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Kapitel 9
Blut


 

Am sp�ten Abend brachte Brad mir eine hellgraue Kutte, die ich anziehen sollte. Er selbst trug eine wei�e. Das Ganze kam mir schon etwas merkw�rdig vor, aber ich widersprach nicht. Auch nicht als man mich in den Keller f�hrte, vorbei an einer verschlossenen Metallt�r, durch eine andere hindurch und in einen, nur mit Kerzen erhellten, Raum hinein. Aufgereiht standen dort wei�gekuttete M�nner und betrachteten mich neugierig, als ich eintrat. Miles selbst trug ein purpurfarbenes Gewandt und war beh�ngt mit dem Schmuckutensil eines Schamanen.
Mir gefror schier das Blut in den Adern. Warum hatte ich zuvor nie bemerkt es mit einem magiebegabten Wesen zu tun zu haben? Warum hatte Katze mich nicht gewarnt? Warum hielt Katze sich auch jetzt zur�ck? Mir standen die Nackenhaare zu Berge, wenn ich Miles betrachtete.
Zwei M�nner hielten mich fest, so das ich kaum in der Lage war mich zu r�hren. Was ging hier vor? Was sollte als N�chstes kommen?
Ein Mann, in ebenfalls grauem Gewandt, betrat, in Begleitung eines wei�gekleideten, den Raum. Er wirkte blass und �ngstlich. Vor Miles gaben ihm, wie auf einem stummen Befehl hin, die Beine nach und er sackte auf die Knie. Miles begann zu sprechen. Er intonierte einige Verse und kam dann auf einen Verrat hin zu sprechen, den ganz offensichtlich der Mann vor ihm begangen haben soll.
Auf einmal ging alles sehr schnell. Man zog mich neben Miles nach vorne, hielt mich aber weiterhin fest. Jemand anderes reichte Miles, der ein Messer in der Hand hielt, eine Schale. Ein kurzes Wimmern des Mannes zu Boden, ein tiefer Schnitt, Blut das mir entgegen spritzte, so das ich zur�ckschreckte, aber sofort festgehalten wurde, und die Schale f�llte sich...
�Trink!� Forderte Miles mich auf und hielt mir de blutgef�llte Schale vor die Lippen. Ich w�rgte und tiefster Abscheu erf�llte mich. �Trink!� Forderte Miles erneut. Der Blick seiner Augen zeugte von tiefster Entschlossenheit und Fanatismus und ich sp�rte instinktiv w�rde ich nicht tun was er verlangt, so l�ge ich noch diese Nacht neben dem ausblutenden K�rper jenes Mannes.
Widerwillig �ffnete ich meine zittrigen Lippen, f�hle Miles den Rand der Schale ansetzen und vorsichtig ankippen.
Blutgeschmack breitete sich auf meiner Zunge aus und ich schluckte. Hatte man es erst einmal im Mund war es weitaus weniger schlimm als man anfangs meinte.
Ich trank die ganze Schale leer und bemerkte dann erst das ich sie in meinen eigenen H�nden hielt. Ich hatte nicht bemerkt sie selbst ergriffen zu haben. Schwindelig war mir, ich hyperventilierte etwas und taumelte leicht zur�ck, wobei ich gegen jemanden stie�. Miles L�cheln wirkte hochgradig zufrieden und irgendeinen Befehl bellend packte man mich und zerrte mich aus dem Raum hinaus.
Es war dunkel, roch muffig und ich f�hlte die feuchte K�lte in meine Gieder kriechen. Ich befand mich in irgendeinem Raum. Um mich herum nichts als die schwarze Leere. Meine Gelenke schmerzten, ich war angebunden, unf�hig mich zu bewegen.
Pl�tzlich ein Klickendes Ger�usch. Alarmiert hob ich den Kopf, aber selbst meine feinen Sinne vermochten diese tiefe Schw�rze nicht zu durchdringen.
Katze, wo war Katze? Warum konnte ich her mein Totem nicht sehen? Sonst stand sie mir doch auch immer helfend zur Seite. Jedoch in letzter Zeit kam sie kaum noch. Verweigerte mir ab und zu sogar kleine Teile meiner Magie. Seit wann war Katze so unzufrieden mit mir?
Das Klicken wurde lauter. War unangenehm. Ich wollte das es aufh�rte, das das was da kam wegging und zerrte an meinen Fesseln bis mir die Gelenke bluteten. Es half nichts.
Mit einem Mal t�rmte es sich schwarz �ber mir auf. Riesige Zangen griffen nach mir, ber�hrten mich. Ich schrie und f�hlte eine ungeheure b�sartige Energie von jenem Wesen ausgehen, das mich betrachtete. Ein Insektentotem....

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