Einbau des Controllers
Einbau im A1200 auf den IDE-Port
Einbau im A1200 auf den Uhrenport
Einbau im A4000 an den IDE-Port
Einbau der Zorro-II Version
Anschluß von Diskettenlaufwerken
Jumper der Diskettenlaufwerke
Installation der Software
Benutzen der Catweasel-Laufwerke
AmigaDos Versionen
Aufbau der Dostreiber
Inhalt der Diskette
Rückseiten von 1541-Disketten
Anhang
Wie öffnet man eine Shell?
Kontaktaddressen
Danksagungen
Bezugsaddressen
Einbau des Controllers
Sie sollten den Catweasel nur selbst in Ihren Computer einbauen, wenn Sie Erfahrung mit dem Einbau von Hardware haben. Wenn Sie sich den Eingriff nicht zutrauen, wird Ihnen Ihr Fachhändler sicherlich behilflich sein.
Einbau im A1200 auf den IDE-Port
Für diese Variante des Einbaus ist ein Kabel notwendig, das nicht im Lieferumfang enthalten ist. Weiterhin wird auch der lokale Expansionsport des Catweasel MK2 inaktiv. Wenn Sie das Adapterkabel (2,5" -> 3,5" Festplattenkabel) haben, halten Sie sich bitte an die Einbauanleitung für den A4000.
Einbau im A1200 auf den Uhrenport
Diese Variante des Einbaus ist in jedem Fall dem Einbau auf den IDE-Port vorzuziehen. Wenn Ihr Catweasel MK2 auf dem Uhrenport installiert ist, ist auch die Kompatibilität mit handelsüblichen 4-Geräte Adaptern am IDE-Port gegeben (z.B. IDE-fix 97 Adapter). Die Verwendung eines solchen gepufferten IDE-Adapters ist zu empfehlen, wenn die Kabellänge am IDE-Port mehr als 30 cm beträgt, oder mehr als ein Gerät dort angeschlossen ist.
Stecken Sie zunächst das mitgelieferte Kabel auf den Uhrenport des A1200 auf. Dabei muß die rote Markierung nach „rechts", also auf den 150-poligen Expansionsport zeigen. Stecken Sie dann das andere Ende des Kabels auf den Catweasel auf (siehe Skizze). Der Stromanschluß kann bei dieser Variante des Einbaus zur Unterstützung verwendet werden, in der Regel reicht jedoch die Versorgung über den Uhrenport aus.

Nicht jeder A1200 hat einen Uhrenport. Sie erkennen einen brauchbaren Uhrenport daran, daß eine 22-polige Leiste rechtsbündig in den Bohrungen unterhalb der RAM-chips des A1200 montiert ist. Andere (relativ seltene) Varianten sind: Die ganze Leiste ist bestückt, die Leiste ist linksbündig bestückt oder die Leiste ist gar nicht bestückt. In allen Fällen hilft Ihnen Ihr Service-Partner weiter. Als Übergangslösung können Sie den Catweasel an den IDE-Port anschließen.
Einbau im A4000 an den IDE-Port
Benutzen Sie das 40-polige IDE-Kabel um den Catweasel MK2 an Ihren A4000 anzuschließen. Die rote Markierung sollte dabei auf Pin 1 zeigen, dieser ist auf dem Mainboard des A4000 markiert. Im A4000 desktop zeigt Pin 1 z.B. in Richtung des Netzteils. Auf dem Catweasel MK2 zeigt Pin 1 in Richtung des lokalen Expansionsports.
Für die Stromversorgung ist der mitgelieferte Y-Adapter notwendig. Stecken Sie den kleinen Stecker so auf den Catweasel, daß das rote Kabel nach außen zeigt. Das andere Ende sollte mit einem Anschluß vom Netzteil verbunden werden, und der durchgeführte 5,25" Stromanschluß kann für eine Festplatte oder ein CD-Rom verwendet werden.
Einbau der Zorro-II Version
Stecken Sie die Karte in einen freien Zorro-II oder Zorro-III Slot Ihres Rechners. Achten Sie dabei auf die richtige Ausrichtung: Die drei IDE-Ports müssen zur Vorderseite des Rechners zeigen, der 26 polige Expansionsport zeigt zur Rückseite des Computers. Die Bauteile zeigen beim A2000 in Richtung der Diskettenlaufwerke, im A3000/4000 ist die Bauteilseite oben. Die neuen Z-II Versionen des Catweasel sind so bemesen, daß man sie in standard-Rechnern nicht falsch herum einstecken kann.
Anmerkung: Die Funktion des Z-II Catweasel ist nur mit original-Commodore
Computern garantiert. Da die Signale des Zorro-Bus auf A1200-Busplatinen
oder Zorro-Erweiterungen für Towergehäuse nicht von einem original-Buster
erzeugt werden, ist gegebenenfalls eine Anpassung der Busplatine an den
Catweasel notwendig. Wenden Sie sich hierfür bitte an den Hersteller
der Busplatine. Die neuen Z-II Versionen des Catweasel („lange Karten")
haben ein wesentlich toleranteres Bus-Design, und die neue ABT-Technologie
von Texas Instruments. Mit diesen Karten sollte eine Anpassung der Busplatinen
kaum noch nötig sein. Speziell wenn die Verbindung zwischen Zorro-Busplatine
und A1200 über ein Kabel stattfindet, ist die Funktion praktisch ausgeschlossen,
da durch eine solche Technik Busreflektionen auftreten, die selbst von
ABT-Bustechnologie nicht ausgeglichen werden können.
Anschluß von Diskettenlaufwerken
Der Catweasel benutzt preiswerte PC-Diskettenlaufwerke. Es ist nicht notwendig teure Amiga-HD Diskettenlaufwerke zu kaufen. Leider gibt es im PC-Bereich Laufwerke von absolut minderer Qualität. Diese Diskettenlaufwerke sind gerade eben gut genug Daten von einer vorformatierten Diskette zu lesen („Treiber zu installieren"). Versucht man jedoch mit diesen Laufwerken Daten auf die Disketten zu schreiben, versagen sie. Die Spuren auf die versucht wurde zu schreiben haben in der Regel alle Daten verloren und müssen mit einem besseren Laufwerk neu formatiert werden.
Der Catweasel wurde erfolgreich mit Laufwerken von Teac, Panasonic, Chinon, Sony, Namki, Sanyo, Sankyo, NEC, Epson und Control Data getestet. Dabei haben uns die Teac-Laufwerke durch hohe Laufruhe und sehr gute Ergebnisse auch mit schlechteren Disketten überzeugt.
Achtung:
Aufgrund unserer Tests wird die Funktion des Catweasel mit Mitsumi Laufwerken grundsätzlich zwar nicht ausgeschlossen, aber auch nicht garantiert. Dies gilt sowohl für 3,5 Zoll als auch für 5,25 Zoll Diskettenlaufwerke.
Benutzen Sie für den Anschluß das mitgelieferte Floppykabel.
Es unterscheidet sich von Amiga-Floppykabeln, weil es bestimmte Leitungen
nach einem Standard „verdreht", an den sich Amiga-Floppykabel nicht halten.
Diese Standard-Kabel sind im Handel auch wesentlich preiswerter erhältlich,
so daß Ersatz oder ein längeres Kabel für Sie einfacher
zu beschaffen ist. Das mitgelieferte Kabel hat insgesamt fünf Anschlüsse:
3,5"-----------------------------------3,5"---5,25"-----x------3,5"----5,25"
A B C D E F
A: Anschluß für den Controller
B: Anschluß für ein 3,5" Diskettenlaufwerk als Unit 0
C: Anschluß für ein 5,25" Diskettenlaufwerk als Unit 0
D: Standard-Drehung im Kabel
E: Anschluß für ein 3,5" Diskettenlaufwerk als Unit 1
F: Anschluß für ein 5,25" Diskettenlaufwerk als Unit 1
Anmerkung: Eventuell sind die Stecker B und C / E und F vertauscht.
Beachten Sie beim Anschluß bitte, daß immer nur ein Laufwerk als Unit 0 verwendet werden kann. Es ist zwar physikalisch möglich ein 3,5" Laufwerk an B und und ein 5,25" Laufwerk an C anzuschließen, aber der Catweasel wird in dieser Konstellation den Dienst verweigern. Das gleiche gilt natürlich für die Anschlüsse E und F.
Jumper der Diskettenlaufwerke
Mit den Jumpern der Diskettenlaufwerke haben Sie im Normalfall gar nichts zu tun. Neuere Laufwerke haben teilweise gar keine Jumper mehr, weil sich ein Quasi-Standard in der PC-Welt „eingebürgert" hat. Damit der Catweasel mit möglichst vielen Laufwerken funktioniert, ist er genau auf diesen Standard ausgelegt. Falls Sie Unterlagen über die Jumper Ihres Diskettenlaufwerks haben, so stecken Sie sie bitte so, daß Pin 34 das Diskchange-Signal führt, und das Laufwerk auf „Select 1" reagiert, auch wenn Sie es als „unit 0" verwenden möchten, denn die Unit-Nummer wird nur durch die Position am Floppykabel entschieden.
Die Panasonic-Diskettenlaufwerke die in 1200ern von Amiga Technologies eingebaut wurden haben auf der Unterseite einen kleinen Schalter für die Select-Nummer. Im A1200 muß dieser auf „0" stehen, wenn Sie das Laufwerk jedoch am Catweasel benutzen möchten, dann muß der Schalter mit einem spitzen Bleistift auf „1" umgestellt werden. Dieser Schalter ist übrigens mechanisch sehr empfindlich, nehmen Sie sich also genug Zeit und vor allem das richtige Werkzeug um diesen Schalter zu betätigen. Das Laufwerk JU-257A605P kann übrigens am Catweasel als HD-Diskettenlaufwerk verwendet werden!
Amiga-Diskettenlaufwerke können grundsätzlich nicht ohne Modifikationen an den Catweasel angeschlossen werden, da sie sich in einigen Details von PC-Diskettenlaufwerken unterscheiden. So ist z.B. die Pinbelegung des Anschlusses von 3,5" diskettenlaufwerken so verändert, daß Pin 2 das DiskChange-Signal führt, und Pin 34 das RDY-Signal (gilt nicht für Panasonic-Laufwerke in AT-1200ern, siehe oben). Außerdem erwartet der Amiga, daß seine Laufwerke auf „Select 0" reagieren. Bei 5,25" Laufwerken unterscheidet sich sogar noch die Drehzahl: Die 5,25" Laufwerke die für den Amiga modifiziert wurden, drehen mit 300 RPM, abweichend von der Standard-Drehzahl für 5,25" Laufwerke, die 360 RPM beträgt.
Wenn Sie also ein Diskettenlaufwerk das vorher für den internen Diskettencontroller gedacht war an den Catweasel anschließen möchten, beachten Sie bitte folgende Punkte:
1. Diskchange muß an Pin 34 anliegen
2. Laufwerk muß auf „Select 1" reagieren
3. 5,25" Laufwerke müssen 360 RPM drehen
HD-Laufwerke, die beim Einlegen von HD-Disketten auf eine Drehzahl von 150 RPM herunterfahren, können am Catweasel gar nicht betrieben werden. Dies ist zum Einen technisch nicht möglich, außerdem würden diese Laufwerke Ihren Controller nur unnötig „ausbremsen". Grundsätzlich ist es am einfachsten ein neues PC-Diskettenlaufwerk anzuschließen, da die Jumper der Diskettenlaufwerke nur selten dokumentiert sind. Speziell das Ändern der Drehzahl ist ohne eine präzise Beschreibung der Jumper und Lötbrücken praktisch nicht möglich.
Installation der Software
Die Installation der Treiber für den Catweasel wird vom Installationsscript vorgenommen. Legen Sie dazu die Disk in ein standard-Amiga Laufwerk (Die Catweasel-Laufwerke funktionieren ja noch nicht!). Sollte Ihr Amiga nicht (mehr) mit einem Diskettenlaufwerk ausgestattet sein, so können Sie die Installationsdiskette auch per Modem auf Ihre Festplatte übertragen: In der Vesalia BBS (Tel. 02852 914016) und der Nostalgic BBS (Tel. 0241 12099) liegen immer die aktuellen Installationsdisketten frei für Gast-Logins. Von diesen beiden Mailboxen werden die aktuellen Updaten auch in andere Mailboxen „weitergeroutet", so daß Sie möglicherweise sogar eine Box zum Ortstarif finden. Der Pfad in dem Sie Updates der Catweasel-Software finden ist „support/catweasel/binary". Im Pfad „support/catweasel/support-Q&A" werden die technischen Neuerungen besprochen. Fall Sie Fragen zu Ihrem Catweasel haben, können Sie sie in diesem Forum stellen.
Damit das Installationsscript auch funktioniert, müssen Sie vor dem Start noch
assign Catweasel: <Pfadname>
in einer Shell eingeben, wobei <Pfadname> der Pfad ist, in dem die entpackten Dateien der Catweasel-Diskette liegen. Wenn Sie direkt von der Diskette installieren, ist dieses Kommando nicht nötig.
Starten Sie das Installations-Script durch Doppelklick auf das „Install_me_deutsch"-Piktogramm, und beantworten Sie die Fragen nach bestem Wissen. Nach beendigung des Scripts ist die Software nach Ihren Wünschen auf Ihrer Systemfestplatte eingerichtet. Im Laufe der Installation werden Sie gefragt, ob ein Dostreiber direkt beim Booten gemountet werden soll, oder ob Sie das Laufwerk später anmelden wollen. Das dient dazu, damit Sie nicht bei jedem Booten Ihres Rechners auf der Workbench beim Einlegen einer Diskette einen Haufen von XXX:????-Icons für jedes eingerichtete Format sehen. Wenn Sie das nicht stört, melden Sie die Laufwerke direkt beim Booten an. Ein Laufwerk wird später angemeldet, indem man
mount <Laufwerksname:>
in einer Shell eingibt. Mit mount th0: melden Sie z.B. ein Trackdisk-Laufwerk für 1,76MB-Disketten nachträglich an.
Benutzen der Catweasel-Laufwerke
Die Laufwerke, die am Catweasel angeschlossen sind, werden nicht mit dfx: angesprochen. Sie haben für jedes Diskettenformat einen anderen Namen, so daß Sie dem Catweasel-Treiber über den Namen mitteilen, welches Diskettenformat Sie benutzen möchten. Die Namen sind im Einzelnen:
TD0, TD1 Amiga-DD-Disketten in 3,5 Zoll Laufwerken (880 KByte)
TH0, TH1 Amiga-HD-Disketten in 3,5 Zoll Laufwerken (1760 KByte)
PD0, PD1 MS-Dos-Disketten in 3,5 Zoll Laufwerken (720 KByte)
PH0, PH1 MS-Dos-Disketten in 3,5 Zoll Laufwerken (1440 KByte)
OH0, OH1 MS-Dos-Disketten in 5,25 Zoll Laufwerken (1200 KByte)
EX0, EX1 XTRA-HD Disketten in 3,5 Zoll Laufwerken (2380 KByte)
CBM0, CBM1 Commodore 1541-Disketten in 5,25 Zoll Laufwerken
Macintosh 1440KByte-Disketten in Catweasel Laufwerken werden z.B. vom Shapeshifter ab Version 3.7 direkt unterstützt. Bitte lesen Sie die Readme-Datei auf der Diskette zur Unterstützung von Macintosh 800K-Disketten.
AmigaDos Versionen
Um die Catweasel Treiber benutzen zu können, benötigen Sie
mindestens Workbench V2.1. Außerdem hat Commodore bei der „Weiterentwicklung"
der Dos-Kommandos und einiger Dateien leider einige Fehler eingebaut, so
daß bei unseren Beta-Testern einige Bugs aufgetaucht sind, die nicht
in der Catweasel-Software begründet sind. Hier sind drei Dinge, die
das multidisk.device nicht ohne Hilfestellung umschiffen kann:
Der Copy-Befehl mit der Versionsnummer 38.1 zerstört manchmal die Zieldaten, daher sollte er durch eine neue Version (V40.x) ersetzt werden.
CrossDosFilesystem V41.x "fragt" nur "mfm.device" nach einem Diskchange. Benutzen Sie Entweder CrossDosFilesystem V38.x, oder benutzen Sie den Patch aus dem utilities-Verzeichnis der Diskette (Beschreibung dieses Programms siehe „Inhalt der Diskette").
OldFilesystem/FastFilesystem der 3.0 und 3.1er Roms schlagen wild um sich, wenn man eine MaxTransfer-Rate von 0x80000000 angibt. Im Klartext: Der Computer stürzt zeitweise ab. Abhilfe: Einfach diesen Wert nicht benutzen. Wer kann schon 2GB auf einmal von einer Diskette übertragen?
Aufbau der Dostreiber
Die Dateien im Verzeichnis devs:dosdrivers können Sie auch selbst erstellen. Dafür erklären wir hier, was die einzelnen Zeilen bedeuten:
Device = multidisk.device
Dies ist der Name des exec-Treibers. Der exec-Treiber ist die Schnittstelle zu Ihrem Catweasel-Controller. Jede Software die auf Catweasel-Laufwerke zugreifen möchte, öffnet diesen Treiber.
Unit = 0
Damit sagen Sie dem Device, welches Laufwerk Sie benutzen möchten.
Flags = 0
Dies ist wohl eine der wichtigsten Angaben in der Datei, denn über das Flags-Feld teilen Sie dem Device mit, welches Diskettenformat Sie gern benutzen möchten. Wichtig für Programmierer: Das Flags-Feld in der Mountlist ist identisch mit den Openflags für multidisk.device, wenn man es aus einem eigenen Programm heraus öffnet. Derzeit verfügbare Formate sind:
Für 3.5" Laufwerke bei 300 UPM:
0 Amiga DD 880 Kbyte Doppelseitig
1 Amiga HD 1760 Kbyte Doppelseitig
2 MS-DOS DD 720 Kbyte Doppelseitig
3 MS-DOS HD 1440 Kbyte Doppelseitig
4 Atari 10 sektor 800 Kbyte Doppelseitig
5 Atari 11 sektor 880 Kbyte Doppelseitig
6 Commodore 1581 800 Kbyte Doppelseitig
7 XTRA high density 2380 Kbyte Doppelseitig
8 MS-DOS HD 20 sektor 1600 Kbyte Doppelseitig
9 Macintosh DD 800 Kbyte Doppelseitig
10 Macintosh DD 400 Kbyte Einseitig
Für 5.25" Laufwerke bei 360 UPM:
16 Commodore64 1541 170 Kbyte Einseitig
17 MS-DOS HD 1200 Kbyte Doppelseitig
18 MS-DOS DD 40 Track 360 Kbyte Doppelseitig
19 Amiga DD 880 Kbyte Doppelseitig
20 MS-DOS DD 80 Track 720 Kbyte Doppelseitig
21 MS-DOS DD single-sided 180 Kbyte Einseitig
22 Apple IIe 140 Kbyte Einseitig
23 Atari 800 XL 130 Kbyte Einseitig
24 Atari 800 XL 180 Kbyte Einseitig
Andere Zahlen haben einen Fehler zur Folge (Fehler bei OpenDevice()).
Da multidisk.device nicht das Vorhandensein eines Laufwerks prüft, zeigt es einfach eine nicht lesbare Disk an falls kein Laufwerk angeschlossen ist, oder der falsche Laufwerkstyp angegeben wurde.
Surfaces = 2
Dies ist die Anzahl der Seiten einer Diskette. Bitte achten Sie darauf, daß dieser Wert mit den tatsächlichen Daten der behandelten Diskette übereinstimmt. Die Anzahl der Seiten kann der Tabelle oben entnommen werden.
BlocksPerTrack = 11
Damit geben Sie die Anzahl der Datenblöcke auf einer Spur (Track) an. Beachten Sie bitte den Unterschied zwischen Spur und Zylinder: Eine Spur ist immer eine Umdrehung der Diskette, mit einem Schreib/Lesekopf bearbeitet. Ein Zylinder nimmt immer die Spuren aller Köpfe zusammen, so daß die Anzahl der Blöcke pro Zylinder immer Surfaces * BlocksPerTrack ist, in diesem Fall also 22.
Reserved = 2
Damit geben Sie an, wieviele Blöcke am Anfag der Diskette vom Filesystem nicht benutzt werden dürfen. Die zwei Blöcke in diesem Fall werden für den Bootblock der Amiga-Diskette benötigt. Würde man diesen Wert zu klein wählen, könnte man eine Datei der Diskette mit dem install-Kommando unbeabsichtigt zerstören, besser Sie ändern den Wert nur zu Testzwecken.
mask = 0x7ffffffc
Diese Angabe geht schon etwas tiefer ins System des Amiga: Wenn multidisk.device den „Auftrag" bekommt Daten zu übertragen, kann man hier eine Maske für die Startaddresse angegeben werden. Die Grundidee ist, z.B. einen DMA-Controller einfacher aufzubauen indem man davon ausgeht, daß die unteren Addreßbits immer null sind. Da der Catweasel nur mit lokalen DMAs arbeitet (also nur auf seinen eigenen Speicher direkt zugreift), ist dieser Wert eigentlich nicht relevant. Wir haben das oberste Bit gelöscht, weil der Amiga es als Vorzeichen benutzt, und die unteren zwei Bits, damit die übergebene Addresse immer „longword-aligned" ist, so kann eine immer gleiche Übertragungsgeschwindigkeit garantiert werden.
MaxTransfer = 0x00200000
Diese Angabe vervollständigt die Mask-Angabe. Der Parameter gibt den größten Block an, der übertragen werden kann. Dies kann wieder dazu dienen, eine DMA-Hardware zu vereinfachen, oder übergroße DMA-Transfers zu unterbinden. Für den Catweasel ist dieser Wert wieder nur der Vollständigkeit halber angegeben. Der Default-Wert von 2MByte ist als „übergroß" anzusehen, weil derzeit nur ein Format vom Catweasel unterstützt wird, das mehr als 2MB pro Diskette hat. Das Ändern des mask- oder des MaxTransfer-Wertes ist nicht sinnvoll, da es nur die Geschwindigkeit herabsetzen würde. Beide Werte wurden in allen Mountlists optimal gewählt.
Interleave = 0
Interleaving ist eine sehr alte Technik um die Performance eines Massenspeicher-mediums zu erhöhen. Die Idee dahinter ist, zwischen zwei Blöcken die in Folge von der Diskette gelesen werden sollen ein paar Blöcke unterzubringen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht benötigt werden. In der Zeit, in der diese Blöcke „vorbeihuschen" kann der eben gelesene Block zum Computer übertragen werden. Wenn diese Übertragung beendet ist, ist gleich der nächste Block „in der Nähe", und die Wartezeiten sind auf ein Minimum reduziert. Der Catweasel ist allerdings ein Produkt der 90er Jahre, deswegen liest er immer einen ganzen Track auf einmal, der Interleave-Wert wird allenfalls vom Filesystem ausgewertet. Eine Änderung wird aber keinen Einfluß auf die Geschwindigkeit haben.
LowCyl = 0, HighCyl= 79
Dies sind die Track-Grenzen der Diskette. Es werden nur Werte zwischen 0 und 79 zugelassen. Einige Diskettenlaufwerke lassen zwar auch das Positionieren auf höhere Tracks zu, andere Laufwerke werden jedoch durch diese Kommandos zerstört. Um Ihre Laufwerke zu schützen haben wir die Grenzen eingeführt.
Buffers = 5
Die Anzahl der Puffer im Speicher. Die letzten Zugriffe auf das Laufwerk werden vom Amiga OS in diesen Puffern gespeichert, so ist eine sehr hohe Geschwindigkeits-steigerung zu erreichen, weil diese Blöcke beim zweiten Mal nicht mehr von der Diskette, sondern aus dem Speicher gelesen werden.
BufMemType = 1
Damit geben Sie den Speichertyp an, der für die „Buffers" (siehe oben) benutzt werden soll. Sie haben drei Wahlmöglichkeiten:
1=Any (public) benutzt irgendeinen Speicherblock, beginnend mit der höchsten Priorität, der nicht-virtuell ist.
3= Chipmem Der Grafik- und Soundspeicher des Amiga ist recht langsam im Vergleich zum Fastmem. Diese Angabe ist wenig sinnvoll.
5=Fastmem Dies ist die Default-Angabe, Fastmem ist Speicher, auf den nur der Prozessor zugreifen darf, deswegen ist dieser Speicher auch
der schnellste, der in einem Amiga-System zur Verfügung steht.
Stacksize = 4096, Priority = 5
Jeder Prozess im Amiga OS hat seinen eigenen Stapelspeicher und seine eigene Priorität. Hiermit geben Sie die Größe des Stapelspeichers und die Taskpriorität an. Die Werte sind optimal auf das multidisk.device abgestimmt, Sie sollten sie nicht ändern.
Activate = 1
Damit wird der Dostreiber direkt beim Mounten aktiviert, und das Laufwerk beginnt zu klicken. Wenn Sie diese Angabe weglassen, taucht das Laufwerk nicht direkt auf der Workbench-Oberfläche auf, sondern erst wenn es das erste mal direkt angesprochen wird (z.B. wenn Sie in der Shell auf das Laufwerk wechseln).
Inhalt der Diskette
Ihre Catweasel Installationsdiskette enthält folgende Dateien:
devs/multidisk.device
Der Hardwaretreiber selbst. Er wird vom Installationsscript in Ihr devs: Verzeichnis auf der Festplatte kopiert.
devs/mfm.device
Dies ist ein Ersatz-Device für das mfm.device von Commodore. Es leitet Zugriffe auf mfm.device auf das multidisk.device um, und übergibt diesem die Information, auf welchen Diskettentyp zugegriffen werden soll. So können z.B. Emulatoren ohne Programmieraufwand zur Zusammenarbeit mit dem Catweasel überredet werden. Den Typ des Formats bestimmen Sie mit diesem Device über die Unit-Nummer: Die Unit-Nummern 0 und 1 greifen auf PC-HD Disketten in den Laufwerken 0 und 1 zu. Wenn Sie DD-Disketten verwenden möchten, so benutzen Sie die Unit-Nummern 2 und 3, wobei Unit- Nummer 2 auf Laufwerk 0 und Unit-Nummer 3 auf Laufwerk 1 zugreift.
Achtung: Dieses Device arbeitet absolut transparent, ein Programm kann nicht unterscheiden, ob es das Original- Device oder das Umleitungs-Device des Catweasel ist. Nur Sie selbst können anhand der Dateigröße ermitteln, welches das „echte" mfm.device ist!
Leider arbeitet nicht jeder Emulator mit mfm.device, für eine Unterstützung des Catweasel hilft in diesen Fällen wohl nur ein Brief an den Programmierer.
l/1541-handler und l/1541-handler.68030
Das Filesystem für 1541-Disketten. Die Version die für Ihren Prozessor optimiert ist wird nach Ihren Wünschen in Ihr L: Verzeichnis kopiert. Lesen Sie die Datei "changelog" im L-Verzeichnis der Diskette für Detailinformationen. "changelog" liegt nur in englischer Sprache vor.
Beta/BootCat
Programm, das Catweasel-drives bootfähig macht. Läuft momentan nur in wenigen Konfigurationen (einige Turbokarten/Ramkarten machen Probleme mit resetfesten Programmen). Einige Systemroutinen werden gepatcht, so daß eventuell vorhandene Laufwerke df2: und df3: nicht mehr verfügbar sind. Stattdessen werden td0: und th0: gemountet. Nur aus der Kommandozeile zu starten. Siehe auch Utilities/FreeSystem.
Prefs/multidisk
Das Preferences-Programm für das multidisk.device ist weitgehend selbsterklärend. Die Slider für die Step-Rate sind nur für ältere 5,25 Zoll Laufwerke gedacht, die mit einer Steprate von 3ms den Schreib/Lesekopf nicht korrekt positionieren.Das Programm wird automatisch in das Prefs- Verzeichnis Ihrer Workbench kopiert.
Dieses Programm patcht (=verändert) die Datei CrossDosFilesystem
auf Ihrer Festplatte so, daß es auch mit multidisk.device zusammenarbeitet.
Neuere CrossDos-Versionen fragen "multidisk.device" nicht nach einem Diskchange,
so daß das Wechseln einer Diskette ohne Patch nicht möglich
währe. CrossDosFilesystem muß genau dann gepatcht werden, wenn
Sie trotz richtig installierter Hardware nur eine „unreadable disk" in
Ihrem Catweasel-Laufwerk bekommen. Eine Sicherheitskopie der Datei wird
nicht angelegt, so daß die gepatchte Version nicht mehr mit mfm.device
funktionieren wird. Das programm darf nur einmal gestartet werden. Vergessen
Sie bitte nicht die Sicherheitskopie von CrossDosFilesystem!
Utilities/TrackWindow
Ein kleines Tool, das die Position des Schreib/Lesekopfes der Catweasel- Laufwerke anzeigt. Ein Parameter "0" oder "1" übergibt die Laufwerksnummer des Drives, das angezeigt werden soll. Das Programm wird mit dem Schließsymbol beendet. Falls Sie es aus der Shell starten ist es besser, das run-Kommando zu benutzen. Beispiel:
run Trackwindow 0
Utilities/FreeSystem
Nützliches kleines Tool, das alle resetfesten Routinen aus dem Speicher entfernt. Auch die RAD: und z.B. Ide-FIX werden entfernt. Ein Systemstart nach dem Start dieses Programmes bringt Ihnen ein absolut "reines" System.
Dieses Tool benötigen Sie z.B. wenn Sie das Programm „bootcat" aus dem Speicher entfernen wollen. Als positiver Nebeneffekt werden auch Viren aus dem Speicher entfernt.
Testroutines/TestCatweasel
Dieses Tool ist nur von der Shell aus zu starten. Es testet die Hardware und das Laufwerk, das als Unit 0 angeschlossen ist. Zuerst wird der Speicher Ihres Controllers überprüft. Danach werden zwei Tracks auf Laufwerk 0 mit Daten aus dem Kickstart-Rom beschrieben und wieder zurückgelesen.
mountlists:
Es gibt verschiedene Mountlists im Verzeichnis devs/dosdrivers. Sie werden vom Installationsscript nach Ihren Wünschen auf Ihre Festplatte kopiert. Für
unterschiedliche Diskettenformate brauchen Sie unterschiedliche Dos- Mounts. Bitte beachten Sie, daß mehr als ein logisches Laufwerk auf ein physikalisches Laufwerk gemountet sein kann. Wenn Sie also eine PC- Diskette in PD0: formatieren, wird dadurch eine Diskette in TD0: zerstört,
ohne daß das Format-Kommando Sie warnt (genauso, wie bei pc0: und df0:), weil es ja physikalisch die gleiche Diskette ist, Sie ändern nur das Format. Wenn Sie eine Diskette einlegen, wird diese von allen Mounts getestet. Eine wird ein Icon auf dem Bildschirm zeigen, die anderen werden als unlesbare Disketten auf der Workbench angezeigt. Die ist kein Fehler, das gleiche werden Sie auch bei PC0: und df0: feststellen.
Beachten Sie den Laufwerkstyp beim Einrichten der Mountlists, denn die Diskettenlaufwerke geben leider kein Signal zur Identifizierung an den Catweasel weiter. Wenn Sie eine Mountlist für 3,5 Zoll Laufwerke auf ein 5,25 Zoll Laufwerk (und umgekehrt) anwenden kann es sein, daß Sie „unerklärliche" Fehler bekommen. Dabei ist Lesen der Disketten in einigen Fällen noch möglich, das Schreiben kann jedoch Daten unwiederbringlich zerstören!
Rückseiten von 1541-Disketten
Sicherlich werden Sie bemerkt haben, daß ein standard-PC-drive keine 1541-Rückseiten lesen kann (wir haben doch alle die Disks angelocht, oder?). Das Problem ist, daß die PC-Laufwerke auf ein Index-Signal warten, bis sie den Datenstrom 180ms lang freigeben. Wenn die Disk allerdings umgedreht wurde, ist das Indexloch an der falschen Position, so daß das Laufwerk nie einen Index-Impuls bekommt. Leider waren nur die "boeder" Disketten mit einem zusätzlichen Indexloch ausgestattet, diese Disks funktionieren auch in PC-Laufwerken.
Falls Sie die Rückseiten Ihrer 1541-Disketten lesen möchten,
fragen Sie ihren Händler nach Modifizierten Laufwerken oder Modifikations-Sets.
Anhang
Wie öffnet man eine Shell?
Eine Shell oder ein CLI (Command line interface = Kommandozeilen-übersetzer) ist ein Fenster auf der Arbeitsoberfläche Ihres Amiga. In diesem Fenster können Kommandos gestartet werden, wie es z.B. bei MS-DOS TM oder Linux üblich ist. Die Shell befindet sich im System-Ordner Ihrer Workbench, klicken Sie einfach zweimal auf das Piktogramm, und das Fenster mit der Kommandozeile öffnet sich.
Falls Sie mit dem Umgang auf Kommandozeilenebene nicht vertraut sind, gibt Ihnen das Handbuch „Amiga DOS" Ihres Amiga Auskunft. Es liegt allen Amigas mit System 3.0 oder höher bei, auch dem OS 3.1 Upgrade-Kit liegt das Buch bei. Falls Ihnen nur die Handbücher einer älteren Amiga OS-Version zur Verfügung stehen, so schauen Sie in Kapitel 6 des Benutzerhandbuches nach. Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß wir nicht näher auf die Benutzung der Shell eingehen, da dies den Rahmen dieses Handbuches sprengen würde. Falls Sie dennoch Probleme mit Ihrem Catweasel haben, so wenden Sie sich an Ihren Händler, er wird Ihnen gern weiterhelfen.
Kontaktaddressen
Falls Sie Probleme mit Ihrem Catweasel haben, hilft Ihnen in Erster Linie Ihr Händler. Dies gilt sowohl für Probleme beim Einbau, als auch bei Fehlfunktionen oder Ersatzleistungen im Garantiefall. Sollte Ihr Händler allerdings einmal nicht weiterwissen (und bitte nur dann!), können Sie sich direkt mit den Entwicklern in Verbindung setzen.
Achim Dahlhoff, Aachen
eMail: [email protected]
verantwortlich für: Alle Software rund um den Catweasel: multidisk.device,
das Prefs-Programm, das Ersatz-mfm.device, und die kleinen Tools auf der
Disk.
Jens Schönfeld, Aachen
eMail: [email protected]
verantwortlich für: Die Idee des Catweasel, das Hardwaredesign,
Koordination der Produktion, Händlervertrieb, und dieses Handbuch.
Michael Krause, Hamburg
eMail: [email protected]
verantwortlich für: Das 1541-Filesystem auf der Disk.
Danksagungen
Einer der wichtigsten Punkte in diesem Handbuch, denn es gibt eine Menge Leute, die meine Idee seit der ersten Äußerung im kleinsten geheimen Kreis unterstützt haben. Die Namen haben keine besondere Reihenfolge.
Achim „Sunshine" Dahlhoff für die Amiga-Software
Tobias „Simba" Haustein für die PC-Treiber
Daniel „Roogun" Frey für Betatesting des ersten Serien-Catweasel
(ISA-Karte)
Thomas „Bughunter" Lewandowski für exzessives Betatesting der
ISA-Karte
Thorsten „Ovaron" Schaaps für einige Anregungen und Beta-Testing
der ISA-Karte
Stephan „Stylon" Kanthak für Linux-Treiber auf Alpha AXP-Basis
(ISA-Karte)
Michael „Plasm" König für Anregungen in der Entwicklerkonferenz
Colin „Inverter" Hirsch für Linux-Treiber auf Intel-Basis (ISA-Karte)
Michael „Rawstyle" Krause für sehr preiswerte Lizenzen
John „Graham" Selck für Betatesting der Kombination Catweasel+1541-Filesystem
Christian „Cebix" Bauer für die Anpassung des Shapeshifter (Amiga
Versionen)
Martin Korndörfer für die Anpassung des Diavolo-Backup (Amiga
Versionen)
Holger Schupp für Grafik und Design (Logos und Aufkleber)
Chris Hülsbeck für die Promotion auf seiner Homepage
Norbert Norb
Haley für die Promotion auf seiner Homepage und die Bekanntmachung
des Catweasel in Neuseeland
Die Teilnehmer der Scala-Meetings in Stade, besonders Dierk „Chaos"
Ohlerich
und last not least Vera Henkelmann für moralischen Support
Ich hoffe niemanden vergessen zu haben!
Bezugsaddressen