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Kapitel 7
�bernehmen Sie auch Auslandsjobs?


 

Darells Geburtstagstorte Der 6. Januar 2064 und wieder fanden wir uns im Checkpoint ein, um zu feiern.
Darell's Geburtstag lag an und es hagelten mal mehr, mal weniger sinnvolle Geschenke auf den Ki-Adepten hernieder. Myxin bewies mal wieder das unser Eindruck von seiner Vollmeise durchaus berechtigt war, indem er Darell zwei Actionfigurartige Puppen schenkte. Die Weibliche sollte wohl Widow sein, so mit Peitsche und Schlagstock ausger�stet. Die m�nnliche Figur hatte sogar �hnlichkeit mit Darell. Aber was hatte sich Myxin blo� dabei gedacht?
Na jedenfalls ist klar was ich mir dabei dachte, als ich die Puppen in der Mitte des Tisches, b�uchlings aufeinanderliegend drapierte....
Darell und Widow waren echt gl�cklich miteinander, das sah man. Sie kicherte wenn er ihr etwas ins Ohr fl�sterte und kleine Z�rtlichkeiten mit ihr austauschte.
Ich g�nnte es den beiden von Herzen, denn unterhalb der Tischkante hielt ich Sylvan's Hand, und jedes mal wenn er mich k�sste schoss mir das Blut in die Wangen. Grund genug f�r Donald und Myxin albern zu werden.
Insgesamt war Sylvan jedoch stolz auf mich.
Im Thai-Boxen wurde ich immer besser und irgendwann zeigte er mir mal wie man mit dem Kendo Schwert umging. Ich war zutiefst beeindruckt!
Sylvan bewegte sich mit dem h�lzernen Trainingskatana so elegant und geschmeidig wie ein Panther. Das wollte ich auch lernen!
Zuerst aber forderte mich Myxin zum Trainingskampf im Ring heraus.
Er war gr��er und st�rker als ich und siegesgewiss funkelten seine Augen.
Erstaunlicherweise lag er schneller am Boden, als er 'papp' sagen konnte. Doch er wollte Revenge.
Erneut zeigte ich ihm wie hart der Boden war. Myxin wurde w�tend, was sicherlich auch an den leicht h�mischen Spr�chen lag, die ich mir, als Knirps neben ihm, nicht verkneifen konnte.
Interessiert kamen nun auch andere Besucher des Kampfsportclubs heran, um zuzusehen.
Nachdem Myxin das dritte Mal auf der Matte lag und immer noch nicht gewillt war aufzugeben, begannen unsere Zuschauer sogar damit Wetten auf uns abzuschlie�en.
Stolz grinste ich Sylvan an, der mir anerkennend den Daumen hoch hielt. Myxin griff wieder an.
Diesmal bef�rderte ich ihn sogar �ber die Ringabsperrung hinaus, begleitet von einigen nicht ganz ernst gemeinten, unnetten Worten. Ich wollte nicht gemein zu ihm sein und sah das Ganze eher als eine Art Spiel an. Nie h�tte ich gedacht durch mein intensives Training, in so kurzer Zeit, so viel besser zu werden. Gegen Sylvan und Darell war ich ein kleiner, schwacher Floh, aber bei Myxin hatte ich einen eigentlich ebenb�rtigen Gegner und nahm nun zum ersten Mal selber wahr wie sehr ich mich gemacht hatte.
An Kraft, Geschicklichkeit und Pr�zision hatte ich dazugewonnen. Dinge die Sylvan bei mir seit Wochen gezielt trainierte.
Mit jedem weiteren Male, den ich Myxin in raschen Bewegungen zu Boden brachte, wurde ich mir meiner eigenen F�higkeiten bewusster.
Angefeuert von den Zuschauern strahlte ich �ber das ganze Gesicht. Doch schlie�lich war ich es dann aber auch der Myxin darum bat aufzuh�ren.
Der Elf schien seine Grenzen nicht zu kennen. Ich f�hlte seine Wut �ber die Dem�tigung und das er anfing ernst zu machen. Er wollte mich ernsthaft verletzen, weil er glaubte damit wieder gut dazustehen, und zwang mir seinen Kampf auf.
Ein letzter Schlag warf Myxin schlie�lich nieder, wo er bewusstlos liegen blieb. Der Kampf war entschieden und ich der gefeierte Held des Fight Club.
Widow sah sofort nach Myxin, der kam aber schon kurz darauf wieder zu sich und verschwand, wie ein gepr�gelter Hund, ohne ein weiteres Wort, nach drau�en.
'David gegen Goliath', meinte Widow anerkennend zu mir und pl�tzlich hatte ich im ganzen Club viele Freunde.
Zwei Tage lang bekam keiner von uns Myxin zu Gesicht, bis er auf einmal wieder im Fight Club auftauchte. Sylvan zeigte mir gerade eine neue Schlagtechnik beim Kendo, da stand er pl�tzlich vor mir und forderte mich zum Trainingskampf heraus.
Sofort waren wir von Leuten umzingelt, die zusehen wollten. Mir blieb keine andere Wahl und so betrat ich mit ihm den Ring.
Myxin wirkte anders als sonst. Unruhig rollte er mit den Augen, hibbelte auf den F��en herum und das nerv�s zuckende L�cheln auf seinem Gesicht war fast schon aggressiv zu nennen. 'Na los, greif an!' Forderte er mich auf. Seine seltsame Art machte mich nerv�s. Ich wollte nicht gegen ihn k�mpfen, doch da griff er an.
Mit extrem harten, kraftvollen Schl�gen, durchbrach er meine Deckung, schleuderte mich in die Ringecke, zog mich wieder daraus hervor, warf mich zu Boden und schlug noch �belst auf mich ein als ich schon l�ngst bewusstlos war. Myxin f�hlte sich wie der Gott der Rache!
Kampfdroge -> Booster Was danach geschah erz�hlten mir sp�ter die Anderen.
Scheinbar zwangen sie ihn von mir abzulassen, woraufhin er wohl einen Punchingball halb zerlegte und sich blutige F�uste holte.
Allen war jetzt klar das Myxin Kampfdrogen eingenommen haben musste und f�rmlich nach Gewalt gierte.
Widow versuchte ihn mit ihrem Schlafzauber zur Beruhigung zu zwingen, woraufhin er v�llig abrastete, seine Waffen holte und in Richtung Auto st�rmte.
Sylvan versuchte ihn aufzuhalten und ruhig mit ihm zu reden, doch Myxin wollte nicht reden, er wollte beweisen was f�r ein Gott er war. Unter dem Einfluss der Droge schien ihm sein K�rper sogar Recht zu geben. Jedenfalls brachte der gezielte Schuss mit der Narcoject, auf seinen Hals, rein gar nichts. Stattdessen warf Myxin seine Waffen auf die Stra�e und griff Sylvan mit blo�en H�nden an.
Darell, der zuvor mit der Narcoject geschossen hatte, und nun mit einer anderen Knarre am Fenster auftauchte, fluchte auf Teufel komm raus, �ber das Risiko das Sylvan einging. Er war bereit der Sache ein rasches Ende zu bereiten, indem er Myxin abknallte, aber mit Sylvan im Schussfeld war er machtlos.
Die beiden Elfen rangen auf der Stra�e und aufgeputscht von der Droge schaffte es Myxin, Sylvan in seinen Griff zu zwingen.
Sylvan verriet mir nie was die folgenden zwei Minuten genau geschah. Laut Darell schienen die beiden leise miteinander zu reden, bevor Myxin, Sylvan schlie�lich von sich wegstie�, in sein Auto sprang und davonraste.
Ich kam gerade m�hsamst zu mir, da fuhren Widow und Sylvan dem Irren auch schon in meinem Van hinterher, wobei Widow, �ber das Vidphone, Myxin davon zu �berzeugen suchte in die Praxis zum Doc zu fahren, da sie bef�rchtete das es bereits in wenigen Minuten zu einem Kollabieren seines Kreislaufsystems kommen w�rde. Ausgel�st durch die Droge und das Beruhigungsmittel der Narcoject.
Gl�cklicherweise lie� er sich �berzeugen, fuhr in die Praxis und klappte da innerhalb k�rzester Zeit tats�chlich zusammen.
Zur�ckgeblieben, zitterten mir die Knie, als ich von allem erfuhr.
Wie konnte man aus verletztem Stolz nur so einen Mist machen? Darell half mir dabei mich zu sammeln und Myxins Waffen von der Stra�e zu holen.
Ramrod kam kurz darauf an und war ebenfalls geschockt. Wir waren uns einig, Myxin h�tte v�llig verschissen. Was sollten wir mit einem Irren in unserem Team? Da gab es weit bessere, professionellere Leute.
Ich war v�llig aufgeschlagen und wurde von Darell zum Doc gebracht.
Myxin lag bewusstlos auf dem Behandlungstisch und das war sein Gl�ck, sonst h�tte Doc Greenway zusehen k�nnen wie er ihm die Kugel aus dem Sch�del holt...
Die n�chsten Tage ging es mir ziemlich schlecht. �bers�ht mit Prellungen aller Farbnuancen, konnte ich mich kaum bewegen.
Sylvan hatte auch etwas abbekommen, aber erstens lange nicht so viel wie ich und zweitens war er wesentlich h�rter im nehmen. Aber daf�r verw�hnte er mich nach Strich und Faden und am�sierte sich ziemlich �ber meine Vorw�rfe.
Damit machte er mich richtig w�tend. Wollte Sylvan denn nicht verstehen das mir neben ihm Myxin schei�egal war?
Wieso ging er selbstm�rderisch verhandelnd auf jemanden zu, der ganz offensichtlich unter aggressivmachenden Drogen stand und unberechenbar war? Sylvan war mir verdammt nochmal so wichtig geworden, wie die Luft zum atmen!
Aber ich sah ihm die Antwort an. Auch wenn er nichts sagte, so sprach doch das ruhige L�cheln seiner Augen davon wie viel ich noch zu lernen hatte.
Sylvan w�rde niemals jemanden kampflos aufgeben und den bequemeren, oder weniger gef�hrlichen Weg gehen.
Myxin war nicht ganz dicht, aber letztlich war er einer meiner Chummer. Jemand f�r den ich, als Anf�hrer, auch einen Teil der Verantwortung zu tragen hatte. Jemanden den ich nicht einfach fallen lassen konnte, wenn er am meisten Hilfe und Zuwendung brauchte....
Sylvan verdiente meinen ganzen Respekt f�r diese Einstellung.
Die kommenden Tage redete ich viel mit Darell, Ramrod und Widow �ber diese Sache. Von Widow wusste ich das Myxin auf den Boden der Tatsachen zur�ckgekehrt war und zutiefst bedauerte was da abgelaufen war. Er w�nschte sich eine zweite Chance.
Ich hatte Sylvan's Einstellung beherzigt und war bereit sie ihm zu geben. Widow und Ramrod stimmten damit �berein.
Nicht lange danach kam ein Anruf von Malcolm, unserem Schieber.
Jemand w�nsche ein Treffen mit uns. Er fragte ob wir auch Auslandsjobs machten. Mein Herz schlug schneller.
Das bedeutete ich w�rde zum ersten Mal in meinem Leben die Insel verlassen.
Das bedeutete ich w�rde mehr Geld f�r meine Arbeit bekommen.
Das bedeutete das ich keine Ahnung hatte was mich da drau�en erwartete...
Mit gemischten Gef�hlen gab ich meinen Teammitgliedern Bescheid und wir trafen gemeinsam, zur vereinbarten Zeit, am Treffpunkt ein. Myxin war tats�chlich sehr kleinlaut. Er schluckte nun Antidepressiva, um sich besser unter Kontrolle zu haben.
Unser Johnson war diesmal von der besonders unpers�nlichen Sorte.
Aus der Renraku-Arkology, in Frankreich, sollten wir einen Neurologen entf�hren und unseren Mittelsm�nnern dort zukommen lassen.
Ich mochte diesen Johnson nicht, er benutzte Worte wie 'extrahieren'. Widow schien die Bedeutung klar zu sein, ich erkannte nur aus dem Zusammenhang das es 'entf�hren' hie� und kam mir klein und bl�d vor.
Jedoch wenigstens eine Sorge nahm mir der Johnson ab, er organisierte unsere Fl�ge.
Die Waffen gaben wir eine Stunde vor Abflug, neutral verpackt, einem Kontaktmann am Flughafen und bestiegen schlie�lich unsere Linienmaschine. Ich sa� am Fenster, und bei all dem was ich schon erlebt hatte, war es dennoch eine faszinierende Erfahrung den Erdboden unter sich verschwinden zu sehen. Widow neben mir f�hlte sich alles andere als wohl, aber mir gefiel es sehr und ich spr�hte vor Tatendrang.
In Frankreich angekommen buchten wir uns in ein billiges Hotel ein und ruhten uns zuerst aus. Am n�chsten Tag hie� es 'sich den Einsatzort ansehen'.
Kameras überall Die Renraku-Arkology war riesig. Manche Menschen verlie�en sie ihr ganzes Leben lang nicht, hatten sie da drinnen doch alles was sie brauchten. Wenn wir hier eine Schie�erei anfingen, k�me keiner von uns lebendig raus. Security, unauff�llig, �berall. Dazu ein spezielles Einsatzteam, das bei Alarm bereit stand. Totale Kamera�berwachung, Waffenscanner und noch einiges anderes Unliebsames, um Ungeziefer wie uns aus der sch�nen, heilen Welt fern zu halten. Dazu wurde der Wissenschaftler extremst abgeschottet und durfte nur unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen die Arkology verlassen. Das war ein verdammt harter Brocken!
Da von meinen Teammitgliedern mal wieder so rein gar nichts kam, fasste ich den Plan �ber die Freundin an den Mann heranzutreten.
Wenn der Prophet nicht zum Berg kam, musste der Berg halt zum Propheten kommen...
Ich entwarf eine Matrize die es in sich hatte. Angst war dabei der ausschlaggebende Faktor.
In dem Moment wo ein Mensch Angst um sein �berleben bekommt ver�ndert sich seine Wahrnehmung. Man wird sensibler gewissen Signalen gegen�ber und blind f�r Anderes. Darauf legte ich es an!
Ich entwarf Dokumente, die belegten das Renraku plane sich des Wissenschaftlers zu entledigen, sobald er sein Projekt beendete.
Wie mir Widow versicherte kam dies durchaus auch vor, wenngleich selten. Ich sponn den Faden aber noch weiter.
Einer unabh�ngigen wissenschaftlichen Vereinigung k�nnten diese geheimen Unterlagen Renrakus in die H�nde gefallen sein. Denen w�re naturgem�� so gar nichts daran gelegen das jener hochqualifizierte Wissenschaftler get�tet w�rde, und ab dem Punkt kommen wir ins Spiel.
Wir geben zu Shadowrunner zu sein, nur arbeiten wir nachweislich f�r die wissenschaftliche Vereinigung. Unser Auftrag ist es den Wissenschaftler aus Renrakus F�ngen zu befreien, wo wir wieder bei dem Spiel mit der Angst angelangten. Gib jemandem ein Feindbild und er wird ab sofort nur noch Schlechtes sehen und andere Zeichen falsch deuten. In diesem Fall hoffte ich das wir so weit k�men, das uns der Mann f�rmlich um unsere Hilfe bitten w�rde...
Der Ausgangspunkt war seine Freundin. Zu ihr bekamen wir leichten Zugang.
Widow und ich kleideten uns adrett, ich kaufte eine Flasche billigen Sekt und 10 Minuten nachdem die junge Frau von Arbeit nach Hause kam, klopften wir bei ihr an. F�r die Kameras im Flur musste es so aussehen als k�men alte Freunde zu Besuch.
Innerhalb der Wohnung gab es keine �berwachung und wir konnten Klartext reden. Ich zeigte der Frau meine Dokumente auf meinem Vidphone und redete ernsthaft auf sie ein.
Was mir an intellektuellen Fachbegriffen fehlte erg�nzte Widow gekonnt. Innerhalb einer Stunde hatten wir die Frau 'glauben' gemacht. Ich gab ihr meine Nummer und sie versprach mit ihrem Freund zu reden.
Die Angst sa� ihr wie ein b�ser Virus im Genick, jetzt musste sie ihn nur noch auf unsere Zielperson �bertragen.
Solange hie� es warten.
Zu warten ist f�r mich pers�nlich immer das Schlimmste. Je mehr Zeit verstrich, desto gr��er wurde die Angst man habe uns durchschaut und stelle gerade eine Falle f�r uns auf. Oder sie w�rden uns anhand meiner Vidphonenummer tracken und hochnehmen.
Gegen Abend dann schlie�lich der ersehnte Anruf, der allerdings nur kurzfristig Erleichterung verschaffte.
Ich sprach pers�nlich mit unserer Zielperson. Er glaube uns, meinte er. Finte, oder tat er das wirklich?
Er habe arrangiert morgen Abend um 20 Uhr in ein Restaurant, das er mir nannte, mit seiner Freundin essen zu gehen. Ihn begleiten t�ten zwei Bodyguards, sowie ein Magier. Diese Herren w�rden sich im Restaurant unauff�llig auf die Nachbartische verteilen.
Gedanklich �berschlug ich das alles und entschied schnell.
'Um 21:15 Uhr wird Ihre Freundin einen Anruf auf ihr Handy bekommen. Sie soll so tun als habe sie keinen Empfang und das Lokal deswegen verlassen. Dort werde ich sie erwarten. Um 21:18 werden Sie die Toilette aufsuchen und das Fenster �ffnen, von dort holen wir Sie.' Eine kurze Pause trat ein, gefolgt von einem 'Einverstanden.'
Restaurant von innen Das war nun also unser Plan. Besagtes Restaurant kannten wir. Hatten wir es doch schon zuvor ausgekundschaftet, weil uns bekannt war das er dort ab und zu dinierte.
Sorgf�ltig besprachen wir nun wer wo zu stehen hatte. Ich verbrachte eine unruhige Nacht voller schwerm�tiger Gedanken. Widow machte mich ganz verr�ckt mit ihrer �ber�ngstlichkeit und Paranoia, wegen des Magiers.
Am Abend des n�chsten Tages war es dann soweit. Ramrod und ich hatten jeweils vorher ein Auto geklaut. Meines parkte dem Restaurant sehr nahe, sollte ich doch die Frau abfangen.
Myxin und Ramrod hockten auf dem Dach des Nachbargeb�udes und warteten.
Widow hatte ich in ihrer Paranoia f�r Notf�lle eingeplant. Sollte der Magier einschreiten, oder sonst etwas Unvorhergesehenes passieren, war sie f�r Ablenkung und magischen Firlefanz da.
P�nktlich um 21:15 Uhr lie� ich das Handy der Frau klingeln und kam dabei den Fu�g�ngerweg ganz normal heruntergelaufen. Wie verabredet kam sie nur wenige Augenblicke sp�ter aus dem Laden und tat so als suche sie verzweifelt Empfang. Sie erkannte mich sofort.
Unauff�llig winkte ich sie in meine Richtung.
Im gleichen Augenblick wurden die Zwei auf dem Dach aktiv.
Ich lie� die Frau auf Autoh�he herankommen, einsteigen und fuhr mit ihr in dem Zweisitzer los.
Derweil �ffnete sich das Badezimmerfenster und der Wissenschaftler ergriff die Schlaufe, die Ramrod und Myxin ihm herunterreichten. In Bruchteilen von Sekunden zogen sie ihn hoch und rannten �ber die D�cher, bis hin wo sie herabklettern mussten, um zu ihrem Auto zu gelangen.
Nur wenig sp�ter traf Widow bei ihnen ein und sie brausten los, wobei Widow mir das vereinbarte Zeichen auf mein Vidphone schickte.
Alles war glatt gelaufen, niemand hatte etwas bemerkt. Mir fiel ein riesiger Stein von der Seele. Von einer Telephonzelle aus kontaktierte ich unseren Johnson.
Mit gemischten Gef�hlen �bergab ich, zwei Stunden sp�ter, die Beiden unseren Kontaktleuten.
Sie waren uns dankbar das wir sie gerettet hatten. Die Frau winkte mir zum Abschied sogar mit einem L�cheln, w�hrend sie in den Wagen stieg.
Wie begeistert w�rden die Zwei sein, wenn sie erfuhren das sie in Wahrheit von einem Gro�konzern zum N�chsten geschippert wurden?
Gut durchgeplante 'Angst' hatte sich bew�hrt. Aber ich hasste solche Psychospielchen. Die Beiden taten mir insgeheim sehr leid.


 


 

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