Kapitel 5
Verlierender Sieger
Der n�chste Morgen begann mit einem Kuss, den ich Darell in den Nacken gab, w�hrend er sich, Z�hne putzend, im Badezimmerspiegel betrachtete.
Ich sp�rte seine �berraschung dar�ber, konnte aber nur grinsen und begann damit mein Zimmer zu reinigen.
Ich hasste Schmutz und Dreck und wollte so wenig wie m�glich davon in meiner N�he haben.
Nastassja war etwas weniger gut gelaunt. Sie warf mir den einen, oder anderen skeptischen Blick zu, sagte aber nichts.
Die folgenden Tage sollte dieser Blick nicht aus ihren Z�gen weichen.
Ich schlief �fters bei den Beiden und auch Darell musste so langsam klar werden wem mein Interesse eigentlich galt. Nastassja gefiel dieser Umstand immer weniger und sie begann dies auch in Kleinigkeiten immer deutlicher zu zeigen.
Desweiteren jedoch f�hrte ich mein magisches und auch mein k�rperliches Training fort, lernte Hannibal, den Stra�endoc und Franky, den Schieber, kennen.
Dieser war es auch der uns den n�chsten Auftrag vermittelte.
Unser 'Team' traf sich gegen einundzwanzig Uhr in einem Lokal, das sich 'Maple Leaf' nannte, mit dem Johnson.
Er erz�hlte uns das derzeit eine Gang in Pasadena ihr Unwesen trieb, die gezielt L�den verw�stete.
Wir sollten nun herausfinden wer dahinter steckte, warum dies geschah und daf�r sorgen das es aufh�rte.
Das h�rte sich, meines Erachtens nach, nicht allzu schwierig an und wir stimmten zu. Zudem war die Bezahlung recht gut.
Pasadena war einige Autostunden weit entfernt von unserer Gegend, doch angekommen bemerkten wir sofort die Spuren der Verw�stung an diversen L�den.
Wir drei teilten uns auf und redeten mit den Ladenbesitzern. Einen vietnamnesischen Imbissbesitzer hatte es besonders hart getroffen und er stand kurz vor dem Aufgeben.
Ich stand allerdings kurz vor der totalen Nervensch�digung, h�tte ich diese Mischung aus altem Frittierfett und etwas das wie tote Ratte roch, noch l�nger ertragen m�ssen.
Schnell fiel mir ein Steakhaus ins Auge, das die wenigsten Spuren der Verw�stung zeigte.
Dort forschte ich weiter.
Volltreffer. Ich wusste Katze w�rde mich instinktiv zur Beute f�hren. Ich konnte ein heimliches Telefongespr�ch eines Angestellten belauschen, der mit einem Mitglied der Gang dar�ber sprach das hier Schn�ffler, damit meinte er zweifelsohne uns, am herumfragen w�ren.
Eine 'sanfte' Behandlung meinerseits lie� ihn sich schon kurz darauf an das Hauptquartier jener Gang aus Arabern erinnern. Eine alte Autowerkstatt, ganz in der N�he.
Norms waren ja so primitiv.
Li, Ozelot und ich warteten bis es dunkel wurde. Die Norms innerhalb der Werkstatt waren dabei sich sinnlos zu betrinken und h�rten laute Musik. Ideale Vorraussetzungen...
Li hatte wie immer allergr��te Panik und machte mich mit ihrem Herumgejammere agressiv.
Mein Blut kochte, ich wollte loslegen, nicht l�nger warten. Mein Katana hatte ich bereits gezogen. Die Waffe war so lautlos wie es die Krallen einer Katze, die auf Beutefang ist, nur sein konnten. Pr�zise und t�dlich.
Meine Muskeln und Sehnen zum Sprung bereit. Das sich allm�hlich erw�rmende Metall in meiner Hand sehnte sich danach zum t�dlichen Streich ausgef�hrt zu werden und in Blut zu baden....
Lautlos knackte ich die hintere T�r zur Autowerkstatt, schlich mich, gefolgt von den anderen Beiden, einen Flur entlang, in Richtung der Musik und blieb ruckartig stehen als Li irgendwo anstie�, eine Felge von einem Regal mit der Kante zu Boden fiel und gem�tlich an Ozelot und mir vorbei rollte.
Strafend blickte ich sie an. Die Musik verstummte augenblicklich und gef�hrliche Ruhe herrschte im Haus. Die in dem Raum wussten nun das jemand da war und wir wussten das die gerade ihre Waffen zogen und sich auf Eindringlinge vorbereiteten.
Ein Zur�ck gab es nicht, also st�rmte Ozelot schlie�lich an mir vorbei, auf die T�r zu und wollte sie gerade eintreten, als sie genau in diesem Augenblick von innen aufgerissen wurde und mehrere Kugeln ihm entgegenflogen.
Ich h�rte seinen Schmerzensschrei, warf mich zur Seite, sah wie der Sch�tze ihm noch nachsetzen wollte und reagierte blitzschnell.
Ein kurzes Surren und ein �berraschter Blick. Mehr bleibt meist nicht wenn ein Sch�del sich gerade vom K�rper l�st.
Ich roch Blut und noch mehr Beute und gleich einer Raubkatze fiel ich mit meinem Katana verheerend in den Raum ein.
Schwer verletzt folgte mir Ozelot und hielt sich tapfer. Li stand immer noch zitternd und starr vor Angst im Flur drau�en. Hielt verzweifelt ihre Waffe umklammert, w�hrend sich zu ihren F��en die Blutlache, die dem toten K�rper vor ihr entwich, stetig ausbreitete.
Ein Schuss traf krachend meine Schulter. Doch Schmerz lie� mich rasend werden. Ozelot, wie ich, hatten es mit einer �berzahl zu tun und immer wieder h�rte ich ihn nach Li rufen.
Li schaffte es schlie�lich ihre Angst zu �berwinden und trat in den Raum, zu den K�mpfenden.
Einen Gegner erledigte sie. Ein anderer jedoch traf Li mit einem Schuss und die Chinesin ging bewusstlos blutend zu Boden.
Fast alle Gegner hatten wir niedergestreckt, bis auf einmal einer eine Monofilamentpeitsche zog, die er in einer k�nstlichen Fingerkuppe versteckt hielt.
Monofilament durchtrennt alles, ist daher enorm schwer zu h�ndeln und hat nicht wenigen Besitzern bereits beim �ben diverse Gliedma�en gekostet.
Diesem Gegner stand ich nun gegen�ber. Der Kampf war kurz. Ein wirklich gekonnt ausgef�hrter Schlag trennte mir den Schwertarm vom K�rper.
Ich taumelte zur�ck wie ich meinen eigenen Arm mit Waffe zu Boden fallen sah.
Ein Rest des Oberarmes war geblieben und daraus floss nun mein eigenes Blut.
Ich taumelte und sackte hinter mir, an der Wand, zu Boden.
Schmerz f�hlte ich keinen, dazu war der Schock zu gro�. Stattdessen starrte ich immer noch ungl�ubig auf meinen Arm.
Der Araber lachte und wandte sich Li zu, die gerade zuckte und die Augen aufschlug. Er hob die Hand um den t�dlichen Streich mit dem Draht auszuf�hren, ich sah das Monoflament kurz aufblitzen, da dr�ckte ich auch schon ab.
Der Schuss traf ihn v�llig unvorbereitet, glaubte er doch das von meiner Seite her keine Gefahr mehr drohte. Ich war nie ein besonders guter Sch�tze, aber ich war dankbar f�r die harte Trainingszeit, die ich investiert hatte. Meine Kugel kostete ihn das Leben.
Ozelot war fix und fertig. Schwer verwundet und auch Li ging es nicht viel besser.
Mit zitternder Hand zog ich einem Toten den G�rtel aus der Hose und band mir den Arm ab.
Ein klein wenig Heilmagie half zus�tzlich, aber ich zitterte zu stark und es wollte nicht wirklich zu bluten aufh�ren.
Ich befahl Ozelot sich Li zu greifen und mit ihr zu Hanniball dem Stra�endoc zu fahren. Ozelot besa� ein Tribe, auf dem er nur eine Person mitnehmen konnte. Ich selbst hatte keine Wahl als mich irgendwie zu meiner Yamaha Rapier zu schleppen und schlingernd loszufahren.
Schnell verlor ich die Beiden irgendwo weiter vor mir und k�mpfte mit der Schw�rze, die immer wieder �ber meine Augen kam. Ich wei� nicht mehr genau wie, aber ich rief Darell an und stammelte ihm irgendwie vor in welche Richtung ich gerade fuhr. Ich wusste das es nur noch eine Sache von Minuten war bis ich mit meiner Maschine einfach umkippte. Trotzdem gab ich Gas.
Das N�chste an das ich mich erinnern konnte war das grelle Licht eines Operationssaales.