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Kapitel 13
Vorbei mit der Gl�cksstr�hne


 

Bei den P�rchenabenden mit Darell und Leonie ging es immer wilder zu.
Leonie's nackte N�he begann mich verr�ckt zu machen. Ich tr�umte Nachts sogar von Beischlaf mit ihr.
Darell und Sylvan waren beide nicht blind und bemerkten meine Reaktionen auf sie.
An einem Abend trieben sie es sogar so weit das sie mir ins Ohr fl�sterten ich solle es doch einfach mal mit ihr ausprobieren. Meine Hemmungen waren riesig!
Nichtsdestotrotz �berwandt ich sie und es kam tats�chlich zum Akt zwischen ihr und mir.
Meine Gef�hl hinterher k�nnte man eher mit 'ja, war nett' bezeichnen.
Leonie war die erste Frau f�r mich und mit ihr war meine Neugierde gestillt. Ich glaube Darell verstand es nicht so ganz, denn er bot sie mir noch manches Mal an, aber ich wollte nicht mehr. Sylvan schien diese Reaktion eher zu �berraschen und wenn ich genau dar�ber nachdenke �berraschte mich meine Reaktion ja selber.
Nach der Sache mit Leonie schien es so als w�rden Frauen f�r mich weitestgehend uninteressant werden...
Im Fight Club trainierte ich hart um besser zu werden. Sylvan witzelte manchmal was ich denn f�r ein komischer Decker sei und ich antwortete dann stets: 'Ein kluger Decker.'
Tats�chlich hatte ich gelernt das es nichts brachte sich nur auf eine Sache zu spezialisieren.
Dadurch das ich nicht mehr t�glich in die Matrix ging und an meinen Programmen bastelte, war ich sicherlich nicht der allerbeste Decker, aber daf�r konnte ich mich selbst verteidigen, war flexibel und auch in Matrixfremden Auftr�gen einsetzbar.
Das gab mir pers�nlich auch eine v�llig andere Sichtweise der Dinge. Niemand kann von mir behaupten ich h�tte mich je gescheut knietief durch die Schei�e zu waten.
Innercity Casino Unseren n�chsten Auftrag erhielten wir im Hinterzimmer des Innercity Casinos.
Unser Johnson wollte das wir Warren Birk, einen Journalisten aus Newcastle ausfindig machten und ihm lebend, oder tot br�chten. Wobei uns lebend sehr viel mehr Geld einbr�chte.
Warren Birk Er warnte uns das Yamatetzu bereits ebenfalls ein Shadowrunnerteam hier in London angeheuert und auf ihn angesetzt habe. Der Mann sei sehr gut im verkleiden und benutze mehrere Fake-SIN's, von denen uns Johnson einige nennen konnte.
Sein letzter Aufenthaltsort sei Marseille in Frankreich gewesen. Dort also setzten wir an.
Ich engagierte Jerome f�r den �berflug. Der Pilot hatte sich als �u�erst zuverl�ssig und sympathisch bewiesen und ich vertraute ihm.
W�hrend des Fluges erz�hlte mir Widow von einer haarstr�ubenden Geschichte �ber Phantom, den in Atzlan verstorbenen Magier aus Sylvans Team.
Phantom Scheinbar hatte sie ihm, w�hrend der Flucht, auf der wir ihn zur�cklassen mussten, den magischen Fokus abgenommen und hatte jetzt �ber dieses Teil mit dem Geist des Magiers Kontakt aufnehmen k�nnen.
Das war verdammt strange, wie ich fand. Mit Magie kannte ich mich nicht aus und sa� daher ziemlich verwirrt und mich ein wenig hilflos f�hlend neben ihr.
Phantoms Geist war also in dem Fokus gefangen und nicht wie �blich bei einem Sterbenden ins Nirvana, oder sonstwohin abgezischt....
Das war etwas bei dem ich Widow absolut nicht helfen konnte.
In Marseille buchten wir uns sogleich in ein billiges Hotel ein und ruhten uns die Nacht erst einmal aus.
Am n�chsten Tag quartierte ich mich in ein Internetcafe ein, w�hrend meine Chummer das miese Hotel checkten in dem er sich, nach unseren Angaben, zuletzt aufgehalten hatte.
Die Suche innerhalb der Matrix erwies sich als sehr z�h und zeitraubend.
Drau�en trommelte k�hler Regen gegen das Glas der Scheibe, aber davon bekam ich, eingetaucht in das System, nichts mit.
Ich begann die Fake-SIN's nacheinander durchzugehen, Passagierlisten zu checken, Hotelketten... Bis ich schlie�lich an eine Autovermietung geriet. Bingo!
Unser Zielwagen Unser Mann hatte sich einen Peugeot gemietet und war bereits seit zwei Tagen damit unterwegs. Ich hackte mich ins Trackingsystem und da hatte ich ihn auch. Der Wagen befand sich innerhalb der Tiefgarage des Hilton-Hotels.
Pl�tzlich bemerkte ich die Anwesenheit eines zweiten Deckers im System. Jemand der hinter der gleichen Spur her war wie ich. Ich musste meinen Leuten Zeit verschaffen!
Ich ging zum direkten Angriff �ber.
Noch nie zuvor hatte ich meine Angriffsutilities getestet und das erwies sich nun als Fehler. Mein Angriff musste ihn zwar gr�ndlich durchsch�tteln, wurde aber gro�fl�chig von seinem Cyberdeck abgeschw�cht.
Gleichzeitig setzte er ein Angriffssignal ab, das die Puffer meines eigenen Decks �berwandt und mir direkt einen Auswurfschock verpasste.
Das letzte was ich noch mitbekam, bevor die strudelnde Schw�rze aus Schmerz mich verschluckte, war das der Alarm innerhalb der Autovermietung losging. So leicht d�rfte der Decker nun also nicht mehr an die Daten gelangen...
Jeder aus meinem Team tr�gt ein Biofeedbackarmband, das innerhalb einer gewissen Reichweite mit einer zentralen Einheit verbunden ist, die Bane f�r uns verwaltet.
Eben diese Einheit gab nun h�chsten Alarm.
Das Team war inzwischen Ereignis- und erfolglos ins Hotel zur�ckgekehrt und wartete auf meine Ergebnisse.
Als jedoch pl�tzlich angezeigt wurde das es mir irgendwo verdammt dreckig gehen musste st�rmten sie jeweils zu zweit los um mich zu suchen. Sie wussten ja das ich irgendwo in einem der umliegenden Internetcafes sein m�sste.
Bane und Widow fanden mich...
Umzingelt von einer Menschentraube lag ich auf dem Fu�boden des Cafes, blutete Aus Nase, Ohren und Mundwinkel, war kreidebleich und r�hrte mich nicht mehr.
Widow schaffte es sich an den Leuten vorbei zu k�mpfen und mich zu untersuchen.
Ihr war klar das mir irgendetwas innerhalb der Matrix zugesto�en sein musste. M�glicherweise hatte ich mich mit schwarzem ICE geboxt, die gingen auch sofort immer aufs Gehirn. So sehr mir Widow auch beistehen wollte, jetzt war sie hilflos...
Kurz darauf kamen Polizei und Krankenwagen und brachten mich fort.
In der neurologischen Abteilung des Krankenhauses wurde ich sofort einer Notoperation unterzogen. Gleichzeitig wurde mein gesamter Hintergrund gecheckt.
Innerhalb weniger Minuten wussten die Leute wen sie da vor sich hatten.
Child Clawrence Baker, 24 Jahre alt, gesucht wegen Mordes, bewaffnetem �berfalls, versuchtem Mordes, Entf�hrung, Hubschrauberentf�hrung und diversen sehr schwerwiegenden Matrixverbrechen....
Wenn sie in die richtige Richtung weiterforschten, und das w�rden sie, bek�men sie sicherlich auch alles �ber meine Teamkollegen heraus. Kurz, wir waren m�chtig am Arsch!
Was genau in den K�pfen meiner Chummer vor sich ging kann ich nicht sagen, aber einheitlich beschlossen sie schlie�lich mich aus dem Krankenhaus zu holen.
Sie hatten einen Stra�endoc aufgetrieben der in seiner Praxis f�hig war Patienten wie mich zu behandeln.
Bewusstlos und unter schweren Medikamenten bemerkte ich nichts von dem was um mich herum passierte.
Intensivstation Nach zwei Tagen auf der Intensivstation kam ich erst m�hsam zu mir. Es ging mir denkbar schlecht.
Ich sah �rzte kommen und wieder gehen.
Es war unangenehm wenn sie mit ihren kleinen Taschenlampen grell in meine Augen leuchteten, um zu sehen ob ich reagierten.
Sie sprachen auch mit mir, doch meine Gedanken waren z�h wie Honig und ich konnte nur langsam antworten. Ja ich wusste noch wer ich war und wie alt ich war, oder wo ich geboren wurde.....
Die Spritzen gegen die h�mmernden Schmerzen in meinem Sch�del f�hlten sich gut an.
Ab und zu trat ein gelangweilter Polizist in den beschr�nkten Radius meines Auffassungsverm�gens.
Ich begriff immer erst das einer da war wenn er schon wieder weg war. Das erschreckte mich irgendwie.
In der dritten Nacht standen pl�tzlich Bane und Widow vor mir.
Ich erwachte als Widow den Katheder aus der Vene meines Oberschenkels zog und vorsichtig alle Ger�te abschaltete, die leise piepsend darauf geachtet hatten das meine Biowerte oben blieben.
Dann f�hlte ich mich durch die Gegend gerollt. Das sich bewegende Bett irritierte mich.
In dem Augenblick erinnerte ich mich daran warum ich hier lag. 'Hilton.'
Verst�ndnislos sahen mich meine Leute an. 'Er ist im Hilton.' Mehr dazu brachte ich nicht raus und hoffte inst�ndig das sie es verstehen und den Job alleine beenden m�gen.
Ich f�hlte irgendwann das Bane mich vorsichtig auf die Arme hob.
Es war grauenhaft. Jede Bewegung lie� den Schmerz in meinem Sch�del erneut explodieren. W�hrend der Autofahrt begann es erneut aus meiner Nase zu bluten.
Trevor & Susanne Ich wei� noch das ich dabei Trevor und Susanne angestarrt und zum ersten Mal festgestellt habe das die Beiden H�ndchen hielten. So skurril das klingt, das hat mich irgendwie aufgebaut. Die Beiden passten zusammen.
Das N�chste an das ich mich erinnern kann ist das grelle Licht des Stra�endocs und die unangenehme Schw�rze danach.
Von da ab fehlt mir eine ganze Menge im Kopf.
Ich wei� absolut nicht wie ich nach London zur�ck bin. Mein Team hat es wohl geschafft den Auftrag zu erledigen, aber ich wei� nicht wie, keinerlei Einzelheiten.
War ich die ganze Zeit bewusstlos?
Das N�chste an das ich mich erinnere ist Doc Greenway, der aufger�umt hat und dabei leise vor sich hin fluchte.
Jemand stand im T�rrahmen gelehnt, Sylvan.
Er wirkte �berm�det und drehte einen Kaffebecher in seinen H�nden. Bemerkte er denn nicht das ich wach war?
Sylvan Als ich sp�ter die Augen wieder �ffnete sa� er neben mir und hielt meine Hand.
Gl�cklicherweise hatte ich die Operationen gut �berstanden und dank fortschrittlicher Medizin stand ich schon bald wieder auf den Beinen. Ein Opfer hatte es jedoch gekostet, meine langen, schwarzen Haare. Aber was soll ich dem nachtrauern, wenn ich dankbar sein kann das ich noch lebe?
Der Doc sagte mir das es m�glicherweise zu l�ngerfristigen Sch�den kommen k�nne, deren Ausma� er noch nicht bestimmen konnte.
Ich f�hlte mich eigentlich ganz normal....
Da es Winter war trug ich eine weiche Stoffm�tze. Der Anblick war zwar noch sehr gew�hnungsbed�rftig, aber Haare wachsen ja schnell.
River zog mich manchmal gutm�tig damit auf.
Susanne und Trevor zogen tats�chlich in eine gemeinsame Wohnung und ich freute mich f�r die Beiden.
Widow nutzte die Zeit um mit einer alten Bekannten intensiv an dem Projekt 'eingesperrter Magier in Fokus' zu arbeiten und l�ste es indem sie den Fokus schweren Herzens einem Magierzirkel �bergab, die gemeinsam gen�gend Kraft aufbrachten Phantom aus dem Fokus zu ziehen und seinen Geist halberwegs real in dieser Welt zu halten. So als �bernat�rlicher Ratgeber, wenn ich das richtig verstanden habe.
Phantom konnte sogar telefonieren, was ich verdammt abgehoben fand. Aber Sylvan tat es sichtlich gut mit dem alten Freund zu reden.
So langsam begann er �ber den Verlust seines Teams hinweg zu kommen.
Mich jedoch nahm er heftig ins Gebet.
Sylvan lie� mich schw�ren es niemals wieder auf einen Matrixkampf ankommen zu lassen. Das versprach ich ihm nur zu gerne, denn der Schreck sa� mir noch immer tief in den Gliedern.


 


 

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