4. VOKIEÈIØ KALBA
4.1 Grammatik
4.2 Die starken und unregelmäßigen verben
4.3 Tests für die mittelstufe
4.4 "Sprichwort - wahr Wort"
Jeder Deutschlehrer weiß, das es typische Fehler gibt, die bei Anfängern bzw. Fortgeschrittenen immer wieder auftreten.
Hier werden Fehler analysiert und grammatische Regeln mit den Beispielen gegeben, um solche Fehler möglichst zu vermeiden.
4.1. GRAMMATIK
1. Gebrauch der Präpositionen (prielinksniai)
Besonders viele Fehler machen Schüler bei den Präpositionen.
1.1. Präpositionen, die – entweder Akkusativ – verlangen
– oder Dativ –
Regel: Der Akkusativ nennt das Ziel (tikslas), der Dativ nennt nicht das Ziel.
a) Auf die Frage wohin? steht der Akkusativ. Man fragt wohin?, wenn sich jemand oder etwas auf ein Ziel hin bewegt, oder eine Tätigkeit (veikla) auf ein Ziel gerichtet ist:
Wir fahren an die Ostsee.
Ich gieße Tee in die Tasse.
Ich schreibe in das (ins) Heft.
b) Auf die Frage wo? steht der Dativ. Wo? fragt nach einer Stelle, einem Ort oder Raum, wo sich jemand oder etwas befindet oder wo sich etwas (nicht zielgerichtet!) abspielt:
Der Spiegel hängt an der Wand.
Der Mann neben mir hustet pausenlos
.Merke: 1. Der Fluss fließt in das Tal. Zielort – Akkusativ
2. Der Fluss fließt neben dem Dorf. Ort – Dativ.
Besonderheiten: 1. Ich klebe, hänge, nagle (prikalu), schraube das Schild an die Wand (wohin?)
2. Ich befestige (pritvirtinu) das Schild an der Wand (wo?).
1.2. Präpositionen “in” und “nach” bei Ländern und Erdteilen (die Frage wohin?)
Auf die Frage wohin? steht
a) in wenn das Land oder der Erdteil Artikel hat:
Ich fahre in die Schweiz, in die Türkei, in die Ukraine, in die Tschechei, in die Mongolei, in die Antarktis
.Der Artikel die steht auch bei Ländern im Plural und bei zusam-
mengesetzten (sudurtiniai) Ländernamen:
Wir fahren in die Vereinigten Staaten (USA), in die Niederlande
.b) nach wenn das Land oder der Erdteil keinen Artikel hat:
Wir fliegen nach Russland, nach Kanada, nach Irrland.
Merke: Länder und Erdteilen mit Attribut werden mit dem bestimmten Artikel gebraucht:
1. Er fährt in das weite Russland.
2. Er besuchte das schöne Italien.
Besonderheiten: (m)Iran, (m)Irak, (m)Jemen, (m)Sudan, (m)Libanon werden meist mit dem Artikel gebraucht.
Neuerdings (neseniai) werden diese Ländernamen auch ohne Artikel gebraucht!
1.3. Präpositionen “in ” und “nach” bei Städten.
Frage wohin?
1. Ich fahre nach Vilnius.
2. Ich fliege nach Berlin.
Frage wo?
Ich wohne in Kaunas.
1.4. Präpositionen bei Lokalangaben (nurodant vietà)
a) Frage wohin?
1.
Aber:
sich in den Sessel setzen.2.
Auf den Sportplatz gehen.Aber:
ins Sportstadion gehen.3.
Auf die Wiese gehen.Aber:
in die Wiese oder ins Getreidefelder gehen (wenn die Pflanzen hoch sind !)4.
Zum Bahnhof, zur Post, zum Hotel, zum Ausländeramt gehen (bei Ortsangaben (nurodant vietà) aber nicht bei Städte–, Ländernamen, Erdteilen!)5.
Auf eine Insel, auf die Philippinen, auf die Krim fahren.b) Frage wo?
1.
Aber:
auf der Toilette.2.
Das Buch ist im Bücherschrank.Aber:
auf dem Regal.3.
Die Übung steht im Buch. Die Adresse steht im Heft.Aber:
auf dem Zettel / an der Wandtafel.Besonderheiten: Auf die Frage “Wo ist sie ?” kann die Antwort lauten:
Sie ist zum (oder: ins) Gymnasium gegangen.
(d. h. sie ist gerade dort hingegangen)
Sie ist am (auf dem) Gymnasium.
(d. h. Sie lernt, lehrt, arbeitet dort.)
Sie ist im Gymnasium.
(d. h. Sie ist im Augenblick gerade dort.)
c) Präpositionen auf statt (vietoj) in (Frage wo?) wird heute nur noch gebraucht, wenn der Aufenthalt (buvimas, lankymasis) in einem Gebäude, das man regelmäßig aufsucht (reguliariai eina, lanko) angegeben werden soll:
auf dem Standesamt, auf dem Zollamt, auf der Post u. s. w.
1.5. Verschiedenes (Gebrauch der Präpositionen)
Merke:
1.
Aber:
Er telefoniert nach Hause.2.
Ich komme zu Weihnachten.Nicht:
um Weihnachten.3.
Ein Auto fuhr auf der Straße, bzw. auf die Straße.Nicht:
durch die Straße.Das Auto fährt durch die Straße
kann man sagen, wenn links und rechts der Straße Häuser, hohe Bäume, Mauern stehen, insbesonderes (ypaè), wenn damit ein Hindurchfahren gemeint ist:Der Bus fährt durch die Gartenstraße und biegt dann in die Schillerstraße
.Auch möglich:
Der Bus fährt jetzt in die Schillerstraße.Man wohnt in einer Straße:
Er wohnt in einer ruhigen Straße.
4.
Auch richtig:
Die Kinder spielen im Hof (wenn er eng und von Häusern umstanden ist.).5. Frage: wann? – vor
Frage: wie lange? – seit
Ich habe ihn vor zwei Tagen kennengelernt
.Ich kenne ihn erst seit zwei Tagen
.2. Fehler bei der Substantivdeklination
(daiktavardþiø linksniavimas)
Viele Fehler werden bei der Deklination der Substantive gemacht, die schwach dekliniert sind:
Substantiv der Herr wird schwach dekliniert.
Singular:
dem Herrn
den Herrn
aber Plural:
die Herrender Herren
den Herren
die Herren
Substantive:
der Buchstabe
der Friede (der Frieden)
der Funke (der Funken)
der Gedanke
der Glaube (der Glauben)
der Name (der Namen
selten)der Same (der Samen)
der Wille (der Willen
selten)bilden Ausnahmen. Sie werden schwach dekliniert (linksniuojami silpn
àja linksniuote) haben aber im Genitiv zusätzlich (papildomai) ein –s:des Gedankens, des Namens
u. s. w.3. Pluralbildung der homonymen Substantive
(vienodai skambantys skirtingos reikðmës daiktavardþiai)
die Bank
(–en) = Geldinstitutdie Bank
(–e) = Möbel zum Sitzender Strauß
(–e) = zusammengebundene Blumender Strauß
(–e) = großer Laufvogel, der nicht fliegen kann.das Tuch
(–er) = Gewebestückdas Tuch
(–e) = Wollgewebeder Stock
(–e) = der Stabder Stock
(die Stockwerke) = das Stockwerkdie Mutter
(–) = Verwandschaftsgraddie Mutter
(–n) = SchraubenteilUnd Homonyme mit verschiedenem Genus:
der Leiter
(–) = 1. der Chef, der Vorgesetzte2. in der Physik ein Stoff, der den elektrischen Strom gut leitet
die Leiter
(–n) = zum Steigen bestimmtder Band
(–e) = Buchdas Band
(–er) = etwas zum Bindender Bauer
(–n) = Landwirtder/das Bauer
(–) = Käfigder Bund
(–e) =Vereinigungdas Bund
(–e) = etwas Gebundenesder Flur
(–e) = Korridordie Flur
(–en) = Feldder Tor
(–en) = einfältiger Menschdas Tor
(–e) = große Türdie Steuer
(–n) = Abgabe an den Staatdas Steuer
(–) = Lenkvorrichtungder Kiefer
(–) = Schädelknochendie Kiefer
(–n) = Nadelbaumder Schild
(–e) = Schutzwaffedas Schild
(–er) = Erkennungszeichender Mangel
(–) = Fehlerdie Mangel
(–n) = Wäscherolledie Koppel
(–n) = Viehweidedas Koppel
(–) = Gürteldie Kunde
(–n) = Nachrichtder Kunde
(–n) = Käufer4. Komparativ und Superlativ der Adjektive
4.1. Aus a, o, u wird im Komparativ (aukðtesnysis l.) und Superlativ (aukðèiausias l.) oft ä, ö, ü. Das gilt für die folgenden Adjektive:
alt, arg, arm, hart, kalt, krank, lang, nah, scharf, schwach, schwarz, stark, warm, grob, groß, hoch, dumm, gesund, kurz, jung, klug
.4.2. –est im Superlativ nach d, t, s, ß, sch, x, z
frisch – frischer – am frischesten – der frischeste
intelligent – intelligenter – am intelligentesten – der intelligenteste
4.3. Komparativ ohne e bei –el / –er
dunkel – dunkler – am dunkelsten – der dunkelste
teuer – teurer – am teuersten – der teuerste
4.4. Besondere Formen
gern, lieb – lieber – am liebsten – der liebste
Merke
: gern – nur beim Verb: Lieber Otto, ich würde dich gern wiedersehen.groß – größer – am größten – der größte
gut – besser – am besten – der beste
hoch – höher – am höchsten – der höchste
sehr, viel – mehr – am meisten – das meiste, die meisten
Merke
: sehr nur beim Verb: Sie brauchte viel Liebe, und er liebte sie sehr.nah – näher – am nächsten – der nächste
spät – später – am spätesten, zuletzt – der späteste, der letzte
5. Die Deklination des Adjektivs nach “folgend”
folgend – kann Pronomen (ávardis) sein:
folgendes kurze Kapitel
folgendes kurzen Kapitels
mit folgendem kurzen Kapitel u. s. w.
Wenn ein Artikel vor folgend – steht, ist folgend – selbst Adjektiv:
das folgende kurze Kapitel
des folgenden kurzen Kapitels
Die beiden Adjektive haben die gleiche Endung.
6. Die Deklination des Adjektivs nach “viel” und “wenig”
viel und wenig können vor einem Substantiv im Singular oder seltener im Plural stehen. Das dazugehörige Adjektiv folgt der Deklination ohne Artikel (z.B. alter Wein):
Ich habe viel (wenig) kleines Geld.
Er sprach mit wenig innerer Überzeugung.
Auch nach
: allerlei, etwas, genug, manch, mancherlei, mehr, solch folgt das Adjektiv der Deklination ohne Artikel.Merke:
alle/keine/unsere/manche/beide/sämtliche/solche/welche großen Städte.
7. Gebrauch der Zeiten im Deutschen
Präsens (Futur I) – Sprechzeit (gramatinë laiko forma pagrinde naudojama kalbant) mündlich (þodþiu):
für gegenwärtige (dabar vykstantys) Handlungen (veiksmai), Vorgänge (ávykiai), Zustände (bûsenos).
schriftlich (raðtu):
a) in der direkten Rede (tiesioginë kalba)
b) für alle Regeln (taisyklës), Gesetze (ástatymai, dësniai), Naturwissenschaft (gamtos mokslai)
Perfekt (Futur II) – Sprechzeit
mündlich:
für vergangene (praëjæ) Handlungen, Vorgänge, Zustände.
schriftlich:
in der direkten Rede/für Aussagen (pasakojimas, pasisakymas), die vor Präsensaussage liegen.
(Vorzeitigkeit – veiksmas, vykæs anksèiau, prieð kità veiksmà)
Präteritum/Imperfekt – Schreibzeit (gramatinë laiko forma, pagrinde naudojama raðtu)
für die gesamte (visa) erzählende Literatur, für Nachrichten (þinios), Berichte (praneðimai) u. s. w.
Ausnahme(iðimtis)
mündlich: ich war, ich hatte
die Modalverben:
ich konnte, ich mußteanstatt (vietoj):
ich habe ... können, ich habe ... müssen.Plusquamperfekt – Schreibzeit !
(gramatinë laiko forma, naudojama tik raðtu !)
Für Aussagen, die vor der Präteritumaussage liegen (Vorzeitigkeit).
8. “Haben” oder “sein” im Perfekt ?
Wann nehmen wir “ich bin”, wann nehmen wir “ich habe” im Perfekt ?
Das Perfekt mit sein bilden:
8.1. Intransitive (negalininkiniai) Verben
a) die eine Ortsveränderung (vietos pakeitimas) bezeichnen:
Er ist nach Deutschland gefahren, geflogen, umgezogen.
Sie ist durch ganz Europa gereist.
b) die eine Zustandsänderung (bûsenos pasikeitimas) bezeichnen:
Die Blume ist verblüht.
Er ist geboren, aufgewacht, erwacht, aufgestanden, gewachsen, gealtert, verhungert, verdurstet, erstickt, eingeschlafen, gestorben, verschwunden.
Ebenso:
gedeihen, glücken, gelingen, misslingen, geschehen, passieren, werden.Der Plan ist misslungen.
8.2. Ausnahmen:
begegnen, folgen, sein, bleiben.
Merke
: I. 1. Nimmt ein Verb der Bewegung ein Akkusativobjekt (tiesioginis papildinys) zu sich, so bildet er das Perfekt mit haben:Er hat den Fußballspieler
(auch: dem Fußballspieler) ans Bein getreten.Er hat das Auto in die Garage gefahren.
2. das Geschehen wird in seiner Dauer (trukmë) betrachtet:
Er hat zwei Stunden geschwommen.
Sie hat jede Woche getanzt.
Ebenso
(taip pat): paddeln, reiten, rudern, fliegen.Allerdings (tiesa, þinoma) besteht heute die Tendenz, überall sein zu gebrauchen
II. Ist die Ortsveränderung erkennbar, wird sein gebraucht.
Sie ist nach Hamburg gesegelt.
9. Futur I und Futur II: Bedeutung und Gebrauch
Futur I:
Die Einwohnerzahl wird bis zum Jahr 2050 abnehmen.
(Prognose)Sie wird ihre Kette (wohl) wiederfinden.
Er wird jetzt (wohl) keine Zeit haben.
Kommen Sie auch ? – Ich werde kommen !
(Versprechen)Du wirst (jetzt sofort) kommen !
(Befehl)Futur II:
Die Einwohnerzahl wird Jahr 2050 abgenommen haben.
(Prognose)Die Kette wird in den Ausschnitt gerutscht sein.
Er wird gestern (wohl) keine Zeit gehabt haben.
10. “Müssen” oder “sollen”
Die beiden Modalverben werden häufig nicht klar unterschieden.
sollen bezeichnet den Auftrag (uþduotá, pavedimà), den Wunsch (norà) oder die Pflicht (pareigà, prievolæ), die von außen (ið kitø) kommt:
Ich soll mehr lernen, sagt mein Deutschlehrer.
Du sollst nicht stehlen !
(Das Gesetz der Bibel)Soll ich dir mein neues Haus mal zeigen ?
(Willst du, dass ich es dir zeige ?)
müssen bezeichnet einen Zwang (neiðvengiamumà), eine Notwendigkeit (bûtinumà), eine Aufforderung (paraginimà, kvietimà):
Alle Menschen müssen sterben.
Ich muss jetzt gehen, denn mein Bus fährt gleich.
Du musst unbedingt dieses Buch kaufen !
(So fordert mich meine Freundin auf.)
11. Stellung der Modalverben im Satz
Wenn ein oder mehrere Modalverben (können, sollen u.s.w. auch hören, sehen, lassen) im Satz hinzutreten, steht im Perfekt/Plusquamperfekt das konjugierte Hilfsverb (hat, hatte) vor den Infinitiven:
Ich habe leider nicht alles verstehen können.
Du hättest ihn ausreden lassen sollen.
Nachdem der verletzte Sportler so lange im Bett hatte liegen müssen, fiel ihm das Laufen schwer.
12. Konjunktiv II der Modalverben: Bedeutung und Gebrauch
Vermutung (spëjimas, manymas):
Die Zahl könnte noch weiter abnehmen
(unsicher – netvirtai)Die Zahl dürfte nach den Prognosen steigen
(etwas unsicher – ne visai tvirtai, abejojama)700 Mark müssten für Essen und Trinken reichen
(fast sicher – beveik neabejojama)13. Die Stellung von “nicht” im Satz
13.1. Bei der Satzverneinung (sakinio neigimas) steht nicht meistens hinter (uþ) dem Akkusativobjekt (tiesioginis papildinys):
Er liest das Buch nicht.
Nicht:
Er liest nicht das Buch.13.2. Nicht steht hinter dem Dativobjekt (naudininku iðreikðtas papildinys), wenn kein Akkusativobjekt folgt:
Ich habe dem Mann nicht geholfen.
13.3. Eine Ausnahme bilden Substantive, die mit dem Verb einen festen Ausdruck (tvirtas þodþiø junginys) bilden. Dann steht nicht vor dem festen Ausdruck:
Abschied nehmen, Schlittschuh laufen, Ski laufen, Atem holen, Angst haben
u. s. w.:Er kann nicht Schlittschuh laufen.
Nicht:
Er kann Schlittschuh nicht laufen.Merke
: nicht verneint (paneigia) auch:a) eine Vorsilbe (prieðdëlá),
b) ein Wort,
c) einen Satzteil (sakinio dalá):
a) Du sollst die Tür nicht auf–, sondern zumachen.
b) Wir haben nicht gearbeitet, sondern ferngesehen.
c) Wir sind nicht in die Mensa, sondern ins Cafe` gegangen.
14. “her” oder “hin”
her – zum Sprecher hin gerichtet:
1. Es klopfte an die Tür und die Frau rief: – Herein !
2.
Sie hat die Tür von innen zugehalten und niemanden herein gelassen.hin – vom Sprecher weg:
Soll ich die alten Sachen nach oben bringen ?
– Ja, trag sie hinauf, oder bringe sie hinaus, am besten auf den Hof.
15. Die vorsichtige (höfliche) Bitte
Die vorsichtige Bitte formulieren wir komplizierter als die direkte (tiesioginis) Bitte. Wir nehmen den Konjunktiv II und beginnen diplomatisch:
Würden Sie ... Könnten Sie ... Hätten Sie ...
Unseren Wunsch sagen wir erst am Ende des Satzes:
Hätten Sie einen Moment Zeit ?
Könnten Sie mir den Zucker geben ?
Würden Sie mir bitte sagen wo nächster Supermarkt liegt ?
16. Nullartikel
Der Nullartikel steht:
16.1. im Plural, wenn im Singular der unbestimmte Artikel steht (weil es keinen Plural des unbestimmten Artikels im Deutschen gibt):
Wir werden ihm zum Geburtstag Bücher schenken.
(Singular:
wir werden ihm zum Geburtstag ein Buch schenken)16.2. bei Krankheitsbezeichnungen (ligø pavadinimai) im Plural:
Sie hat Masern.
Die international gebräuchlichen Krankheitsnamen stehen ohne Artikel:
Er hat Gastritis.
16.3. nach als
Zur Angabe eines Berufs oder einer charakterisierender Eigenschaft (savybë) steht nach als der Nullartikel:
Sie arbeitet als Kontrolleurin.
Er wird als Vorsitzender bestätigt.
16.4. vor Stoffbezeichnungen (medþiagø pavadinimai) im Singular, wenn die unbestimmte Menge (nenurodytas kiekis) eines Stoffes bezeichnet wird:
Er trinkt gern Bier.
Zum Bau eines Hauses braucht man Zement und Sand.
Merke: Nach der gleichen Regel steht der Nullartikel auch bei Substantiven auf –zeug, –werk u. a.:
Das Kind wünscht sich immer Spielzeug (neues Schuhwerk).
Stoffnamen stehen mit Artikel, wenn von einem bestimmten Stoff die Rede ist:
Das kalte Wasser dient der Abhärtung des Körpers.
Der Stahl ist nicht hart genug.
16.5. in festen Zwillingsformen:
Haus und Hof, durch Wald und Flur, Mann und Frau, Satz für Satz, weder Fisch noch Fleisch
u. a.16.6. bei vorangestelltem Genitiv:
Dort kommt Karls Mutter.
Das ist meines Vaters Mantel.
Merke: bei nachgestelltem Genitiv bzw. Umschreibung mit von steht der bestimmte oder unbestimmte Artikel:
Das ist der/ein Mantel meines Vaters.
Dort kommt die Mutter von Karl.
16.7. bei Personennamen:
a) ohne Attribut:
Lina wohnt in Berlin.
Müllers fahren im Urlaub an die See.
b) mit Titel:
Direktor Schulze
Doktor Kunze
Bei Berufsbezeichnungen (profesijø pavadinimai) vor dem Eigennamen ist der Gebrauch schwankend (nepastovus):
Der Schriftsteller Strittmater
Vereinsvorsitzender ist Walter Pfaff
c) bei Verwandschaftsnamen Mutter, Vater, Großvater, Großmutter, Onkel, Tante. Sie werden wie Eigennamen behandelt und mit Nullartikel verwendet, wenn man von den eigenen Verwandten spricht:
Du musst einen Brief an Tante Else schreiben.
Vater ist ins Büro gegangen.
Besonderheit: Umgangssprachlich (ðnekamojoje kalboje) ist der Gebrauch des bestimmten Artikels vor dem Vor – oder Nachnamen üblich:
die Else, die Müllers
16.8. bei geographischen Namen:
a) bei den Namen der fünf Kontinente Afrika, Amerika, Asien, Australien und Europa:
Die Forscher unternehmen eine Reise nach Afrika.
Merke: Arktis und Antarktis stehen mit dem bestimmten Artikel:
Er hat an einer Expedition in die Antarktis teilgenommen.
b) bei den Namen der meisten Länder:
c) bei den Ortsnamen ohne Artikel:
Der Zug kommt aus Vilnius.
d) bei den Namen vieler Landschaften und Inseln:
Thüringen, Kreta, Kalifornien, Rügen, Sibirien
u. a.Aber:
16.9. bei kirchlichen Feiertagen. Kirchliche Feiertage (auch Silvester, Neujahr) stehen ohne Artikel.
Merke: Feiertage mit –tag oder –fest am Ende stehen mit Artikel:
Das Reformationsfest ist ein evangelischer Feiertag.
16.10. bei den Verben sein, werden und bleiben:
a) bei Berufs– oder Funktionsbezeichnungen:
Er ist Rechtsanwalt. Sie wird Lehrerin.
Er bleibt Direktor unseres Gymnasiums.
b) bei Nationalitätsbezeichnungen:
Sie ist Deutsche. Er ist Türke.
Aber:
Die Deutschen galten als ein fleißiges Volk.16.11. bei Namen von Unterrichts – und Studienfächer:
Heute haben wir Deutsch.
Mein Neffe studiert Medizin.
16.12. bei Substantiven, die ein Gefühl (jausmas), Abstrakta, die eine Eigenschaft (savybë), einen Zustand (bûsena) oder Vorgang (procesas) ausdrücken:
Das ist Liebe auf den ersten Blick. Er zitterte vor Angst.
Er hat viel Arbeit.
Aber:
Die Arbeit ist zu schwer für sie (eine bestimmte Arbeit)16.13.nach Verben heißen, nennen, bezeichnen als:
Dieses Werkzeug nennt man Säge. Jemand, der Geburtstag hat, wird als Geburtstagskind bezeichnet.
16.14. bei einigen Substantiven (meist Jahreszeiten, Monate, Wochentage) in Sätzen:
es + sein/werden + Nominativ:
Es ist schon Sommer. Im Oktober wird es langsam Winter.
16.15.bei Zeitangaben (laiko nurodymas) mit Anfang, Mitte oder
Ende + Monatsangabe stehen beide Wörter ohne Artikel:
Ich komme Mitte September/ Ende Oktober. Anfang 1995.
Aber:
Anfang des/dieses Jahres. Mitte der/dieser Woche. Ende des/dieses Monats.17. “Wenn” oder “als”
Wenn wird gebraucht:
17.1. Gegenwart und Zukunft:
a) nur einmal: Ereignis (ávykis)/Zustand (bûsena)
Wenn das Konzert aus ist, bin ich froh.
Wenn ich einmal alt bin, habe ich viel Zeit.
b) immer wieder (häufige Wiederholung derselben Situation):
Immer wenn du dich ärgerst, beginnst du zu schreien.
17.2. Vergangenheit:
immer wieder (häufige Wiederholung derselben Situation):
Immer wenn der Prinz das Mädchen umarmen wollte, verschwand es in der Nacht.
als
wird gebraucht:Vergangenheit:
nur einmal: Ereignis/Zustand
Als das Fest zu Ende war, eilten alle nach Hause.
Als Anne noch zu Hause wohnte, musste sie von früh bis spät in der Küche arbeiten.
18. Vorzeitigkeit beim “nachdem” – Satz
Merke: Die Konjunktion nachdem verlangt immer einen Zeitenwechsel (laikø kaita) nach folgendem Schema:
nachdem – Satz: Hauptsatz:
Perfekt Präsens
Perfekt Futur
Plusquamperfekt Imperfekt/Präteritum (Perfekt)
Nachdem wir die Arbeit beendet haben, fahren wir nach Hause.
Nachdem er die Prüfung bestanden hat, wird er Medizin studieren.
Nachdem sie einander zufällig begegnet waren, gingen sie miteinander.
4.2. DIE STARKEN UND UNREGELMÄßIGEN VERBEN
|
Infinitiv |
3. Pers. Sg. |
3. Pers. Sg. |
3. Pers. Sg. |
|
backen |
er bäckt (backt) |
er backte (buk) |
er hat gebacken |
|
befehlen |
er befiehlt |
er befahl |
er hat befohlen |
|
beginnen |
er beginnt |
er begann |
er hat begonnen |
|
beissen |
er beisst |
er biss |
er hat gebissen |
|
bergen |
er birgt |
er barg |
er hat geborgen |
|
bersten |
er birst |
er barst |
er ist geborsten |
|
betrügen |
er betrügt |
er betrog |
er hat betrogen |
|
bewegen |
er bewegt |
er bewog |
er hat bewogen |
|
biegen |
er biegt |
er bog |
er hat gebogen |
|
bieten |
er bietet |
er bot |
er hat geboten |
|
binden |
er bindet |
er band |
er hat gebunden |
|
bitten |
er bittet |
er bat |
er hat gebeten |
|
blassen |
er bläst |
er blies |
er hat geblasen |
|
bleiben |
er bleibt |
er blieb |
er ist geblieben |
|
braten |
er brät (bratet) |
er briet |
er hat gebraten |
|
brechen |
er bricht |
er brach |
er ist/hat gebrochen |
|
brennen |
er brennt |
er brannte |
er hat gebrannt |
|
bringen |
er bringt |
er brachte |
er hat gebracht |
|
denken |
er denkt |
er dachte |
er hat gedacht |
|
dingen |
er dingt |
er dingte |
er hat gedungen |
|
dreschen |
er drischt |
er drosch |
er hat gedroschen |
|
dringen |
er dringt |
er drang |
er ist/hat gedrungen |
|
dürfen |
er darf |
er durfte |
er hat gedurft |
|
Infinitiv |
3. Pers. Sg. |
3. Pers. Sg. |
3. Pers. Sg. |
|
empfehlen |
er empfiehlt |
er empfahl |
er hat empfohlen |
|
erlöschen |
er erlischt |
er erlosch |
er ist erloschen |
|
erschrecken |
er erschrickt |
er erschrak |
er ist erschrocken |
|
erwägen |
er erwägt |
er erwog |
er hat erwogen |
|
essen |
er isst |
er aß |
er hat gegessen |
|
fahren |
er fährt |
er fuhr |
er ist/hat gefahren |
|
fallen |
er fällt |
er fiel |
er ist gefallen |
|
fangen |
er fängt |
er fing |
er hat gefangen |
|
fechten |
er ficht |
er focht |
er hat gefochten |
|
finden |
er findet |
er fand |
er hat gefunden |
|
flechten |
er flicht |
er flocht |
er hat geflochten |
|
fliegen |
er fliegt |
er flog |
er ist/hat geflogen |
|
fliehen |
er flieht |
er floh |
er ist geflohen |
|
fließen |
er fließt |
er floss |
er ist geflossen |
|
fressen |
er frisst |
er fraß |
er hat gefressen |
|
frieren |
er friert |
er fror |
er hat gefroren |
|
gären |
er gärt |
er gor |
er ist gegoren |
|
gebären |
sie gebiert (gebärt) |
sie gebar |
sie hat geboren |
|
geben |
er gibt |
er gab |
er hat gegeben |
|
gedeihen |
er gedeiht |
er gedieh |
er ist gediehen |
|
gehen |
er geht |
er ging |
er ist gegangen |
|
gelingen |
er gelingt |
er gelang |
er ist gelungen |
|
gelten |
er gilt |
er galt |
er hat gegolten |
|
genesen |
er genest |
er genas |
er ist genesen |
|
genießen |
er genießt |
er genoss |
er hat genossen |
|
geschehen |
er geschieht |
er geschah |
er ist geschehen |
|
gewinnen |
er gewinnt |
er gewann |
er hat gewonnen |
|
gießen |
er gießt |
er goss |
er hat gegossen |
|
gleichen |
er gleicht |
er glich |
er hat geglichen |
|
gleiten |
er gleitet |
er glitt |
er ist geglitten |
|
glimmen |
er glimmt |
er glomm |
er hat geglommen |
|
graben |
er gräbt |
er grub |
er hat gegraben |
|
greifen |
er greift |
er griff |
er hat gegriffen |
|
haben |
er hat |
er hatte |
er hat gehabt |
|
halten |
er hält |
er hielt |
er hat gehalten |
|
hängen |
er hängt |
er hing |
er hat gehangen |
|
hauen |
er haut |
er hieb (haute) |
er hat gehauen |
|
heben |
er hebt |
er hob |
er hat gehoben |
|
heißen |
er heißt |
er hieß |
er hat geheißen |
|
Infinitiv |
3. Pers. Sg. |
3. Pers. Sg. |
3. Pers. Sg. |
||
|
helfen |
er hilft |
er half |
er hat geholfen |
||
|
kennen |
er kennt |
er kannte |
er hat gekannt |
||
|
klimmen |
er klimmt |
er klomm |
er ist geklommen |
||
|
klingen |
er klingt |
er klang |
er hat geklungen |
||
|
kneifen |
er kneift |
er kniff |
er hat gekniffen |
||
|
kommen |
er kommt |
er kam |
er ist gekommen |
||
|
können |
er kann |
er konnte |
er hat gekonnt |
||
|
kriechen |
er kriecht |
er kroch |
er ist gekrochen |
||
|
laden |
er lädt |
er lud |
er hat geladen |
||
|
lassen |
er lässt |
er ließ |
er hat gelassen |
||
|
laufen |
er läuft |
er lief |
er ist gelaufen |
||
|
leiden |
er leidet |
er litt |
er hat gelitten |
||
|
leihen |
er leiht |
er lieh |
er hat geliehen |
||
|
lesen |
er liest |
er las |
er hat gelesen |
||
|
liegen |
er liegt |
er lag |
er hat gelegen |
||
|
lügen |
er lügt |
er log |
er hat gelogen |
||
|
mahlen |
er mahlt |
er mahlte |
er hat gemahlen |
||
|
meiden |
er meidet |
er mied |
er hat gemieden |
||
|
melken |
er melkt |
er molk (melkte) |
er hat gemolken |
||
|
messen |
er misst |
er maß |
er hat gemessen |
||
|
mögen |
er mag |
er mochte |
er hat gemocht |
||
|
müssen |
er muss |
er musste |
er hat gemusst |
||
|
nehmen |
er nimmt |
er nahm |
er hat genommen |
||
|
nennen |
er nennt |
er nannte |
er hat genannt |
||
|
pfeifen |
er pfeift |
er pfiff |
er hat gepfiffen |
||
|
preisen |
er preist |
er pries |
er hat gepriesen |
||
|
quellen |
er quillt |
er quoll |
er ist gequillen |
||
|
raten |
er rät |
er riet |
er hat geraten |
||
|
reiben |
er reibt |
er rieb |
er hat gerieben |
||
|
reissen |
er reisst |
er riss |
er hat/ist gerissen |
||
|
reiten |
er reitet |
er ritt |
er ist/hat geritten |
||
|
rennen |
er rennt |
er rannte |
er ist gerannt |
||
|
riechen |
er riecht |
er roch |
er hat gerochen |
||
|
ringen |
er ringt |
er rang |
er hat gerungen |
||
|
rinnen |
er rinnt |
er rann |
er ist geronnen |
||
|
rufen |
er ruft |
er rief |
er hat gerufen |
||
|
salzen |
er salzt |
er salzte |
er hat gesalzen |
||
|
saufen |
er säuft |
er soff |
er hat gesoffen |
||
|
saugen |
er saugt |
er sog (saugte) |
er hat gesogen (gesaugt) |
||
|
Infinitiv |
3. Pers. Sg. |
3. Pers. Sg. |
3. Pers. Sg. |
|
|
schaffen |
er schafft |
er schuf |
er hat geschaffen |
|
|
scheiden |
er scheidet |
er schied |
er hat/ist geschieden |
|
|
scheinen |
er scheint |
er schien |
er hat geschienen |
|
|
schelten |
er schilt |
er schalt |
er hat gescholten |
|
|
scheren |
er schert |
er schor |
er hat geschoren |
|
|
schieben |
er schiebt |
er schob |
er hat geschoben |
|
|
schießen |
er schießt |
er schoss |
er hat geschossen |
|
|
schlafen |
er schläft |
er schlief |
er hat geschlafen |
|
|
schlagen |
er schlägt |
er schlug |
er hat geschlagen |
|
|
schleichen |
er schleicht |
er schlich |
er ist geschlichen |
|
|
schleifen |
er schleift |
er schliff |
er hat geshliffen |
|
|
schließen |
er schließt |
er schloss |
er hat geschlossen |
|
|
schlingen |
er schlingt |
er schlang |
er hat geschlungen |
|
|
schmeißen |
er schmeißt |
er schmiss |
er hat geschmissen |
|
|
schmelzen |
er schmilzt |
er schmolz |
er hat/ist geschmolzen |
|
|
schneiden |
er schneidet |
er schnitt |
er hat geschnitten |
|
|
schreiben |
er schreibt |
er schrieb |
er hat geschrieben |
|
|
schreien |
er schreit |
er schrie |
er hat geschrie(e)n |
|
|
schreiten |
er schreitet |
er schritt |
er ist geschritten |
|
|
schweigen |
er schweigt |
er schwieg |
er hat geschwiegen |
|
|
schwellen |
er schwillt |
er schwoll |
er ist geschwollen |
|
|
schwimmen |
er schwimmt |
er schwamm |
er ist/hat geschwommen |
|
|
schwingen |
er schwingt |
er schwang |
er hat geschwungen |
|
|
schwören |
er schwört |
er schwor |
er hat geschworen |
|
|
sehen |
er sieht |
er sah |
er hat gesehen |
|
|
senden |
er sendet |
er sandte (sendete) |
er hat gesandt (gesendet) |
|
|
sein |
er ist |
er war |
er ist gewesen |
|
|
singen |
er singt |
er sang |
er hat gesungen |
|
|
sinken |
er sinkt |
er sank |
er ist gesunken |
|
|
sinnen |
er sinnt |
er sann |
er hat gesonnen |
|
|
sitzen |
er sitzt |
er saß |
er hat gesessen |
|
|
Infinitiv |
3. Pers. Sg. |
3. Pers. Sg. |
3. Pers. Sg. |
|
sollen |
er soll |
er sollte |
er hat gesollt |
|
spalten |
er spaltet |
er spaltete |
er hat gespalten |
|
speien |
er speit |
er spie |
er hat gespie(e)n |
|
spinnen |
er spinnt |
er spann |
er hat gesponnen |
|
sprechen |
er spricht |
er sprach |
er hat gesprochen |
|
sprießen |
er sprießt |
er spross |
er ist gesprossen |
|
springen |
er springt |
er sprang |
er ist gesprungen |
|
stechen |
er sticht |
er stach |
er hat gestochen |
|
stehen |
er steht |
er stand |
er hat gestanden |
|
stehlen |
er stiehlt |
er stahl |
er hat gestohlen |
|
steigen |
er steigt |
er stieg |
er ist gestiegen |
|
sterben |
er stirbt |
er starb |
er ist gestorben |
|
stieben |
er steibt |
er stob |
er ist gestoben |
|
stinken |
er stinkt |
er stank |
er hat gestunken |
|
stoßen |
er stößt |
er stieß |
er hat/ist gestoßen |
|
streichen |
er streicht |
er strich |
er hat gestrichen |
|
streiten |
er streitet |
er stritt |
er hat gestritten |
|
tragen |
er trägt |
er trug |
er hat getragen |
|
treffen |
er trifft |
er traf |
er hat getroffen |
|
treiben |
er treibt |
er trieb |
er hat/ist getrieben |
|
treten |
er tritt |
er trat |
er ist/hat getreten |
|
trinken |
er trinkt |
er trank |
er hat getrunken |
|
tun |
er tut |
er tat |
er hat getan |
|
verbleichen |
er verbleicht |
er verblich |
er/es ist verblichen |
|
verderben |
er verdirbt |
er verdarb |
er hat/ist verdorben |
|
verdrießen |
er verdrießt |
er verdross |
er hat verdrossen |
|
vergessen |
er vergisst |
er vergaß |
er hat vergessen |
|
verlieren |
er verliert |
er verlor |
er hat verloren |
|
verschwinden |
er verschwindet |
er verschwand |
er ist verschwunden |
|
verzeihen |
er verzeiht |
er verzieh |
er hat verziehen |
|
wachsen |
er wächst |
er wuchs |
er ist gewachsen |
|
waschen |
er wäscht |
er wusch |
er hat gewaschen |
|
weichen |
er weicht |
er wich |
er ist gewichen |
|
weisen |
er weist |
er wies |
er hat gewiesen |
|
Infinitiv |
3. Pers. Sg. |
3. Pers. Sg. |
3. Pers. Sg. |
|
wenden |
er wendet |
er wandte (wendete) |
er hat gewandt (gewendet) |
|
werben |
er wirbt |
er warb |
er hat geworben |
|
werden |
er wird |
er wurde |
er ist geworden |
|
werfen |
er wirft |
er warf |
er hat geworfen |
|
wiegen |
er wiegt |
er wog |
er hat gewogen |
|
winden |
er windet |
er wand |
er hat gewunden |
|
wissen |
er weiß |
er wusste |
er hat gewusst |
|
wollen |
er will |
er wollte |
er hat gewollt |
|
wringen |
er wringt |
er wrang |
er hat gewrungen |
|
ziehen |
er zieht |
er zog |
er hat/ist gezogen |
|
zwingen |
er zwingt |
er zwang |
er hat gezwungen |
4.3. TEST FÜR DIE MITTELSTUFE
Lesen Sie den Text und wählen Sie die richtigen Wörter aus!
4.3.1. Mann
….. (1) punkt zwölf Uhr, zu der Zeit, da ich …..(2) Karl treffen sollte, …..(3) ich ins Restaurant gegangen. Karl war noch nicht …..(4). Ich habe mich also …..(5) einen freien Tisch …..(6), und da ich keine …..(7) hatte, habe ich die Zeit damit verbracht, die …..(8) Gäste zu beobachten, die schon …..(9) aßen. Nebenan saß ein Herr - nicht sehr groß aber rund wie ein …..(10), der gerade einen …..(11) Teller Suppe …..(12) hatte, und der jetzt dabei …..(13), eine enorme Portion Schnitzel zu verschlingen, die genug für einen …..(14) gewesen wäre. Ich beobachtete …..(15) fasziniert: dass er so viel essen konnte! …..(16) sah er von seinem Teller auf und sagte, ”Also, …..(17) Mann. Sie …..(18), dass ich zu viel esse, nicht wahr? Das werde ich …..(19) erklären. …..(20) ich zu dick bin, hat mir der Arzt geraten, eine strenge Diät einzuhalten. Nun, …..(21) der Woche esse ich fast …..(22), aber sonntags komme ich hierher, um gut zu essen, damit ich nicht vor …..(23) sterbe.”
1. A.
am B. um C. gegen D. über2. A. meinen B. meine C. mein D. meinen
Freund Freunde Freund Freunden
3. A. habe B. sei C. ist D. bin
4. A. angekommen B. zu kommen C. ist D. bin
5. A. neben B. um C. an D. am
6. A. zu setzen B. sitzen C. gesessen D. gesetzt
7. A. Buch B. Zeitung C. Band D. Menü
8. A. andere B. junge C. weißen D. anderen
9. A. zu Mittag B. zu Abend C. zu Hause D. später
10. A. Kugel B. Affe C. Luftballon D. Kind
11. A. zweiten B. zwei C. zweite D. zweiter
12. A. geleert B. gelehrt C. gelernt D. leere
13. A.ist B. wird C. war D. hatte
14. A. Löwe B. Löwen C. Krokodil D. Löwin
15. A. ihm B. ihn C. seinen D. ihr
16. A. leise B. laut C. alt D. plötzlich
17. A. junge B. junger C. jungen D. junges
18. A. finden B. suchen C. sprechen D. sehen
19. A. dir B. Sie C. Ihnen D. Ihren
20. A. oder B. als C. wenn D. weil
21. A. während B. durch C. um D. an
22. A. nichts B. prima C. viel D. nicht
23. A. Essen B. Durst C. Hunger D. Hunde
4.3.2. DER PARKPLATZ – GANGSTER
Jeder durfte …..(1) großen Parkplatz vor dem Verwaltungsgebäude parken. Vier Parkwächter …..(2) hier. Jeder von ihnen war verantwortlich für 45 Plätze. Es gab eine Einfahrt und eine Ausfahrt. Es war genau 7 Uhr 45, …..(3) ein grauer SAAB langsam fuhr. Noch war …..(4) sehr ruhig und nur …..(5) Leute zu sehen.
Ein …..(6) Mann mit Sonnenbrille und …..(7) Mütze auf dem Kopf und hellem Regenmantel …..(8) und ging …..(9) den Parkwächter zu.
”Wie kommt es, dass es noch so leer ist?” fragte der Kunde, und Arno Wacker, der Parkwächter, lachte: “…..(10) einer halben Stunde ist nichts mehr frei. Sie haben Glück, dass Sie so früh hier sind. Wie …..(11) bleiben Sie?”
Der SAAB - Fahrer antwortete: “Es wird …..(12) 11 Uhr werden.” “Zwei Mark vierzig”, sagte Arno Wacker und gab dem Mann die Quittung. Der Parkplatz vor dem Verwaltungsgebäude war voll …..(13).
Nicht weit davon aber war ein Mann und …..(14) scharf, was rund um den SAAB passierte. Er trug eine braune …..(15) und einen Hut auf dem Kopf.
Nur …..(16), der ganz aufmerksam und genau beobachtet, …..(17), dass dieser Mann …..(18) Mann war, der den grauen SAAB fuhr.
8 Uhr 40 war wohl der Augenblick, …..(19) er gewartet hatte: Der Parkwächter war gerade dabei, am Ende des Platzes einem Fahrer Geld …..(20), als plötzlich Leben in den Mann kam.
Mit schnellen …..(21) ging er auf den SAAB zu.
Keiner merkte etwas.
30 Sekunden später …..(22) der Wagen die Ausfahrt des Parkplatzes. Keiner …..(23) ihn.
Drei Minuten später ließ Arno Wacker einen gelben VW auf den leergewordenen Platz fahren. Er merkte nicht, …..(24) der SAAB weg war.
11 Uhr 10.
Ein Mann mit Bart, Sonnenbrille und hellem Regelmantel lief aufgeregt zu Arno Wacker.
“Wo ist mein Auto?” …..(25) er dem Parkwächter laut zu.
Der Mann im Regenmantel ärgerte …..(26) immer mehr. Er sagte böse zu Wacker: “Sie sind …..(27). Im Wagen waren mehrere …..(28) Bilder.”
Ein Polizist, der …..(29) auch auf dem Parkplatz war, ging schnell auf die beiden zu: “Was ist hier los?” fragte er.
Der Mann mit Bart ließ den Parkwächter los und fing an, dem …..(30) laut und aufgeregt die Geschichte zu erzählen.
1. A.
auf den B. auf dem C. in den D. in dem2. A. arbeiteten B. spielten C. bummelten D. tranken
3. A. wann B. wenn C. als D. wo
4. A. alle B. viele C. etwa D. alles
5. A. wenige B. wenigen C. weniger D. weniges
6. A. vollbärtiges B. vollbärtiger C. vollbärtig D. vollbärtige
7. A. karierter B. karierte C. karierten D. kariertem
8. A. steigt aus B. ausstieg C. stieg aus D. ausgestiegen
9. A. bei B. auf C. an D. über
10. A. in B. um C. zu D. gegen
11. A. alt B. kurz C. viel D. lange
12. A. mehr B. mindestens C. weniger D. nur
13. A. übersetzt B. sauber C. leer D. besetzt
14. A. beobachtete B. betrachtete C. brauchte D. änderte
15. A. Mantel B. Sakko C. Anorak D. Jacke
16. A. ein B. eine C. einer D. eines
17. A. gesehen hat B. gesehen hätte C. hätte gesehen D. habe gesehen
18. A. derselbe B. dasselbe C. dieselbe D. dieselben
19. A. über den B. von dem C. auf den D. an dem
20. A. zu wechseln B. zu tauschen C. wechseln D. täuschen
21. A. Beinen B. Schritten C. Schritte D. Schreien
22. A. fuhr ab B. abfuhr C. fuhr durch D. durchfuhr
23. A. begegnete B. ansah C. folgte D. stoppte
24. A. denn B. dass C. weil D. da
25. A. sagte B. klappte C. kam D. rief
26. A. ¾ B. sich C. seiner D. sein
27. A. schuldig B. böse C. gut D. faul
28. A. teuren B. teuer C. teures D. teure
29. A. ordentlich B. zufällig C. sauber D. groß
30. A. Polizist B. Polizei C. Polizisten D. Polizeiwache
4.3.3. LÖSUNGSSCHLÜSSEL FÜR DEN TEST
I.
1. B 2. A 3. D 4. A 5. C 6. D 7. B
8. D 9. A 10. C 11. A 12. A 13. C 14. B
15. B 16. D 17. B 18. A 19. C 20. D 21. A
22. A 23. C
II.
1. B 2. A 3. C 4. D 5. A 6. B 7. A
8. C 9. B 10. A 11. D 12. B 13. D 14. A
15. D 16. C 17. C 18. A 19. C 20. A 21. B
22. D 23. D 24. B 25. D 26. B 27. A 28. D
29. B 30. C
4.4. “SPRICHWORT – WAHR WORT”
Das Sprichwort ist ein kurz und prägnant gefasster, bildhafter Ausdruck menschlicher, oft zeitbedingter Wahrheit ohne bekannten Urheber.
Jede Zeit bringt ihre Sprichwörter hervor, auch die heutige. Aber die meisten deutschen Sprichwörter sind sehr alt. Schlichte Bauersleute oder Handwerker gaben in bildhafter Rede ihre Erfahrungen weiter.
Alte Sprichwörter haben erzieherische Absicht auch heutzutage. Das bildhafte und volkstümliche Sprichwort kann dem Menschen zur richtigen Einsicht verhelfen.
Ein großer Teil der deutschen Sprichwörter hat Parallelen in den Sprachen anderer Völker, auch in Litauischem: “Lügen haben kurze Beine” (Melo kojos trumpos), “Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein” (Nekask duobës kitam, nes pats ákrisi), “Ein blindes Huhn findet auch ein Korn” (Pasisekë kaip aklai viðtai grûdà radus) u. s. w.
Aber es gibt typisch deutsche Sprichwörter, welche nicht einfach in der litauischen Sprache zu finden sind.
Solche deutsche Sprichwörter werden hier den Lernern gegeben.
Wer die Leiter hält, ist so schuldig wie der Dieb.
Finden und verhehlen ist so gut wie stehlen.
Lügner muss ein gutes Gedächtnis haben.
Wie gewonnen so zerronen (Was man leicht und mühelos erwirbt, verliert man auch leicht wieder).
Dem fleißigen Hamster schadet der Winter nichts.
Wirf die alten Schuhe nicht weg, eh’ du neue hast.
Wo die Pfuscher haben Brot leiden wackre Meister Not.
Das wäre kein Kaufmann, der nicht Mäusedreck für indischen Pfeffer verkaufen kann.
Wer sich zum Esel macht, der muss die Säcke tragen.
Besser der Hut ist verrückt als der Kopf.
Alter schützt vor Torheit nicht.
Die Dummen machen immer die gleichen Torheiten, die Klugen immer neue.
Ein Narr fragt mehr als sieben Weise beantworten können.
Wer die Krücke braucht, soll nicht tanzen gehen.
Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist.
Unverhofft kommt oft (Oft kommt das, was man nicht erwartet).
Getretener Quark wird breit, nicht stark.
Schmiedes Kinder sind die Funken gewöhnt.
Eigner Herd ist Goldes wert.
Weck keine schlafenden Hunde (Sei vorsichtig!)
Jammern füllt keine Kammern.
Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
Wer eine schöne Schwester hat, bekommt bald einen Schwager.
Die beste Pille ist einfache Kost, die beste Arznei frische Luft.
Die Rache ist süß, aber man verdirbt sich leicht den Magen daran.
Besser eine ehrliche Ohrfeige als ein falscher Kuss.
Versprich wenig, aber halte viel.
Träume sind Schäume.
Man soll den Bissen nicht größer nehmen als der Mund ist.
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! (Der Bauer, der sein Korn als erster zur Mühle brachte, bekam es zuerst gemahlen).
Eine magere Kuh ist noch lange kein Reh.
Wer nur einen Tag älter ist, ist um ein Jahr erfahrener als du.
Wer schreibt, der bleibt.
Ein Anfänger ist kein Meister.
Lässiger Schüler bleibt ein Schüler.
Wer seine Muttersprache redet wie ein Pferd, der ist der Verachtung wert.
Erfahrung ist ein langer Weg.
Weise Sprüche, gute Lehren soll man tun und nicht bloß hören.
Der Halbgebildete ist schlimmer als der Unwissende.
Der Lehrer ist ein ewiger Lerner.
Man wird so alt wie ’ne Kuh und lernt immer dazu.
Ein Mensch ohne Bildung ist ein Spiegel ohne Politur.
Alte zur Rat, Junge zur Tat.
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