Harry Potter und die Zweite Prophezeiung |
Disclaimer:
Harry Potter ist Eigentum J.K. Rowlings und verschiedener Publizisten einschlie�lich
aber nicht ausschlie�lich Scholastic Books, Bloomsbury Publishing, Warner Bros.
und Carlsen Verlag. Diese Geschichte will nicht in deren Rechte eingreifen, ist
nur zur Unterhaltung geschrieben worden und jeder Versuch, aus ihr Profit zu
schlagen steht im ausdr�cklichen Widerspruch zur Absicht der Autorin.
Kurzinfo:
Titel: Harry Potter und die Zweite Prophezeiung
Autor: starlight, aka Hoshiakari, aka Neli
Rating: PG-15
Kontakt: [email protected] (Neli), [email protected] (Brandy)
Kurzzusammenfassung: Nach einem eher aufregenden Sommer kehrt Harry Potter nach Hogwarts zur�ck. Sirius' Tod belastet ihn schwer, trotzdem gibt er sein Bestes, um zu der Waffe zu werden, die Voldemort vernichten kann. Wenn da nur nicht die Zweite Prophezeiung Professor Trelawneys und der mysteri�se Talisman des Ourouboros w�re! Und was meint ein M�dchen, wenn es um Hilfe mit den Wahrsage-Hausaufgaben bittet? Harrys Jahr wird vieles werden, nur eines nicht: langweilig!
"..." = sprechen
'...' = denken
[]-_-_-[] = Orts-/ Zeitwechsel (was, d�rfte klar sein)
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Harry Potter und die Zweite Prophezeiung |
Kapitel 15
Lichterfeste
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Nahe der kleinen Ortschaft Tiddleywink (bestehend aus ganzen acht H�usern) (1), westlich von Chippenham in Wiltshire stand ein majest�tisches Herrenhaus, das allen Blicken au�er denen magisch Begabter oder im Dorf Geborener verborgen blieb. Eine Erweiterung im Kolonialstil komplimentierte den viktorianischen Hauptteil, der um einen mittelalterlich anmutenden Turm herum errichtet worden war. Das ganze Haus, prunkvoll und erhaben, strahlte eine k�hle, machtvolle Aura aus, die der seiner Bewohner in allen Einzelheiten glich. Obwohl die Leibeigenschaft lange abgeschafft war hatte sie in dieser entlegenen, l�ndlichen Gegend doch ihre Spuren hinterlassen- die Besitzer des Herrenhauses waren die einzigen Arbeitgeber der Umgegend, und auch wenn die meisten jungen Leute aus Tiddleywink in den letzten Jahren ihr Gl�ck lieber in London oder einer anderen gro�en Stadt gesucht h�tten, es gab kein Entkommen. Der Lord Malfoy, Besitzer ebenjenes Herrenhauses, �bte eine ganz eigene Anziehungskraft auf sie aus, und so fanden sie sich sp�testens nach Erreichen der Mittdrei�iger wieder im Dorf, eine Entscheidung, die sie weder begr�nden noch erkl�ren konnten.
Selbst Mira Godefrey, die Gesch�ftsf�hrerin einer gro�en Zeitschrift gewesen war, hatte sich mit knapp 35 aus dem Berufsleben verabschiedet, hatte ein Haus in Tiddleywink gebaut, einen Mann aus Chippenham geheiratet und z�chtete nun die besten H�hner des Dorfes.
Das Ministerium f�r Zauberei war im Fall der Malfoys und im Interesse des Erhaltes eines so alten Zauberergeschlechts eben durchaus gewillt, die eine oder andere subtile Anwendung des Imperius zu �bersehen, vor allem, da es sich bei den Opfern ohnehin nur um dumme Muggel handelte, nicht besser als Vieh in den Ansichten der reinbl�tigen Zauberer, und ebenso zu behandeln.
Und so starb Tiddleywink nie aus, wuchs so gut wie gar nicht, da die meisten Bewohner nur zwei oder drei Kinder hatten und war fast von der Landkarte verschwunden. Der einzige Wegweiser zum Dorf war vor langer Zeit zusammengebrochen, die maroden Muggelstaatsfinanzen lie�en einen Ersatz nicht zu und die Zauberer der Zmgebung waren zufrieden damit, da� der Apparationspunkt von Tiddleywink im Ministerium bekannt war- was k�mmerte es sie, da� der Brieftr�ger (warum brauchte man eigentlich einen Tr�ger f�r Briefe? Man konnte sie doch in kleine Briefv�gel verzaubern oder einer Eule mitgeben!) den Frauen des Dorfes ihre Modekataloge nicht brachte, weil er die Adresse weder kannte noch fand!
Tiddleywink war ein beschauliches Dorf, doch an manchen Tagen ging ein b�ser Wind durch die Stra�en. Die alten Frauen zogen ihre Enkelkinder dann an den Ohren hinein ins Haus und wisperten hinter vorgehaltener Hand etwas von der wilden Jagd und den vier b�sen Reitern. Und tats�chlich drangen aus der Gegend des 'Geisterhauses' merkw�rdige Ger�usche, Heulen und Schreien, Jubel und Musik. Da� au�er ihnen niemand das Haus oder seine Bewohner wahrnehmen konnte, damit hatten sich die Leute aus Tiddleywink ebenso abgefunden wie damit, da� von Zeit zu Zeit ein Tribut vom Herrn des Hauses verlangt wurde, in der Gestalt von Lebensmitteln oder Luxusartikeln.
Manche der alten Leute erz�hlten von Zeiten, in denen auch Kinder und junge Leute als Tribut gefordert wurden, doch dies wurde von der aufgekl�rten j�ngeren Generation nur m�de bel�chelt. Tatsache war, da� diese Ger�chte aus einer Zeit stammten, in der der damalige Lord Malfoy nur wenig besser als ein Squib gewesen war, dessen Ged�chtniszauber sehr schwach gewesen waren. Denn der Gast, den die Herrin und der junge Herr des Hauses an diesem Abend unterhielten hatte, zur Belustigung seiner gesamten Gefolgschaft, zwei junge Muggel bestellt und diese waren auch geliefert worden. Sie waren verschwunden, ohne eine Spur zu hinterlassen, ihre Daten gel�scht, ihre Existenz aus dem Bewu�tsein aller D�rfler einschlie�lich ihrer Eltern und Liebsten getilgt, verloren im Ha� eines Monsters.
Lord Voldemort am�sierte sich pr�chtig. Die Malfoys verstanden es einfach, eine Gesellschaft zu geben, die seine neuesten Nachfolger beeindruckte und in ihrer �berzeugung, da� sein Weg der einzig richtige f�r die Zauberwelt war bekr�ftigte. Die jungen Leute, die meisten von ihnen keine f�nf Jahre aus Hogwarts heraus, hatten sich mit Begeisterung in den dunklen K�nsten ge�bt, hatten ihr neu erworbenes Wissen an den von den Malfoys bereitgestellten Muggeln demonstriert. Narzissa Malfoy, Sinnbild f�r Eleganz und Grazie, stets die perfekte Gastgeberin, hatte f�r Musik und Tanz gesorgt.
Lucius, sein in Ungnade gefallener Gefolgsmann, hatte sich in seiner Gunst wieder ganz nach oben gearbeitet mit seiner superben Anwerbung einiger mittlerer Ministeriumsbeamter, die, obwohl reinbl�tig, in ihrem Talent doch begrenzt waren und aufgrund ihrer Hauszugeh�rigkeit (sie waren entweder Slytherins oder Hufflepuffs) auf Abstellgleise geschoben wurden. Frustriert und desillusioniert, �berholt von Schlammbl�tern und Muggelliebhabern, hatten sie dem m�chtigen Lord Malfoy und seinen Versprechungen einer besseren, reinbl�tigen Zauberwelt ein offenes Ohr geschenkt und waren ihm selbst dann willig gefolgt, als ihnen erkl�rt worden war, wem sie dienen w�rden.
Oh ja, Lucius war eine geschickte, seidenz�ngige Schlange, und er war Voldemorts Schlange. Sein Platz war nun wieder zur Rechten des Meisters, er hatte seine Konkurrenz vertrieben. Auch wenn Askaban seine Schatten unter seinen stechenden Augen hinterlassen hatte bot er wieder einen eindrucksvollen Anblick, in Roben aus feinstem schwarzem Samt, die nur Voldemorts in Pracht nachstanden.
Sein Sohn, der junge Malfoy hingegen� Voldemort seufzte innerlich. Auch wenn er sich vor ihm verneigte, wenn er den Saum seiner Roben k��te, der junge Malfoy war eine Entt�uschung. St�ndig unterlag er seinem Feind, Harry Potter, ein Schlammblut stach ihn in allen Disziplinen des Zauberns aus, und er hatte die Arroganz seines Vaters doch ohne Lucius' Wissen darum, wann es besser war, sie nicht zu zeigen. Draco Malfoy hatte viel zu lernen�
Gerade scharwenzelte er unter Aufsicht seines Vaters um die neugewonnen Rekruten herum. Diese Feier war veranstaltet worden, um sie in die Freuden eines Lebens als Todesser unter Voldemort einzuweihen. Der Dunkle Lord hatte ihnen allen die Gnade seiner Anwesenheit geschenkt, und nun war es an der Zeit, da� sie ihm ihr Versprechen gaben, am heiligsten aller Tage f�r die Anh�nger der dunklen K�nste ihre Magie und ihr Leben in den Dienst Voldemorts zu stellen.
Der Dunkle Lord erhob sich mit einer wellenf�rmigen Bewegung, die seinem schlangengleichen �u�eren alle Ehre machte.
"Meine Todesser, Freunde� es ist an der Zeit, euren Worten Taten folgen zu lassen. Mein Gefolgsmann Lucius hat mir versichert, da� alle hier, die noch nicht das glorreiche Zeichen der Herrschaft des Lord Voldemort tragen gewillt sind, dieses in der l�ngsten Nacht zu empfangen. Und so frage ich euch: schw�rt ihr bei eurem Leben und eurer Magie, da� dem so ist? Schw�rt ihr, an diesem Tage dem Dunklen Lord die Treue zu geloben und ihm allein zu dienen? Dann antwortet aye!"
"Aye!" erklang es in einem Chorus tiefer Stimmen. Voldemort erlaubte nur wenigen Frauen den Eintritt in seine Reihen, doch diese waren meist unter den grausamsten und begabtesten Dienern, die ein dunkler Lord sich w�nschen konnte.
"Bellatrix, bringe meinen zuk�nftigen Todessern Wein! La�t uns auf den Sieg �ber den Muggelliebhaber Dumbledore und seine Bande von Schlammbl�tern und Blutsverr�tern ansto�en!" Voldemort wu�te, wie man seine Gefolgsleute bei Laune h�lt. Eine gesunde Mischung aus Zuckerbrot und Peitsche war vonn�ten, um sich Respekt zu verschaffen und Loyalit�t nicht nur zu erzwingen, sondern regelrecht einzufordern. Jeder einzelne Todesser war eine perfekte Maschine, gedrillt darauf, zu morden und zu foltern, und jeder einzelne von ihnen kannte das erste Ziel Voldemorts: Harry Potter zu t�ten.
Die neuen Rekruten nahmen gierig den Trunk aus Bellatrix' H�nden entgegen, nicht ahnend, da� sie damit den eigenen Tod besiegelten sollten sie nicht binnen eines Monats das Dunkle Mal empfangen. Sein Zaubertr�nkemeister, Severus, die kleine schwarze Schlange, deren Verrat oder Treue er sich noch immer nicht sicher war, hatte seinen Nutzen noch nicht erf�llt. Voldemort lie� ihn am Leben- keiner braute Tr�nke wie Severus. Doch hatte er stets Nagini bei sich, wenn er den begabten Okklumens vor sein Angesicht treten lie�. Seine treue Schlange deckte ihm den R�cken und w�rde ihn davor warnen, ein Gift zu trinken.
Draco Malfoy wurde von seinem Vater dazu ermutigt, das Gebr�u ebenfalls zu schlucken. Der Dunkle Lord hatte sich berichten lassen, es schmecke wie ein starker Kr�uterlik�r. Malfoy mundete es auf keinen Fall, der Junge kr�mmte sich mit gr�nlichem Gesicht leicht zusammen, und erst eine scharfe Ermahnung seines Vaters lie� ihn wieder die aufrechte, aristokratische Haltung einnehmen, die seinem Status zukam. Einen Moment lang erlaubte sich Voldemort das Spiel mit dem Gedanken, ihm das Mal am Wintersonnwendtag zu verweigern, zuzusehen, wie sich seine Eingeweide verfl�ssigten bevor sein ganzer K�rper in Flammen aufging, doch dann sch�ttelte er den von einer Kapuze bedeckten Kopf. Auch wenn der junge Malfoy nicht all das war, was sein Vater versprochen hatte, da� er sein w�rde- er war ein Diener, der von klein auf zu einem solchen erzogen worden war und damit ein wertvolles Werkzeug. Ein neues Kind w�rde wiederum siebzehn Jahre lang heranwachsen m�ssen ehe es ihm zu seinen Zwecken nutzen konnte� nein, er, Voldemort, w�rde den Erben des ruhmreichen Geschlechts der Malfoys seiner Bestimmung zukommen lassen. Draco Malfoys Schicksal war entschieden und besiegelt, auch wenn er davon noch nichts wu�te.
"Mein Lord, was darf ich Euch anbieten?" fragte Narzissa mit ihrer sanften, kultivierten Stimme. Ein k�hler Sherry, entschied Voldemort, entsprach am Ehesten ihrem Ton. Ihr gebeugter K�rper, auf Knien vor ihm, war eine Erinnerung an seine Macht, die seine Phantasien befl�gelte und ihn den Tag herbeisehnen lie�, an dem auch der letzte Mensch auf Erden so vor ihm knien w�rde.
"Ich danke euch, meine Todesser, f�r dieses Fest. Es ist wahrlich Lord Voldemorts w�rdig!" Sie schien unter seinem Lob zu wachsen. Ah, die Geister der Geringeren- so einfach zu beherrschen, so leicht zu befriedigen!
"Ich danke Euch, mein Lord, f�r Eure Anwesenheit," antwortete sie und k��te den Saum seiner Festrobe. Voldemorts rote Augen strahlten im Schatten seiner Kapuze auf. Alles lief genau so, wie er es vorhergesehen hatte. Schon bald w�rden seine Reihen gewachsen sein, und Potters Schicksal war besiegelt. Die Welt war im Lot!
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Harry versuchte, die Tage mit beiden H�nden festzuhalten, dennoch glitt ihm der Dezember in Hogwarts schneller durch die Finger, als es ihm lieb war. Bis auf die Tatsache, da� Draco Malfoy noch unausstehlicher war und durch die G�nge stolzierte, als geh�re ihm die Welt (nichts Neues daran) und als h�tte er auch die Mittel, seinen Anspruch geltend zu machen (das allerdings war neu) unterschied diesen Monat nichts von den Jahren zuvor. Harry wollte die Zeit anhalten, jede Sekunde, die zwischen ihm und seiner R�ckkehr in den Ligusterweg und zu den Dursleys lag war eine Kostbarkeit, Hermine und Ginny konnten es nicht erwarten, da� endlich der 21. Dezember und damit der Tag der Ministeriumsgala herangekommen war, Ron sah dem Ganzen mit einer Mischung aus Vorfreude und Terror entgegen und Neville nahm die Sache, genau wie Luna, eher gelassen.
Au�er der Tatsache, da� er noch immer nicht tanzen konnte stand zwischen Harry und dem Ball noch ein weiteres Hindernis: er hatte zwar Ron dazu bewegt, Hermine aufzufordern, aber er selbst hatte es noch nicht geschafft, Ginny zu fragen, ob sie seine Begleitung sein w�rde. Wannimmer sie ihm suggestive Blicke zuwarf bekam er pl�tzlich kalte F��e, und allzu lange war es nicht mehr hin bis das Fest gekommen sein w�rde. Doch wie sollte er seine Sch�chternheit �berwinden? Ron ging schlie�lich davon aus, da� zwischen seiner Schwester und ihm schon alles gekl�rt war!
Schlu�endlich, knapp zwei Wochen vor der Gala, schaffte Harry es doch, Ginny offiziell zu seiner Parterin f�r den Ball zu machen. Er traf sie fr�h morgens auf ihrem Besen �ber dem Quidditchfeld an, und als sie vor ihm landete prustete er seine Frage heraus noch bevor sie ihm guten Morgen w�nschen konnte.
"Willumimirgalagen?" Ginny blinzelte. Hatte sie geh�rt, was sie glaubte, geh�rt zu haben? Hermine hatte ihr zwar erz�hlt, da� Ron sie gefragt hatte und Harry wahrscheinlich sie fragen w�rde, aber� war es das wirklich gewesen?
Sie betrachtete Harry genauer. Seine angespannte Haltung, die geballten F�uste, die zusammengekniffenen Augen- man k�nnte meinen, er st�nde Lord Voldemort gegen�ber und nicht einem M�dchen, das einen halben Kopf kleiner war als er. Also hatte er sie wirklich gefragt!
Einen Moment lang zog sie in Betracht, ihn schmoren zu lassen und zu zwingen, seine Frage noch einmal zu wiederholen, doch das Bild des Elends, das er darbot lie� sie sich erbarmen.
"Gern, Harry. Ich begleite dich gerne zur Ministeriumsgala," sagte sie warm.
"Oh, Merlin sei Dank!" seufzte Harry, dann schnappte er sie sich mit Suchergeschwindigkeit und schwang sie im Kreis herum. "Ich verspreche dir, wir werden Spa� haben!"
Ginny schwankte ein wenig, als er sie wieder auf ihre eigenen F��e stellte, aber ihr strahlendes, breites L�cheln das jeden einzelnen Zahn erkennen lie� (und nein, sie hatte es gewi� nicht von Gilderoy Lockhart abgeguckt!) verriet, wie gl�cklich sie war. "Das glaube ich auch, Harry," meinte sie augenzwinkernd. "Stell dir vor- wir k�nnten das ganze Ministerium in eine Testarena f�r die Scherze der Zwillinge verwandeln."
Obwohl Harry nicht der romantischste Junge auf dem Planeten war entt�uschte ihn diese Antwort doch ein wenig, aus welchem Grund auch immer. "Sicher, Ginny," meinte er, aber sein Enthusiasmus war geschwunden.
Ginny h�tte sich selbst ohrfeigen k�nnen. Da wollte sie auf Nummer Sicher gehen und lieber die gute Freundin spielen, und dann� dann sah Harry aus, als h�tte er eben in eine Zitrone gebissen. Warum nur waren Jungen immer so kompliziert?
"Oh, und wir k�nnen nat�rlich auch tanzen," f�gte sie etwas unbeholfen hinzu. Statt da� dies Harry wieder in bessere Laune versetzte wirkte er nun, als h�tte sie ihm er�ffnet, er m�sse sich mit s�mtlichen Todessern duellieren, bevor er auf den Ball gehen konnte.
"Aber sicher, Ginny," w�rgte er hervor. "Eh, entschuldige, ich mu� vor dem Fr�hst�ck noch duschen und� na ja, Tonks und so�" stammelte er, wurde rot, und floh. Ginny seufzte.
"Harry Potter, du bist einfach ein unm�glicher H�rtefall!"
Harry war sich seines Status' als unm�glicher H�rtefall nicht bewu�t, dennoch f�hlte er sich verfolgt und beobachtet, als er sich endlich zum Fr�hst�ck hinsetzte. Wannimmer er von seinem Teller aufsah erwartete er, die Blicke auf sich gerichtet zu sehen, die er f�hlte, doch statt dessen� statt dessen schien der ganze Gryffindor-Tisch es zu vermeiden, ihn anzusehen. Die Einzigen, die ihn, wie immer, anstarrten waren Malfoy und Snape� und gegen beide war er nach sechs Jahren eigentlich beinahe immun. Achselzuckend widmete sich Harry wieder seinem Fr�hst�ck, es hatte keinen Sinn, sich �ber Merkw�rdigkeiten Gedanken zu machen, wenn man in Hogwarts war.
Der Tagesprophet brachte eine Woche vor den Ferien eine gro�e Ank�ndigung der Ministeriumsgala zur Wintersonnewende heraus. In einer Sonderbeilage in der Mitte des Heftes lie� man das Fest des letzten Jahres noch einmal wiederaufleben, Roben wurden verglichen, bissige Kommentare zum Stil einiger, lobende Kommentare zur Kleidung Weniger gemacht. Obwohl die Gala an sich nichts Au�ergew�hnliches war (sie fand jedes Jahr statt und wurde von den Reichen, den M�chtigen und den Einflu�reichen besucht) sorgte die Ank�ndigung, da� ein Orden des Merlin an sechs Minderj�hrige verliehen werden w�rde f�r Aufregung. Spekulationen �ber den Ablauf der Feierlichkeiten f�llten die Titelseiten.
Rita Kimmkorn, die sich bisher an die Vereinbarung mit Hermine gehalten hatte, schrieb einen gl�henden Artikel voller Lob �ber die bisherigen Leistungen der "Sechs J�ger der Dunkelheit". Das B�ro von Minister Fudge k�ndigte an, da� Harry und seine Freunde auf der Gala f�r Kommentare zur Verf�gung stehen w�rden. Dumbledore bat um Verst�ndnis daf�r, da� man keinen Presserummel in Hogwarts gebrauchen konnte, da dieser den regul�ren Unterrichtsbetrieb zu sehr st�ren wurde und er auch nicht durch ein Gro�ereignis wie das Trimagische Turnier gerechtfertigt sei und verwies ebenfalls auf diesen Termin. Rita zeigte sich einsichtig und wiederholt noch einmal, wie sehr sie sich darauf freute, die J�ger zu interviewen.
Und als sei das nicht genug erhielt Harry auch noch eine Mitteilung seines pers�nlichen Sekret�rs Grappleclaw. Anscheinend hatten Cadbury's, die Hersteller der Schokoladenfr�sche, Harrys Bedingungen akzeptiert und die Schokofr�sche mit seiner Karte produziert. Nun wollten sie die erste Auslieferung der Harry-Potter-Karte in Schokofr�schen mit der Gala verbinden. Und sie hatten das voraussichtlich aus seinem Text gestrichen.
M�de seufzend kritzelte Harry in einer Pause ein Okay auf ein St�ck Pergament und rief Hedwig, damit sie es zu Grappleclaw brachte. Er hatte nicht besonders gut geschlafen, einmal, weil er so nerv�s war, zum anderen, weil Voldemort wie auch die letzten Wochen �ber in anhaltend guter Stimmung war. Seine Vampire hatten, wie man der zweiten Seite des Tagespropheten entnehmen konnte, eine kleine Muggelsiedlung dezimiert. Voldemort war, wie stets, erfreut dar�ber, da� ein wenig mehr Ungeziefer von der Planetenoberfl�che gewischt worden war und zeigte dies Harry durch ihre Verbindung. Dazu kam, da� Ron, Hermine, Neville und er wieder einmal nicht von einer Stunde zur anderen gehen konnten ohne von Horden kleiner Nervens�gen (auch bekannt als die unteren Jahrg�nge) �berfallen zu werden, die noch schnell etwas von ihnen wollten, bevor sie endg�ltig ber�hmt waren- zumindest dr�ckte Ron es so aus.
Sechs J�ger der Dunkelheit- der Titel war griffig genug, da� andere Autoren ihn �bernahmen, und auch Hogwarts innerhalb eines halben Tages nur noch so von ihnen sprach. Neville wurde jedesmal rot, wenn einer der kleinen Erst- oder Zweitkl�ssler aus einem anderen Haus ihn um ein Autogramm bat. Ron signierte jedes Autogramm mit einem stolzen 'Ron Weasley - J�ger der Dunkelheit', w�hrend Hermine sich sehr sachlich geb�rdete und ihre Unterschrift auf die bereitgehaltenen Pergamente kritzelte. Luna hatte die beste Methode, sich der Aufmerksamkeit zu erwehren. Sie betrachtete ihre 'Fans' mit einem Blick, als h�tten sie einen zweiten Kopf bekommen und fragte sie, ob sie statt eines Autogramms nicht lieber h�ren wollten, wie ihr Onkel Zaphod zum Pr�sidenten der Galaxis geworden war (2). Binnen weniger Stunden wurde sie nur noch von wenigen Mutigen angesprochen. Leider funktionierte ihre Methode nicht, als Harry versuchte, sie anzuwenden, denn das kleine Monster vor ihm quietschte begeistert.
"Du hast noch einen zweiten Onkel? Ich dachte, du hast nur einen, diesen Muggel, bei dem du im Sommer lebst! Wei� er, da� du der Junge, der lebt bist? Wei� er von der Zauberwelt? Ist er ein Zauberer? Wo wohnt er?" Harry konnte gerade eben noch fliehen, bevor der Ravenclaw-Erstkl�ssler die Adresse seines zweiten Onkels erfragen konnte.
"Ein zweiter Onkel? Harry, was dachtest du dir denn dabei? Bis heute Abend bist du Snapes unehelicher Sohn, dein Vater der Geliebte von Trelawney und dein zweiter Onkel deren bisher unbekannter Bruder. Warum hast du nicht einfach gesagt, da� du keine Autogramme gibst?" tadelte Hermine, deren Haare einen neuen Weltrekord im vom-Kopf-Abstehen aufstellten. Auch sie war in die H�nde einiger begeisterter Fans geraten. Einen Moment lang noch hielt sie den vorwurfsvollen Blick aufrecht, mit dem sie Harry bedacht hatte, dann lie� sie ihre B�chertasche zu Boden fallen und vergrub die H�nde in den Haaren.
"Wie lange ist es noch bis zu den Ferien?" st�hnte sie. Die beiden Jungen tauschten ungl�ubige Blicke. Auch wenn Hermines Zustand sie gerade an ihr drittes Schuljahr und den Druck des Zeitumkehrers erinnerte, sie hatte nie gefragt, wann die Schule zu Ende sein w�rde.
"Hermine, bist du gesund?" fragte Ron besorgt. "Bist du sicher, da� es nicht zu viel Stre� f�r dich ist, auf den Ball zu gehen? Soll ich dich gleich zu Madam Pomfrey bringen?"
Hermine sch�ttelte sich. "Nein, danke. Anthony Goldstein aus Ravenclaw ist gerade im Krankenfl�gel�"
"Woher wei�t du das denn?" fragte Harry neugierig. Goldstein war eigentlich in Ginnys Jahrgang.
"Na ja, ich� erhatmichgek��tunddahabichihnverhext," murmelte sie schnell.
"Du hast was?" riefen Ron und Harry gleichzeitig.
"Er hat mich gek��t. Und mir seine ewige Liebe geschworen. Und rote Rosenbl�tter �ber mir verteilt. Und einen Musikzauber gesprochen. Und er wollte ein Autogramm. Und dann� hab ich ihm Walro�z�hne verpa�t- ihr wi�t schon, das, was Malfoy mit mir in Zaubertr�nke einmal gemacht hat? Densaugeo?"
Harry und Ron sa�en die ganze Verwandlungsstunde �ber mit offenen M�ndern da. Hermine hatte� einen Mitsch�ler in den Krankenfl�gel gebracht? Zum Gl�ck ignorierte Professor McGonagall sie und bestrafte sogar Lindy Sheldon aus Hufflepuff, die versucht hatte, ihnen einen Zettel mit Autogrammw�nschen zuzuschicken. Leider hatte sie den Zauber noch nicht richtig perfektioniert, und so flog ihr Papiervogel einen Stukka-Angriff auf Professor McGonagall statt sanft hin�ber zu den vier 'J�gern' aus Gryffindor zu gleiten. Zum ersten Mal in all ihren Jahren in Hogwarts sahen die Sch�ler ihre Verwandlungslehrerin mit teilweise offenen Haaren- sie hatte Locken!
"Wer h�tte es gedacht," meinte Seamus mit einem l�ssigen Grinsen, "sie mu� einmal ein richtig hei�er Feger gewesen sein!"(3)
Die Gryffindor-Jungen aus der Verwandlungsklasse sch�ttelten geschlossen den Kopf und st�hnten �bertrieben gequ�lt, die M�dchen starrten Seamus befremdet an und Professor McGonagalls Mundwinkel zuckten ein paar Mal, bevor sie wenige Millimeter �ber Normalniveau zum Stillstand kamen.
"Ich danke Ihnen f�r Ihre Einsch�tzung, Mr. Finnigan, aber� ich bevorzuge, mich auch dieser Tage nicht vollkommen frei von k�rperlichen Reizen zu finden."
Es versteht sich von selbst, da� dieser Zwischenfall sogar schneller durch die Schule lief als Nachricht von Harrys imagin�rem zweiten Onkel. Professor McGonagalls Vergangenheit wurde hinter vorgehaltener Hand diskutiert, und beim Abendessen war das hei�este Ger�cht des Tages, da� die Verwandlungsprofessorin das au�ereheliche Kind von Albus Dumbledore unter Muggeln versteckt hatte, um von ihrer Aff�re abzulenken. Dar�berhinaus hatte sie sich als S�ngerin einen Namen gemacht und war eine Halb-Veela.
Die sechs Freunde schmunzelten nur �ber diese Spekulationen, besonders, da Luna die Vermutung �u�erte, es handele sich bei Minerva McGonagall keinesfalls um eine normale Hexe. Sie sei die menschliche Inkarnation der G�ttin Athene, behauptete die zerstreute Ravenclaw mit einem seligen L�cheln auf den Lippen, und daher sei es nicht weiter verwunderlich, da� ihr Wissen so gro� sei.
Neville dr�ckte nur Lunas Hand und sch�ttelte den Kopf- das war seine Freundin in Bestform!
Lunas Humor und ihre distanzierte Sicht auf das Chaos, das sie umgab, rettete die Freunde durch die letzte Woche vor den Ferien. Es war nicht einfach gewesen, sich wenigstens f�r ein paar Stunden vor den "Fans" zu retten. Besonders Colin Creevey, der seine Kamera wieder ausgepackt hatte, entwickelte sich zur Nervens�ge. Erst als Luna ihm die Linse mit einem gut plazierten Obscurus-Zauber schw�rzte lie� er von Ginny und ihr ab- und begann statt dessen damit, gl�hende Sonette auf seine beiden Klassenkameradinnen zu dichten.
"Keine Chance- ich habe meine Wahl schon getroffen!" zwinkerte Ginny, als Luna sie fragte, ob sie nicht doch einmal auf Colins Avance eingehen wollte. Die beiden M�dchen sa�en in der Bibliothek hinter einer dicken Mauer aus Schulb�chern, gesch�tzt von einem Schweigezauber.
"So lange, wie er gebraucht hat, um dich zur Gala einzuladen kannst du warten, bis du alt und grau bist bis er dich fragt, ob du seine Freundin werden willst," meinte Luna nur. "Schau hier, ich hab sogar die passende arithmantische Gleichung gefunden!"
"Ich hab nicht vor, so lange zu warten," erwiderte Ginny und seufzte. "Wenn es auf die konventionelle Art und Weise nicht klappt werde ich wohl einfach mal die Initiative ergreifen m�ssen."
"Ein guter Vorsatz," sagte Luna.
"Ein besserer w�re, einen Plan auszuarbeiten, wie du diese nervige Klette Creevey von unseren Fersen enfernst," giftete eines der M�dchen aus ihrem Schlafsaal, das unbemerkt herangekommen war. "Nicht genug, da� unsere Freunde pl�tzlich zu liebestollen Idioten werden, wenn sie dich sehen- du wirst auch noch st�ndig photographiert und wir fallen �ber den verdammten Paparazzo!"
"Tja�" Ginny tippte mit dem Finger gegen ihr Kinn, als m��te sie �berlegen. Es war schwer genug, mit der Bewunderung umzugehen, die ihr entgegengebracht wurde, aber die Eifersucht ihrer Mit-Gryffindors war die Sahne auf dem Kuchen. Da� sie noch keine Glasscherben in ihrem Bett gefunden hatte war auch alles! "Wie w�re es, wenn ihr ihn selbst loswerdet? Ihr wi�t doch, wie sehr ich Gewalt verabscheue!"
"Wart nur� du hast dir vielleicht Potter und alle Jungs von Hogwarts geschnappt, aber du kannst nicht alle einwickeln. Fr�her oder sp�ter sehen sie dich schon so, wie du bist- ne h��liche, rothaarige kleine G�re, die schon einmal versucht hat, die Hogwarts-Sch�ler zu ermorden!"
Ginny wurde bleich. Ihr erstes Schuljahr war noch immer ein Alptraum, den sie nicht �berwunden hatte. Bisher hatte niemand ihre Schuld- immerhin Mitschuld- an den Vorkommnissen um die Kammer des Schreckens erw�hnt, aber es schien, als sei auch diese Grenze nun gefallen.
"Sie hat nie jemanden ermorden wollen- geschweige denn, es getan. Das war Tom Riddle- Lord Voldemort! Und wie k�nnt ihr �berhaupt dastehen und Ginny beschuldigen, wenn ihr nicht einmal den Namen h�ren k�nnt, ohne zu quieksen? Ihr seid doch alle von den Nargeln aus den Mistelzweigen gebissen worden!" Lunas Stimme war kaum lauter als ein Fl�stern, aber scharf genug, um damit Stahl zu schneiden. "Also lauft und haltet eure kleinen Freunde bei Laune, bevor Ginny sie euch wegschnappt."
"Ach Loony, dich hat doch niemand gefragt!" schnappte eines der M�dchen. Luna zog nur eine Augenbraue hoch.
"Kreativ seid ihr auch nicht gerade�"
"Wartet's nur ab- irgendwann kriegt ihr, was euch zusteht!"
"Ja, bekommen wir- am 21. Dezember, im Ministerium- Minister Fudge hat unsere Einladungen pers�nlich unterschrieben," erwiderte Luna, nun wieder mit gewohnt tr�umerischer Stimme. "Ich glaube, es war ein Orden des Merlin dritter Klasse, oder?"
"Stimmt," meinte Ginny leise, aber wieder gefa�t. "Und jetzt haut ab, oder ich jage euch meine Flederpopel auf den Hals!"
Gl�cklicherweise hatte diese Drohung endlich die erw�nschte Wirkung- Ginny und Luna hatten wieder ihre Ruhe.
"Wann sind endlich Ferien?" �chzten sie.
Erstaunlicherweise verging die Zeit umso langsamer, je n�her die freien Weihnachtstage r�ckten. Harrys Laune verschlechterte sich scheinbar mit jeder Stunde- er hatte nicht nur den "Ministeriumszirkus" vor sich (auch wenn die Aussicht darauf ein wenig durch Ginnys Versprechen, ihn zu begleiten vers��t wurde) sondern auch noch die Dursleys. Ron hatte endlich auch genug von der Aufmerksamkeit der anderen Sch�ler und gesellte sich zu Harry und Hermine in immer kreativeren Verstecken (wer h�tte gedacht, da� Snapes Vorratsschrank einmal drei Gryffindors beherbergen sollte?).
Schlie�lich aber war es soweit- die scharlachrote Dampflokomotive des Hogwarts-Expresses stie� einen gellenden Pfeifton aus und setzte sich keuchend und schnaufend in Bewegung in Richtung King's Cross. Von der Platform in Hogsmeade aus winkten die sechs Freunde ihren Schulkameraden nach und schnappten sich danach ihr (leichtes) Gep�ck. Harry hielt Hedwigs leeren K�fig in einer Hand- seine Eule war mit Pigwidgeon zusammen schon vorausgeflogen- und einen alten Hoola-Hoop-Reifen in der anderen. Die anderen folgten seinem Beispiel, und Harry aktivierte den Portschl�ssel.
"Lichterfest," sagte er.
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Sie landeten in der Diele des Grimmauldplatzes Nr. 12. Augenblicklich h�llte sie der s��e Duft frischgebackener Weihnachtspl�tzchen ein, der MRF dudelte altbekannte Weihnachtslieder und sanfter Kerzenschimmer sorgte f�r eine gem�tliche Atmosph�re. Das alte Haus hatte in den letzten Monaten eine eindrucksvolle Verwandlung mitgemacht- verschwunden waren all die verstaubten, alten Erbst�cke der Familie Black. Stattdessen wirkte selbst die vorher so ungastliche Diele modern und willkommenhei�end. Nur ein etwas hellerer Fleck an der Wand deutete noch darauf hin, da� dort einmal das Portr�t einer alten Hexe- im Muggelsinn des Wortes- gehangen hatte. Ansonsten waren die cr�mewei�en W�nde dekoriert mit Girlanden aus Stechpalme und Efeu. An den frisch gebeizten Treppengel�ndern hingen rote B�nder, und die T�ren waren alle weit offen und gl�nzten ebenso warm wie die Messingkerzenhalter an den W�nden.
"Willkommen, ihr sechs!" begr��te sie Remus, Tonks an seiner Seite.
"Wow� was ist denn hier passiert?" fragte Harry, w�hrend er Hedwigs K�fig in die K�che trug.
"Dumbledore hat mir zwei Hauselfen ausgeliehen, und deine eigene Elfe hat auch mitarbeiten wollen. Dobby, Winky und Tinsy haben hier wahre Wunder bewirkt, oder? Du glaubst es nicht, Hermine- Dobby wei� mehr �ber dunkle Artefakte als Mad-Eye! Ich hab keine Ahnung, wie er das in Hogwarts gelernt hat, aber� ein Schnipsen, und weg waren die bei�enden Schlangenk�pfe an der Kommode oben im Salon! Die haben wir an deinem Geburtstag noch abdecken m�ssen, Harry- Mad-Eye hat sie geknebelt, weil sie die ganze Zeit gezischt haben, und ich�"
"Hallo, Tonks. Sch�n, dich zu sehen. Moony, wie geht's?" begr��te Harry seine beiden Ersatz-Paten m�de.
"Ihr seid ziemlich fertig, oder? Waren die Zwischenpr�fungen so schwer, oder�"
"Nein, es war der verflixte Tagesprophet und seine tollen Geschichten," murmelte Ginny und lie� sich in einen Stuhl am K�chentisch fallen. Mit einem noch warmen Ingwerpl�tzchen in der Hand fuhr sie fort. "Keine� ruhige M'nute- st�ndig irgendwelche Kinder, die irgendwas wissen wollen�"
"Dann ist es umso besser, da� jetzt Ferien sind!" Tonks' gute Laune und ihre Fr�hlichkeit waren ansteckend. "Jetzt bringt erst einmal eure Sachen nach oben- wir haben ein Zimmer f�r jeden von euch im dritten Stock, die meisten unserer Freunde sind �ber die Feiertage nach Hause gegangen."
"Neville und Luna wissen �ber den Orden bescheid, Tonks," erinnerte Remus seine Verlobte sanft. Seine ruhige, stetige Art wirkte wie Balsam auf die blankliegenden Nerven der Teenager.
"Oh, stimmt ja- also, die meisten Ordensmitglieder sind nach Hause, also haben wir das Haus fast f�r uns alleine. Eure Eltern kommen heute Nachmittag- Molly war heute Morgen schon da und hat Kekse gebacken, und dein Vater will �ber die Feiertage den Klitterer auch zusperren und mit uns feiern, Luna," erkl�rte Tonks.
"Ach?" meinte Luna nur. "Das hat er noch nie gemacht!"
"Dann wird es h�chste Zeit," murmelte Neville in ein Ingwerpl�tzchen hinein, "Eltern sollten bei ihren Kindern sein." Luna dr�ckte ihm einen dicken Ku� auf die Wange.
"Ugh, es reicht!" murrte Ron, "ich geh mein Zimmer suchen. Kommst du, Harry?"
Pop! "Meister Harrys Wheezy w�nscht sein Zimmer zu sehen? Tinsy wird ihn f�hren!"
"Prompter Service, Harry," grinste Ron.
"Hallo, Tinsy," sagte Harry. "Ich komme auch gleich mit, wenn es dir nichts ausmacht. Ich bin ein bi�chen m�de."
"Meister Harry und Mister Wheezy folgen mir, bitte," kommandierte Tinsy und marschierte durch die Diele und die Treppen hinauf- keine einzige Stufe knarrte mehr. Die Hauselfen hatten selbst die morschen Treppen repariert.
"Wow, Tinsy- wirklich toll, was ihr aus dem alten Kasten gemacht habt. Danke!" lobte Harry, und Tinsy bekam ganz rote Ohren.
"Tinsy freut sich, Meister Harry zu dienen," sagte sie bescheiden und knetete den Saum ihres kleinen Rockes zwischen den Fingern. "Hier ist Meister Harrys Zimmer, das von Mister Wheezy ist daneben."
"Und die M�dchen sind gegen�ber," schaltete sich Remus ein, nur um einen Schritt zur�ckzuweichen, da sowohl Harrys als auch Rons Zauberstab auf ihn gerichtet waren.
"Verdammt, Moony- schleich dich nicht so an!" Harry senkte den Zauberstab.
"Wollte ich nicht," versicherte Remus ihnen. "Also, wie ich schon sagte- die Zimmer der M�dchen sind gegen�ber. Aber nehmt das nicht zum Anla� um� na ja, ihr wi�t schon. Ich glaube, keiner von euch will mich Molly Weasleys Zorn aussetzen, oder?"
"Nee, Professor Lu� err� Remus," korrigierte Ron als Remus tadelnd eine Augenbraue in bester Snape-Manier in die H�he zog. "Wir bevorzugen Sie� dich� an einem St�ck!"
"Danke," sagte Remus trocken. "Abendessen um sieben. Bis dahin- macht nichts, was ich nicht auch machen w�rde!"
"Wei�t du, manchmal ist es nicht schwer, sich vorzustellen, da� er ein Herumtreiber war� ist," meinte Ron. "Na dann� bis nachher, Kumpel. Ich hau mich ein bi�chen aufs Ohr."
Harry hatte es sich eben gerade erst auf seinem eigenen Bett gem�tlich gemacht- nat�rlich nachdem er seine Schuhe von den F��en gekickt hatte als es an der T�r klopfte.
"Herein," rief er m�de. "Oh, du bist es, Ginny."
"Err� Harry, ich� also, wir wollten alle eine Runde Zauberschnippschnapp spielen, in Hermines Zimmer. Willst du mitspielen?" Ginny war in der T�r stehengeblieben.
"Klar- kannst auch ruhig reinkommen, oder schon mal vorgehen, ich bin gleich da," meinte Harry. Ginny drehte sich schon auf dem Absatz um, straffte dann aber die Schultern und konfrontierte ihn direkt.
"Da ist noch was, Harry- es geht um Festroben f�r die Ministeriums-Gala. Ich glaube nicht, da� Mum und Dad f�r uns alle neue Roben�"
"Ginny, das ist �berhaupt keine Frage- ich hab dich eingeladen. Da geh�ren Roben und alles nat�rlich mit dazu!" warf Harry ein, etwas verwirrt, da� daran �berhaupt Zweifel bestanden hatten. Dann wurde er rot- hinter Ginny war Mrs. Weasley aufgetaucht und umarmte ihre Tochter.
"Das ist nett von dir, Harry, aber das wird nicht notwendig sein- Arthur und ich haben immer f�r unsere Kinder gesorgt, und wir werden es auch jetzt. Keine Sorge, Ginny-Schatz, f�r deine Festroben ist gesorgt. Du kannst dir morgen bei Madam Malkin aussuchen, was du willst. Harry, komm her- ich will dich auch noch richtig begr��en. Meine G�te, junger Mann- du bist ja immer noch nur Haut und Knochen! Gibt es in Hogwarts denn nichts richtiges mehr zu essen? Na, dem werden wir schnell Abhilfe schaffen!" Sie zog auch Harry in eine beinahe erdr�ckende Umarmung. Ihr Umhang, noch feucht und kalt von der Winterluft drau�en, roch ein wenig nach Ingwerpl�tzchen, und ihr rotes Haar kitzelte Harrys Wange- er war noch ein weiteres St�ckchen gewachsen in den letzten Monaten.
"Hallo, Mrs. Weasley," murmelte Harry, ein wenig peinlich ber�hrt von ihrer Umarmung.
"Harry, ich dachte, du- oh, hallo Mum!"
"Ron!" Mrs. Weasley st�rzte sich auf ihr n�chstes Opfer. Ron atmete schwer, als er sich endlich aus ihren Klauen befreit hatte, und wirkte zerzauster als Harry nach einem Quidditchspiel. "Ich bin ja so froh, da� ihr alle wieder heil hier seid! Aber eigentlich wollte ich euch nur sagen, da� alles f�r morgen geregelt ist. Tonks wird euch begleiten� und Madam Malkin macht extra nur f�r euch fr�her auf."
"Moment� Morgen? Was?"
"Wir haben nur noch zwei Tage bis zur Gala, Ronald," schalt Mrs. Weasley, "ihr braucht noch neue Festumh�nge- die kaufen wir morgen!"
"Oh verdammt- schon wieder Stre�!"
"Ronald!"
"Entschuldige, Mum�"
"Denkt daran: seid p�nktlich morgen fr�h um sieben bereit zum Abmarsch."
"Ja, Mum!" "Ja, Mrs. Weasley!"
"So, und jetzt k�mmere ich mich ums Abendessen." Damit verschwand der Molly-Weasley-Orkan wieder aus Harrys Zimmer und hinterlie� drei geschockte, ersch�pfte Teenager.
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Die Winkelgasse lag still und einsam da. Wispernd und knisternd legte der Rauhreif seinen feinen Schleier �ber die Pflastersteine w�hrend der Wind mit gierigen H�nden die Rauchschwaden von den schwitzenden Schornsteinen ri�. Einsam und verloren standen die sonst so bunten Reklametafeln schief und verkr�ppelt in den finsteren H�hlen der Vord�cher. Selten einmal huschte der Schatten einer Katze (oder einer Ratte) durch die Hauseing�nge, nur ab und zu warf ein Keil aus hellem, gelbem Licht einen scharfen Kreis auf das Pflaster. Kein Zauberer w�rde sich um diese Zeit freiwillig in die klamme Eisesk�lte eines Dezembermorgens in London wagen, da nicht einmal der Anreiz der warm lockenden Gesch�fte bestand. Durch das dr�ckende Schweigen der fr�hmorgendlichen Gasse knallten die Stiefel ihrer Besucher ungewohnt laut, ein Marschrhythmus, den die D�mmerung nicht angek�ndigt hatte und der sie gleichsam in all ihrer rot-orangefarbenen Pracht herbeizubeschw�ren schien.
Vor dem kunstvoll geschmiedeten, riesigen Abbild einer Schere und einer Rolle Stoff blieben die Schritte stehen. Eine Faust in einem dicken Wollhandschuh kroch aus einem dicken, schwarzen Umhang und h�mmerte in einem vorher vereinbarten Rhythmus gegen die Eichent�r unter dem Schild.
Lautlos glitt diese auf und lie� die fr�hen Besucher in den einladend warm beleuchteten Verkaufsraum von Madam Malkins Roben f�r jeden Anla� eintreten. Mit klappernden Z�hnen entledigten sich die sechs Teenager und ihre Begleiter ihrer warmen Winterm�ntel und sahen sich, teils interessiert, teils mit einem Blick, als gingen sie zu ihrer Hinrichtung, in dem- leeren?!?- Raum um. Bis auf sechs Schemel und ein paar abgedeckte Regale an den W�nden gab es nichts, was darauf hindeutete, da� sie sich in einer Schneiderei befanden. Keine Stoffbahnen, keine St�nder voller Schulroben oder Festumh�nge- beinahe bedrohlich wirkte diese Leere.
"Guten Morgen, meine Damen und Herren," begr��te sie Madam Malkin, elegant in eine purpurne Arbeitsrobe geh�llt. Sie g�hnte, und entschuldigte sich damit, da� sie nicht daran gew�hnt war, zu so fr�her Stunde schon Kundschaft zu empfangen.
"Nun, Sie sind alle hier, um sich f�r die gro�e Gala morgen einzukleiden, richtig?" stellte sie fest. Die Sechs- und Tonks, die sich im Sinne der Tarnung f�r anthrazitfarbene, kurze Haare entschieden hatte- nickten.
"Nun, ich denke, wir werden mit den jungen Herren beginnen w�hrend die Damen bitte meiner Assistentin folgen- Sie werden einige Entscheidungen mehr treffen m�ssen, meine Damen!" Madam Malkin klatschte in die H�nde, und eine junge Hexe in denselben Roben wie die Ladenbesitzerin selbst kam hinter einem Vorhang im hinteren Teil des Ladens hervorgeschlurft, eine gro�e Tasse voll dampfendem Tee in der Hand.
"Lucille, wenn du bitte unseren Kunden auch etwas Tee anbieten k�nntest und danach die Damen nach hinten geleitest, damit sie�?" Madam Malkins Ton lie� keinen Zweifel daran, da� sie momentan alles andere als zufrieden mit ihrer Assistentin war. Lucille wurde ein wenig rot und nickte geflissentlich.
"Sofort, Madam. Darf ich Ihnen etwas Tee anbieten?" fragte sie. Tonks, Remus und ihre Sch�tzlinge nickten begierig. Auch wenn es nicht sehr weit vom Tropfenden Kessel bis zu Madam Malkin war hatte selbst diese kurze Strecke ausgereicht, um die K�lte bis in die Knochen vordringen zu lassen.
"Sehr gut!" Madam Malkin klatschte in die H�nde. "W�hrend Lucille nun also den Tee zubereitet k�nnen wir schon einmal beginnen. Junger Mann, ich denke, Sie werden den Anfang machen."
Nerv�s lie� sich Neville, den der scharfe Blick der Schneidermeisterin erw�hlt hatte, herumschubsen, bis er endlich auf einem der niedrigen Schemel stand, die auch f�r das Zuschneidern ihrer Schuluniformen benutzt wurde.
"Gut, nun� Albus hat mich gebeten, m�glichst vor Beginn der offiziellen Gesch�ftszeiten mit euch fertig zu sein. Keine Sorge, junger Mann, ich will Sie nicht verhexen!" beschwichtigte die gesch�ftige Dame Neville, der schon die Muskeln gespannt hatte, um in Deckung zu gehen als sie pl�tzlich ihren Zauberstab auf ihn richtete.
"Dieser Zauber ist meinen besten Kunden in eiligen F�llen vorbehalten," erkl�rte Madam Malkin und schien einige Zentimeter gr��er. "Nat�rlich geh�rt ihr als Helden vom Ministerium dazu!"
Sie holte tief Luft, sammelte sich, als ob sie vorh�tte, einen Hundertkilostein zu stemmen und intonierte dann mit Grabesstimme: "Optivestis (4)!"
Neville zuckte zusammen, aber bis auf Lucille, die hinter dem Vorhang hervorkam, beladen mit einem vor ihrem Zauberstab schwebenden Tablett voller Teetassen r�hrte sich gar nichts. Jedenfalls nicht augenblicklich.
Gerade, als Neville den Mund �ffnete, um Madam Malkin zu fragen, ob nicht etwas geschehen sollte, raschelte es in den Regalen. Ein Windsto� fuhr durch die Roben, die dort bereits ausgestellt wurden, bauschte den Vorhang und verschwand f�r wenige Sekunden. Etwas fiel zu Boden, dann kehrte der Wind zur�ck, und mit ihm Stoffbahnen, Nadeln, Ma�b�nder, Fadenspulen� Nevilles Augen weiteten sich, ob vor Schreck oder Entsetzen konnte niemand sagen, dann verschwand er in einem Wirbelsturm aus schnappenden Scheren und flatterndem Stoff. Madam Malkin, die die ganze Zeit �ber einen Ausdruck h�chster Konzentration auf dem Gesicht gehabt hatte, lie� sich in einen eilends von Remus beschworenen Armsessel (der sehr an Dumbledores purpurfarbene erinnerte) fallen und schnappte nach Luft.
"Ich denke, diese Prozedur ist f�r die Damen nicht n�tig- Sie werden sich wahrscheinlich lieber selbst umsehen?" schnaufte sie und winkte sie gemeinsam mit Lucille fort, nachdem sie allgemeine Zustimmung erhalten hatte.
"Whoa!" entfuhr es Ron. Der Wirbelsturm um Neville hatte sich gelegt, und der Erbe der Familie Longbottom stand nun in einer fast fertigen, schwarzen Robe da. Das flackernde Kerzenlicht lie� den Stoff von Zeit zu Zeit dunkelblau schimmern; und die S�ume um Schultern, Handgelenke und Kn�chel waren fahlgolden. Auf der linken Brust prangte deutlich das Wappen der Longbottoms, halb verdeckt von einem Dreiviertelcape aus feinem Seidencr�pe, ges�umt mit Samt. Nevilles Schultern strafften sich, er wirkte pl�tzlich sehr viel gr��er und eindrucksvoller, ganz wie der j�ngste Spro� eines alten Reinbl�tergeschlechts.
"Wenn Sie sich bewegen, wird dieses Cape hinter Ihnen wie von einem Windsto� getragen sich aufbauschen," erkl�rte Madam Malkin, nachdem sie Neville aus seinen neuen Roben geholfen und untersucht hatte, was der Zauber ihm auf den Leib geschneidert hatte. Harry schnaubte, nieste und hustete, was Madam Malkins' Aufmerksamkeit von der Robe ablenkte. Verwundert beobachtete sie, wie Remus, Neville, Ron und Harry in hilfloses Gel�chter ausbrachen. Ron konnte gerade noch seine Teetasse abstellen, bevor er dasselbe Schicksal wie Harry erlitt.
"Snape�" keuchte Neville unter Lachtr�nen.
"Wenigstens wissen wir jetzt, wie," meinte Remus und wischte sich ebenfalls eine Tr�ne aus dem Augenwinkel.
"Severus Snape?" fragte Madam Malkin, die den Grund der Erheiterung noch immer nicht ganz verstehen konnte, "er geh�rt zu meinen besten Kunden und verlangt diesen Zauber auf jeder seiner Roben."
"Eben!" kicherte Harry, dem es absolut nicht peinlich war, da� er kicherte, "wir haben das Geheimnis des Fledermauseffekts gel�st!"
"Oh," machte Madam Malkin, um nich unh�flich zu wirken. "Nun denn, Mr Weasley, Sie sind der N�chste!"
Rons Roben �hnelten Nevilles im Schnitt, nur waren seine schokoladenbraun mit kupfernen S�umen und einem Kupferschimmer, und auch sein Cape war braun. Das Wappen der Weasleys auf seiner Brust war kleiner und unauff�lliger als das Longbottom-Wappen, das Neville trug, da er nicht der Erbe und �lteste Sohn der Familie war. Remus nickte anerkennend- Ron wirkte wie ein sprungbereiter L�we in seinen neuen Roben.
Harry hatte ein etwas mulmiges Gef�hl in der Magengegend, als er auf den Schemel stieg und sich f�r den Sturm wappnete- diese Scheren hatten scharfe Schneiden, und auch ihre Spitzen funkelten gef�hrlich. Von den unkontrolliert herumfliegenden Nadeln wollte er lieber gar nicht erst anfangen, zu sprechen- er hatte als Kind beim Kinderarzt eine Impfung bekommen sollen und mit durch Zauberei seine Muskeln so verh�rtet, da� die Nadel abgebrochen war. Zum Gl�ck hatte der Arzt das Mi�geschick auf eine Phobie geschoben, und Harry eine Schluckimpfung verpa�t� Jedenfalls hatte er seitdem eine deutliche Abneigung gegen scharfe, kleine, spitze Metallgegenst�nde.
Bevor er es sich aber anders �berlegen und vom Schemel klettern konnte wurde ihm jeder Fluchtweg durch eine Mauer aus fliegendem Stoff verbaut, und als er erschreckt zusammenzuckte und zum Dank unsanft von einem Ma�band eins �ber den Kopf bekam hielt er lieber die Luft an und wartete.
Das Ergebnis von Madam Malkins M�hen konnte sich sehen lassen. Wie Nevilles waren auch seine Roben schwarz, doch mit einem gr�nen Schimmer darin, und seine S�ume waren aus schlichtem schwarzem Samt. Sein Cape glich Nevilles wie ein Ei dem anderen, und Harry war eher erleichtert, da� er diesesmal um mehr Farbe herumgekommen war. Im vierten Schuljahr mochte ja ein gr�ner Festumhang noch angegangen sein, doch nun f�hlte er sich etwas zu erwachsen daf�r.
Remus wurde in dunkelblau gekleidet, dann waren die Herren der Sch�pfung dem grausamen Kleiderkauf entronnen und konnten sich in Geduld �ben- die Damen schnatterten aufgeregt hinter dem Vorhang, und allein an ihrem Tonfall konnte man erkennen, da� es noch einige Zeit dauern w�rde, bis man endlich zu einem guten Fr�hst�ck � la Tinsy in den Grimmauldplatz zur�ckkehren konnte.
Harry wurde von Tonks' fr�hlicher Stimme geweckt. "Shhh� schaut mal, sehen sie nicht niedlich aus, wie sie so vor sich hinschnarchen?" fragte die Aurorin.
"S��!" riefen Hermine und Ginny, und Harry zuckte zusammen. Seit wann quietschte Ginny denn so?
"Sie h�tten sich lieber weiter weg vom Fenster setzen sollen- dieser Mistelzweig ist bestimmt von Nargeln befallen," meinte Luna.
"Huh?" machte Remus, der wohl gerade Tonks' Hand auf seiner Schulter gesp�rt hatte. Harry schlug die Augen auf- wann hatte er sie eigentlich geschlossen- und fand sich Auge in Auge mit einer grinsenden Ginny.
"Na, auch schon fertig?" grummelte Ron und streckte sich. Neville sch�ttelte das linke Bein, das er auf dem Sitz untergeschlagen hatte und das nun kribbelnd seinen Unmut angesichts der langen Unt�tigkeit kundtat.
"Aber sicher doch!" sagte Ginny.
"Also ehrlich, so lange haben wir nun auch wieder nicht gebraucht!" meinte Hermine. Allerdings war mittlerweile die fahle Wintersonne am Horizont aufgegangen und f�rbte den Nebel rosarot und golden.
"Schon gut� Wieviel schulden wir Ihnen, Madam?" fragte Remus die vollkommen ersch�pfte Madam Malkin. Diese sch�ttelte abwehrend den Kopf.
"Professor Dumbledore hat schon alles geregelt," sagte sie. "Einen sch�nen Tag noch, und, wenn ich das sagen darf- Sie haben Gl�ck, von diesen wundervollen Damen begleitet zu werden, meine Herren!"
"Das wei� ich doch," erwiderte Remus, der sich schon Tonks' Hand geschnappt hatte und nun belustigt zusah, wie sich ihre Wangen trotz ihres Metamorphmagustalents rot verf�rbten.
"Auf Wiedersehen!" riefen die Teenager der Schneiderin noch zu, dann wurden sie von den Erwachsenen zur T�r hinaus und durch die Winkelgasse gedr�ngt- alles, nur um schnell wieder zur�ck zur Flohstation im Tropfenden Kessel und in Sicherheit zu kommen.
"Und, was hast du f�r Roben?" fragte Ron seine Schwester. Ginny l�chelte geheimnisvoll, und als h�tten sich die M�dchen abgesprochen sch�ttelten sie den Kopf.
"Geheimnis!" fl�teten sie.
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Die Gasse, in der die rote Telephonzelle stand, durch die man zum Zaubereiministerium gelangte, wirkte in der fr�hen Dunkelheit der l�ngsten Nacht des Jahres bedrohlich und unsicher. Eng dr�ngten sich die gut vermummten Ministeriumsbesucher in der Zelle zusammen, in der es trotz der magischen Platzvergr��erung recht eng geworden war, und warteten ungeduldig, bis endlich auch die letzte Plakette ausgespuckt worden war.
"Harry Potter � Verleihung des Ordens des Merlin" stand auf Harrys, und wahrscheinlich auch auf allen anderen. "H�tten sie sich ja sparen k�nnen," grummelte Ron, der verzweifelt versuchte, seinen Ellenbogen nach oben zu biegen, ohne ihn seiner Mutter ins Gesicht zu rammen. "Als ob das noch irgend jemand nicht gewu�t hat!"
"Ronald!" schimpfte Mrs. Weasley. Ron grinste, ein wenig nerv�s.
"Sorry, Mum!"
Das Atrium, das noch vor Kurzem nach dem Kampf zwischen Voldemort und Professor Dumbledore vollkommen zerst�rt gewesen war leuchtete in neuem Glanz. Tausende von Feenlichtern umschwirrten die wiederhergestellte Statue der magischen Br�der (selbst der Zauberer hatte seinen Kopf wieder), Girlanden aus Efeu und Tannenzweigen erf�llten die Luft mit einem frischen, moosigen Duft und Weihnachtssterne aus hellem Licht bl�hten an allen Ecken und Enden.
"Wenn Sie mir bitte folgen w�rden?" Harry hatte gar nicht gemerkt, wie ihm sein Cape abgenommen worden war. Nachdenklich blickte er auf den deutlich sichtbaren Siegelring an seinem rechten Mittelfinger, der ihn als Familienoberhaupt auswies. Konnte er das �berhaupt? Er hatte nie Eltern gehabt, die ihm beigebracht hatten, wie man sich in so einer Gesellschaft bewegen sollte- und da� es eine andere Art von Gesellschaft als die, die er von seinen Freunden gew�hnt war, war erkannte man schon an den kostbaren Seidenroben und teuren Parfums, die an ihm vorbeirauschten. Als w�re das noch nicht genug gewesen trug fast jede Frau einen Ausdruck wie Narcissa Malfoy bei der Quidditch-Weltmeisterschaft zur Schau, und die M�nner �bten sich in l�ssiger Langeweile. Das offene Staunen, das Wunder, das er sah und empfand, wenn er sich wieder einmal vor Augen f�hrte, was so alles m�glich war in der Zauberwelt schien diesen Menschen vollkommen abhanden gekommen zu sein.
"Keine Sorge, Harry- ich f�hre euch," fl�sterte ihm Hermine zu und dr�ckte seine Hand. Als Tochter zweier erfolgreicher und einflu�reicher Zahn�rzte, deren Vater nun auch noch politische Aspirationen hegte hatte sie schon fr�h gelernt, wie man sich unter der "angesehenen Gesellschaft" zu bewegen hatte.
"Danke, 'Mine," fl�sterte Harry zur�ck. Ginny schnappte sich seinen Arm- er hatte sie ganz vergessen in seiner Nervosit�t- und zerrte ihn hinter ihren Br�dern, Eltern, Professor Dumbledore und Remus her.
"Nicht einschlafen," neckte sie. Harry warf ihr einen anges�uerten Blick zu, der sich jedoch in anerkennend hochgezogene Augenbrauen umwandelte, sobald er ihre Roben sah. Die M�dchen hatten aus ihrem Balloutfit ein gro�es Geheimnis gemacht und darauf bestanden, da� die Jungen sie erst an diesem Abend, im Ministerium, darin sehen sollten. Nun verstand Harry auch, warum. Die Feenlichter und Weihnachtssterne brachten Ginnys Haare zum Leuchten und lie�en sie in ihren cr�mefarbenen Roben wie einen Engel aussehen, wenn es denn rothaarige Engel gab.
"Gefalle ich dir?" fragte Ginny und klimperte �bertrieben mit den Wimpern. "Die S�ume passen zu deiner Robe- Madam Malkin nennt die Farbe "Waldgr�n"."
"Ich� uh� gut," stammelte Harry. Was sollte man auch auf so eine Frage antworten?
"Danke!" Ginny l�chelte verschmitzt und hakte sich fester unter. "Na, bereit f�r deinen gro�en Auftritt?"
Ehrlich gesagt, nein, h�tte Harry am liebsten gesagt, aber er schluckte tapfer und nickte. "Sicher."
Ihre Gesellschaft war inzwischen vor den riesigen Fl�gelt�ren des Gro�en Saales des Zaubergamot angekommen. Wie Gringotts' T�ren waren auch sie aus Gold, unterteilt in zw�lf Felder. Auf jedem dieser Felder war eine Szene aus dem Leben des gr��ten Magiers aller Zeiten eingraviert- Merlin. Man sah die ber�hmte Kristallh�hle, in der Merlins Zauberkr�fte zu ganzer Kraft erwacht waren, den jungen Artus, seine Erzwidersacherin Morgana (die in ihrer Schlangenhaftigkeit einige �hnlichkeiten zu Voldemort aufwies- f�r einen Moment dachte Harry, da� er Tom damit wohl bei ihrer n�chsten Begegnung zur Wei�glut bringen konnte), wie Merlin sich seinen Stab fertigte�
"Harry Potter, der Junge der �berlebte, und Ginevra Weasley," k�ndigte der Herold an und stie� dreimal mit seinem Stab- der eine Nachbildung von Merlins Stab war- auf dem Boden auf.
'Na dann�' dachte Harry, straffte die Schultern, und marschierte durch die T�ren, begleitet von Applaus.
Der Gro�e Saal war noch gr��er als sonst. Die B�nke f�r den Zaubergamot, die Zuschauer und Zeugen waren verschwunden, das ebenm��ige Oval aus wei�em Marmor erweitert worden. Entlang der W�nde waren die Tische aufgebaut worden, an denen schon mindestens zweihundert Zauberer und Hexen sa�en. Als Harry hineinkam, standen sie auf, applaudierten weiter. Harry versuchte, zu l�cheln, aber das Licht, das von einer �berlebensgro�en Statue aus blankem Eis in der Mitte der Tanzfl�che ausging, blendete ihn.
"Ah, Harry Potter!" begr��te ihn Minister Fudge- endlich jemand, den er kannte. "Und� Ginevra, richtig? Sie sehen heute abend bezaubernd aus, meine Liebe!"
"Danke, Minister," erwiderte Ginny mit einem L�cheln und einem Ellenbogen in Harrys Seite.
"Guten Abend, Minister Fudge," gr��te Harry endlich ebenfalls, h�flich. Der Applaus erstarb, w�hrend Fudge sie zu einem Tisch in der Mitte einer der L�ngsseiten des ovalen Saales geleitete. Harry hielt Ginny den Stuhl fest, w�hrend sie elegant darauf niedersank und setzte sich dann selbst neben sie. Vor jedem von ihnen erschien ein kristallener Teller, eine kunstvoll gefaltete Serviette und mehr Gl�ser und Besteck, als es Harry lieb war.
Dennoch, mit ein wenig Hilfe von Hermine und Ginny, �berstand er das Abendessen recht gut- es half, da� die einzelnen Portionen recht klein waren und Harry nicht genug Franz�sisch sprach, um zu verstehen, was genau er zu sich nahm. Besonders etwas namens Foie gras kam ihm verd�chtig vor- wer w�rde schon freiwillig Gras essen?- doch ein Bissen und die K�stlichkeit r�umte jede Bedenken angesichts ihres Namens aus.
"Mmmh, lecker," meinte auch Ginny. Hermine grinste.
"Sag' ich doch- alles halb so schlimm, und die H�lfte haben wir schon �berstanden."
"Ja, jetzt kommt nur noch diese verdammte Zeremonie," murmelte Harry, der sich unter den eindringlichen Blicken der Leute an den anderen Tischen wand.
"K�nnten die nicht mal ein bi�chen mehr von und weniger an servieren?" maulte Ron, als er sah, was die feine Zauberk�che unter einem "Entrec�te" verstand.
"Oh Ron!" seufzte Hermine und nibbelte gen��lich an einer Gabel voller Prinze�bohnen, "dann w�rde es nicht mehr so gut schmecken!"
Endlich war auch der letzte Nachtisch aufgegessen, der letzte Teller verschwunden, und Hermine nickte wissend. "Ich sch�tze, der offzielle Teil des Abends beginnt vor K�se und Wein," meinte sie, und sie hatte recht.
Minister Fudge hatte sich auf einer B�hne aus funkelnd blauem Eis, die an der Schmalseite gegen�ber der T�r errichtet worden war, in Positur gestellt, den Zauberstab auf die eigene Kehle gerichtet. Der Glanz der Eisblumen und Eiszapfen spiegelte sich in dessen Holz, als er sich r�usperte und damit begann, die Feierlichkeiten zu er�ffnen. Harry sah sich nach Dumbledore um- sollte er nicht in seinem Amt als Gro�meister des Zaubergamots neben dem Minister stehen?- aber Fudge legte schon los.
"Meine Damen und Herren, ich begr��e Sie im Zaubereiministerium Britanniens zu diesem Fest der Wintersonnwende. Nicht nur kann ich Ihnen einen unverge�lichen Abend ank�ndigen, sondern auch Feierlichkeiten, wie wir sie seit Jahren nicht mehr erlebt haben. Als Zaubereiminister ist es mir eine besonders gro�e Freude, Ihnen verk�nden zu d�rfen, da� ich in diesem Jahr, an diesem magischen Tag der Orden des Merlin verleihen werde- und nicht nur einmal, meine Damen und Herren.
"Begr��en Sie mit mir� die j�ngste Preistr�gerin des Orden des Merlin, Dritter Klasse- Ginevra Weasley!" Kamerablitze zuckten durch den Saal. Ginny wurde rot, wartete aber dennoch geduldig, bis Harry ihr beim Aufstehen den Stuhl zur�ckgezogen hatte und schritt dann langsam hinauf auf die B�hne. Sobald sie neben Fudge stand flogen die Fl�gelt�ren zum Saal mit lautem Knallen auf, und Dumbledore, k�niglich in den purpurnen Roben des Ganz Hohen Tiers, kam hinein, gefolgt von sechs livrierten jungen M�nnern, die auf roten Samtkissen mit goldenen Troddeln jeweils einen sternf�rmigen Orden in Bronze oder Silber trugen. Einer der Diener zwinkerte Harry im Vorbeigehen zu und lie� sich eine rote Haarstr�hne an der Stirn wachsen- Tonks. Anscheinend hatte sie heute abend ihre Pflichten als Auror zu erf�llen und war deswegen nicht gemeinsam mit Remus zum Ball gegangen.
"Mit ihrem mutigen Kampf gegen eine �bermacht an Todessern hat Miss Weasley gezeigt, da� wir alle nicht ohnm�chtig dem Terror ausgesetzt sind. Das Ministerium f�r Zauberei hofft, da� noch viele Menschen dem Beispiel dieser jungen Dame folgen und sich f�r die gute Sache einsetzen werden. Kraft meines Amtes als Zaubereiminister verleihe ich hiermit Miss Weasley den Orden des Merlin, dritter Klasse!"
"Und kraft meines Amtes als Gro�meister des Zaubergamots und Vorsitzender der Internationalen Vereinigung der Zauberer ist es mir eine Freude, Miss Weasley in die Reihen der Merlin-Ordenstr�ger aufzunehmen," erg�nzte Dumbledore feierlich und h�ngte Ginny einen der bronzenen Orden an einem roten Band um den Hals. "Ich pr�sentiere Ihnen: Miss Ginevra Weasley, Orden der Merlin dritter Klasse!"
Der Beifall war ohrenbet�ubend und endete erst, als Fudge einen Kanonenschu� aus seinem Zauberstab loslie� und mit der Zeremonie f�r Luna begann.
Nach und nach leerte sich Harrys Tisch, als einer seiner Freunde nach dem anderen hinauf auf die B�hne gerufen wurde, um seinen oder ihren Orden in Empfang zu nehmen. Als mit Hermine endlich auch der �lteste der f�nf Preistr�ger dritter Klasse geehrt worden war, senkte sich erwartungsvolles Schweigen �ber die versammelte High Society der Zauberwelt.
"Wie Sie sehen ist noch ein Orden �brig," begann Fudge, und das Blitzgewitter der Kameras setzte wieder ein. "Ein Orden des Merlin, zweiter Klasse. Er ist f�r einen der gro�en Helden unserer Tage bestimmt- eine Helden, der immer wieder..:" Harry versuchte, nicht hinzuh�ren. Am Liebsten w�re er unter den Tisch gekrochen. Fudge hatte eine komplette Kehrtwende gemacht, was sein Verhalten ihm gegen�ber anging und lobte ihn nun in den h�chsten T�nen, beschwor aber gleichzeitig stets, wie eng er doch dem Ministerium und Fudge pers�nlich verbunden war. Harrys Nervosit�t wich einer langsam sich steigernden Wut. Er wollte sich nicht ausnutzen lassen! Und doch waren ihm die H�nde gebunden�
"Ich bitte auf die B�hne: Harry Potter, der Junge, der �berlebte, j�ngster Preistr�ger des Ordens der Merlin, zweiter Klasse!" Harry stand auf, verbeugte sich leicht, wie er es mit Hermine zusammen ge�bt hatte und ging dann langsam hinauf zur B�hne. Er versuchte, die schnarrenden, blitzenden Kameras und die bohrenden Blicke der Gesellschaft zu ignorieren, konnte aber nicht verhindern, da� seine H�nde feucht von Schwei� wurden. Endlich, endlich stand er Dumbledore und Fudge gegen�ber, und sp�rte Dumbledores sichere, ruhige Aura, die ihm neue Kraft gab. Aufrecht wartete er darauf, da� Fudge seine Vorstellung beendete und beugte dann den Kopf, damit Dumbledore ihm den Orden umh�ngen konnte. Schwer lag er auf seiner Brust, silbern und auff�llig neben dem gestickten Familienwappen auf seinen Roben.
"Ich pr�sentiere Ihnen: Mister Harry Potter, Orden des Merlin zweiter Klasse!" rief Dumbledore, und Harry drehte sich um und stellte sich dem Publikum, stolz und, wie er hoffte, seiner Familie w�rdig. An seiner rechten Hand blitzte sein Siegelring, als er l�chelte und winkte, wie es ihm Dumbledore eingeschr�ft hatte, zu tun. Es dauerte eine Ewigkeit, aber auch dieser Applaus versiegte, und Harry konnte gemeinsam mit seinen Freunden die B�hne verlassen und sich wieder an seinen Tisch setzen.
'Nie wieder- lieber noch einmal den Basilisken, Voldemort und den Drachen auf einmal!' schwor er sich. Fudge trat ebenfalls von der B�hne und neben die Statue auf der Mitte der Tanzfl�che- Merlin, wie Harry nun erkannte.
"Meine Damen und Herren, der diesj�hrige Wintersonnwendball des Ministeriums f�r Hexerei und Zauberei ist hiermit� er�ffnet!" verk�ndete er, wobei seine gr�ne Melone bedenklich auf seinem Kopf wackelte. Das Orchester, das unterhalb der B�hne angesiedelt war und geduldig auf seinen Einsatz gewartet hatte, spielte einen Tusch, und begann dann mit einem munteren Walzer. Harry lie� sich von Ginny auf die Tanzfl�che zerren, obwohl er nach der Aufregung der Ordensverleihung eher noch ersch�pft war, und war nur dankbar, da� ihm Mrs Weasley und Tonks ein wenig Nachhilfe in letzter Minute gegeben hatten, was das Tanzen anging. Mit der Zeit wurde er lockerer, und konnte genie�en, wie leicht sich Ginny in seinen Armen anf�hlte. Auch Hermine hatte Ron erfolgreich zum Tanz �berredet, und Luna, die in ihren dunkelblauen Seidenroben, �ber die immer wieder Wellen wie �ber die Oberfl�che eines Teiches liefen, wie eine Nymphe aussah hatte bei Neville �berhaupt keine �berredungsk�nste notwendig gehabt.
Die erste Serie von T�nzen endete wieder mit einem Walzer, an dessen Ende Harry Ginny eine Haarstr�hne, die sich aus ihrem kunstvoll geflochtenen und hochgesteckten Haar gel�st hatte, mit einem leichten Flattern im Bauch aus dem Gesicht strich, was ihm ein strahlendes L�cheln von seiner Begleitung einbrachte.
"Schau mal da," stupste ihn Ginny an und deutete auf Ron und Hermine. Die beiden schienen es �berhaupt nicht eilig zu haben, von der Tanzfl�che zu kommen, ganz im Gegenteil- Ron starrte Hermine beinahe hypnotisiert in die Augen, und mit Hermines L�cheln h�tte man wohl die gesamte Saalbeleuchtung befeuern k�nnen.
"Fehlt nur noch der Mistelzweig� Ron, sieh mal nach oben!" rief sie ihrem Bruder zu. Harry grinste, als Ron und Hermine wie vom Blitz getroffen auseinander fuhren und sich gegenseitig verlegene Blicke aus niedergeschlagenen Augen zuwarfen.
"Ist schon kein Mistelzweig in der N�he, keine Sorge, Kumpel," scherzte er, sobald sich Ron und Hermine zu ihnen gesellt hatten. "Obwohl der dir wohl eher gerade recht gekommen w�re, was?" f�gte er in einem dramatischen B�hnenfl�stern hinzu. Hermine wurde knallrot und dementierte auf das Heftigste, da� zwischen Ron und ihr irgend etwas lief, w�hrend Ron nur immer "Was sie sagt!" einwarf.
"Wei�t du was- mir d�nkt, die Lady widerspricht zu viel," zitierte Ginny. Harry grinste.
"Nicht nur die Lady," meinte er.
"Hi, Harry!" begr��te ihn Tonks, die die Livree abgelegt und Aurorenroben angelegt hatte, nachdem er Ginny zum Tisch zur�ckgef�hrt hatte. Au�er ihr hatte Harry noch elf weitere Auroren im Saal gez�hlt- anscheinend war eine volle Schwadron zum Schutz der Veranstaltung abgestellt worden. "Ich wollte nur kurz vorbesehen, dann mu� ich schon wieder los oder Shack fri�t mich zum Fr�hst�ck- gebraten!"
"Ich glaube nicht, da� du gebraten gut schmeckst," lachte Remus und k��te sie.
"Wer wei�?" Tonks zwinkerte verschw�rerisch. "Bis sp�ter!"
"Tsch��, Tantchen!" konnte Harry sich nicht verkneifen, und h�pfte im n�chsten Moment hinter seinen Stuhl, um Tonks' Brennzauber auszuweichen.
Der Abend verging in einem Rausch aus Farbe, Musik, Lachen und gutem Wein- Harry hatte nicht allzu viel Erfahrung mit Alkohol und war binnen Kurzem gem�tlich beschwipst. Erstaunlicherweise hatte das eher einen positiven Effekt auf seine Balance beim Tanzen- nun war es Ginny, die sich seiner F�hrung unterordnen mu�te. Gl�cklicherweise konnte sie recht gut tanzen, und lie� sich bereitwillig selbst durch die gewagtesten Figuren f�hren.
Mitternacht brachte einen letzten Toast, dann wurden alle Lichter gel�scht, um die dunkelste aller N�chte zu feiern, die die Wiedergeburt des Lichts brachte. Remus zufolge w�rde sich Merlins Stab entz�nden, und dann nach und nach alle Lichter. Gespannt starrte Harry in die Dunkelheit, in der man die glitzernde Statue nur erahnen konnte- es wurde ihm langsam unheimlich zumute, ein dumpfes Gef�hl der Angst stahl sich in seine Knochen. 'Die l�ngste Nacht des Jahres� die Nacht, in der die Dunkelheit am M�chtigsten ist,' scho� es ihm durch den Kopf.
"Harry, was hast du? Du bist ganz steif!" fl�sterte Ginny in sein Ohr.
"Alles in Ordnung, Kumpel? Es ist nicht�" begann Ron, doch Harry sp�rte einen scharfen Schmerz in seiner Narbe und dann st�rzte er durch Zeit und Raum.
"Tretet nun vor mich, meine treuen Gefolgsleute, auf da� wir Jene neu in unserem Bund willkommen hei�en, in denen die Magie stark und die Treue gro� ist!"
Dunkle Roben und wei�e Masken l�sten sich aus der Dunkelheit, traten vor seine Augen.
"Bringt mir die, die sich w�nschen, der Sache der Magie bis zu ihrem Ende zu dienen, die Treue dem zu schw�ren, der sie als die Seinen annehmen wird, der ihnen die Macht verleihen wird, sich ganz der Kraft der Zauberei hinzugeben, der sie leiten und f�hren wird auf da� sie niemals fehltreten!" Oh, die Erwartung, die freudige Erwartung, der Geschmack der Furcht auf seiner Zunge, das Zittern, das durch die Reihen seiner Diener vor ihm lief� und diese bleichen, �ngstlichen Gesichter, die so entschlossen blickten. Sein, alles Sein, und niemals w�rde er es aufgeben.
"Draco Malfoy, j�ngster Spro� des Malfoy-Geschlechts, w�nschst du nichts mehr in der Welt als deinem Lord zu dienen, ihm zu gehorchen, der Arm seiner Macht zu sein, der die Welt das F�rchten lehrt?" fragte befehlend.
"J..ja, mein Lord," erwiderte der junge Malfoy, der schon das Brennen des Elixirs in seinen Adern versp�rte, das ihn darauf vorbereitete, einer der Seinen zu werden.
"So sei es. Morsmordre!"
Schmerz zuckte durch seinen K�rper, sein Blut stand in Flammen, es brannte, sein Herz, es verbrannte, vergl�hte im Feuer der ewigen Qual. Seine Glieder zuckten, k�hle H�nde auf seiner Stirn, eindringliche Stimmen� alles verebbte. Dunkelheit stahl sich in sein Denken, nur die W�rme des Steins in seiner Hand, in seiner Tasche dr�ngte sie zur�ck.
"Harry!" Tonks?
"Wa-?"
"Harry, war es Du-wei�t-schon-wer?" Nicht Tonks. Unbekannte Stimme. Blitze� Kameras! Die Feier! Dumbledore!
"'fessor Dumbledore?" fragte Harry, der langsam wieder zu sich selbst fand. Obgleich jede Faser seines K�rpers dagegen protestierte richtete er sich auf. Zwei Arme in kupferfarbener Seide st�tzen ihn- Hermine.
"Harry, was hast du gesehen?" fragte Dumbledore. Einen Moment lang war Harry entt�uscht, da� der alte Mann ihn nicht zuerst fragte, wie es ihm ging, doch dann erinnerte er sich daran, wo er war, und was er wahrscheinlich gerade f�r ein Schauspiel abgeliefert hatte. Ein Kreis aus Auroren schirmte ihn vor neugierigen Blicken ab, Hermine kniete neben ihm und st�tzen ihn, Ron auf seiner anderen Seite, und Ginny hatte eine Hand auf seine Stirn gepre�t, k�hlte die noch immer hei�e Narbe.
"'fessor, er� neue Todesser. Ich wei� nicht wie viele, er ist noch nicht fertig, meine Narbe brennt noch. Mindestens zehn, ich habe sie nicht alle gesehen. Seine Diener, alles Sein, K�rper, Geist und Seele. Das Dunkle Mal� er brennt es in ihre Arme, so wie sie es an den Himmel brennen, Professor, aber es funktioniert nur, weil sie vorher einen Trank eingenommen haben� ich wei� nicht, was f�r einen� Und er benutzt Parsel, wenn er den Zauber spricht."
"Du-wei�t-schon-wer hat neue Gefolgsleute?" fragte einer der Auroren. Harry nickte.
"Sie sind gerade induziert worden," wiederholte er, "er glaubt, da� die Verbindung zwischen ihm und ihnen st�rker ist, weil sie zum Zeitpunkt der gr��ten Macht der Dunkelheit dekn�pft wurde- um Mitternacht in der l�ngsten Nacht des Jahres."
"Das sind schlechte Neuigkeiten, sehr schlechte� Was sollen wir den Leuten sagen?" murmelte Fudge vor sich hin. Harry sch�ttelte die st�tzenden und sch�tzenden H�nde seiner Freunde ab und stand auf.
"Die Wahrheit, Minister," sagte er eisig. "Sie k�nnen gegen diese Todesser k�mpfen- wenn sechs Sch�ler, von denen zwei noch nicht einmal ihre ZAGs abgelegt haben das k�nnen, dann k�nnen andere Zauberer und Hexen das auch. Voldemorts gr��te Waffe ist die Furcht- aber von seinen neuen Todessern sind mindestens drei auch noch Sch�ler! Sie sind nichts, was man f�rchten mu�- wenn ich einen von ihnen sehe, werde ich sicherlich nicht zitternd vor Angst davonlaufen!"
"Kannst du uns Namen nennen, Harry?" rief einer der Reporter. Harrys Blick wurde finster.
"Ich denke, niemand wird glauben, was ich sage, niemand hat es damals geglaubt, als ich ihre Namen nach Voldemorts Wiedergeburt-" er ignorierte die entsetzten Aufschreie der Anwesenden, "-genannt habe, warum sollte es nun anders sein? Es sind dieselben Namen� Malfoy, Crabbe, Nott� soll ich fortfahren?" Die Federn der Journalisten zitterten vor Aufregung.
"Malfoy?"
"Lucius Malfoy?"
"Der Malfoy?" h�rte man aus den Reihen der Aristokraten der Zauberwelt.
"Lucius und Draco Malfoy," best�tigte Harry, "ebenso beide Generationen der anderen Familien- und noch viele mehr. Sie trugen ihre Masken."
"Das sind schwere Anschuldigungen, mein Junge- bist du dir ganz sicher?" fragte Fudge in v�terlichem Ton. Harry hatte genug.
"Sie haben Lucius Malfoy selbst nach Askaban geschickt, Minister- er war im Ministerium dabei. Es d�rfte Sie nicht wundern, da� er wieder frei ist! Und ich bin nicht Ihr Junge!" Er ignorierte Dumbledores "Harry!" und schnappte sich Ginnys Hand.
"Wir gehen. Danke f�r das sch�ne Fest."
"Harry, warte� Auf Wiedersehen, Minister, Professor Dumbledore." Remus eilte Harry hinterher, gefolgt von seinen Freunden. Die Reporter sahen sich einen Moment lang etwas konsterniert an, dann prasselten die ersten Fragen auf Dumbledore und den hilflosen Fudge ein.
"Was� was denkt er sich, dieser aufgeblasene� PAVIAN?" Harry schlug mit der Faust gegen die Wand neben der Garderobe. Etwas knackste. "Ich� oh, verdammt!" Seine Kn�chel bluteten, ein Finger stand etwas schr�g ab.
"Na toll- perfektes Ende!" grummelte er.
"Harry?" Hermine und Ron n�herten sich ihm vorsichtig. Hermine legte ihm sein Cape, das der Garderobier gebracht hatte, �ber die bebenden Schultern.
"Es tut mir leid," entschuldigte sich Harry. "Ich wollte nicht so ausrasten, aber� es war so ein sch�ner Abend, der letzte, ich mu� morgen zu den Dursleys, und dann� kann er mich nicht einmal in Ruhe lassen?"
"Ach Harry," seufzte Hermine und strich ihm die Haare aus der Stirn.
"Wir sind immer noch da, Harry," meinte Luna leise.
"Danke," fl�sterte Harry mit ersticker Stimme. Remus umarmte ihn vorsichtig, bemerkte dabei, wie sehr sein Patensohn zitterte und sprach sich mit kurzen Blicken mit den anderen ab.
"Am besten, wir gehen schon einmal zur�ck zum Grimmauldplatz," schlug Neville vor.
"Ich glaube, die Party ist zu Ende," erg�nzte Ginny mit einem Anflug von Galgenhumor.
"Eins mu� man Voldemort lassen- er ist eine echte Spa�bremse," grummelte Harry, der sich wieder halb gefangen hatte. Er sch�ttelte seine Hand und zuckte zusammen. "Aua," sagte er.
Remus untersuchte den Schaden vorsichtig. "Sieht so aus, als ob du dir da etwas gebrochen hast, Harry- sollte dir eine Lehre sein, dein Temperament so mit dir durchgehen zu lassen. Na, wenigstens ist unsere Hausapotheke f�r solche Notf�lle ausger�stet- aber wir sollten uns beeilen, wenn du noch lange wartest schwillt dein Finger auf die Gr��e einer Gurke an."
"Danke, Remus," meinte Harry nur. Noch nie hatte sich ein Erwachsener so prompt um ihn gesorgt, wenn er verletzt war- mit Ausnahme von Madam Pomfrey, aber deren Job war es schlie�lich, die Sch�ler bei bester Gesundheit zu halten.
"Keine Ursache," erwiderte Remus. "Na komm, Krone Jr."
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Harry war froh, da� er seine Okklumentik so weit verbessert hatte, da� Voldemort bis auf wenige �berraschungsangriffe wie bei der Induktion der neuen Todesser nicht in seine Gedanken eindringen konnte. Nat�rlich sp�rte er noch immer, wenn der Dunkle Lord besonders emotional war- und das war er die ganze Nacht hindurch, Harry konnte keine Sekunde Ruhe finden- aber er konnte ihn nicht mehr dazu zwingen, durch seine Augen zu sehen. Es reichte, da� Snape kurz vor Morgengrauen ersch�pft, verdreckt, blutbespritzt und so bleich wie Harry durch den Kamin gestolpert kam und Bericht erstattete. Voldemort hatte Squibs und Muggel zusammentreiben lassen, um seinen neuen Todessern ein wenig� Auslauf zu g�nnen. Die armen, wehrlosen Menschen waren in ein Labyrinth, nicht un�hnlich dem, das Harry in der dritten Aufgabe des Trimagischen Turniers hatte durchqueren m�ssen, ausgesetzt worden und "durften" um ihr Leben laufen.
Es verstand sich von selbst, da� kein Einziger von ihnen �berlebt hatte. Selbst Snapes sonst so regloses Gesicht zeigte Abscheu und Verachtung f�r diesen "Sport". Harry wurde es allein bei dem Gedanken daran �bel.
"Der Dunkle Lord war sehr zufrieden- er hat einige� kreative Ans�tze erkannt," schlo� Snape. Remus schluckte schwer, und aus Dumbledores Augen war das Funkeln gewichen.
"Hat er neue Auftr�ge verteilt?" fragte er und strich sich durch den wei�en Bart.
"Nein, Schulleiter," entgegnete Snape, "diese Nacht war ein Fest�"
"� gewidmet seiner eigenen St�rke," erg�nzte Harry leise und erntete einen scharfen Blick des Ordensspions.
"Ich hoffe doch sehr, du hast deine Okklumentik nicht vernachl�ssigt, Potter," fuhr Snape Harry an. Harry sch�ttelte m�de den Kopf.
"Nein, Professor- ich habe nichts gesehen. Aber seine Emotionen kann ich nicht ganz blocken, niemals� sie sind zu stark zu solchen Anl�ssen," erwiderte er.
"Versuch es weiter, Potter," ermahnte ihn Snape. Harry nickte- es war schlie�lich nicht so, da� er schlaflose N�chte so sehr liebte!
"Versuche, noch ein wenig zu schlafen, bevor wir dich zu den Dursleys bringen," bat ihn Remus. Die Ringe unter seinen Augen und der F�nfuhrbart um sein Kinn lie�en ihn zehn Jahre �lter wirken.
"Ich denke, das sollten wir alle," schlo� Dumbledore das kurze Treffen. Wortlos zerstreuten sich die Ordensmitglieder und Bewohner des Grimmauldplatzes, jeder von ihnen versunken in den eigenen dunklen Gedanken. Harrys Z�ge verh�rteten sich, als er Dumbledore beobachtete. Der Schulleiter wirkte uralt und ersch�pft, jenseits aller Hoffnung.
'Warte nur, du Bastard- bald erledige ich dich!' schwor er. Voldemort w�rde nicht mehr lange Unschuldige qu�len, daf�r stand Harry.
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Der graue Morgen sah Harry, die Hand noch verbunden (ein Zaubertrank hatte seinen Knochen zwar wieder zusammenwachsen lassen, aber er war noch schwach) vor der blitzblanken, wei�en Haust�r des Ligusterweges Nr.4. Remus, Tonks, Shacklebolt, Dumbledore und- zu Harrys Entsetzen- Snape lieferten ihn bei seinem Onkel und seiner Tante ab.
"Und vergi� nicht- drei Tage vor Schulanfang kommen wir und holen dich wieder ab," versprach Remus und umarmte seinen Patensohn. "Und dann feiern wir Weihnachten nach, in Ordnung?"
"Sicher," entgegnete Harry verdrie�lich. Weihnachten mit Onkel Vernon� in etwa so angenehm wie eine Wurzelbehandlung bei Hermines Eltern.
"Was, Potter- Angst, da� die Fanpost nicht ankommt?" schnappte Snape, doch echte Aggression wollte sich in seinem Tonfall nicht wiederfinden.
"Eher, da� Onkel Vernon die armen Posteulen abschie�t," entgegnete Harry, und ihm war es bitter ernst. Schlie�lich hatte Vernon schon einmal eine Schrotflinte auf etwas Magisches gerichtet.
"Ach komm, Potter- wird schon nicht so schlimm werden," versuchte Shacklebolt, ihn aufzumuntern.
"Sicher," wiederholte Harry, ebenso verdrie�lich wie zuvor. Tante Petunia �ffnete die T�r.
"Rein hier!" zischte sie und zerrte Harry durch die T�r. "Worauf warten Sie?" fragte sie seine Begleiter, "darauf, da� die Nachbarn sehen, was f�r Fr� Zauberer hier zu Besuch kommen?" Anscheinend hatte eine Harry-freie Zeit die alten Verhaltensmuster wieder aktiviert.
"Entschuldigen Sie, Mrs Dursley, wir wollten Ihnen keine Unannehmlichkeiten bereiten," beschwichtigte Dumbledore sie, "wir wollten Harry nur ein frohes Weihnachtsfest w�nschen."
"Schon gut," murmelte Harry, dem die ganze Sache langsam mehr als peinlich wurde. Warum ausgerechnet vor Snape? Merkte Tante Petunia nicht, da� sie seinem meistgeha�ten Lehrer Munition f�r Jahre gab? Nun ja- Snape hatte sich zwar darauf spezialisiert, ihn zu ignorieren, aber das hie� nicht, da� er nicht wieder�
"Frohe Weihnachten, Potter," w�nschte ihm Shacklebolt, und Snape nickte ebenfalls, die strengen Z�ge unergr�ndlich.
"Frohe Weihnachten, Harry- und du wirst sehen, bevor du denken kannst bist du schon wieder bei uns." Remus umarmte ihn fest, �berlie� ihn dann Tonks, die ihm ebenfalls die Rippen brechen zu wollen schien. Harry f�hlte sich sofort besser- Tonks und Remus wurden immer mehr zu seiner richtigen Familie.
"Ein frohes Fest, Harry," w�nschte ihm schlie�lich auch Professor Dumbledore. Nach einem Blick auf die m�rrische Petunia beugte er sich schlie�lich auch hinab und umarmte Harry. W�rme und Geborgenheit str�mte durch ihn hindurch, als w�re er von einem stolzen Gro�vater in die Arme geschlossen worden.
"Danke, Prof� Albus," korrigierte er nach einem strengen Blick (mit obligatorischen Zwinkern) des Schulleiters. "Euch allen auch ein wundersch�nes Fest und� wir sehen uns, okay?" Harry hatte das Gef�hl, als ob Tante Petunias Geduld nun langsam ihrem Ende entgegenging und bot an, die vier Erwachsenen zur T�r zu bringen.
"Pa� auf, da� sie nicht zu lange stehenbleiben," ermahnte ihn seine Tante. Harry seufzte.
"Ja, Tante Petunia," sagte er. Es w�rden ein paar lange Tage werden.
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| ... ...to be continued... ...
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Information
(1) Das Dorf Tiddleywink: wo besser k�nnte man ein ganzes Herrenhaus verstecken, ohne da� es jemand merkt???
(2) Schamlose Werbung f�r Douglas Adams' The Hitchhiker's Guide to the Galaxy'. Empfehle im Interesse gut trainierter Lachmuskeln, es sofort zu lesen!
(3) Extra f�r Phil: McGonagall und "hei�er Feger" in einem Satz!
(4) Optivestis: Zusammengesetzt aus optimus und vestis- ein Zauberspruch, der das beste Kleidungsst�ck f�r seinen Tr�ger und den Anla� kreiert
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