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Folgender Artikel gefunden bei www.op-online.de [8 Apr 2003], Lokalnachrichten-Verknüpfung: Babenhausen, erschienen in der Offenbach Post am 8. April 2003.

Zuschauer nutzen die Pausen, um wieder Luft zu holen

Sickenhofen (lh) Wie gut, dass es während der Theateraufführung am Freitagabend zwei Pausen gab - die brauchte das Publikum nämlich, um sich vom Lachmarathon, der kaum Zeit zum Luftholen ließ, zu erholen und sich für den folgenden Akt zu rüsten: Das Sickenhöfer Laien-Theater (SiLT) hatte zur Premierenvorstellung der Komödie in drei Akten, "Der perfekte Mann" von Jürgen Baumgarten, in die Kulturhalle Sickenhofen eingeladen. Vor ausverkauftem Saal war den Laienschauspielern auf der Bühne kein Lampenfieber anzumerken, als sich der rote Vorhang öffnete und das Bühnenspektakel seinen Lauf nahm: Angela Windt (Anika Schürger) ist Inhaberin einer Werbeagentur und sucht mit allen Mitteln nach dem perfekten Mann. Als der experimentierfreudige und nichts ahnende Hubert Schlüter (Oliver Freund) bei ihr als Untermieter einzieht, nimmt das Durcheinander seinen Lauf.

Das Publikum konnte sich kaum noch vor Lachen auf den Stühlen halten, als die Werbeagentur-Mitarbeiterin Fanny Wagner (Angie Freund) von Hubert Einzelheiten der letzten Nacht mit Angela wissen will. Dieser plaudert von seinen Experimenten, bei denen er mit seiner perfekten Körperbeherrschung Tröpfchen für Tröpfchen ganz langsam abgibt und dabei darauf achtet, dass sein Säckchen nicht zu fest geschürt ist. Bei dem ganzen Wortgeplänkel spricht Hubert tatsächlich von chemischen Experimenten - Fanny denkt jedoch an Bettgeschichten. Das Chaos wird erreicht, als sich eine weitere Werbeagentur-Mitarbeiterin, die unbedarfte und leichtgläubige Barbara Kottke (Christiane Seitz) sowie Angelas Mutter Maria Windt (Inge Hartenstein) in das experimentelle Geschehen einmischen.

Auch Putzmann Theodor Pagels (Roger Trippel) und der Ordnungsfanatiker Martin Dassel (Walter Kutscher) sorgen für reichlich Durcheinander. Immer wieder übertönten die johlenden Zuschauer mit kreischendem Lachen die Bühnendarsteller, die teilweise selbst über ihren exzellenten Klamauk ins Lachen kamen.

Jedes Frühjahr Stück

Lang anhaltender Applaus am Ende der Vorstellung war für die Akteure auf und hinter der Bühne der schönste Dank.

Regie führte Karola Trippel, für die Maske waren Magda Kutscher und Karola Trippel zuständig, und als Souffleuse fungierte Christine Winter. Das Bühnenbild gestalteten Edeltraut Trippel und Heinrich Heil unter Mithilfe aller Darsteller.

Das Sickenhöfer Laien-Theater besteht seit 1996. Seitdem führen die Mitglieder, die mit großer Freude und viel Engagement dabei sind, jährlich im Frühjahr ein neues Theaterstück auf.

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