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Kapitel 18
14 Tage


 

'Richard Flannagan' Ich starrte auf das Dossier, welches mir unser Johnson �berlassen hatte und �berlegte. Der Mann war eine �u�erst wichtige Nummer bei der Nordgas AG. Er besa� eine gro�e Anzahl von Aktien. Alleine sein Vertrag mit Knight Aront war eine b�se Sache.
Ich bewegte mich vom Bildschirm weg, in die K�che zum K�hlschrank und holte mir ein Mineralwasser aus dem K�hlschrank. Mir war eingefallen das ich vergessen hatte meine Tabletten zum Fr�hst�ck einzunehmen.
Zu den gruseligen rotgelben war nun auch jeweils eine durchsichtige Kapsel gekommen.
Medikamente gegen Schizophrenie. Nicht das ich schizophren war, aber es half gegen die Stimmen in meinem Kopf, die seit dem Matrixunfall aufgetreten waren.
Wenn man bedachte wieviele Tabletten ich t�glich schlucken musste war ich ein Wrack, auch wenn man es mir �u�erlich nicht ansah.
Sylvan befand sich noch in seiner Trainingsstunde Thaiboxen, die er gab. Er hatte vorher aufger�umt, und das wo ich doch heute dran gewesen w�re.
Zur�ck zu Mr. Flannagan.
Ich musste mich konzentrieren, immerhin war dies der Run auf den ich gewartet hatte. Der Run der mir entweder eine Zukunft gab, oder mich das Leben kosten sollte. Eine Million Nuyen wollten hart verdient werden.
Zwei Teams vor uns hatten den Run abgelehnt, zu gef�hrlich, aber wir waren bereit ihn durchzuziehen, ich vertraute auf mein Gl�ck!
Richard Flannagan Unruhig auf und ab laufend rekapitulierte ich die Lage.
Unser Johnson wollte das wir diesen Flannagan entf�hrten und mit ihm 14 Tage lang untertauchten. Nach diesen 14 Tagen sollten wir ihn an einem sicheren Ort absetzen.
Das Problem war der Vertrag mit Knight Aront, die nichts unversucht lassen w�rden ihren Mann mit allen Mitteln zur�ckzuholen, und die waren verdammt gut in sowas!
Aber schon alleine Flannagan's Bodyguards hatten es in sich. Drei vercyberte Muskeltypen, einen kampferprobten Rigger und einen Magier. Also nichts dem man gerne gegen�ber tritt.
Zu allem �berfluss hatte Bane sich eine schwere Erk�ltung zugezogen, die ihn mit Fieber ans Bett fesselte. Damit fiel aus gnadenlos aus.
Nun lag es an mir einen Plan auszut�fteln der uns nicht nur unser Zielobjekt in die H�nde spielte, sondern auch 14 Tage lang vor allen Unannehmlichkeiten bewahrte.
Kein leichter Job, aber mit Sicherheit nichts was nicht auch zu schaffen war. Ich hatte bewiesen das ich das Unm�gliche m�glich machen konnte...
Ich fand heraus das der Typ politisch ziemlich aktiv war und 3x die Woche im House of Commons an diversen Konferenzen teil nahm.
Das war unsere Chance. Niemand w�rde davon ausgehen an so einem Ort, auf offener Stra�e, bei hellichtem Tag, entf�hrt zu werden.
Der Moment an dem er aus dem Auto stieg und die Stufen zum Parlamentsgeb�ude hoch ging geh�rte uns.
F�r alles weitere arbeitete ich, mehr als nur sorgf�ltig, eine Reiseroute f�r ein Auto aus, die uns am 14. Tag wieder vor das Geb�ude f�hren sollte. Alle Eventualit�ten und Ausweichstrecken hatte ich eingeplant.
Jeden Tag nach Sonnenuntergang w�rden wir den wagen wechseln. Kein Hotel, keine Rast die l�nger als f�nfzehn Minuten dauerte. Einer w�rde immer fahren, Tag wie Nacht.
Dieser Plan war ebenso verr�ckt wie genial!
Am Abend besprach ich alles mit Jelena und River. Niemand hatte etwas dagegen einzuwenden.
F�r die Entf�hrung an sich beauftragte ich River ein paar f�hige Leute aufzutreiben, denn das schafften wir unm�glich alleine. Er machte sich sogleich in die Spur.
Da ich noch immer nicht wusste woran ich bei Jelena eigentlich war verriet ich ihr so wenige Details wie m�glich.
Weder River noch sie kannten die von mir ausgew�hlte Route.
Noch nicht einmal Sylvan w�rde wissen wo wir lang fuhren. Das war aus Sicherheitsgr�nden leider notwendig.
Brack River kam mit drei Typen an die bereit waren die Entf�hrung mit zu machen.
Der Rigger war Voraussetzung von mir gewesen, er nannte sich Wheely. Dann gab es da noch Brack, mit seinen schmuddelig wirkenden Rastafaris und Skunk, einen Schwarzen, der seinem Namen gl�cklicherweise keine Ehre machte.
Wheely F�r ihre Dienste verlangte jeder von ihnen 50.000 Nuyen. River beteuerte mir das sie gut seien und er kurzfristig niemand anderen bek�me, also willigte ich ein.
Am n�chsten Tag sollte es dann los gehen. Sylvan war sehr nerv�s deswegen und h�tte mich wohl am liebsten ans Bett gefesselt damit ich nicht ging, aber er wusste das ich alles sehr gut vorbereitet hatte und River war ja auch noch mit dabei.
Fr�h am Morgen a�en wir Fr�hst�ck im Bett.
Als ich ging betrachtete ich ihn noch einmal ausgiebigst, wie er im Flur an der Wand lehnte, irgendwie isoliert, voller Sorge, aber zu sehr Profi um auch nur ein Wort davon zu erw�hnen.
Ab jetzt w�rden wir 14 Tage lang nichts voneinander h�ren und wenn es schlecht lief vielleicht nie wieder...
Auf der Hinfahrt mit der geklauten Karre machte ich meinen Kopf frei.
Jetzt hie� es volle Konzentration. Alles auf seine Position. Jeder Muskel gespannt. Der Blick frei f�r alle Eventualit�ten. Mr. Flannagan war im Heranrollen.
vor dem House of Commons Pl�tzlich ging alles sehr schnell. Umringt von seinen Bodyguards stieg unser Zielobjekt aus und erklomm die Stufen zum Geb�ude.
Sch�sse knallten. 'Zuerst den Magier.' Hatte ich befohlen.
Jelena schickte ihre zwei beschworenen Elementare los. Ich duckte mich, als Kugeln knapp �ber meinem Kopf hinwegfegten und irgendwo Glas zersplitterte.
Jelena schrie auf und ging bewusstlos zu Boden. Das Feuerelementar verschwand.
Noch mehr Sch�sse und Schreie, alles in Sekundenbruchteilen.
Trotz der bewusstlosen Jelena f�hrte das Luftelementar seinen Auftrag aus, hob Flannagan in die L�fte und trug ihn um die Ecke zu Wheely, dem Rigger, der noch kurz auf River und seine zwei Kumpels wartete und dann losbrauste.
Ich verfrachtete Jelena in mein Fluchtfahrzeug und fuhr ebenfalls los, allerdings in Richtung Doc.
Da Leonie die Praxis nicht mehr f�hrte hatte sich Doc Greenway von ihr �berreden lassen die Praxis kurzfristig weiter zu f�hren, bis Darell sie im Auftrag Leonie's an einen anderen Arzt weiter verkaufen konnte.
Der Doc war 'blendenster' Laune. Er trug ein rosafarbenes Shirt auf dem ganz dick vorne stand 'ich will nach Miami' und hinten 'jedem seine verdiente Rente'. M�rrisch vor sich hin murmelnd nahm er mir Jelena ab und ich st�rmte wieder hinaus. Ich musste zum Treffpunkt, wo Wheely und die Anderen mit dem bet�ubten Mr. Flannagan auf mich warten w�rden.
Skunk Brack war verletzt und w�rde als N�chstes auch zum Doc m�ssen, der Rest von uns hatte es gut �berstanden.
Mit River und dem schlafenden Flannagan hinten im Wagen ging es dann auf gro�e Fahrt.
River entfernte die Akkus unserer Vidphones, damit wir anhand derer nicht geortet werden konnten. Das DocWagon-Armband und das Knight Aront-Armband reichte er mir nach vorne, damit hatte ich etwas Spezielles vor.
Auf dem n�chsten Autobahnrastplatz winkte ich ein kleines M�dchen zu mir heran und schenkte ihr eines der Armb�nder. Ein kleiner Junge bekam das Andere. Fast vergn�gt sah ich beide Familien abfahren. Nein, wir w�rden es niemandem leicht machen, ganz sicher nicht....
Rasch ging es weiter. Durch den gro�en Tunnel hindurch auf das europ�ische Festland.
Ohne Jelena als dritte Person gestaltete sich unser Trip wesentlich anstrengender als erwartet. Ich hatte geplant das immer eine Person ruhen, eine auf Flannagan aufpassen und einer fahren konnte, aber so musste River halb aufpassen und gleichzeitig ruhen und ich fahren, und umgekehrt.
Jede Nacht wechselten wir unauff�llig das Auto. Flannagan versuchte nat�rlich herauszufinden wer uns beauftragt hatte. Dann wollte er uns mit viel Geld bestechen. Letztlich bedrohte er uns sogar.
Paris Weder River, noch ich lie�en uns gro� dazu bewegen mit ihm zu reden. Wir fuhren und passierten Paris, in Frankreich.
Tage sp�ter Florenz, in Italien.
Zur�ck �ber den Brenner bis nach Berlin.
Berlin Ein gutes St�ck hinter der tschechischen Grenze passierte es dann. Wir wurden verfolgt.
Zuerst legte der schwarze Wagen es darauf an nicht aufzufallen, aber nach einer Weile gab es gar keinen Zweifel mehr. Jede Ausfahrt machte er mit.
Irgendwann wagte ich ein riskantes Maneuver und versuchte ihn �berraschend von der Stra�e zu dr�ngen. Doch Pech gehabt wenn auf der anderen Seite ein guter Rigger sitzt. Er schaffte es relativ m�helos meinem Klammergriff zu entkommen, nahm nun aber uns in die Zange und rammte uns in die Seitenplanke.
Unser Auto war Schrott, keinem von uns gl�cklicherweise etwas passiert, doch nun kam es zum Gefecht. T�ren gingen auf, Kugeln jagten knapp an mir vorbei. River traf es durch die Schulter. Dann traute ich meinen Augen kaum. Diese Haare, das kannte ich doch...
Elfe Ja, sie war es, die seltsame Elfe mit den silberwei�en Haaren und den vermenschlichten Ohren. Sie hatte mich damals zu der Sache mit der blauen Flasche gekidnappt.
Zu meiner Verbl�ffung sah ich auch ein Erkennen in River's Augen. Woher kannte er diese Frau?
Der Schusswechsel zwischen uns gestaltete sich als �u�erst langatmig. Unser Gl�ck war das die Stra�e nahezu ausgestorben wirkte.
Gegen Ende lebte nur noch die Frau, war sogar unverletzt und ich entschied mich zu einer gewagten Aktion.
W�hrend River mir Feuerschutz gab, schwang ich mich �ber die Motorhaube unseres Autos und st�rzte zum feindlichen Fahrzeug. Die silberhaarige Frau bekam fast einen Herzinfark und verschwand hinter dem Wagen.
Den toten Rigger riss ich aus dem Cockpit, T�r zu, auf manuell umgeschaltet und Vollgas nach hinten. Die Frau konnte sich gerade im letzten Moment noch beiseite rollen.
Mit quietschenden Reifen lenkte ich den Wagen zu River r�ber, der verfrachtete einen enorm geschockten Flannagan und sich selbst auf die R�ckbank und dann ging es los!
Diese Karre war gepanzert, das gefiel mir. So eine schwere Kiste hatte ich noch nie gelenkt, die alleine musste ein Verm�gen wert sein. Sorry Miss Elfe, jetzt stand sie uns zur Verf�gung...
River war verletzt, das war enorm schei�e, doch ich wusste was ich tun musste.
In Deutschland kannte ich einen Doc. Bis Dortmund musste River noch ausharren.
Notd�rftig versorgte ich ihn mit dem Medkit und dr�ckte das Gaspedal durch.
Eines war nun sonnenklar. Hier war ein Team, von wem auch immer, angeheuert worden unsere Zielperson umzubringen.
Derjenige musste, ebenso wie unser Johnson, eine ganze menge Geld daf�r springen lassen, denn dieser Wagen alleine geh�rte zur Oberliga, ebenso wie die h�bsche Samuraielfe, die ich beinahe �berfahren h�tte. Innerlich war ich froh das sie ausweichen konnte, denn sie faszinierte mich. Sie hatte mich schon damals fasziniert.
In Dortmund angekommen parkte ich auf dem Hinterhof von Doktor Keller. Er behandelte River auf seine Schussverletzung und legte Flannagan auf meine Bitte hin erst einmal schlafen. Das gab mir die M�glichkeit mich frei zu bewegen, ohne die ganze Zeit �ber Kinderm�dchen spielen zu m�ssen.
Von einer Connection des Doc's kaufte ich einen White Noise-Generator. Der, fachm�nnisch im Kofferraum verfrachtet, unterband jedes Trackingsignal des Autos. Wir hatten nun einen unauff�lligen, gepanzerten Wagen, den kein Mensch zur�ckverfolgen konnte.
Posterboy Zus�tzlich heuerte ich zwei Typen als Unterst�tzung an. River mit seiner Verletzung musste sich schonen und auch ich war schon ziemlich fertig auf der Bereifung und die Elfe lebte noch.
Wie auch immer sie uns gefunden hatte, sie k�nnte es wieder und wer wei� ob wir beim n�chsten Mal auch so ein Gl�ck hatten....
Die Figuren die der Doc mir kurzfristig vermittelte waren ein Samurai, namens 'Posterboy' und ein Rigger namens 'Hell on Wheels'. Warum zur H�lle mussten s�mtliche Rigger irgendetwas mit 'Wheel' in ihrem Namen haben?
Hell on Wheels Die Nacht verbrachten wir beim Doc. Ich muss nicht erw�hnen das ich �ngste ausstand und st�ndig alarmiert hochschrak, selbst wenn nichts zu h�ren war.
Am fr�hen Morgen telefonierte ich mit Leonie und fragte sie �ber alles m�gliche zu magischer Verfolgung aus.
Es war sehr wahrscheinlich das man uns so aufgesp�rt hatte und da unter den Get�teten kein Magier gewesen war stand zu bef�rchten das der uns noch begegnen w�rde.
Nach einigem Hin und Her erkl�rte sich Leonie bereit Falcon zu fragen ob er uns helfen k�nne. Ich sagte ihr das ich wieder anrufen w�rde.
Mit den zwei Neuen im Team ging es nun weiter.
Oh wie angenehm war es doch pl�tzlich einem Rigger das Steuer zu �berlassen und sich hinten einfach mal mit geschlossenen Augen in das duftende Leder sinken zu lassen und zu ruhen. Kein Stress und mal, wenigstens f�r ein paar Stunden, keine Verantwortung.
Ich dachte an Sylvan. Dieser klapperte bestimmt jeden Tag alle offiziellen und inoffiziellen M�glichkeiten ab etwas �ber unseren Verbleib zu erfahren. Gab es irgendwo einen Hinweis? Waren wir gesehen worden? Oder waren wir gar schon tot?
Nein, wir lebten und besonders bewusst wurde es mir als unsere Zielperson anfing zu reden.
Flannagan redete wieder von Geld und drohte und diesmal richtete er sich an Posterboy und Hell on Wheels. Zumindest so lange bis ich ihm den Pfeil einer Narcoject ins Fleisch jagte und damit erst einmal zum schweigen brachte.
Doch seine Saat trug Fr�chte. Alarmiert verlangten die Beiden mehr Geld und mehr Infos und wurden �u�erst misstrauisch River und mir gegen�ber. Ich h�tte ausrasten k�nnen!
Zwei Tage lang spitzte es sich zu und ich war fast dankbar als dann der n�chste Zwischenfall kam....
Mitten in der Innenstadt verfolgte uns pl�tzlich ein Motorrad. Beim Versuch diesen zum Crash zu bringen schaffte es hell on Wheels unseren eigenen Wagen auf einer belebten Stra�enkreuzung zu schrotten.
Der Motorradfahrer wurde dabei von seinem Bike geschleudert, kam aber auf die F��e und griff uns Herausspringende sogleich an.
Im Nahkampf geriet er an River und ich sah die Klingen ihrer Sporne metallisch funkeln.
Innerhalb von Sekunden hielt ein weiteres Auto und heraus sprangen die Elfe und ein Magier, Schamane. Hell on Wheels und Posterboy konnten nun endlich richtigen Einsatz zeigen und st�rzten sich sofort auf die Beiden.
Pl�tzlich flackerte es auf, ich sp�rte unnat�rliche Hitze, meine Haare knisterten und unser Rigger stand in hellen Flammen. Er stand genau vor mir und bekam so alles von dem Feuerball ab.
Dessen Wucht war so gewaltig das ihm nicht einmal die Luft zum schreien blieb. Dieses Kohlebrikett h�tte auch ich sein k�nnen...
Posterboy schoss nun wie ein Wahnsinniger auf den Magier, der sich ganz widerw�rtig mit einem magischen Schutz umgab. Zus�tzlich machte ein herbeigerufener Geist die Sache fett und mir wurde zunehmend �bel.
Ich zerrte Flannagan, der mir wie eine st�rrische, schwere Puppe geschockt im Arm hing, aus dem Schussfeld heraus, �ffnete eine Autot�r, aus der mich eine verst�rte Frau ansah, zerrte sie entschlossen vom Sitz und stopfte Flannagan nach hinten rein.
River hatte derweil dem nervigen Motorradfahrer das Genick gebrochen und lieferte sich nun mit der Elfe eine apokalyptische Schie�erei. Sie ging getroffen zu Boden, in dem Augenblick, als ich den Kopf hob, um nach den Anderen zu sehen.
Die Hand des Schamanen verwandelte sich pl�tzlich in ein rotes Gl�hen, schnellte vor und riss Posterboy alles an Innereien heraus was dort jemals gewachsen war.
River beharkte den Schamanen nun mit Sch�ssen, doch anstatt das der Geist nun ebenfalls weiter angriff sch�tzte er seinen Beschw�rer nun.
'River!' Schrie ich und lie� den Motor aufheulen. Gleich w�rde es hier vor Polizei nur so wimmeln und zudem wollte ich nicht erleben m�ssen wie River sich als Kohlebrikett von der Welt verabschiedete.
Wenn wir den Schamanen so jetzt zur�cklie�en hatte der selber gen�gend Probleme.
River verstand und sprang ins Auto, woraufhin ich Gas gab, einen anderen Wagen beiseite schob und schlie�lich r�cksichtslos die Stra�e herunter bretterte.
Viele Seitenstra�en weiter wechselten wir das Fahrzeug und weiter ging es. Das war vielleicht ein Schock!
Unsere zwei neuen Teammitglieder hatte es das Leben gekostet. River und ich waren v�llig mit den Nerven runter. Flannigan hielt das Gesicht in den H�nden vergraben und ich wusste ich kann nicht mehr.
Au�erhalb der Stadt hackte ich mich in eine Telefonleitung, sicherte sie und rief Leonie an. Sie hatte mit Falcon geredet und er war bereit uns gegen eine menge Geld behilflich zu sein.
Falcon wusste wie man jemanden vor magischer Auffindung sch�tzte. Wir sollten ihn am Flughafen in Paris, am n�chsten Tag abholen.
Es ging also weiter. Gegen Morgengrauen wechselte ich vorsichtshalber erneut das Fahrzeug. Keiner von uns redete mehr, wir waren alle viel zu ersch�pft.
Falcon Am Vormittag stand ich dann am Flughafen, um Falcon abzuholen.
Edel, aristokratisch, diese Gedanken verband man einfach spontan mit ihm, wenn man ihn sah. Sein Gebahren war professionell und selbstbewusst.
Er verlangte einen ruhigen Ort. Einen sicheren Ort, wo er den Zauber sprechen und wir die restlichen Tage bleiben konnten.
Ich w�hlte ein Lagerhaus in der Provence. Es stand seit Jahren leer. Keine Nachbarn und ein guter �berblick nach allen Seiten.
Der Raum, den Falcon ausw�hlte, verwandelte sich im Laufe seines Rituals in ein wahres Gruselkabinett.
�berall hingen so komische Fetische herum und Fenster, Boden, W�nde, einfach alles war mit Symbolen bemalt.
Er brachte Stunden damit zu. Die Zeit nutzte ich sinnvoll, indem ich unser geklautes Auto �berarbeitete und das Trackingsignal ausschaltete.
Die n�chsten vier Tage vergingen ruhig. Flannagan durfte das Haus niemals verlassen. Wir drei hielten abwechselnd Wache. Ich sorgte f�r Nahrung und Wasser. Und ich lernte Falcon in einigen Gespr�chen n�her kennen.
Schnell wurde mir klar das ihm Leonie wirklich viel bedeutete. Als ich das Thema Kinder anschnitt schmunzelte er.
Im gro�en und ganzen fand ich ihn eigentlich ganz cool. Aber Darell w�rde ich das besser nicht sagen...
Falcon fuhr mit uns zusammen letzten Endes, durch den gro�en Tunnel, nach England, London zur�ck, wo er sich am Flughafen dann sehr herzlich von River und mir verabschiedete.
Mr. Flannagan setzten wir zuvor noch genau dort ab von wo wir ihn uns gegriffen hatten, vor dem House of Commons.
River konnte es kaum erwarten in seine eigenen vier W�nde zu kommen und unter die Dusche zu verschwinden und ich fiel kurz darauf in Sylvan's Arme, der doch ziemlich schockiert dar�ber war wie mitgenommen ich aussah.
W�hrend das Badewasser einlief bekochte er mich und zwang mich alles zu essen.
Anschlie�end kam er mit in die Wanne und schrubbte mir den R�cken, w�hrend ich ihm alles, was passiert war, erz�hlte.
Beim Abtrocknen umklammerte er mich pl�tzlich und hielt mich minutenlang einfach nur fest. Tr�nen konnte ich keine sehen, aber ich f�hlte das Beben seines K�rpers und wie die Anspannung nun von uns beiden abfiel.


 


 

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