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In Echternach entstand im Jahre 1823 eine so genannte Pflichtwehr. Dies geschah nach einigen mehr oder weniger mörderischen Feuerbrünsten, die die Stadt eine Menge Geld kosteten. Es wurde eine Mannschaft von 6 Mann aufgestellt, welche aus Schlosser- und Schmiedegilde kamen. Sie erhielten eine Jährliche Besoldung von 15 Florin pro Mann. Unsere heutige Wehr wurde gegründet im Jahre 1869 als freiwillige Wehr. Ihr erster Kommandant war Mr Peter Klip von 1869-1895. Im Jahre 1896 wurde eine handbetriebene Druckpumpe angeschafft, für die Zeit eine Errungenschaft. Sie sollte schon bald in betrieb genommen werden müssen. Am 15. August brach ein Großbrand in den Gebäulichkeiten der Abtei aus, und die damals noch junge Wehr (bestand sie doch noch keine 30 Jahre) konnte nur mit Unterstützung der Armee und anderer Wehren, die Basilika retten. Zu der Zeit war wahrscheinlich Herr Wolsfeld Nikolaus Kommandant. Im Jahre 1911 kam dann leider ein Feuerwehrmann im Dienst ums Leben. Es war meines Wissens nach der einzige Todesfall im Dienst bis heute. Im Kriegsjahr 1918, beim Durchzug der Amerikaner, brannte in der rue de la Montagne verschiedene Häuser nieder. Brandursache: Explosion einiger Benzinfässer. Kommandant war zu der Zeit Herr Thill, seines Zeichens Schuster und wohnhaft in der Sauergasse. Im Jahre 1932 erfolgte die Anschaffung einer Motorspritze mit einer Wasserleistung von 600 Ltr/min. 1935: Anschaffung einer mechanischen Leiter (handgezogen, 14 mtr. Steighöhe). Im Krieg war jeder Vereinstädigkeit unterbunden. Die Feuerwehr war dem Okkupanten unterstellt. Viele wurden im Dienste der Heimat geleistet. So wurde die damals Korpsfahne von dem damaligen Fähnrich in Sicherheit gebracht. 1946 wurde ein Gebrauchtwagen als Mannschafts- und Gerätewagen erworben. Der Wagen leistete gute Dienste, bis 1953 der sich heute noch im Einsatz der Feuerwehr befindliche Ford LF 16 mit Vorbaupumpe angeschafft wurde. Zur Zeit steht das Fahrzeug in der Scania Werkstat in Niederanven, Docht wird das Fahrzeug wieder in stand gesetzt und ein neuer Kollektor wird eingesetzt. 1963 fand der 45. Nationalkongress der Feuerwehr in Echternach statt. Ebenfalls 1963 verstarb der langjährige Kommandant der Wehr Echternach, Herr Otto Decker. Eine Stattliche Anzahl Feuerwehrleute gaben ihm das letzte Geleit. Ab 1965 leitete Marcel Erpelding die Feuerwehr Echternach. 1968 wurde ein TS 8/8 angeschafft, welcher der Wehr und der Gemeinde gute Dienste geleistet hat. 1968 Brand der Neumühle. 1969 brannte der Neuerbaute Teil der Nonnenmühle ab. 1970 zogen sich die älteren Kollegen zurück und überließen den Jüngeren das Feld. Im Dezember brannte die Sägewerk Döres in Echternacherbrück. 1971: Anschaffung eines modernen Löschfahrzeuges, einen Mercedes Tro TLF 16. Im Jahre 1971 wurde ebenfalls die erste Kantonalfahne der Feuerwehr des Kantons Echternach feierlich übergeben. Im Oktober wurde der Wehr Echternach seitens der Familie Nockels 5 Helme geschenkt, auch wurde in diesem Monat der neue Wagen offiziell seiner Bestimmung übergeben. 1972: War ein arbeitsreiches Jahr. Hier nur die größten Einsätze; Brand Source, Unweltkatastrophe in August und Oktober, Großbrand auf der Monsanto. 1973 wurde die Jugendfeuerwehr Echternach gegründet. Der Jugendleiter war Fetz Théodor. 1974: Gasexplosion in Consdorf. Die Wucht der Explosion riss die Mauern auseinander. 1975: Bescherte uns wieder viel Arbeit. Brände und Unfälle lösten einander ab. Im September wurde der "Centre de Secours" Echternach feierlich durch Bürgermeister Schaffner seiner Bestimmung übergeben. Die größten Brände des Jahres 1975: Brand Michelshof, Brand Hotel Bel-Air, Waldbrand in Reuland, Brände in Christnacht, Herborn, Girst und Colbette. 1976 errang die Echternacher Wehr auf dem Nationalen Wettkampf in Remich das Leistungsabzeichen in Bronze. Von der Firma Monsanto wurde dem Korps eine Sendeanlage mit 3 Geräten geschenkt
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