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Kapitel 4
Atzlan wird dich t�ten


 

Chantal �ngstlich zitternd sa� Chantal auf Chronic's altem Sofa und guckte hilflos zu Loki auf. Der blonde Schwede reichte ihr gerade ein Mineralwasser herab und tippte anschlie�end zum X-ten Male Chronic's Nummer in sein Vidphone.
Es sah �bel f�r die junge Farbige aus. Sie hatte eine Drogen�bergabe beobachtet und nun wollte man die Zeugin tot sehen.
Es war klar das hier etwas zu geschehen hatte. Chronic w�rde au�erdem nicht zulassen das seiner Traumfrau etwas geschah.
Schon eine Stunde sp�ter kam der Decker anged�st, mit seinem kleinen Elektrofahrzeug, und Chantal fiel ihm weinend in die Arme.
Loki zog sich f�rs Erste dezent zur�ck.
Einen Tag sp�ter wurden Rise und Bane herabgerufen. Chronic hatte es sich gut �berlegt. Fr�her, oder sp�ter w�rden sie Chantal hierher zur�ckverfolgen k�nnen und dann waren alle in Gefahr.
W�hrend Loki einkaufen ging sa� das P�rchen oben bei Bane und sie besprachen mit den anderen Beiden wohin man gehen k�nne.
Als Loki wieder kam stand die Wohnungst�r einen kleinen Spalt offen.
Einkauf Seinen Einkauf auf einer Treppenstufe abstellend, z�ckte der Samurai seine schwere Pistole und sp�hte aufmerksam durch den Spalt.
F�nf Eindringlinge waren gerade dabei die Wohnung zu durchsuchen. Ganz offensichtlich suchten sie Chantal, wurden aber nat�rlich nicht f�ndig und meinten von daher ihrer blinden Zerst�rungswut freien Lauf lassen zu k�nnen.
Loki zog die Brauen zusammen. Sich langsam in den Flur hineinschiebend konnte er sehen wie sie die wenigen Gegenst�nde in seinem Zimmer demolierten. Sprich, sie zertraten die Plastikkiste, die er als Tisch gebrauchte, und schlitzten die Matratze auf dem Boden auf.
Wie ein lautloser Schatten war er heran. Zweien der Eindringlinge hauchte es das Leben aus, noch ehe sie begriffen das Kugeln sie durchbohrten.
Zielsicher schnellte Lokis Arm nach Rechts, ein weiterer Schallged�mpfter Schuss und die panzerbrechende Muni zerschmetterte einen Sch�del. Blut und Gehirnmasse spritzten.
Zwei Gegner standen noch und in Panik feuerten sie.
Loki konnte gerade noch rechtzeitig den Kopf beiseite rei�en, die Kugeln zerfetzten nur sein linkes Ohr. Der Sch�tze bezahlte mit seinem Leben.
Nur noch einer.
Bane, Rise und die Anderen h�rten oben das unschallged�mpfte Schie�en der Angreifer und st�rzten mit gezogener Waffe die Treppe herab.
Als sie die Wohnung betraten drehte Loki sich zu ihnen um.
Sein Gesicht eiskalt, die Augen vollkommen emotionslos. Und an der Wand seines Zimmers rutschte gerade der letzte Feind tot an einer breiten Blutspur herab.
Fassungslos sah Bane sich um. Loki, dieser Looser, hatte die alle hier vollkommen professionell und schnell erledigt. Der Ork konnte es kaum glauben.
Der Schwede irritierte ihn. Wie konnte jemand jetzt so gut sein und in den Auftr�gen so versagen?
'Die haben meine Matratze kaputt gemacht.' Rise w�re am liebsten in Ohnmacht gefallen. Lokis Zimmer schwamm in Blut und alles woran er denken konnte war die billige Matratze auf der er schlief.
Den restlichen Abend verbrachte das Team damit Sch�delsplitter, Gehirnst�cke und Blut von Wand und Boden zu kratzen.
Lokis Matratze Loki zeigte mal wieder seine unglaubliche Ignoranz, indem er die mit Blut vollgesaugte Matratze schlicht durch das Fenster quetschte und hinauswarf.
Bane st�rzte daraufhin herab und entsorgte das offensichtliche Beweismaterial f�r ein Verbrechen in einer Seitenstra�e. Irgendwie wusste der Ork immer weniger was er von Loki halten sollte.
Bereits einen Tag sp�ter verk�ndete Chronic das er mit Chantal fortgehen w�rde. Sie wollten sich irgendwo im Verborgenen niederlassen und gemeinsam ein neues Leben beginnen.
W�hrend Rise und Bane dar�ber fluchten das sie ihren Decker verloren, nahm Loki seinen Mitbewohner fest in die Arme, dr�ckte ihn und w�nschte ihm wirklich ernsthaft das Allerbeste f�r die Zukunft.
Er schien der Einzigste zu sein der sich dar�ber freute das Chronic ein neues Leben an der Seite Chantals beginnen wollte.
Loki war es auch der Rise sp�ter bei den H�nden ergriff, ihr tief in die Augen sah und der jungen Frau versprach ihr am Ende von allem etwas spezielles Rundes zu schenken.

Das Team war am Ende.
Kein Geld, keine Erfolge und somit keine Jobs.
Ihnen dreien war klar das sie wirklich alles annehmen mussten was ihnen angeboten wurde, hauptsache Geld.
Geld sollte auch kommen. Allerdings durch einen Auftrag der nichts Gutes verhie�. Es sollte nach Atzlan gehen.
Im Herzen des Dschungels st�nde ein Forschungsgel�nde.
Ihre Aufgabe war es da einzudringen, mit dem Fahrstuhl in die unterirdischen Gew�lbe herunter zu fahren und die Phiole mit der Testreihe X-107L zu holen. Dabei handelte es sich um eine dunkelgr�ne, toxische Fl�ssigkeit f�r deren Transport sie eine Spezialtasche mit Kevlarplattenverst�rkung bekamen.
Testreihe X-107L Keiner war begeistert nach Atzlan zu gehen. Am allerwenigsten aber Rise.
Die junge Frau kannte Atzlan. Ihre ehemalige Heimat war zu einem f�rchterlichen Alptraum geworden.
Als ehemalige Anh�ngerin der Yukatan Rebellen suchte man sie.
Sie hatte Aztechnology verraten. W�rde man sie in die Finger bekommen w�re sie tot.
Doch sie hatten keine andere Wahl. Es blieb nur zu gehen.
Wenn sie den Job gut �ber die B�hne zogen dann w�rde man sie auch wieder engagieren. Dann h�tten sie sich bew�hrt.
Bis dahin war es jedoch noch ein langer Weg.
Dschungel Die �berquerung der atzlanischen Grenze war bei weitem nicht so schlimm wie der tagelange Kampf durch den feuchthei�en Dschungel.
�berall wimmelte es von Insekten und anderem Getier. Niemals k�hlte es ab und wenn es regnete dann gleich Tagelang.
Ab einer bestimmten Entfernung konnten sie das umz�unte Gel�nde sehen.
Zwei kleinere Bauten oberhalb. Das Meiste f�hrte ja nach unten. Wachen gab es in etwa zwei Dutzend und der Fahrstuhl war die einzigste M�glichkeit ganz nach unten. Hier war also Heimlichkeit gefragt.
Mit Nightglidern, die sie zusammengepackt mitgeschleppt hatten, hob das Team in der Nacht zwischen den B�umen ab und flog �ber das Gel�nde, auf das Dach des Hauptgeb�udes. Von dort aus kletterten sie herab und schlichen weiter.
Pl�tzlich wurde Rise von einer patroullierenden Wache gesichtet und die Gruppe war gezwungen einen kleinen Trupp schallged�mpft zu t�ten, um ihre Lautlosigkeit zu wahren.
In das Geb�ude ging es ganz leicht hinein. Auch den Fahrstuhl fanden sie sofort.
An einem Haken h�ngende Chemoanz�ge wurden zur eigenen Sicherheit angezogen.
Rise klagte zunehmend �ber Bauchschmerzen und konnte am Ende nur noch von Loki gest�tzt gehen. Bane sicherte die Umgebung.
Doch ganz unten angekommen befand sich kein Labor.
Suchend blickten sich die Drei um und gerieten an ein Heptagramm, das ganz offensichtlich Magie in sich barg.
Rise konnte es genau f�hlen. Das Ding saugte an der magischen Kraft der jungen Frau. Sie sackte auf die Knie und selbst Loki konnte es nicht verhindern.
Mit einem Ruck schien das Innere des Heptagrammes aufzubrechen und Rise zu packen. Sie spuckte Blut und wurde kr�ftig durchger�ttelt, doch so schnell wie es begann endete es auch.
Hustend und mit ihren Kr�ften am Ende lag die Magierin auf dem steinigen Boden. Sie f�hlte sich v�llig ausgebrannt.
Was immer das hier auch war. Es war kein Labor mit chemischen Substanzen. Man hatte sie hereingelegt!
Bane Loki blickte noch v�llig schockiert drein, so das Bane sich die junge Magierin griff, ihr auf die zittrigen, schwachen Beine half und sie vorw�rts schleppte.
Kaum waren sie im Fahrstuhl h�rten die drei einen lauten Alarm aufschrillen.
Oben angekommen schleifte Bane die schwer atmende Rise durch die langen Flure, als pl�tzlich eine weibliche Computerstimme aus unsichtbaren Lautsprechern drang:
'Red Alert: Destabilisation initiated'
Das N�chste was Bane h�rte war das leise Klicken einer sich entsichernden Waffe, an seinem Hinterkopf und ein k�hles 'Sayonara Bane.'
Es knallte laut und weit spritzte dunkelrotes Blut an die W�nde. T�dlich getroffen ging der schwere K�rper des Orkes zu Boden.
Fast unwirklich war das Schreien Rise's zu vernehmen. Ging fast im Schrillen der Alarmsirene unter.
Kalten Blickes trat Loki nun auf die junge Magierin zu und hob seine Waffe. Die M�ndung auf ihre Stirn richtend meinte er in emotionsloser Stimme. 'Niemand hintergeht Aztechnology ungestraft.'
Rise Rise wusste das sie nun sterben w�rde und tief atmete sie noch einmal durch und schloss die Augen. Nur kurz vernahm sie den Knall, der weit durch die Flure hallte, dann �berflutete Schw�rze ihren Geist.


 


 

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