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Kapitel 14
Nicht aufgeben


 

Auch wenn es manchmal schwer erscheint so muss man dennoch fortfahren im Leben. Die Zeit bleibt nicht einfach stehen blo� weil es einem schlecht geht. Man muss zusehen das der K�hlschrank auch morgen noch gef�llt ist und das man schlichtweg irgendwie �berlebt.
In der gemeinsamen Wohnung von Ozelot und Li war ich nicht. Sicherlich gab es dort wertvolle Dinge, aber ich konnte nicht. Fr�her oder sp�ter w�rde man die Wohnung r�umen und alles was den beiden geh�rte verkaufen. Ich wollte davon nichts sehen.
Mein Leben wieder in die Hand nehmend tauchte ich des �fteren im Deathrow auf. Ich brauchte neue Teammitglieder.
Melt Der Baarkeeper vermittelte mir Melt. Melt war Deckerin, wie auch Li zuvor, Anfang 20, hatte hellbraunes Haar und war eher der molligere Typus. Ihr Bildungsstandart war recht gut und bereits nach dem ersten Gespr�ch gefiel sie mir. Sie akzeptierte auch sofort meine Rolle als Anf�hrer des Teams, denn zu besonderer Dominanz neigte Melt nicht.
KC Als weitaus unangenehmer empfand ich das Zusammentreffen mit KC. Der Baarkeeper lie� ab und zu mal kleinere Bands auftreten, aber diese Frau sang nicht nur schlecht, sie war auch das was ich als m�nnerhassende Kampflesbe bezeichnen w�rde. Mit ihren pink gef�rbten, hochgestilten Haaren wirkte sie geradezu absto�end auf mich. Nachdem sie mir eine vor den Kiefer geknallt hatte sprach sie mich jedoch an ob ich sie nicht f�r mein Team gebrauchen k�nne. Ich war arg am zweifeln!
Dann begegnete mir Martina. Die Schwarze war v�llig abgebrannt, absolut naiv und verloren. Ich beobachtete sie wie sie mit dem Baarkeeper sprach und hoffte irgendwo eine �bernachtungsm�glichkeit zu finden. In gewisser Weise erinnerte sie mich an mich selbst und meine unsicheren ersten Schritte in diesem Milieu. Ich beschloss Martina zu helfen.
Martina Die junge Frau, die in einem Zirkus aufgewachsen war, wirkte endlos erleichtert als ich ihr anbot sie k�nne vorerst bei mir unter kommen. Nat�rlich f�hlte ich ihre Angst. Sie kannte mich nicht und mit der T�towierung im Gesicht mochte ich nicht nur fremdartig, sondern auch gef�hrlich auf sie wirken.
Die Angst war jedoch relativ schnell verflogen als sie am Tisch vor mir a� und pfundweise Soy-Spaghetti in sich hineinstopfte. Ich ging mit ihr einkaufen und kleidete sie komplett ein. Es gefiel mir mich um sie zu k�mmern. Das lenkte mich von meinen Erinnerungen ab. Katze wirkte auch �u�erst zufrieden mit mir.
Martina war eine ganz angenehme Gesellschaft. Und so begann ich mit ihrer Ausbildung, wobei ich Darell mit ein bezog, denn mit ihrer Schnelligkeit und Gelenkigkeit konnte ich nicht mit halten. Martina lernte schnell und hing geradezu an meinen Lippen. Ich vermutete sogar das sie sich in mich verliebte und w�rde l�gen t�t ich behaupten das mir dieser Gedanke nicht gefiel.
Ihre Loyalit�t und was sie gelernt hatte, sollte sie mir in dem Auftrag beweisen, den ich annahm. Im Scoop, einem ber�chtigten Gangsterladen, ging jemand ein und aus den wir erledigen sollten. Ich wei� nicht ganz wieso, aber Einzelmordauftr�ge gefielen mir. Ich liebte es mich anzuschleichen und zuerst ein wenig zu spielen mit meinen Opfern, bevor ich sie f�r immer in das Reich der Geister schickte.
Genau so sollte es auch diesmal sein. Martina hatte noch nie zuvor get�tet und ich wollte sie dazu bringen es fr mich zu tun. Das die Waffe, die ich ihr gab, nur eine Narcoject war konnte sie nicht wissen. Die Zielperson nannte sich Masc, sa� im Rollstuhl und war stets von ein paar wirklich b�sartigen Bodyguards umgeben.
Hinter einem Auto positioniert zielte Martina mit zitternder Hand. Mein K�per ber�hrte den ihren und ich blies ihr meinen Atem in den Nacken, sprach ganz leise beruhigende Worte und gab Anweisungen. Masc rollte mit seinem Gef�hrt vor und f�r einen Augenblick hatte sie freie Bahn. Sie konnte ihn mit der Narcoject nicht t�ten, doch das wusste sie nicht. Ich raunte befehlend �Schie�!�, doch sie z�gerte und als sie dann endlich schoss hatte Masc sich weiter bewegt und sie traf stattdessen einen Bodyguard.
Sofort brach die H�lle los. Es wurde geschrien und die Bodyguards zogen ihre Waffen um auf uns zu schie�en. Instinktiv dr�ckte ich Martina runter, gab ihr eine echte Waffe in die Hand und schon im n�chsten Moment f�hlte sie sich hinter dem Auto alleine gelassen.
Mich unsichtbar machend zog ich das Katana, hielt es nahe beim K�rper uns n�herte mich im Bogen den Bodyguards. Ein Streich und einer von ihnen sackte tot zusammen. Innerlich fluchte ich. Sie hatten Masc nach drinnen gebracht und dort dr�ngten sich nun �ngstlich die Leute, nicht wissend ob man raus und fliehen sollte, oder ob es im Geb�ude selbst doch sicherer war.
Mich da hindurch zu schl�ngeln blieb nicht unbemerkt und einer der Bodyguards nahm mich aufs Korn. Seine Kugeln durchschlugen meinen Mantel trafen mich in Muskeln und Fleisch und nur mit arger M�he konnte ich meinen Zauber aufrecht erhalten. Kurz jedoch flackerte er und sie konnten sehen mit was sie es zu tun bekamen.
Die Leute jedoch verfielen nun in absolute Panik. Jetzt wurde auch innen geschossen und da schien Flucht die beste L�sung zu sein. An Weglaufen war f�r mich jedoch nicht zu denken, ich hatte einen Auftrag zu erledigen.
Es kostete mich viel M�he die Bodyguards zu �berwinden, zumal mich weitere Kugeln trafen und ich den Zauber unm�glich aufrecht erhalten konnte. Auch Masc erwies sich, trotz Rollstuhl, als �u�erst z�her Gegner. Letztendlich stand es auf der Kippe, entweder er, oder ich. Martina kam gerade in den Laden gelaufen, als sie sah wie ich entnervt meine Pistole mit der Panzerbrechenden Munition zog und schoss. Masc's Kopf platzte wie eine reife Melone auseinander und �berallhin verteilten sich Knochensplitter und Innereien.
Der Anblick schockte Martina extrem, doch sie gehorchte als ich sie an meine Seite befehligte und mich von ihr st�tzen lie�. Wir mussten sofort von hier weg, bevor die Security kam. Zudem blutete ich stark und ab und an wurde mir kurz schwarz vor Augen. Martina, die nur leichte Verletzungen davon getragen hatte, brachte mich zu meinem Motorrad. Ich befahl ihr anders zu entkommen, falls man mich verfolgen w�rde. Sie nickte und lief davon.
Gas gebend kam ich jedoch nicht weit, denn bereits einige Stra�enkreuzungen sp�ter beendete ein seitlich kommender PickUp meine Flucht.
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