Hosted by www.Geocities.ws

 


Kapitel 5
The Show must go on


 

Es war seltsam alleine zuhause zu sein. Sylvan hatte in der N�he von Birmingham einen Run zu erledigen, der in etwa eine Woche dauerte. Mit gemischten Gef�hlen sah ich ihn gehen. 'Er ist ein Vollprofi', sagte ich mir und versuchte mich damit selbst zu beruhigen. Es gelang nur mittelm��ig.
Was wusste ich eigendlich von ihm? Sylvan war sein Name in den Schatten, seinen wahren Namen kannte ich nicht. Er war 32 Jahre alt. Das bemerkte man nur an der Reife die ihn umgab, denn einem Elfen sieht man das Alter nicht an.
Je mehr ich dar�ber nachdachte, desto verwirrter stellte ich fest wie l�ckenhaft mein Wissen �ber ihn war.
Sylvan redete nie �ber seine Vergangenheit, er lebte zu sehr im jetzt. Ich wurde neugieriger. Rastlos begann ich seine Sachen zu durchsuchen, und in Form einiger Videochips wurde ich f�ndig....
Ein j�ngerer Sylvan, wilder und ziemlich verr�ckt. Ich sah mir breit grinsend an wie er und ein Freund ihren Kumpel verarschten, indem sie ihn heimlich beim Sex filmten und seinen haarigen Hintern kommentierten und noch einiges mehr. Sylvan's Jugend war eine auf der Stra�e, im Schutze der Gang. Kein Wunder das er heute so stark war, er musste schon immer um sein �berleben k�mpfen.
Sp�ter holte ich Misa von zuhause ab und wir fuhren gemeinsam in den Fight Club. Seit einiger Zeit lernten wir hier Thai Boxen von Sylvan. Misa konnte man nicht als gro�es Talent beschreiben, doch ich war stolz darauf stetig besser zu werden. Inzwischen war es mir auch nicht mehr unangenehm mich unter den Schr�nken hier zu bewegen.
Die Leute grinsten zwar manchmal wenn sie mich Anf�nger mit meinen 1.70 m sahen, aber sie waren nicht unfreundlich. Zum Teil lag das sicherlich auch daran das sie wussten wessen Sch�tzling ich war.
Misa und ich trainierten gerade, da bemerkte ich zwei Typen, die mir irgendwie bekannt vorkamen. Nur wenige Gedankeng�nge sp�ter war mir klar woher.... Misa musste sofort hier raus!
Ein Elf, von der Statur eines kalifornischen Surfers, half mir sie hinauszuschmuggeln und in den Van zu verfrachten. Er stellte sich uns als Darell vor. Ein Amerikaner, den ich schon des �fteren im Checkpoint, oder auch bei Malcolm, unserem Schieber, gesehen hatte.
Im Gegenzug f�r seine Hilfe mussten wir ihm erkl�ren was los war. Misa berichtete von der Mail die sie von einem gewissen 'Matrixfreund' erhielt und deretwegen ihr Konzern sie t�ten lassen wollte, woraufhin sie floh und mir begegnete.
Die M�nner, die den Kampfsportclub betraten, waren zweifelsohne die Kerle die sich damals bei mir in der Spielhalle schon nach ihr erkundigten. Kamen sie Misa also auf die Schliche.....
Letztlich w�re es wohl nur eine Frage der Zeit bis sie Erfolg h�tten. Misa durfte nicht mehr nach Hause.
Sie musste sich ver�ndern. Haare f�rben war l�cherlich, als Elfe unter all den Menschen, war sie schlicht zu auff�llig. Mit Gewalt schleifte ich sie zu Doc Greenway, der ihr eine Glatze rasierte und die Ohren menschlichen Ma�st�ben anpasste.
Widow Das war mir aber zu wenig. Dieses Sekret�rinnengesicht war immer noch da und so leicht zu erkennen. W�hrend Misa noch in Narkose lag beschaffte ich Bones, einen coolen T�towierer herbei, der an Misa's kahlrasiertem Sch�del ein wahres Meisterwerk vollbringen durfte.
Yeah, das sah cool aus mit den Spinnweben und der Spinne die sich �ber ihrem rechten Auge, auf die Wange herab, abseilte. Bones war super zufrieden mit seinem Werk und ich ehrlich beeindruckt. Kein Mensch k�me jetzt noch auf die Idee das diese hart aussehende Braut mit der �ngstlichen Konzernwissenschaftlerin identisch sein sollte.
Bones durfte sich dann auch noch mit einem keltischen Band an meinem linken Oberarm verewigen und dann hie� es warten bis Misa erwachte.
Ihr wilder Schrei und der mordl�sternde Blick sagten mir das sie wohl doch nicht so ganz zufrieden mit dem war was ich eigenm�chtig an ihr ver�ndern lie�...
Misa rannte. Lie� mich einfach stehen. In meinem Van nahm ich die Verfolgung auf. Myxin gab ich ebenfalls Bescheid und er machte sich auch auf die Suche nach ihr, wobei er erfolgreicher war als ich.
Von mir erhielt er den Auftrag Misa in ein Hotel zu bringen. Sie durfte nicht mehr nach hause, wer wei� ob das nicht schon �berwacht wurde.
Darell indes nahm Kontakt mit Matrixfreund auf und fand heraus das von diesem jene Mail nicht stammen konnte. Im Laufe der Tage lie� er seine Connections spielen und wusste schlie�lich zu berichten das die Kerle, die hinter Misa her waren, schlie�lich vom Konzern zur�ckgepfiffen wurden.
Misa nahm mich, als sie mich in die Finger bekam, noch gr�ndlich ins Gebet, aber sie verstand schlie�lich das ich ihr damit im Grunde einen riesen Gefallen getan hatte.
Mit dem Ablegen ihres alten Stra�ennamens und der Annahme von 'Widow', schien nun endg�ltig der Moment gekommen an dem auch sie endlich Abschied von ihrem alten Leben nehmen, und sich voll und ganz in ihr Neues hineinknien konnte.
Darell hatte sich als guter Freund erwiesen und ich mochte ihn sofort.
Im Laufe der Zeit verriet er mir das er Widow in ihrem neuen Outfit ziemlich hei� fand. Schnell bemerkte ich das sie bei ihm wie eine Bombe eingeschlagen hatte und arrangierte das die Zwei mal alleine sein konnten. Es fruchtete, die Beiden wurden ein Paar.
Sylvan kam auch endlich heil von seinem Run wieder und wie sich herausstellte kannten er und Darell sich sogar.
Allerdings musste mir Sylvan Rede und Antwort stehen, denn in der Zwischenzeit seiner Abwesenheit hatte ein gewisser 'Tom' angerufen und nach 'Damon' gefragt. Er wollte wissen ob Damon nach sauer auf ihn sei. Meine Eifersucht am�sierte Sylvan, hatte er doch nun endlich den Beweis daf�r das ich nicht nur mit ihm zusammenlebte weil es so f�r mich bequemer war, sondern weil er mir etwas bedeutete. Wie ich mir selber sogar zugeben musste ein ganze Menge...
Immerhin wusste ich jetzt zumindest seinen Vornamen, Damon.

Der Dezember hielt eisigkalt Einzug in London. Seit September lebte ich nun schon in den Schatten, mit zumeist mehr Gl�ck als Verstand.
In erstaunlich kurzer Zeit lernte ich hier die verr�cktesten Leute kennen.
Der Eisregen drau�en ging mir auf die Nerven, ich wollte Schnee...
Euphoria Aber zuerst hie� es Geld heranschaffen und das ging nur durch einen neuerlichen Job.
Siegel Records hatte derzeit eine vielversprechende S�ngerin unter Vertrag. 'Euphoria' sollte der ganz gro�e Star des kommenden Jahres werden. Unser Auftrag war es die Neunzehnj�hrige zu entf�hren und f�r 3 Wochen irgendwo festzuhalten, so das sie ihren Terminen nicht nachkommen k�nne.
Wie ich herausfand war das M�dchen in st�ndiger Begleitung zweier aufgemotzter Bodyguards und ihres Privatchauffeurs. 'Diesmal' w�rde es nicht ohne einen Plan funktionieren!
Eine erste allgemeine Besprechung brachte rein gar nichts. Wie immer kamen wir zu keiner Einigung. So konnte das nicht weitergehen...
Kurzerhand begann ich eigenm�chtig etwas zu organisieren. Ich w�hlte geeignete Locations aus, erschuf eine Homepagepresence und hackte mich zuguterletzt in Euphoria's Privatcomputer, auf dem sich, wie ich bereits vorher schon herausfand, ihr Terminkalender befand. Dort noch schnell einen weiteren Termin hinzugef�gt und ein Sto�gebet an den Herrn das mein Plan aufgehen m�ge.
Damit konfrontierte ich dann meine Teammitglieder. Myxin rastete ziemlich rum, aber das war mir schon vorher klar. Widow hatte wie immer �ber�ngstlich tausend Bedenken und nur Ramrod schien froh dar�ber das sich mal so langsam jemand herauszukristalisieren begann der sagte wo es lang ging.
Nun blieb uns aber nicht mehr viel Zeit. Wir bereiteten die Locations vor und zogen uns etwas Nettes an. Mir klopfte das Herz bis zum Halse, als zum vereinbarten Termin tats�chlich zwei Limousinen vorfuhren und Euphoria, ihre zwei Bodyguards, ihren Manager und einen Agenten, ausspuckten. Der Privatchauffeur, ein Rigger, blieb im vorderen Wagen sitzen.
Im Terminkalender hatte ich das Ganze als Photosession betitelt. Die Location war ein einsam gelegenes, heruntergekommenes Haus, nahe dem Wald, das mit etwas M�he als romantisch bezeichnet werden konnte.
Euphoria's Manager zeigte sich gehetzt und arrogant. Ich sollte reden, aber er wollte nur mit dem Photografen sprechen. Dazu hatten wir Myxin ausstaffiert. Ich musste mir das Lachen verbei�en ihn so herumstolzieren zu sehen.
Meine Aufgabe war es alle in den ausstaffierten Raum zu locken und Widow sollte im Hintergrund, als Assistentin getarnt, einen Schlafzauber �ber die Beteiligten wirken.
Was ich nicht wissen konnte war schlicht das ab einem gewissen Grad der Vercyberung solche Zauber nur noch schwach zuschlugen. Widow's Zauber verfehlte weit seine Wirkung, und weil ich mich zu nah an unseren Gegnern befand traf es mich sogar noch am h�rtesten, so das ich pl�tzlich taumelte und mir schwindelig wurde.
Die Bodyguards begriffen schnell und noch ehe ich 'papp' sagen konnte f�hlte ich den kalten Lauf einer Waffe an meinem Hals.
Der Manager l�ste die Photosession sofort auf und befahl zum R�ckzug, wir mussten handeln, bevor der Trupp in die gepanzerten Wagen verschwinden konnte.
Ramrod, der sich bisher im oberen Stockwerk versteckte, kam heruntergest�rmt und er�ffnete das Feuer auf die Bodyguards. Widow hingegen fl�chtete nach oben, um dort bessere Sicht f�r Zauber zu haben und auch Myxin und ich entschlossen uns zu feuern.
Plan A war leider am Zauber gescheitert, nun musste Plan B herhalten. Schie�en was das Rohr hergab und nach M�glichkeit ohne Euphoria zu verletzen.
Der Manager und der Agent schafften es mit ihrem Wagen zu fliehen. Dem Wagen des Riggers ballerten wir die Reifen platt. Ein Bodyguard verlor auf halbem Wege, der Zweite konnte mit Euphoria und dem Rigger in den nahen Wald fl�chten.
Wald Es blieb keine Zeit gro� nachzudenken, wir mussten handeln. Ab also alle in den Wald und auf die Jagd gegangen.
W�hrend es Myxin mit dem Rigger zu tun bekam, erwischte uns der Bodyguard. Ramrod schlug sich im Nahkampf mit dem, bekam aber schlie�lich �belst dessen Sporne in den Bauch gerammt. Widow versuchte einen Zauber auf den Typen und kippte schlie�lich, aus der Nase blutend, einfach neben mir um.
Nichts schien diese Messerklaue umhauen zu k�nnen. Seine Bewegungen konnte ich erst nachvollziehen als mir die Sporne bereits den rechten Arm zerfetzten. Das war reine Geistesgegenwart den hochzurei�en. Ich musste reagieren, schnell!
Noch w�hrend mir mein eigenes, warmes Blut ins Gesicht spritzte und der Typ zum letzten, t�dlichen Schlag ausholte, riss ich mit aller Kraft die Waffe hoch und feuerte ihm zwei Schu� zwischen die Augen. Gleich einem nassen Sack kippte er nach hinten und blieb liegen.
Nun drangen Schmerz und Blut in mein Bewusstsein. Ich taumelte und mir wurde schlecht, aber ich wusste das ich mich nicht gehen lassen durfte.
Ramrod sah �bel aus und brauchte schleunigst Hilfe und ich hatte keine Ahnung was mit Widow los war.
Irgendwie schaffte ich es beide nacheinander, mit dem linken Arm, am Kragen, durch den Wald zu zerren. Zum Gl�ck hatte ich zuvor meinen Van nicht allzuweit im Wald versteckt.
Das Zittern meines K�rpers wurde immer schlimmer. Mein rechter Arm lie� sich gar nicht mehr bewegen und meine Kleidung tr�nkte sich auf dieser Seite rot von Blut. Mit schierer Willenskraft hielt ich mich aufrecht und bef�rderte die Beiden in den Wagen.
Myxin rief an, er hatte das M�dchen, war verletzt und wollte abgeholt werden.
Irgendwie schaffte ich es also mich auch noch hinter das Steuer zu klemmen und zu ihm zu kommen. Gefesselt lud er Euphoria in den Van und ich fuhr los.
Mehrmals wurde mir sekundenlang schwarz vor Augen und es war reines Gl�ck das ich nicht die Kontrolle �ber den Wagen verlor.
Doc Greenway nahm sich sofort Ramrod an. Ich sa� derweil auf einem Stuhl und bemerkte wie mir zunehmend die Sinne schwanden und ich den Boden dort vollblutete.
Als ich erwachte stand Sylvan neben mir und sah besorgt auf mich herab. Ich lag in einem wei�en Bett, war sauber und nackt.
Der Doc hatte meinen rechten Arm nicht retten k�nnen und ihn amputiert. Er empfahl ein Cybergliedma�.
Ich erinnere mich nicht mehr genau, aber ich glaube das war der Moment an dem ich weinte.
Ich wusste wie Myxin's Cyberbein aussah und wollte nicht wie ein Metallmonster herumlaufen. So wollte ich nicht Sylvan ber�hren.
Sylvan versprach mir sich darum zu k�mmern das ich etwas anst�ndiges bekam und zog sich mit dem Doc zu einem Gespr�ch zur�ck.
Es dauerte eine Weile und das Einzigste was ich mitbekam war der Satz '..10 K extra, wenn Sie es bis morgen auftreiben k�nnen...'
Als Doc Greenway wieder zur�ckkam sah er so aus als feiere er Weihnachten, Sylvester und Geburtstag zusammen. Sylvan wirkte weniger gl�cklich. Er erz�hlte mir das der Doc einen sehr guten Arm f�r mich organisieren w�rde. Einen mit echtem Haut�berzug, an mich angepasst. Der Unterschied w�re nicht zu sehen.
Ich war ihm so endlos dankbar und gleichzeitig erschrocken. Das konnte ich niemals bezahlen. Soviel besa� ich nicht. Aber Sylvan l�chelte nur milde und meinte das es ihm das wert sei.
Von da an hatte ich ein Ziel. Sylvan sollte sein Geld wiederbekommen! Ich wusste wie hart man sich in den Schatten sein Geld erarbeiten musste und ich wusste das das ein tiefer Eingriff in Sylvan's Erspartes war. Geld das er daf�r zur�ckgelegt hatte sich zur Ruhe zu setzen und aus den Schatten zur�ckzuziehen....
Am n�chsten Tag zeigte mir der Doc den Arm. Eines der neuesten Modelle von Lifecor und sogar noch originalverpackt, in der richtigen Hautfarbe und auch von der Gr��e her perfekt.
Sylvan war die Nacht nicht von meiner Seite gewichen und hatte auf einem unbequem aussehenden Sofa �bernachtet. Er bem�hte sich sehr darum mich aufzumuntern. Ramrod, im Nachbarbett war auch schon wieder ganz munter, musste sich allerdings noch sehr schonen.
In einer weiteren OP wurde mir der Arm angepasst. Wenn alles richtig verheilt war w�rde man keinen Unterschied, noch nicht einmal eine Narbe sehen. Das fand ich bemerkenswert.
Darell besuchte mich einen weiteren Tag sp�ter und wurde Zeuge wie Ramrod mir meinen Salat wegfutterte und Sylvan mich fast schon verh�tschelte.
Derweil waren Widow und Myxin in die Location gezogen, die ich als Aufbewahrungsort f�r Euphoria ausw�hlte.
Sommerbungalows. Keine Heizung, kein flie�end Wasser und kein Strom. Daf�r aber auch kein Mensch in direkter N�he.
Es stellte sich heraus das Euphoria, die in Wirklichkeit Tessa Brightman hei�t, das alles doch erstaunlich locker nahm. Sie meinte sogar die ganze Angelegenheit inspiriere sie zu neuen Songs. Wie sie erz�hlte stammte sie aus fast der gleichen Gegend wie ich und hatte sich m�hsamst hochgearbeitet.
Aus der Praxis entlassen, musste ich mich zwar noch sehr schonen, wollte aber nicht die ganze Arbeit Widow und Myxin �berlassen. Immerhin sollten wir 3 Wochen lang Babysitter f�r Euphoria spielen. Zudem schien Myxin eine gewisses Interesse f�r Euphoria zu entwickeln. An f�r sich ja nichts schlimmes, aber er begann sich schon wieder so eigenartig zu verhalten....
Widow und ich verst�ndigten uns darauf ihn nicht mit dem M�dchen alleine zu lassen.
Nach drei, oder vier Tagen war Standortwechsel in einen, �ber den Winter hinweg, stillgelegten Bau. Pl�tzlich wurden wir angegriffen. Unsere Angreifer waren eher von der billigeren Sorte und hatten lediglich den Vorteil der �berraschung auf ihrer Seite.
Bei einem von ihnen entdeckte ich ein Passfoto Euphoria's, mit dem Schriftzug 'kill that bitch' hinten drauf. Es war nicht Bestandteil unseres Auftrages das M�dchen vor Auftragskillern zu sch�tzen, das sollte unsere Auftragsbedingungen enorm ver�ndern!
Von einer Telefonzelle aus kontaktierte ich unseren Mr. Johnson und erkl�rte ihm die ver�nderte Lage. F�r Euphoria's Sicherheit verlangte ich mehr Geld. Er �berwies mir anstandslos 15 K auf meine Credstics und meinte pl�tzlich ich solle mal kurz warten, da wolle jemand was von ihm.
Auf eine musikalische Standleitung geschoben wartete ich. Mein Johnson meldete sich nicht mehr. Irgendwann legte ich entnervt auf.
Motel Wir brachten Euphoria in ein kleines Motel. Zwischenzeitlich erhielt ich eine Mail von jemand Unbekanntem, mit brisantem Anhang. Siegel Records hatte vor Euphoria �bers Ohr zu hauen und sie als Abschreibungsprojekt zu benutzen, weil sie glaubten ihre Musik k�me das kommende Jahr doch nicht so gut an. Ich konfrontierte Euphoria damit und sie war stinksauer und meinte das w�re Vertragsbruch und sie w�rde nach dieser Aktion hier zu Sony wechseln.
Sylvan und ich f�hlten dabei mal unserem Johnson auf den Zahn, der schlicht nicht mehr ans Telefon ging. Wir fanden ihn erh�ngt, an seiner Gardinenstange, in der Wohnung. Anbei sehr offensichtlich einige Drogen und ein l�cherlicher Abschiedsbrief. Die Polizei m�sste blind sein, w�rde sie nicht erkennen was sich hier wirklich abgespielt hatte.
Mit dem Tod unseres Auftraggebers war auch unser Auftrag vorbei und wir halfen Euphoria Sony zu kontaktieren, denn keiner wollte sie jetzt einfach gehen lassen und zusehen wie sie von irgendeinem Arschloch abgeknallt wird. Sie bat uns solange noch ihre Bodyguards zu sein, bis alle Verhandlungen abgeschlossen waren.
Unsere Gegner schienen jedenfalls Magie einzusetzen, denn innerhalb k�rzester Zeit machten sie uns auch im Motel ausfindig. Das Ergebnis war eine wilde Schie�erei, in der Myxin lebensgef�hrlich verletzt wurde. Darell gab mir am Vidphone eine kurze Einweisung in Taktik und dank seines Tipps gelangten wir halbwegs unbeschadet hinaus. Nur Myxin sah echt schlimm aus und mein Van konnte nurmehr als Nudelsieb fungieren.
Doc Greenway wetzte an Myxin bereits seine Skalpelle, da begleiteten Ramrod, Widow und ich, Euphoria auch schon zu Sony.
Euphoria war hei�e Ware und so nett sie auch war, ich wollte sie schleunigst an jemanden anderes loswerden.
Sie schaffte es sich mit Sony zu einigen und dabei sprang sogar eine ganze Menge f�r uns heraus. Myxin wurde kurzerhand aus Greenway's Praxis geholt und nach Tokyo, in deren Klinik, geschippert, wo er eine Spezialbehandlung bekam. Widow und ich witzelten ob sie ihm dort vielleicht die ersehnte Schublade in sein Cyberbein einbauen w�rden. Wir Anderen bekamen Geld, und damit genau das was wir brauchten.
Ich richtete zusammen mit Widow nun Schattenkonten f�r uns alle ein. Jeder Run w�rde mich meinem Ziel ein St�ck n�her bringen.....

endlich Schnee Genau zu Weihnachten verwandelte sich der Eisregen dann doch in Schnee. �ber Nacht war eine dicke Schicht gefallen und hatte grauen Beton und den ganzen Dreck mit einem wei�en Mantel �berdeckt.
F�r den Abend war eine Weihnachtsparty bei Greg angesagt, auch wenn dieser noch nichts davon wusste. Widow hatte sich spontan dazu entschlossen dies zu arrangieren.
Mein Geschenk hatte ich schon vor einigen Tagen besorgt. Ich war unsicher ob es das Richtige war.
Obwohl ich jetzt nahezu seit drei Monaten mit Sylvan zusammen war fiel es mir doch teils noch immer schwer ihn einzusch�tzen. War mein Geschenk vielleicht zu verspielt, oder zu sentimental? Letztlich konnte ich das nur an seiner Reaktion herausfinden. Nach der Weihnachtsfeier wollte ich es ihm geben.
Myxin erschien auch zur Feier. Gerade einen Tag zuvor hatte Sony ihn nach Hause fliegen lassen. Ich freute mich ernsthaft ihn gesund und munter zu sehen. Er brachte erstaunlicherweise sogar Euphoria mit.
Ramrod war nat�rlich da, wie auch Widow mit Darell. Malcolm unser Schieber schaute mal vorbei und auch der Doc.
Allem voran freute ich mich aber Sylvan's Team zu sehen. Donald, der Rigger wurde nicht m�de zwei Dinge zu tun, saufen und Witze �ber Sylvan, seinen Teamleader, zu rei�en. Ich war irgendwann kurz davor Donald das Maul mit Klebeband zuzukleben, aber Sylvan nahm alles mit gelassener Ruhe.
Das Beschenken vor allen war mir ein wenig unangenehm. Es war nichts wirklich Privates in dem P�ckchen das Sylvan mir gab, trotzdem hatte ich ein knallrotes Gesicht. Grund f�r Donald noch mehr Witzchen zu rei�en.
Das Geschenk war von praktischer Natur und der Hintergrund dazu mehr als deutlich zu verstehen. Ein nachtschwarzer Kampfanzug. Darin konnte man sich gut bewegen, er war leicht und trotzdem gut gepanzert. Sylvan dachte mit und es war offensichtlich das er nicht wollte das mir etwas passierte.
Die Stimmung bei Tisch war blendend und sp�testens nach zwei Stunden hatten wir es geschafft auch den letzten Typen zu vertreiben, der sich einsam, an einem Tisch sitzend, seinem Moralischen hingab.
Greg be�ugte misstrauisch den kleinen grell leuchtenden Plastikbaum, den ihm Leonie auf die Theke pflanzte und polierte ansonsten breit grinsend seine Gl�ser, oder holte noch mehr Bier aus dem Keller.
Die Musik war annehmbar und getanzt wurde auch.
Darell knutschte offen mit Widow herum. Ich war in solchen Dingen bisher ziemlich scheu und hatte es unbewusst stets vermieden au�erhalb unserer vier W�nde zu zeigen das ich mit Sylvan zusammen war.
Mein Geschenk an Sylvan Nicht das ich je mit einer Frau getanzt h�tte, aber es war schon komisch von einem Mann auf die F��e gezogen zu werden. Sylvan sp�rte meine Unsicherheit und Donalds Spr�che machten es f�r mich nicht leichter, im Gegenteil. Aber schlie�lich k�sste ich Sylvan, w�hrend ich mit ihm tanzte. 'Ich liebe dich.' Endlich hatte ich es auch gesagt. Leise zwar, aber er h�rte mich deutlich.
Meine Wangen brannten wie Feuer. Myxin lenkte Donald gl�cklicherweise gerade ab. Mir zitterten die H�nde vor innerer Aufruhr, doch ich hatte etwas vollbracht. Ich hatte Sylvan an diesem Abend sehr gl�cklich gemacht...


 


 

1