Die Religion der großen Göttin

von Leia-Yara

 

Ich erlaube mir hier einfach mal eine Teilseite zu meiner Religion zu erstellen. Schon viele haben mich gefragt, was das für eine Religion ist und worum es da geht. Einige hatten schon davon gehört andere noch gar nicht. Manche hatten wegen dem Buch "die Nebel von Avalon" schon etwas davon mitbekommen, andere wiederum verstanden oder verstehen etwas ganz anderes unter der Religion der großen Göttin. Nun, ich versuche mein Bild dieser Religion darzustellen, aber ich werde auch versuchen sachlich zu bleiben und es so zu erklären, dass man sich selbst eine Meinung bilden kann, das heißt, ich werde versuchen neutral zu schreiben; soweit das bei diesem Thema möglich ist.

Ich möcht auch niemanden von seiner Religion abbringen oder/und auf meinen Weg bringen, das wäre nicht das, was die Göttin sich wünscht und das ist auch nicht das, was ich will. Ich möchte euch lediglich diese Religion vorstellen, weil mich eben schon viele danach gefragt haben.  

Grundlegend geht es hier natürlich (wie auch der Name schon sagt) um die Göttin und den Glauben an sie. Aber es gibt nicht nur die Göttin, sondern es gibt auch einen Gott, der meistens als 'der Gehörnte' bezeichnet wird. Er ist genauso stark wie sie, aber die Frauen konzentrieren sich meistens eher auf die Göttin, denn in den ganzen anderen Religionen gibt es sie ja nicht. Auch ich konzentriere mich ersteinmal auf sie.

Der Weg, um die beiden zu erreichen, führt über die Natur. Wenn man die Natur erlebt, erlebt man auch die beiden. Deshalb bezeichnen viele die Religion der großen Göttin auch als eine Naturreligion und das ist auch nicht falsch. Denn sie hat die Natur geschaffen und sie ist auch in allen Dingen zu finden: in einem Stein genauso wie in einer Katze oder einem Baum. Wenn man also eine Katze süß findet, findet man auch sie süß. Findet man einen Sonnenuntergang romantisch oder schön oder herrlich, dann ist es auch sie, die romantisch, schön und herrlich ist. Ich weiß, am Anfang klingt das noch etwas komisch und ungewohnt, aber mit der Zeit wird es immer sinnvoller und schöner und logischer. 

Es gibt drei Erscheinungsformen, in denen die Göttin auftreten kann:

1. Die Jungfrau im weißen Gewand mit einem Frühlingsblumenkranz - Der zunehmende Mond

2. Die Mutter im bernsteinfarbenen Gewand mit einer Krone aus Ähren - Der Vollmond

3. Die Todesbotin im schwarzen Gewand mit einer Weißdornkrone - Der abnehmende Mond/ Neumond

 

 

Der Mond ist das Zeichen der Göttin. Es gibt aber noch einige andere, z.B. die Schlange kann auch für sie stehen. Man könnte sagen: Wenn du zum Mond blickst, blickst du genau in sie.

 

Für die Göttin gibt es viele Namen, hundterte, wenn nicht mehr. Hier nur einige von denen dir manche vielleicht bekannt vorkommen:

 

 

 

Jungfrau

Mutter

Alte

Ellen (kelt.)

Modron (kelt.)

Caillech (kelt.)

Blodeuwedd (kelt.)

Brigid (kelt.)

Rhiannon (kelt.)

Nirwalen (kelt.)

Rosmerta (kelt.)

Arianhrod (kelt.)

Grainné (kelt.)

Morrigan (kelt.)

Ceridwen (kelt.)

Vesta (röm.) Juno (röm.) Minerva (röm.)

Aurora (röm./ kelt.)

Epona (röm./ kelt.)

Luna (röm./ kelt.)

 

Es gibt auch noch andere. Die Göttin hat immer überlebt und sie wird es auch zukünftig. Athene ist dir wahrscheinlich eher bekannt, auch sie ist die Göttin. Die Göttin hat viele Aspekte und weil wir Menschen nicht so leicht begreifen können, dass alle Aspekte in einer Göttin oder in einem Gott vereint sein können und es auch sind, haben wir über die Jahre einfach mehrere Götter und Göttinnen "erfunden". Athene stand für den Verstand (sie würde ja auch aus dem Kopf des Zeus geboren), sie war äußerst klug und hatte Talent für Diplomatie. Aphrodite war die Liebesgöttin. Alle Götter hatten einen Aspekt oder auch zwei oder drei, die sich aber ähnelten. Genauso bei den Römern. Sogar im heutigen Christentum haben wir so etwas ähnliches: obwohl es heißt es sei eine monotheistische Religion gibt es zwar nur einen Gott, aber viele Heilige und Schutzpatronen. Eigentlich bräuchten wir, wenn wir es verstehen würden, keine Schutzpatronen (bei denen wieder jeder einen Aspeckt erhält!), denn Gott schützt uns. Wir bräuchten keinen Petrus für das Wetter, denn Gott ist der, der alles lenkt! Und auch hier ist die Göttin vertreten: Maria. Die Mutter Gottes. Sie ist die Gnädige zu der wir beten, wenn wir Kummer haben. Gnädig ist die Göttin auch, aber sie ist auch wütend und zornig oder launisch. Die Göttin ist alles.

Oft wir sie auch die Göttin der tausend Namen genannt, weil sie eben in jeder Kultur einen anderen (oder auch mehrere) hatte.

Hier habe ich einen Text, der euch die Göttin näher bringen soll und wie sie ist und sein kann:

 

Die Göttin spricht  (von Z.E. Budapest)   

Ich bin Hathor, die Uralte, die geflügelte Kuhgöttin. Ich trage die Hörner
der Mondin und den Sonnenkreis. Meine sachten Strahlen grasen auf meiner geliebten
Erde. Ich hüte meine heiligen Kühe, weil sie die Menschen ernähren
und erhalten. Meine Milch ist Nahung für die Jungen. Meine Haut ist ihr Schutz.
Und ich habe Zeit mit ihnen zu spielen.
Erinnerst du dich, wie wir bei den Gelagen in Dendera getanzt haben? Wir tranken Wein
auf Hathors berauschenden Festen. Wir sangen Lieder am Neujahrsabend und unsere
Leidenschaft brach aus uns wie ein Vulkan. Vermisst du nicht die ganznächtlichen
Gelage, wo wir zu Tausenden in heiliger Ekstase miteinander tanzten, Junge und Alte?
Ah, doch ich will dich auch an meine ernste Seite erinnern. Ich bin der Geist, der dich
dazu anleitet, die ersten Worte auf das Papier aus Papyrus, meiner heiligen Blume,
zu schreiben. Ich war es, die dich antrieb, Musik und Dichtung zu erfinden, den Tanz
und die Künste. Ich bin die Schöpferin der Kultur, die Erbauerin der Gemeinden,
die Göttin der Feste.

Ich bin die himmlische Beschützerin aller körperlichen Freuden, Musik für
die Ohren, Schönheit und Verkleidungen, Schminke, Kränze um den Kopf
geflochten, alles, was das Auge erfreut.
Die Freuden der Berührung, des Tanzes, der Liebe entzücken mich. Zu gegebener
Zeit schenke ich dir Wohlstand, bereichere ich dich durch häusliches Leben, Kinder
und gute Gesellschaft. Ich lasse deine Ernte hoch spießen, deine Obstbäume
reiche Frucht tragen. Ich verweile in der Katze, die abends schnurrend auf deinem Schoß
liegt. Aber ich habe auch eine dunkle Seite und die gutmütige Natur der heiligen
geflügelten Kuh wandelt sich zum rasenden Stier, wenn ich verärgert bin. Es
ist bekannt, dass ich im Blut der Männer gewatet bin, die sich an Frauen vergangen
haben. Ich bin bekannt dafür, dass ich diejenigen zermalme, die Kinder und Frauen
missbraucht oder ermordet haben - und diese Seite schläft nicht mehr. Ruf mich um
Hilfe an, wenn du in Schwierigkeiten bist. Vertau mir und vertau dir selbst.
Wisse dies und weide dich an meine Nähe. Die weiße Mondin ist über dir,
durchsegelt den dunklen Himmel. Nur die Sterne sind meine Gefährten. Sie
tanzen in den Sphären . Ihr teuren Seelen, meine Töchter, meine Söhne,
seid spielerisch und liebt euch und alles auf dieser Erde, denn dadurch dient ihr mir.

 

Du siehst also, die Göttin ist nicht nur nett und gutmütig und gnädig, sondern auch grausam und rachsüchtig. Wie wir Menschen es auch sein können, nur nicht so vollendet wie sie.

Du hast jetzt vielleich nicht jede Zeile in diesem Schriftstück verstanden, aber das ist nicht so schlimm, denn wenn du dich noch nicht genauer mit der Religion beschäftigt hast, kannst du das gar nicht.Und wenn du dich nicht genauer informieren möchtest, musst du ihn ja auch nicht verstehen. Wenn du dich aber doch mehr dafür interessierst, kann ich dir sagen, dass du einfach etwas Geduld brauchst, das ist alles.

 

Wie ich, glaube ich, oben schon sagte, ist der Mond eines der Zeichen der Göttin. Der Mond zeigt sich immer in vier verschiedenen Phasen und diese haben auch verschiedene Bedeutungen für uns Menschen und die Natur:

 

Neumond (oder auch Schwarzmond genannt):

Wenn der Mond zwischen Erde und Sonne steht, beginnt ein neuer Zyklus. 

Perfekt um neue Pläne zu schmieden, denn man ist geistig sehr enspannt. Was

jetzt geplant wird hat Aussichten auf Erfolg. 

Gut für den Start einer Entgiftungskur oder um Laster wie das Rauchen

abzugewöhnen.

+ Achtet auf eure Träume, sie sind besonders aufschlussreich und enthalten 

oft Vorahnungen.  

  

Zunehmender Mond:

Seit der Antike wird diese Phase als Zeit des Wachsens und Gedeihen betrachtet.

Ihr erkennt ihn am spiegelverkehrten C des Mondes.

Jetzt wirkt alles was wir aufnehmen, besonders Alkohol oder Kalorien.

Gute Zeit für Heilungsprozesse:

 

Vollmond:

er hat die stärkste Kraft ,die viele Menschen leider durch schlaflose Nächte spüren.

in dieser zeit sind wir euphorisch und aktiv, aber auch unruhig und aggressiv.

+ Intuition, Kreativität und Fantasie wird angeregt, ebenso die sexuelle Anziehungskraft.

+ Gesammelte Heilkräuter wirken besonders intensiv.

Wunden bluten in diesen tagen stärker als sonst

Operationen möglichst verschieben.

 


 

Abnehmender Mond:

Die abschließende Phase des Mondzyklus (sichtbares C) gilt als zeit der Ernte und des Ausscheidens.

+Die Zeit der Ergebnisse ob Erfolge oder Misserfolge. Und die Zeit daraus zu

lernen (sowie für klärende Gespräche)

+ Diäten sind besonders wirksam.

Reinigende Arbeiten gehen besser von der Hand z.B. Wäsche  wird sauberer als sonst.

+ Gute Zeit für ärztliche eingriffe.

Wunden heilen schneller ,der Stoffwechsel funktioniert besser.

Wir sind voll Energie; Sport beflügelt


 

Wenn du schon einmal einen Mondkalender gesehen hast, wirst du schon bemerkt haben, dass das hier ähnlich klingt. Aber es funktioniert ja auch, denn so gar unsere Ozeane werden vom Mond beeinflusst; in Ebbe und Flut. Und wenn der Mond so große Dinge verändern kann, wie muss er dann erst auf die kleineren Dinge wirken. Viele Leute leben heute nach einem Mondkalender (oder auch nur nach solch einem einfachen Schema, wie ich es oben aufgezeigt  habe) egal, ob sie an die Göttin glauben oder nicht. Auch meine Großmutter lebt nach diesem Prinzip und sie kann bezeugen, dass es funktioniert, ihr Garten blüht besser und sie hat wieder frische Tomaten geerntet, die wirklich super schmecken! Na, wenn das kein Beweis ist...

 

So jetzt habe ich viel geschrieben, mehr als ich eigentlich wollte und ich sollte und könnte natürlich auch noch viel mehr schreiben, denn es ist noch längst nicht alles gesagt. Aber das würde hier den Rahmen sprengen!! Ich wollte euch ja eigentlich auch nur einen Einblick in meine Religion geben und euch nicht mit Infos überschütten. Aber so bin ich halt, wenn ich mal angefangen habe, kann man mich nur schwerlich stoppen. Wenn ihr genaueres erfahren möchtet, wisst ihr ja was zu tun ist.

 

Zum Schluss möchte ich euch noch ein paar Sätze geben, die aus alter Zeit überliefert sind und die von ihr, der großen Göttin, kommen:

Alle Götter sind ein Gott und alle Göttinnen eine Göttin.

Sie liebt alles was kreativ und schön ist.

Liebe und Freude sind ihre Rituale.

 

Die Göttin sei mit euch und soll euch auf eurem Weg beschützen und euch inspirieren...

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