Southfork Steele
Teil 1
Remy und Laura kamen gerade am Haus ihres neuen Klienten an. Er war einer der Söhne des verstorbenen und steinreichen Ölbarons Jock Ewing und seiner Frau Eleanor, genannt „Miss Ellie“. Bobby Ewing, ihr neuer Auftraggeber, erzählte den beiden, dass Miss Ellie schon seit einer Woche vermisst wird. Auch ihr neuer Mann Clayton Farlow habe keine Ahnung, wo sie stecken könnte. Auch sein Bruder J.R. und der gesamte Rest der Familie seien außer sich vor Angst, ihrer geliebten Miss Ellie könnte etwas passiert sein. „Bitte finden sie meine Mutter. Wir wissen nicht mehr weiter.“
„Keine Sorge, Mr. Ewing, wir haben bis jetzt jeden Fall gelöst und werden ihre Mutter schon finden.“, versicherte Remy und schnalzte zum Abschied mit dem Zähnen. Dann wurden die zwei auf ihre Zimmer gebracht.
Teil 2
Am nächsten Morgen saßen alle zusammen am Frühstückstisch. Irgendwann ergriff J.R.s Ehefrau Sue Ellen das Wort. „Wissen sie, Miss Ellie würde nie von alleine, ohne jemandem etwas zu sagen von Southfork weggehen. Irgendjemand muss mit ihrem Verschwinden etwas zu tun haben. Es würde mich nicht wundern, wenn jemand aus der Familie etwas mit Ihrem Verschwinden zu tun hätte.“ Dabei schaute sie verdächtig zu J.R. hinüber. Dieser antwortete prompt: „Hast du dir heute Morgen schon einen genehmigt oder was? Niemand aus der Familie würde so etwas auch nur zu denken wagen.“ „Halt endlich die Klappe J.R. motzte Lucy ihn an, reite nicht immer auf Sue Ellen rum. Sie ist weg vom Alkohol. Ihm Gegensatz zu dir. Aber mach nur so weiter, bis du an Leberversagen oder so was verreckst. Wär nicht schade drum.“ „Lucy! Und auch ihr anderen. Ihr dreht ja völlig durch, seit Miss Ellie weg ist. Meint ihr, jetzt wo sie weg ist, könnt ihr euch alles erlauben, was ihr vorher nicht konntet, nur um sie nicht zu verletzen? Ihr spinnt doch, allesamt. Bitte finden sie Miss Ellie auf dem schnellsten Weg, Mr. Steele. Jede weitere Minute, in der sie verschwunden bleibt, würde dieser Familie noch mehr zusetzen. Das würde meine geliebte Miss Ellie nicht verkraften.“
Teil 3
Laura und Remy saßen mit Bobby im Wohnzimmer. „Sagen sie, Bobby, geht das hier immer so zu? Ich meine, glauben sie, dass jemand aus der Familie wirklich etwas mit dem Verschwinden zu tun hat? Bei dem ganzen Hass hier.“, fragte Laura.
„Ich glaube nicht, Miss Holt. Hier hasse sich zwar alle gegenseitig, besonders J.R. hat es auf einige Mitglieder der Familie abgesehen, dennoch glaube ich nicht, dass er oder jemand anderes etwas mit dem Verschwinden zu tun hat. Dafür lieben alle hier Miss Ellie einfach viel zu sehr. Es muss einen anderen Grund geben.
„Kennen sie vielleicht sonst jemanden, der es auf Miss Ellie abgesehen haben könnte?“
„Nein, sie ist doch so herzensgut. Niemand könnte ihr was zu Leide tun.“
„Vielleicht hat ja jemand Miss Ellie entführt um zum Beispiel ihrem Bruder J.R. etwas heimzuzahlen. Hat er Feinde?“, fragte Remy.
Bobby grölte vor Lachen. „J.R. hat nur Feinde in der Stadt. Es gibt kaum jemanden, den er nicht schon hinterlistig zu zerstören versucht hat. Wenn sie alle seine Feinde abklappern wollen, sind sie Weihnachten noch auf Southfork. Glauben sie mir.“
Teil 4
Remy und Laura hatten keine Ahnung, wo sie anfangen sollten. Dieser Fall war wirklich verzwickt. Am Nachmittag redeten sie mit Clayton Farlow.
„Wann haben sie ihre Frau zum letzten Mal gesehen?“, fragte Laura.
„Naja. Das war als sie aus dem Haus gegangen ist, um sich mit ein paar Freundinnen in der Stadt zu treffen. Sie hat sich kurz von mir verabschiedet und ist dann weggefahren.“
„Ist sie denn bei ihren Freundinnen angekommen?“
„Nein, nie. Die wissen auch nicht, wo sie stecken könnte.“
„Danke, Clayton. Wir werden ihre Freundinnen trotzdem mal befragen. Vielleicht wissen sie ja, wo sie sein könnte.“
Teil 5
Von Miss Ellies Freunden hatten sie erfahren, dass Miss Ellie gelegentlich in ein Cafe ging, um dort einfach mal von ihrer Familie abzuschalten. Doch bevor sie in das Cafe fahren würden, wollten sie erst die Ewings fragen, ob sie darüber bescheid wüssten.
Clayton hatte keine Ahnung und auch J.R. und Bobby waren ratlos. Sie wollten gerade alle zusammen zum Cafe fahren, als das Telefon klingelte. J.R. ging ran. „Sie haben Mamas Wagen gefunden, aber er ist leer“, sagte er, „sie muss einen Unfall gehabt haben, so wie es aussieht.“
Teil 6
Als sie am Cafe ankamen, fragten sie direkt einen der Kellner, ob er Miss Ellie in den letzten Tagen gesehen habe. „Ja, sie wohnt hier seit einer Woche. Zimmer 38. Wir vermieten auch Zimmer, wissen sie.“
Alle stürmten hoch zu Zimmer 38 und J.R. trat die Tür ein. „Auuu!“, schrie er. „Tja, Bruderherz, du wirst wohl alt.“, scherzte Bobby. „Maul halten hab ich gesagt!“, motzte J.R. und sie betraten das Zimmer. Miss Ellie saß auf ihrem Bett. „Was macht ihr denn hier, ihr Penner?“ Alle schauten sich ratlos an. „Aber Mama…“, wollte J.R. sagen doch weiter kam er nicht. „Halt die Fresse, du Penner!“, motzte Miss Ellie, „ihr nervt mich hier alle, aber komplett. Ich wollte weg von euch Spinnern und jetzt seid ihr hinter mir her.“
Alle verstanden die Welt nicht mehr.
Teil 7
Miss Ellie wurde zu einem Arzt gebracht, der eine dicke Beule an ihrem Kopf diagnostizierte. „Das muss sie durch den Unfall erlitten haben. Sie ist nicht mehr die alte, Mr. Ewing. Ich muss sie vorläufig in die Psychiatrie einweisen. In ein paar Wochen ist sie sicher wieder normal.“
Doch Miss Ellie ward nie mehr gesehen…
Von SuiteIrlandaise, 2006