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Folgender Artikel gefunden bei Offenbach Post [23 Mar 2004], Lokalnachrichten-Verknüpfung: Babenhausen, erschienen in der Offenbach Post am 23. März 2004.

Happy End mit Rambazamba

Tosender Applaus für Sickenhöfer Laientheater (SiLT) /Lachtränen kullerten

Sickenhofen (pg) - Am überraschenden Schluss des Stücks gab's natürlich ein Happy End, auch für die acht Darsteller, denn das Publikum applaudierte begeistert. Es hatte wieder Tränen gelacht beim Theaterabend in der Sickenhöfer Mehrzweckhalle.

Seit 1996 sorgen die 14 Mitglieder des Sickenhöfer Laientheaters (SiLT) alljährlich mit einer Komödie für ausgelassene Unterhaltung. So auch am Freitag und Samstag wieder, wo die routinierte Truppe mit der Komödie "Rambazamba am Lido Makkaroni" von Dieter Adam das Zwerchfell der Zuschauer reizte.

Die Geschichte, die von der Gruppe unter der Regie von Karola Trippel mit vielen eigenen Ideen und einer Portion Lokalkolorit inszeniert wurde, spielt an der italienischen Adria. Familienvater Fritz Knorbel (Roger Trippel) fährt mit Freundin Heidi (Anika Ries) - sie entpuppt sich am Ende zur Überraschung der Zuschauer als dessen Tochter - in sein Ferienhaus und trifft dort auf seine ungeliebten Nachbarn, die Familie Schlottermann, die sich dort breit gemacht haben. Im total überfüllten Häuschen geht es schließlich turbulent her. Gefährliche und unglückliche Liebschaften und mit Messern bewaffnete Italiener, die die Ehre ihrer Schwester Maria (Christiane Seitz) verteidigen wollen, sorgen für Action auf der Bühne.

Gags am Rande, wie die Bezeichnung "Arschbackenwackelverein" für die heimische Frauenturngruppe "Steifes Knie" erheiterten das Publikum ebenso wie mehrere Szenen, in denen die Schauspieler die Grenze zwischen Theater und Realität aufhoben, die Zuschauer direkt ansprachen oder auch von der Bühne herunter einen Cognac ins Publikum reichten.

Alois Schlottermann (sehr gut gespielt von Oliver Freund) steht unter dem Pantoffel von Ehefrau Agathe (Uschi Liebald) und Schwiegermutter Klementine Mitesser (Angie Freund). Da kann ihm auch sein Sohn Klaus, gespielt von Sebastian Steinhaus, der zum ersten Mal bei SiLT dabei war, nicht mehr helfen.

Die beiden - mit viel komödiantischem Talent dargestellten - skurrilen Frauenfiguren, die sich weigern, das überfüllte Ferienhaus zu räumen und aus Protest die Toilette besetzt halten, sorgten für Lachtränen. So schleifte Angie Freund, von Magda Kutscher und Karola Trippel gekonnt auf uralt gestylt, nach dem Toilettengang zum Vergnügen der Zuschauer lange Klopapierstreifen hinter sich her, die sich in der Unterhose verfangen hatten.

Ungeplantes sorgte außerdem für Stimmung im Saal. Als Roger Trippel als Fritz Knorbel sich in einer Szene verzweifelt bemühte, einen widerspenstigen Liegestuhl aufzuklappen, ging er so temperamentvoll zur Sache, dass Souffleuse Inge Hartenstein beinahe eine Beule am Kopf kassiert hätte. "Jetzt hätte ich doch beinahe die Souffleuse erschlagen", war sein trockener Kommentar zum unvorhergesehenen Zwischenfall.

Am Ende tauchte Knorbels Ehefrau Melanie (Heike Heil) noch auf, um das Drama im Ferienhaus auf die Spitze zu treiben - bis, ja bis schließlich alle Paare wieder versöhnt und vereint waren, Happy End halt.

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