Chip Einbau

Achtung: Durch unsachgemäßes Handeln kann der Chip zerstört werden, im schlimmsten Falle sogar das Steuergerät. Daher unbedingt vorsichtig vorgehen! Es empfiehlt sich bei Arbeiten am Steuergerät immer die Batterie abzuklemmen!

Ok, fangen wir an: Das Steuergerät (SG) sitzt auf der Beifahrerseite hinter der Spritzwand vom Motor. Um an das SG ranzukommen, muß man erstmal die Plastikabdeckung entfernen. Dazu die Dichtung, auf der die Motorhaube normalerweise aufliegt einfach nach oben wegziehen. Dann kann man die Abdeckung auch wegziehen und zur Seite (Richtung Windschutzscheibe) wegklappen:

Nun sollte man die Lüftung auf ganz zu stellen (Bei Klima den Hebel ganz nach links drehen) und den ganzen Laub und Dreck aus dem Zwischenraum entfernen. Anschließend muß das Gitter für die Luftzufuhr entfernt werden: Richtung Kotflügel den Clip raushebeln und dann das ganze Gitter abnehmen. Müßte dann etwa so aussehen:

Anmerkung: Ich stecke immer etwas in den Schacht zur Lüftung rein, und sauge sie nachher aus, ansonsten könnte der Dreck der reinkommt für Geräusche in der Lüftung sorgen.

Dann die Unterdruckleitung (den schwarzen, dünnen Schlauch) am Steuergerät entfernen. Ebenso mit dem Stecker verfahren (der ist vorne mit einer Lasche befestigt, die vorsichtig weggehebelt werden kann, hinten ist er entweder geschraubt, oder hat eine Aussparung, wo man mit ein wenig Fummelarbeit den Stecker dann Richtung Motor rausziehen kann). Hier nochmals ein Bild, wo man den Schlauch und Stecker besser sieht:

Die zwei Stecker vorne mit Silicon-Spray oder Rostlöser (z.B. WD 40) einsprühen, dann kann man sie ganz leicht nach oben wegziehen (siehe im Bild unten, der eine Stecker mit den 3 Käbeln).Nun muß noch auf der linken Seite (Fahrerseite) eine 10er Mutter gelöst werden, und man kann das ganze Steuergerät mitsamt seiner Messinghalterung rausziehen. Ist ein wenig fummelig, da doch ziemlich enge Platzverhältnisse herrschen. Ich selber sprühe die Leitung zum Steuergerät hin immer Kunststoff-Spray ein, da sie dabei ziemlich gebogen werden muß, und ich dem starren Kabelstrang relativ wenig Bewegung zutraue. So, wenn alles draußen ist, kann man das Steuergerät von dessen Halter abschrauben, und es in den Händen halten. Nun müssen nur noch die Schrauben gelöst werden, die aussen sind (Ich glaube 3 auf der Kunststoffseite und 4 auf der Seite mit den Kühlrippen). Dann kann man die schwarze Kunststoff-Abdeckung entfernen. Kleine Bemerkung: Ich hatte mal ein Problem, wo mein Corrado nicht mehr lief, und obwohl eigentlich alles stimmte, und ich kurz davor war, den Bock zu den VerWeigerern zu bringen, entschied ich mich, wenigstens noch den Original-Chip wieder einzubauen, dabei sind auch diese Bilder entstanden. Als ich schon die erste Schraube des Steuergerätes öffnete, lief etwa ein Schnapsglas Wasser heraus. Da war mir auch klar, warum er so Zicken machte... Das sieht man übrigens auch an einigen Bildern. So, zurück zum Thema. Wenn man die Kunststoffabdeckung entfernt hat, müßte es so aussehen:

Die weiße Schutzfolie ist nur gesteckt, die kann einfach abgenommen werden. Ab hier ist jedoch äußerste Vorsicht geboten. Nicht mehr mit den bloßen Händen auf die Platine greifen, wenn die Platine angefasst werden muß, dann nur an der Seite, wo keine elektronischen Bauteile sind. Nach entfernen der Schutzfolie sieht es dann so aus:

Der Chip selber befindet sich in dem verchromten Blechkasten drinen. Um an ihn ranzukommen, müssen die 2 Schrauben sowie die Kunststoffnibel gelöst werden, die, ihn in Position, quasi im 2.Stockwerk, halten. Dann kann man ihn komplett hochklappen:

So, jetzt die 5 Schrauben lösen, die die 2 Deckel zusammenhalten. Ich glaube, das kaum jemand einen 4mm - Sechskannt-Schlüssel sein eigen nennen kann, daher mit einer guten Zange die Mutter festheben, und mit einem Kreuzschlitz-Schraubendreher die Schrauben lösen. Das Gehäuse dann abnehmen, das sieht man auch schon den Chip:

Der Chip ist das gesteckte Eprom, im Bild mit dem weißen Aufkleber markiert. Er kann vorsichtig mit einem kleinen Schraubenzieher herausgehebelt werden (immer einmal links einmal rechts hebeln). Wichtig ist es, sich zu merken, wo die Aussparung liegt, die das Eprom hat. Das neue, muß natürlich wieder richtig herum eingebaut werden. Den Chip immer nur am Kunststoff anfassen, nie an den Füßchen. Nachdem, der Chip nun draussen ist, kann mit dem Wiedereinbau begonnen werden (natürlich in umgekehrter Reihenfolge *g*

Beim Wiederanschließen nicht vergessen, den Unterdruckschlauch für das Steuergerät anzuschließen, ohne geht nämlich herzlich wenig ;o)

Zum Abschied noch ein kleines Bild, das schon einiges über die Qualität aussagt, es ist zwar eigentlich unerheblich, wie ein Chip geliefert wird, aber das Auge kauft ja auch mit:


Links Theibachs Verpackung (sehr gut, mit Hülle), rechts die vom Boxenstop :o(

 

   
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