Steele's Mystery

Steele’s mystery

 

 

Erster Teil

Nach dem dritten Klingeln nahm Remy endlich den Hörer ab und schaute zu Laura hoch, die auf seinem Schreibtisch saß.

„Wer mag das wohl sein?“, meinte sie.

„Steele hier“, meldete sich Remy am Telefon. „Ja, ich bin der Besitzer des Schlosses… ja, vielen Dank, Sir, ich werde sofort mit der nächsten Maschine kommen. Auf wieder sehen.“

„Was ist denn passiert?“, wollte Laura wissen.

„In unserem Schloss in Irland wurde eingebrochen, alles ist vollkommen verwüstet. Und in einem angrenzenden Wald hat man einen Toten gefunden. Ich muss sofort dort hin. Ich hoffe nur, es wurde nichts von Daniels Nachlass gestohlen. Das bedeutet mir so viel.“

„Ich weiß“, meinte Laura und nahm Remy in die Arme, „ich werde dir ein Ticket besorgen.“

„Nur eins? Aber…“, fragte Remy traurig.

„Du weißt, dass einer von uns beiden hier bleiben muss, jetzt wo Mildred nicht da ist.“, meinte Laura und löste sich wieder aus der Umarmung, „Aber wenn wir Glück haben, hat sich die ganze Sache schnell wieder erledigt und du bist in ein paar Tagen wieder hier.“

„Das hoffe ich.“, meinte Remy und gab ihr einen Kuss auf die Stirn, bevor sie sich an den Computer setzte, um Remys Flug zu buchen.

 

Zweiter Teil

„Ich muss jetzt gehen.“, meinte Remy, nachdem sein Flug schon zum zweiten Mal aufgerufen wurde.

„Okay. Bitte ruf an, sobald du angekommen bist ja?“

„Das werde ich. Und in ein paar Tagen bin ich bestimmt schon wieder da.“, meinte Remy und wischte Laura eine Träne aus dem Gesicht.

„Bis dann, Laura. Ich liebe dich und ich werde nachher ganz bestimmt anrufen.“

„Ist gut, bis dann.“, antwortete sie und wartete noch einen Augenblick, bis Remy in den langen Gängen des Flughafens verschwunden war.

 

Dritter Teil

Der für den Fall zuständige Polizist hatte Remy in London abgeholt und zu seinen Schloss nach Irland gebracht.

Mittlerweile hatte schon der neue Tag in Irland begonnen und nachdem er sich einmal kurz in Schloss nach gröberen Schäden ungesehen hatte und der Polizist wieder verschwunden war, ging Remy hoch ins Schlafzimmer und legte sich aufs Bett. Dann nahm er den Hörer von Telefon um Laura anzurufen.

„Hallo Laura? Ich bin es…“

„Remy! Wie geht es dir? Bist du gut angekommen? Und wann kommst du zurück?“, fragte Laura ziemlich verschlafen.

„Ja, ich bin gut angekommen, bin nur etwas müde. Habe ich dich geweckt?“

„Ach, ich konnte eh nicht gut schlafen, ohne dich.“

„Ich habe ganz die Zeitverschiebung vergessen, tut mir leid. Aber ich musste dich unbedingt anrufen.“

„Weißt du denn schon was Neues?“, fragte Laura wieder etwas aufgeweckter.

„Nein, nicht wirklich, aber von Daniels Sachen wurde glaube ich nichts gestohlen, immerhin eine gute Nachricht. Aber bis nicht alles abgeklärt ist, werde ich wohl nicht zurückkommen können, denn der Tote im Wald ist anscheinend ermordet worden und das könnte etwas mit dem Einbruch zu tun haben.“

„Ich hoffe, das klärt sich bald auf.“

„Ich auch, Laura. Ich will so schnell wie möglich hier weg.“

„Ich weiß, ich vermisse dich auch. Aber jetzt ruh dich am besten erstmal aus, du hast ja bestimmt noch gar nicht geschlafen.“

„Das kann ich sowieso nicht. Ich werde mich sobald wie möglich wieder melden, bis dann, ich liebe dich.“, sagte Remy noch und legte dann den Hörer auf.

Er stand auf und ging rüber zur Kommode und schaltete dann das Radio ein, um sich etwas abzulenken.

 

Another summer day
Has come and gone away
In Paris and Rome
But I wanna go home
Mmmmmmmm

Maybe surrounded by
A million people I
Still feel all alone
I just wanna go home
Oh I miss you, you know

And I’ve been keeping all the letters that I wrote to you
Each one a line or two
“I’m fine baby, how are you?”
Well I would send them but I know that it’s just not enough
My words were cold and flat
And you deserve more than that

Another aeroplane
Another sunny place
I’m lucky I know
But I wanna go home
Mmmm, I’ve got to go home

Let me go home
I’m just too far from where you are
I wanna come home

And I feel just like I’m living someone else’s life
It’s like I just stepped outside
When everything was going right
And I know just why you could not
Come along with me
But this was not your dream
But you always believe in me

Another winter day has come
And gone away
And even Paris and Rome
And I wanna go home
Let me go home

And I’m surrounded by
A million people I
Still feel alone
Oh, let me go home
Oh, I miss you, you know

Let me go home
I’ve had my run
Baby, I’m done
I gotta go home
Let me go home
It will be all right

I’ll be home tonight

I’m coming back home

 

 

Vierter Teil

Nach  mehr oder weniger vier Stunden Schlaf stand Remy auf. Er konnte einfach nicht aufhören, an Laura zu denken und jetzt, wo er wieder hier in Irland war, schossen ihm auch ununterbrochen die Erinnerungen an Daniel noch einmal durch den Kopf.

Er machte sich erneut auf die Suche, ob vielleicht doch irgendetwas gestohlen worden war, das er noch nicht bemerkt hatte. Als er im Keller einen alten Schrank öffnete, fiel ihm direkt ein ganzes Bündel mit Briefen auf die Füße. „Mist!“, rieft er, dann bemerkte Remy daneben ein paar Fotos und sonstige Papiere.

Als er eine andere Schranktür öffnete, fand er noch mehr Kisten, auf einer klebte ein Zettel. Remy riss ihn ab und las:

 

Liebster Harry,

ich hoffe, Du verzeihst mir, dass Du diese Dinge erst jetzt und auf diese Weise erfährst, aber ich konnte mich zu Lebzeiten einfach nicht dazu durchringen, Dir die Wahrheit zu sagen. Du findest in diesem Schrank alle wichtigen Dinge, die nötig sind, um etwas über Deine Vergangenheit zu erfahren. Dir sind bestimmt schon die vielen Briefe aufgefallen. Ich habe sie damals an Deine Mutter geschrieben. Wenn Du sie liest, werden Dir bestimmt einige Sachen klar, auf die Dir bisher niemand eine Antwort geben konnte. Außerdem findest Du hier einige sehr wichtige Unterlagen, wie unter anderem Deine Geburtsurkunde und Fotos.

Ich hoffe, Du kannst mir verzeihen,

Daniel

 

 

Fünfter Teil

Remy rannte sofort hoch zum Telefon. „Laura? Du musst sofort kommen! Ich habe Briefe von Daniel gefunden und meine Geburtsurkunde, ich weiß jetzt, wer ich wirklich bin.“

„Was? Oh mein Gott, bleib, wo du bist, ich komme sofort mit der nächsten Maschine.“

Remy wusste nicht, was er tun sollte, er ging wieder hinunter und begann, die Briefe zu lesen.

Stunden später wurde er durch ein Klingeln aufgeweckt. ‚Ich muss wohl eingeschlafen sein.’, dachte er. Remy stand auf und machte sich auf den Weg nach oben, zur Tür.

„Ach, hallo Inspector.“, begrüße Remy den Mann und gab ihm die Hand.

„Mr. Steele. Haben sie in der Zwischenzeit noch etwas entdeckt, was gestohlen wurde?“, fragte der Polizist. „Nein, es scheint alles noch da zu sein. Haben sie etwas Neues über den Mordfall herausgefunden?“

„Nein, leider nicht. Tut mir Leid, Mr. Steele. Aber ich werde sie auf dem Laufenden halten.“

„Vielen dank.“, sagte Remy noch und verabschiedete sich.

 

 

Sechster Teil

Inzwischen war es schon mitten in der Nacht, als Remy auf die Uhr schaute, und beschloss, für heute mit dem Lesen der Briefe aufzuhören.

Er ging hoch in die Küche und kochte etwas Tee, als es plötzlich an der Tür klingelte.

„Laura!“, reif er, als er die Türe öffnete.

„Remy, ich bin so schnell gekommen, wie ich konnte. Ich musste dich einfach sehen.“, antwortete sie und fiel ihm um den Hals.

„Ich bin so froh, dass du da bist.“, meinte er und die zwei gingen wieder in die Küche und Remy erzählte Laura alles über die Briefe.

„Am besten gehen wir jetzt erstmal schlafen, morgen ist auch noch ein Tag, dann können wir in aller Ruhe weitersehen…“, meinte Remy und half Laura, wieder aufzustehen.

 

Siebter Teil

Am nächsten Morgen wurde Laura durch das Klimpern von Geschirr geweckt.

„Guten morgen, Laura“, sagte Remy und gab ihr einen Kuss.

„Morgen“, sagte Laura noch ziemlich müde und blinzelte Remy mit verschlafenen Augen an.

„Ich hab uns Frühstück gemacht, hast du Hunger?“

„Ja, und wie, ich habe schon seit gestern Morgen nichts mehr gegessen.“

Remy reichte Laura eine Tasse Tee und Scones.

„Isst man die nicht eigentlich nachmittags?“, fragte Laura.

„Ich hab nichts anderes gefunden, tut mir leid.“, meinte Remy und setzte sich neben Laura.

„Schmeckt aber gut, danke“, meinte sie und nahm noch einen großen Schluck Tee.

Plötzlich klingelte es an der Tür.

„Das ist hier ja fast wie zu Hause, immer kommt irgendjemand oder irgendetwas dazwischen, wenn wir mal unsere Ruhe haben wollen.“, meinte Laura nur genervt, zog sich etwas über und ging mit Remy runter zur Tür.

„Ach, guten Tag, Inspector. Gibt es etwas Neues?“, fraget Remy.

„Und ob. Die Leiche ist weg.“, antwortete er.

„Weg?“, fragte Laura, „Seit wann denn?“

„Es muss diese Nacht passiert sein. Ich wollte Sie darüber nur informieren.“, meinte er und verabschiedete sich dann wieder.

 

Achter Teil

Remy und Laura machten sich auf den Weg in den Keller, um weiter nach Informationen über Remys Vergangenheit zu finden. Nach einer ganzen Weile stieß Laura plötzlich auf mehrere Fotos. „Sieh mal“, meinte Laura, „das muss Daniel sein, als er noch jung war. Aber wer sind denn die zwei Männer neben ihm, kennst du die? Der eine kommt mir irgendwie bekannt vor.“

„Nein, den da kenne ich nicht, aber der da ist der Tote, der Polizist hat mir gestern ein Foto von ihm gezeigt.“

„Meinst du Daniel hatte irgendwas mit denen zu tun?“

„Er hat wahrscheinlich ein paar krumme Geschäfte mit ihnen gemacht, mehr nicht.“

„Aber wer ist bloß der andere, ich kenne ihn doch irgendwoher…“

„Vielleicht sollten wir mal bei den Leuten aus der Umgebung nachfragen. Eventuell weiß jemand von denen, wer dieser Mann ist.“, schlug Remy vor.

 

Neunter Teil

Am Abend machten Laura und Remy sich auf den Weg zum örtlichen Pub. „Hallo, wie geht’s?“, fragte er. Niemand antwortete. “Die scheinen nicht sehr gesprächig zu sein.“, flüsterte Laura zu Remy. „Kennt hier jemand vielleicht diesen Mann?“, versuchte er es erneut und hielt das Foto hoch. Wieder keine Antwort.

„Lauter freundliche und hilfsbereite Menschen. Nicht wahr, Laura?“

„Lass uns lieber gehen, so kommen wir nicht weiter. Am besten, wir suchen noch mal in Daniels Unterlagen nach weiteren Hinweisen.“, flüsterte Laura zurück und drängte ihn raus.

 

Zehnter Teil

Die zwei gingen also noch mal hinunter in den Keller und suchten nach weiteren hinweisen.

Plötzlich hielt Laura einen alten Fetzen Papier hoch. „Was ist das?“, fragte sie. „Sieht aus wie eine Karte.“, meinte Remy, „Lass mal sehen.“

„Sieht aus wie das Schloss, aber was sind das für Gänge da unten, die gibt es doch hier im Schloss gar nicht.“

„Das müssen unterirdische Gänge sein, direkt unter dem Schloss, aber wie kommt man da rein?“

„Ich glaube ich weiß wie.“, meinte Laura und versuchte den großen Schrank zu verrücken.

„Würdest du mir vielleicht mal helfen?“, fragte sie genervt.

Dann packte auch Remy mit an und der Schrank schob sich um ein paar Meter weiter nach links.

„Aha. Siehst du? Eine Falltür.“, meinte sie und stieg hinein.

„Laura, sei vorsichtig.“, rief Remy, schnappte sich eine Taschenlampe aus einem Regal und stieg hinterher.

„Was sagt man dazu? Noch eine Kiste.“, rief Laura und öffnete sie, „Oh mein Gott, Das müssen mehrere Tausend Pfund sein.“

 

Elfter Teil

„Was machen wir jetzt mit dem ganzen Geld? Am besten, wir rufen die Polizei an.“, meinte Laura später.

„Aber heute Abend nicht mehr, es ist schon zu spät, das können wir auch noch morgen machen. Ich gehe jetzt schlafen.“

„Okay.“, meinte Laura und ging Remy hinterher.

Mitten in der Nacht wachte sie plötzlich auf.

„Remy, Remy, wach auf. Ich weiß, wer der Mörder ist!“

„Was? Was ist denn los, hat das nicht Zeit bis morgen?“

„Nein! Der Inspector ist der Mörder. Erkennst du ihn nicht auf dem Foto wieder?“

„Also jetzt, wo du es sagst…“

„Daniel, der Tote und unser netter Inspector haben vor Jahren einen Überfall gemacht, Daniel hat die Beute behalten, und die zwei anderen wollten sich jetzt, wo Daniel tot ist, ihre Anteile holen. Dabei musste einer der beiden wohl dran glauben…“

„Das ist es, Laura! Komm, wir statten unserem netten Polizisten mal einen Besuch ab.“

 

Zwölfter Teil

Remy und Laura verständigten die Polizei der nächst größeren Stadt und halfen dabei, den Mörder zu verhaften.

Nun war alles aufgeklärt und sie konnten endlich wieder nach L.A. zurückfliegen.

„Aber Remy, willst du dir nicht, bevor wir nach Hause fliegen, deine Geburtsurkunde ansehen? Danach suchst du doch schließlich schon dein ganzes Leben.“

„Weißt du Laura, es interessiert mich gar nicht mehr, ich weiß jetzt wer ich wirklich bin – nämlich Remington Steele und ich will niemand anderes sein.“

„Also gut. Nach Hause, Mr. Steele?“

„Nach Hause, Laura!“

 

ENDE

 

 

Von SuiteIrlandaise, 2006

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Steele’s mystery

 

 

Erster Teil

Nach dem dritten Klingeln nahm Remy endlich den Hörer ab und schaute zu Laura hoch, die auf seinem Schreibtisch saß.

„Wer mag das wohl sein?“, meinte sie.

„Steele hier“, meldete sich Remy am Telefon. „Ja, ich bin der Besitzer des Schlosses… ja, vielen Dank, Sir, ich werde sofort mit der nächsten Maschine kommen. Auf wieder sehen.“

„Was ist denn passiert?“, wollte Laura wissen.

„In unserem Schloss in Irland wurde eingebrochen, alles ist vollkommen verwüstet. Und in einem angrenzenden Wald hat man einen Toten gefunden. Ich muss sofort dort hin. Ich hoffe nur, es wurde nichts von Daniels Nachlass gestohlen. Das bedeutet mir so viel.“

„Ich weiß“, meinte Laura und nahm Remy in die Arme, „ich werde dir ein Ticket besorgen.“

„Nur eins? Aber…“, fragte Remy traurig.

„Du weißt, dass einer von uns beiden hier bleiben muss, jetzt wo Mildred nicht da ist.“, meinte Laura und löste sich wieder aus der Umarmung, „Aber wenn wir Glück haben, hat sich die ganze Sache schnell wieder erledigt und du bist in ein paar Tagen wieder hier.“

„Das hoffe ich.“, meinte Remy und gab ihr einen Kuss auf die Stirn, bevor sie sich an den Computer setzte, um Remys Flug zu buchen.

 

Zweiter Teil

„Ich muss jetzt gehen.“, meinte Remy, nachdem sein Flug schon zum zweiten Mal aufgerufen wurde.

„Okay. Bitte ruf an, sobald du angekommen bist ja?“

„Das werde ich. Und in ein paar Tagen bin ich bestimmt schon wieder da.“, meinte Remy und wischte Laura eine Träne aus dem Gesicht.

„Bis dann, Laura. Ich liebe dich und ich werde nachher ganz bestimmt anrufen.“

„Ist gut, bis dann.“, antwortete sie und wartete noch einen Augenblick, bis Remy in den langen Gängen des Flughafens verschwunden war.

 

Dritter Teil

Der für den Fall zuständige Polizist hatte Remy in London abgeholt und zu seinen Schloss nach Irland gebracht.

Mittlerweile hatte schon der neue Tag in Irland begonnen und nachdem er sich einmal kurz in Schloss nach gröberen Schäden ungesehen hatte und der Polizist wieder verschwunden war, ging Remy hoch ins Schlafzimmer und legte sich aufs Bett. Dann nahm er den Hörer von Telefon um Laura anzurufen.

„Hallo Laura? Ich bin es…“

„Remy! Wie geht es dir? Bist du gut angekommen? Und wann kommst du zurück?“, fragte Laura ziemlich verschlafen.

„Ja, ich bin gut angekommen, bin nur etwas müde. Habe ich dich geweckt?“

„Ach, ich konnte eh nicht gut schlafen, ohne dich.“

„Ich habe ganz die Zeitverschiebung vergessen, tut mir leid. Aber ich musste dich unbedingt anrufen.“

„Weißt du denn schon was Neues?“, fragte Laura wieder etwas aufgeweckter.

„Nein, nicht wirklich, aber von Daniels Sachen wurde glaube ich nichts gestohlen, immerhin eine gute Nachricht. Aber bis nicht alles abgeklärt ist, werde ich wohl nicht zurückkommen können, denn der Tote im Wald ist anscheinend ermordet worden und das könnte etwas mit dem Einbruch zu tun haben.“

„Ich hoffe, das klärt sich bald auf.“

„Ich auch, Laura. Ich will so schnell wie möglich hier weg.“

„Ich weiß, ich vermisse dich auch. Aber jetzt ruh dich am besten erstmal aus, du hast ja bestimmt noch gar nicht geschlafen.“

„Das kann ich sowieso nicht. Ich werde mich sobald wie möglich wieder melden, bis dann, ich liebe dich.“, sagte Remy noch und legte dann den Hörer auf.

Er stand auf und ging rüber zur Kommode und schaltete dann das Radio ein, um sich etwas abzulenken.

 

Another summer day
Has come and gone away
In Paris and Rome
But I wanna go home
Mmmmmmmm

Maybe surrounded by
A million people I
Still feel all alone
I just wanna go home
Oh I miss you, you know

And I’ve been keeping all the letters that I wrote to you
Each one a line or two
“I’m fine baby, how are you?”
Well I would send them but I know that it’s just not enough
My words were cold and flat
And you deserve more than that

Another aeroplane
Another sunny place
I’m lucky I know
But I wanna go home
Mmmm, I’ve got to go home

Let me go home
I’m just too far from where you are
I wanna come home

And I feel just like I’m living someone else’s life
It’s like I just stepped outside
When everything was going right
And I know just why you could not
Come along with me
But this was not your dream
But you always believe in me

Another winter day has come
And gone away
And even Paris and Rome
And I wanna go home
Let me go home

And I’m surrounded by
A million people I
Still feel alone
Oh, let me go home
Oh, I miss you, you know

Let me go home
I’ve had my run
Baby, I’m done
I gotta go home
Let me go home
It will be all right

I’ll be home tonight

I’m coming back home

 

 

Vierter Teil

Nach  mehr oder weniger vier Stunden Schlaf stand Remy auf. Er konnte einfach nicht aufhören, an Laura zu denken und jetzt, wo er wieder hier in Irland war, schossen ihm auch ununterbrochen die Erinnerungen an Daniel noch einmal durch den Kopf.

Er machte sich erneut auf die Suche, ob vielleicht doch irgendetwas gestohlen worden war, das er noch nicht bemerkt hatte. Als er im Keller einen alten Schrank öffnete, fiel ihm direkt ein ganzes Bündel mit Briefen auf die Füße. „Mist!“, rieft er, dann bemerkte Remy daneben ein paar Fotos und sonstige Papiere.

Als er eine andere Schranktür öffnete, fand er noch mehr Kisten, auf einer klebte ein Zettel. Remy riss ihn ab und las:

 

Liebster Harry,

ich hoffe, Du verzeihst mir, dass Du diese Dinge erst jetzt und auf diese Weise erfährst, aber ich konnte mich zu Lebzeiten einfach nicht dazu durchringen, Dir die Wahrheit zu sagen. Du findest in diesem Schrank alle wichtigen Dinge, die nötig sind, um etwas über Deine Vergangenheit zu erfahren. Dir sind bestimmt schon die vielen Briefe aufgefallen. Ich habe sie damals an Deine Mutter geschrieben. Wenn Du sie liest, werden Dir bestimmt einige Sachen klar, auf die Dir bisher niemand eine Antwort geben konnte. Außerdem findest Du hier einige sehr wichtige Unterlagen, wie unter anderem Deine Geburtsurkunde und Fotos.

Ich hoffe, Du kannst mir verzeihen,

Daniel

 

 

Fünfter Teil

Remy rannte sofort hoch zum Telefon. „Laura? Du musst sofort kommen! Ich habe Briefe von Daniel gefunden und meine Geburtsurkunde, ich weiß jetzt, wer ich wirklich bin.“

„Was? Oh mein Gott, bleib, wo du bist, ich komme sofort mit der nächsten Maschine.“

Remy wusste nicht, was er tun sollte, er ging wieder hinunter und begann, die Briefe zu lesen.

Stunden später wurde er durch ein Klingeln aufgeweckt. ‚Ich muss wohl eingeschlafen sein.’, dachte er. Remy stand auf und machte sich auf den Weg nach oben, zur Tür.

„Ach, hallo Inspector.“, begrüße Remy den Mann und gab ihm die Hand.

„Mr. Steele. Haben sie in der Zwischenzeit noch etwas entdeckt, was gestohlen wurde?“, fragte der Polizist. „Nein, es scheint alles noch da zu sein. Haben sie etwas Neues über den Mordfall herausgefunden?“

„Nein, leider nicht. Tut mir Leid, Mr. Steele. Aber ich werde sie auf dem Laufenden halten.“

„Vielen dank.“, sagte Remy noch und verabschiedete sich.

 

 

Sechster Teil

Inzwischen war es schon mitten in der Nacht, als Remy auf die Uhr schaute, und beschloss, für heute mit dem Lesen der Briefe aufzuhören.

Er ging hoch in die Küche und kochte etwas Tee, als es plötzlich an der Tür klingelte.

„Laura!“, reif er, als er die Türe öffnete.

„Remy, ich bin so schnell gekommen, wie ich konnte. Ich musste dich einfach sehen.“, antwortete sie und fiel ihm um den Hals.

„Ich bin so froh, dass du da bist.“, meinte er und die zwei gingen wieder in die Küche und Remy erzählte Laura alles über die Briefe.

„Am besten gehen wir jetzt erstmal schlafen, morgen ist auch noch ein Tag, dann können wir in aller Ruhe weitersehen…“, meinte Remy und half Laura, wieder aufzustehen.

 

Siebter Teil

Am nächsten Morgen wurde Laura durch das Klimpern von Geschirr geweckt.

„Guten morgen, Laura“, sagte Remy und gab ihr einen Kuss.

„Morgen“, sagte Laura noch ziemlich müde und blinzelte Remy mit verschlafenen Augen an.

„Ich hab uns Frühstück gemacht, hast du Hunger?“

„Ja, und wie, ich habe schon seit gestern Morgen nichts mehr gegessen.“

Remy reichte Laura eine Tasse Tee und Scones.

„Isst man die nicht eigentlich nachmittags?“, fragte Laura.

„Ich hab nichts anderes gefunden, tut mir leid.“, meinte Remy und setzte sich neben Laura.

„Schmeckt aber gut, danke“, meinte sie und nahm noch einen großen Schluck Tee.

Plötzlich klingelte es an der Tür.

„Das ist hier ja fast wie zu Hause, immer kommt irgendjemand oder irgendetwas dazwischen, wenn wir mal unsere Ruhe haben wollen.“, meinte Laura nur genervt, zog sich etwas über und ging mit Remy runter zur Tür.

„Ach, guten Tag, Inspector. Gibt es etwas Neues?“, fraget Remy.

„Und ob. Die Leiche ist weg.“, antwortete er.

„Weg?“, fragte Laura, „Seit wann denn?“

„Es muss diese Nacht passiert sein. Ich wollte Sie darüber nur informieren.“, meinte er und verabschiedete sich dann wieder.

 

Achter Teil

Remy und Laura machten sich auf den Weg in den Keller, um weiter nach Informationen über Remys Vergangenheit zu finden. Nach einer ganzen Weile stieß Laura plötzlich auf mehrere Fotos. „Sieh mal“, meinte Laura, „das muss Daniel sein, als er noch jung war. Aber wer sind denn die zwei Männer neben ihm, kennst du die? Der eine kommt mir irgendwie bekannt vor.“

„Nein, den da kenne ich nicht, aber der da ist der Tote, der Polizist hat mir gestern ein Foto von ihm gezeigt.“

„Meinst du Daniel hatte irgendwas mit denen zu tun?“

„Er hat wahrscheinlich ein paar krumme Geschäfte mit ihnen gemacht, mehr nicht.“

„Aber wer ist bloß der andere, ich kenne ihn doch irgendwoher…“

„Vielleicht sollten wir mal bei den Leuten aus der Umgebung nachfragen. Eventuell weiß jemand von denen, wer dieser Mann ist.“, schlug Remy vor.

 

Neunter Teil

Am Abend machten Laura und Remy sich auf den Weg zum örtlichen Pub. „Hallo, wie geht’s?“, fragte er. Niemand antwortete. “Die scheinen nicht sehr gesprächig zu sein.“, flüsterte Laura zu Remy. „Kennt hier jemand vielleicht diesen Mann?“, versuchte er es erneut und hielt das Foto hoch. Wieder keine Antwort.

„Lauter freundliche und hilfsbereite Menschen. Nicht wahr, Laura?“

„Lass uns lieber gehen, so kommen wir nicht weiter. Am besten, wir suchen noch mal in Daniels Unterlagen nach weiteren Hinweisen.“, flüsterte Laura zurück und drängte ihn raus.

 

Zehnter Teil

Die zwei gingen also noch mal hinunter in den Keller und suchten nach weiteren hinweisen.

Plötzlich hielt Laura einen alten Fetzen Papier hoch. „Was ist das?“, fragte sie. „Sieht aus wie eine Karte.“, meinte Remy, „Lass mal sehen.“

„Sieht aus wie das Schloss, aber was sind das für Gänge da unten, die gibt es doch hier im Schloss gar nicht.“

„Das müssen unterirdische Gänge sein, direkt unter dem Schloss, aber wie kommt man da rein?“

„Ich glaube ich weiß wie.“, meinte Laura und versuchte den großen Schrank zu verrücken.

„Würdest du mir vielleicht mal helfen?“, fragte sie genervt.

Dann packte auch Remy mit an und der Schrank schob sich um ein paar Meter weiter nach links.

„Aha. Siehst du? Eine Falltür.“, meinte sie und stieg hinein.

„Laura, sei vorsichtig.“, rief Remy, schnappte sich eine Taschenlampe aus einem Regal und stieg hinterher.

„Was sagt man dazu? Noch eine Kiste.“, rief Laura und öffnete sie, „Oh mein Gott, Das müssen mehrere Tausend Pfund sein.“

 

Elfter Teil

„Was machen wir jetzt mit dem ganzen Geld? Am besten, wir rufen die Polizei an.“, meinte Laura später.

„Aber heute Abend nicht mehr, es ist schon zu spät, das können wir auch noch morgen machen. Ich gehe jetzt schlafen.“

„Okay.“, meinte Laura und ging Remy hinterher.

Mitten in der Nacht wachte sie plötzlich auf.

„Remy, Remy, wach auf. Ich weiß, wer der Mörder ist!“

„Was? Was ist denn los, hat das nicht Zeit bis morgen?“

„Nein! Der Inspector ist der Mörder. Erkennst du ihn nicht auf dem Foto wieder?“

„Also jetzt, wo du es sagst…“

„Daniel, der Tote und unser netter Inspector haben vor Jahren einen Überfall gemacht, Daniel hat die Beute behalten, und die zwei anderen wollten sich jetzt, wo Daniel tot ist, ihre Anteile holen. Dabei musste einer der beiden wohl dran glauben…“

„Das ist es, Laura! Komm, wir statten unserem netten Polizisten mal einen Besuch ab.“

 

Zwölfter Teil

Remy und Laura verständigten die Polizei der nächst größeren Stadt und halfen dabei, den Mörder zu verhaften.

Nun war alles aufgeklärt und sie konnten endlich wieder nach L.A. zurückfliegen.

„Aber Remy, willst du dir nicht, bevor wir nach Hause fliegen, deine Geburtsurkunde ansehen? Danach suchst du doch schließlich schon dein ganzes Leben.“

„Weißt du Laura, es interessiert mich gar nicht mehr, ich weiß jetzt wer ich wirklich bin – nämlich Remington Steele und ich will niemand anderes sein.“

„Also gut. Nach Hause, Mr. Steele?“

„Nach Hause, Laura!“

 

ENDE

 

 

Von SuiteIrlandaise, 2006

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