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 Es ist mit Sicherheit nicht zu verwegen, behauptet man, dass die Bad Hersfelder Festspiele Deutschlands ber�hmtestes Theaterfestival unter freiem Himmel sind und damit eine der herausragenden kulturellen Visitenkarten des Landes - in Europa und der ganzen Welt. Bad Hersfeld ist �ber die Grenzen Deutschlands hinaus f�r seine Festspiele ber�hmt.
Im Jahre 2000 fanden sie zum 50. Male in der romanischen Stiftsruine statt. Mich hat man auch Anfang Juni 2007 mit meiner Frau in Les Miserables als Besucher gesehen, es war einfach faszinierend!
Die Auff�hrungen in 2007:
Les Miserables
FaustI und II Wie es euch gef�llt Mord mit kleinen Fehlern Mein Freund Wikie
 Auff�hrungen mit historischem Hintergrund faszinieren von Jahr zu Jahr zahlreiche Besucher.
Bad Hersfeld 2008: Am Samstag, 7. Juni, er�ffnet die Festspielsaison 2008 mit Friedrich Schillers St�ck �Die Jungfrau von Orleans�. Inszenieren wird das St�ck um religi�sen Fanatismus Torsten Fischer, �ein Gl�cksfall f�r die Festspiele�, wie Festspielintendantin Elke Hesse den Regisseur sieht.
Thema: Fanatismus
Das Thema �Fanatismus� wird nicht nur �ber der Jungfrau stehen, auch die zweite Schauspielproduktion, �Romeo und Julia� von William Shakespeare, inszeniert von Michael Sturminger, wird sich des Themas unter anderem in Form des Hasses annhemen. Elke Hesse k�ndigte Sturminger als einen Mann an, �der sch�ne Bilder erz�hlen kann.� Romeo und Julia wird am 16. Juni starten.
Als �ein Musical, das nicht nur in die Ruine passt, sondern das man auch wunderbar besetzen kann�, prognostiziert die Intendantin die Inszenierung von �Jekyll & Hyde� von Steve Cuden und Frank Wildhorn.
Thema: Gut und B�se
Die Geschichte erz�hlt von einem Wissenschaftler, der das B�se vom Guten im Menschen trennen m�chte. Die Darstellung verlangt nach Einsch�tzung Hesses �sehr gute Musical-Schauspieler�, biete aber auch die M�glichkeit, wunderbare und skurile Typen darzustellen. Wer bei dem Musical Regie f�hren wird, konnte Hesse am Montag nicht sagen. Der angedachte Regisseur hatte am Montag kurzfristig abgesagt. Hesse wollte keine �schnelle L�sung� pr�sentieren. �Es wird ein Musical-Regisseur�, versprach die Intendantin. N�heres zum Eichhof- und zum Kinderst�ck wird Hesse im Dezember verk�nden.
DIE GLOCKE
 Die Stadt besitzt die �lteste noch l�utbare Glocke Deutschlands. Sie stammt nachweislich aus dem Jahre 1056 und h�ngt im Katharinenturm neben der Stiftsruine. Vier Mal w�hrend des Jahres ert�nt ihr Gel�ut: an den hohen Feiertagen Ostern, Pfingsten und Weihnachten und ihr Klang er�ffnet das Lullusfest, das �lteste urkundlich nachgewiesene Kirchen- und Volksfest in Deutschland, das j�hrlich um den 16. Oktober zum Gedenken an den Todestag (16.10.786) des sp�ter heilig gesprochenen Stadtgr�nders Lullus f�r eine Woche die Bev�lkerung aus Stadt und Land in Atem h�lt. Rund eine halbe Million Menschen vergn�gen sich an diesen Herbsttagen in der Stadt und w�rmen sich an dem gro�en Holzfeuer, das eine Woche lang, Tag und Nacht, auf dem Marktplatz brennt und noch nie dabei erloschen ist.
 Lullus (710-786)
Das Lullusfest ist das �lteste Volksfest Deutschlands. Es erinnert an den Gr�nder Bad Hersfelds, den Bonifatius-Sch�ler Erzbischof Lull (710 - 786). Urspr�nglich war es ein reines Kirchenfest zum Ged�chtnis des �Heiligen Lullus�, des Erzbischofs von Mainz und Gr�nder der Reichsabtei. Lullus ist am 16. Oktober 786 in seinem Kloster Hersfeld gestorben; er wurde dort in der von ihm erbauten Kirche beigesetzt.
In den Jahren 831 bis 850 ist unter den �bten Bun und Bunwart eine neue Kirche erbaut worden. Zwei Jahre nach der Weihe dieser gro�en Kirche, am Gr�ndonnerstag (7. April) 852, wurden die Gebeine des Erzbischofs Lull erhoben und an einer w�rdigeren Stelle (in dem Neubau) beigesetzt. Von diesem Zeitpunkt der Heiligsprechung hat man wohl schon jedes Jahr zu Lullus Ged�chtnis an seinem Todestag (16. Oktober) ein kirchliches Fest gefeiert. Zu diesem Kirchenfest wurden nun auch Waren feilgeboten und es entwickelte sich allm�hlich ein Jahrmarkt.
Von dem �Lullusfeuer� mit dessen feierlichem Anz�nden noch heute am Montag der Lulluswoche das Heimatfest beginnt, wird zuerst durch ein Eintrag in einem st�dtischen Gedenkbuch am Ende des 16. oder Anfang des 17. Jahrhunderts berichtet. Das �Fierche�, wie die Hersfelder das Feuer nennen, war Symbol f�r die �Lullusfreiheit�, die Befreiung von gemeindlichen Abgaben f�r die Dauer des Festes.
Daneben ist das Lullusfeuer auch von praktischem Nutzen. Sollte es abends einmal k�hl sein, kann man sich beim Bummeln �ber den Festplatz hervorragend an ihm w�rmen. Die Kinder werfen, Kastanien, die in den Tagen zuvor gesammelt wurden, in das Feuer und freuen sich, wenn sie in der Glut zerplatzen. Dies ist alter Brauch von dem man nur weiss, dass auch die Eltern, Gro�eltern u.s.w. dies getan haben. Und wo trifft man sich, wenn nicht ausdr�cklich ein anderer Treffpunkt vereinbart ist? Nat�rlich am "Fierche" wegen der einzigartigen Atmosph�re! Hier trifft man auch "alte Bekannte" wieder, die man seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat.
Eine Besonder�heit ist der Festbeginn: Es ist das einzige Volksfest das montags beginnt . F�r die �Herschfeller� beginnt mit dem Lollsfest eine neue Zeitrechnung, das �Lollsjahr�. Sie teilen das Jahr in "vor Lolls" und "nach Lolls" ein. "
Enner, Zwoon, drai... Zum Lullusfest, insbesondere zum Fackel- und zum Festzug gibt es verschiedene Ausrufe zu Lullus Ehren. Bis das Feuer angez�ndet wird ruft man: " Enner, zwoon, dr�i - Budew�hn!" (Budenwagen, damit sind die Wagen der Schausteller gemeint). Wenn das Lullusfeuer entfacht wurde ruft man: Enner, zwoon, dr�i - Bruder Lolls! Meist leitet jemand diesen Ausruf mit "Attacke!" ein. Die Anderen rufen dann "Enner zwoon,..." usw. Wichtig ist hierbei, da� die Sprachmelodie nach "dr�i" deutlich abf�llt, wobei die erste der drei nachfolgenden Silben au�erdem deutlich in die L�nge gezogen wird ("Bruuuu-der Lolls").
KONRAD DUDEN 1829-1911

 1829
3. Januar: Konrad Duden wird als Sohn des Eisenbahnbeamten Johann Konrad Duden und dessen Frau Julia (geb. Monj�) auf dem Gut Bossigt in Lackhausen bei Wesel geboren.
1846
Nach dem Abitur beginnt er in Bonn ein Studium der klassischen Philologie, Germanistik und Geschichte.
1848
Er nimmt an Demonstrationen der Burschenschaften teil.
�bersiedlung nach Frankfurt/Main, wo er als Hauslehrer t�tig ist.
1854
Die an die Promotion anschlie�ende Referendarszeit in Soest bricht Duden vorzeitig ab und nimmt eine Hauslehrerstelle in Genua an.
In Messina lernt er Adelinde Jakob - die Tochter des deutschen Konsuls - kennen.
1859
R�ckkehr nach Deutschland.
1859-1869
Er lehrt an einem Soester Gymnasium und wird dort Prorektor.
1869-1876
Gymnasialdirektor in Schleiz (Th�ringen).
1861
Heirat mit Jakob in Messina. Aus der Ehe gehen sechs Kinder hervor.
1871
Duden stellt erstmals Regeln zur Rechtschreibung zusammen. Er folgt dabei dem phonetischen Prinzip ("Schreibe, wie du sprichst").
1872
Er ver�ffentlicht seine Abhandlung "Die deutsche Rechtschreibung. Abhandlungen, Regeln und W�rterverzeichnis mit etymologischen Angaben".
1876
Die erste Konferenz zur "Herstellung gr��erer Einigung in der deutschen Rechtschreibung" scheitert am Einspruch des Reichskanzlers Otto von Bismarck (1815-1898).
1876-1905
Duden ist Leiter des Gymnasiums in Bad Hersfeld.
1880
Sein Hauptwerk, das "Vollst�ndige orthographische W�rterbuch der deutschen Sprache", erscheint. Duden schafft dadurch die Basis f�r eine einheitliche deutsche Rechtschreibung.
1901
Auf einer Konferenz in Berlin beschlie�en Vertreter der deutschen Bundesstaaten und �sterreich-Ungarns eine einheitliche deutsche Rechtschreibung. Grundlage soll Dudens W�rterbuch sein.
1902
Per Bundesratsbeschlu� werden Dudens "Regeln f�r die deutsche Rechtschreibung nebst W�rterverzeichnis" f�r alle deutschen Bundesl�nder als verbindlich erkl�rt. �sterreich-Ungarn und die Schweiz schlie�en sich an.
1905
Duden geht in Sonnenberg bei Wiesbaden in den Ruhestand.
ab 1905
Seit der neunten Auflage erscheint das W�rterbuch unter dem Titel "Duden. Rechtschreibung der deutschen Sprache und der Fremdw�rter".
1911
1. August: Konrad Duden stirbt in Sonnenberg.
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