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Kapitel 10
Lyn


 

Als ich erwachte hatte ich Licht und Luft. Das Bett roch duftig und frisch, durch das offene Fenster drang die Sonne und ein warmer Windhauch herein. Ich war sauber und meine Gelenke bandagiert.
Kaum konnte ich es glauben das der Schrecken der vergangenen Nacht Wirklichkeit gewesen sein soll. Zu blass wirkte dies alles im fr�hlichen Licht der Sonne. Der sich bewegende Vorhang warf verspielte Schatten auf das Sofa und jetzt erst bemerkte ich die Gestalt die darauf sa� und mich angrinste.
�Lyn!� Ich schrie den Namen �berrascht hinaus. Vielleicht wollte ich nur selber h�ren ob er noch genau so klang wie er es fr�her tat. Lyn lachte, sprang auf und freudig umarmten wir uns.
Niemals hatte ich erwartet Lyn lebend wieder zu sehen. Und schon gar nicht h�tte ich ihn hier erwartet. Der Moment �berw�ltigte mich so immens das ich nicht anders konnte und mir versch�mt die Tr�nen von der Wange wischte. Doch Lyn schien es selbst kaum anders zu gehen. Immer wieder sah er mich an, lachte und begann schlie�lich wie ein Verr�ckter zu erz�hlen.
So erfuhr ich das es ihm eine Zeit lang sehr schlecht ging, bis Conrad Miles ihn eines Tages fand und sein Freund wurde. Seither wohne er hier und erledige zum Ausgleich den einen oder anderen Job f�r Miles.
Ich konnte es kaum glauben Lyn vor mir zu haben. Er hatte sich kaum ver�ndert. Immer noch war ihm jene eigene freche Art zu eigen, jenes L�cheln und jene Art bei allem was er tat immens begeistert zu sein. Wir verbrachten den ganzen Tag miteinander. Redeten viel, und ich fiel, genau wie er, in ein teenagerhaftes Gehabe zur�ck. Es war als w�ren wir niemals getrennt gewesen.
Auch mein Herz, das immens klopfte, wenn ich ihn ansah, schien dies zu glauben. Ich wusste das auch jetzt Lyn niemals empfand wie ich, aber ich liebte ihn, das fl�sterte mir jede Zelle meines K�rpers.
Gegen Abend jedoch wurde er unruhig. Eine Zeremonie st�nde bevor, verriet er mir. Ich erstarrte. Unwillk�rlich hatte ich jenes Scharren und Klicken der vergangenen Nacht wieder vor Augen. F�hlte die Angst und sp�rte G�nsehaut meinen K�rper �berziehen. Doch Lyns Hand legte sich beruhigend auf meine. Mitf�hlend sah er mir in die Augen. Er wusste was ich letzte Nacht durchgemacht hatte. Meinte jedoch das er nichts dagegen habe unternehmen k�nnen. Auch hatte er mich schon die ganze Zeit �ber auf dem Gel�nde beobachtet, nur h�tte Miles ihm strikt verboten vorher Kontakt mit mir auf zu nehmen.
Er sei kein Magier. Erkl�rte Lyn mir daraufhin. Die Zeremonie dieser Nacht w�rde ganz anders verlaufen und niemand m�sse sterben.
Das er log bemerkte ich erst als es zu sp�t war...

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