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Kapitel 8
R�tsel in Deutschland


 

Das wir in Frankreich so �berlegt an die Sache herangingen und den Job meisterhaft l�sten, bew�hrte sich.
Kaum wieder in England hatte ich den n�chsten Auftrag auf dem Tisch liegen. 'Foxhound' wurde immer bekannter und wir verdienten immer mehr.
So langsam kam ich auch auf den Geschmack. Schnelles planen und handeln war genau mein Ding. Jeder Auftrag lie� mir das Adrenalin durch die Venen pumpen und der Nervenkitzel machte mich s�chtig nach mehr...
Diesmal sollte es nach Deutschland gehen.
Im alten Sanierungsviertel, Zombie 1, galt es jemanden ausfindig zu machen und an den dortmunder Barkeper Piotr auszuliefern.
F�r den Flug mussten wir diesmal selbst sorgen und das bereitete mir Kopfschmerzen. Ich kannte keinen Piloten und hatte auch zu keiner Fluggesellschaft Kontakte.
Malcolm arrangierte schlie�lich etwas f�r mich. Daf�r war ich ihm sehr dankbar. Nat�rlich lie� er sich seine Hilfe in barer M�nze auszahlen.
Gebäude in Zombie 1 Noch vor dem Flug brachte ich in Erfahrung was f�r eine Gegend 'Zombie1' war. Das alte Sanierungsviertel schien das allerletzte Zuhause f�r die Gestrandeten unter den Gestandeten zu sein.
Der H�userblock beherbergte Menschen, die auf ihre Art und Weise sehr zur�ckgezogen lebten und damit selbst besch�tzten. Dort kannte man sich. Fremde wurden nicht geduldet.
Wir flogen erneut mit einer Linienmaschine. Deutschland war nicht weit und ich freute mich schon darauf.
Nach einer Nacht in einem deutschen Mittelklassehotel klauten wir einen Wagen und fuhren mal in den H�userblock hinein. Immerhin hatten wir keine Ahnung wo sich unsere Zielperson dort aufhielt.
W�hrend Widow die Gegend astral abzusuchen begann, durchstreifte Myxin die H�userruinen. Ich hoffte das er nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich zog.
die Zielperson Widow entdeckte unseren Mann schlie�lich. Oberhalb einer Bar lie� er sich von mehreren hart vercyberten Gorillas bewachen. Wir konnten ihn schlie�lich sogar beim Verlassen des Geb�udes beobachten und wie er �ber einen stillgelegten U-Bahn-Zugang in einen unterirdischen Bereich vordrang, den er wohl sein Zuhause nannte. Der Bereich wurde ebenfalls schwer bewacht. Dort hineinzukommen d�rfte enorm schwer werden. Zumal man, dank Myxin, bereits auf uns aufmerksam geworden war.
Wir �berlegten hin und her, aber es schien keine M�glichkeit zu geben an ihn heranzukommen und einen offenen Stra�enkampf zwischen diesen feindlichen H�userschluchten, wagte ich nicht.
Widow bem�hte sich sehr eine M�glichkeit f�r uns zu finden, indem sie astral die Umgebung unserer Zielperson absuchte, als ihr ruhig liegender K�rper, im Auto neben mir, pl�tzlich heftig zu zucken begann. Immer wieder, bis Blut aus ihrem Mundwinkel herablief und sie schlie�lich ersch�pft mit den Lidern flatterte und mich ansah.
Ein toxischer Geist habe sie angegriffen, gab sie von sich und hustete noch mehr Blut. Damit war unsere Magierin aus dem Rennen. Mit diesem Geisterkrims konnte ich nichts anfangen, aber sie sah ziemlich �bel aus.
Im Hotel brachte ich sie sofort ins Bett. Widow wirkte fast zu Tode ersch�pft und klagte �ber Schmerzen. Vermutlich hatte sie leichte innere Blutungen.
Ramrod und Myxin waren gerade unterwegs, da klopfte es an meine T�r. Als ich �ffnete lag ein kleiner Zettel auf dem Fu�boden, mit der Anweisung um Mitternacht einen bestimmten Ort aufzusuchen.
Ich roch f�rmlich die Falle, besprach mich jedoch mit Ramrod und Myxin und wir beschlossen dieser Einladung zu folgen.
Bereits zwei Stunden zuvor trafen wir dort ein.
Das Geb�ude war ein stillgelegter Bauabschnitt mit drei Etagen. Ein Penner murrte uns an, als wir an ihm vorbei gingen. Wir wollten uns die Sache ansehen, bevor hier die Party steigen sollte.
Strategisch aufgeteilt und auf alles gefasst bemerkten wir trotzdem nicht das Heranschleichen unserer Gegner. Erst als Sch�sse aufblitzten und Ramrod aufschrie wurden wir uns dessen bewusst.
An alles kann ich mich nicht mehr erinnern, dazu ging es zu schnell.
Ich sah Myxin hervorragend reagieren. Schwarzvermummte Typen blut�berstr�mt an der Wand niedersacken. Ramrod der sich den Bauch hielt und trotzdem feuerte. Ich selbst, der schoss und nach hinten hin absicherte...
Dann war ich pl�tzlich bei Ramrod und half ihm die Treppen runter. Myxin rannte noch immer im Geb�ude herum, weil er sich sicher war noch jemanden gesehen zu haben.
Derweil erwartete Ramrod und mich drau�en eine Riesen�berraschung!
Da lag unsere Zielperson doch tats�chlich zappelnd, gefesselt und geknebelt, b�uchlings auf dem welken Rasen vor dem Haus.
Was war hier los? Eine Falle?
Myxin kam nur Sekunden sp�ter mit einem, zur Unbrauchbarkeit verbogenen, Scharfsch�tzengewehr wieder, das er uns erstaunt zeigte. Die ganze Sache war mir hochgradig mysteri�s!
Lange Zeit zum Gr�beln blieb nicht, denn Ramrod war mit seiner schweren Bauchverletzung am verbluten und musste schleunigst zu einem Stra�endoc.
Mir blieb keine andere Wahl als unsere deutsche Kontaktperson hier anzurufen und um die Nummer eines Doc's zu bitten.
Dr. Keller Ich arrangierte das dieser uns entgegenfahren w�rde. Sein gr�ner Wagen solle uns auffallen, meinte er.
So verfrachtete Myxin die Zielperson ins Auto und ich brauste los. Tats�chlich kam uns der Mann entgegen und nahm Ramrod sogleich unter seine Fittiche. Ein Umstand der uns eine menge Geld kostete, aber was ist schon Geld wenn es um einen verletzten Freund ging!
Unsere Geisel berichtete unterdessen von einem schockierendem Stra�ensamurai, mit Cybersch�del, der seine Bodyguards, durch blo�es Erscheinen, in die Flucht geschlagen hatte.
Ich wusste ehrlich nicht was ich davon halten sollte. Nichtsdestotrotz verfuhr ich nach der Methode 'einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul' und �bergab die Geisel, wie verabredet, an Piotr.
Noch auf dem R�ckflug machte ich mir Gedanken �ber die Sache. Widow war wieder halbwegs wohlauf und w�rgte an ihrem �blichen Unwohlsein herum, als der Vogel startete. Ramrod musste sp�ter noch einmal zu Doc Greenway. Ich machte mir Sorgen um ihn. Dies war schon die zweite Vollladung in den Bauch, doch als ich im Flugzeug mal zu ihm r�bersah schien er meine Gedanken zu kennen, grinste nur und hob den Daumen.
Ich war froh nach Hause zu kommen. Es roch nach Essen und frisch gewaschener W�sche. Doch am allerwichtigsten war mir Sylvan's warme Umarmung!
Ein Run ist nur perfekt wenn man wei� das man zuhause sehns�chtig erwartet wird.
Ich glaube nicht das ich die Jobs so gut verkraften k�nnte, w�re ich alleine. Ich a� und anschlie�end duschten wir gemeinsam.
Von Sylvan kam dann auch einen Tag sp�ter die Idee mit dem P�rchenabend. Er sprach mich im Fight Club darauf an. Zuerst wusste ich gar nicht worauf er hinauswollte, denn nat�rlich h�rt sich der Begriff 'P�rchenabend' doch etwas anr�chig an.
Das dachten sich dann wohl auch Darell und Leonie (Widow), als ich Sylvan's Idee an sie weitertrug. Tats�chlich meinte er jedoch nur einen netten Abend mit gutem Essen und Unterhaltung. Dagegen hatte keiner etwas einzuwenden.
Sylvan und ich besorgten au�erhalb Londons echte Nahrung und wir bereiteten f�r den Abend Nudeln mit einer ziemlich scharfen So�e zu. Ein wenig r�umten wir dann auch noch auf und waren schlie�lich vorbereitet, als die beiden abends bei uns klingelten.
Ich erinnere mich noch ganz aufgeregt gewesen zu sein.
Bisher hatte ich es tunlichst vermieden jemanden in meine intimste Privatsph�re hineinzuf�hren und mich von meiner schw�chsten Seite zu zeigen. Das war es n�mlich was Darell und Leonie nun von mir zu sehen bekamen. Ich war sch�chtern, etwas kleinlaut und gar nicht so anf�hrerhaft, wie ich es bei den Runs zu sein pflege. Sylvan war der dominante Part unserer Beziehung, etwas mit dem ich pers�nlich sehr gut klar kam, aber nicht jeder zu wissen brauchte.
Ich glaube Darell und Leonie waren ein wenig �berrascht, aber genau wei� ich es nicht.
Gem�tlich a�en wir, w�hrend drau�en eisiger Regen gegen die Fensterscheiben schlug.
Wir unterhielten uns auch, bis....
Ich kannte Sylvan, ich h�tte wissen m�ssen das er Hintergedanken hegte. Strippoker war sein Vorschlag. Ich wollte mich weigern und Sylvan wusste ganz genau warum, aber er zwang mich mitzumachen.
Ich hatte nie zuvor gepokert, war dementsprechend schlecht und sa� somit als Erster ohne Unterw�sche da. Mit knallrotem Gesicht hielt ich mit einem Sofakissen, meine Bl��e bedeckt.
Mir gingen in diesem Moment viele Gedanken durch den Kopf, aber die wenigsten waren positiv. Einige befassten sich sogar damit wie ich Sylvan sp�ter daf�r umbringen w�rde.
Sylvan's Grinsen So nach und nach fielen die H�llen. Niemand au�er mir schien damit ein Problem zu haben, sogar Leonie wirkte gel�st. Aber ihr und Darell war jetzt klar das ich irgendein Problem haben musste.
Sylvan versuchte mich neckend aufzulockern, doch ich wurde nicht so richtig locker. Wie denn auch wenn einen die Natur derma�en benachteiligt hatte!
Darell und Leonie zogen sich alsbald auf unser Bett zur�ck und begannen vor unseren Augen mit ganz eigenen Spielchen. Nie h�tte ich von Leonie gedacht das sie dabei mitmacht!
Ihr Anblick erregte mich, was Sylvan f�r sich benutzte, indem er mir leise s��e Z�rtlichkeiten ins Ohr fl�sterte und damit endlich meine Mauer aus Scham und Neid halbwegs zum Einsturz brachte.
Wir beide schliefen die Nacht �ber auf dem Sofa, was ziemlich eng war, aber ging.
Darell klopfte mir am n�chsten Tag auf die Schulter und meinte das ihm der Abend gut gefallen h�tte und man das gerne wiederholen k�nne. Ich bejahte und Sylvan grinste nur geheimnisvoll vor sich hin.
Schon alleine f�r dieses Grinsen verkloppte ich ihn sp�ter mit einem Kissen und lie� ihn den ganzen Rest seiner �berscharfen So�e essen, was ihm zwei Tage lang seinen Geschmackssinn kostete.


 


 

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