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Brontë Reise |
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2/3 Brontë Country Willkommen
in der Sie sind hoffentlich wohlbehalten in Haworth und haben ihre zuvor gebuchte Unterkunft bezogen. Falls nicht, kann das jetzt, saisonabhängig, schwierig werden. Haworth ist ein Touristenmagnet und besonders an Feiertagen schnell ausgebucht. Wenn sie keine Unterkunft finden können, versuchen sie es in den benachbarten Dörfern oder auf den Farmen. Unterkunftsempfehlung:
The
Old Registry Die Gasthäuser haben oft eigene Parkplätze, fragen sie danach. In Haworth sind die Brontës aufgewachsen, haben hier den größten Teil ihres Lebens verbracht und sind hier, bis auf Anne, gestorben. Die meisten führt der Weg als erstes zum alten Pfarrhaus, vorbei an der Kirche und dem Friedhof. Das Haus ist nun erheblich komfortabler als zu der damaligen Zeit. Auch der reiche Bewuchs an Bäumen und Büschen ist erst nachträglich entstanden. Im Museumsladen können sie diverse Andenken und jede Menge Kitsch einkaufen, überlegen sie sich gut was sie mitnehmen, die Preise sind ziemlich hoch. Auf den Friedhoch können sie, wenn sie lange genug suchen, das Grab von "Tabby" finden. Beachten sie auch die alte Sonntagsschule vor dem Friedhof, wo Charlotte einst Kinder unterrichtete. Direkt vor der Kirche sehen sie den Black Bull, wo sich Branwell einst zu betrinken pflegte und die Apotheke, wo er sein Opium her bekam. Der Verkauf von Opium war übrigens zur damaligen Zeit normal und galt als Arznei. Übrigens, heute unvorstellbar, doch Charlotte bekam sogar einst von einen Arzt Quecksilber verordnet. Solche Praktiken mögen unter anderen das schnelle Ableben so mancher Menschen in jener Zeit erklären. Eine weitere Attraktion ist die Worth Valley Eisenbahn. Sie können noch heute mit den liebevoll restaurierten historischen Zug nach Keighley fahren. Zurück können sie, wenn sie mögen, den alten Verbindungspfad zwischen Haworth und Keighley laufen. Die Brontëschen Kinder liefen diesen Pfad bei jeden Wetter mindestens einmal die Woche um die Zeitung zu holen. Wandern im weiten Moorland Keine Sorge.
Sie müssen kein Überlebenstraining absolvieren um hier zu laufen, doch
beachten sie folgendes. Im Sommer ist ein Mückennetz vor dem Gesicht
unerlässlich, sonst drehen sie durch. Bei Regen sollten sie auf jeden
Fall Gummistiefel nehmen und das Regencape nicht vergessen. Bedenken sie
auch das im Herbst dichter Nebel aufsteigen kann und sie sicher sein müssen
wo sie gerade sind. Nicht immer sind die Pfade gut ausgebaut und manchmal
müssen sie einfach über eine Wiese laufen und die Richtung ungefähr
abschätzen. Der
Weg ist im ersten Drittel recht einfach, wird später in einer Schlucht
etwas mühsamer und besonders bei nasser Witterung etwas schwierig. Sie können
den Weg weiter bis nach Top
Wittens folgen, den Ort den nach Meinung der Fachleute Emily als
Schauplatz für "Die Sturmhöhe" ausgewählt hat. Wenn sie jetzt
noch weiter können, folgen sie den Weg nach Ponden Hall, wo die Brontës
öfters die Bibliothek aufsuchten. Übrigens, man kann da auch übernachten,
unbedingt vorbuchen. Diese Wegbeschreibung ist eine von vielen und um alle aufzuzählen die ich kenne, müsste ich extra einen Wanderführer erstellen. Kommt vielleicht noch. Schauen sie sich einfach mal um und besorgen sie sich einen regionalen Wanderführer. Ausflüge Unternehmen sie ein paar interessante Ausflüge in die Umgebung von Haworth und darüber hinaus. Besuchen sie Orte, die untrennbar mit den Leben der Brontës verbunden sind. Wycoller: Im
März 1850 besuchte Charlotte Sir James- und Lady Kay-Shuttleworth. Das
wunderschöne Schloß ist
noch heute zu besichtigen und liegt in Padiham. Fahren sie nach Colne und
weiter auf die M65 nach Padiham. Der Weg nach Gawthorpe
Hall ist gut ausgeschildert. Machen sie den Ausflug zu einer
Tagesrundreise. Fahren sie von Padiham auf der A646 nach Todmorden und
weiter nach Hebden
Bridge. Sehen sie sich die schöne Stadt an oder wandern sie etwas in
der Umgebung. Fahren sie dann einen sehr steilen Berg rauf nach
Heptonstall. Besuchen sie die alte Priory und sehen sie sich das kleine Örtchen
an. Hier liegt übrigens auch die englische Dichterin Sylvia Plath
begraben. Der Ort ist an einen steilen Berg terrassenförmig gebaut und
schwer zu erlaufen. Auch das Fahren ist nicht ganz ohne. Fahren sie dann
weiter durch Heptonstall auf der A6033 nach Haworth. Bolton
Abbey Cowan
Bridge Wenn
sie auf der A62 in Richtung Skipton und Ingleton nach Cumbria fahren,
kommen sie geradewegs nach Cowan Bridge.
Hier befindet sich am Ortsausgang links neben der Brücke das alte
ehemalige Internat in der Charlotte einst eine Weile gelebt und gelitten
hat. Beachten sie die Widmung
an der Außenwand. Dieser Abschnitt ihres Lebens ist in Jane Eyre verewigt
worden, genauso wie ihre Schwester Mary in Person der geduldig leidenden
Helen Burns. Obwohl nachweißlich in der Schule keines der Mädchen
gestorben ist, verendeten einige kurz nachdem sie nach Hause geschickt
wurden. Zwei Gräber der armen Schülerinnen kann man noch heute auf den
Friedhof der Kirche von Leck finden. Gehen sie schräg rechts gegenüber
der Internatsschule auf der anderen Straßenseite eine Straße abzweigend
von der A62 hoch bis sie zu einer Kirche gelangen. Die Gräber befinden
sich rechts neben den Eingang der Kirche in der hintersten Ecke des
Friedhofs. Die Grabsteine sind die dünnsten weit und breit. Thornton Charlotte
1816 Besuchen
sie den Geburtsort der Brontës und das Geburtshaus in der Market Street.
Sie kommen mit den Auto über Oxenhope (B6141) nach Denholme Gate und dann
weiter nach Thornton. Kurz vor der Ortsmitte biegen sie steil in die
Market Street ein, doch besser sie lassen den Wagen an der Hauptstraße
stehen und gehen zu Fuß. Das Gebäude ist mit einer Widmung versehen und
kann besichtigt werden. Versäumen sie nicht auch die Dorfkirche in der Nähe
zu besuchen. In den alten Taufbecken wurden noch die drei Schwestern
getauft. Ich
hoffe die Reise hat ihnen gefallen und ich würde mich freuen etwas über
ihre Zeit hier und ihre Empfindungen zu erfahren. Leider ist nicht mehr
viel aus der Zeit der Brontës erhalten und vieles wurde kitschig verklärt.
Wenn sie nach etwas sehr typisch ursprünglichen suchen, dann sehen sie
vom Vorplatz der Kirche über die Häuser aufs Moor. Die alten
schieferbedeckten Dächer und die Szenerie der Landschaft vermitteln noch
heute ein Bild das die drei Schwestern durchaus wiedererkennen würden. |
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