Nachtaktiv
Quelle: http://www.fhm-magazin.de
Linkin-Park-S�nger Chester Bennington (31) hat manchmal Sex. Aber ohne Groupies
Was kann man am besten in den Minuten vor Mitternacht machen?
Da ist alles erlaubt, wirklich alles ist m�glich. Die letzten Minuten des alten Tages und die ersten Minuten des neuen haben etwas Magisches an sich.
Ist auch der Sex in der Zeit besser?
Auf alle F�lle. Ich wei� auch nicht, warum. Aber irgendwie habe ich das Gef�hl, dass beim Sex mehr r�berkommt als tags�ber.
F�hlst du dich nachts besser?
Unbedingt. Ich bin Musiker und es ist kein Klischee, dass Musiker nachts besser arbeiten k�nnen. Das geht uns zum Gl�ck allen so und wir sind ja immerhin sechs in der Band. Wir arbeiten alle lieber nachts im Studio.
Immer wieder ist zu lesen, dass euch Bands wie Korn oder Limp Bizkit nicht ernst nehmen. Warum eigentlich?
Woher soll ich das wissen? Wir sind eine Band, die viele Fans hat. Vielen reicht das schon, um �ber uns zu l�stern. Ich will gar nicht immer der Lockerste sein � so wie Fred Durst. Der Typ hat wirklich einen Schaden, ein schwieriger Mensch, extrem launisch mit Stimmungsschwankungen. Eben eine echte Diva und das inzwischen ohne Grund. Wo ist der denn jetzt? Wenn ich einen Menschen nicht ernst nehme, dann ist es Fred Durst.
Auf Minutes To Midnight habt ihr mit Produzent Rick Rubin gearbeitet. Der gilt als Sonderling. Hat das zusammengepasst?
Sehr gut. Zwischen uns hat es von Anfang an gestimmt. Aber was meinst du eigentlich mit Sonderling? Nur weil er einen langen Bart tr�gt? Das ist einfach Bl�dsinn. Na gut, manchmal hat er schon komische Ideen. Aber es hat funktioniert mit ihm. Rubin hat uns Wege gezeigt, auf die wir allein nie gekommen w�ren. Er mag komisch aussehen, aber musikalisch ist er ein Genie.
Brad und Mike aus der Band haben sich jetzt auch einen Bart wachsen lassen.
Die sind schon einigerma�en dumm. Wahrscheinlich haben sie das getan, um Rubin zu imponieren. Aber mit den Haaren im Gesicht schaut sie kein M�dchen mehr an. Frauen stehen h�chstens auf einen gepflegten Dreitagebart, aber nicht auf eine Matte im Gesicht. Das sieht nicht unbedingt nach Luxus aus.
Was bedeutet Luxus f�r dich?
Echter Luxus ist, Freizeit zu haben und trotzdem gut leben zu k�nnen. Wenn wir nach einer Tour nach Hause kommen, bin ich platt. Sich dann ein paar Monate ausruhen zu k�nnen, abzuschalten und um Freunde zu k�mmern, das kann ich mir nicht kaufen. Daf�r muss ich vorher viel arbeiten. Auf der letzten Tour waren wir so lange unterwegs, dass ich bei unserer R�ckkehr nach Los Angeles vergessen habe, wo eigentlich meine Wohnung ist. Bevor es losging, war ich nur ein paar Tage da drin.
Du bist ein Fan von S�ngerin Dido. Was findest du besser: ihre Stimme oder ihr Aussehen?
O Mann, beides. Dido ist wirklich ein Gesamtkunstwerk. Bei der Frau ist einfach alles am richtigen Platz. Mit ihr w�rde ich gerne mal etwas unternehmen, wenn du verstehst, was ich meine.
Was tun Fans, um euch so nah wie m�glich zu kommen?
Viele kommen tats�chlich auf ziemlich verr�ckte Ideen. Sie geben sich als Etagenkellner in dem Hotel aus, in dem wir wohnen. Oder sie sagen, dass sie zu unserer Crew geh�ren. Sie bestechen sogar Sicherheitsleute. Die h�rteste Geschichte: Es gab sogar mal ein M�dchen, das behauptete, es sei meine Schwester, und kam damit bei einer Show von uns bis nach hinten in den Backstagebereich.
Wer von euch schleppt die meisten Groupies ab?
Wir haben es alle sechs nicht so mit Groupies. Die meisten, die zu uns wollen, bleiben sowieso an unserer Crew h�ngen. Deswegen nennen wir die M�dchen auch Crewpies.
Interview: St�fan P.-Dressel; das Album Minutes To Midnight ist bei Warner erschienen.