Kapitel 21
Kriegsbeginn
Anderswo sollte die Stimmung weitaus weniger sakralisch sein.
Leise klackende Ger�usche zeugten vom Laden einer Waffe mit panzerbrechender Munition.
Das Auto raste donnernd die Stra�e entlang und Darell starrte Finster auf den Asphalt vor sich.
Er musste sich beeilen.
Angespannt sicherten Martina und Tom, hinten im Wagen, die Waffen.
Darell wusste genau wo es hingehen sollte. Er kannte die Gargoyles, die im hinteren Bereich zu sehen waren, w�hrend ich per Vidphone mit ihm sprach. Und Darell hatte nicht eine Sekunde lang vor zuzulassen das aus mir so ein verdammter Vampir wurde.
Tom, sowie Martina folgten Darell in seiner �berzeugung blindlings. Es w�rde das Beste f�r mich sein. Wenn Lyn erst tot war, dann w�re ich ihnen sicherlich irgendwann dankbar f�r ihre Hilfe.
Weder Lyn, noch ich ahnten etwas davon. Keiner von uns beiden bemerkte das gewaltsame Eindringen der Drei in das Hochhaus.
Vollkommen ruhig verk�ndete ich ihm meine Entscheidung und ich sp�rte wie gl�cklich Lyn �ber meine Wahl war. Von nun an sollte uns niemals wieder etwas trennen und wir zwei schworen uns f�r immer vereint zu sein. Die Ewigkeit sollte uns geh�ren.
Sanft trat er hinter mich, schob mir mit der Hand das Haar beiseite, ergriff meinen K�rper, sanft, aber doch bestimmt mit einer Hand um die Taille und schon sp�rte ich seine Lippen an meiner pochenden Halsschlagader.
Mit einem Male krachte es laut hinter uns, etwas knallte und Lyn zuckte schmerzhaft zusammen. Zwei Kugeln hatten ihn in den R�cken getroffen.
Abrupt lie� er mich los, wandte sich um und die dunklen Augen verengten sich zu Schlitzen als er
Darell, Tom und Martina am Eingang zum Dach stehen sah.
Ich selbst war einfach nur fassungslos und konnte es kaum glauben. Warum taten sie das?
Warum griffen uns meine 'Freunde' an?
Martina versuchte mich zu sich zu locken. Immer wieder rief sie meinen Namen, wollte das ich zu ihr kam.
Lyn hingegen versuchte sich sch�tzend vor mich zu stellen, was Darell und Tom jedoch nicht zulie�en. Sie r�ckten ihm mit weiteren Sch�ssen zu Leibe.
Ich musste etwas tun. Ich musste handeln. Ich hatte gesehen wie ein alter Vampir wie Miles an gen�gend Kugeln starb. Lyn war jung und konnte bei weitem nicht so viel einstecken.
Ich w�hlte das was mir wichtiger schien, setzte meine Priorit�ten und meine Stimme erhob sich zu einem leisen Singsang, w�hrend ich mein Katana, das ich unter dem Duster getragen hatte, zog.
Der Zauber webte mich in ein Band und meine Kontur l�ste sich auf. Des Nachts sind alle Katzen grau. Nur ich war besser, denn ich war unsichtbar.
Unsere drei Angreifer bekamen nun ernsthafte Probleme. Was war schlimmer, ein w�tender Vampir, oder ein unsichtbarer Schamane, der mit seinem Schwert verdammt gut umgehen konnte?
Ihr Gl�ck war sicherlich das ich keinen von ihnen t�ten wollte. Darell lag am Ende schwer blutend am Boden. Tom war unf�hig weiter zu k�mpfen und nur Martina sah noch einigerma�en gut aus.
Ich warf den mich umgebenden Zauber ab und zeigte mich ihr. Schwer atmend hob und senkte sich meine Brust. Mein Blick eisig und voller Wut und Unverst�ndnis.
�Ich will das ihr uns in Ruhe lasst. Dies ist nicht eure Angelegenheit.� Schleuderte ich ihr kalt entgegen. �ngstlich schob sich Martina mehr und mehr aus Lyn's Reichweite. Am liebsten w�rde dieser sie alle t�ten, doch ich bat um ihr Leben.
�Wir m�ssen gehen. Die Security wird gleich hier sein.� Erinnerte er mich schlie�lich und wir flohen.
Lie�en Tom, Darell und Martina einfach zur�ck.
Die Sonne w�rde bald aufgehen, also brauchten wir einen sicheren Unterschlupf f�r Lyn.
Meine Wohnung war, nach dieser Aktion, sicherlich wenig geeignet.
Hektisch telefonierte Lyn, schob mich schlie�lich in seine Limousine hinein und gab Gas.
Der Keller einer netten Disco sollte vorerst unser Unterschlupf werden. Zwei schmale Pritschen dienten uns als Bett. Der Raum wirkte kalt und ungem�tlich, doch wir waren beide ersch�pft und er bot uns den n�tigen Schutz den wir brauchten.