Steele by your side
 

Teil 1

"Kann Mummy mir etwas vorlesen?"
"Deiner Mummy geht es heute Abend nicht so gut, Kleines. Tut mir leid.", sagte Remington und nahm seine kleine Tochter in den Arm.
"Erzählst du mir dann eine Geschichte, Daddy?"
"Na gut, ich werde mein bestes versuchen...
Es war einmal ein Mädchen, das wollte unbedingt Detektiv werden.
Doch niemand glaubte an das Mädchen und es wurde oft enttäuscht... es traute niemandem mehr, bis sie einen anderen Detektiv traf."
"Wurden die beiden Freunde?"
"Ja, so in etwa."
"Was passierte dann?"
"Die beiden arbeiteteten nun zusammen.
Der andere Detektiv war auch oft enttäuscht worden, aber zusammen waren die beiden jetzt stärker als je zuvor..."
Er bemerkte wie den kleinen Mädchen die Augen zufielen. Er deckte es zu und gab ihr einen Kuss.
Dann verließ er das Zimmer.
In Der Türe stand Laura. Sie sah stark abgemagert aus und hatte dunkle Augenringe, blasse Haut.
"Und wie geht die Geschichte von dem Mädchen und dem Detektiv weiter?", fragte sie und versuchte zu lächeln.
"Das erzähle ich dir ein anderes mal.", meinte er und die beiden gingen auch ins Bett.
Remington nahm sie ganz fest in die Arme.
"Wir schaffen das schon, Laura.", sagte er, dann schliefen sie ein...

 


Teil 2

Remington ging die dunklen Gänge des Krankenhauses auf und ab.
"Sie können jetzt zu ihr, Mr. Steele.", sagte eine Krankenschwester und zeigte ihm den Weg zu Laura.
Er betrat das Zimmer und bemerkte sofort die Stille in dem Raum.
Man konnte sogar den Regen hören, wie er von draußen an die Fensterscheibe prasselte, wenn dieses Geräusch nicht gerade von dem lauten Piepsen der Maschinen, an die Laura angeschlossen war, übertönt wurde.
Da lag sie, total bleich, ein Haufen von Ärzten um sie herum.
"Wir lassen sie jetzt mit ihr alleine, Mr. Steele.", sagte einer der Ärzte und sie verließen den Raum.
Remington setzte sich zu Laura und nahm ihre Hand.
langsam drehte sie ihren Kopf zu ihm und versuchte etwas zu sagen, doch sie hatte nicht genug Kraft dazu.
"Ist schon gut..", sagte Remington.
Er saß dort für eine kurze Weile, streichelte ihre Hand. Doch es kam ihm vor, als würde er stundenlang an ihrem Bett sitzen.
Lauras Augenlieder wurden schwer.
Als Remington das bemerkte schrie er: "Nein! Laura... du kannst mich doch jetzt nicht verlassen. Nicht jetzt... denk an unsere Tochter!"
Doch Laura rührte sich nicht.
"Es ist doch sonst nicht deine Art, einfach aufzugeben, du musst kämpfen, Laura! Denk doch mal daran, was wir alles zusammen überstanden haben. Major Descoine, oder als dein Haus abgebrannt ist. Da hast du auch nicht einfach aufgegeben, Laura. Wir haben das alles zusammen geschafft und jetzt zerstört dieser verdammte Mist alles!?! BITTE GEH NICHT!"
Das Piepen der Geräte wurde immer lauter.
"Laura..."
Sie öffnete noch ein letztes Mal ihr Augen und schloss sie dann wieder.
Man konnte einen anhaltenden Piepton hören.
Remington küsste seine geliebte Laura noch ein letztes Mal "Ich werde dich nie vergessen, Laura."
Dann wurde Laura schon von einigen Schwestern weggebracht.
Als der das Wartezimmer wieder betrat, sah er die anderen dort sitzen.
Mildred, mit der kleinen Rose im Arm, die friedlich schlief, Lauras Schwester Frances, ihren Mann Donald und Lauras Mutter Abigail.
Plötzlich wachte die kleine Rose auf.
"Sie ist gegangen...", meinte Remington leise, er weinte nicht, und er schrie auch nicht mehr...
Alle starrten ihn an.
Und diesmal hatte auch die kleine Rose verstanden, was passiert war. Sie wusste zwar schon vorher, dass es ihrer Mutter nicht immer gut ging und sie nicht immer mit ihr spielen konnte, aber jetzt war auch ihr alles bewusst geworden, obwohl sie doch noch so klein war...

Ende
 

Von SuiteIrlandaise, 2006
 

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