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Kapitel 16
Audrey


 

Wir alle waren nach der letzten Aktion ziemlich angeschlagen und meine Stimmung zugegebenerma�en ganz weit unten. Da kam der Urlaub gerade recht.
Daionie's Insel Die Sonne der Karibik, das azurblaue Meer und der salzhaltige Wind brachten mich schnell auf andere Gedanken.
Daionie bewies uns wieder seine Gastfreundschaft und f�r ganze vier Wochen nahmen wir sie auch voll in Anspruch.
Es war ein Segen hier sein zu d�rfen.
Lange Spazierg�nge Hand in Hand mit Sylvan waren heilsamer als jede andere Medizin es h�tte sein k�nnen.
Wir redeten viel miteinander und liebten uns oft im wei�en Sandstrand, unter einem berauschend sternenklaren Himmel.
Darell Darell und Widow nahmen nicht selten Teil an unseren Spielchen und es war Sylvan und mir ein echtes Vergn�gen Darell ein wenig in Bedr�ngnis zu bringen indem wir ihn mit sanften Z�rtlichkeiten bedachten. Von mir lie� er sich auch k�ssen und ich muss zugeben das ich das ziemlich genoss.
Zur�ck in London holte uns der Alltag jedoch umso schneller wieder ein.
Widow verlie� das Team und kaufte Doc Greenway die Praxis ab, womit sie zum neuen Stra�endoc des Virtels wurde.
Sie nicht mehr im Team zu haben bedeutete einen herben Verlust f�r mich. Von der ersten Besetzung war ich als Einzigster �brig geblieben und ich f�hlte mich verdammt einsam.
Da Bane und ich alleine kein wirklich gutes Team bildeten begann ich mich wieder nach neuen Leuten umzusehen.
Als wahrer Gl�cksgriff erwies sich River. Seine F�higkeiten hatte er mir ja bereits in Hongkong bewiesen.
Ich war sehr unentschlossen ob es das Richtige war ihn aufzunehmen, denn immerhin war er Sylvan's j�ngerer Bruder und stand damit auch mir besonders nah, aber letztlich war er der Mann den ich mir nur w�nschen konnte, loyal und �u�ert f�hig.
Jelena Sanchez Greg vermittelte uns im Ersatz f�r Widow eine Magierin namens Jelena Sanchez.
Magier waren �u�erst selten und so f�hlte ich mich nat�rlich geehrt das sie sich f�r unsere Gruppe interessierte.
Jelena war h�bsch, eine Mulattin mit starkem Akzent.
Sie meinte sie sei Spanierin. Bane schien das zu glauben, aber weder Sylvan, River noch mir schien sie besonders spanisch zu sein.
Bei genauerer Befragung gestand sie dann schlie�lich ein aus Atzlan zu stammen.
Sie sei geflohen und suche nun nach einem Job.
Ungl�cklicherweise war Sylvan bei dieser Besprechung dabei und ihm verh�rtete sich sogleich das Gesicht zu einer starren Maske. Niemals w�rde er vergessen das Atzlan aus seinem Team, das seine Familie gewesen war, W�rmerfra� gemacht hatte.
Kurz er verabscheute Jelena von Anfang an.
Das machte mir die Sache schwer. Auch ich hatte zwei Teammitglieder dort verloren, aber daf�r konnte sie sicherlich nichts und es w�re unlogisch ihr deswegen keine Chance zu geben. Zudem eine Magierin ein sehr n�tzlicher Aspekt einer Gruppe sein konnte.
Ich war bereit ihr die Chance zu geben die sie verdiente und der n�chste Job sollte dazu die passende Gelegenheit werden.
Johnson Unser Johnson war diesmal ein besorgter Vater.
Er erz�hlte uns das seine Tochter vor zwei Jahren als Austauschstudentin in die arabische Liga gegangen sei und nun wegen angeblichem Drogenbesitzes festgenommen und zum Tode verurteilt worden war.
In 21 Tagen sollte die Hinrichtung sein und unser Job war es das zu verhindern.
Schon zwei Tage sp�ter sa�en wir im Flieger Jerome's nach Bagdad.
River neben mir reinigte seine Waffen. 'Wie hoch ist die Strafe die Sylvan Dir angedroht hat wenn Du mich nicht in einem St�ck zur�ck bringst?' Fragte ich ihn. Er grinste. 'Ziemlich hoch.' Ich l�chelte. Ja, genau das hatte ich mir gedacht.
Was River nicht ahnen konnte war das ich mir vorgenommen hatte auf ihn besonders acht zu geben.
River war f�r mich Familie. Ich schwor mir das unter meiner F�hrung niemand mehr zu sterben brauchte.. und wenn ich die verdammte H�lle daf�r zufrieren lassen m�sste!
Stadtrand Bagdad Es war der 22. M�rz 2065 als wir in Bagdad ankamen und in einem billigen Hotel abstiegen.
Das Land befand sich in Unruhe, die politische Lage war denkbar schlecht. Kein Ort an dem ich mir freiwillig aussuchen w�rde zu studieren.
Die erste Nacht ruhten wir uns aus und so skurril es auch klingen mag, ich wurde von einem vorbeirollendem Panzer geweckt. Mitten in der Innenstadt. Man war ich froh wenn ich diesem Krisengebiet den R�cken kehren konnte.
Das Gef�ngnis befand sich au�erhalb Bagdads, ein gutes St�ck in die W�ste hinein.
Das Gel�nde ringsherum war, bis auf den Hauptweg, mit netten Splitterminen belegt und die Bewachung war auch nicht zu verachten.
Der einzigste Ort in den Todestrakt einzusteigen war �ber den Abwasserkanal der unterirdisch verlief. Allerdings wurde dieser von zwei fetten Kampfdrohnen bewacht.
F�r diese zwei H�bschen haben wir zwei BMP-Granaten eingepackt gehabt. Das sollte die Elektronik f�r einen kurzen Moment lahm legen.
Unser Vorteil war das ich herausgefunden hatte das diese Teile die meiste Zeit �ber im Automatikmodus liefen.
Die KI ist zwar nicht bl�de, aber immer noch wesentlich berechenbarer als ein Rigger an der Steuerung.
Zu all den Planungen und den Unsicherheiten um uns herum kam allerdings noch ein weiteres, privates Problem. Ich begann Stimmen zu h�ren.
Zuerst glaubte ich jemand h�tte etwas gesagt, aber nach einer Weile wurde mir klar das nur ich sie h�ren konnte.
Sie kamen nicht oft, aber wenn dann wiederholten sie teils verzerrt was jemand anderes zu mir sagte, oder sie sprachen von Krieg...
Es war nicht so schlimm das ich jetzt das Gef�hl hatte verr�ckt zu werden, aber es st�rte mich schon ziemlich.
Am Abend vor unserer ersten Observation telefonierte ich mit Widow und erz�hlte ihr davon. Sie �berlegte lange und meinte schlie�lich das sie sich vorstellen k�nne das das eventuell von den starken Tabletten k�me die ich aufgrund meines Matrixunfalls nehmen m�sse. Genaueres k�nne sie allerdings erst nach einer gr�ndlichen Untersuchung sagen.
2 Stunden Fahrt zum Gefängnis In einer Nacht- und Nebelaktion ging es dann los.
Mit einem t�chtigen fahrbaren Untersatz, den ich uns zuvor klaute, fuhren wir zum Eingang des Abwasserschachts.
Ekelerregende F�ulnisgase schlugen uns entgegen, atmen war nur durch Breezer m�glich.
So schlichen wir uns vorw�rts. Nach einiger Zeit konnten wir die Kampfdrohnen in einiger Entfernung Wache schieben sehen. Die Viecher waren be�ngstigend gro� und hatten meinen ganzen Respekt.
Bane warf die erste BMP-Granate.
Leider setzte er einen zu hohen Bogen an, was sich bei der niedrigen Decke als fatal herausstellte, denn das Ding prallte daran ab und klatschte mir mit einem platschenden Ger�usch genau vor die F��e.
Ein schockierter Blick meinerseits zu Bane, dann ging sie hoch.
Ich danke meinem Sch�pfer das es nur eine BMP-Granate war!
Ich wurde durch den Druck etwas nach hinten geworfen und landete unangenehm in der G�lle, aus der River mich dann herausfischen durfte.
Innerhalb von Sekunden fuhren die Systeme meiner beiden Cyberarme herab, woraufhin mir meine Arme v�llig nutzlos seitlich am K�rper hingen.
Bei River und Bane verabschiedeten sich die Reflexbooster, Jelena besa� zum Gl�ck keinerlei Cyberware.
Ich muss zugeben in diesem Augenblick echt schockiert und etwas zittrig gewesen zu sein!
Mein n�chster Blick galt den Drohnen, doch sie scheinen uns nicht bemerkt zu haben.
Die zweite Granate warf River und das funktionierte gl�cklicherweise. Noch in der Luft z�ndete das Ding und die Systeme beider Drohnen fuhren runter. In wenigen Minuten w�rde das Leben jedoch in sie zur�ckkehren und so befahl ich ihre Zerst�rung.
Bane z�gerte noch, aber River hielt volles Rohr drauf. Den L�rm w�rde da oben mit Sicherheit keiner h�ren k�nnen, dazu waren die Mauern zu dick.
Bane �bernahm dann den Magschlossknacker aus meiner Tasche und zu dritt mussten sie nun einen Schacht hinauf klettern und sich zum Todestrakt begeben.
Mit zwei bewegungsunf�higen Armen war ich ihnen v�llig nutzlos und musste von daher an Ort und Stelle unterhalb des Schachtes verharren.
im Abwasserkanal Es war �u�erst unheimlich da halb in der Finsternis zu stehen, wehrlos... W�hrend es �berall nass tropfte, raschelte, oder zischte, man weder Anfang, noch Ende des Abwasserkanals sehen konnte und einen aus der G�lle zwei riesige, extrem hart bewaffnete, dampfende Kampfdrohnen ang�hnten.
Was wenn sie doch nicht richtig kaputt waren?
Was wenn irgendein System von einer im n�chsten Augenblick wieder hochfahren w�rde?
W�rden zuerst meine Arme wieder funktionieren, oder diese Blechunget�me?
W�hrend mein innerer Horror immer gr��er zu werden drohte, erschreckte ich mich auch noch riesig als pl�tzlich zwei Leichen von oberhalb des Schachtes heruntergefallen kamen und mich fast erschlugen. Zwei Wachm�nner.
'Hey, passt doch auf. Ihr h�ttet mich fast getroffen!' 'Tschuldigung.' Ja, das konnte nur River sein.
Damit h�rte ich dann eine ganze Weile lang nichts mehr von ihnen. Zu dem Horror der zwei Kampfdrohnen waren auch noch die Leichname zweier Wachm�nner gekommen und eine davon starrte mit weitaufgerissenen toten Augen zu mir auf. Na vielen Dank.
Die Zeit schien mir endlos, als es pl�tzlich leise in meinen Armen surrte und die Systeme sich hochfuhren. Der Statusbericht zeigte ein Okay an, Funktion v�llig wieder hergestellt.
Man war ich erleichtert. Erschrecken tat mich dann nur ein Knirschen von einer der Drohnen.
Eine intakte Kameralinse richtete sich auf mich und das Magazin seitlich des Monsters begann sich zu drehen, spuckte jedoch keine Kugeln aus.
Ich knallte das Ding zusammen bis meine Waffe dampfte.
Das Herz klopfte mir bis zum Hals und leichte �belkeit schn�rte mir die Kehle zu. Einer der Wachm�nner trieb stromabw�rts den Kanal herab, der andere starrte mich noch immer an.
Endlich kamen meine Leute. Bane und River wirkten stinksauer.
Jelena hatte durch die hirnlose Benutzung einer Schlosskarte eines der Wachen den Alarm ausgel�st und das wo wir doch den Magschlossknacker f�r solche F�lle besa�en.
Audrey Zumindest befand sich die gesuchte Studentin bei ihnen.
Ich war �berrascht. Sie war �lter als ich sie mir vorgestellt hatte und sie war erstaunlich kr�ftig und durchtrainiert vom K�rperbau.
Nicht gerade typisch f�r eine Journalistikstudentin.
Jetzt jedenfalls blieb keine Zeit sich dar�ber den Kopf zu zerbrechen, wir mussten so schnell wie m�glich raus.
Im Eiltempo st�rzten wir den Kanal herunter und ich war sehr froh diesen Horror hinter mir lassen zu k�nnen.
Drau�en erreichte mich allerdings erst einmal die SMS Jerome's, der mich innerhalb des Kanals nicht kontaktieren konnte.
Es g�be Probleme am Flughafen. S�mtliche Starterlaubnisse seien auf unbestimmte Zeit gestrichen worden. Schei�e!
Mit dem Auto rasten wir ins Hotel zur�ck. Gl�cklicherweise schien man innerhalb des Gef�ngnisses derma�en �berrascht gewesen zu sein das man uns nicht folgte.
Im Hotel angekommen folgte die Dusche und eine dringliche Lagebesprechung, bei einigen Powerriegeln und Mineralwasser.
Audrey, unserer Zielperson schien es recht gut zu gehen. Aber offensichtlich war sie vergewaltigt worden...
Ich will nicht behaupten das ich den Eindruck hatte das mache ihr nichts aus, aber sie nahm die Sache doch recht gelassen irgendwie. Ich unterhielt mich mit ihr und sie war nett, aber auch eindeutig seltsam.
Was auf jeden Fall aber diskutiert werden musste was Jelena's Faux Pas mit dem Sicherheitsschloss.
River traute ihr ganz offensichtlich nicht und unterstellte ihr sogar das mit Absicht getan zu haben.
Da h�rte man deutlich Sylvan mit heraus. River vertraute der Menschenkenntnis seines Bruders.
Bane hielt sich aus all dem heraus und legte sich schlafen. Auch eine Art mit der Unsicherheit umzugehen...
Zu allem �berfluss w�tete die Stimme in meinem Kopf st�rker denn je.
Ich stand ziemlich unter Anspannung, musste ich doch bef�rchten das uns das arabische Milit�r hier jederzeit entdecken und hops nehmen konnte.
Audrey bat mich schlie�lich darum schlafen zu d�rfen und so begleitete ich sie in mein Zimmer. Ich wollte sie nicht alleine lassen, weil sie mir merkw�rdig erschien.
Am Fenster stehend rief sie mich pl�tzlich zu sich.
Der fr�he Morgen graute bereits. 'Wir werden von zwei Typen in dem Auto da dr�ben bewacht.' Ich trat ebenfalls ans Fenster, um nach zu sehen...
Im n�chsten Moment knallte mir etwas hart auf den Sch�del und ich ging zu Boden.
Koran Minuten sp�ter kam ich zu mir. Neben mir auf dem Boden lag die Tatwaffe, eine gebundene Ausgabe des Korans. Von Allahs Macht niedergestreckt worden....
Meine Narcoject fehlte und mir dr�hnte der Sch�del. Das gab mit Sicherheit eine leichte Gehirnersch�tterung.
M�hsam raffte ich mich auf und st�rzte nach nebenan zu den restlichen Dreien. 'Audrey ist weg. Sie hat mich niedergeschlagen und ist mit meiner Narcoject abgehauen.'
Was blieb war sie zu suchen. Ich wusste das sie mit einem gr�nen Kleintransporter geflohen sein musste, denn eben jenen hatte ich unter anderem beim Blick aus dem Fenster gesehen und als wir herauskamen war er fort und Glassplitter lagen am Boden.
Wir teilten uns auf. Bane mit Jelena mit einem geklauten Wagen nach rechts und River und ich nach links, die Stra�e hinunter.
Vergeblich. Dann blieb als Anhaltspunkt nur noch ihre Uni.
Uni-Bagdad Das Zimmer teilte sich Audrey mit einem anderen M�dchen. Ihre Sachen waren nach der Verhaftung dort geblieben.
Ich gab mich als Audrey's Cousin aus und durchsuchte alles.
Durch Zufall fand ich einen kleinen Computerchip, der unter das Bett geklebt war und nahm ihn unauff�llig an mich, ebenso ein gefundenes Vidphone. Im Hotel war dann wieder Lagebesprechung.
Dort allerdings stand nicht nur Audrey's Flucht zur Debatte, sondern der Umstand das mir beim Blick aus dem Fenster tats�chlich etwas aufgefallen war, n�mlich zwei atzlanisch aussehende Typen in dunklem Wagen, die ganz eindeutig unser Hotel im Augenschein hatten.
River sprach aus was ich dachte und beschuldigte Jelena offen mit denen zusammen zu arbeiten und falsches Spiel mit uns zu spielen.
Die Magierin beteuerte nat�rlich ihre Unschuld, aber auch die Stimme in meinem Kopf wetterte gegen sie und bettelte um Blut und Wahrheit.
Letztlich aber half alles nichts und wir mussten zusammenhalten.
Ich beorderte Bane und Jelena des Nachts vor die Uni.
Wenn Audrey der Chip irgendwie wichtig war w�rde sie kommen und ihn holen und dann h�tten wir sie.
Derweil versuchte ich den Chip zu lesen, aber er war zu gut gesichert und selbst intensivste Bem�hungen �ber Stunden hinweg lie�en mich scheitern. Das war frustrierend.
Mitten in der Nacht kam dann ein panischer Anruf von Jelena. Mit Bane stimme etwas nicht, er sei zusammengebrochen, nachdem sie Audrey �ber den Campus gejagt h�tten, und er spucke Schaum.
So raste ich mit River im Auto zu dem Gel�nde.
Jelena wirkte ganz aufgeregt. Sie h�tten Audrey gesehen und verfolgt, vor allem Bane. Dabei h�tte Jelena sie aus den Augen verloren und als sie Bane wieder fand lag er sch�umend am Boden und war nicht ansprechbar.
Vitas-Virus 'Vitas.' Kommentierte River.
Er meinte er habe mal jemanden mit einer Vitasinfektion gesehen und der h�tte genau so ausgesehen. Sofort gingen wir drei auf Abstand.
Vitas war die Gei�el unseres Jahrhunderts, eine hochansteckende Virusinfektion, die unbehandelt sehr schnell zum Tode f�hrte.
Das Fatale an dieser Krankheit war das die vorausgehenden Symptome nur mehr einer einfache Erk�ltung glichen. Allerdings waren mir keinerlei Symptome dieser Art an Bane aufgefallen...
Es half nichts, ich musste Widow kontaktieren. Warum war sie nicht hier? Sie h�tte sofort gewusst was zu tun war.
Widow wirkte m�de und abgespannt, als sie auf dem Monitor meines Vidphones erschien.
Rasch legte ich ihr den Fall dar und fragte sie was ich tun solle. Wenn Bane wirklich Vitas hatte so war ich gewillt ihn sofort von seinem Leiden zu erl�sen, denn in einem fortgeschrittenem Stadium half keine Medizin mehr.
Widow meinte das es ihr eher wie eine heftige Immunabwehrreaktion vork�me und nicht wie Vitas.
Ich wusste nicht so ganz was ich davon halten sollte, aber ich f�llte den Entschluss Bane ins Hotel zu bringen. Dort hatte ich auch mein Medkit, das ich nat�rlich vor lauter Aufregung vergessen hatte.
River war �u�erst ungl�cklich �ber diese Entscheidung, denn wir bek�men verdammte Probleme wenn Widow Unrecht behielte und wir uns bei Bane ansteckten.
Es war nicht leicht einen hundertf�nfzig Kilo Ork, der vor sich hin sch�umte, 'unauff�llig' in unser Hotelzimmer zu schleifen und ich war froh als er im Bett lag.
Widow behielt Gott sei dank recht. Das Medkit diagnostizierte einen heftigen allergischen Schock auf etwas. Doch was?
Wir suchten Bane ab und wurden am Hals f�ndig. Eine winzige Einstichspur einer Narcoject.
Audrey musste mit meiner Narcoject auf ihn geschossen haben und dieser Penner wusste es entweder nicht, oder er hatte es uns einfach nie gesagt, das er hochallergisch auf den Schei� war.
Mit einigen Pr�paraten aus dem Medkit behandelte ich ihn, doch f�r seine Gewichtsklasse und die St�rke des anaphylaktischen Schocks war es eindeutig zu wenig. River wurde beauftragt mehr aus dem hiesigen Krankenhaus zu stehlen.
Ich lies ihn �u�erst ungerne alleine gehen, aber ich hatte keine Wahl, denn wir beide hatten ein und den selben Gedanken. 'Was wenn es nicht Audrey war die auf Bane geschossen hatte?'
Jelena besa� ebenfalls eine Narcoject und es fehlten einige Sch�sse in ihrem Magazin.
Zudem standen die komischen Atzlaner schon wieder beobachtend vor dem Hotel. Irgend etwas war hier m�chtig faul!
Aztech Zuvor hatten wir aus ihr eine sehr kuriose Geschichte, von wegen sie werde von Aztechnology gejagt, weil sie zu den Yucatanrebellen geh�re, herausgepresst. Aber wenn sie wirklich gejagt w�rde und das da drau�en ihre H�scher waren, dann sa� sie mir eindeutig zu ruhig da.
Ersch�pft lie� ich mich schlie�lich in einen Sessel neben dem Bett sinken. Bane lag im kritischen Zustand darin und Jelena einschlafend daneben. Die T�r hatte ich vorsorglich abgeschlossen, River konnte sich schon bemerkbar machen wenn er zur�ckkam. Ich hoffte innigst das ihm nichts passierte.
Gute drei Stunden sp�ter r�ttelte mich River an der Schulter. Erschrocken schlug ich die Augen auf. Mist, wann war ich eingeschlafen?
'Hey man, warum steht die T�r sperrangelweit offen?' Die T�r stand offen? Der Chip war weg!
Ich h�tte heulen k�nnen. Lief denn diesmal alles schief? Was ging hier denn vor sich? Warum lief die Frau die wir heim zu ihrem Daddy bringen sollten vor uns davon?
Zweifelsohne hatte uns der Johnson nicht verarscht, denn Audrey war nachweislich wirklich seine Tochter, das hatte ich l�ngst �berpr�ft, aber da war eindeutig noch mehr.
Aus ihrem Zimmer hatte ich gestern nicht nur den Chip, sondern auch ein handliches Vidphone gestohlen. Es wurde Zeit sich mal die Nummern dort anzusehen.
Eine der eingespeicherten Nummern kam mir seltsam vor. So loggte ich mich in die Matrix ein, um die Leitung zur�ckzuverfolgen und rief dort einfach mal an.
Ein mehrfaches Umleitsystem lie� auf etwas Gro�es schlie�en und als dort jemand abhob wurde nach dem 'Passwort' gefragt.
Ich legte auf. Der Anruf hatte mich direkt nach Amerika, Washington gelotst.
Das alles kam mir vor wie ein schlechter Krimi. River vermutete das m�glicherweise der Secret Service da seine Finger im Spiel hatte. Das konnte ich leider nur best�tigen.
Die n�chsten zwei Tage verbrachte ich damit wie ein Irrer durch Bagdad zu fahren und nach Audrey Ausschau zu halten.
Ich war nicht gewillt den Job schmei�en zu k�nnen weil sie eine Agentin des Secret Service war.
W�rden wir sie nicht mit zur�ckbringen dann g�be es kein Geld f�r uns und unser Ruf bek�me einen ordentlichen Knacks. Das w�rde mich von meinen Inseltraum wieder ein gutes St�ck wegr�cken.
Keine Chance, die Sache war aussichtslos und Audrey wie vom Erdboden verschluckt. Ich gab auf.
Inzwischen hatte Jerome auch wieder Starterlaubnis und niedergeschlagenen Gem�ts verlie�en wir die arabische Liga.
Viele Stunden sp�ter erreichten wir m�de und abgek�mpft London.
Bane wurde sogleich in Widow's Obhut �bergeben. Sie meinte er w�rde alles schadlos �berstehen.
Mich wimmelte sie jedoch recht schnell auf den n�chsten Tag ab. Ich hatte gehofft das sie mir noch schnell Blut abnehmen k�nne, zwecks der Untersuchung auf die Vertr�glichkeit der Tabletten die ich ja Tag f�r Tag schlucken musste.
Die Stimme in meinem Kopf war zwar nicht schlimmer geworden, aber Sorgen machte ich mir trotzdem auf jeden Fall!
Kuss Zuhause lie� mir Sylvan ein hei�es Bad ein und kletterte gleich mit dazu. Um mich zu waschen, wie er meinte.
Es war mir allerdings neu das ich neuerdings mit der Zunge so in Hals und Ohrn�he gewaschen werden musste.
Er brachte mich damit auf jeden fall zum Lachen und schaffte es noch ganz nebenbei mich wirklich gekonnt zu verf�hren...


 


 

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