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Kapitel 15
KC


 

Erwachend nahm ich undeutlich leises Gepiepse neben mir wahr. Als ich den Kopf drehte sah ich Kabel die von meinem K�rper weg f�hrten, hin zu einem Ger�t das meine Herzfrequenz anzeigte. Lifecore hatte mich wieder.
Einige Zeit verbrachte ich im Schattenkrankenhaus, dann war ich einigerma�en wieder hergestellt. Nat�rlich schuldete ich Lifecore somit erneut etwas, aber das lie� sich nicht vermeiden. Immerhin war ich dankbar f�r die Hilfe.
Martina hatte sich in der Zwischenzeit mit Melt angefreundet und sich eine eigene kleine Wohnung gesucht. Sie freute sich jedoch sichtlich mich wieder zu sehen.
Bei mir zuhause angekommen fand ich einen Zettel auf dem Tisch. ' Join me at midnight � Look to the sky' Die Worte waren unverkennbar ... Lyn hatte vor mich erneut zu treffen.
Ich konnte es kaum erwarten bis Mitternacht. Stand am offenen Fenster und blickte hoch in den Himmel. Mit einem Male erschien ein dunkler Schatten auf dem gegen�ber liegenden Hausdach. Das Dach war nicht weit entfernt und ich sah diesen Schatten Anlauf nehmen und mit einem unnat�rlichen Sprung auf mein Hausdach �bersetzen. Nur Sekunden sp�ter schob Lyn seinen K�rper zum Fenster hinein und grinste mich auf seine gewohnt freche Art und Weise an. Unwillk�rlich glitt meine Hand zu der Kette die er mir geschenkt hatte.
Aber Lyn hatte erneut etwas f�r mich. Die Hand ausstreckend zeigte er mir eine filigrane, silberne Schmucknadel, in dessen Kopf ein funkelnder Rubin eingelassen war. Von dem St�ck ging eine eigent�mliche Magie aus und fasziniert steckte ich sie mir an, ohne zu z�gern.
�Ich kann nicht lange bleiben.� Fl�sterte er leise und ber�hrte bereits wieder den Fensterrahmen. Seine dunklen Augen musterten mich aufmerksam. �Du fehlst mir Venka. Du solltest dich uns anschlie�en.� Mehr sagte Lyn nicht, doch seine Worte ber�hrten tief in mir etwas. Auch er fehlte mir. Fehlte mir so sehr das ich es am liebsten in die Welt hinaus geschrien h�tte. Mein Herz raste als m�sse es gleich zerspringen.
Mich noch etwas schonend begleitete ich am n�chsten Tag nichts desto trotz Martina in den Kampfclub zum Training. Dort tauchte sie wieder auf, jene Kampflesbe, die mir im Deathrow einen verpasst hatte. Sie wirkte gut gelaunt, wenn auch etwas in �rgerstimmung. Wollte unbedingt gegen mich antreten. Doch aufgrund meines Heilungsprozesses lehnte ich ab und schickte Martina daf�r in den Ring.
Martina machte nicht langen Prozess und KC lag schneller auf der Matte als ihr lieb war. Ich war stolz auf Martinas Fortschritte und �bergl�cklich strahlte sie mich an.
Erneut bat KC darum sich unserem Team anschlie�en zu k�nnen. Ich mochte die Frau nicht und k�nnen tat sie wohl auch nicht sonderlich viel, aber sie blieb beharrlich und so stimmte ich zu das sie einen Run auf Probe mit uns machen d�rfe. Sollte sie unbrauchbar sein konnte man ihr immer noch sagen das sie verschwinden solle.
Vorerst jedoch lud ich KC zum Essen ein, denn die junge Frau war v�llig abgebrannt. Nach der Schl�gerei in einem Club hatte man ihr die Instrumente gestohlen, womit die Band v�llig mittellos da stand. Ich war der �berzeugung der Dieb h�tte damit ein gutes Werk getan, doch KC sah das nat�rlich ganz anders. Sie redete viel und davon jede Menge Schwachsinnigen M�ll, aber zumindest in Martina hatte sie einen geduldigen Zuh�rer gefunden. Ich jedoch lie� KC sp�ren was sie f�r mich war. Wertloser Normdreck.
KC's Proberun sollte schneller kommen als erwartet. Um zwanzig Uhr trafen wir uns mit dem Johnson im Hinterzimmer des Deathrow, wo dieser sogleich ohne Umschweife zur Sache kam.
In einem Lagerhaus der Foundation f�r magische Artefakte wurde eine Goldkette aufbewahrt, die als Anh�nger eine Scheibe mit L�wenkopf trug. Bewacht wurde das Lagerhaus von der Wolvering Security.
Uns die Pl�ne vorher ansehend war klar wie wir vor zu gehen hatten. Melt w�rde das Alarmsystem am Eingang ausschalten und die Kameras in eine Bandschleife zwingen. Innen hie� es verdammt ruhig zu sein, denn die M�nner der Security hatten dort ihr eigenes B�ro. Wie viele sich dort aufhielten war nicht heraus zu bekommen.
Nachdem ich Martina, sowie KC, mit anst�ndigen Waffen ausger�stet hatte, ging es gegen 22 Uhr los. Recht m�helos drangen wir in das Geb�ude ein und fanden uns gro�en Schauk�sten gegen�ber, in denen die unterschiedlichste Artefakte lagerten. Jeder Schaukasten war einzeln und auf h�chster Stufe gesichert. Bereits nach kurzer Suche fanden wir die Kette mit dem L�wenanh�nger und warteten nerv�s darauf das Melt das Sicherheitssystem knackte. Sie schaffte es. Martina nahm die Kette an sich und wir wandten uns schon zum Gehen, als mein Blick wie magisch von einem Schaukasten zu meiner linken angezogen wurde.
Ein langer, anthrazitfarbener Duster hing darin und er schien f�rmlich nach mir zu rufen. �Mach das auf!� Befahl ich Melt, die �ber das unn�tige Sicherheitsrisiko, das wir damit eingingen, gar nicht erfreut war. Auch Martina und KC wirkten alles andere als gl�cklich und KC versuchte sogar die Befehlsgewalt �ber die Gruppe an sich zu rei�en, um sie zum Gehen zu bewegen. Jedoch ein scharfer Blick an Melt gen�gte und sie tat was ich verlangte.
Schwitzend begab sie sich in das Sicherheitssystem, als pl�tzlich schriller Alarm durch die Halle gellte. Sie hatte irgendwo einen Fehler gemacht. Fluchend wollte sie abbrechen, doch mit hartem Griff packte ich sie an der Schulter und zwang sie weiter zu machen. Ich wollte diesen Duster haben.
Auch diesmal gehorchte Melt. KC stie� einen Hagel wilder Fl�che aus, zog ihre Waffen und anstatt sich in Deckung zu begeben stellte sie sich mitten in den Raum und feuerte aus allen Rohren auf die heraneilende Security.
Melt schaffte es die Vitrine zu �ffnen und der Einfachheit halber zog ich mir den Duster schlicht �ber. Er sa� perfekt und war erstaunlich leicht. Das St�ck musste Elfenhandwerk sein. Unsere Haut verteidigend begaben wir uns in Deckung und k�mpften uns in Richtung Ausgang vor. Alleine KC ging selbstm�rderisch in die totale Offensive und es verwunderte keinen von uns als sie getroffen zu Boden fiel.
KC schrie vor Schmerz und hielt sich die Beine. Man wollte sie fangen, nicht t�ten. Was sollte ich tun? Sollte ich mich selbst in die Offensive begeben, riskieren erschossen zu werden, jemanden mitschleifen und mein ganzes Team in Gefahr bringen? Jemanden der mir im Grunde v�llig egal war ... ?
Ich befahl den R�ckzug. KC fluchte w�tend, wurde von mir jedoch gnadenlos zur�ck gelassen. Sie hatte es selbst provoziert. Wer sich derma�en taktisch unklug in die Offensive begab hatte es vom Schicksal her nicht anders verdient.

 

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