjenigen, die Christus zugefügt worden sein sollen, dann nennt man das Stigmata. Diese Wunden treten auf als Ergebnis eines extrem empfundenen Mitgefühls. Warum sollte es also keine zerstörerischen Extreme von Furcht und Schrecken geben. Die sogenannten Dämonen haben ebenso die Macht, das Fleisch zu zerreißen und zu vernichten, wie es eine Handvoll längst weggerosteter Nägel schafft, eine bluttropfende Extase bei jemandem zu erzeugen, der glaubt, am Kreuz auf dem Calvarienberg zu hängen.
Darum versuche nie, den Skeptiker zu überzeugen, den du verfluchen willst. Lasse ihn spotten. Wenn du ihn aufklärst, schmälert das nur deine Erfolgschancen. Höre dir mit gütigem Selbstbewußtsein sein Gelächter über deine Magie an, wissend, daß in seinem Leben ein völliges Durcheinander herrscht. Wenn er verabscheuungswürdig genug ist, wird er durch Satan´s Gnade sterben - lachend!

EIN WORT DER WARNUNG GERICHTET AN DIEJENIGEN, DIE DIESE KÜNSTE AUSÜBEN WOLLEN!
Sex oder Lust betreffend:
Nutze sämtliche Zaubersprüche und Anrufungen, die geeignet sind; wenn du ein Mann bist, tauche dein erigiertes Glied in sie mit lasziver Freude; wenn du eine Frau bist, spreize deine Schenkel weit in lustvoller Vorfreude.
Mitleid betreffend:
Vergewissere dich, daß du es nicht bereust, anderen geholfen zu haben, falls ihre neuerworbenen Segnungen zum Hindernis für dich werden. Sei dankbar für die Dinge, die du durch die Anwendung von Magie bekommen hast.
Zerstörung betreffend:
Sei sicher, daß es dich nicht kümmert, ob das potentielle Opfer tot oder lebendig ist, bevor du den Fluch ausstößt, und wenn du seine Vernichtung erreicht hast, dann freue dich und habe keine Gewissensbisse.
BEACHTE DIESE REGELN GUT - SONST WIRST DU EINE UMKEHRUNG DEINER WÜNSCHE ERLEBEN, DIE DIR SCHADEN ANSTATT DIR ZU HELFEN!

DER RITUALRAUM ODER DIE > INTELLEKTUELLE UNTERDRUCKKAMMER<
Eine magische Zeremonie kann allein oder in einer Gruppe durchgeführt werden, aber die jeweiligen Vorteile sollten erklärt werden.
Ein Gruppenritual fördert sicher mehr die Stärkung des Vertrauens und das Gefühl der Macht als eine private Zeremonie. Das Zusammentreffen von Leuten, die sich der selben Philosophie verschrieben haben, bringt einfach eine Erneuerung des Vertrauens in die Kräfte der Magie mit sich. Die religiöse Prachtentfaltung unterstützt dieses Gefühl. Wenn Religion dagegen dauerhaft zu einer einsamen Angelegenheit wird, dann führt sie zu Selbstverleugnung und eigenbrödlerischem Verhalten.
Aus diesem Grund sollte der Satanist versuchen, andere Leute zu finden, mit denen er zusammen diese Zeremonien durchführen kann.
Bei einem Fluch oder Schadensritual hilft es dem Magier manchmal, wenn seine Wünsche durch andere Gruppenmitglieder verstärkt werden. Es gibt nichts bei dieser Art von Zeremonie, das die Teilnehmer in Verlegenheit bringen kann, da die wichtigsten Bestandteile des Rituals der Zorn und die symbolische Vernichtung des Opfers sind.
Dagegen läßt sich ein Mitleidsritual, bei dem Tränen fließen oder ein sexualmagisches Ritual mit Masturbation und Orgasmus, am erfolgreichsten allein durchführen.
Im Ritualraum ist kein Platz für Befangenheit, es sei denn, daß diese Befangenheit Bestandteil einer Rolle ist, die zum eigenen Vorteil gespielt wird, z.B.: die zurückhaltende Frau, die Scham verspürt, wenn sie als Altar dient und durch ihre Verlegenheit plötzlich eine sexuelle Stimulation empfindet.
Auch bei einem ganz persönlichen Ritual sollten die einleitenden Anrufungen un dGerätschaften vor den intimen Phantasien und Handlungen eingesetzt werden. Der formale Teil des Rituals kann im selben Raum ausgeführt werden wie das anschließende persönliche Werk - oder die formale Zeremonie in einem und die persönliche an einem anderen. Anfang und Ende des Rituals müssen in dem Raum stattfinden, wo die symbolischen Gegenstände sind (Altar, Kelch etc.).
Der formale Beginn und das Ende der Zeremonie sind dogmatisch und antiintellektuell und sollen die Welt draußen abgrenzen von den Aktivitäten im Ritualraum, wo der Wille nicht abgelenkt werden darf. Dieser Aspekt der Zeremonie ist ganz besonders wichtig für den Intellektuellen, da speziell er den >Unterdruck<-Effekt des Raumes nötig hat, in Form von Gesang, Glocken, Kerzen und anderen Dingen, bevor er seinen reinen Willen bei der Darstellung und Anwendung seiner Vorstellung zeilgerichtet einsetzen kann.
Wie alle religiösen Handlungen kann die >intellektuelle Unterdruckkammer< des satanischen Tempels als Trainigsraum für zeitweilige Unwissenheit bezeichnet werden. Der Unterschied besteht jedoch darin, daß der Satanist weiß, daß er eine Art künstlicher Unwissenheit ausübt, um seinen Willen zu stärken, wogegen andere Religiöse dies nicht wissen - oder wenn sie es wissen, sich sofort in der Kunst der Selbstverleugnung üben, die solche Erkenntnisse verbietet. Ihr Selbstbewußtsein ist bereits von der religiösen Indoktrination viel zu angeschlagen, als daß sie eine Sachverhalt wie selbstauferlegtes Unwissen zugeben könnte!

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