FREITAG ABEND! Mit Freunden unterwegs, spaß, lachen, saufen - und Skat. Und das schon seit über einen Jahr. Skat. Das Wort jagte mir schon Montagmorgen eine kalte Schauer über den Rücken. Die einen empfanden es als Geistig fordernd, eine Alternative zum Alkohol um die Konzentration zu behalten, der andere - ich - fand, das es nur ein stupides "Karten auf den Tisch legen bis keine mehr da ist"-spiel war und langweilte sich somit jeden Freitag stundenlang. Doch irgendwann rief ich meinen Antiskatrucksack ins Leben, vollgestopft mit Büchern und CDs war er genau das Gegengewicht zu der Schlaftablette mit Namen Skat. Irgendwann bekam ich sogar die Rechte über den CD-Player zu herrschen und Freitag entwickelte sich langsam zu einem meiner Lieblingstage. Auch diesesmal war es wieder recht lustig und vor allem Feuchtfröhlich, denn nach drei Stunden saßen alle schon geknickt auf ihren Plätzen und versuchten so zu tun als wären sie noch bei sinnen. Ich hatte zu tun meinen Manga zu lesen, während Fleckbert neben mir verzweifelt seine Brille suchte, die er jedoch auf der Nase trug. Wickert, der mir gegenüber saß, war in seine fünfminütige Konzentrationsphase eingetreten. Wenn er diese beendet, ist er immer nüchtern wie am Anfang des Abends und das macht ihn besonders - er fährt dann manchmal noch heim. Stapel zu meiner rechten verschlang ein paar Schnitzel um den Alkohol in seinem Körper aufzusaugen und Sallam rannte aus Reflex zur Toilette um sich zu übergeben. Alles in allem ein gewöhnlicher Freitag, der zwei Stunden später mit drei zerbrochenen Flaschen und einem extrem nervtoten Sallam endete. Einschlafen stellte keine Probleme dar, doch in den ersten Stunden erschwerten Stapel und Wickert die Sache erheblich, da die beiden noch nicht fort waren, sondern sich lautstark in der Küche unterhielten. Dann schoss der Schnitzelspitzel ins Schlafzimmer, indem Sallam, Fleckbert und ich unseren klinischen Tod kurierten (Fleckbert auf dem Sofa, Sallam in seinem Bett und ich hatte eine verdammt bequeme Liege!) und hämmerte auf den Lichtschalter. "WO IST MEINE JACKE!?" rief er und begann zu kramen. Entnervt murmelten Fleckbert und ich diesen Satz vor uns hin und schlossen wieder die Augen. Kurz darauf entschwand Stapel auch wieder und machte Platz für Wickert, der die Matraze auf dem Boden sein eigen nennen durfte. Dieser hielt es für seine Pflicht, sich zwei Minuten für alles zu entschuldigen - egal was es war - bevor er sich zur Ruhe bettete. Endlich! Schlafen ... achja, bevor ichs vergess ... Skurrile Träume Ein Stechen an meiner Wange lies mich langsam munter werden und eine reflexartige Ohrfeige von mir selbst riss mich dann Endgültig aus dem Schlaf, sodass ich direkt im Bett stand. Ich befand mich in einer kleinen Hütte, die aus Holz gebaut und mit Blättern dekoriert war, ganz Robust schien sie mir nicht zu sein, also schlüpfte ich schnell durch das Kindsgroße Loch, das wohl den Ausgang darstellen sollte. Als ich draussen einen ersten Blick über die Umgebung kreisen lies, wurde mir ganz schlecht - ich stand mitten in einem Dschungeldorf, das von Gestrüpp umwachsen war. Die Sonne konnte kaum durch das dichte Blätterwerk der Bäume brechen und so war es düster dort, ausgenommen der wenigen Stellen, die die Lebensspenderin erreichen konnte. Die Luft war schwül, feucht und es fiel verdammt schwer zu atmen. Ein paar Männer spazierten im Dorf umher, gepackt in Rüstungen aus zusammengenähtem Kuhleder und vermummt durch weisse Tücher, die ihr komplettes Gesicht verborgen hielten. Lediglich kleine Löcher für die Augen existierten und vervollständigten das gruselige Gesamtbild. Plötzlich kam ein recht junger Typ auf mich zu, gekleidet mit teuren Markenklamotten und etwa Schulterlangen Haar. Er sah über seine Brille und reichte mir die Hand. "Morgen!" sagte er fröhlich. "Äh ja, morgen ... wo bin ich?" fragte ich und schüttelte seine Hand. "Du befindest dich im Lager der Dschungelvampir-jäger, in letzter Zeit sind wieder relativ viele von ihnen hier aufgetaucht." antwortete er mir, richtete seine Brille und sah hiüber ins Gestrüpp. "Achso, gut zu wissen ... und was mache ich hier? Wo befindet sich euer Lager auf der Weltkarte? Und wo kommen diese Duschgel-dingens eigentlich her!?" ich überhäufte ihn mit Fragen. "Wow, mach' mal langsam!" hallte es sofort zurück und der Typ in den neusten Atritaz-klamotten wich einige Schritte zurück. "Erstmal ... ich bin Gregor ... hab vergessen mich vorzustellen. Zum zweiten ..." er packte eine Landkarte aus seiner Hosentasche. "Wir befinden uns laut dieser Karte hier ..." sagte er und zeigte mit dem Finger auf den südlichen Kongo, irgendwo in Afrika. "Du bist hier, weil wir dich geholt haben ... du sollst uns helfen. Diese Dschungelvampire tauchen erst auf, seit die Ureinwohner wieder vom großen König des Jungels reden, der sich hier irgendwo rumtreiben soll und die Gestalt eines Menschen annehmen kann. Er kann aber auch die Kontrolle über einen anderen Menschen erlangen. Was das soll, weiss ich auch nicht, frag Harris McVagenhägen da drüben, der ist alter Veteran und hat hier schon mehrere Einsätze hinter sich. Wenn du Ausrüstung brauchst, komm' zu mir ... ich geb dir dann was du brauchst. Jetzt muss ich mit meiner Oma einkaufen gehen ..." dann grinste er und winkte ab. Er ging ein paar Meter nach vorne und kletterte dann eine Leiter nach oben. Einige Sekunden später schallte laute Musik aus dem Haus, in welches er einen Moment zuvor gegangen war. "Ach so ... einkaufen ..." dachte ich mir und ging hinüber zu Harris McVagenhägen. Man konnte ihn nicht übersehen, denn er schrie wie ein verrückter seinen Namen aus und warf Granaten in den Wald. Nach jeder Explosion drehte er sich um und lachte in den Himmel, nur um danach die nächste zu Entsichern und das Spiel noch einmal von vorn zu spielen. Der Kerl war verdammt groß, zirka zwei Meter hoch und einen breit. Ein Mann aus Titan mit Tarnuniform eines Soldaten, die sich gekonnt von den sonst so gruseligen Rüstungen der anderen abhob. Seine Haare waren blond gefärbt und mit Gel aufgestellt, er hatte ein langes Kinn und winzig kleine Augen, die hinter seiner breiten Nase kaum zu sehen waren. "Was gibt es, BÜRGER!?" brüllte er mich an und stampfte mit seinen schweren Metallstiefeln zu mir herüber. "Gregor ... hat mich zu ... zu IHNEN GESCHICKT, SIR!!" brüllte ich um meine Haut zu schützen. "Ah, der NEUE!" kreischte er, sodass alle Adern in seinem Gesicht nach vorne traten. "WAS kann ich DENN für dich TUN!?" "Ich wurde beauftragt mich hier ZU MELDEN, SIR! SIE KÖNNTEN MIR MEHR über die Duschgel-dinger erzählen ... ?" würde ich dem Kerl weiter in die Augen sehen müssen wäre das mein Ende, denn ich sank immer tiefer in mich selber zusammen und hatte Angst zu implodieren. "Ach die! HAHAHA! Da kann ich einen brauchen, der mir hilft! Hol' dir EINE RÜSTUNG und eine WAFFE von GREGOR und melde dich DANN wieder hier zum BriefING!!! ICH muss ARBEITEN!!" kreischte er und ging auf die Knie, da ihm langsam die Luft ausging. Nachdem ich salutierte und mich umdrehen wollte, nahm er sich wieder seine Kiste voller Granaten vor. Ich klopfte also bei Gregor an die Tür. Die Musik verstummte und ich hörte, wie sich jemand genervt seufzend von einem Stuhl erhob. Die Tür flog auf und vor mir stand Gregor, gekleidet in die neue Nake-ware. "Was willst du?" fragte er genervt. "Ich? McVagenhägen will, das du mir eine Rüstung und eine Waffe gibst, sonst kann ich nichts gegen die Duschgel-dinger machen ... sagt er!" versuchte ich zu erklären. "Wenn das so ist ... komm halt kurz rein, aber fass nichts an ..." antwortete er und ging wieder zur Tür hinein. Die Wohung war recht düster und ein paar Kerzen erhellten einen Tisch auf dem ein Computer stand, der fröhlich vor sich hin flimmerte. In der Ecke des Raumes saß eine alte Frau und strickte, während sie unentwegt vom einkaufen sprach. "Ich hab hier noch eine der Vampirjägerrüstungen für dich ... und eine dolle Axt, zweischneidig und leicht zu führen." Gregor brachte mir die zwei Sachen hinüber und als ich meine Hand darauf legte, blitze es kurz und ich war zum Abmarsch bereit. "Was in ..." stotterte ich geschockt. "Ein Extraservice ... Rüstung schlägt dich K.O. und legt sich automatisch an, du merkst nichts davon ..." kam es vom Computer, andem Gregor saß, der inzwischen die neusten "Apple of the Boom"-klamotten trug. Ich nickte und warf einen skeptischen Blick auf die Rüstung, die mich nicht zu mögen schien. Dann klopfte ich auf den Tisch und verlies das Haus um zurück zu McVagenhägen zu gehen. "Also wo ist er ..." fragte ich mich selbst und spitzte die Ohren. Ein Knall kam aus dem Westen, also folgte ich dem Gelächter das kurz darauf erklang und war auch recht schnell bei ... diesem Titanmann. "Ah, da BIST du JA WIEDER!" begrüßte er mich und warf eine Granate in den Wald. "Kommen wir GLEICH zu deiner MISSION für HEUTE!" "Moment, darf ich etwas fragen?" fuhr ich kleinlaut dazwischen und hob die Hand. "FRAG!!!" schrie er mich an, während er mir seinen Speichel ins Gesicht spuckte. "Was hat es mit diesem komischen Dschungel-vampiren auf sich?" das war alles was mich beschäftigte. Denn soweit ich weiss ist der König des Dschungels ein mir sehr gut bekanntes Wesen ... und wenn DIESER König des Dschungels DAS ist was ich vermutete das er es ist, würde mir einiges klar werden. "Das sag ICH dir WENN du deine MISSION mit ERFOLG abgeschlossen HAST!" antwortete er und grinste. Ein Ironisches Bild. "Ok ..." antwortete ich resigniert und schüttelte mit dem Kopf. "HIER hast du ein Fahrrad, damit FÄHRST du durch DIE Wüste BIS HINTER zum nächstEEEN Dschungel, indem sich ein VAMPIR aufhalten SOLL! TÖTE das VIEH und komm' wieder! LEBEEENDIG!!" donnerte es mir entgegen, während der Titan das Fahrrad vor mir umherschwenkte als sei es eine leere Tüte Bonbons. Ohne weitere Fragen salutierte ich und nahm mir das Fahrrad. Ich fuhr los, immer schön den Trampelpfad entlang, der günstigerweise direkt durch das Dickicht hinaus in die Wüste führte. Die Sonne brannte heiss und ich hatte meine Wasserreserven vergessen, aber ich versuchte durchzuhalten. Nach drei Stunden Fahrt über die Sandberge stieg ich erschöpft vom Bike ab und kippte in den Sand, um mich nach vorne zu ziehen während ich nach Wasser bettelte. So wie ich es in Filmen gesehen hatte. Das versuchte ich ein paar Minuten, bis ich genervt aufstand und zurück zum Fahrrad ging. Muffelnd fuhr ich weiter, bis ich an eine Falltür kam, die mitten in der Wüste stand und mich neugierig machte. "Was macht das denn hier?" fragte ich mich und untersuchte die Klappe. Sie lies sich nicht öffnen, egal wie heftig ich daran rüttelte oder zog. Auch Steine, die natürlich nur zufällig herumlagen, konnten das Holz nicht zerbrechen. Als ich weiterreisen wollte, hörte ich eine tiefe Stimme unter der Falltür sprechen. "Wer klopft hier?" fragte sie und langsam öffnete sich die Klappe. Heraus stief ein Wesen, das etwas größer war als ich, jedoch eine muskulöse Statur vorwies und hässliche Graue Haut hatte. Bekleidet mit einem langen Lendenschurz war es dem Wetter hier in der Wüste ideal angepasst. Das Vieh musterte mich von oben bis unten. "Ah, du bist also einer dieser Vampirjäger, nicht?" wollte das Ding wissen. "Ich wüsste nicht, warum dich das interessieren sollte ..." antwortete ich und ging auf die Gestalt zu, die Hände schon an der Axt, die ich auf dem Rücken trug. "Kannst du denn eigentlich mit diesem großen Ding umgehen?" meinte es verächtlich und zeigte auf mich, wie ich verzweifelt versuchte meine Waffe zu ziehen. "Nein, kann ich ich nicht, aber für dich ... reicht es ... alle mal!" rief ich und kurz darauf gelang es mir die Axt zu ziehen, sodass ich die Waffe nun direkt vor mir hielt. "Ach wie süss ... spielen wir den Helden?" fragte der graue Kerl. "Falls es dich interessiert ... ich bin einer dieser Vampire die ihr sucht. Ich war gerade auf den Weg hinüber in euren Dschungel ..." "Ach deine Lebensgeschichte interessiert mich nicht, bringen wir es hinter uns ..." unterbrach ich ihn. "Es gibt etwas, das ich wissen möchte und jede Minute die du länger lebst, verwehrt mir dieses Wissen." "Bitte! Dann lass uns kämpfen ... danach wirst du nicht mehr im stande sein, dein gewünschtes Wissen zu erh ..." stopp ... Während dieser Vampir selbstgefällig mit geschlossenen Augen sprach hatte ich ihn auf einen Kaktus, der zufällig neben uns stand, geschubbst. Nun saß er darauf und in seinem Blick konnte ich unbeschreiblichen Schmerz lesen. Verständlich. "Ein unausgebildeter Kämpfer konnte mir diese Schmerzen zufügen? Wer bist du eigentlich?" fragte er entsetzt. "Ich bin ..." "Reingefallen!" er sprang auf mich zu und versuchte mich mit seiner Klaue zu treffen, doch ich kippte erschrocken von seinem Angriff nach hinten und fiel auf den Boden. Zu meinem Glück. Schnell hatte ich mich wieder aufgerichtet und war wieder in Kampfposition. "Ha! Nicht schlecht für einen Menschen!" lachte der Vampir und setzte zum zweiten Angriff an, den ich durch gekonntes werfen einiger Kaktusnadeln unterbrechen konnte. "KUNAIS!" rief der Vampir. (N/A: Kunais sind Wurfmesser der Ninja) Ich war überrascht wie dumm dieses Wesen war, es dachte tatsächlich, das ich seinem Angriff gekonnt ausgewichen war und ihn daraufhin mit Kunais stoppte. Toll. Dummes starkes Monster, das ich irgendwie besiegen musste. Ich eilte hinüber zum Fahrrad das vor der Falltür lag und spannte die Kette aus, während der Vampir die Kaktusnadeln aus seiner Haut zog. Ich dachte ich hätte die optimale Strategie als ich die Kette nach dem Monster warf ... Es fing die Kette auf und lachte. "Was sollte diese Aktion?" fragte es und wollte schon wieder los hüpfen, als er die Öl-spuren an seiner Hand bemerkte. "Was in ... Gift!?" rief er erschrocken und landete. Er versuchte es von seiner Hand zu kratzen und sein Gesichtsausdruck wurde immer panischer. "Ja ... Gift. Du wirst langsam aufblähen, bis irgendwann deine Organe platzen und deine Augen rausspringen, ein grausamer Tod, das kann ich dir sagen ..." sagte ich cool improvisierend. "Nein!!! Nicht wahr!!!" Der Dämon tobte, tat so als würde er die Kette nicht mehr von der Hand bekommen - eine Reaktion die oftmals bei einer Panik eintreten kann - und schrie wie am Spiess. "Mach es weg!" flehte er zwei, drei mal hintereinander, bis er schließlich ängstlich wimmernd zu Boden ging und sich wandt wie ein kleiner, widerwärtiger Wurm. "Wer so leichtgläubig ist ..." sagte ich und ging zu ihm herüber. "... hat es nicht anders verdient." ich lies die scharfe Axt niederfahren und köpfte den Vampir, bevor ich - der Sicherheit wegen - einen Pfahl, der zufällig dort herumlag, in seine Brust rammte. Ich hob den Kopf zu mir in Augenhöhe. Einige Muskeln zuckten noch und es sah so aus, als wolle mir das Ungeheuer etwas sagen. "Eine Fahrradkette war's ... mehr nicht ..." grinste ich den Dämonen ins Gesicht, band den Kopf als Beweis für meinen Sieg auf den Gepäckträger, spannte die Kette ein und fuhr fröhlich pfeifend zurück ins Lager - drei Stunden durch die Sonne. Ich hatte ja gott sei dank eine volle Wasserflasche gefunden, die dort zufälligerweise herumlag. Wieder im Lager überreichte ich McVagenhägen den Kopf des Vampirs. Begeistert stopfte er eine Granate in den Mund des Monsters und warf diesen laut lachend in den Wald. Die Detonation erfolgte und kleine Schädelteile fielen um uns herum zu Boden. "SUPER gemacht hast DU DAS, JungSPUND!" sagte er und klopfte mir leicht auf die Schulter. "Stell deine FRAGEN, so WAR ES abgemacht!" "Okay ... Als erstes möchte ich wissen, wer der König des Dschungels ist, von dem mir Gregor erzählt hatte ..." ich verschränkte die Arme und wartete auf Erklärungen. McVagenhägen kam etwas zu mir herunter. "Unter den eingeborenen hier hält sich die Legende das es ein Wesen im Dschungel gibt, das sich selber den 'König des Dschungels' nennt. Wenige haben es gesehen, doch die die es haben kehrten mit entsetzlichen Wunden wieder und waren oft geistig umnachtet durch den Wahnsinn den sie erlebt hatten. Die Wunden waren eitrig gelb und stark geschwollen, oftmals blieben den Überlebenden nur wenige Minuten, dann platzten die Verletzungen auf und bluteten furchtbar, sodass das Opfer unter unvorstellbaren Qualen starb. Die, die noch bei sinnen waren beschrieben das Wesen als Mannsgroß mit scharfen Klauen, das durch ihre Reihen wanderte und aus ihren Freunden sprach, bevor es in der Gestalt eines Mannes auftrat, der ein gewaltiges Schwert schwang." erklärte mir McVagenhägen. "Oh mein Gott ..." stotterte ich erschrocken und setzte mich, da mir schwindelig geworden war. "REINGEFALLEN! Das hab ich mir eben ausgedacht, ein solches Wesen gibt es nicht. 'Der König des Dschungels' ist nur ein irrer Totenbeschwörer, der Vampire aus der Asche toter Menschen beschwört und das 'nur' bedeutet das es täglich so passiert." lachend zog er den Stift aus einer Granate und schleuderte sie in den Wald. "Aber warum hat Gregor dann etwas ähnliches gesagt!?" fragte ich, immer noch der Ansicht, das es so war wie McVagehägen es zuerst sagte. "Weil er das jedem Neuankömmling sagt. Und das hier sind auch keine Dschungelvampire, sondern ganz normale Aschenvampire wie sie überall üblich sind. Diese verraten dem Jäger, das er sich in der Nähe des Nekromanten befindet, der diese beschwört. Je größer die Viecher sind umso näher kommt man seinem Ziel. Also haben wir dir einen gewaltigen Bären aufgebunden." wieder dazugelernt. Wäre ich jetzt ungefähr drei Meter größer würde ich dem McVagenhägen in den Arsch treten ... "Okay Leute, hier kommt ein ganz großer!" schallte es plötzlich von hinten und mehrere Jäger rannten mit gezogenen Waffen an mir vorbei. Während vorne lautes Kampfgeschrei entbrannte und ich über die Sinnlosigkeit dieses Traumes nachdachte, trat Gregor aus seinem Raum (er hatte die neusten Gerd Jerry-klamotten an) und lehnte sich über das Geländer. Dann sprang er leichtfüssig hinunter und begann "Killing me softly" zu singen, während alle anderen um ihn herum kämpften. Auch ich stürzte mich mit meiner Axt ins Getümmel und schaffte es sogar dem doch recht großen Vampir vier tiefe Wunden zu schlagen, bevor ein anderer ihn mit einem heftigen Schwerthieb in die Flucht schlug. "Wir müssen DEM Vieh NACH!" kreischte McVagenhägen in gewohnter Lautstärke. Alle Teammitglieder eilten hinüber zu einem Buggy, der plötzlich wie aus dem nichts auftauchte und die Fahrt ging los. Wir hörten wilde Banjomusik während wir den Trampelpfad entlangfuhren und tauschten unsere Rüstungen gegen Schwarze Kleidung, Sonnebrillen und Mäntel sodass wir aussahen wie die schlimmsten Matrix-agenten, jedoch behielten wir unsere mittelalterlichen Waffen, sogar als wir in die Stadt fuhren, in der das totale Chaos herrschte. Leute schossen sich gegenseitig über den Haufen, Häuser waren baufällige Ruinen aus denen dicke Rauchschwaden drangen oder hohe Flammen züngelten. Die Hydranten der Stadt waren allesamt aufgebrochen und schossen meterhohe Wassermengen in die Luft, Autos standen kreuz und quer herum und Menschen plünderten die Läden. Vor dem Polizeirevier machten wir halt und ein anderer Mann im schwarzen Mantel kam auf uns zu gelaufen. "Hallo, ich bin Nicolas Cage ... ihr wollt euch doch sicher als Bürgerwehr anmelden, oder?" fragte er und kaute auf einem Kaugummi herum. "Ja, dazu sind wir hier ..." antwortete McVagenhägen. Nun war ich verwirrt. Eben waren wir noch auf Vampirjagd und nun sollten wir uns für die Bürgerwehr rekrutieren? Waren wir wieder in einem Endzeit-Actionfilm gelandet, in der die ganze Welt im Chaos versunken war? Na, nein danke ... ohne mich ... Hallo, Seele an Körper ... einmal aufwachen bitte. Nicolas kam auf mich zu und nahm mich beiseite. "Wenn du wissen willst, was mit dir vorgeht, gehe in Mecklenburg deiner Fantasie ..." flüsterte er. "Ein gigantisches Einkaufszentrum?" antwortete ich ihm verwundert. ".... Dann wird es wohl so sein!" kam es zurück ... ... und ich erwachte ... wieder etwas schlauer als sonst. Ich hatte gelernt, wie man Aschenvampire erkennt. Also falls mir mal einer begegnen sollte ... ausserdem wusste ich jetzt das ich ein gigantisches Kaufhaus besuchen sollte ... wirre Idee, wirrer Traum ... wirres Ende, das mich noch Stundenlang beschäftigte.