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Kapitel 17
Nacht


 

Ich sa� wartend am Fenster, als Lyn auftauchte. Er sah sehr gut aus in dem ma�geschneiderten Anzug und den eleganten Lederschuhen. Ihm folgend lie� ich mich in eine elegante Disco entf�hren, wo wir unsere K�rper zum Klang stroboskopischer Musik bewegten. Immer wieder traf sich der Blick unserer Augen, blieb f�r einen kurzen Moment aneinander haften, um sich dann wieder zu l�sen und von neuem zu begegnen. Mein Blut kochte und ich f�hlte den Puls bis in die filigranen Spitzen meiner Ohren. Jede fl�chtige Ber�hrung lie� mich tief einatmen und in einen Rausch der Hormone fallen.
Lyn Ersch�pft vom Tanzen lie� ich mich von Lyn in eine Bar entf�hren. Er selber trank nichts, lie� mich jedoch bestellen was immer ich wollte. Diesmal redeten wir ernsthaft miteinander, denn ich hatte viele Fragen. Wollte wissen wie er lebte und woher sein Geld kam. Viel konnte er mir nicht verraten, aber Dinge die ihn pers�nlich betrafen erz�hlte er mir ehrlich.
Mit etwas Alkohol im Blut verlie� ich an seiner Seite die Bar. Lyn f�hrte mich durch dunkle Stra�en und Gassen. Wege an die ich mich nur noch dumpf erinnere. Mit einem Mal hielt er mich an den Schultern fest, sah mir tief in die Augen und bedeutete mir zu warten, es w�re Zeit f�r ihn zu trinken. Kaum merklich konnte ich nur nicken.
Dunkel war die Gasse in der ich mich befand und noch dunkler die Nische aus der Lyn trat um die vorbei eilende Frau zu ergreifen. Mein Herz raste als wolle es zerspringen, als ich ihn beobachtete wie er trank. Ich sp�rte das er sich absichtlich so stellte das ich ihn sah. Er wollte das ich es beobachtete. Wollte testen ob ich den Anblick ertrug.
Bereits wenige Minuten sp�ter l�ste Lyn seinen Griff um die Frau, stie� sie sanft von sich und zu meinem Erstaunen torkelte sie geschw�cht und verwirrt, gleich einer Betrunkenen, davon. �Du hast sie nicht get�tet?� Fragte ich ihn leise, als er wieder bei mir stand. Mt undeutbarem Blick sah Lyn mich an und sch�ttelte schlie�lich langsam seinen Kopf. �Vergiss alles was du jemals von Vampiren geh�rt hast Venka. Sicherlich gibt es krankhafte Ausnahmen, aber in der Regel t�ten wir nicht. Wir k�nnen uns gar nicht leisten besonders aufzufallen. Zudem sind wir keine verr�ckten Killer. Auch wenn wir die Menschen als Beute sehen.�
Das waren ungew�hnlich erwachsene Worte von Lyn und ich erkannte das nicht nur ich sehr viel habe lernen m�ssen. Hm war es nicht anders ergangen. Ich nickte verstehend. Sanft griff Lyn unter mein Kinn, hob es ein wenig an und blickte mir erneut in die Augen. �Es wird Zeit das du dich entscheidest Venka. Ich m�chte dich an meiner Seite haben, so wie fr�her. Du wirst alles haben wonach du begehrst, und noch viel mehr.� Tief holte ich Atem. �Gib mir noch etwas Zeit Lyn.� Er nickte.
Mit einem Male befand ich mich alleine in der Gasse. Hatte ich ihn durch mein Z�gern ver�rgert, oder war dies eine neue Pr�fung an mich? Lyn tauchte in dieser Nacht nicht mehr auf. Und so wandte ich mich alleine nach Hause.

 

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