kopieren.pdf , mein Kommentar als PDF-Datei
Westdeutsche Zeitung , 01.05.2011 , von Peter Kurz , Trittbrettfahrer im Netz sollen gestoppt werden ,
http://www.wz-newsline.de/home/politik/inland/trittbrettfahrer-im-netz-sollen-gestoppt-werden-1.647251
Auszüge aus dem Artikel:
Ein Internetanbieter hatte 25.000 Texte von den Webseiten zweier Zeitungen kopiert und auf seine Homepage gestellt. Dort wurden sie kostenlos angeboten, und die Reichweite wurde vermarktet (Geld mit Werbung verdient).
Die Verlage zogen vor Gericht. Sie konnten durch die Mithilfe von Autoren exemplarisch für 70 Artikel, die jeweils unerlaubte Nutzung beweisen. Die Richter verlangten jedoch auch die Nachweise für die restlichen 24.930 Artikel. Dies hätte bedeutet, viele hundert freie Journalisten in das Gerichtsverfahren einzubinden.
Kommentar: Das ist meiner Meinung nach Diebstahl, wenn man Tausende Artikel kopiert.
Wo beginnt eigentlich Diebstahl?
Beispiel: Ich hatte mal eine kleine Studentenseite. Dort hatte ich u. a. einige Zeitungsartikel abgetippt, die ich interessant finde. Streng genommen hätte ich für jeden Bericht den Autoren fragen sollen, ob er damit einverstanden ist. Eines Tages bekam ich einen Anruf eines Zeitungsredakteurs, dass ich seinen Artikel löschen sollte. Eine Leserin hatte sich bei ihm beschwert, dass ihr Name in dem Artikel vorkam. Daher entfernte ich diesen Artikel von meiner Homepage.
Neben dieser Kritik gab es noch 2 weitere Beschwerden eines Mitstudenten. Dies sind die einzigen Reaktionen auf meine Internetseiten (egal ob öffentlich oder unter Pseudonym). Da könnte man Frust bekommen. Aber ich denke, das geht Anderen genauso. Meckern kann jeder. Wenn man genau das Gegenteil macht und eine Internetseite lobt und das begründen kann, bekommt man oft sehr nette Antworten.
Zur Kritik des Studienkollegen. Ich hatte den Fehler gemacht seine Email-Adresse zu veröffentlichen. Das habe ich schon oft gemacht. Er ist aber der einzige, der sich beschwert hat. Also nahm ich seine Email-Adresse von der Studentenseite. Jahre später beschwerte er sich (google macht es möglich), das seine E-Mail-Adresse auf meiner Seite mit Pseudonym stand. Es war nicht möglich diesen Eintrag zu löschen, da ich keinen Zugriff auf die Seite hatte. Die Seite existierte weiter, obwohl die Email-Adresse ungültig war. Eine Woche nachdem ich auf die Beschwerde antwortete, war die komplette Seite verschwunden.
Zu diesem Zeitpunkt existierten bei google noch 7 bis 8 Einträge bei seiner E-Mail-Adresse. Heute existiert noch 1. Hat er die anderen Seiten alle platt gemacht? Wieso schafft er das bei der einen nicht?
Bei der Frau aus dem Zeitungsartikel gibt es bei google heute keinen Eintrag. Fazit: Wer ein perfektes Profil im Internet hat, scheint doch eher gefährlich zu sein.
Jeder Kritik an einer kleinen Internetseite kann das Ende der Seite sein. Da wird nicht lange gefragt, ob das berechtigt ist. Das geht so schnell.
Bei mir war es ja noch harmlos. Diese Leute gaben mir noch die Chance zu antworten. Aber was ist, wenn sie sich jemand direkt oben beschwert, ohne den Besitzer der Seite zu informieren. Da verschwindet die Seite, und man weiß nicht warum. Oder schlimmer noch. Wenn Sie direkt zum Anwalt gehen und klagen. Da sieht man sich als kleiner Anwender (denic.de lässt grüssen) mit einem Bein im Gefängnis. Im Haifischbecken Internet habe ich heute nur noch Seiten unter Pseudonym.
Zu meiner Internetseite. Ehrlich gesagt sind alle Fotos nur geklaut. Ich habe keinen Fotoapparat.
Was ich nicht verstehe.
Beim kleinen Mann reicht ein Vergehen aus z.B. den falschen Namen oder die falsche Email-Adresse, um eine Seite zu löschen. Da reicht eine Copyright-Verletzung z. B. Foto, Artikel, etc. aus.
Und wer Tausende Artikel kopiert, da kann man nichts machen (wie in ihrem Zeitungsartikel erwähnt).
zur Startseite