Da der oeffentlich-rechtliche
Rundfunk seine Aufgabe der Ausgewogenheit nicht mehr wahrnimmt, und
fast nur noch die Seite des Big Business propagiert, muss das Internet
diese Funktion erfuellen. Am einfachsten ist es sich einen lebendigen und
unbestechlichen Author zu merken und zu hoeren was er zu sagen hat.
(Leider nur auf English), also Listen
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http://www.studien-von-zeitfragen.de/Jahrbuch%202000/Weltfinanz/Chomsky/chomsky.html
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1. Aus .. AG Libertäre und Medien http://www.comlink.de/graswurzel/reader/medien.html
Der amerikanische Sprachwissenschaftler und Anarchist Noam Chomsky beschäftigt sich seit inzwischen über dreißig Jahren mit den westlichen Medien und hat viele Bücher darüber veröffentlicht. Er unterscheidet sich aber von vielen anderen dadurch, daß er die Rolle des abgehobenen Theoretikers, der seine Ideen allenfalls mit seinesgleichen diskutiert, zurückweist. In mittlerweile in die Tausende gehenden Vorträgen, Diskussionen, Interviews etc. vor Publikum aller Art versucht er, die undemokratische, elitenorientierte Funktionsweise der Medien für möglichst breite Kreise der Bevölkerung durchsichtig zu machen.
In der Theorie stellen die Medien in der Demokratie die "vierte Gewalt" dar: sie sollen die Bürger über wichtige Fragen aufklären und informieren und durch Herstellung von Öffentlichkeit den Mißbrauch von Macht verhindern helfen. Wenn man sich allerdings daran macht, die Praxis zu untersuchen, sehen die Dinge völlig anders aus. Es zeigt sich, daß die Medien auch in den Demokratien regelmäßig auf der Seite privilegierter und mächtiger Minderheiten stehen. Statt deren undemokratische Vorrechte ins Rampenlicht zu stellen und zu kritisieren, setzen sie sie als gegeben und unantastbar voraus und zementieren sie damit.
Chomskys Meinung nach handelt es sich hierbei weder um Zufall noch eine besondere Bösartigkeit seitens der Medien. Im Gegenteil, diese Institutionen funktionieren nicht anders, als ein vernünftiger Mensch es bei genauerem Hinsehen von ihnen erwarten würde. Chomsky sieht fünf "Filter" am Werk, die das Funktionieren der Massenmedien steuern. Der erste Filter: Die Medien sind in immer wachsendem Maß große Unternehmungen oder sogar Konzerne (man denke etwa an Leo Kirch, Bertelsmann, Berlusconi usw.). Und würde man vielleicht von Silvio Berlusconi oder auch Rudolf Augstein erwarten daß sie das Prinzip der Profitmaximierung verurteilen und die Enteignung der Großindustrie verlangen?
Den zweiten Filter stellen Werbe- und Anzeigenkunden dar. Sie, und nicht die Käufer der Zeitungen und die Konsumenten von Radio und Fernsehen, sind längst die eigentlichen Kunden, auf deren Wünsche die Tätigkeit der Medien ausgerichtet sein muß. Die Konsumenten sind, in der Sprache des Marktes, lediglich das "Produkt", das aggressiv beworben wird.
Der dritte Filter wird durch die Zugangsmöglickeiten zu gesellschaftlich wichtigen Institutionen wie Unternehmen und staatlichen und Regierungseinrichtungen gebildet. Wem werden sie Informationen geben und wem nicht? Welche Medien werden die neusten, "brandheißen" Informationen erhalten, wem wird die Möglichkeit zu einem "informellen Gespräch" eingeräumt: einer (leider in der BRD nicht existenten) radikalen Gewerkschaftspresse oder den Medien, die zusammen mit Unternehmern, Regierung, SPD, und einem Großteil auch der Grünen die Sicherung des "Standorts Deutschland" verfechten? Die Antwort scheint nur zu klar.
Als vierten und fünften Filter zur Eliminierung kritischen Denkens aus den Medien nennt Chomsky systematische Schmutzkampagnen gegen Abweichler und, vor allem auf Amerika bezogen, "Antikommunismus als nationale Religion". Die Antiterrorismushysterie der siebziger Jahre und Zehntausende von Berufsverboten per Dekret oder schwarzer Liste gegen Kommunisten in den fünfziger, sechziger und siebziger Jahren belegen, daß diese Prozesse auch in der Bundesrepublik wirksam sind.
Durch das Zusammenwirken all dieser Faktoren tragen die Medien dazu bei, aus der Demokratie eine Zuschauerdemokratie zu machen. Demokratischen Rechte und Meinungsfreiheit existieren und sind real, aber in ihrer faktischen Wirksamkeit sind sie ähnlich verteilt wie in Anatole Frances Satz über die Rechte von Arm und Reich: "Das Gesetz der Regierung verbietet es weder den Armen noch den Reichen, unter Brücken zu schlafen". In den westlich-demokratischen Gesellschaften sind keine uniformierten Knüppelgarden des Zentralkomitees erforderlich, um grundlegende Kritik an der ungleichen Verteilung von Reichtum, Macht und Privileg aus der Öffentlichkeit zu entfernen. Das freie Spiel unternehmerischer und staatlicher Macht wirkt ganz von allein und ohne gewaltsamen Zwang darauf hin. Es bewirkt, daß die veröffentlichte Meinung in überwältigender Weise vom einseitigen Standpunkt genau dieser Macht beherrscht wird.
Die institutionell abgesicherte, fast ausschließliche Vertretung
eines einzigen Standpunkts: wir haben hier genau das vor uns, was man gemeinhin
Propaganda nennt.
Der "manipulierte Konsens", von dem Chomsky (in seinem zusammen mit Edwrd S. Herman verfaßten Buch Manufacturing Consent. The Political Economy of the Mass Media) spricht, geht von den kapitalistischen Unternehmen als unantastbarem Heiligtum aus. Dieses Heiligtum wird, wenn überhaupt, nur im Vergleich mit den zusammengebrochenen planwirtschaftlichen Tyranneien Osteuropas diskutiert, in denen zusätzlich zur wirtschaftlichen auch die politische Demokratie fehlte.
Politische Demokratie, von den Medien im Sinne der herrschenden undemokratischen Wirtschaftsordnung manipuliert - das bildet in der Analyse Chomskys "die Grenzen des Denkbaren" in der Darstellung der westlichen Medien. Für Chomsky aber sind die privaten Wirtschaftsunternehmen nicht weniger tyrannische Institutionen als es die faschistischen und kommunistischen Staatsapparate auf der Ebene der Politik sind. All diese Einrichtungen beruhen letztlich auf Befehl und Gehorsam.
Dennoch haben Demokratie und Meinungsfreiheit für die aufgrund ihrer Wirtschaftsmacht die gesamte Gesellschaft beherrschenden Kräfte einen gefährlichen Makel. Wo Informationen im Überfluß vorhanden sind, sind auch solche verfügbar, die für die unterprivilegierte Mehrheit wichtig sind. Die Tätigkeit Chomskys selber und vieler anderer legt hierfür Zeugnis ab. Es ist möglich, die Manipulation durch die Medien zu durchschauen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, daß wir die Initiative ergreifen, uns diese Informationen zu verschaffen. Voraussetzung ist, daß wir die Rolle des Zuschauers in der Demokratie aufgeben und statt nach Führern Ausschau zu halten, die uns die Wirklichkeit vorformulieren, bewußt versuchen, uns ein eigenständiges Bild von der Realität, in der wir leben, zu machen.
Radikale Demokraten, Libertäre und Anarchisten sollten es sich zum Ziel machen, dabei zu helfen, diesen Prozeß der Selbstverständigung und Selbstorganisation in Gang zu bringen.
Die wichtigste Propagandaphrase, mit der die Mächtigen und Privilegierten derzeit die im Wesentlichen zum Schweigen oder Nachbeten verurteilte Mehrheit einschüchtern und geistig wehrlos machen, ist die von der "Globalisierung", aus der sie all ihre anderen Angriffe auf die Unterprivilegierten ableiten: "Sparzwang", Lohnsenkungen, Zerstörung des Systems der sozialen Sicherheit, Verallgemeinerung der Unsicherheit der Lebensverhältnisse. Ziel ist die Verinnerlichung des "Terrors der Ökonomie", von dem Viviane Forrester spricht, oder besser gesagt, des Terrors der Nutznießer der Ökonomie.
Für radikale Kräfte, die ungeachtet des vorherrschenden "neoliberalen", sprich kapitalistischen Gegenwindes von ganz rechts bis weit in die Grünen hinein weiter an der Unterminierung von Macht, Privileg und Unfreiheit arbeiten wollen, ist daher die Aufbrechung des "manipulierten Konsenses" an genau dieser Stelle eine vorrangige Aufgabe.
Für die Arbeitsgruppe "Libertäre und Macht der Medien"
möchte ich drei Themen vorschlagen, über deren Bearbeitung wir
uns im Einzelnen in der Arbeitsgruppe verständigen können:
Noam Chomsky wagt, das Undenkbare zu denken: Eine neue Ordnung der Gesellschaft
Von Fritz J. Raddatz
Längst und immer wieder und auch immer vernehmlicher klagen ja Publizisten wie (wenige) Politiker die ruchlosen Raubtiermethoden unserer zügellos gewordenen kapitalistischen Welt an; zügellos heißt: steuerungslos, unkontrolliert. Noam Chomsky und der Autor des Vorworts, Robert W. McChesney, haben in dem so brillanten wie schockierenden Buch Material gesammelt und analysiert, um den Begriff des Neoliberalismus gleichsam zu enttarnen; denn es handelt sich nicht um eine neue, avancierte Form von liberal, vielmehr - bereits das eine Art Begriffsdiebstahl - um die fälschend etikettierte Rücknahme liberaler Ideen und Strukturen: "Inzwischen läßt sich mit neoliberalen Vokabeln alles Mögliche begründen - Steuererleichterungen für Wohlhabende, Reduzierung der Maßnahmen zum Umweltschutz, Zerschlagung staatlicher Bildungs- und Wohlfahrtsprogramme. Mittlerweile ist jede Aktivität, die an die gesellschaftliche Vorherrschaft der Konzerne rührt, automatisch verdächtig, weil sie die Mechanismen des freien Marktes, der einzig vernünftigen, fairen und demokratischen Instanz für die Verteilung von Gütern und Dienstleistungen, gefährden könnte."
Jeder von uns erlebt täglich die Mischung aus Ruppigkeit, Menschenverachtung und Rücksichtslosigkeit, die inzwischen das "normale Leben" prägen - beim Autokauf, beim Reiseveranstalter, beim Reklamieren nachlässig zusammengeschusterter Ware, beim Lügen der Politiker und beim Mogeln der Medien. Dass dieser "Kapitalismus ohne menschliches Antlitz" unseren Alltag vergiftet, wissen wir; die Geschichte vom Personaldirektor, der in Gegenwart des Geschäftsführers zwölf Leute entlässt, ist nicht erfunden: Als der Letzte der Entlassenen den Raum verlassen hatte, sagte der Geschäftsführer: "Morgen ist Ihr letzter Tag." Fast niemand mehr, der solche Ungeheuerlichkeiten nicht wüsste, selbst erfahren hätte, aus dem Betrieb seiner Frau kennte. Nur, dass die meisten schweigen; wer will schon Meckerer und Nörgler sein.
Noam Chomsky - Sprachwissenschaftler sind ja selten schrill - geht ziemlich nüchtern vor, wenn er Fall an Fall reiht, um zu demonstrieren: Schon sehr früh, und seit Wegfall einer sozialistischen Alternative nun völlig ungehemmt, hat die von immer gigantischer gewordenen Wirtschafssimperien "in Kauf" genommene Politik sich als willfähriger Vollstrecker bewährt: "Aus diesen Gründen hat George Kennan, der einflußreiche Chef des außenpolitischen Planungsstabes, bereits 1948 dazu geraten, daß wir ,aufhören sollten, über verschwommene und unrealistische Ziele wie Menschenrechte, Anhebung des Lebensstandards und Demokratisierung zu reden', sondern ,frei von idealistischen Phrasen' über ,Altruismus und Weltbeglückung' mit ,eindeutigen Machtkonzeptionen arbeiten' müssen."
Chomskys Methode ist die des Dokumentarfilms. Er reiht Fakten an Fakten, Polemik verbietet sich da: Im selben Jahr (1989), in dem Amerikas Brasilienpolitik als Erfolgsgeschichte gefeiert wird, das "goldene Jahr" mit einer Verdreifachung der Profite, besagt eine Studie der Weltbank, dass die ohnehin niedrigen Industrielöhne in Brasilien um 20 Prozent fielen und zwei Drittel der Bevölkerung nicht genug zu essen haben, um normale körperliche Tätigkeiten auszuüben. Während Business Week das neu-reiche Amerika feiert mit der Schlagzeile "Wohin mit dem ganzen Kleingeld?", hat laut Statistik keine Industrienation so viele in Armut lebende Kinder wie die USA. Im mit "spektakulären Profiten" bejubelten Jahr 1996 erlaubt sich sogar das Magazin Fortune Ironie: Es gebe allerdings bei den global so erfolgreichen Unternehmen einen Bereich, bei dem sie nicht viel zulegen, nämlich auf den Lohnstreifen. "Diese Ausnahme umfaßt auch Unternehmen, die ein ,großartiges Jahr' mit einer ,Gewinnexplosion sondergleichen' hinter sich haben, während sie Arbeitsplätze wegrationalisierten und zur Beschäftigung von Teilzeitkräften ohne Sozialleistungen und Arbeitsplatzgarantie übergingen." Um im Vokabular der von Noam Chomsky gründlich ausgewerteten Wirtschaftspresse zu bleiben: eine niederschmetternde Bilanz. Die Verquickung von regierender Wirtschaft und deren Kommandos ausführender Regierung macht Chomsky fest an Zahlen, Fakten, Daten - ob am Beispiel der Marshallplan-Hilfe, die an den Kauf US-amerikanischer Landwirtschaftserzeugnisse gebunden war, über strangulierende Gesetze und Maßnahmen gegen Brasilien, Mexiko, Kenia bis zur so inhumanen wie sinnlosen Boykottpolitik gegen Kuba: Karl Marx redivivus.
Dies nämlich, Summe der vielen Details, ist eine verblüffende Erkenntnis, zu der Noam Chomsky und mit ihm der Leser kommt: Die weiland so getaufte und raschestens als kommunistisch verunglimpfte These des "Stamokap" ist keineswegs abwegig. Wie ja ohnehin marxistische Wirtschaftsanalysen nicht deswegen obsolet sind, weil Stalin Gulags baute. Staats-Monopol-Kapitalismus - fraglos ist das zu entscheidenden Teilen die politökonomische Struktur unserer Gesellschaft. Selbst der in ökonomischen Theorien nicht bewanderte Laie fragt sich ja, wieso eigentlich in die Pleite gemanagte Unternehmen - und das sind nicht nur Bauunternehmen - nach Staat und staatlicher Hilfe rufen, oft auch noch mit Erfolg; wieso bei einem Treffen sämtlicher deutscher Botschafter die Herren vom Außenminister als Wirtschaftsemissäre verpflichtet werden; wieso die Flugzeuge von Präsidenten und Kanzlern voll gestopft sind mit Industriebossen. Geht's gut, bleibt man unter sich. Geht's schwer oder gar schlecht, muss die Politik helfen, ob bei einer U-Bahn in China oder bei Ölkonzessionen in Afrika. Die Hilfe ist öffentlich, der Profit ist privat.
Noam Chomsky erzählt nicht nur die Geschichte vom Lockheed-Konzern, der nur dadurch vor dem Zusammenbruch gerettet wurde, dass die US-Regierung die Garantie für zwei Milliarden Dollar an Lohn- und Gehaltszahlungen übernahm; sondern er kann auch anhand der von ihm benutzten Fachliteratur generell folgern, "daß, nahezu alle Großfirmen weltweit ihre Strategie und ihren Wettbewerbsvorteil dem entscheidenden Einfluß regierungspolitischer Maßnahmen und/oder Handelsbarrieren verdanken', während zumindest 20 von ihnen, die 1993 laut Fortune zu den 100 größten Unternehmen gehörten, ,als unabhängige Unternehmen gar nicht überlebt hätten, wenn sie nicht von ihren jeweiligen Regierungen gerettet worden wären'. Das geschah durch die Sozialisierung der Verluste oder - bei ernsthaften Schwierigkeiten - durch direkte staatliche Übernahme."
Die für den Laien kaum zu entwirrende Verflechtung von Politik und Wirtschaft macht Chomsky vor allem an Lateinamerika deutlich, dem klassischen "Hinterhof" US-amerikanischer Wirtschaftspolitik, die - egal, unter welchem Präsidenten - vor rigidesten Maßnahmen bis hin zu Mord nicht zurückscheut. Wenn es um Rohstoffe, Absatzmärkte und Binnenzölle geht, ist Washington wenig heikel: "In Kolumbien, das in den letzten Jahren zu den führenden Empfängern US-amerikanischer Militärhilfe gehörte, wurden die Menschenrechte mit Füßen getreten wie nirgendwo sonst auf der Welt. Angeblich geht es den Vereinigten Staaten um den ,Drogenkrieg', aber das ist ein reiner Mythos."
Das Brisante dieses Essays liegt tatsächlich nicht so sehr im benutzten, vorgeführten und interpretierten Tatsachenmaterial; obwohl es in unserer schlecht informierten Informationsgesellschaft immer wieder frappant ist, mit allerlei Zahlen konfrontiert zu werden: dass die USA seit den sechziger Jahren der Staat sind, der am häufigsten sein Veto in der Uno eingelegt hat, wenn es um internationales Recht, Menschenrechte, Umweltschutz ging - Anfang 1997 zum 71. Mal seit 1967.
Das Brisante liegt vielmehr im Denkangebot. Es gilt ja für jeden von uns, sich versuchsweise zurechtzufinden in einer Welt, in der zwar die Begriffe Kommunikation und Information angebetet werden wie der sprichwörtliche Splitter vom Kreuze Christi - in der aber kaum eine Nachricht überprüfbar ist oder der Überprüfung standhält: ob aus dem Irak- oder dem Balkankrieg, ob über Politikerbestechungen oder präsidentiale Lüge. Die Undurchschaubarkeit unserer gesellschaftlichen Systeme jedoch produziert etwas Verhängnisvolles: Verdruss und Passivität. Da etwa die Angabe: 1971 noch bezogen sich 90 Prozent der internationalen Finanzgeschäfte auf reales Kapital und 10 Prozent auf spekulatives Kapital, 1995 bereits sind umgekehrt 95 Prozent spekulativ, und die täglich hin- und zurückfließende Kapitalmenge beträgt mehr als eine Billion Dollar: Da eine solche Angabe zwar unser Leben bestimmt, aber nicht mehr begreifbar ist - sind wir vom Beteiligten zum Zuschauer geworden. Wir sind nicht mehr Teil, sondern Ersatzteil. Das gute alte Marx-Wort Entfremdung ist aktueller denn je, und eine eigens dazu geschaffene Industrie potenziert sie. Den Umstand, dass für Marketing in Amerika jährlich eine Billiarde Dollar ausgegeben wird, ein Sechstel des US-Bruttosozialprodukts, kommentiert Noam Chomsky: "Diese Kosten sind vielfach steuerabzugsfähig, so daß die Leute für das Privileg, manipuliert zu werden, auch noch bezahlen."
Der manipulierte Mensch. Man könnte auch sagen: der amputierte; denn Partizipation ist durch Konsumation ersetzt, also Aktivität durch Passivität. 80 Prozent der Amerikaner glauben nicht, dass die Regierung die Interessen des Volkes (vielmehr die der wenigen) vertritt, 80 Prozent halten das Wirtschaftssystem für ungerecht, 70 Prozent meinen, die Wirtschaft übe zu viel Macht über zu viele Bereiche des amerikanischen Lebens aus, und fast 100 Prozent vermissen, dass die Konzerne ihre Gewinne "auch für die Verbesserung der Lebensbedingungen ihrer Beschäftigten" verwenden.
Wir haben es also nicht zu tun mit einem Pamphlet, sondern mit einer - fervent vorgetragenen - Warnung: Wenn das Hauptprodukt des zeitgenössischen Kapitalismus Vereinsamung und Verzagen ist, dann halten wir an einem geschichtlichen Wendepunkt - denn Demokratieverdruss ist der tödlichste Feind der Demokratie. Eigentlich sind wir alle aufgefordert zu fragen, wie wohl eine "postkapitalistische" Gesellschaftsordnung aussehen könnte. Gewiss, im Augenblick scheint derlei "nicht denkbar". Aber die Abschaffung der Sklaverei schien auch einmal undenkbar wie die Beendigung der Kolonialherrschaft oder die Gleichberechtigung der Frau. Das Positive an diesem so negativen Buch ist der - von Noam Chomsky so nicht formulierte - Appell: Die Aufgabe des neuen Jahrhunderts ist es, das Undenkbare zu denken.
Noam Chomsky: Profit over People. Neoliberalismus und globale
Weltordnung; aus dem Amerikanischen von Michael Haupt; Europa Verlag, Hamburg/Wien
2000; 160 S., 24,50 DM
Oliver Uschmann
Einige Titel :
Sprache und Politik -- Haben und Nichthaben --
(beide Philo Verlag 99)
Die politische Ökonomie der Menschenrechte -- (Trotzdem 99)
Die Mächte und ihre Zukunft. Der Mensch in der globalen Ordnung
-- (K.Boer 99)
Vom politischen Gebrauch der Waffen (Guthmann Peterson 87)
Erkenntnis und Freiheit -- (Suhrkamp 73)
Von NOAM CHOMSKY *
* Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technology, beschäftigt sich seit "Amerika und die Mandarine" (1969) mit Südostasien. Zuletzt ist sein Buch "Wirtschaft und Gewalt" (1993) auf Deutsch erschienen
ES fällt nicht leicht, mit gespielter Ruhe und Abgeklärtheit über die Entwicklung in Osttimor zu schreiben. Unser Empfinden von Schrecken und Scham wird noch verstärkt durch die Tatsache, dass die dort stattfindenden Verbrechen nichts Neues sind und dass sie so leicht zu stoppen gewesen wären. Das galt schon seit dem Dezember 1975, seit der Invasion Indonesiens, das auf die diplomatische Unterstützung und die Waffenlieferungen der USA setzen konnte: Unter dem Deckmantel eines offiziellen "Embargos" wurden sogar neue Waffen geliefert, deren Einsatz zwar illegal war, aber insgeheim gebilligt wurde. Die Androhung von Bombenangriffen oder auch nur Sanktionen wäre gar nicht nötig gewesen. Die USA und ihre Verbündeten hätten lediglich ihre aktive Beteiligung einstellen und ihren Vertrauten in der indonesischen Militärführung mitteilen müssen, dass die Gräuel zu beenden seien und dem Territorium Osttimor ebenjenes Recht auf Selbstbestimmung zu gewähren sei, das die Vereinten Nationen und der Internationale Gerichtshof ihm zugesprochen hatten.
Wir können die Vergangenheit nicht ungeschehen machen, aber wir sollten immerhin eingestehen, was wir getan haben. Und der moralischen Verantwortung nachkommen, zu retten, was noch zu retten ist, und im Übrigen umfassende Reparationen zu leisten - als höchst bescheidene Geste der Entschädigung für scheußliche Verbrechen.
Das neueste Kapitel dieser peinlichen Geschichte des Verrats und des Mitschuldigwerdens begann unmittelbar nach dem Referendum des 30. August 1999, in dem die Bevölkerung mit überwältigender Mehrheit für die Unabhängigkeit stimmte. Sogleich ging die Zahl der Gräueltaten, organisiert und angeleitet vom indonesischen Militär (TNI), drastisch in die Höhe. Die UN-Mission (Unamet) gab in ihrem Bericht vom 11. September folgende Einschätzung der Lage: "Die unmittelbare Verbindung zwischen Milizen und Militär steht außer jedem Zweifel und wurde von Unamet während der letzten vier Monate in erdrückender Deutlichkeit dokumentiert. Doch Ausmaß und Intensität der Verheerungen, die Osttimor während der vergangenen Woche erlebt hat, demonstrierten ein neues Niveau der offenen Beteiligung des Militärs an Operationen, die vormals eher verdeckt durchgeführt wurden."
Die Unamet warnte, "das Schlimmste dürfte erst noch bevorstehen. Es ist nicht auszuschließen, dass hier die ersten Phasen eine Völkermordaktion ablaufen, mit der das Problem Osttimor gewaltsam aus der Welt geschafft werden soll."(1)
Der indonesische Historiker John Roosa gab in der New York Times folgende nüchterne Einschätzung der Lage: "Da das Pogrom vorauszusehen war, hätte man es leicht verhindern können. Aber in den Wochen vor der Abstimmung weigerte sich die Clinton-Regierung, mit Australien und anderen Ländern über eine internationale Truppe zu diskutieren. Selbst nach dem Ausbruch der Gewalt zögerte die Regierung noch mehrere Tage lang"(2), bis sie sich unter internationalem (vor allem australischem) und innenpolitischem Druck zu ein paar zaghaften Gesten aufraffte. Schon das reichte aus, um die indonesischen Generäle zu veranlassen, die internationale Friedenstruppe zu akzeptieren. Ein anschaulicher Beleg für die latente Macht, die schon immer einsetzbar gewesen wäre. Und für die Tatsache, dass die Vereinten Nationen ohne die Zustimmung und Initiative Washingtons nichts unternehmen können.
Während Clinton "zauderte", wurden nach UN-Schätzungen fast fünfzig Prozent der Bevölkerung aus ihren Wohnungen vertrieben und tausende ermordet.(3) Die US-Luftwaffe, die in Jugoslawien zivile Ziele punktgenau vernichten konnte, sah sich außerstande, Nahrungsmittel für hungernde Menschen abzuwerfen, die vom Terror der indonesischen Streitkräfte in die Berge getrieben wurden - von Truppen also, die von den USA und ihren Verbündeten ausgerüstet und ausgebildet werden.
Das alles löst bittere Erinnerungen an die Ereignisse von vor 20 Jahren aus. Nach dem unfasslichen Gemetzel von 1977/78 - unter entscheidender Beihilfe der Carter-Regierung - glaubte Indonesien, einigen Diplomaten, darunter US-Botschafter Edward Masters, einen kurzen Besuch in Ost-timor gestatten zu können. Die Delegation erkannte sofort die ungeheure Dimension der humanitären Katastrophe. Was folgte, schilderte Benedict Anderson, renommierter akademischer Indonesien-Experte, vor einem UN-Ausschuss: Neun lange Monate von Hunger und Terror sah Botschafter Masters bewusst davon ab, "selbst innerhalb des Außenministeriums auf humanitäre Hilfe für Osttimor dringen". Er wartete vielmehr ab, "bis ihm die Generäle in Djakarta grünes Licht gaben", sich also "sicher genug fühlten, ausländische Besucher zuzulassen", wie es ein interner Bericht des US-Außenministeriums formulierte.(4) Erst dann begann man in Washington zu überlegen, welche Konsequenzen sich aus dem eigenen Handeln ergeben.
In Osttimor läuft stets dasselbe Geschehen ab. Eine schauerliches Beispiel war bereits der Staatsstreich, der 1965 General Suharto an die Macht brachte. Den Massakern der Armee, die binnen weniger Monate hunderttausende abschlachtete, fielen in erster Linie landlose Bauern zum Opfer.
Die politische Massenpartei der Linken, die PKI, war damit vernichtet. Der Westen reagierte mit ungehemmter Begeisterung und einhelligem Lob für die "gemäßigten Kräfte" Indonesiens - also für Suharto und seine Komplizen in der Armee, die ihre Gesellschaft gesäubert und der Ausplünderung durch das Ausland Tür und Tor geöffnet hatten. Verteidigungsminister Robert McNamara eröffnete dem Kongress, die militärische Hilfe und Ausbildung durch die USA habe "sich ausgezahlt"; in einem Kongressbericht war die Rede von "enormen Dividenden". McNamara teilte Präsident Johnson mit, die US-Militärhilfe habe die indonesische Armee "ermutigt, gegen die PKI vorzugehen, sobald sich die Gelegenheit bot". Die Programme für indonesische Offiziere hätten dazu beigetragen, "die neue politische Elite Indonesiens (der Armee) in ihrer wohlwollenden Haltung zu bestärken".(5)Und so ging es 35 Jahre weiter, mit Rüstungslieferungen, Ausbildungshilfe und Informationsaustausch - bis zu den "humanitären Manövern" im August 1999.
Während die indonesischen Streitkräfte und ihre paramilitärischen Helfer im September 1999 mordend und plündernd die Hauptstadt Dili niederbrannten, verlautbarte das Pentagon, "ein US-indonesisches Manöver mit dem Schwerpunkt auf humanitärer und Katastrophenhilfe"( )sei am 25. August zu Ende gegangen(6), also fünf Tage vor dem Referendum.
Einige Monate zuvor - kurz zuvor waren in Liquica Dutzende von Flüchtlingen in einer Kirche massakriert worden - sagte Admiral Dennis Blair, der US-Oberbefehlshaber für die pazifische Region, dem indonesischen Oberkommandierenden General Wiranto die Unterstützung der USA zu und schlug ein neues US-Ausbildungsprojekt vor.(7)
Seit 1975 hat Washington an Indonesien Waffen im Wert von über einer Milliarde Dollar geliefert (weitere Details in dem Beitrag von Romain Bertrand). Und die US-Regierung rühmt auch heute wieder "den Wert jahrelanger Ausbildung für Indonesiens künftige Militärführung in den USA und die Millionen Dollar an Militärhilfe für Indonesien" und dringt auf die Weiterführung solcher Programme in Indonesien und in aller Welt.(8)
Die Gründe für diese schändliche Bilanz werden manchmal sogar ehrlich ausgesprochen. Während der jüngsten Gräueltaten hat ein Diplomat in Djakarta "das Dilemma" der Großmächte auf die Formel gebracht: "Indonesien ist wichtig und Ost-timor nicht."(9) Das erklärt, warum Washington stets dieselben folgenlosen Missbilligungsgesten macht und zugleich betont, die innere Sicherheit Osttimors liege "in der Verantwortung der Regierung Indonesiens, und wir wollen ihr diese Verantwortung nicht abnehmen". So lautete die offizielle Stellungnahme nur wenige Tage vor dem August-Referendum - in voller Kenntnis der Methoden, mit denen Indonesien diese "Verantwortung" wahrgenommen hatte.(10)
Das Kalkül des zitierten Diplomaten wurde unlängst in der New York Times von zwei Asien-Experten noch klarer formuliert: Die Kalkulation der Clinton-Regierung beruhe darauf, "dass die Vereinigten Staaten ihre Beziehungen zu Indonesien, einer rohstoffreichen Nation von über 200 Millionen Einwohnern, höher bewerten müssen als die Sorge um das politische Schicksal Osttimors, eines winzigen, verarmten, nach Unabhängigkeit strebenden Territoriums von 800 000 Einwohnern". In dem Artikel wird auch Douglas Paal zitiert, der Präsident des Asia Pacific Policy Center: "Timor ist ein Verkehrshindernis auf der Straße, die zu Verhandlungen mit Djakarta führt, und das müssen wir unbeschädigt überwinden. Indonesien ist ein großes, für die Stabilität der ganzen Region entscheidendes Land."(11) "Stabilität" ist seit langem das Schlüsselwort, und es steht eigentlich für "wohlwollende Orientierung der politischen Elite" - und zwar wohlwollend gegenüber ausländischen Investoren und globalen Managern.
Das offizielle Washington bekennt, man sei "an Osttimor absolut nicht interessiert". Neuerdings hat allerdings der intensive Druck der Australier dieses Kalkül revidiert: "Wir haben dort einen sehr großen Hund namens Australien im Rennen, und den müssen wir unterstützen", bilanzierte ein höherer Regierungsvertreter.(12)
Die Verantwortlichen für die indonesische Invasion von 1975 hatten die US-amerikanischen Leitlinien sehr wohl verstanden. Die formulierte im Nachhinein der UN-Botschafter Daniel Patrick Moynihan; und jeder, der sich ernsthaft für internationale Politik, für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit interessiert, sollte sich diese Sätze tief in sein Gedächtnis einschreiben. Der Sicherheitsrat verurteilte damals die Invasion und forderte Indonesien zum Rückzug auf. Warum das folgenlos blieb, hat Moynihan in seinen 1978 erschienenen Memoiren erläutert:
"Die Vereinigten Staaten wollten die Entwicklung der Dinge genau so, wie sie dann eingetreten ist, und sie arbeiteten gezielt darauf hin. Das Außenministerium wünschte, dass sich alle Maßnahmen der Vereinten Nationen als völlig ineffektiv erwiesen. Die Aufgabe wurde mir übertragen, und ich habe sie mit nicht unbeträchtlichem Erfolg bewältigt." (13)
Der Erfolg war fürwahr beträchtlich. Moynihan zitiert Berichte, wonach innerhalb zweier Monate etwa sechzigtausend Menschen ums Leben kamen, also "zehn Prozent der Bevölkerung, ein fast ebenso hoher Prozentsatz wie in der Sowjetunion während des zweiten Weltkriegs"(14.) Erfolgreich war Moynihan auch insofern, als binnen eines Jahres "das Thema aus der Presse verschwand".
Während Moynihan 1977/78 an seinen Memoiren schrieb, erreichten die Gräueltaten ihren Höhepunkt. Gestützt auf neue, modernste Waffensysteme, die ihnen die "Regierung der Menschenrechte" liefert, begannen die indonesischen Militärs eine vernichtende Offensive gegen hunderttausende Osttimoresen, die in die Berge geflohen waren. Damals versuchten glaubwürdige Kirchenvertreter in Osttimor, die geschätzte Zahl von 200 000 Toten zu verbreiten, die jahrelang geleugnet wurde und erst Jahre später als realistisch anerkannt wurde. Als das Gemetzel die Dimension eines Völkermords anzunehmen drohte, leisteten auch Großbritannien und Frankreich - und andere Mächte - ihren Beitrag, mit Waffenlieferungen und diplomatischer Unterstützung.
DAS Jahr 1999 brachte zunächst einen Moment der Hoffnung. Der indonesische Interimspräsident Habibie forderte ein Referendum, bei dem es die Wahl zwischen einer Angliederung an Indonesien ("Autonomie") und derUnabhängigkeit geben sollte. Die Armee griff sofort ein, um mittels Terror und Einschüchterung eine Option für die Unabhängigkeit zu verhindern. In den Monaten vor dem August-Referendum wurden nach glaubwürdigen Kirchenquellen 3 000 bis 5 000 Menschen umgebracht(15.)Das wären doppelt so viele Tote wie im Kosovo in der Periode vor den Nato-Bombenangriffen und sogar viermal so viel, wenn man es in Relation zur Gesamtbevölkerung setzt. Der Terror war umfassend und sadistisch und sollte warnend darauf hinweisen, was jeden erwartete, der den Befehlen der Besatzungsarmee zu trotzen wagte.
Dennoch ging fast die gesamte Bevölkerung zu den Urnen, viele verließen deswegen sogar ihre Verstecke. Nahezu achtzig Prozent stimmten für die Unabhängigkeit. Das provozierte die letzte Phase der Gräueltaten: Die indonesische Armee versuchte mit Massakern und Vertreibungen das Ergebnis umzukehren, dabei wurde ein großer Teil des Landes verwüstet. Innerhalb von zwei Wochen dürften über 10 000 Menschen umgebracht worden sein, schätzt Bischof Carlos Filipe Belo, der Nobelpreisträger, der vor Gewehrsalven aus seinem Lande flüchten musste und erst unter dem Schutz der UN-Truppe am 5. Oktober wieder zurückkehren konnte.(16)
Schon vor Habibies überraschender Referendumsidee hatte die indonesische Armee sich auf den Fall vorbereitet, dass ihre Herrschaft - einschließlich ihrer Kontrolle über die Ressourcen Osttimors - bedroht sein könnte. Sie hatte Pläne vorbereitet, die darauf zielten,"schlicht und einfach eine Nation zu vernichten". Von diesen Plänen hatten westliche Nachrichtendiensten von Anfang an Kenntnis. Die TNI rekrutierte tausende Westtimoresen und ließ Truppen aus Java heranführen. Noch bedrohlicher wirkte die Ankunft der gefürchteten, in den USA ausgebildeten Kopassus-Spezialeinheiten des General Makarim, eines von der CIA ausgebildeten Geheimdienstspezialisten, der sich bei früheren Einsätzen in Osttimor den "Ruf fühlloser Gewalttätigkeit" erworben hatte.(17)
Für den Terror und die Zerstörung, die alsbald begannen, waren TNI-Truppen verantwortlich, die man im Westen mit der fragwürdigen Bezeichnung "vagabundierende Elemente" belegte. Es gibt gute Gründe, wie Bischof Belo die direkte Verantwortung für diese Milizen beim kommandierenden General Wiranto in Djakarta zu sehen.(18) Sie unterstanden offenbar der Aufsicht von Kopassus-Einheiten, jener "Elitetruppen", von denen der erfahrene Asien-Korrespondent David Jenkins berichtet, sie hätten "regelmäßig Übungen mit US- und australischen Streitkräften abgehalten, bis ihr Auftreten ihren ausländischen Freunden zu peinlich wurde". Benedict Anderson berichtet, die "wegen ihrer Grausamkeit berüchtigten" Kopassus-Einheiten hätten gerade in Osttimor " vielfältige Gräueltaten" begangen, darunter systematische Vergewaltigungen, Folterungen und Hinrichtungen. Jenkins schreibt, die Kopassus operierten nach der Taktik des US-amerikanischen Phoenix-Programms (nach dem in Südvietnam zehntausende Bauern und ein Großteil der einheimischen südvietnamesischen Führung umgebracht worden waren). Laut Jenkins orientierten sie sich auch an den "von den Contras in Nicaragua geübten Methoden", die diese von ihren CIA-Mentoren gelernt hatten. Diese staatlichen Terroristen jagten nicht etwa nur die "radikalsten Verfechter der Unabhängigkeit", sondern mehr noch die "gemäßigten Kräfte, Leute, die in ihren Gemeinden Einfluss haben". Eine gut informierte Quelle in Djakarta behauptet: "Das sieht ganz nach Methode Phoenix aus [...] alle und jeden zu terrorisieren" - die Nichtregierungsorganisationen, das Rote Kreuz, die UN, die Journalisten".(19)
Schon einige Zeit vor dem Referendum hatte der Kommandeur der indonesischen Truppen in Dili, Oberst Tono Suratman, vor den Folgen gewarnt: "Sagen wir es ganz deutlich: Wenn die Pro-Unabhängigkeitskräfte siegen, wird alles zerstört werden. Das wird schlimmer als vor 23 Jahren."(20) Ein ( ) Dokument der Armee von Anfang Mai, als man gerade ein internationales Abkommen über das Referendum erzielt hatte, enthält die Anordnung "nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses in allen Dörfern Massaker anzurichten, falls die Verfechter der Unabhängigkeit siegen". Die Unabhängigkeitsbewegung sei "von der Führung bis zur Basis auszuschalten".(21) Unter Berufung auf diplomatische, kirchliche und Milizquellen berichteten australische Zeitungen, "dass hunderte moderne Sturmgewehre, Granaten und Granatwerfer in Magazinen lagern, um eingesetzt zu werden, falls die Option der Autonomie an den Wahlurnen abgelehnt wird".(22)
All dies war den "ausländischen Freunden" klar. Die wussten auch, wie man den Terror beenden konnte, zogen es aber vor, so ausweichend und zwiespältig zu reagieren, dass die indonesischen Generäle annehmen durften, sie hätten "grünes Licht" bekommen .
Die ganze schmutzige Geschichte ist vor dem Hintergrund der US-indonesischen Beziehungen seit 1945 zu betrachten.(23) Die gewaltigen Ressourcen der Inselwelt und ihre entscheidende strategische Bedeutung sichern Indonesien eine zentrale Rolle in den globalen Plänen der Vereinigten Staaten. Diese Faktoren erklären die Bemühungen der Vereinigten Staaten, Indonesien zu schwächen, als sich das Land vor vierzig Jahren als zu unabhängig und demokratisch erwies und sogar die linke KPI mit ihrer bäuerlichen Massenbasis am politischen Leben teilhaben ließ. Dieselben Faktoren liegen der westlichen Unterstützung für das Regime der Mörder und Folterer zugrunde, die 1965 eine "günstige Richtung" herbeiführten. Die Errungenschaften dieses Regimes wurden zudem als Rechtfertigung der amerikanischen Kriege in Indochina wahrgenommen, der ja weitgehend der Besorgnis entsprang, der "Virus" des unabhängigen Nationalismus könnte auch Indonesien "infizieren" (um es in der Sprache Kissingers auszudrücken)
Die Unterstützung für die Invasion Osttimors und die darauffolgenden Gräuel waren also eine bloß reaktive Politik. Eine globaler angelegte Analyse müsste jedoch auch das Beispiel Afrika berücksichtigen, wo der Zusammenbruch des portugiesischen Kolonialreiches weitgehend die gleichen Konsequenzen hatte, wobei in diesem Fall Südafrika zum Agenten des vom Westen unterstützten Terrors wurde. In all diesen Fällen verwies man routinemäßig auf den Kalten Krieg, um alle möglichen hässlichen Motive und Aktionen, vor allem die in Südostasien, zu rechtfertigen.
Doch mittlerweile sollten wir bereit sein, die Mythologie zu verwerfen und den Gründen und Konsequenzen unserer Handlungen ins Auge zu blicken. Das gilt nicht nur für Osttimor. Doch in dieser gequälten Ecke der Welt haben wir immerhin noch die Chance - wenn auch nicht mehr sehr lange -, eine der erschreckendsten Tragödien dieses schrecklichen Jahrhunderts zu stoppen.
dt. Meino Büning
(1) Bericht an den UN-Sicherheitsrat über die Mission nach Djakarta und Dili, 8. bis 12.September 1999.
(2)New York Times, 15. September 1999.
(3)Boston Globe, 15. September 1999.
(4) Benedict Anderson, Erklärung vor dem vierten Ausschuss der UN-Generalversammlung, 20. Oktober 1980. Vollständigere Zitate und Hintergründe finden sich bei Chomsky, "Towards a New Cold War", New York (Pantheon) 1982. Zur früheren Vorgeschichte siehe Chomsky und Edward Herman, "The Political Economy of Human Rights", Boston (South End) 1979, Bd. 1.
(5)Für eine Übersicht und Quellen siehe Chomsky, "Year 501" Boston (South End) 1993.
(6) AP Online, 8. September 1999.
(7) Alain Nairn, TheNation, 27. September 1999.
(8)The New York Times, 14. September 1999. Die von der Regierung gebilligten Waffenlieferungen belaufen sich seit der Invasion von 1975 auf über einer Mrd. Dollar. Die Militärhilfe während der Clinton-Jahre betrug etwa 150 Mill. Dollar, während die von der US-Regierung genehmigten Waffenverkäufe von 3,3 Mill. Dollar im Fiskaljahr 1997 auf über 16,3 Mill. Dollar während des letzten Fiskaljahres anstiegen. 1997 bildete das Pentagon noch immer Kopassus-Einheiten aus, entgegen der erklärten Absicht der Gesetzgeber im Kongress. Vgl. William Hartung, Rüstungsexperte des World Policy Institute, KRT News Service, 16. September 1999.
(9) Sander Thoenes, Financial Times, 8. September 1999; Christian Science Monitor, 14. September 1999.
(10) Gay Alcorn zitiert im Sydney Morning Herald, 25. August 1999, den Sprecher des Außenministeriums James Foley. Verteidigungsminister William Cohen, Pressekonferenz, 8. September 1999.
(11) Elizabeth Becker und Philip Shenon, "With Other Goals in Indonesia, U.S. Moves Gently on East Timor", New York Times, 9. September 1999; s.a4 Steven Mufson, Washington Post, 9. September 1999.
(12) Peter Hartcher, "The ABC of winning US support", Australian Financial Review, 13. September 1999.
(13) Daniel Patrick Moynihan (mit Suzanne Weaver), "A Dangerous Place", Boston (Little, Brown) 1978. Moynihan schreibt, "seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges" sei von 60 000 Toten berichtet worden.
(14) Über die US-Politik gegenüber Indonesion am Ende des Zweiten Weltkrieges siehe Roger Louis, "Imperialism at Bay: The United States and the Decolonization of the British Empire, 1941 - 1945", New York (Oxford University Press) 1978, S. 237.
(15)Washington Post, 5. September 1999. Eine Übersicht über den ersten Teil des Jahres, vor allem aus der australischen Presse, findet sich bei Chomsky, "The New Military Humanism: Lessons of Kosovo", Monroe (Common Courage), 1999.
(16)New York Times, 13. September 1999.
(17)TheObserver,13. September 1999.
(18) Shenon, a.a.O.
(19)Sydney Morning Herald, 8. Juli 1999; Benedict Anderson, "The Promise of Nationalism", New Left Review 235, Mai/Juni 1999.
(20)Australian Financial Review, 14. August 1999, unter Bezug auf ein Radio-Interview.
(21) The Observer, 13. September 1999
(22) Mark Dodd, "Fears of Bloodbath Grow as Militias Stockpile Arms", Sydney Morning Herald, 26. Juli 1999.(23 )Für eine Übersicht siehe Chomsky, "Indonesien nach Suharto", Le Monde diplomatique, Juni 1998
Das große Zittern, das die Wall Street derzeit erschüttert, ist die Sorge um das Ende dessen, was die Business-Medien in den letzten Jahren »riesig«, »blendend« und »außergewöhnlich« nannten. Den hohen Profitraten gingen die Adjektive aus, und jetzt befürchten die Medien, daß es den Fakten ohne Bedeutung ähnlich geht.
Es gab einen astronomischen, allerdings kurzfristigen Zuwachs an Kapitalflüssen. Etwa 80 Prozent davon sind sozusagen Rundflüge. Kapital geht und kommt wieder nach Hause - innerhalb eines Zeitraums von einer Woche oder weniger, oft nur innerhalb von Stunden oder Minuten -, was offenbar mit der wirklichen Wirtschaft, mit Handel und Investitonen nichts mehr zu tun hat. Zur Zeit wird geschätzt, daß nur etwa fünf Prozent der eineinhalb Trillionen Dollar des täglichen Kapitalflusses mit der wirklichen Wirtschaft verbunden sind. Der Rest ist Spekulationskapital. In den 70ern standen diese Zahlen andersherum.
Die Irrationalität der Finanzmärkte macht Kapitalflüsse extrem flüchtig und unvorhersehbar. Laut einer IWF-Studie, die die Periode von 1980 bis 1995 berücksichtigte, wurden 80 Prozent der 180 Mitglieder von einer oder mehreren Bankkrisen heimgesucht. Keynes, White oder jeder andere Ökonom, der sich mit Bretton-Woods auskennt, wäre davon kaum überrascht. Im selben Zeitraum erfolgte eine »Dauerattacke auf freie Märkte«, wie sich der Chef- Wirtschaftsforscher der Welthandelsorganisation in einer technischen Studie ausdrückte, durch die Reaganomics: freie Märkte für die Armen, aber etwas ganz Feines für die Reichen.
Patrick Low schätzt die Wirkung protektionistischer Maßnahmen unter US-Präsident Ronald Reagan dreimal so hoch wie die aller anderen Industrieländer zusammen - und schon die waren schlimm genug. Öffentliche Subventionen und Sicherheitsleistungen - eine Verletzung des Freihandelsprinzips - für heimische und internationale Banken stiegen an.
In den USA bestand das Ziel darin, die ernsthaften Management-Fehler, die zum Abbau der US-Industrie geführt hatten, irgendwie wettzumachen. Das Pentagon wurde zur Hilfe gerufen, um seine traditionelle Rolle wiederaufzunehmen. Es sollte die »Fabrik der Zukunft« mit »schlanker Produktion« (lean production) und Automatisierung entwerfen und sie dann der US-Industrie schenken. Der Zweck: die Rettung zentraler Komponenten des Industriesystems vor japanischer Konkurrenz und die Entwicklung neuer Technologien und Märkte. Das Internet und die Informationstechnologie sind zwei Beispiele aus der Pentagon-Forschung unter Carter und Reagan. Unter Clinton geht diese Entwicklung - parallel zur Rhetorik vom freien Markt- weiter. Und der radikale Eingriff in den Freihandel ist Standard, wenn es nötig erscheint.
Für die Länder der »Dritten Welt« war die Ära nach Bretton-Woods angesichts der Kräfteverhältnisse eine Katastrophe. Einige haben sich den Regeln der reichen Länder entzogen. Rußland ist ein dramatisches Beispiel, wie sich ein Land seit zehn Jahren von selbst in die alte Dritte- Welt-Rolle zurückverwandelt. Über die USA herrscht allerdings das Bild von der Märchenwirtschaft mit den selbstzufriedenen und dicken Amerikanern, die sich in der Zuckerwatte des amerikanischen Booms wälzen. Ein fettes, glückliches Amerika, das den größten Boom der US- Geschichte genießt - um typische Titelüberschriften aus der »New York Times« zu verwenden.
Als Beispiel muß zumindest bis zu diesem Sommer der Aktienmarkt herhalten. Und tatsächlich: es ist ein Märchen, vor allem für das oberste Prozent der US-Genießer, die rund die Hälfte der Aktien und andere Werte ihr Eigentum nennen. In gewissem Ausmaß gilt das auch für die zehn Prozent, die fast den gesamten Rest besitzen. Aber was ist mit den darunter liegenden 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung? Der Nettowert ihrer Einkommen nimmt seit den 90ern ständig ab. Denn die enorme Verschuldung steigt schneller als der Wachstum von Aktien- und anderen Werten. 80 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten immer mehr Stunden, nur um nicht noch mehr auf den Abgrund zuzurutschen. Sie haben noch nicht einmal das Niveau von 1989 erreicht, geschweige denn das von 1973. Damals hatte die neue Ökonomie erst richtig Fuß gefaßt.
(Übersetzung aus dem Englischen: Max Böhnel) http://www.talknet.de/~helmut_fiedler/JW-Chomsky3.html
> Wird Chomsky in Deutschland gelesen?
Doch, schon. Ich hab mich als Student durch "Aspekte der Syntaxtheorie" durchgekämpft, das ist das Werk, in dem er die These aufstellte, daß uns allen eine Art Meta-Grammatik angeboren sei, und daß es sich dabei um eine generative Transformationsgrammatik handele (na ja, ich verkürze jetzt ziemlich stark ...). - Ich stecke nicht in dem Thema drin, aber so weit ich gehört habe, ist diese Theorie von der neueren linguistischen Forschung ad acta gelegt, oder liege ich da falsch?
Außer dem habe ich mich auszugsweise an "The Backroom Boys" (in englischer Sprache) versucht, ein politisches Buch, in dem Chomsky versucht, die Interessengruppen und Motive aufzudecken, die den Vietnamkrieg von amerikanischer Seite vorantrieben.
Der breiten Öffentlichkeit in Deutschland ist Chomsky unbekannt, ich glaube nicht, daß es hier viele gibt, die schon etwas aus seinen politischen Schriften gelesen haben. Intensiver mit ihm beschäftigen sich hier wohl vornehmlich Linguisten. Ach ja, und die Informatiker kennen zumindest seinen Namen, der untrennbar mit seinem Konzept der generativen Grammatiken verbunden ist. Dieses Konzept stellt die syntaktische Grundlage der meisten Programmersprachen dar.
Wie man ja vom Johannesevangelium weiß, stand neben dem Kreuz
ein Gefäß "wo Essig ODER SOWAS" drin war. Natürlich war
das eine Knock-out Droge und der gute Joshua, der erst seit 2 Stunden am
Kreuz hang, verlor das Bewußtsein.Sein reicher Onkel Joseph von Armiathäa
wollte unseren Revoluzzer-Priester Joshua retten und bot dem Römersoldaten
Geld. damit er den Jungen runternimmt. Der aber mußte, wie es diese
Hinrichtungsmethode vorsah, Joshua erst die Beine brechen (siehe Bibel).
Aber das wäre der sichere Tod für Joshua gewesen, denn durch
das Beinbrechen (Knüppel brach Schienbeine?) konnten sich die Gekreuzigten
nicht mehr aufrecht halten und ihre Brustmuskulatur erwürgte sie selber
dann ziemlich schnell... dann war das Gejammer beendet. Weil der Soldat
aber das Geld wollte, mußte er sicher gehen, daß Josh tot war,
also stach er ihm mit dem Speer in die Seite. Blut und Wasser traten
heraus. Jeder Arzt wird euch sagen, daß ein Toter nicht blutet.
Pumpe steht, kein Druck. Also lebte der zähe Joshiboy da noch und
welch Wunder, nach ein paar Tagen wurde er wieder gesehen. Aber als Marxist-Leninist
musste er schnell aus den kapitalistischen "Vereinigten Staaten von Römerland"
verschwinden, so schiffte er sich mit seiner Frau Maria-Magdalena ins ferne
babarische Frankreich ein, wo ihn keiner kannte, und er noch viele Kinder
hatte.
In den Qumran Schriftrollen, den "Dead Sea Scrolls" wurde Jesus als
der "wicked priest" erwähnt. Der "schlimme Priester" tat nämlich
verwerfliche Sachen. Bei einer Hochzeit in Kanaan hat er dem gemeinen Volk
auch
Wein gegeben; nicht nur die Reichen und Eliten sollten Wein trinken (und
das gemeine Volk trinket Wasser), nein, er hat Wasser zu Wein verwandelt.
Und seine Mutter Maria war natürlich auch keine 'Jungfrau mit
intaktem Hymen', sondern so nannte man nur die grrrls, die einem Männeken
im Kloster versprochen waren. Natürlich kam ihr Lover schonmal ins
Dorf und machte sein Liebchen glücklich... und wenn die dann schwanger
wurde, tja, dann mußten die wohl schnell "die Jungfrau mit dem Kind"
heiraten...
Mit diesen und anderen tollen Stories, und vor allem die schier unglaubliche
"überlebte die Kreuzigung" Geschichte ließ sich selbstverständlich
in der Zeit ordentlich was machen. So entstand das Christentum. Aus Joshua,
dem Juden, wurde Jesus der Christ.
Leider gibts es aber ein Beweisstück, den sogennanten 'heiligen
Gral'. Dieses Ding hat Familie Jesus mit nach Südfrankreich genommen,
und die Kirche wollte dieses Ding unbedingt haben, den man konnte sie damit
erpressen:
Stichworte: Montsegur Kartarer Arkadien Gott Nag Hammadi
Vatikan Bibel Neues Testament Jesus Maria und Josef Heilige Familie Heiliger
Geist Kirche Inquisition Märtyrer Mutter Gottes Qumranrollen Christentum
Qumran-Rollen Templer Sauniere Abendmahl Kelch
Dieses Buch ist nicht schlecht. Leider sind die Verfasser wohl dem
Priore de Sion, Pierre Plantard und dem Merowingischen ausgesessen. Wie
auch immer... die BBC Sendungen sind auch unterhaltsam: Der
Heilige Gral und seine Erben ... ziemlich interessante Geschichte von
einem BBC Reporter recherchiert. Holy
Blood, Holy Grail ... dasselbe auf english von Amazon.de.
Verschlußsache
Jesus – Die Qumranrollen und die Wahrheit über das frühe Christentum
(auch hier).Die
Autoren: Michael Baigent studierte an der Christchurch University,
Neuseeland, Richard Leigh an der Tufts, University, Boston, iund an der
University of Chicago. Sie sind Koautoren mehrerer Bücher, darunter
Der Heilige Gral und seine Erben sowie Der Tempel und die Loge.
Vielleicht das beste Buch, mit erstaunlich klar gedachten Passagen
(Jesus überlebte Kreuzigung, Tote bluten nicht, Beine wurden nicht
gebrochen) und kompletten Unsinn (Turiner Leichentuch IST eine Fälschung!):
Jesus
lebte in Indien Sein geheimes Leben vor und nach der Kreuzigung
Holger Kersten ... mehr
Sehr interessant:
James
Moore: Gurdjieff das ist echt spannend und aufregend!!! Hier
ne Gurdjieff Web-seite und hier
der Beweis, dass Gurdjieff spann.
Noch mehr esoterische Bücher:
Auf
der Suche nach dem Wunderbaren. Perspektiven der Welterfahrung und
der Selbsterkenntnis. Peter D. Ouspensky. Ziemlich genaue Darstellung
der Lehren von Gurdjieff. VOLL BEKNACKT!! Viel Viel Viel besser liest
man die James Moore Biographie.
Und am 23.August 2000 las ich das Buch von und mit Murat
Yagan, eine interessante Geschichte eines Mewlevi Sufis, dieselben
Mevelvi Sufis
haben auch sehr tiefe Musik XX
Und diese hier muss ich noch lesen, zwecks Umstellung meines Lebens
auf den richtigen Pfad der Yogis:
Der
Taoist von Huashan. In der Schulung beim Großmeister des Heiligen
Berges. Deng Ming-Dao (Bertelsmann
hats aufgekauft)
Friedvolle
Krieger der Wildnis. Einweihung in das geheime Wissen des Kundschafters.
Tom Brown. X
Das
Wissen der Wildnis. Tom Brown Taschenbuch (1994) (W.
Ludwig = Bertelsmann?) (war 1993 Ansata Verlag., Interlaken; ISBN:
3502201706
Der
Pfad des friedvollen Kriegers. Dan Millman
Gute Finanz-information:
Die
großen Spekulationen der Geschichte Peter N. Martin